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Künstliche Intelligenz

Behörde für abgesicherte Ausweise geknackt: 15-Jähriger verhaftet


19 Millionen Datensätze der französischen Behörde für abgesicherte Ausweise (ANTS) sind im April online feilgeboten worden. Daraufhin musste die ANTS einen Einbruch in ihr System beichten. Immerhin hat es nicht lange gedauert, bis ein Verdächtiger in Polizeigewahrsam genommen wurde: Ein 15-jähriger Bursche steht offiziell unter Verdacht, zu der illegalen Datenbeschaffung beigetragen zu haben. Ihm drohen bis zu sieben Jahre Gefängnis und bis zu 300.000 Euro Geldstrafe.

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Das hat die Pariser Staatsanwaltschaft am Donnerstag bekanntgegeben. Ein Untersuchungsrichter befasst sich nun mit dem Fall. Der minderjährige Verdächtige soll hinter dem Pseudonym breach3d stecken, unter dem der Datensatz online zum Kauf angeboten wurde. Laut Mitteilung der Ausweisbehörde ANTS vom 21. April enthalten die erbeuteten Datensätze Username, Anrede, Vor- und Nachname, E-Mail-Adresse, Geburtsdatum, Kontonummer und, für einen Teil der Konten, zusätzlich Postadresse, Geburtsort und Telefonnummer. Das Amt hat die Echtheit der feilgebotenen Datensätze bestätigt.

Die ANTS (Agence nationale des titres sécurisés) ist auch als France Titre bekannt. Es handelt sich um eine Abteilung des französischen Innenministeriums. Sie ist zuständig für die Ausstellung von Reisepässen, Personalausweisen, sowie Führerscheinen für Straßenfahrzeuge und Motorboote, zudem für Dokumente über die Zulassung von Kraftfahrzeugen, Aufenthaltstitel, Visa und eine Reihe weiterer Ausweise und Dokumente für Aufenthalte und Grenzübertritte. Gedruckt werden die Papiere allerdings von der Staatsdruckerei (Imprimerie nationale).

Stecken tatsächlich keine gut ausgerüsteten, feindlichen Spione oder andere organisierte Verbrecher hinter dem Vorfall, sondern ein einzelner Jugendlicher, wäre das kein Ruhmesblatt für das französische Innenministerium. Wie der illegitime Zugriff auf die Datenbank gelungen ist, sagen weder ANTS noch Staatsanwaltschaft.

Spricht die ANTS von 11,7 Millionen Datensätzen, gibt die Staatsanwaltschaft zwölf bis 18 Millionen an. Unklar ist, wann der Täter in die Datenbank eingedrungen ist oder dies bemerkt wurde. Zunächst hieß es, der Vorfall sei am 15. April festgestellt worden, doch die offizielle Information führt aktuell den 15. März an. Die Staatsanwaltschaft nennt den 13. April, Anzeige sei jedoch erst am 16. April erstattet worden. Die Veröffentlichung zwecks Warnung Betroffener ist am 22. April erfolgt.

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(ds)



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Android-Dunkelmodus: Open-Source-App passt Systemdesign an Umgebungslicht an


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This article is also available in
English.

It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Der Dunkelmodus gehört seit Android 10 zu den Standardfunktionen von Android. In den vergangenen Jahren hat Google die Funktion ausgebaut, jedoch bleibt der Dark Mode hinsichtlich der Aktivierung und Deaktivierung eingeschränkt. Mithilfe einer App des Informatikstudenten Robin Rentmeister passt sich der Dark Mode den Lichtverhältnissen der Umgebung an.

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Standardmäßig lässt sich der Dark Mode unter Android entweder manuell oder zu bestimmten Uhrzeiten ein- oder ausschalten. Mehr ist nicht möglich, dabei wäre es durchaus praktisch, wenn sich der Dunkelmodus automatisch der Umgebung anpasst.


Adaptive Theme Screenshots der App

Adaptive Theme Screenshots der App

(Bild: Andreas Floemer / heise medien)

Genau hier kommt die App „Adaptive Theme“ zum Zuge, die nach einmaliger Installation und Einrichtung unauffällig im Hintergrund läuft. Die App wechselt das Design des Android-Systems zwischen dem dunklen und dem hellen Modus, je nachdem, wie viel Licht der Umgebungslichtsensor des Smartphones erfasst. Die App läuft nach Angaben des Entwicklers nicht permanent im Hintergrund, sondern springt nur dann an, wenn man das Gerät entsperrt. Die App setzt mindestens Android 14 voraus.

In den App-Einstellungen lässt sich stufenweise die Lichtempfindlichkeit einstellen, zudem ist die aktuelle Umgebungshelligkeit angegeben. Optional können Nutzer auch einen festen Luxwert eingeben. Überdies lässt sich ein Zeitraum für die Nachtzeit festlegen, in dem der Dunkelmodus aktiv bleibt – dies gibt es aber auch in den Android-Systemeinstellungen.

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Während die Open-Source-App im Play Store verfügbar ist und sich auch über GitHub herunterladen lässt, ist nach der Installation ein wenig Mehraufwand erforderlich, da sie die Berechtigung „WRITE_SECURE_SETTINGS“ erfordert. Diese Berechtigung lässt sich entweder über die zusätzliche, aber recht komplexe App Shizuku oder eine eigens eingerichtete WebADB-Website direkt im Browser vergeben. Es sind weder Root noch eine lokale ADB-Installation erforderlich. Für die lokale ADB-Variante sind ein PC und ein USB-C-Kabel erforderlich.


Adaptive Theme Screenshots zur Einrichtung

Adaptive Theme Screenshots zur Einrichtung

(Bild: Andreas Floemer / heise medien)

Wir haben zum Ausprobieren die vergleichsweise einfachere WebADB-Einrichtung gewählt. Um diese verwenden zu können, muss man im Smartphone die Entwickleroptionen (Anleitung) aktivieren und darin „USB Debugging“ einschalten. Der Einrichtungsprozess über die App und die Weboberfläche ist recht leicht verständlich und nachvollziehbar, ein vollkommener Android-Anfänger sollte man jedoch nicht sein.

Der Entwickler macht darauf aufmerksam, dass die GitHub-Variante frei von Trackern ist; in der Play-Store-Version sei Crashlytics integriert.


(afl)



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GSM: Der Anfang vom Ende in Österreich


A1 Telekom Austria wird sein GSM-Netz (2G) in zwei Jahren abschalten. Im Mai 2028 ist Schluss. Das hat der Marktführer am Dienstag bekanntgegeben. Geschäftskunden wird der Mobilfunker individuell kontaktieren.

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Die Abschaltung betrifft vor allem Maschinen (M2M, Machine-to-Machine communication): Aufzüge, Automaten, Drehtüren, ältere Autos mit E-Call und so weiter. Reine GSM-Mobiltelefone sind inzwischen selten, aber seit der Abschaltung von UMTS (3G) in Österreich im Jahr 2024 sind ältere Handys ohne 4G-Unterstützung wieder auf GSM angewiesen. Diese Geräte müssen erneuert oder auf ein Konkurrenznetz umgestellt werden – sofern dieses weiter GSM betreibt.

Auf Anfrage heise onlines haben sowohl Drei (Hutchison Drei Austria) als auch Magenta (vormals T-Mobile Austria) angegeben, noch keine Termine für ihrer GSM-Abschaltung zu haben. Drei möchte das in den „nächsten Jahren“ tun, während sich Magenta „intensiv mit dem Thema beschäftigt.“ Spusu (Mass Response Service) betreibt ebenfalls GSM, allerdings nur für geschlossene Nutzergruppen an ausgewählten Standorten.

Gute Gründe für die Abschaltung gibt es genügend: 4G und 5G sind wesentlich energieeffizienter, GSM weist große Sicherheitslücken auf, und die Netzbetreiber würden die Frequenzen lieber für moderne Funkstandards mit höherer spektraler Effizienz einsetzen. Dann können sie über die selben Frequenzen deutlich mehr Daten übertragen. Nicht zuletzt kassieren die Ausrüster laufend Lizenzgebühren für die GSM-Netze, denen schrumpfende Grenzerlöse gegenüberstehen.

Andererseits sind GSM-Sprachverbindungen robust und dringen dank niedriger 900-Mhz-Frequenzen tief durch Wände und Böden. Österreicher sind verwöhnt, was Mobilfunkabdeckung angelangt. Sie erwarten, auch im dritten Untergeschoß einer Tiefgarage in den Bergen ungehemmt telefonieren zu können. Die GSM-Abschaltung kann also die Netzabdeckung lokal beeinträchtigen.

Die Deutsche Telekom wird ihr GSM-Netz in Deutschland wenig später, im Sommer 2028, abschalten. Vodafone Deutschland lässt es noch bis 2030 laufen. Die Swisscom hat GSM gar schon 2021 begraben.

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Keine Freude mit dem Ableben von GSM hat die Europäische Vereinigung für Notrufnummern (EENA). Sie fürchtet Versorgungslücken bei Notrufen, nicht nur aus Kfz und mit alten Handys.

Denn für Sprachverbindungen über 4G (LTE) oder 5G muss der Netzbetreiber VoLTE respektive Vo5G (Voice over LTE/5G) für das jeweilige Endgerätemodell provisionieren. Die Mobilfunker beschränken sich dabei in der Regel auf die von ihnen selbst vermarkteten Handys und die im jeweiligen Land populärsten Modelle. Wer ein ungewöhnliches Handy hat, etwa weil er aus fernen Landen angereist ist, kann ohne GSM und UMTS womöglich keinen Notruf absetzen. Daher fordert der Notrufverband den Weiterbetrieb von GSM.


(ds)



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Top 10: Die beste Überwachungskamera für außen im Test – Reolink Testsieger


Testsieger 4K

Reolink RLC-811A

Reolink RLC-811A im Test

Die Onvif-kompatible PoE-Überwachungskamera Reolink RLC-811A bietet eine Objekterkennung, die zwischen Menschen, Tieren und Fahrzeugen differenziert.

VORTEILE

  • hohe Auflösung und Framerate (3840 × 2160 bei 25 fps) und optischen 5x-Zoom
  • ohne Cloud vollständig nutzbar, optionale Cloud-Speicherung
  • Per Smartphone-/Desktop-App und Browser leicht zu bedienen
  • dank ONVIF-Support leicht in Smart-Home-Zentralen und NAS-Systeme integrierbar
  • Zeitraffer-Funktion

NACHTEILE

  • Ethernet-Verkabelung erforderlich
  • leichte Schwächen bei Gegenlicht

Die Onvif-kompatible PoE-Überwachungskamera Reolink RLC-811A bietet eine Objekterkennung, die zwischen Menschen, Tieren und Fahrzeugen differenziert.

Überwachungskameras mit Ethernet-Verkabelung bieten gegenüber WLAN-Modellen entscheidende Vorteile: Die Verbindung ist wesentlich stabiler und leistungsfähiger. Der Livestream steht auch bei 4K mit 3840 × 2160 Pixel und hoher Bandbreite sofort parat und auch der Zugriff auf vergangene Ereignisse gelingt deutlich schneller und zuverlässiger.

Praktisch ist obendrein, dass die Ethernet-Verbindung zudem die Energieversorgung übernehmen kann (PoE, Power over Ethernet). Da eine PoE-Verkabelung allerdings in bestehenden Objekten aufwendig sein kann, kommen PoE-Überwachungskameras vorwiegend im professionellen Umfeld zum Einsatz. Bauherren, die eine spätere Überwachung ihrer Immobilie in Betracht ziehen, sollten auf eine bedarfsgerechte PoE-Verkabelung achten.

Bei der PoE-Überwachungskamera Reolink RLC-811A handelt es sich um ein sehr leistungsfähiges Modell: Es unterstützt eine Auflösung von bis zu 4K mit maximal 25 fps, bietet dank zusätzlicher LEDs eine farbige Nachtsicht und kann dank eines 5-fach optischen Zooms Objekte vergrößert darstellen, ohne dass es dabei zu Qualitätseinbußen wie bei rein digitaler Vergrößerung kommt. Zudem integriert sie eine Zwei-Wege-Kommunikation, sodass Anwender die Kamera auch als Gegensprechanlage nutzen können.

Integriert ist außerdem eine smarte Objekterkennung, die zwischen Menschen, Tieren und Fahrzeugen differenziert. Eine lokale Aufzeichnung von Videos realisiert sie mithilfe einer microSD-Karte, die allerdings nicht zum Lieferumfang gehört. Anwender können die Reolink RLC-811A zudem mit einem Network Video Rekorder (NVR) oder einer Dritthersteller-Lösung wie einer NAS betreiben und aufgezeichnete Videos zentral abspeichern. Wie gut die Reolink in der Praxis funktioniert und was sie sonst noch zu bieten hat, zeigen wir in folgendem Testbericht.

Weitere Ausstattungsmerkmale und Lieferumfang

Die in einem klassisch länglichen Metallgehäuse (Bullet) gehaltene Kamera misst inklusive voll ausgefahrener Halterung 23,8 × 7,2 × 8 Zentimeter. Die Kamera ist nach IP66 gegenüber Staub und starkem Strahlwasser unempfindlich, bringt 838 Gramm auf die Waage und ist laut Hersteller im Temperaturbereich zwischen -10° und 55° Celsius und einer Luftfeuchte zwischen 10 und 90 Prozent einsatzbereit. Reolink bietet für die RLC-811A zwei Jahre Garantie.

Der Lieferumfang enthält neben der Kamera noch Netzwerkkabel, Montageplatte sowie Lochschablone und Schrauben und Dübel zur Befestigung. Gegen das Eindringen von Wasser an der Verbindungsstelle zwischen den Netzwerkkabeln liegt auch eine wasserfeste Hülle inklusive Gummidichtungen bei. Neben dem 100-MBit/s-Ethernet Anschluss führen noch zwei weitere Kabel aus dem Gehäuse. Das eine bietet einen runden 12-Volt-Eingang für ein entsprechendes Netzteil (nicht im Lieferumfang), um damit die Kamera mit Strom zu versorgen, wenn sie nicht mit einem PoE-Switch/Injektor verbunden ist. Im anderen gibt es etwas eingelassen einen Reset-Knopf, mit dem man die Reolink RLC-811A in den Auslieferungszustand zurücksetzen kann.

Weitere Funktionen und Inbetriebnahme der Reolink RLC-811A

Die Inbetriebnahme erfolgt entweder mit der Reolink-App, die für iOS und Android vorliegt, dem Desktop-Client, der für macOS und Windows erhältlich ist oder mit einem Browser. Egal für welchen Weg man sich auch entscheidet, nach wenigen Minuten ist die Einrichtung abgeschlossen und die Kamera einsatzbereit (siehe auch Bildergalerie). Egal mit welcher Lösung man die Kamera betreibt, die Bedienoberfläche ist größtenteils identisch. Man muss sich also nicht umgewöhnen. Die Einstellungsoptionen sind logisch aufgebaut, sodass selbst unerfahrene Anwendern mit der Einrichtung und den wichtigsten Kameraeinstellungen kaum Probleme haben dürften.

Um eine microSD-Karte einzusetzen, muss man das Gehäuse mit dem im Lieferumfang beiliegenden Torx-Montageschlüssel öffnen und ein entsprechendes Speichermedium, maximal werden Modelle mit einer Kapazität von bis zu 256 GByte unterstützt, in den microSD-Card-Slot einrasten (siehe auch Bildergalerie).

Die Kamera bietet wie die Dome-Variante RLC-842A (Testbericht) ein motorisiertes Objektiv und realisiert darüber einen fünf-fachen optischen Zoom. Ohne Vergrößerung bietet die RLC-811A ein 105° großes horizontales Sichtfeld, vertikal sind es 55°. Durch die Zoom-Funktion reduziert sich das Sichtfeld allerdings erheblich auf 31° horizontal und 17° vertikal, sodass man diese Limits für eine optimale Ausrichtung beachten muss.

Einstellungen & Benachrichtigungen

Die Einstellungen der Kamera erreichen Anwender über das Zahnradsymbol. Dabei stehen zahlreiche Optionen zur Verfügung. So kann man etwa unter Display die Qualität der Aufnahme und des Livestreams für die Betriebsarten Klar und Flüssig in Bezug auf Auflösung, Bildrate (fps) und maximale Bitrate (kbps) anpassen. Für Klar stehen neben der UHD-Auflösung von 3840 × 2160 Pixel noch 2560 × 1440 und 2304 × 1296 Pixel zur Auswahl. Die Bitrate kann man auf 4, 5, 6 7 und 8 MBit/s einstellen und bei der Bildrate niedrigere Werte als standardmäßig 25 fps auswählen. Für die Option Flüssig lässt sich hingegen die Auflösung von 640 × 360 Pixel nicht verändern, wohl aber die Bild- und auch die maximal Datenrate. Im Livestream steht mit der Option Balanciert eine weitere Darstellungsmöglichkeit parat, deren Parameter (896 × 512 Pixel, 20 fps) man jedoch nicht verändern kann. Zudem können Anwender den Bildrate-Modus von einer automatischen Anpassung auf konstant umstellen.

Mit diesen Einstellungsmöglichkeiten können Anwender die Reolink optimal auf unterschiedliche Situationen anpassen. Möchten diese etwa per Smartphone aus der Ferne auf die Kamera zugreifen, erfolgt die Übertragung trotz Ethernet-Verkabelung teilweise über Funk. Zu hohe Qualitätseinstellungen können dazu führen, dass das Funknetz überlastet und der Livestream unterbrochen wird. Wird die Reolink hingegen ausschließlich lokal über Ethernet gesteuert, kann man sie mit den maximal möglichen Einstellungen betreiben, um somit die beste Bildqualität zu erreichen.

Privatsphärenmaske

Um die Reolink RLC-811A datenschutzkonform zu betreiben, wenn sie etwa auf öffentliches Gelände oder ein fremdes Grundstück ausgerichtet ist, können Anwender unter Privatsphärenmaske drei Zonen definieren, in denen keine Aufnahme erfolgt respektive dieser Bereich im Video geschwärzt ist (siehe auch Bildergalerie).

Im Abschnitt Alarm-Einstellungen können Anwender die Empfindlichkeit bei der Bewegungserkennung einstellen. Grundsätzlich unterscheidet die Kamera bei der Bewegungserkennung zwischen Menschen, Fahrzeuge, Haustieren und anderer sich bewegenden Objekte. Zudem lassen sich Alarme einschränken, indem man unter Bewegungszonen Bereiche für Personen, Fahrzeuge, Tiere und andere Objekte definiert, in denen keine Alarmierung erfolgen soll.

Unter Dimension des Objekts können Nutzer außerdem noch einen minimalen und maximalen Größenbereich für ein Objekt festlegen, außerhalb dessen kein Alarm erfolgt. Zur Feinjustierung von Alarmen kann man diese auf bestimmte Wochentage und Stunden eingrenzen. Eine jährliche Planung steht hingegen nicht zur Verfügung. Mit diesen Einstellungsmöglichkeiten treten im Test praktisch keine Fehlalarme auf.

Benachrichtigungen zu Alarmen erfolgen per Pushbenachrichtigung und optional über E-Mail. Für letzteren Übertragungsweg lassen sich bis zu drei E-Mail-Adressen konfigurieren, wobei die erste mit Angabe des SMTP-Servers und Ports konfiguriert sein muss. Im Test hat das mit einem Gmail-Konto mit aktivierter Zwei-Faktor-Überprüfung aber nicht funktioniert. Ohne Zwei-Faktor-Authentifizierung verläuft die E-Mail-Benachrichtigung problemlos. Einen Gerätealarm in Form einer Sirene gibt es ebenfalls.

Die Kamera zeichnet Videos nicht nur bei Bewegung oder kontinuierlich auf. Wer sie nicht zu Sicherheitszwecken verwendet, kann sie dank integrierter Zeitraffer-Funktion auch nutzen, um den Fortschritt beim Hausbau oder anderer Ereignisse zu dokumentieren. Für die Konfiguration empfiehlt die App je nach Verwendung unterschiedlich lange Intervalle.

Praxiseinsatz und Aufnahmequalität

Die Kamera reagiert schnell auf Nutzereingaben, wenn sie vom Desktop aus per Client oder Browser gesteuert wird. Dank Ethernet-Verbindung erfolgt auch die Darstellung des Livestreams mit maximaler Auflösung und Datenrate nahezu verzögerungsfrei. Auch im lokalen WLAN kommt es mit unserem Setup zu keinen Problemen, wenn man die Kamera per Smartphone-App steuert.

Der Zugriff von unterwegs ist allerdings nicht unproblematisch: Hier kommt es im Test des Öfteren zu Unterbrechungen des Livestreams, was allerdings kein Alleinstellungsmerkmal von Reolink-Überwachungskameras ist, sondern auch mit Modellen anderer Hersteller von 4K-Kameras passiert. Reduziert man die Auflösung der Kamera, gibt es auch von unterwegs keine Probleme mit dem Livestream. Apropos unterwegs: Möchte man den Livestream der Kamera über das Mobilfunknetz abrufen, erscheint unter dem Play-Button der Hinweis „Abspielen über Mobilfunkdaten“. Diese Warnung ist angesichts der hohen Datenmengen einer 4K-Kamera und Nutzung eines Volumenvertrags sehr nützlich.

Die Aufnahmequalität ist in puncto Bild und Ton insgesamt gut. Die Gegensprechfunktion funktioniert tadellos und Videos und Bilder sind dank 8-Megapixel-Auflösung bei Tag und bei Nacht detailreich und scharf. Bei Dunkelheit aktiviert die Kamera fünf sogenannte Spotlight-LEDs, die für eine 450 Lumen helle Beleuchtung sorgen und damit farbige Aufnahmen auch bei Dunkelheit ermöglichen. Diese sind aber auch abschaltbar, sodass dann die vier Infrarot-LEDs für eine Nachtsicht in Schwarz-Weiß sorgen. Die Nachtsicht soll in beiden Fällen 30 Meter weit reichen.

Auf unserer Test-Terrasse mit elf Meter Breite war die Ausleuchtung in beiden Fällen einwandfrei. Gut gelungen sind auch die Aufnahmen mittels optischen Zooms. Anders als bei einer mehrfachen digitalen Vergrößerung liefert die optische Variante keinen Pixelbrei, sondern klare Aufnahmen mit vielen Details. Tagsüber neigt die Kamera bei einem hohen Dynamikumfang dazu, helle Bereiche etwas überzubelichten. Immerhin erlauben die Bildeinstellungen, die standardmäßig auf Automatik stehen, durch eine manuelle Anpassung dieses Problem etwas abzumildern. An die erstklassige Bildqualität der Annke-Kameras NCD800 (Test) und NC400 (Test) reicht die Reolink aber nicht heran.

Smart-Home: Google Assistant, Amazon Alexa, ONVIF-Support, NAS

Über Amazon Alexa und Google Assistant können Anwender die Reolink RLC-811 auch per Sprache steuern. Hierfür wird allerdings ein Konto bei Reolink benötigt, das mit dem Amazon- oder/und Google-Konto gekoppelt werden muss. Dann ist es auch möglich, den Livestream der Kamera auf einem smarten Display (Ratgeber) wie Amazon Show oder Google Nest Hub wiederzugeben.

Dank Onvif-Support findet die Reolink RLC-811A auch Anschluss an entsprechend kompatible Smart-Home-Zentralen (Bestenliste). Unter Homey Pro (Test) ist die Einbindung wie auch bei anderen Onvif-Kameras (Ratgeber) nahezu perfekt. Zwar gibt es wie üblich nur ein Standbild statt eines Livestreams, aber dafür erfasst die Smart-Home-Zentrale Bewegungs- und Sabotage-Ereignisse, die Anwender für Automatisierungen nutzen können.

Auch wird die Kamera von Onvif-kompatibler Software und auch von NAS-Systemen unterstützt. Im Test mit der Synology DS223 und der für die Plattform erhältlichen Surveillance Station hat der Zugriff auf die Reolink RLC-811A einwandfrei funktioniert. Der Onvif-Support garantiert außerdem den Weiterbetrieb der Reolink-Kamera, wenn sie – aus welchen Gründen auch immer – vom Hersteller nicht mehr unterstützt wird.

Die Smart-Home-Zentrale Homey Pro kann die Reolink RLC-811A wie viele andere Onvif-kompatible Überwachungskameras für Automatisierungen nutzen.

Preise

Reolink verkauft die Bullet-Überwachungskamera RLC-811A regulär für 130 Euro. Sie ist in Schwarz und in Weiß erhältlich. Aktuell kostet sie bei Amazon mit einem Rabatt 110 Euro.

Fazit

Die PoE-Überwachungskamera Reolink RLC-811A kann im Test nahezu in jedem Bereich überzeugen. Mit 4K-Auflösung und einer Bildrate von 25 fps liefert sie bei Tag und bei Nacht detailreiche und scharfe Aufnahmen. Die gute Bildqualität bleibt auch bei Vergrößerungen dank des optischen 5x-Zooms erhalten.

Sicher gibt es Modelle, die wie die Annke NCD800 bei Gegenlicht und nachts eine noch bessere Bildqualität bieten, dafür aber deutlich mehr kosten. Mit einem Preis von aktuell 110 Euro gibt es aber kaum ein anderes Modell, das die mit der Reolink RLC-811A mithalten kann. Erst recht nicht, wenn man dank Onvif-Support die vielseitigen Einsatzmöglichkeiten mit NAS- oder Smart-Home-Koppelung berücksichtigt. Zudem bietet Reolink mit Zeitrafferaufnahmen ein Feature, das nur sehr selten bei Überwachungskameras zu finden ist und wenn, dann ist es meist nicht so einfach konfigurierbar wie bei der Reolink. Anwender können die Reolink außerdem vollständig lokal und sogar mit Dritthersteller-Software betreiben. Kosten für ein Cloud-Abonnement, wie bei Ring und Arlo üblich, fallen standardmäßig auch nicht an.

Abgerundet werden die guten Leistungen der Hardware durch eine einfache Bedienung der Software, wobei man beim Wechsel von App zu Desktop-Client oder Browser eine einheitliche Bedienoberfläche vorfindet und sich nicht umgewöhnen muss. Wie bei allen PoE-Überwachungskameras muss man allerdings die Herausforderungen bei der Verkabelung meistern.

Der Testbericht stammt vom 7.3.2023. Bei attraktiven Angeboten wird er aktualisiert.



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