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Asus ROG Swift OLED PG32UCDM Gen3 im Test
Der Asus ROG Swift OLED PG32UCDM Gen3 setzt auf ein QD-OLED-Panel der 4. Generation, bietet mit dem BlackShield aber eine zusätzliche Beschichtung gegen den lila Farbstich bei direktem Lichteinfall und zudem eine höhere Helligkeit bei vollflächiger Weißdarstellung. Auch abgesehen davon überzeugt das 240-Hz-UHD-Display im Test.
Der Asus ROG Swift OLED PG32UCDM Gen3 – auch PG32UCDM3 genannt – setzt als UHD-QD-OLED-Monitor weiter auf bewährte Stärken, kombiniert diese nun in dritter Generation jedoch mit einem neuen BlackShield, das den für diese Panels typischen Lila-Farbstich in dunklen Bereichen durch Beleuchtung im Raum im Test deutlich reduziert. Die neue Folie soll zudem die Kratzfestigkeit des Displays deutlich verbessern. Darüber hinaus wird statt DisplayHDR True Black 400 nun DisplayHDR True Black 500 geboten, die Spitzenhelligkeit bleibt offiziell mit 1.000 cd/m² jedoch unverändert. Mit DisplayPort 2.1 UHBR20 mit voller Bandbreite von 80 Gbit/s, HDMI 2.1 mit vollen 48 Gbit/s und USB-C mit 90 Watt Power Delivery bietet der Monitor auch abseits des reinen Panels einige wichtige Funktionen.
Der Asus ROG Swift OLED PG32UCDM Gen3 ist erst bei wenigen Händlern gelistet und derzeit ab 1.349 Euro erhältlich. Der Asus ROG Swift OLED PG32UCDMR ist hingegen aktuell schon ab 799 Euro erhältlich.
Im Lieferumfang des ROG Swift OLED PG32UCDM Gen3 ist neben dem Monitor und Standfuß ein HDMI-Kabel, ein DisplayPort-Kabel (80 Gbit/s), ein USB-C-Kabel, ein USB-Typ-A-auf-Typ-B-Kabel, ein Netzkabel, eine Kurzanleitung, ein Adapter für eine VESA-Halterung und die Einlegeplatten für die RGB-Beleuchtung im Standfuß des Monitors.
Neuerungen und Spezifikationen des PG32UCDM Gen3
Die Unterschiede des PG32UCDM Gen3 im Vergleich zum PG32UCDMR fallen bei direkter Gegenüberstellung gering aus und beziehen sich rein auf das BlackShield und die höhere Helligkeit, die sich beide in der Praxis noch beweisen müssen.
Helleres Display je nach Weißanteil
Denn das Herzstück der dritten Generation ist gerade das neue Panel mit BlackShield: Asus verbaut im neuen Modell das von Samsung gefertigte QD-OLED-Display der 4. Generation, das etwas heller leuchten kann. Asus bezeichnet es auch als Tandem-QD-OLED-Panel. Der Asus ROG Swift OLED PG32UCDM3 nutzt somit noch nicht die für erste Monitore angekündigten QD-OLED-Panels der 5. Generation mit neuem RGB-V-Stripe-Pixel-Layout, die mit bis zu 1.300 cd/m² auch bei der Spitzenhelligkeit zulegen sollen.
Heller leuchten muss der PG32UCDM3 allerdings für die erhaltene Zertifizierung nach VESA DisplayHDR 500 True Black auch, denn diese setzt bei der ganzflächigen Weißdarstellung (100 Prozent APL) 300 cd/m² voraus, was mindestens 50 cd/m² mehr sind als beim Vorgänger, dem PG32UCDMR. MSI setzt die 4. Generation des QD-OLED-Panels beispielsweise bereits im MPG 322URX QD-OLED (Test) ein.
Helligkeit in Abhängigkeit vom Weißanteil
Im Test erreicht der Asus ROG Swift OLED PG32UCDM3 eine Spitzenhelligkeit von 1.038,1 cd/m² bei 1 % Weißanteil. Damit erreicht er die beworbenen 1.000 cd/m² auch im Alltag, wird aber in diesem Test nicht heller als bisherige QD-OLED-Monitore.
Die Option „Adjustable HDR“ im OSD hat beim PG32UCDM3 keinen signifikanten Einfluss auf die maximale Helligkeit, aktiviert man sie, leuchtet er 1.032,2 cd/m² hell. Anders sieht es aus, wenn man die Zertifizierung DisplayHDR 500 True Black im OSD auswählt, denn dann wird die maximale Helligkeit bei etwas über 525 cd/m² limitiert.
Da bei OLED-Displays die Helligkeit stark vom Weißanteil abhängig ist, werden diese für den Asus-Monitor bei verschiedenen Weißanteilen geprüft. Hierbei ist der Modus „Gaming HDR“ ausgewählt und „Adjustable HDR“ deaktiviert.
Wie die Tabelle verdeutlicht, ist der Helligkeitsunterschied je nach Bildinhalt groß. Aber sie zeigt auch, dass die Helligkeit bei rein weißem Display wie von Asus beworben nun die Marke von 300 cd/m² überschreitet, während bisherige QD-OLED-Displays bei 250 bis 260 cd/m² stehen.
Die Unterschiede je nach gewählter Option im OSD sind in nachfolgender Tabelle noch einmal zusammengefasst.
Asus bietet darüber hinaus eine Bildoption, um die Homogenität zu erhöhen, was dazu führt, dass diese bei maximal 320 cd/m² limitiert wird, unabhängig davon, wie groß der Weißanteil auf dem dargestellten Bild ist. Möchte man HDR-Effekte nutzen, sollte diese Option deaktiviert sein, möchte man hingegen im Office-Betrieb keine stark schwankende Helligkeit, wenn man beispielsweise Explorer-Fenster im Light-Mode öffnet oder schließt, kann man den Modus hierfür nutzen.
Farbräume und Werkskalibrierung
Asus verspricht für das QD-OLED-Panel mit 10 Bit Farbtiefe eine durchschnittliche Farbabweichung von Delta E < 2. Die Farbraumabdeckung gibt der Hersteller mit 99 % für DCI-P3 an.
Helligkeit und Farbtreue des PG32UCDM3
Messung der Homogenität
Die Messungen zur Homogenität des ROG Swift OLED PG32UCDM3 werden im Bildmodus Racing (Default), User und sRGB durchgeführt, die Farbtreue im Modus sRGB getestet. Die Farbtemperatur fällt im Modus sRGB mit 6.275 Kelvin minimal zu warm aus, im Modus User ist sie mit 6.150 Kelvin noch etwas wärmer.
Die Homogenität des Asus ROG Swift OLED PG32UCDM3 fällt für ein OLED-Display vergleichsweise schlecht aus, denn normalerweise liegen die dunklen Bereiche bei diesen Monitoren immer noch bei rund 96 Prozent der dargestellten Maximalhelligkeit. Beim PG32UCDM3 fällt diese allerdings auf nur noch 86 Prozent. Denn in den Ecken wird der Monitor mit rund 260 cd/m² nicht heller als bisherige QD-OLED-Monitore, erreicht aber in der Display-Mitte je nach Modus bis zu 317 cd/m². Der MSI MPG 322URX QD OLED, dessen Homogenität in der Bildstrecke ebenfalls enthalten ist, zeigt, dass er zwar nur etwas über 250 cd/m² hell wird, dafür aber auch nirgends unter 242 cd/m² fällt, prozentual also deutlich besser dasteht.
Abhilfe schaffen beim Asus PG32UCDM3 zwei Einstellungen. Entweder wählt man im OSD die Option „Uniform Brightness“, was die Maximalhelligkeit auf 320 cd/m² beschränkt, dafür aber dafür sorgt, dass die maximale Abweichung bei unter 3 Prozent liegt, der Monitor also tatsächlich auf dem gesamten Display nahezu identisch hell leuchtet. Oder aber man wählt den Modus sRGB, der ebenfalls dafür sorgt, dass die Abweichung nur noch gering ist. Die Farben sind dann allerdings eher neutral und nicht ganz so gesättigt, wie in den anderen Bildmodi – und die Bildoptionen begrenzt. Aber die Helligkeit lässt sich auch in diesem Modus auf rund 320 cd/m² erhöhen, auch wenn sie standardmäßig bei der Einstellung 36 nur rund 120 cd/m² entspricht. Die hohe Homogenität des sRGB-Modus bleibt auch bei höherer Helligkeit erhalten.
Die minimale Helligkeit bei der Darstellung von Weiß beträgt maximal 14,9 cd/m². Ein sehr guter Wert, der beispielsweise auch deutlich unter dem des MSI MPG 322URX QD-OLED mit 29,7 cd/m² liegt.
Perfektes Schwarz
Wie bei allen OLED-Monitoren gilt auch beim PG32UCDM3 mit QD-OLED-Panel von Samsung, dass man sich um den Kontrast und Schwarzwert keinerlei Gedanken machen muss. Ist das Bild schwarz, leuchten keine Pixel – sie sind ausgeschaltet und Kontrast und Schwarzwert fallen perfekt aus.
Messung der Farbtreue
ComputerBase testet die Farbwiedergabe des Asus ROG Swift OLED PG32UCDM3 mit Portrait Displays‘ Calman-Color-Calibration-Software. Sie vergleicht die dargestellte Farbe des Monitors mit der vom Programm angezeigten Farbe. Interessant an dieser Stelle sind insbesondere der durchschnittliche und der maximale Delta-E-Wert sowie das Delta-E-2000-Diagramm, da sie angeben, wie stark die Farbwiedergabe von dem ausgewählten Farbstandard abweicht. Eine Abweichung von 1 dE ist für das menschliche Auge so gut wie nicht sichtbar. Ein kalibriertes Display sollte so eingestellt sein, dass die durchschnittliche Abweichung unter 3 dE und das maximale dE unter 5 liegt. Eine Abweichung über 3 dE wird als sichtbar für das menschliche Auge aufgefasst. Unkalibrierte Monitore liegen normalerweise weit darüber. Das Delta-E-2000-Diagramm zeigt die Abweichung für jeden gemessenen Farbwert an.
Im dargestellten CIE-1976-Chart des PG32UCDM3 ist zu sehen, welche Farbpunkte wie stark vom angestrebten Farbwert abweichen.
Der Asus ROG Swift OLED PG32UCDM3 weist im Modus sRGB in Calman eine durchschnittliche Abweichung von 1,7 Delta E und eine maximale Abweichung von 3,6 Delta E auf. Damit liegt er innerhalb der Grenzwerte und im Bereich der Angaben von Asus. Der zuletzt getestete Asus ROG Swift OLED PG27AQWP-W (Test) mit W-OLED-Panel ist mit einer durchschnittlichen Abweichung von 0,99 Delta E und maximal 2,6 Delta E aber noch eine Ecke farbtreuer. Der MSI MPG 322URX QD-OLED (Test) schneidet mit einer durchschnittlichen Abweichung von 2,2 Delta E und einer maximalen Abweichung von 4,0 Delta E hingegen etwas schlechter ab.
Mit etwas manuellem Feintuning kann man, entsprechende Messgeräte vorausgesetzt, die Farbtreue des PG32UCDM3 weiter erhöhen.
BlackShield reduziert Lila-Farbstich
Wer auf das Panel blickt, soll jedoch nicht nur mehr Helligkeit sehen, sondern mit BlackShield auch einen neuen Film, der auf das Display aufgetragen wird. Mit BlackShield möchte Asus ROG den typischen Lila-Farbstich von QD-OLED bei schwarzen Bildinhalten unter Lichteinstrahlung deutlich reduzieren. Der Hersteller spricht von einer Reduktion um bis zu 40 Prozent, der Film soll dem Display zudem 2,5× mehr Resistenz vor Kratzern verleihen.
Im Alltag fällt tatsächlich sofort auf, dass dem Schwarz auf dem Display der typische lilafarbene Schimmer fehlt, wenn eine Lichtquelle auf das Display fällt. Im Vergleich zu bisherigen QD-OLED-Monitoren ist dieser Unterschied sofort sichtbar, wie der Vergleich mit dem MSI MPG 322URX QD-OLED in den Bildern bei gleicher Beleuchtung zeigt. Hat man keine Lichtquelle im Raum, die auf das Panel fällt, ist das BlackShield allerdings unbedeutend, da es dann gerade keinen Unterschied macht. Wer demnach ohnehin in einem abgedunkelten Raum sitzt oder alle Lichtquellen hinter dem Monitor hat, der benötigt BlackShield nicht. Daran, dass der ausgeschaltete Monitor bei QD-OLED-Panels grau erscheint, ändert das BlackShield übrigens nicht.
DP 2.1 mit 80 und HDMI 2.1 mit 48 Gbit/s
Der Asus ROG Swift OLED PG32UCDM Gen 3 bietet einen DisplayPort 2.1 UHBR20 mit 80 Gbit/s, wofür Asus auch ein passendes DisplayPort-Kabel beilegt. Über HDMI 2.1 mit FLR6 – also vier Lanes mit je 12 Gbit/s – werden die vollen 48 Gbit/s geliefert, die dieser Anschluss hergibt.
Spieler mit neuester Grafikkarte müssen somit keinerlei Einschränkungen hinnehmen, da für die Bildübertragung keinerlei Kompression genutzt werden muss. Die Auflösung von 3.840 x 2.160 Pixeln benötigt bei 240 Hz und einer Farbtiefe von 10 Bit mit 4:4:4 Chroma Sampling, also ohne Farbunterabtastung, eine Bandbreite von 71,66 Gbit/s. Der DisplayPort 2.1 bietet rund 77,0 Gbit/s. Bei Monitoren mit DisplayPort 1.4 mit 32,4 Gbit/s muss hingegen die zwar irreversible und verlustbehaftete, aber für das menschliche Auge nicht sichtbare Kompressionsmethode Display Stream Compression (DSC) genutzt werden.
Besitzer einer Nvidia GeForce RTX 5000 können den DisplayPort-Standard zudem mit voller Bandbreite ohne Kompression oder Einschränkungen nutzen, alle anderen Grafikkarten inklusive RDNA4 bieten dies bisher nicht, auch wenn bei RDNA3 und RDNA4 die Einschränkung auf DisplayPort 2.1 UHBR13.5 statt UHBR20 bei Nvidia eher theoretischer Natur ist.
Auch bei den beiden HDMI-2.1-Anschlüssen und dem USB-C-Port mit DP muss man bei Auflösung und Bildwiederholrate jedoch keine Einschränkungen hinnehmen, indem DSC aktiviert wird. Alle vier Bildeingänge unterstützen die volle Auflösung von 3.840 × 2.160 Pixeln mit bis zu 240 Hz.
Für Besitzer eines Notebooks, das häufig auch am Monitor genutzt wird, ist besonders die Unterstützung von Power Delivery mit bis zu 90 Watt über USB-C erfreulich. So kann eine zusätzliche Docking Station in der Regel wegfallen, denn der PG32UCDM Gen 3 verfügt erneut über einen KVM-Switch, sodass mit ihm verbundene Peripherie automatisch auf das aktive Gerät umgeschaltet wird. Auch Picture-in-Picture und Picture-by-Picture beim Anschluss von zwei Systemen wird dabei unterstützt. Für Peripherie sind drei USB-A-3.0-Anschlüsse mit 5 Gbit/s verbaut. Zudem ist ein 3,5-mm-Klinkenanschluss integriert.
G-Sync, FreeSync und HDR
Der Monitor ist zudem für Dolby Vision, HDR10, AMD FreeSync Premium Pro und Nvidia G-Sync zertifiziert und unterstützt HDMI VRR. Hierin unterscheidet er sich jedoch nicht vom Vorgänger. AMD FreeSync Premium Pro wird von 48 bis 240 Hz via DisplayPort unterstützt. Auch über HDMI gilt der Bereich von 48 bis 240 Hz ohne LFC mit HDR. G-Sync wird über DisplayPort von 48 bis 240 Hz unterstützt. Beide Technologien zur Synchronisation der Bildausgabe der Grafikkarte mit der Darstellung auf dem Monitor funktionieren im Test einwandfrei.
Annäherungssensor und OLED Care
Für viele Käufer wichtig sind aber auch die Schutzfunktionen, die Hersteller bei OLED-Displays integrieren, um ein Einbrennen des Bildes oder Teilen davon wie die Taskleiste von Windows zu verhindern.
Asus setzt hierfür einerseits erneut auf den Neo-Proximity-Sensor, der schon im ROG Swift OLED PG27AQWP-W (Test) zu überzeugen wusste, indem er Anwesenheit vor dem Bildschirm zuverlässig erkennt und das Display automatisch zuverlässig und schnell aus und wieder einschaltet – sofern aktiviert –, andererseits auf die Funktionen von OLED Care. Hierbei handelt es sich um zahlreiche Schutzfunktionen, die das Einbrennen von Bildelementen verhindern, etwa durch Pixel Shift, Pixel Refresh und eine Logo- und Taskbar-Erkennung. Der Nutzer wird auch immer wieder daran erinnert, die nicht im Hintergrund automatisch ablaufenden Funktionen regelmäßig auszuführen.
Auch auf den neuen QD-OLED-Monitor gewährt Asus drei Jahre Garantie, die auch das Einbrennen auf dem Panel beinhaltet.
Bekanntes ROG-Design mit RGB
Der ROG Swift OLED PG32UCDM Gen3 setzt auf das bekannte ROG-Design und den bekannten Standfuß mit nach unten auf den Tisch abstrahlender, roter LED, die durch Kunststoffplättchen in der magnetischen Halterung Motive auf den Tisch wirft. Das ROG-Logo an der Rückseite ist wieder als Pixel-Art umgesetzt und mit RGB-Beleuchtung versehen.
Eine Aussparung im dreibeinigen Standfuß erlaubt das Hindurchführen der Kabel. Oben ist ein 1/4-Zoll-Gewinde für Ringlichter oder Kamerahalterungen in den Standfuß integriert. Wer den Standfuß nicht nutzen möchte, kann auf eine VESA-Halterung (100 × 100 mm) zurückgreifen.
Bei der Ergonomie bietet das neue Modell eine Höhenverstellung um 80 mm und ist um ±15° dreh- und +20°/-5° neigbar. Eine Pivot-Funktion, um das Display hochkant zu nutzen, bietet der Monitor aber nicht, hierfür kann man über den beiliegenden Adapter eine VESA-Halterung nutzen.
Leistungsaufnahme
Die Leistungsaufnahme des Asus ROG Swift OLED PG32UCDM Gen3 beträgt auf dem Windows-Desktop mit hellblauem Windows-Logo mit 60 Hz und aktivierter RGB-Beleuchtung bei Werkseinstellungen des Displays 38,4 Watt. Erhöht man die Bildwiederholrate auf 240 Hz, sind es bei ansonsten unveränderten Einstellungen schon 47,5 Watt. Asus gibt eine typische Leistungsaufnahme von 42 Watt an.
Der MSI MPG 322URX QD-OLED (Test) benötigt bei diesen Einstellungen 46,1 und 49,1 Watt, die Unterschiede insbesondere bei Nutzung von 240 Hz sind demnach gering.
Display- und Input-Lag (Beta)
Die eingeführten Messungen zum Display- und Input-Lag befinden sich weiterhin im Betastadium und ComputerBase bittet sie auch als solche zu verstehen, da beide Messmethoden Vor- und Nachteile haben. Darüber hinaus wirken sich viele Faktoren bei den Display-Einstellungen auf das Ergebnis aus, die es noch näher zu analysieren gilt. Sie sind insbesondere als Vergleich der Bildschirme unter gleichen Testbedingungen zu verstehen statt als absolute Messwerte. Bei den Messungen wird immer die schnellste Display-Einstellung („Response Time“ oder „Overdrive“) im OSD gewählt, sofern in den Diagrammen nichts anderes angegeben ist.
Input-Lag
Den Input-Lag misst ComputerBase mit Hilfe einer umgebauten Maus, an deren Schalter eine LED gelötet wurde, um die Verzögerung zwischen Knopfdruck und wahrnehmbarer Umsetzung auf dem Display optisch analysieren zu können. Diese Messung ist ebenfalls nicht als absoluter Wert zu betrachten, da der Input-Lag von den eingesetzten Komponenten des PCs abhängig ist und die Auswertung ebenso Toleranzen beinhaltet. Auch in diesem Fall ist das Ziel somit, vielmehr einen Vergleich unter getesteten Monitoren zu ermöglichen, als einen allgemein gültigen absoluten Wert zu ermitteln. Displays mit nur sehr geringem Unterschied sollten aufgrund der nicht zu verhindernden Messtoleranzen als ebenbürtig angesehen werden. Während die Monitore beim Display-Lag methodenbedingt alle mit 60 Hz, aber deaktiviertem VSync betrieben werden müssen, kommt bei der Messung des Input-Lags die maximale Bildwiederholfrequenz des Bildschirms bei deaktiviertem V-Sync zum Einsatz.
Bei der Messung des Input-Lags überzeugt der Asus ROG Swift OLED PG32UCDM Gen3 und gehört zu den schnellsten Monitoren im Testfeld.
Display-Lag
Beim Display-Lag wird die reine Verzögerung durch die Bildverarbeitung und Ausgabe des Monitors betrachtet. Sie ist vom Input-Lag, also der Verzögerung, bis eine Eingabe auf dem Bildschirm wahrnehmbar umgesetzt wird, zu unterscheiden. Den Display-Lag misst ComputerBase dabei mit der sogenannten CRT-Methode, bei der ein analoger CRT alias Röhrenmonitor als Basis und Referenzwert dient und anhand eines präzisen Millisekundenzählers auf dem CRT und LCD die Ausgabe durch zahlreiche Fotos mit sehr kurzer Verschlusszeit verglichen wird. In der Praxis muss einschränkend gesagt werden, dass auch diese Messungen nur als Näherungswerte betrachtet werden sollten, die nicht immer den tatsächlichen Wert darstellen müssen. Aufgrund immer gleicher Testbedingungen ermöglichen sie aber einen guten Vergleich verschiedener getesteter Monitore untereinander, weshalb einige bereits getestete und zukünftig im Test vertretene Displays als Vergleich dienen.
Auch beim Display Lag spielt der PG32UCDM Gen3 die Vorzüge seines schnellen OLED-Panels aus und liefert ein hervorragendes Ergebnis ab.
Viele Optionen im OSD
Auf einige Funktionen des OSD des PG32UCDM3 wurde im Test bereits eingegangen und entspricht weitgehend dem des jüngst getesteten PG27AQWP-W. Auch beim PG32UCDM3 haben Nutzer somit erneut viele Möglichkeiten, um nicht nur das Bild anzupassen, sondern auch zusätzliche Funktionen zu aktivieren oder die RGB-Beleuchtung anzupassen. Auch die Extras für Spieler wie ein FPS Counter, ein Fadenkreuz, ein Timer oder die Vergrößerung des Bildbereichs um das Fadenkreuz und die Aufhellung dunkler Ecken über Shadow Boost sind wieder mit von der Partie.
PC-Software statt OSD
Auch für den PG32UCDM3 kann aber auf die Windows-Software Asus DisplayWidget Center zurückgegriffen werden, wenn man die Einstellungen und Optionen lieber in Windows anpassen möchte, statt den Joystick und das OSD des Monitors zu nutzen. Auch Firmware-Updates sind dann direkt in Windows möglich, wenn man den Monitor per USB mit dem PC verbunden hat.
Fazit
Mit dem ROG Swift OLED PG32UCDM3 liefert Asus einen sehr guten QD-OLED-Monitor, der mit BlackShield tatsächlich den optischen lila Farbstich der Displays bei Lichteinfall sichtbar reduziert und so im Alltag die Darstellungsqualität in diesen Situationen erhöht. An der ansonsten sehr hohen Darstellungsqualität der QD-OLED-Displays mit perfektem Kontrast und satten Farben ändert dies nichts.
Mit bis zu 320 cd/m² wird der Monitor zudem auch bei der vollflächigen Darstellung von weiß heller, die Maximalhelligkeit bleibt hiervon mit etwas über 1.000 cd/m² unberührt.
Ein Manko des PG32UCDM3 ist jedoch die Homogenität in den Farbprofilen abseits von sRGB. Denn auch wenn bei diesen die Spitzenhelligkeit bei über 300 cd/m² liegt, fällt sie zu den Rändern für OLED-Displays untypisch stark ab. Dass das nicht so sein muss, zeigt Asus mit dem sRGB-Preset, in dem das Display die gewohnt hohe Homogenität der Leuchtkraft bei ebenfalls bis zu 320 cd/m² Helligkeit aufweist. Wer ohnehin auf natürliche statt gesättigte Farben Wert legt, für den spielt dies keine Rolle, da der sRGB-Modus diese Einschränkung bei der Homogenität nicht aufweist. In den anderen Modi wie dem Default-Modus Racing leuchtet der Monitor am Rand jedoch nur noch mit rund 86 Prozent der Helligkeit der Bildmitte, typisch sind für OLED eher 96 Prozent. Auch das ist in aller Regel kein Problem, da der Helligkeitsunterschied nicht sichtbar ist, wenn nicht eine Farbe vollflächig dargestellt wird. Aber es müsste eben nicht so sein, da der Monitor selbst beweist, dass er es besser kann. Vielleicht kann Asus die Homogenität mit einer neuen Firmware-Version auch in den Bildmodi abseits von sRGB noch verbessern.
Mit DisplayPort 2.1a UHBR20, HDMI 2.1, 240 Hz, UHD-Auflösung, FreeSync, G-Sync, KVM-Switch, 90 Watt PD über USB-C, Ergonomie-Funktionen beim Standfuß und Funktionen wie Picture-in-Picture und Picture-by-Picture bietet der Monitor nämlich auch abseits des reinen OLED-Panels viel und macht nicht nur als Gaming-Monitor eine gute Figur. Nur für Pivot müssen Käufer gegebenenfalls auf eine alternative Monitorhalterung zurückgreifen.
Mit einem Preis ab 1.349 Euro ist der Asus ROG Swift OLED PG32UCDM3 derzeit noch ein teurer QD-OLED-Monitor. Deshalb bleibt auch die vorherige QD-OLED-Generation noch einen Blick wert. Der hauseigene Vorgänger, der Asus ROG Swift OLED PG32UCDMR, ist noch ab 799 Euro erhältlich. Der MSI MPG 322URX QD-OLED ist bereits ab 900 Euro erhältlich. Und der Gigabyte AORUS FO32U2P, der wie Asus und MSI einen DisplayPort 2.1 mit UHBR20 bietet, ist schon ab 799 Euro gelistet.
ComputerBase hat den ROG Swift OLED PG32UCDM Gen3 leihweise von Asus zum Testen erhalten. Eine Einflussnahme des Herstellers auf den Testbericht fand nicht statt, eine Verpflichtung zur Veröffentlichung bestand nicht.
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GMKtec K17 mit Intel Lunar Lake im Test
Einen Komplett-PC mit RAM und SSD zu kaufen, ist 2026 teuer geworden. Im GMKtec K17 sind RAM und SSD für vergleichsweise kleines Geld im Test direkt mit dabei. Dank Intels weiterhin aktueller Lunar-Lake-Plattform ist die Lösung fürs Office inklusive Copilot-Zertifizierung perfekt geeignet.
Komplett-PCs spüren den Preishammer durch RAM und SSDs, der Trend geht stetig weiter nach oben. Ein Ausweg waren in den letzten Wochen Lagerbestände, hinzu kommen einige neue Modelle, die ältere Hardware mit einem leicht angepassten Äußeren noch einmal in den Handel bringen. Hier gilt es aber ein wachsames Auge zu haben, denn älter heißt schnell auch mal richtig alt und ist dann eher etwas, was man nicht mehr neu kaufen sollte. Auch GMKtec versucht diesen Spagat, mit dem K17 in einer doch sehr modernen Intel-Core-Ultra-200V-Plattform, wie der Test offenbart.
- Sehr geringer Verbrauch im Alltag
- Fanstop – Unhörbar im Leerlauf
- Auch sehr leise unter Last
- Kompaktes Chassis
- Umfassende Anschlüsse
- Platz für zwei NVMe-SSDs (2280)
- Support (Treiber, BIOS, Garantieabwicklung)
- Kein Thunderbolt (aber USB 4)
Die Spezifikationen im Detail
GMKtec setzt beim aktuellen K17 auf das klassische und bekannte NUC-Format: Ein quadratisches Äußeres mit 128 mm Kantenlänge (Breite, Tiefe) und 45 mm Höhe ist mit Hardware vollgepackt. Die wichtigsten Anschlüsse liegen an der Rückseite, ein paar leicht abgreifbare sind auch in der Front zugegen.
Lunar Lake in kleinster Ausführung
Bestückt ist das System mit Intels Lunar-Lake-CPU. Die Besonderheit bei diesem Prozessor ist die gewissermaßen strenge Vorgabe an den Chip: Es gibt stets maximal nur 4+0+4 Kerne, dazu ist der RAM als LPDDR5X direkt auf dem Package verlötet und entsprechend nicht aufrüstbar. Der Vorteil ist der extrem geringe Verbrauch, den diese Notebook-Lösung im Test auch zeigen kann.
Auch eine NPU bringt Lunar Lake mit, die bis zu 48 TOPS bietet. Im kleinsten Modell Intel Core Ultra 5 226V, wie im GMKtec K17 verbaut, ist diese jedoch auf 40 TOPS gesetzt worden. Das ist die geringste Klassifizierung für Microsoft Copilot+.
NVMe-SSD von Huawei ab Werk
Beim Massenspeicher kann das System mit zwei M.2-SSDs bestückt werden, jeweils in voller Länge von 80 mm (Format 2280). Theoretisch sind also bis zu zweimal 8 TB möglich, praktisch wird der Ausbau durch die steigenden Preise bei SSDs aber schnell eingegrenzt. Vorinstalliert ist dabei ein Exot: eine SSD von Huawei mit passendem Huawei-Controller, alles aus China – diese sind vergleichsweise günstig (gewesen).
Die Anschlussvielfalt überzeugt für einen Mini-PC dieser Größe, duales HDMI ist dabei, dazu leicht zugänglich in der Front auch der einzige USB-C-Port – sonst gibt es noch sechs Mal USB-A. Während LAN durch einen Intel-Chip realisiert wird, nutzt GMKtec für WLAN das günstigere MediaTek-M.2-Modul.
UVP vs. Preis und Support
Etwas, was GMKtec mit den anderen asiatischen Mini-PC-Herstellern teilt, ist das Vorgehen beim Verkauf und beim Support. Den offiziellen UVP muss man quasi nie zahlen, selbst im eigenen Shop gibt es stets Rabattcodes, die den Preis senken.
Stichwort Support: Zwar gibt es ein Jahr Garantie und eine mögliche Reparatur nach Anfrage via E-Mail, aber beim Zurücksenden gilt es, wie auch bei einigen anderen Punkten, das Kleingedruckte zu lesen:
You have 7 days to return an item from the date you received it (confirmed by shipping tracking record). This policy applies only to items purchased directly from GMKtec Official Website.
Only items unopened and in brand-new condition (not affecting secondary sales) are eligible for full refunds. If the item has been opened or used, a 15% repackaging/restocking fee will be deducted.
Auch bei der Software gibt es gegenüber Platzhirsch Asus NUC deutliche Einschränkungen. Es gibt zwar ein Download-Center, aber obwohl die Serie bereits verkauft wurde, findet sich K17 noch nicht dort wieder. Immerhin über eine andere globale Übersichtsseite in Form einer riesigen Liste gibt es einen ersten Download. Auch gibt es oft nur ein oder zwei Pakete – Treiber und Windows 11 – hinterlegt auf Google Drive oder OneDrive. BIOS-Updates? Sofern es sie gibt, ist nicht direkt ersichtlich wo.
Treiberpakete vom Hersteller sind dabei wichtig, denn durch die Verwendung von Realtek- und MediaTek-Chips und anderer Bauteile, die Windows nicht bei der Erstinstallation kennt, kann es bei der Neuinstallation durchaus zu Problemen kommen, diese wieder lauffähig zu bekommen. Mit der manuellen Treibersuche wird die Mehrheit der Kunden überfordert sein.
Der Website-Link zum Forum führt aktuell nur zu einer Fehlermeldung und ist keine Hilfe.
Auch bei GMKtec besteht in puncto Support 2026 zusammengefasst also noch viel Spielraum für Verbesserungen.
Installation, Einrichtung und Alltagserfahrungen
GMKtecs K17 wird mit vorinstalliertem Windows 11 Pro ausgeliefert. Um den Prozess beim ersten Start zu beschleunigen, empfiehlt GMKtec mittels eines Aufklebers über dem LAN-Port, doch schlichtweg noch keine Verbindung zum Internet herzustellen. Denn die neue Angewohnheit von Windows 11 ist es, beim ersten Start direkt alle neuen Updates zu ziehen, noch bevor man das erste Mal den Desktop gesehen hat. Dies kann mitunter vor allem bei nicht ganz so leistungsstarken Systemen Stunden dauern. Letztlich wird dieses Vorhaben aber dann nur auf einen Zeitpunkt nach dem ersten Start verschoben.
Ist die Einrichtung auf die eine oder die andere Art abgeschlossen worden, steht ein voll funktionsfähiger Mini-PC zur Verfügung.
Einen Blick sollte man auch dann aber erfahrungsgemäß noch einmal auf den Grafiktreiber haben: Dieser war beim Testmuster aber schon auf den Stand 25. April 2026 aktualisiert worden und voll funktionsfähig. Da aber auch Intel zuletzt die Schlagzahl bei Treibern deutlich erhöht hat, ist hier eventuell je nach Alter ein manuelles Update anzuraten – beispielsweise mit dem Intel-Grafiktreiber-Download aus dem ComputerBase-Archiv. Dann ist auch die Intel Arc 130V wie der Rest einsatzbereit.
Eine SSD von Huawei!?
Die doch eher exotische SSD in der westlichen Welt von Huawei verrichtet ihre Arbeit gemäß Spezifikationen. Im CrystalDiskMark ist sie deshalb auch ziemlich flott unterwegs und für so einen Mini-PC perfekt geeignet. Im Testmuster war die SSD laut Auslesetools überraschend aber bereits 124-mal eingeschaltet gewesen – in der Redaktion davon keine Handvoll.
Testergebnisse und Benchmarks
Der kleinste Intel Core Ultra 200V macht am Ende genau das, wozu er gedacht ist. In leichten Anwendungen ist das System schnell zur Stelle, erledigt Alltagsaufgaben ohne Probleme. Mit lediglich vier Performance-Kernen und dazu vier LPE-Cores ist der Prozessor aber nicht die erste Wahl für große und langwierige Multi-Core-Projekte. Neben der geringen Anzahl an Kernen und Threads steht auch die dauerhaft geringe TDP von 20, 25 oder auch 35/37 Watt im Weg – dafür wurde Lunar Lake nicht gebaut, wer bei Intel mehr will, greift zu Core Ultra 200H, Core Ultra 200HX oder Panther Lake alias Core Ultra 300.
Drei Leistungsprofile nur im BIOS
Von einem Tag auf den anderen hatte das System mit seinem regulären Standard-Profil bei 25 Watt in einen 15-Watt-Modus gewechselt – warum, war jedoch nicht nachzuvollziehen. Der Reset-Taster und der Weg ins BIOS schafften Abhilfe und offenbarten dadurch auch, dass es eigentlich drei Leistungsprofile gibt. Es scheint aber Einfluss zu haben, ob die Lüftereinstellung unabhängig vom Performance-Profil verändert wird – alle beide haben drei Modi.
Balanced als Leistungsmodus und Lüfter auf Performance führt wiederum zum Balanced-Leistungsprofil von 25 Watt TDP. Hier scheint ein kleiner Bug im BIOS vorzuliegen, denn auf 15 Watt fällt das System nicht einmal im Quiet/Quiet-Modus zurück – dann sind es eigentlich 20 Watt. Auf die Lautstärke des Systems hat das allerdings keinen Einfluss, der Mini-PC bleibt selbst im höchsten Leistungsprofil im Alltag unhörbar.
Flüsterleise oder Lüfter direkt ganz aus
Als kleine Hörprobe hier einmal das „lauteste“ Profil im Performance-Modus: Man hört aus 40 cm Entfernung mit 32 dB(A) quasi nichts, die CPU verbraucht dabei 35 Watt und wird maximal 78 Grad warm. Die beiden anderen Profile sind, wie im Verlaufsdiagramm dargestellt, noch etwas sparsamer und so auch kühler unterwegs, dafür auch etwas langsamer.
Und unter Windows allein? Unhörbar, die CPU ist bei nur 2,2 Watt auch extrem sparsam. Der Lüfter wird sogar ausgeschaltet – wenn man schnell ins BIOS wechselt, wird die Lüfterdrehzahl entsprechend mit 0 angezeigt – beim „Ohr auflegen“ vernimmt man nur ein leises Spulenfiepen. Der K17 erledigt hier einen guten Job.
Benchmarks
In Leistungstests sind die Anzahl der Kerne, aber auch die TDP-Einstufung entscheidend. Mit 37 Watt unter Dauerlast kann der GMKtec K17 wie bereits im Herbst der Acer RB102 mit Core Ultra 5 226V beispielsweise einem Geekom IT15 mit Intel Core Ultra 9 285H (Test) gefährlich werden, wenn dieser auch mit Handbremse betrieben wird. Ansonsten ist die Leistung vor allem bei leichter Last gut, schwere Multi-Tasking-Aufgaben sind aber nicht die Stärke von Lunar Lake. Bei der Grafik rangiert die Lösung ebenfalls im Mittelfeld, wobei es auch hier auf den exakten Gegenspieler ankommt.
Fazit
Der neue GMKtec K17 mit Intel Lunar Lake sowie 1-TB-SSD, 16 GB RAM und Windows 11 ab Werk ist zu Preisen von 529,99 (512 GB)/569,99 Euro (1 TB) und zusätzlichen -20 Euro mit Code „9HUR2ZJD“ im GMKtec-Shop ein überaus solides Angebot auch für den deutschen Markt. GMKtec folgt dabei so einigen Herstellern in dieser Zeit, die Lunar Lake noch einmal wiederentdecken, der RAM preisgünstig mitbringt – ein riesiger Kostenfaktor im Jahr 2026. Die für ultra-mobile Notebooks erdachte Plattform ist sehr effizient, dafür darf man keine Höchstleistung erwarten. Aber das Gesamtpaket steht dem Mini-PC weiterhin sehr gut.
Mit seinen Anschlüssen kann der Mini-PC von GMKtec viele Anforderungen abdecken. Es gefällt auch, dass der Lüfter unter einer gewissen Temperaturschwelle einfach den Betrieb einstellt, aber auch sonst im Alltag extrem leise agiert. Die verbaute Huawei-SSD hinterlässt einige Fragezeichen, vermutlich war sie aber nur beim Testmuster schon sehr oft in Benutzung. Im Zweifelsfall sollte der Kunde diese komplett formatieren und Windows neu aufsetzen. Das wiederum führt aber zum stets bekannten Problem mit dem unterdurchschnittlichen Support.
Als Gegenspieler kommt schnell der aktuell durch das Verkaufsverbot belegte Lunar-Lake-Mini-PC von Acer in den Sinn, aber auch der zuletzt getestete Mini-PC Sapphire Edge AI. Die Serie ist aktuell ab 607 Euro im Handel und setzt auf den etwas stärkeren Ryzen-AI-Prozessor. Aber Vorsicht! Sapphires Edge AI steht ohne RAM und SSD als „Barebone“ im Handel und die Kosten für diese Komponenten steigen tendenziell weiter an.
- Sehr geringer Verbrauch im Alltag
- Fanstop – Unhörbar im Leerlauf
- Auch sehr leise unter Last
- Kompaktes Chassis
- Umfassende Anschlüsse
- Platz für zwei NVMe-SSDs (2280)
- Support (Treiber, BIOS, Garantieabwicklung)
- Kein Thunderbolt (aber USB 4)
ComputerBase hat den K17 von GMKtec zum Testen erhalten. Eine Einflussnahme des Herstellers auf den Testbericht fand nicht statt, eine Verpflichtung zur Veröffentlichung bestand nicht. Es gab kein NDA.
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Webserver in Sekunden lahmgelegt: OpenAIs Codex soll bei DoS-Attacke geholfen haben
Sicherheitsforscher haben mit „HTTP/2 Bomb“ eine neue Denial-of-Service-Attacke auf Basis von HTTP/2 entdeckt, die Server in Sekunden lahmlegen kann. Sie entsteht durch die Kombination zweier seit Jahren bekannter Angriffstechniken. Nach Angaben der Forscher spielte dabei auch OpenAIs KI-Agent Codex eine wichtige Rolle.
Zusammen noch gefährlicher
Das kalifornische Sicherheitsunternehmen Calif berichtet über eine neue DoS-Angriffsmethode, die auf Standardkonfigurationen von HTTP/2 bei mehreren weit verbreiteten Webservern abzielt. Betroffen sein sollen unter anderem Nginx, Apache HTTP Server, Microsoft IIS, Envoy sowie Cloudflares Pingora. Darüber berichtet The Register.
Bei dem von den Forschern als „HTTP/2 Bomb“ bezeichneten Angriff werden zwei seit mehr als zehn Jahren bekannte Schwachstellen beziehungsweise Angriffstechniken miteinander kombiniert. Dazu zählt die sogenannte HPACK Compression Bomb (CVE-2016-6581), bei der die Header-Kompression von HTTP/2 ausgenutzt wird, um durch zahlreiche kleine Anfragen einen hohen Speicherverbrauch auf dem Server zu verursachen. Hinzu kommen Slowloris-ähnliche Verbindungsangriffe, darunter CVE-2016-8740 und CVE-2016-1546, bei denen eine große Zahl von Verbindungen über längere Zeit offen gehalten wird. Durch die Kombination beider Methoden soll der Speicherbedarf massiv steigen, sodass ein Server bereits nach wenigen Sekunden nicht mehr erreichbar ist.
Besonders kritisch sei laut den Forschern, dass bereits ein einzelner Angreifer mit einer gewöhnlichen 100-Mbit-Verbindung einen verwundbaren Server innerhalb kurzer Zeit lahmlegen könne. Bei Apache httpd und Envoy soll ein einzelner Client innerhalb von rund 20 Sekunden bis zu 32 Gigabyte Arbeitsspeicher belegen können. Nach Schätzungen der Experten könnten bis zu 880.000 Websites betroffen sein.
Erst die KI erkennt die „Wirksamkeit“
Eine eher unrühmliche Rolle kommt laut dem Bericht OpenAIs Coding-Assistent Codex zu, den die Forscher als wesentlichen Faktor bei der Entstehung des Angriffs betrachten. Demnach analysierte das System die beiden seit Langem bekannten Code-Basen und erkannte, dass sich die jeweiligen Schwachstellen gegenseitig ergänzen. Auf Basis dieser Erkenntnisse entwickelte der KI-Agent schließlich den kombinierten Angriff. „Diese Kombination ist offensichtlich, sobald man sie sieht, und doch hat, soweit wir wissen, kein Mensch sie gegen diese Server zusammengestellt“, konstatiert Entdecker Quang Luong.
Patches bereits verteilt
Nginx hat nach Angaben der Forscher bereits im April mit Version 1.29.8 entsprechende Korrekturen veröffentlicht. Auch Apache stellte mit mod_http2 v2.0.41 einen Fix bereit. Für Envoy wurden ebenfalls Patches veröffentlicht, deren Wirksamkeit laut Calif allerdings noch überprüft werden müsse. Microsoft untersucht nach eigenen Angaben mögliche Schutzmaßnahmen für IIS.
Cloudflare sieht keine Gefährdung
Cloudflare widerspricht hingegen der Einschätzung, dass Pingora von dem Angriff betroffen sei. Nach Angaben des Unternehmens schützen die vorhandenen DDoS-Abwehrmechanismen Kunden bereits vor der beschriebenen Angriffsmethode. Dennoch empfehlen die Sicherheitsforscher als vorläufige Schutzmaßnahmen für Microsoft IIS und Pingora, HTTP/2 gegebenenfalls zu deaktivieren oder die Zahl zulässiger HTTP-Header pro Anfrage zu begrenzen.
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NAND-Geschäft im 1. Quartal: Umsatz fast vervierfacht, YMTC holt Micron und Sandisk ein

Die Speicherhersteller fahren in diesen Zeiten Umsatzrekorde ein. Allein im ersten Quartal 2026 soll die NAND-Branche 46 Milliarden US-Dollar eingenommen haben, das ist 3,5 Mal mehr als ein Jahr zuvor, berichtet Counterpoint. Bei den Marktanteilen hat der chinesische Neuling YMTC inzwischen gewaltig aufgeholt.
Im ersten Quartal mehr Umsatz als im Jahr 2023
Alle NAND-Flash-Hersteller zusammen sollen im ersten Quartal 2026 einen Umsatz von 46 Milliarden US-Dollar generiert haben. Das ist noch einmal doppelt so viel wie im vierten Quartal 2025 und 3,5 Mal so viel wie im gleichen Vorjahreszeitraum. Counterpoint rechnet vor, dass der NAND-Umsatz im Q1 2026 damit sogar den Umsatz des Gesamtjahres 2023 überboten hat.
Die Zahlen überraschen allerdings nicht angesichts der Preise für NAND-Flash, die sich seit dem Herbst massiv erhöht haben. Die Ursache ist die globale Speicherkrise. Im Zuge des Aufbaus und Ausbaus immer größerer Rechenzentren, primär für den Einsatz von KI-Anwendungen, ist der Bedarf an Speicherchips enorm gestiegen. Das sorgt für eine Verknappung im Markt und starke Preiserhöhungen. Entsprechend haben auch die Preise für Endprodukte wie SSDs und Speicherriegel erheblich angezogen. Prognosen zu einem „historischen Speicherengpass“ haben sich inzwischen bewahrheitet.
- HDD, SSD und RAM teurer: Der „historische“ Speicherengpass ist da
Durch den KI-Boom verschiebt sich das NAND-Geschäft zudem mehr und mehr in Richtung der Enterprise-SSDs für Server. Diese sollen im ersten Quartal bereits 43 Prozent der Verkäufe ausgemacht haben, bis zum Ende des Jahres sollen ihr Anteil auf 60 Prozent steigen.
YMTC holt weiter auf
Erst seit einigen Jahren mischt der chinesische Hersteller YMTC im globalen NAND-Geschäft mit. Die Knappheit bei den Herstellern aus Südkorea und den USA sorgt dafür, dass immer mehr Kunden auf den NAND aus China zurückgreifen. Das wiederum führt zu steigenden Marktanteilen, sodass YMTC im ersten Quartal 2026 bereits 13 Prozent erreicht haben soll. Das sind ganze 5 Prozentpunkte mehr als noch vor einem Jahr. Außerdem werden damit die etablierten Größen Micron und Sandisk eingeholt.
Kioxia liegt mit 14 Prozent schon in Schlagweite, sodass YMTC schon bald zur Nummer Drei aufsteigen könnte. Der geplante Börsengang von YMTC könnte nämlich für frisches Geld für den weiteren Ausbau der Produktion sorgen. Allerdings will auch Kioxia seine NAND-Produktion in den nächsten Jahren massiv ausbauen.
Während Samsung mit 29 Prozent Marktanteil erneut seine Position als größter NAND-Flash-Hersteller verteidigt hat, liegt SK Hynix (inklusive Solidigm) mit 18 Prozent auf Rang zwei.
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