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Diese Commerce-Tools sollten Gründer:innen kennen


2026 ist Commerce vor allem eins: ein Systemtest. Nicht für das Shopsystem allein, sondern auch für das Zusammenspiel aus Zahlungsarten, Produktdaten, Suche, Fulfillment und Performance. Wer wächst, merkt schnell: Kleine Reibungen summieren sich. Ein langsamer Checkout kostet Abschlüsse, schlechte Produktsuche kostet Warenkörbe, verstreute Produktdaten kosten Zeit und Nerven. Gleichzeitig steigen die Erwartungen: Kund:innen wollen sofort finden, was sie suchen, flexibel bezahlen und verlässlich beliefert werden – egal ob D2C, B2B oder Multichannel.

Um hier Orientierung zu geben, werten wir jährlich tausende Tools nach Nutzerzahlen und Bewertungen aus. Für den OMR Reviews Top 100 Report 2026 sind erneut tausende Bewertungen in das Ranking eingeflossen. Der Auszug zeigt, welche Commerce-Tools 2026 in der Praxis überzeugen.

Order & Ops: Multichannel sauber skalieren, Prozesse automatisieren

Billbee: Auftragsabwicklung & Artikelverwaltung für Multichannel

Billbee automatisiert zentrale E-Commerce-Prozesse rund um Bestellabwicklung, Rechnungen und Bestands-Sync. Besonders relevant für wachsende Shops: viele Integrationen (Marktplätze, Shops, Versand, Payments, Buchhaltung) und wiederkehrende Workflows, die man nicht mehr manuell klicken will. 

Ideal für: D2C- und Multichannel-Händler, die schnell Ordnung in Bestellungen, Rechnungen und Bestände bringen wollen, ohne ERP-Großprojekt.

Payments & Checkout: mehr Kaufabschlüsse, mehr Optionen, weniger Friktion

Mollie: Payment Service Provider mit breiter Abdeckung

Mollie ist ein europäischer PSP aus den Niederlanden mit cloudbasierter Payment-Plattform. Die Lösung integriert „alle relevanten Zahlungsmethoden“ und wird von über 250.000 Kund:innen genutzt. Für die technische Anbindung gibt es Plugins/Module/Integrationen für gängige Shop-Systeme; Ziel ist eine einfache Implementierung und kontinuierliche Optimierung digitaler Zahlungsprozesse. 

Ideal für: Gründer:innen, die schnell live gehen und später modular erweitern wollen

easyCredit-Ratenkauf: Ratenzahlung als Conversion-Hebel

Ratenkauf/BNPL wird für viele Zielgruppen ein Conversion-Hebel, besonders bei höheren AOVs und preissensiblen Käufen.

easyCredit-Ratenkauf ermöglicht Ratenzahlungen für E-Commerce, stationären Handel und Direktvertrieb; im Report genannt sind Warenkörbe von 200 bis 10.000 Euro sowie Laufzeiten von 2 bis 60 Monaten, plus Integration per Plugin im Shop oder am Point of Sale. 

Ideal für: Händler mit höherem Warenkorb (z. B. Möbel, Elektronik, Premium-D2C), die Kaufabbrüche reduzieren und mehr Zahlungsflexibilität bieten wollen.

Onsite Search & Product Discovery: bessere Produktsuche = mehr Umsatz

DooFinder: KI-basierte Suche & Discovery

Suche ist häufig der profitabelste „UX-Fix“ im Shop: Wer sucht, hat Kaufintention. Schlechte Suche = teure Ads verpuffen. DooFinder ist eine KI-basierte Such- und Entdeckungssoftware für E-Commerce. Sie liefert personalisierte Treffer basierend auf Echtzeit-Präferenzen, ohne Ladezeiten zu beeinflussen. Durch Analyse des Suchverhaltens sollen auch komplexe Anfragen präzise beantwortet und Trends vorhergesagt werden. 

Ideal für: Shops mit großem Sortiment, bei denen „Suchen“ der wichtigste Kaufpfad ist.

Luigi’s Box: Suche + Recommender + Shopping Assistant

Luigi’s Box liefert ein Paket aus intelligenter Suche (u. a. Autocomplete und Sprachverarbeitung) plus Recommender für personalisierte Up-/Cross-Sells. Dazu kommen Product Listing Funktionen wie dynamische Filter und Merchandising-Optionen sowie ein Shopping Assistant für interaktive Kaufberatung. Analytics überwachen Interaktionen und zeigen Optimierungspotenziale. Das Tool denkt Discovery breiter als „Search-Bar“: Navigation, Empfehlungen und Assistenten zahlen direkt auf AOV und Conversion ein.

Ideal für: Commerce-Teams, die Suche nicht nur „besser“, sondern als Product-Discovery-System mit messbarem Uplift (Navigation, Empfehlungen, Warenkorb) aufstellen wollen.

Product Information Management: Daten als Wachstumsmotor

4ALLPORTAL: Modulare Plattform, die DAM & PIM verbindet

Sobald du mehr als einen Kanal bespielst (Shop, Marktplätze, B2B, Retail), entscheidet PIM/DAM darüber, ob du skalierst oder im Excel-/Asset-Chaos versinkst. 4ALLPORTAL verbindet DAM und PIM, um Medien und Produktdaten zentral zu verwalten und automatisiert in Kanäle zu distribuieren. Es gibt eine RESTful API zur Anbindung an Drittsysteme (z. B. ERP/CRM), automatisierte Workflows, KI-gestützte Verschlagwortung, präzise Rechteverwaltung und Support für den digitalen Produktpass.

Ideal für: Startups, die Content & Produktdaten zentral steuern wollen

entitys.io: „schlankes“ PIM für den B2B-Mittelstand

Schlanke PIMs sind spannend, wenn du früh Struktur willst, ohne Enterprise-Overhead. entitys.io positioniert sich als PIM für den B2B-Mittelstand: „schlank, schnell einsatzbereit“ und ohne teure Partnerabhängigkeiten. Es macht komplexe Produktdaten und Strukturen flexibel steuerbar, unterstützt von Automatisierungen und KI. Das funktioniert unter anderem durch moderne Import/Export-Engines, intuitive UI und ein transparentes SaaS-Modell

Ideal für: B2B-Startups, die früh eine „Single Source of Truth“ für Produktdaten brauchen, ohne sich Enterprise-Overhead einzukaufen.

Multichannel Operations: Bestellungen, Bestände, Rechnungen automatisieren

Billbee: Multichannel-Retail mit starker Prozessautomatisierung

Billbee automatisiert Auftragsabwicklung und Artikelverwaltung: Es zentralisiert Prozesse und bietet 120+ Schnittstellen zu Marktplätzen, Shopsystemen, Versand- und Zahlungsdienstleistern sowie Buchhaltungstools. Workflows automatisieren wiederkehrende Aufgaben; Kernfunktionen sind Bestellabwicklung, Rechnungserstellung/-versand sowie Echtzeit-Synchronisation von Beständen. 

Ideal für: Multichannel-Startups, die Backoffice und Bestände skalieren müssen, bevor ein großes ERP-Projekt sinnvoll ist.

2026 wird Commerce-Tech: datenfokussierter, conversion-näher, und modularer

Das Top-100-Rankings zeigt deutlich: 2026 entscheidet sich Wachstum daran, wie gut die Bausteine hinter dem Shopsystem zusammenspielen. Genau deshalb tauchen im Report vor allem Tools auf, die direkt an Conversion und operativer Skalierung ansetzen. Für Gründer:innen und Early-Teams ist die wichtigste Erkenntnis: Nicht der größte Stack gewinnt, sondern der sauberste. 

Was heißt das konkret?

1) Fix erst den Geldfluss: Payment & Checkout

Wenn dein Checkout nicht frictionless ist, bringt dir jeder zusätzliche Marketing-Euro weniger. Ein verlässlicher PSP und Zahlungsoptionen, die zu deinem Warenkorb passen, sind häufig der schnellste Hebel.

2) Automatisiere Ops, bevor du „mehr Kanäle“ aufmachst

Multichannel klingt nach Wachstum, ist aber ohne Automatisierung oft nur mehr Komplexität. Tools für Order- und Bestellprozesse sind im Report nicht ohne Grund prominent: Sie verhindern, dass dein Team im Wachstum in Support-Tickets und manuellen Workflows untergeht. 

3) Suchfeld = Umsatzmaschine

Bei größeren Sortimentsbreiten entscheidet die Onsite Search oft stärker über Umsatz als die Startseite. Wenn Nutzer:innen nicht finden, was sie suchen, verlierst du sie. Dass Search/Discovery-Tools im Ranking auftauchen, ist ein klarer Hinweis, dass viele Shops hier nachrüsten. 

4) Produktdaten sind kein Backend-Thema

Spätestens wenn du Varianten, Bundles, internationale Kanäle oder B2B-Logiken hast, wird Produktdatenpflege zum Bottleneck. PIM/DAM ist dann die Grundlage dafür, neue Produkte schneller live zu bringen und Kanäle sauber zu bespielen. 

5) Infrastruktur ist der stille Co-Founder

Performance-Probleme sind Conversion-Probleme. Und Downtime ist nicht nur ärgerlich, sondern teuer. Dass Hosting/Cluster-Lösungen im Ranking auftauchen, unterstreicht: Ab einer gewissen Größe ist Stabilität ein strategischer Vorteil. 

Über den Autor
Marvin Müller ist VP Marketing bei OMR Reviews und seit den Anfängen dabei. Nach Stationen bei Google (Lead Generation & Media) wechselte er als einer der ersten Mitarbeitenden zu OMR Reviews, um das Marketing von Grund auf aufzubauen. Heute verantwortet er mit seinem Team die Go-to-Market-Strategie und das Wachstum der Plattform – und beschäftigt sich täglich damit, wie Software-Buyer recherchieren, vergleichen und Kaufentscheidungen treffen. Durch die Arbeit an einer der führenden B2B-Software-Informationsplattformen in DACH bringt er daten- und praxisnahe Einblicke in Bewertungssignale, Buying Intent und die Faktoren, die Software-Entscheidungen wirklich beeinflussen.

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Foto (oben): Shutterstock



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Neuer KI-Accelerator von Station F: So kommt ihr in Europas Startup-Programm


Neuer KI-Accelerator von Station F: So kommt ihr in Europas Startup-Programm

Seit Januar hat Europas größter Startup-Campus Station F ein neues Programm für Founder – mit Fokus auf KI. Jules Langeard hat es mitentwickelt.
Station F/Dominik Schmitt/Gründerszene

Netzwerk, Kapital, Wissen: Ein Accelerator kann für Gründerinnen und Gründer ein Boost sein. Der bekannteste: Y Combinator im Silicon Valley. Teil davon zu sein, ist eine Art Qualitätsmerkmal für Founder. Wer es dorthin geschafft hat, schreibt es gerne in den Profil-Slogan auf Linkedin.

In Europa hingegen ist ein Startup-Hotspot der Campus von Station F in Paris. Seit Januar gibt es dort ein neues Programm für Gründerinnen und Gründer: F/ai. Der Fokus liegt auf KI-Startups. Early-Stage. Mit dem Potential, eine Million Euro Umsatz in weniger als sechs Monaten zu generieren. Das ist das große Ziel: Mitmachen darf nur, wer empfohlen wird. Bewerben kann man sich nicht.

Die Partnerliste für das Programm löst „Oscar-Vibes“ aus – nur eben für die Startup-Welt. Oder weil wir in Paris sind: Dabei ist die Crème de la Crème. Um ein paar zu nennen: OpenAI, Mistral, Anthropic, Lovable, Meta, Google. Auf der VC-Seite: 20VC, Sequoia, Lightspeed, General Catalyst.

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„Ich will kompromisslose Psychopathen“ – Nette Gründer haben bei 20VC-Gründer Harry Stebbings keine Chance

Alles macht einen exklusiven Anschein.

Wir haben mit Jules Langeard, Programmdirektor für Startups bei Station F, gesprochen. Er hat F/ai mitentwickelt und erklärt, warum das Programm gestartet wurde, weshalb nur Empfehlungen zählen – und was Founder dort erwartet. Außerdem nennen wir exklusiv erste Startups aus dem aktuellen Batch. Die vollständige Liste soll erst im April veröffentlicht werden.

Warum es das neue Programm F/ai gibt





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„Ihr könnt nach Hause gehen“: Bizarre Szenen bei Enpals gescheiterter Betriebsratswahl




Bei Enpal scheitert erneut der Versuch, einen Betriebsrat zu gründen. Recherchen zeigen, welche Rolle Führungskräfte und interne Veranstaltungen spielten.



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Metafuels sammelt 24 Millionen ein +++ Organigram kauft Sanity Group


#DealMonitor

+++ #DealMonitor +++ Metafuels sammelt 24 Millionen ein +++ ewigbyte erhält 1,6 Millionen +++ Organigram kauft Sanity Group (Bewertung: 250 Millionen) +++

Metafuels sammelt 24 Millionen ein +++ Organigram kauft Sanity Group

Im #DealMonitor für den 18. Februar werfen wir einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages in der DACH-Region. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

STARTUPLAND: SAVE THE DATE


The next unicorn? You’ll meet it at STARTUPLAND
+++ Du hast unsere zweite STARTUPLAND verpasst? Dann trage Dir jetzt schon einmal unseren neuen Termin in Deinen Kalender ein: STARTUPLAND 2026 findet bereits am 18. März statt. Mehr über Startupland

INVESTMENTS

Metafuels 
+++ Der Münchner Frühphasen-Investor UVC Partners, Energy Impact Partners (EIP), Contrarian Ventures, RockCreek, Verve Ventures und Fortescue investieren 24 Millionen US-Dollar in Metafuels. Das ClimateTech aus Zürich, von Leigh Hackett, Saurabh Kapoor und Ulrich Koss gegründet, entwickelt nachhaltiges Kerosin. „Mit aerobrew entwickeln wir eine Technologie, die es Fluggesellschaften erlaubt, zu dekarbonisieren, ohne ihre Betriebsmodelle zu verändern – und die das Potenzial hat, die Zukunft des Fliegens grundlegend neu zu gestalten“, teilt das Team mit. Energy Impact Partners (EIP) und Contrarian Ventures investierten zuvor bereits 7,4 Millionen Euro in das Unternehmen. Mehr über Metafuels

ewigbyte 
+++ Der Münchner Frühphaseninvestor Vanagon Ventures und Bayern Kapital sowie Business Angels aus dem BayStartUP-Investorennetzwerk investieren 1,6 Millionen Euro in ewigbyte. Das Münchner DeepTech-Startup, 2025 von Steffen Klewitz und Phil Wittwer gegründet, entwickelt „eine glasbasierte Speichertechnologie“. Daten werden dabei „mithilfe ultrakurzer Lichtpulse direkt in Glas eingeschrieben“. Vanagon hält nun rund 6 % an ewigbyte. Mehr über ewigbyte

MERGERS & ACQUISITIONS

Organigram – Sanity Group 
+++ Das kanadische Cannabisunternehmen Organigram übernimmt das Berliner Cannabis-Startup Sanity Group. Im Rahmen der Übernahme wird das Unternehmen mit 250 Millionen Euro bewertet. „Aufgeteilt in eine initiale Bewertung in Höhe von 130 Millionen Euro sowie bis zu weiteren 120 Millionen Euro gekoppelt an definierte Leistungskennzahlen für zwölf Monate bis zum 31. März 2027“, heißt es in einer Presseaussendung. Organigram ist bereits seit 2024 an der Sanity Group beteiligt. In den vergangenen Jahren flossen über 100 Millionen in Sanity. Das Cannabis-Startup, 2018 von Finn Hänsel und Fabian Friede gegründet, ist derzeit mit Marken wie Vayamed, Avaay Medicial, ZOIKS und Vaay im markt unterwegs. Zuletzt wirkten rund 10 Mitarbeitende für das Unternehmen. 2025 erwirtschaftete das Team einen Umsatz in Höhe von 60 Millionen.

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben): azrael74



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