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Deutsche fahren trotz teurem Sprit nicht weniger Auto


Obwohl Autofahrer in ganz Deutschland über die hohen Spritpreise klagen, fahren sie offenbar nicht messbar weniger. Eine Analyse des Verkehrsdatenspezialisten TomTom für die Deutsche Presse-Agentur ergab keinen relevanten Rückgang der Fahrleistung. Im Gegenteil: Es wurde sogar noch etwas mehr gefahren – allerdings aus anderen Gründen.

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„Unsere Daten liefern keinen Hinweis darauf, dass die Fahrleistung in der Hochpreisphase spürbar zurückgegangen ist“, sagt ein TomTom-Sprecher. Und weiter: „Stattdessen lag sie in den betrachteten Zeiträumen tendenziell höher. Das könnte mit der typischen saisonalen Belebung der Mobilität im Frühjahr zusammenhängen. Falls die höheren Spritpreise überhaupt einen kleinen dämpfenden Effekt hatten, ist er in den Daten jedenfalls nicht erkennbar.“

Offenbar reiche der Anstieg der Preise nicht aus, um eine echte Veränderung im Verhalten auszulösen. Das deckt sich mit einer ähnlichen Untersuchung aus der Zeit kurz nach Beginn des Ukraine-Krieges, als die Spritpreise ebenfalls massiv gestiegen waren. Damals hatte sich auch in den auf der Autobahn gefahrenen Geschwindigkeiten kein relevantes spritsparendes Verhalten erkennen lassen.

Basis der Betrachtung sind die von mehreren Millionen Fahrzeugen zurückgelegten Strecken, deren Daten TomTom anonym erfasst. Am 5., 9. und 10. März – also zu Zeiten, als die Spritpreise bereits massiv angezogen hatten – zeigte sich dabei ein um einige Prozent höheres Fahraufkommen als am 26. Februar vor Kriegsbeginn sowie dem 2. und 3. März, an denen die Preise noch bei weitem niedriger waren. Das gilt sowohl für den Vergleich der drei Tage zusammen, als auch für den Vergleich der jeweils zusammenpassenden Wochentage.

Die Deutsche Bahn verzeichnet derzeit allerdings vor allem im Fernverkehr eine gestiegene Nachfrage und führt das auf die gestiegenen Spritpreise zurück. „Auch wenn die Nachfrage tagesweise stark schwankt, stellen wir fest, dass die Buchungen in den letzten Tagen deutlich über den bisherigen Prognosen liegen“, teilte der bundeseigene Konzern mit. „An einzelnen Tagen sogar bis zu 10 Prozent über Vorjahr.“ Im Regionalverkehr der Deutschen Bahn hingegen sei die Entwicklung schwieriger zu messen – auch, weil dort der Wettbewerb mit anderen Verkehrsunternehmen auf der Schiene deutlich größer sei als im Fernverkehr.

Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) teilte mit, für eine bundesweite Einschätzung der Nachfrage im Regionalverkehr infolge von Spritpreisen sei es noch zu früh. Der Berliner Carsharing-Anbieter Miles verzeichnet bislang hingegen keine höhere Nachfrage, die sich direkt auf die gestiegenen Benzin- und Dieselpreise zurückführen lasse. „Grundsätzlich ist ein solcher Effekt aber denkbar“, teilte das Unternehmen auf Anfrage mit. „Gerade in Zeiten, in denen der Unterhalt eines eigenen Pkw durch steigende Versicherungs-, Werkstatt- und Energiekosten zunehmend schwer kalkulierbar wird, sehen wir Carsharing als eine wirtschaftlich sinnvolle Alternative für viele Menschen in der Stadt.“

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Versteckte Kündigungsgebühren enden für Adobe mit Millionenstrafe


Adobe hat sich mit der US-Regierung im Streit um versteckte Kündigungsgebühren auf die Zahlung einer Geldstrafe von 75 Millionen US-Dollar geeinigt. Zudem muss das Unternehmen manchen Kunden seine Software zeitweise kostenlos zur Verfügung stellen. Adobe zeigt sich über das Ende des Streits erfreut, streitet ein Fehlverhalten aber ab.

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Schon seit 2012 setzt Softwarehersteller Adobe auf das Software-as-a-Service-Modell, bei der Kunden für die Nutzung von Programmen wie Photoshop, Premiere oder InDesign ein Abo abschließen. Für Abonnenten, die im ersten Jahr kündigen wollen, gibt es dabei aber auch böse Überraschungen: Adobe stellt dann eine Kündigungsgebühr in Rechnung, Kostenpunkt: 50 Prozent dessen, was das Abonnement eigentlich noch gekostet hätte. Das können durchaus mal hunderte Euro werden.

Zudem gestaltet sich der Kündigungsprozess nicht gerade einfach: Laut der US-Handelsaufsicht zwingt Adobe Abonnenten, die online kündigen wollen, unnötigerweise durch zahlreiche Seiten zu klicken. Zudem sollen während Abonnenten, die telefonisch kündigen, auf „Widerstand und Verzögerungen seitens der Adobe-Mitarbeiter“ stoßen.

Für zwei Verantwortliche bei Adobe endete das vor Gericht: Den beiden Führungskräften David Wadhwani, Präsident des Geschäftsbereichs Digitale Medien, und Maninder Sawhney, Senior Vice President im Bereich Digital Sales, sowie Adobe als Unternehmen wurde im Sommer 2024 vorgeworfen, Verbraucher durch „versteckte Vorfälligkeitsentschädigungen und zahlreiche Kündigungshürden in einjährige Abonnements gelockt“ zu haben. Über die teuren Kündigungsgebühren im ersten Jahr seien die Verbraucher nicht ausreichend informiert worden, in einer Pressemitteilung zur jetzigen Einigung des US-Justizministeriums heißt es, die Hinweise darauf seien durch „Hyperlinks und Kleingedrucktes“ verschleiert worden.

2024 reichte das US-Justizministerium auf Hinweis der Handelsaufsicht eine Klage beim Bundesgericht für den nördlichen Bezirk von Kalifornien in San José ein. Adobe soll demnach gegen den Restore Online Shoppers’ Confidence Act von 2010 verstoßen haben, ein US-Gesetz, das Kunden vor versteckten Gebühren beim Online-Shopping schützen soll.

Mit der jetzigen Einigung kam der Rechtsstreit zu einem Ende, auch für die beiden Führungskräfte. In einem Statement streitet Adobe jegliches Fehlverhalten ab, zeigt sich aber erfreut über das Ende des Rechtsstreits. Zudem kündigt das Unternehmen an, die Kunden zu kontaktieren, denen es seine Software jetzt vorübergehend kostenlos anbieten will.

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Adobe machte zuletzt rund 96 Prozent seines Umsatzes mit dem SaaS-Geschäft, wie aus dem ersten Geschäftsquartalsbericht 2026 hervorgeht. Demnach erzielte das Unternehmen einen Rekordumsatz von 6,4 Milliarden Dollar, was einem Wachstum von 12 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum, beziehungsweise elf Prozent bei konstanter Wechselkursentwicklung entspricht. Der verwässerte Gewinn pro Aktie belief sich nach GAAP auf 4,60 US-Dollar und nach Non-GAAP auf 6,06 US-Dollar.

Adobe-CEO Shantanu Narayen kündigte diese Woche seinen Rücktritt an, sobald ein Nachfolger gefunden ist. Narayen will aber weiterhin Vorstandsmitglied bei Adobe bleiben. Er führte bei Adobe auch das Abomodell für Softwareprodukte ein, was dem Unternehmen großen wirtschaftlichen Erfolg bescherte. Nach seiner Rücktrittsankündigung fiel die Adobe-Aktie am Freitag um 7,58 Prozent.

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betterCode() Testing 2026: Programm und Online-Workshops stehen fest


Am 8. Juni 2026 veranstalten iX und dpunkt.verlag die betterCode() Testing 2026. Die Online-Konferenz widmet sich der Frage, wie sich Softwarequalität in einer Zeit sichern lässt, in der KI immer mehr Code erzeugt und Entwicklungsprozesse verändert. Kooperationspartner der Veranstaltung ist Testing-Experte und Podcaster Richard Seidl. Ergänzend zum Konferenztag bieten mehrere Online‑Workshops Gelegenheit, einzelne Themen zu vertiefen.

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Mit der zunehmenden Verbreitung von KI‑gestützter Entwicklung stehen Teams vor neuen Herausforderungen. Code entsteht schneller, stammt teilweise aus automatisierten Systemen und ist nicht immer vollständig nachvollziehbar. Die betterCode() Testing 2026 greift diese Veränderungen auf und zeigt, welche Rolle Testing, Testautomatisierung und menschliche Expertise in modernen Entwicklungsprozessen spielen. Die Veranstaltung richtet sich insbesondere an Tester:innen, Testmanager:innen, Testautomatisierer:innen und Quality Engineers.

Die Veranstalter haben zusammen mit Richard Seidl ein buntes Programmpaket geschnürt, das aus sechs Vorträgen und einer Paneldiskussion besteht. Den Konferenztag eröffnet Richard Seidl (Richard Seidl Consulting) mit seinem Vortrag „Schluss mit Qualitätstheater – Was Testing im KI‑Zeitalter wirklich braucht“. Darin geht es um die Frage, welche Formen von Qualitätssicherung unter den Bedingungen von KI‑generiertem Code tatsächlich wirksam sind.

Maud Schlich (The Qualiteers) zeigt anschließend, wie sich exploratives Testen gezielt einsetzen lässt, um Software auch dort zu prüfen, wo automatisierte Tests an Grenzen stoßen.

Benjamin Hummel (CQSE) beschäftigt sich in seinem Vortrag „Copiloten für Agenten: Qualitätssicherung in der Ära der Coding Agents“ mit der Rolle von KI‑gestützten Entwicklungswerkzeugen und deren Auswirkungen auf Teststrategien.

Am Nachmittag stellt Dehla Sokenou (Workplace Solutions) Gamification‑Ansätze in der Qualitätssicherung vor und zeigt, wie spielerische Elemente Teams beim Testen unterstützen können. Florian Fieber (TestSolutions) betrachtet anschließend die Zusammenarbeit zwischen menschlichen Testerinnen und Testern und KI‑Systemen unter dem Titel „Kollaborative Intelligenz: Menschliche Tester im Zeitalter der KI“.

Den Abschluss bildet eine Paneldiskussion zur praktischen Umsetzung von Testautomatisierung, moderiert von Richard Seidl. Ausgewählte Experten aus der Branche geben Einblicke in ihren Arbeitsalltag als Testerinnen und Tester.

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Neben dem Konferenztag planen die Veranstalter mehrere Online‑Workshops, in denen Teilnehmende einzelne Themen intensiver bearbeiten können:

  • 12. Juni 2026, halbtags „Teststrategie reloaded“ mit Richard Seidl
  • 18. Juni 2026, ganztags: „So geht’s: Exploratives Testen schlau einsetzen“ mit Maud Schlich
  • 19. Juni 2026, halbtags: „Let’s play! Gamification selbst anwenden“ mit Dehla Sokenou

Tickets für die Online-Workshops sind über den Ticketshop auf der offiziellen Website erhältlich.

Die betterCode() Testing 2026 findet vollständig online statt. Die Teilnahme erfolgt direkt im Browser, ohne zusätzliche Softwareinstallation. Während der Veranstaltung können sich Teilnehmende per Chat und Video austauschen; im Anschluss stehen Aufzeichnungen der Vorträge sowie die Präsentationen zur Verfügung. Tickets gibt es bis zum 10. Mai 2026 zum Frühbuchertarif für 249 Euro (alle Preise zzgl. 19 % MwSt.). Danach erhöht sich der Preis auf 299 Euro pro Ticket.

Weitere Informationen zum Programm, zu Tickets und zu den Workshops finden Interessierte auf der Konferenzwebsite der betterCode() Testing 2026.


(mdo)



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Internetblockade im Iran geht in die dritte Woche


Die Internetblockade im Iran geht in die dritte Woche. Die auf Internetsperren spezialisierte Organisation Netblocks schrieb auf X, dass die Konnektivität weiterhin bei nur einem Prozent des normalen Niveaus liege. Die Bevölkerung könne nur ein eingeschränktes Intranet nutzen, während staatlich genehmigte Nutzer uneingeschränkten Zugang zum globalen Netz erhielten.

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Netblocks kritisierte in dem Post: „Während authentische Stimmen zum Schweigen gebracht werden und die Zivilbevölkerung ohne wichtige Informationen bleibt, füllt ein stetiger Strom von Inhalten, die das Regime genehmigt hat, die Lücke.“

Ein User schrieb auf X, die Abschaltung des Internets helfe dabei, die Berichterstattung zu kontrollieren, und verhindere, dass sich die Menschen organisierten oder frei äußern könnten.

Ein kleiner Teil des Militär- und Machtapparats im Iran nutzt das Internet weiter ohne Einschränkungen. Seit Jahren verfügt ein privilegierter Kreis über sogenannte „weiße SIM-Karten“, die ermöglichen, ohne Sperren und Restriktionen online zu gehen. Auch iranische Medien publizieren ihre Nachrichten auf Telegram und X, die eigentlich gesperrt sind.


(nen)



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