Künstliche Intelligenz
Bericht: USA haben Finanzierung von Technik gegen Internetblockaden eingestellt
Die Vereinigten Staaten haben unter Donald Trump die Finanzierung unterschiedlicher Projekte gegen Internetzensur und Internetsperren beendet, was für einige das Ende bedeuten dürfte. Das berichtet der Guardian unter Berufung auf eigene Recherchen. Demnach geht es um ein Programm, das abseits der Augen der Öffentlichkeit innerhalb von zehn Jahren deutlich mehr als 500 Millionen US-Dollar an derartige Projekte verteilt hat, allein 2024 seien 94 Millionen US-Dollar geflossen. 2025 habe es zumindest über die Hauptvergabestelle kein Geld gegeben. Welche Projekte betroffen sind, schreibt der Guardian nicht. Für die meisten sei es zu riskant, zuzugeben, dass sie Geld von der US-Regierung bekommen. Als Beispiel nennt die Zeitung den Signal-Messenger und den Tor-Browser.
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Hilfe gegen autoritäre Regime
Laut dem Bericht wurde das Programm vom US-Außenministerium und der United States Agency for Global Media durchgeführt, letztere ist den drastischen Sparmaßnahmen von DOGE zum Opfer gefallen. Einen konkreten Namen hatte es demnach nicht, man habe ganz allgemein von „Internet Freedom“ („Internetfreiheit“) gesprochen. Das Geld sei an kleine Gruppen überall auf der Welt geflossen, die an Technik gearbeitet haben, um staatliche Internetkontrollen zu umgehen. Der Guardian nennt als Beispiele Myanmar, China, die Philippinen und den Iran. In der Islamischen Republik hat das Regime gerade erst massive Demonstrationen niedergeschlagen und danach eine wochenlange Internetsperre verhängt, damit keine Informationen darüber nach außen dringen.
Für die Betroffenen sei der Wegfall der finanziellen Unterstützung ein schwerer Schlag, zitiert der Guardian einen anonymen Experten: „Ich würde gerne in einer Welt leben, in der ein einzelnes US-Programm nicht so eine tragende Rolle spielt, aber das war es nun mal.“ Einige Projekte hätten mit Entlassungen reagiert, andere würden ohne Bezahlung weitermachen und darauf hoffen, dass künftig wieder Geld fließt. Aktuell würden alle einfach warten, hat demnach ein Aktivist aus dem Iran die Situation zusammengefasst. Teilweise gebe es jedoch die Hoffnung, dass künftig Geld aus Europa die Lücke füllen könnte, diesbezügliche Anträge seien gestellt. Noch sehe es aber danach aus, dass es für Regierungen leichter wird, das Internet zu blockieren.
(mho)
Künstliche Intelligenz
Jetzt erhältlich: c’t-Sonderheft Geld & Daten
Viele Probleme im Netz können nicht verhindert werden – aber sie lassen sich eingrenzen. Wer versteht, wie Plattformen, Händler und Dienste arbeiten, kann gezielt gegensteuern: Tracker blockieren, Datenabfluss reduzieren, Bezahlwege absichern und im Ernstfall schnell reagieren Das Sonderheft „c’t Geld & Daten“ liefert dafür nicht nur Analyse, sondern vor allem Werkzeuge. Es zeigt Schritt für Schritt, wie Sie Ihre digitale Umgebung so einstellen, dass Sie weniger angreifbar werden.
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Ein Schwerpunkt liegt auf konkreten Schutzmaßnahmen im Alltag. Das Heft zeigt, wie Sie Browser so konfigurieren, dass Tracking und personalisierte Werbung deutlich eingeschränkt werden – vom Entfernen hartnäckiger Werbe-Tracker bis hin zur systematischen Prüfung, welche Daten Ihr Browser überhaupt preisgibt. Ergänzend geht es um Smartphone- und Social-Media-Setups, mit denen Sie Datensammelei sichtbar machen und begrenzen.
Auch beim Thema Bonität und Profiling bleibt es nicht bei Theorie. Das Heft erklärt nicht nur, wie der Schufa-Score entsteht, sondern auch, welche Faktoren ihn beeinflussen und wie Sie typische Fehler erkennen und korrigieren. Dazu kommt ein Blick auf Datenhändler und Scoring-Systeme, die weitgehend im Verborgenen arbeiten.
Smart-TVs datensparsam betreiben
Im Bereich Technik und Geräte geht es um konkrete Gegenstrategien gegen Datenabfluss und Abhängigkeiten. Sie erfahren, wie sich Smart-TVs datensparsam betreiben lassen, ohne komplett auf Funktionen zu verzichten, und worauf Sie achten müssen, wenn Geräte plötzlich nur noch mit Account oder Cloud sinnvoll nutzbar sind. Auch Beispiele aus Software und Plattformen zeigen, wie Anbieter schrittweise Kontrolle gewinnen – und wie Sie diese Entwicklung früh erkennen.
Der Abschnitt Onlinekauf und Bezahlung liefert praktische Orientierung für den Alltag. Das Heft vergleicht Bezahlverfahren, erklärt Gebührenstrukturen und zeigt, wie Sie Paketempfang, Rücksendung und Reklamation so organisieren, dass Sie im Streitfall nicht auf den Kosten sitzen bleiben. Auch rechtliche Fragen wie die Wirksamkeit von AGB oder typische Hürden bei der Rückabwicklung werden konkret aufgearbeitet.
Dazu kommen Checklisten und Soforthilfen für Betrugsfälle: Was tun, wenn Sie auf einen Fake-Shop hereingefallen sind? Wie reagieren Sie bei unberechtigten Abbuchungen? Welche Fristen gelten – und wann greift der Käuferschutz tatsächlich?
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Das Sonderheft richtet sich an alle, die ihre Daten nicht einfach abgeben und im Zweifel nicht doppelt zahlen wollen – mit Geld und Informationen.
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Das Sonderheft „c’t Geld & Daten“ gibt es ab sofort als Heft im heise shop und im Handel für 14,90 Euro. Bis einschließlich zum 4. April erhalten Sie dies sogar portofrei nach Hause. In digitaler Form erwerben Sie es für 12,99 Euro über den heise shop oder direkt in unseren Android- und iOS-Apps. Das Bundle aus Heft + PDF erhalten Sie für nur 19,90 Euro statt 27,89 Euro.
(hag)
Künstliche Intelligenz
Modellpflege für Mercedes-Benz GLE / GLS: Ein bisschen mehr S-Klasse
Mercedes-Benz lässt seinen luxuriösen, großen SUV-Modellen GLE und GLS nach den Sommerferien eine Modellpflege angedeihen. Das umfasst eine Mild-Hybridisierung aller Verbrennungsantriebe mit einem Startergenerator. Zudem verspricht der Hersteller ein komplett neues Cockpit sowie einen neuen Verbrenner. Die Plug-in-Hybridversion bleibt im Programm. Weil die SUV-Modelle im Programm inzwischen seit Jahrzehnten so nachhaltig beliebt sind, bekommen die Spitzenmodelle GLE und GLS, wie bereits einige vergangene Generationen, auch bei dieser Modellpflege ein paar S-Klasse-Merkmale mehr.
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Alle Verbrenner werden hybridisiert
Alle Verbrenner bekommen einen 48-Volt-Startergenerator mit 17 kW Leistung, der Hauptgrund dürfte eine bedarfsgeregelte Lastpunktverschiebung sein, mit denen Otto- und Dieselmotoren in einem weiten Feld von Betriebsbedingungen, besonders aber unter wechselnder Last, einen günstigeren Normverbrauch erreichen. Mercedes verspricht darüber hinaus mit dem Mild-Hybrid-System ein komfortableres Ansprechverhalten bei Stopp-Start-, Segelfunktion und Anfahrhilfe.

Mercedes-Benz
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Otto- und Dieselmotoren sind jeweils Reihensechszylinder mit drei Litern Hubraum. Der Diesel leistet 245 oder 270 kW, der Ottomotor im GLS 450 4matic 280 kW. Letzterer arbeitet mit einem elektrisch unterstützten Verdichter, der bei mangelndem Abgasstrom bei hoher Lastanforderung und niedriger Drehzahl dem Motor, also etwa beim Anfahren oder beim Überholen, zu vollem Ladedruck und damit mehr Drehmoment verhelfen soll.
Fahrwerksregelung mit Datenbankzugang
Neu ist für die Version GLS 580 4matic ein ebenfalls mild hybridisierter V8-Ottomotor mit 395 kW wie in der S-Klasse. Interessant an diesem Motor: Er bekommt eine flache („flatplane“) statt der bisher gekreuzten („crossplane“) Kurbelwelle, die Zündfolge wechselt zwischen beiden Zylinderbänken. Der Plug-in-Hybrid GLE 450e mit 106 Kilometern elektrischer Reichweite und 125 kW leistender E-Maschine bekommt als Basis ebenfalls den Drei-Liter-Sechszylinder. Er ersetzt den Vierzylinder und steuert im Verbund 240 kW zu.

Mercedes-Benz
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Die Fahrwerksoption E-Active Body Control, die adaptiv für jedes Rad einzeln die Dämpfung einregeln kann, analysiert dazu die Fahrsituation 1000-mal pro Sekunde. Als neue Funktion bekommt sie einen Cloudzugang, der ihr ermöglicht, sich mithilfe einer Datenbank auf Basis von Car-to-X-Daten anderer Mercedes-Fahrzeuge vorausschauend auf den Fahrbahnzustand einzustellen.
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Die Walzen sind zurück
Wie üblich ändert Mercedes auch das Äußere, und da am sichtbarsten Scheinwerfer und Rückleuchten. Optional werden die Scheinwerfer digital erhältlich sein. Gut, dass sich auch künftig das Glasdach wird öffnen lassen. Innen wird nun der sogenannte Superscreen aus drei 12,3-Zoll-Displays unter einer Glasfläche eingebaut, aber auch wieder die Distronic-Wippe sowie eine Lautstärken-Walze am Lenkrad statt der Sensortasten. Mercedes-Benz hat die Rückkehr zu mehr physischen Bedienelementen bereits angekündigt, Volkswagen folgte kurz danach. Vorausgegangen waren Kritik vom ADAC, eine Verschärfung der Euro-NCAP-Bewertung bei zu viel Touch-Bedienung und gesetzliche Änderungen der EU und in China, die dem Problem der schlechter werdenden Bedienbarkeit Einhalt gebieten sollen.
Bedienung, Assistenz und Infotainment sollen auf NVIDIA-basierter Hardware von einer weiteren Software-Generation profitieren, sie soll eine spätere Einführung von Level 2++ Fahrassistenz ermöglichen.
Darüber hinaus nutzt sie verstärkt Künstliche Intelligenz. Der MBUX Virtual Assistant integriert dazu Microsoft, Google und ChatGPT. Mehr Apps sollen dadurch auch verwendbar werden.
Ein genaueres Erscheinungsdatum als „nach der Sommerpause“ und Preise nennt Mercedes-Benz bisher nicht.
Mehr über die Traditionsmarke Mercedes-Benz
(fpi)
Künstliche Intelligenz
iX-Workshop: OWASP Top 10 – Sicherheitsrisiken für Webanwendungen verstehen
Über die häufigsten Sicherheitslücken in Webanwendungen informiert das Open Web Application Security Project (OWASP) in seinen Top Ten Web Application Security Risks.
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Im iX-Workshop OWASP Top 10: Kritische Sicherheitsrisiken für Webanwendungen verstehen erklärt und demonstriert Daniil Dombrovskij die Schwachstellen aus der Top-10-Rangliste und ihre Auswirkungen. Sie lernen dabei nicht nur die Risiken kennen, sondern erfahren auch, wie Sie Schwachstellen in der eigenen IT aufspüren und beheben können, um sich so bestmöglich gegen Cyberattacken und Datendiebstahl zu schützen.
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Mai 19.05. – 20.05.2026 |
Online-Workshop, 09:00 – 12:30 Uhr 10 % Frühbucher-Rabatt bis zum 21. Apr. 2026 |
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August 11.08. – 12.08.2026 |
Online-Workshop, 09:00 – 12:30 Uhr 10 % Frühbucher-Rabatt bis zum 14. Jul. 2026 |
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November 18.11. – 19.11.2026 |
Online-Workshop, 09:00 – 12:30 Uhr 10 % Frühbucher-Rabatt bis zum 21. Okt. 2026 |
Sicherheitsexperte Daniil Dombrovskij arbeitet bei der secuvera GmbH als Penetrationstester für Webanwendungen, Systeme und Netzwerkumgebungen. Außerdem führt er geplante Lasttests, Social-Engineering-Kampagnen sowie Prüfungen im Rahmen der beschleunigten Sicherheitszertifizierung durch.
Der Workshop schult und sensibilisiert Entwickelnde, Product Owner, Scrum Master, Sicherheitsverantwortliche, Architekten und Administrierende für gängige Schwachstellen und empfohlene Gegenmaßnahmen.

(ilk)
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