Künstliche Intelligenz
Apple streicht kleinsten Mac mini aus dem Programm
In den eigenen Online-Stores bietet Apple den bisher günstigsten Mac für den Schreibtisch nicht mehr an: Das Modell des Mac Mini mit M4-SoC, 16 GByte RAM und 256 GByte SSD-Kapazität kann nicht mehr bestellt werden. Das gilt auch für den deutschen Apple-Store, dort beginnen die Konfigurationen nun bei einer SSD mit 512 GByte.
Weiterlesen nach der Anzeige
Schon seit Wochen sind die Preise für den bisher günstigsten Mac mini mit der kleinen SSD deutlich gestiegen. Konnte das Gerät vor allem im vergangenen Jahr häufig noch für rund 560 Euro gekauft werden, so kostet es nun um 650 Euro. Etliche Drittanbieter haben den kleinsten Mac noch vorrätig. Direkt bei Apple kostet das neue Einstiegsgerät mit 512-GByte-SSD nun 949 Euro. Entdeckt hatte die Streichung des kleinsten Desktop-Macs zuerst Macrumours. Das Medium verweist darauf, dass sich auch in den USA der Einstiegspreis stark erhöht hat: von 599 auf 799 US-Dollar. In den Vereinigten Staaten werden Preise in der Regel ohne die örtlich unterschiedliche Umsatzsteuer angegeben.
Bereits bei Vorstellung der jüngsten, sehr guten Quartalszahlen, machte Apple darauf aufmerksam, dass die schon länger existierenden Lieferprobleme noch Monate anhalten werden. Vor allem Mac mini und Mac Studio sind davon betroffen. Nicht nur die globale Speicherkrise macht Apple dafür verantwortlich, auch die eigenen M-SoCs können bei TSMC nicht so schnell hergestellt werden, wie Apple Geräte damit verkaufen könnte. Sprich: Die Nachfrage überschreitet derzeit deutlich das Angebot.
Neue M5-Macs kommen bald
Bereits in gut vier Wochen wird die Vorstellung neuer Macs erwartet. Am 8. Juni 2026 beginnt Apples Entwicklerkonferenz WWDC, wo nach unbestätigten Angaben unter anderem Mac mini und Mac Studio mit den aktuellen M5-Chips gezeigt werden sollen. Häufig sind solche neuen Generationen direkt nach Vorstellung schnell ausverkauft, das Angebot erholt sich aber in der Regel schnell wieder. Ob das diesmal angesichts von Apples ungewöhnlich deutlichen Warnungen anders laufen könnte, ist bisher nicht klar abzusehen.
(nie)
Künstliche Intelligenz
Wie uns das Smartphone in den Bann zieht | c’t uplink
Nur noch ein Video, nur noch ein Post – und schon ist eine Stunde vergangen. Social-Media-Plattformen, Online-Shops und Spiele wollen uns möglichst lange am Bildschirm halten. Über die Suchtfalle Smartphone dreht sich diese Folge von c’t uplink. Mit welchen Tricks die Anbieter die Aufmerksamkeit der Nutzerinnen und Nutzer einfangen – und was man dagegen tun kann, darüber diskutieren die c’t Redakteure Andrea Trinkwalder, Jo Bager und Holger Bleich mit Moderator Keywan Tonekaboni.
Weiterlesen nach der Anzeige

Den wöchentlichen c’t-Podcast c’t uplink gibt es …
Holger Bleich erklärt, ab wann die Wissenschaft von problematischer Nutzung spricht und warum Jugendliche besonders anfällig sind. Andrea Trinkwalder hat sich den Empfehlungsalgorithmus von TikTok genauer angesehen: Warum spielt die App in Echtzeit so treffsicher Videos aus? Und welche Rolle spielt neben der Belohnung auch gezieltes Enttäuschen der Erwartung? Die sogenannten Dark Patterns – jene Designtricks in Shops, Spielen und Apps, die uns zum Kauf drängen oder im Abo-Hamsterrad halten – nimmt Jo Bager auseinander.
Die Runde diskutiert außerdem, was die EU mit dem Digital Services Act erreichen kann, warum die Verfahren so quälend lange dauern und ob ein Social-Media-Verbot für Jugendliche tatsächlich die Lösung ist. Aber die Vier aus der c’t Redaktion geben auch praktische Tipps, wie man die Tricks und Fallen umschifft oder abmildert.
Zu Gast im Studio: Andrea Trinkwalder, Jo Bager und Holger Bleich
Host: Keywan Tonekaboni
Produktion: Tobias Reimer
Weiterlesen nach der Anzeige
► c’t Magazin
► c’t auf Mastodon
► c’t auf Instagram
► c’t auf Facebook
► c’t auf Bluesky
► c’t auf Threads
► c’t auf Papier: überall, wo es Zeitschriften gibt!
(ktn)
Künstliche Intelligenz
In-Ear-Kopfhörer Soundcore Liberty 5 im Test: Endlich richtig gutes ANC für 75 €
Mit Hi-Res-Klang, Dolby 3D-Audio, längerer Akkulaufzeit und ANC in dritter Generation sollen die Soundcore Liberty 5 den gelungenen Vorgänger ablösen.
Zur Erinnerung: Das Vorgängermodell Soundcore Liberty 4 (Testbericht) überzeugte uns mit einem starken Gesamtpaket zum fairen Preis und sticht nach wie vor in der Mittelklasse durch Features wie Spatial Audio und Herzfrequenzmessung aus der Masse heraus. Zu bemängeln waren lediglich die schwache Akkulaufzeit und das mittelmäßige ANC. Ob die Soundcore Liberty 5 hier nachbessern und welche Besonderheiten an Bord sind, schauen wir uns im Test an.
Design und Tragekomfort
Optisch hat sich bei den Liberty 5 wenig getan. Sie zeigen sich erneut im klassischen In-Ear-Look mit spitz zulaufendem Stift, über den die Click-Steuerung läuft. Die Designsprache wirkt leicht futuristisch mit vielen Rundungen, glänzendem Kunststoff und wenigen Details. Der Soundcore-Schriftzug an der Stift-Außenseite ist gewichen, das Marken-Logo bleibt. Das kompakte Ladecase hält wieder Farbtreue zu den In-Ears, allerdings mit mattem Finish. Zur Auswahl stehen Schwarz, Weiß, Blau und Pink.
Beim Tragekomfort zeigt sich die erste deutliche Verbesserung: Zwar war dieser bereits beim Vorgänger gut. Nun legt Soundcore aber sechs statt vier Aufsätze in unterschiedlichen Größen bei und reduziert das Gewicht der Earbuds von 6 auf 5 Gramm. Damit liegen die In-Ears noch leichter und fester in den Ohren – selbst intensiver Sport ist möglich. Dazu kommt ein Staub- und Wasserschutz nach IP55. Outdoor-Sport bei starkem Regen ist also kein Problem.
Bedienung und App
Dank Google Fast Pair lassen sich die Soundcore Liberty 5 einfach mit Android-Smartphones verbinden. Alternativ klappt auch die manuelle Kopplung. Die Click-Steuerung an den Earbuds ist angenehm simpel und geht nach kurzer Eingewöhnung intuitiv von der Hand. Wer mag, passt die Bedienung über die Begleit-App an. Diese ist gut strukturiert und bietet Zugriff auf alle Features. Einziges Manko: Beim Vorgänger war der Soundcore-Account noch optional, um Features wie die Herzfrequenzmessung freizuschalten – nun ist er Pflicht.
Die Soundcore Liberty 5 setzen auf Bluetooth 5.4 inklusive Multipoint für die Verbindung mit zwei Geräten gleichzeitig. An Codecs stehen SBC, AAC und mit LDAC auch eine Hi-Res-Variante für kompatible Android-Geräte zur Verfügung. Praktisch: Beim Vorgänger muss man sich noch zwischen Multipoint und LDAC entscheiden, jetzt funktioniert beides parallel.
Hinzu kommen Trageerkennung, HearID-Klangtest, Gaming-Modus für geringere Latenz und ein Passform-Test. An die Stelle von Spatial Audio tritt nun Dolby 3D-Audio. Über den 8-Band-Equalizer lässt sich das Soundbild gut individualisieren. Die 22 Klang-Presets empfinden wir hingegen als zu viel des Guten, zumal sich kaum Unterschiede ausmachen lassen. Weniger wäre hier mehr gewesen.
Akku
Im Idealfall halten die Soundcore Liberty 5 laut Hersteller bis zu 12 Stunden ohne ANC durch – drei Stunden mehr als beim Vorgänger. Mit Ladecase sind bei mittlerer Lautstärke bis zu 48 Stunden drin. Mit ANC reduzieren sich die Laufzeiten auf 8 beziehungsweise 32 Stunden. Diese Werte decken sich mit unserer Testerfahrung. Wer laut hört und Dolby 3D-Audio sowie den Hi-Res-Codec aktiviert, muss mit deutlich kürzerer Laufzeit rechnen: Im ANC-Modus ist bei uns nach rund fünfeinhalb Stunden Schluss. Trotzdem hat sich die zuvor bemängelte Laufzeit klar verbessert.
Ist der Akku leer, lädt er per beigelegtem USB-C-Kabel in rund zwei Stunden vollständig. Dank Fast Charging reichen 10 Minuten für etwa 5 Stunden Spielzeit ohne ANC. Kabelloses Laden wird ebenfalls unterstützt, dauert allerdings deutlich länger.
Klang
In der Königsdisziplin Sound schneiden die Liberty 5 ähnlich ab wie der Vorgänger: In den Standard-Einstellungen treffen die 9,2-mm-Treiber mit Wollpapier-Membran nicht ganz unseren Geschmack. Die Höhen sind etwas zu präsent, der Bass zu zurückhaltend. Über die 22 Klang-Presets oder – besser noch – den 8-Band-Equalizer lässt sich das gut anpassen. So machen auch LDAC-Codec und Dolby 3D-Audio Freude.
Bei der Sprachqualität hat sich wenig verändert. Soundcore setzt weiterhin auf sechs Mikrofone und bietet bei Telefonaten KI-Geräuschunterdrückung. Ein Modus zur Reduzierung von Windgeräuschen ist ebenfalls an Bord. Insgesamt telefoniert es sich gut und verständlich. Für längere Gespräche greifen wir dann aber doch lieber direkt zum Smartphone.
ANC
Erfreulich: Bei der ANC-Performance hat sich etwas getan. Soundcore bietet seine adaptive Geräuschunterdrückung nun in dritter Generation an. Das Ergebnis: Hat der Vorgänger noch deutlich mit hohen Tönen wie klirrendem Geschirr oder Stimmen zu kämpfen, rücken diese jetzt spürbar in die Ferne. Andere High-End-Modelle arbeiten zwar effektiver, kosten aber gerne mal das Doppelte oder mehr. Bei einem Preis unter 100 Euro gibt es also nichts zu meckern.
Ähnlich gut gefällt uns die Weiterentwicklung des Transparenzmodus: Das starke Grundrauschen und die unangenehm brummende eigene Stimme sind weitgehend passé. Umgebungsgeräusche werden natürlich wirkend durchgeschleift, die eigene Stimme liegt beim Sprechen nur noch leicht dumpf in den Ohren.
Preis
Mit einer UVP von 99,99 Euro siedeln sich die Soundcore Liberty 5 im Mittelklasse-Segment der ANC-Kopfhörer an. Zum Testzeitpunkt sind alle vier Farbvarianten (Schwarz, Weiß, Blau, Pink) ab 74 Euro (Amazon) erhältlich.
Fazit
Soundcore macht mit den Liberty 5 einen guten Job und bietet genügend Verbesserungen gegenüber dem Vorgänger. Zwar fallen Spatial Audio und Herzfrequenzmessung weg. Dafür gibt es Dolby 3D-Audio und klare Fortschritte bei Akkulaufzeit und ANC-Performance – ein ordentliches Upgrade, das einen Wechsel vertretbar macht.
Aber auch sonst sind die Liberty 5 eine klare Empfehlung. Ein so starkes Gesamtpaket für rund 75 Euro ist etwas Besonderes. Für einen absolut runden Wurf fehlt nur noch das Klang-Feintuning. Damit überrascht uns Soundcore dann hoffentlich beim Nachfolger.
Künstliche Intelligenz
Nach Drohnenangriff: AWS schwört Nahost-Kunden auf lange Ausfallzeit ein
Der Iran-Krieg beeinträchtigt weiterhin den Betrieb von Amazon Web Services (AWS) in Bahrain und den Vereinigten Arabischen Emiraten: Bis die Dienste wieder regulär laufen, werden noch mehrere Monate vergehen, informierte Amazon jetzt seine Kunden. Drohnenangriffe auf zwei AWS-Rechenzentren Anfang März hatten verheerende Schäden verursacht. Betroffen ist die sogenannte AWS-Region „ME-CENTRAL-1 (UAE)“.
Weiterlesen nach der Anzeige
Nach zwei Monaten informierte Amazon nun öffentlich auf einer Statusseite über die aktuelle Situation. Aufgrund der Schäden „infolge des Konflikts im Nahen Osten“ könne die Cloud-Infrastruktur die Kundenanwendungen derzeit zuverlässig zu unterstützen. „Obwohl einige Workloads weiterhin normal funktionieren, empfehlen wir unseren Kunden dringend, alle zugänglichen Ressourcen so schnell wie möglich in andere Regionen zu migrieren und nicht zugängliche Ressourcen aus Remote-Backups wiederherzustellen.“ Während AWS den Betrieb in der Region wiederherstellt, ist die Abrechnung bei den Kunden ausgesetzt. Die Arbeiten sollen voraussichtlich noch mehrere Monate dauern.
Zwei verschiedene Rechenzentren waren in den Vereinigten Arabischen Emiraten direkt von Drohnen getroffen worden, eine weitere Anlage in Bahrain ist durch einen Drohneneinschlag in der Nähe beeinträchtigt. Amazon sprach damals von „strukturellen Schäden“ durch die Einschläge. Demnach war die Stromversorgung zu dem Zeitpunkt eingeschränkt. Die Bekämpfung von Bränden habe teilweise Wasserschäden nach sich gezogen.
Auch anderswo wirkt sich der Iran-Krieg auf Amazons Geschäft aus. Online-Händler, die ihre Waren über Webseiten des Konzerns verkaufen, haben nun höhere Kosten. In den USA und Kanada erhebt Amazon seit 17. April einen Aufschlag von 3,5 Prozent auf seine Dritthändler-Gebühren für Verpackung und Zustellung von Waren (Fulfilled by Amazon, FBA). Grund sind die durch den Iran-Krieg gestiegenen Treibstoffpreise. In der Europäischen Union fallen die Amazon-Fulfillment-Gebühren aufgrund gesenkter Kraftstoffsteuern bei vielen Mitgliedsstaaten deutlich moderater aus.
Lesen Sie auch
(nen)
-
Künstliche Intelligenzvor 2 Monaten
Top 10: Die beste kabellose Überwachungskamera im Test – Akku, WLAN, LTE & Solar
-
Social Mediavor 2 MonatenCommunity Management und Zielgruppen-Analyse: Die besten Insights aus Blog und Podcast
-
Social Mediavor 3 MonatenCommunity Management zwischen Reichweite und Verantwortung
-
Künstliche Intelligenzvor 3 MonatenSmartphone‑Teleaufsätze im Praxistest: Was die Technik kann – und was nicht
-
Apps & Mobile Entwicklungvor 3 MonatenIntel Nova Lake aus N2P-Fertigung: 8P+16E-Kerne samt 144 MB L3-Cache werden ~150 mm² groß
-
Entwicklung & Codevor 2 MonatenCommunity-Protest erfolgreich: Galera bleibt Open Source in MariaDB
-
Künstliche Intelligenzvor 2 MonatenBlade‑Battery 2.0 und Flash-Charger: BYD beschleunigt Laden weiter
-
Social Mediavor 1 MonatVon Kennzeichnung bis Plattformpflichten: Was die EU-Regeln für Influencer Marketing bedeuten – Katy Link im AllSocial Interview
