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Creator-Kampagne: So witzig lockt Deichmann seine Community mit „heißer Ware“


Die Creator Arel Aslan (links) und Luna Haver werden für Deichmann zu echten Dealern

„Beste Ware zum besten Preis“ – klingt irgendwie nach dubiosen Deals von zwielichtigen Straßenhändlern. Genau diese Assoziation nutzt Schuhverkäufer Deichmann für das Narrativ seiner neuen Social-First-Kampagne, in der vier reichweitenstarke TikToker ihren Sinn für Humor beweisen.

Luna Haver, Arel Aslan, Cyprian Onye Nwanguma und Robert Lindemann verzeichnen zusammengenommen fast eine Million Follower auf TikTok und sind alle vier für kreativen und humorvollen Content bekannt. Für Deichmann vereinen sie vor der Kamera ihr Comedy-Talent in 28 unterschiedlichen Assets, in denen klassische Szenen und Sprüche mit Popkultur-Bezug aufgegriffen und in die Markenwelt des Schuhhändlers übertragen werden. Die Kampagne setzt dabei auf humoristische Überzeichnung und Meme-Kultur rund um die begehrte „heiße Ware“.

In einem der Spots tritt etwa der Creator Robert Lindemann in seinem typischen 80er Look mit Schnauzer und Vokuhila an die Ladentheke und sagt Sachen wie „Ich hab gehört, ihr habt Baba-Stoff zum Baba-Preis“, oder „Ich brauch ’ne Kiste Mann, auf lock“. Typischer Jugend- und GenZ-Slang also. Neben den bewusst überspitzten Klischees, die sein Charakter in sich vereint, besteht der Witz auch darin, dass der Verkäufer so gar nicht auf diese Tonalität einsteigt und ihm letztlich statt vermeintlich illegaler Ware einfach stolz die preisgünstigen Schuhmodelle von Deichmann präsentiert.
Nach einem ähnlichen Storytelling-Prinzip funktioniert auch der Spot, in dem Luna Haver und Arel Aslan im Kleinganovenstil in einer Seitengasse herumlungern. Als Cyprian Onye Nwanguma mit dem Fahrrad ankommt – der im Spot stark an den mittlerweile in Verruf geratenen „Anzeigenhauptmeister“ erinnert – und sie nach dem „guten Stoff“ fragt, händigen sie ihm eine Deichmann-Visitenkarte aus. Daraufhin trifft auch Cyprian in der Filiale auf den zunächst verwirrten Verkäufer, der ihm am Ende die „heiße Ware“ zeigt.
Konzipiert und umgesetzt wurde die Kampagne gemeinsam mit der Hamburger Social-Media-Agentur Justaddsugar. Zielgruppe ist laut Deichmann insbesondere die GenZ im Alter von 18 bis 29 Jahren. „Was diese Kampagne besonders macht: Sie holt die Zielgruppe in ihrer eigenen Sprachwelt ab. Mit einem humorvollen Ansatz übersetzen wir Street Credibility in die Deichmann-Markenwelt“, sagt Domingo Saavedra, Creative Lead bei Justaddsugar.

Die Kampagne läuft seit dem 23. März für vier Wochen in Deutschland. Ausgespielt werden die Assets auf TikTok, Instagram und YouTube. Zusätzlich erweitert Deichmann die Channel-Strategie erstmals um Snapchat. 





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Endlich: Bericht zur AI Citation Performance in der Suche


Was Google noch vermissen lässt, bieten die Bing Webmaster Tools mit dem AI Performance Dashboard. Dort lassen sich jetzt Erwähnungen im Kontext der User-Anfragen in KI-Umgebungen tracken.

Microsoft bietet SEOs und GEOs dank des noch jungen AI Performance Reports einen Einblick in ihre Sichtbarkeit in KI-Umgebungen. Seit Februar können User mithilfe der dedizierten Bing Webmaster Tools (BWT) erkennen, wo sie in KI-Antworten auftauchen. Neuerdings ist es zudem weltweit möglich, mit dem Feature Grounding Query – Page Mapping aufzuschlüsseln, welche Seiten bei welchen Suchanfragen von der KI zitiert werden.


„Diese Medien werden am häufigsten von KI-Chatbots zitiert“

– warum solche Rankings in die Irre führen können

Google-Schriftzug, Ask AI Mode-Schriftzug in Suchleiste, dunkler Hintergrund
© Google via Canva

Citations, Visibility-Trends und mehr: Was du im AI Dashboard der Bing Webmaster Tools einsehen kannst

The way people search has changed and so should the way marketers analyze search performance,

betonen die Microsoft-Autoren Krishna Madhavan und Meenaz Merchant in ihrem Blog Post zur Vorstellung des AI Performance Dashboards. Dieses bietet einen Ansatzpunkt für die Analyse von Sichtbarkeit im Kontext der KI-Suche. Interessierte User können diesen Bereich der Bing Webmaster Tools nutzen und ihre Seite verifizieren oder eine via Google Search Console verifizierte Domain integrieren. In der Folge können sie erkennen, welche ihrer Seiten bei Bing — und dort in KI-generierten Zusammenfassungen –, im Copilot und in Microsofts Partner-Suchkontexten referenziert werden. Das Tool bietet eine Übersicht über die Gesamtzahl der Citations, über eine Durchschnittszahl der erwähnten Seiten und über die Grounding Queries, also Anfragen, die der Erwähnung zugrunde liegen.

Des Weiteren können User die Erwähnungsaktivität auf Seitenlevels einsehen, um zu prüfen, welche Seiten am häufigsten erwähnt werden. Mithilfe dieser Insights lassen sich ebenso Sichtbarkeitstrends im Verlauf der Zeit abbilden.

Beispiel-Visual für Sichtbarkeitstrends im Verlauf der Zeit im AI Performance Dashboard der Bing Webmaster Tools, © Microsoft
Beispiel-Visual für Sichtbarkeitstrends im Verlauf der Zeit im AI Performance Dashboard der Bing Webmaster Tools, © Microsoft

Neu ist das Feature Grounding Query – Page Mapping. Damit können User ab jetzt weltweit konkrete Suchanfragen beziehungsweise Prompts mit Seitenerwähnungen zusammenbringen. Madhavan und Merchant erklären:

[…] Select a grounding query to see its cited pages or select a page to see its associated grounding queries. Keep in mind, one grounding query may be mapped to multiple pages and vice versa.

So sieht das Dashboard mit Insights zu Seiten und Erwähnungen bei bestimmten Anfragen aus, © Microsoft
So sieht das Dashboard mit Insights zu Seiten und Erwähnungen bei bestimmten Anfragen aus, © Microsoft

GEO Tool mit Einschränkungen

Diese nützlichen Analyseoptionen für die GEO dürften vielen Seitenbetreiber:innen helfen, besser zu verstehen, welche ihrer Inhalte in der KI-Suche zum Tragen kommen. Allerdings betont Microsoft, dass Owner-Präferenzen von Websites beachtet werden, sodass Ausschlüsse durch robots.txt oder andere unterstützte Mechanismen, die eine Integration in solchen Aufzählungen verbieten sollen, gewährleistet sind.

Auch gilt es zu beachten, dass die Analyse sich einzig auf Microsofts KI-gestützte Suchumgebung bezieht – inklusive der Partner:innenumgebungen. Immerhin ist Bing weltweit sowie in Deutschland mit Abstand die zweitwichtigste Suchmaschine. Platz eins gebührt Google, das bisher noch keine konkreten Analysefunktionen für die KI-Sichtbarkeit bereitgestellt hat. Zuletzt wurden aber in der Search Console Brand-Filter integriert, um die Sichtbarkeit in markenbezogenen Suchen evaluieren zu können.


Google bringt Filter für Brand-Suchen in die Search Console

Google Search-Seite, gespiegelt
© sarah b – Unsplash (Veränderungen vorgenommen)





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Maus, Keyboard, Screen: Claude bedient jetzt deinen Computer


Du kannst Claude jetzt vorgeben, auf deinem Computer Aufgaben selbst zu erledigen, in deinen Apps, im Browser oder in Spreadsheets. Aber Vorsicht ist geboten.

Stell dir vor, du sagst deinem Computer: „Fülle die geöffneten Spreadsheets aus und sortiere meine Mails!“ Dann wendest du dich anderen Dingen zu und kannst später auf die getane Arbeit des Computers zugreifen.

Das Zeitalter agentischer KI ist wahrlich angebrochen. Den nächsten Fingerzeig auf diese Entwicklung liefert Anthropic mit dem neuen Claude Computer Use Feature. Denn dieses kann deine Aufgaben auf dem Computer automatisierte übernehmen. Dabei geht es um verschiedene To-dos, die du normalerweise selbst vor dem Bildschirm abarbeiten würdest. Du kannst sogar Aufgaben via Mobilgerät zuweisen und den Computer arbeiten lassen. Dabei setzt Claude auf verknüpfte Apps wie Slack oder deinen Kalender. Bei Apps ohne Verknüpfung wird um eine Freigabe gebeten.

Vorteile, Warnungen und Verfügbarkeit

Dieser Computer User Mode für Claude reiht sich in die Neuerungen ein, die Anthropic zur einfacheren Aufgabenbewältigung mit AI einführt. Dazu gehören Channels, mit denen User Claude Code via Messenger bedienen können und zum Beispiele eine mobile Fernbedienung für Claude Code. Claude Code und das von Claude Code abgeleitete Claude Cowork sind auch die Umgebungen, für die der neue Computer User Mode bereitgestellt wird – zunächst aber in der Preview nur für macOS und nur für zahlende Max und Pro User. Die Windows-Version soll in den nächsten Wochen folgen.

Während Claude dank dieser Neuerung sogar für dich browsen und lästige Routineaufgaben übernehmen kann, mahnt Anthropic zur Vorsicht. Denn obwohl eine Abfrage zu den Kernnutzungen der KI erfolgt, wird nicht jeder Schritt überprüft. Und manche Aktionen könnten nicht umkehrbar sein. Außerdem könnten freigegebene Apps andere Apps öffnen, für die keine Freigabe erfolgt ist. Auch könnten besuchte Websites Malware enthalten. So rät Anthropic dazu, mit Aufgaben zu beginnen, bei denen etwaige Fehler einfach zu korrigieren sind. Und: Du solltest sensible Inhalte nicht geöffnet lassen, wenn der Computer Use Mode in Aktion ist. Er sieht seinen Screen und nutzt dein Keyboard sowie deine Maus.





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OOH-Kampagne aus Neuseeland: McDonald’s zeigt mal wieder, dass es für seine Werbung kein Logo braucht


Eine Headline, ein Claim, dazu die Farben der Marke – fertig ist die kreative OOH-Kampagne „You Know Where“ von McDonald’s Neuseeland

Es gibt nicht viele Marken, die es sich erlauben können, ohne Wort- und Bildmarke zu werben. McDonald’s kann es und hat schon häufiger gezeigt, wie man mit Minimalismus kreative Maßstäbe in der Außenwerbung setzt. Das jüngste Beispiel dafür liefert der Fastfood-Riese jetzt in Neuseeland.

Rote Plakate, darauf in weißer Schrift Begriffe wie „Cheeseburger“, „Fries“ und „Nuggets“. Ansonsten: Kein Markenlogo – die ikonischen „Golden Arches“ -, keine Wortmarke, keine Produktshots. Stattdessen unten rechts die knappe Message: „You know where.“ Mit diesen Out-of-Home-Motiven sorgt McDonald’s aktuell in Neuseeland für Aufsehen.

Mit dem Auftritt beweist der US-amerikanische Burger-Gigant einmal mehr, das es nicht viel braucht, um die Menschen an seine berühmten Produkte zu erinnern und so zu verdeutlichen, wer sich mit konsequenter Markenarbeit über mehr als ein halbes Jahrhundert zur bekanntesten Fastfood-Brand der Welt aufgeschwungen hat. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass die Assoziation zu McDonald’s bei den von McCann entwickelten OOH-Motiven neben dem Brandfont vor allem über die Markenfarben Rot und Gelb erleichtert wird. Ganz ohne visuelle Marken-DNA geht es also auch bei dem Fastfood-Riesen nicht.

Die Kampagne wurde von McCann New Zealand entwickelt

Die minimalistische Plakatkampagne ist an vielen Orten in Neuseeland zu sehen, insbesondere in ländlichen Abschnitten. So sollen den Menschen auf längeren Roadtrips Cheeseburger, Fries, Nuggets und Co. schmackhaft gemacht werden. Die Mediaplanung übernahm OMD.

Es ist nicht das erste Mal, dass McDonald’s im öffentlichen Raum ganz ohne oder nur teilweise mit seinem Logo wirbt. In den vergangenen Jahren nutzte die Marke ihre große Bekanntheit immer wieder für aufmerksamkeitsstarke und teils preisgekrönte OOH-Kampagnen. Eines der berühmtesten Beispiele ist „Follow The Arches“ aus dem Jahr 2018, das Unternehmen in Kanada gemeinsam mit der Agentur Cossette auf großflächigen Plakaten an Autostraßen Teile des goldgelben Markenlogos dazu nutzte, den Weg zum nächsten McDonald’s-Restaurant anzuzeigen. Einer ähnlichen Mechanik wie der jüngsten Kampagne aus Neuseeland folgten die „Iconic Stacks“ von 2020: Damals druckte Leo Burnett London die Bestandteile ikonischer Burger mit den passenden Farben auf die Motive und machte so Appetit auf Egg McMuffin und Co. Im selben Jahr sorgten die „Bitten Billboards“ von TBWA Paris ebenfalls ohne Verwendung des Markenlogos für Aufsehen. Und 2024 warb McDonald’s auf einfarbigen Out-of-Home-Installationen in Amsterdam vollständig ohne visuelle Reize – und ließ Passantinnen und Passanten stattdessen erschnuppern, um welche Marke es sich handelt (siehe alle Beispiele unten).

2018: Follow The Arches (Agentur: Cossette, Québec)

2020: Iconic Stacks (Agentur: Leo Burnett, London)

2020: Bitten Billboards (Agentur: TBWA, Paris)

2021: Lights On (Agentur: Leo Burnett, London)

2024: Smells Like McDonald’s (Agentur: TBWA/Neboko, Amsterdam)



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