Künstliche Intelligenz
CIA-Briefing zu Taiwan: Apple-Chef Tim Cook schlief schlecht
Es war ein Zusammentreffen mit Seltenheitswert: Im Juli 2023 wurde Apple-Chef Tim Cook zusammen mit CEOs weiterer großer US-Technikunternehmen zu einem Briefing des amerikanischen Auslandsgeheimdienstes CIA eingeladen. Das Thema: die brenzlige Situation in Taiwan. US-amerikanische Behörden befürchten seit Langem, dass China sich die Inselrepublik einverleiben könnte. Dies würde auch in der Weltwirtschaft ein Erdbeben auslösen. Besonders betroffen: die US-Tech-Industrie. Cook habe später gesagt, dass er die Nacht nach dem Briefing mit einem offenen Auge geschlafen habe, berichtet die New York Times.
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Wenn Taiwan ausfällt, fällt auch Apple: Der iPhone-Hersteller ist komplett abhängig von den Chips seines Zulieferers TSMC. Dennoch tun die US-Konzerne viel zu wenig, um diese Abhängigkeit zu reduzieren, heißt es in dem Bericht. Nicht erst seit der Präsidentschaft von Donald Trump versuchen US-Regierungen die Tech-Industrie dazu zu bewegen, die Chipproduktion zumindest zum Teil ins eigene Land zu holen. Während Präsident Joe Biden Anreize setzen wollte, versucht es Trump mit der Androhung von Zöllen.
Briefing setzte wenig in Bewegung
Doch auch wenn Cook schlecht schlafen konnte: Der damalige CIA-Direktor William Burns und die Direktorin der Nationalen Nachrichtendienste, Avril Haines, konnten vor drei Jahren keinen so nachhaltigen Schock auslösen, dass Apple nennenswerte Bestellungen bei US-amerikanischen Chipherstellern aufgab. In dem Briefing, das von Handelsministerin Gina Raimondo initiiert worden sei, sei vor einem möglichen chinesischen Angriff auf Taiwan im Jahr 2027 gewarnt worden, heißt es unter Berufung auf nicht genannte Teilnehmer. Neben Cook nahmen Nvidia-CEO Jensen Huang und AMD-Chefin Lisa Su teil. Qualcomm-CEO Cristiano Amon sei per Video zugeschaltet worden.
Die Zollpolitik habe sich da als schlagkräftiger erwiesen. Apple versprach der US-Regierung Investitionen in Höhe von 600 Milliarden US-Dollar in den USA. Diese Gelder sollen unter anderem zur Unterstützung von TSMC und anderen Chipherstellern fließen. Aktuell kündigte Apple auch an, im Zuge seiner US-Investitionen den Mac mini im eigenen Land zusammenzubauen. Apple prüfe zudem, mit Intel als Fertigungspartner zusammenzuarbeiten. Mit dem Apple Silicon hatte sich Apple vor knapp sechs Jahren von Intel als Zulieferer verabschiedet – diesmal würde Intel allerdings Apples eigene Chips fertigen und Apple nicht Intels x86-Chips verbauen.
So würde sich eine Invasion auswirken
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Die Auswirkungen eines wirtschaftlichen Ausfalls von Taiwan beziffert indessen ein vertraulicher Branchenreport. Demzufolge würde das US-Bruttoinlandsprodukt um elf Prozent absacken – doppelt so stark wie während der Finanzkrise im Jahr 2008. China würde zwar auch massiv unter den Auswirkungen leiden. Spätestens seit dem Einmarsch Russlands in die Ukraine ist aber die Skepsis gewachsen, dass sich ein potenzieller Aggressor von den wirtschaftlichen Auswirkungen eines Angriffs abschrecken lässt.
(mki)
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Teslas FSD in den Niederlanden zugelassen – nur in den Niederlanden
Die niederländische Regulierungsbehörde RDW (Rijksdienst voor het Wegverkeer, etwa: nationaler Straßenverkehrsdienst) hat zum 10. April 2026 Teslas Technik für autonomes Fahren FSD (Supervised) für den allgemeinen Verkehrsbetrieb zugelassen. Es ist damit das erste europäische Land, in dem die Technik legal auch abseits von Testfahrten eingesetzt werden kann. Die überwachte Version von FSD entspricht dem SAE-Level 2, der Fahrer muss jederzeit die Steuerung des Fahrzeugs übernehmen können. Der RDW weist ausdrücklich darauf hin, dass etwa das Lesen einer Zeitung hinter dem Steuer nicht erlaubt ist.
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Damit endet ein monatelanges Tauziehen mit dem RDW, bei dem Tesla die Behörde mit immer neuen Ankündigungen vor sich hertrieb. Nun melden der RDW selbst und Tesla auf der Plattform X – beide Unternehmen gehören Elon Musk – dass die Zulassung erreicht wurde. Sprach Tesla zuvor noch von 1,6 Millionen Testkilometern auf europäischen Straßen, so werden in der aktuellen Mitteilung gleich „Milliarden Kilometer“ genannt, was vermutlich weltweite Daten meint. Etwa in den USA ist „Full Self Driving“ (FSD) seit Ende 2020 verfügbar, derzeit unter anderem als Abo für 99 US-Dollar im Monat. Was sich Tesla die niederländische Version von FSD kosten lassen wird, ist noch nicht bekannt.
Mögliches Vorbild für die EU
Der RDW nennt als Basis seiner Zulassung den Artikel 39 der Allgemeinen Zulassungsregeln für Fahrzeuge. Demnach können Mitgliedsstaaten der Europäischen Union als Ausnahme Technologien zulassen, für die es noch keine harmonisierten Regulierungen gibt. Die Behörde weist ausdrücklich darauf hin, dass FSD Supervised vorerst nur in den Niederlanden zugelassen ist. Ein dort damit ausgestatteter Tesla müsste also wohl beim Überqueren der Landesgrenze FSD deaktivieren. Der RDW weist aber auch darauf hin, dass man der EU und der EU-Kommission gerne beratend zur Seite stehen will. In den USA laufen derzeit Untersuchungen der Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA zu Unfällen mit Teslas Assistenzsystemen.
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(nie)
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One UI 8.5 bringt AirDrop-Unterstützung auf weitere Galaxy-Smartphones
Der Datenaustausch zwischen Android und Apple-Geräten ist seit dem 21. November 2025 weniger kompliziert. Jedoch ist die Anzahl der unterstützten Android-Smartphones noch überschaubar: Neben Googles Pixel-9- und 10-Serie wird derzeit nur noch die Galaxy-S26-Familie unterstützt. Nun hat Samsung am Donnerstag angekündigt, die Funktion auf weitere Galaxy-Geräte zu bringen.
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Samsung hat im Zuge der Erweiterung des Betaprogramms des One-UI-8.5-Updates bestätigt, dass AirDrop über Quick Share unter anderemauf die Galaxy-S24- und S25-Serien kommt. Aber auch weitere Modelle sind dabei: Samsung nennt etwa das Galaxy Z Fold 7, Galaxy Z Flip 7, Galaxy Z Fold 6 und Galaxy Z Flip 6. Damit bietet Samsung künftig eine umfassendere Unterstützung der Funktion, als Google sie aktuell für seine Pixel-Geräte bietet.

Mit dem anstehenden Update auf One UI 8.5 erhalten weitere Galaxy-Geräte AirDrop-Support.
(Bild: Google)
Damit die Geräte jedoch Unterstützung für den Datenaustausch zwischen den beiden Ökosystemen erhalten, ist das große Update auf One UI 8.5 erforderlich. Dieses ist derzeit nur auf der GalaxyS26-Serie und den neuen Mittelklassemodellen Galaxy A37 und A57 verfügbar, letztere bieten nach unseren Erkenntnissen noch keine AirDrop-Unterstützung.
AirDrop-Support für weitere Android-Geräte
Wer kein aktuelles Galaxy S26 besitzt: Derzeit können Besitzerinnen und Besitzer eines Modells der Galaxy-S25-Serie die AirDrop-Funktion bereits ausprobieren. Hierfür müssen sie sich jedoch im Betaprogramm in der Members-App registrieren. Bis zur Verteilung des fertigen Updates dürfte es nicht mehr sonderlich lange dauern.
Die AirDrop-Funktion wird über kurz oder lang auch auf Geräten weiterer Hersteller verfügbar sein. Zumindest sagte Google Anfang Februar 2026, dass man daran arbeite, die Funktion „auf den Rest des Ökosystems auszuweiten“. Auch Nothing und Qualcomm zeigten bereits Interesse, einen konkreten Zeitplan für eine weitere Verteilung gibt es nicht.
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Auf dem MWC 2026 hatte Oppo bestätigt, dass die Funktion in die Find-X9-Serie einziehen wird. Die Funktion wurde „in enger Zusammenarbeit mit MediaTek und Google entwickelt“, hieß es. Ursprünglich sollte sie im Laufe des März im Rahmen eines Software-Updates schrittweise eingeführt werden.
(afl)
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Internationaler Tag des Haustiers: So gelingen Katzenfotos zu Hause
Nicht alle Katzen sind Freigänger, die durch Gärten und Parks streifen. Manche Tiere verbringen ihr Leben im Haus und auf abgezäunten Freiflächen wie Balkonen. Die Gründe dafür sind vielfältig: Sie sind unkastriert, Rassekatzen oder leben an stark befahrenen Straßen. Das Leben im Haus ist jedoch kein Grund, auf traumhafte Fotos zu verzichten. Mit ein paar Kniffen sehen Wohnungskatzen schnell wie professionelle Fotomodelle aus.
Die wilden fünf Minuten
Wer schon einmal lustige Katzenvideos geschaut hat, hat sich bei dem einen oder anderen verfehlten Sprung oder Ausrutscher sicherlich gefragt, ob Katzen insgeheim Universalgelenke haben, die sich in alle Richtungen biegen lassen. Sie krümmen sich zu einem Kreis, greifen an wie eine Sprungfeder und quetschen sich durch jeden noch so kleinen Türspalt. All diese Fähigkeiten haben Katzen den Ruf eingebracht, anmutige Jäger zu sein. Auf der anderen Seite sind gerade diese Bewegungen eine Herausforderung für Fotografen. Die anfängliche Anmut mündet häufig noch während der Bewegung in einer grotesken Landung auf der Sofakante. Das betrifft vorrangig dynamische Motive.
Zum Glück aber lassen sich Katzen häufig in die gewünschte Richtung lenken – zumindest, wenn das eingesetzte Spielzeug, etwa eine Angel, spannend genug ist.
Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Internationaler Tag des Haustiers: So gelingen Katzenfotos zu Hause“.
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