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Dieselskandal: Interne Mails belasten BMW, VW und Daimler schwer


Die Geschichte des sogenannten Abgas-Kartells der deutschen Automobilindustrie muss offenbar um ein entscheidendes Kapitel ergänzt werden. Die EU-Kommission stellte 2021 bei der Aufarbeitung des Dieselskandals in einem Vergleich noch fest, dass BMW, Volkswagen und die damalige DaimlerChrysler zwischen 2009 und 2014 illegale Absprachen zur Abgasreinigung trafen. Doch nun tauchen brisante Dokumente auf, die den Beginn dieser Koordination weit vorverlegen.

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Interne E-Mails, über die die Rechercheplattform Follow the Money berichtet, lassen kaum einen Zweifel daran: Die Hersteller arbeiteten bereits 2006 intensiv an gemeinsamen Strategien, um den Einsatz der umweltfreundlichen, aber teuren Harnstoffeinspritzung zu begrenzen. Die Zeitspanne ist mitentscheidend für die Festlegung der Höhe der Sanktionen.

Die neuen Details stammen aus Beweismitteln eines laufenden Verfahrens vor dem High Court of Justice in London. Dort sehen sich die Autobauer den Klagen von rund 1,6 Millionen Dieselbesitzern gegenüber. Die Unterlagen offenbaren eine bemerkenswerte Einigkeit der eigentlich konkurrierenden Konzerne. In einer E-Mail von Volkswagen aus dem Oktober 2006 etwa heißt es unmissverständlich, dass ein Alleingang eines einzelnen Herstellers zum jetzigen Zeitpunkt zum Nachteil aller Beteiligten gewesen wäre. Damit wird ein Bild gezeichnet, das weit über den Austausch technischer Informationen hinausgeht und den Kern des Wettbewerbsrechts berührt.

Zentraler Streitpunkt war die sogenannte Selective Catalytic Reduction (SCR), bei der die Flüssigkeit AdBlue in den Abgasstrom gespritzt wird, um Stickoxide zu neutralisieren. Die Ingenieure standen vor einem Dilemma: Ein ausreichend großer Tank für die Flüssigkeit ließ sich in kleineren Fahrzeugmodellen nur schwer unterbringen. Ein zu kleiner Tank wiederum hätte die Kunden dazu gezwungen, regelmäßig AdBlue nachzufüllen, was die Hersteller als potenzielles Verkaufsargument gegen den Diesel fürchteten.

Anstatt jedoch im Wettbewerb um die beste technische Lösung zu ringen, suchten die Firmen anscheinend nach einem gemeinsamen Weg, die Dosierung der Flüssigkeit so weit zu drosseln, dass kleine Tanks ausreichten. Die Behörden sollten trotzdem keinen Verdacht schöpfen.

Pikant ist die Wortwahl in den internen, von Follow the Money teils veröffentlichten Schreiben. Ein Mitarbeiter warnte damals, dass niemand die „wahre Motivation“ für die Begrenzung der Dosierung gegenüber den US-Umweltbehörden EPA und CARB offenlegen wolle. Ein VW-Ingenieur beschrieb die Herausforderung in einer Nachricht an Kollegen bei Audi, BMW und DaimlerChrysler sogar als Frage der „möglichst geschickten Darstellung“ gegenüber den Behörden und weniger als ein technisches Problem. Es scheint, als hätten die Beteiligten bereits Jahre vor dem Auffliegen der Dieselaffäre im Jahr 2015 genau gewusst, auf welch dünnem Eis sie sich bewegten.

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Dass die EU-Kommission den Zeitraum des Kartells in ihrem Vergleich lediglich auf die Jahre ab 2009 festlegte, könnte pragmatische Gründe gehabt haben. Experten wie Jan Blockx von der Universität Antwerpen weisen darauf hin, dass ein langwieriger Rechtsstreit über die Zeit davor mit hohen Risiken für die Brüsseler Regierungsinstitution verbunden gewesen wäre. Ein Vergleich spart Zeit und Kosten, lässt aber oft Fragen zur vollständigen Aufarbeitung offen. Interessanterweise bewertete die südkoreanische Kartellbehörde denselben Sachverhalt deutlich strenger und legte den Beginn der Verstöße bereits auf 2006 fest.

Die betroffenen Unternehmen halten sich weitgehend bedeckt oder verweisen auf den bereits abgeschlossenen EU-Vergleich. Die Dokumente aus London zeigen indes, wie politisch die Abgasreinigung hinter den Kulissen behandelt wurde. Ein DaimlerChrysler-Memo hielt fest, eine einheitliche Lösung sei zu finden, da das Thema „sehr politisch“ sei und die Entscheidung von „ganz oben“ kommen müsse. Die Kläger in London sehen mit diesen Mails ihre Vorwürfe bestätigt. Die deutsche Automobilindustrie erinnere sie an eine Ära, in der Absprachen erkennbar wichtiger waren als der technologische Wettkampf um möglichst saubere Luft.


(mho)



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xTool P3 im Test: CO₂-Laser mit 80 Watt schneidet und graviert auch Acryl


Professioneller CO₂-Laserschneider mit intelligentem Kamerasystem: Der xTool P3 schneidet 20 mm Holz und Acryl in einem Durchgang. Was er kann, zeigt der Test.

Neben 3D-Druckern und Schneidplottern sind auch Laser-Gravur-Geräte bei Privatanwendern und kleinen Betrieben angekommen. Während einfache Diodenlaser ab 100 Euro Texte und Grafiken auf Holz, Leder oder Fliesen brennen, stoßen sie bei durchsichtigen und dickeren Materialien schnell an ihre Grenzen – und zwar nicht nur beim Schneiden. Wer professionell schneiden oder transparentes Material bearbeiten will, benötigt einen CO₂-Laser mit deutlich mehr Leistung.

Genau hier positioniert sich der xTool P3. Der Nachfolger des P2 bringt echte 80 Watt Laserleistung, eine riesige Arbeitsfläche von 915 × 458 mm und eine maximale Gravurgeschwindigkeit von 1200 mm/s mit. Das vollständig geschlossene Gehäuse schützt vor dem Laserlicht und macht eine Schutzbrille überflüssig – ein großer Vorteil gegenüber offenen Desktop-Lasern.

Dazu kommen Funktionen wie Autofokus, eine automatische Materialdatenbank mit geeigneten Einstellungen, ein sehr exaktes Kamerasystem und eine integrierte Löschanlage. Abgerundet wird das Paket durch einen optional erhältlichen, großen, aber sehr effektiven Luftfilter. Außerdem lässt sich ein 5-Watt-IR-Laser nachrüsten, der Metallgravuren und die Bearbeitung von Kunststoffen ermöglicht. Ein Rotationsmodul für runde Objekte bis 200 mm Durchmesser und ein Fördermodul für überlange Werkstücke sind ebenfalls als Zubehör erhältlich.

Allerdings hat diese Profi-Ausstattung ihren Preis: Rund 6779 Euro ruft xTool für den P3 auf – der Luftfilter und weiteres Zubehör sind dabei nicht inbegriffen. Damit richtet sich der Laser weniger an Gelegenheitsbastler als an sehr ambitionierte Maker, Vereine und kleine Unternehmen, die regelmäßig und auch in größeren Stückzahlen produzieren. Ob sich die Investition lohnt und was der P3 in der Praxis leistet, zeigt unser ausführlicher Testbericht.

Sicherheit

Der Arbeitsbereich des P3 ist komplett umschlossen, sodass während des Arbeitsvorgangs kein für die Augen schädliches Licht austreten kann. Wird das Gehäuse während des Betriebs geöffnet, stoppt der Laser augenblicklich – erst nach dem Schließen kann der Vorgang fortgesetzt werden. Die Einstufung in Laserklasse 1 ist somit gerechtfertigt, und der P3 ist auch für Laien sicher nutzbar. Nur bei Verwendung des optionalen Fördermoduls trifft diese Zertifizierung nicht mehr zu: In Kombination mit dem Förderband entspricht der P3 lediglich der Laserklasse 4, da Laserlicht austreten kann. Eine Schutzbrille ist dann Pflicht, und der Betrieb sollte nur durch geschulte Personen erfolgen.

Eine Besonderheit ist die integrierte automatische CO₂-Feuerlöschanlage – eine sinnvolle Ausstattung, die bisher kein anderer Laser in unseren Tests zu bieten hatte. Zur Aktivierung wird lediglich eine CO₂-Flasche eingesetzt, die nicht zum Lieferumfang gehört. Einfach, aber effektiv! Das unterstreicht den professionellen Anspruch und sorgt für ein deutliches Plus an Sicherheit.

Damit der leistungsstarke Laser überhaupt funktioniert, muss außerdem der mitgelieferte USB-Steuerschlüssel eingesteckt sein – ohne ihn geht gar nichts. Ein sinnvolles Sicherheitsmerkmal, das wir so allerdings auch schon bei anderen Lasern gesehen haben.

Unabhängig davon sollte man nicht ohne Vorwissen mit so einem Laser hantieren. Es geht nicht nur um den Schutz der Augen, sondern beispielsweise auch um das Vermeiden von Bränden und um giftige Gase, die beispielsweise beim Bearbeiten von bestimmten Kunstledersorten entstehen. Kurz und knapp: Ein Laser ist kein Spielzeug, sondern gehört in verantwortungsvolle Hände.

xTool P3

Design und Aufbau

Der xTool P3 ist kein Gerät, das man mal eben auf den Schreibtisch stellt. Mit seinen enormen Abmessungen von 1250 × 780 × 496 mm und einem Gewicht von satten 105 kg wird er auf einer Palette geliefert und benötigt eine stabile Unterkonstruktion. Zum Aufstellen sollte man mindestens zu zweit, besser zu dritt oder viert sein.

Der Hersteller bietet einen passenden Arbeitstisch für 439 Euro an. Wer sich den Laser samt Zubehör anschafft, sollte diese Zusatzkosten einplanen, da das Set perfekt aufeinander abgestimmt ist. Den optional erhältlichen Luftfilter SafetyPro AP2 Max (662 × 452 × 845 mm) stellt man am besten in unmittelbarer Nähe des P3 auf – das Gesamtpaket benötigt also ordentlich Platz.

Im Inneren arbeitet eine CO₂-Glasröhre mit 80 Watt Leistung – anders als bei den meisten günstigen Lasern kommt hier kein einfacher Diodenlaser zum Einsatz. Ein integrierter Wasserkühler sorgt für die Kühlung der Röhre; destilliertes Wasser muss der Nutzer selbst einfüllen. Je nach Klima und Aufstellort ist zusätzliches Frostschutzmittel nötig.

Der Arbeitsbereich misst großzügige 915 × 458 mm und bietet damit deutlich mehr Platz als die bisher von uns getesteten Geräte. Mit der Auto-Lift-Basis, die den Arbeitstisch automatisch heben und senken kann, liegt die maximale Bearbeitungshöhe bei 220 mm. Die Bedienung am Gerät selbst erfolgt über einen kombinierten Drehknopf mit Display – die meisten Funktionen stehen aber nur per Software zur Verfügung. Die Konnektivität umfasst WLAN, Ethernet und USB.

Der Laserkopf verfügt über einen Schutz gegen Rauchablagerungen auf dem Spiegel, eine Nahaufnahmekamera und einen Abstandssensor für den Autofokus. Eine Weitwinkelkamera in der Gehäuseabdeckung erfasst den gesamten Arbeitsbereich beim Einlegen des Materials. Allerdings dient diese Ansicht primär der groben Orientierung. Den eigentlichen Arbeitsbereich fängt die hochauflösende Kamera im Laserkopf ein: In der Software markiert man den gewünschten Bereich, und kurze Zeit später erscheint ein hochauflösendes Bild der Arbeitsfläche. Die Positioniergenauigkeit per Kamera und Lidar beträgt laut Hersteller 0,2 mm. In der Praxis können wir die hohe Genauigkeit bestätigen. Zwar gibt es andere Laser mit Kamerapositionierung, diese konnten allerdings nie mit derart hoher Präzision überzeugen. So lassen sich auch Reststücke noch hervorragend verarbeiten, und der Materialausschuss wird minimiert.

Neu ist das Wechsellinsensystem mit drei Objektiven: Die kleine Linse eignet sich für feine, präzise Gravuren, die mittlere Linse ist der Allrounder und standardmäßig montiert, die große Linse empfiehlt sich für schwere Schneidarbeiten an dicken Platten.

Inbetriebnahme & erste Schritte

Nach dem Aufstellen finden sich im Inneren des Lasers Zubehörteile, Werkzeuge und Anleitung. Der Kühlbehälter wird mit destilliertem Wasser befüllt und bei Bedarf die Löschpatrone eingelegt – beides gehört nicht zum Lieferumfang. Vor dem ersten Einsatz stehen die Verbindung per WLAN und die Kalibrierung des optischen Strahlengangs an – das dauert anhand der Anleitung etwa zehn Minuten. Die Software xTool Studio führt Schritt für Schritt durch den Prozess, sodass keine Fragen aufkommen.

Software

xTool setzt auf die hauseigene Software xTool Studio. Sie bietet eine praktische Materialbibliothek mit voreingestellten Parametern, eine Kamera-Vorschau zur Positionierung und KI-Funktionen zum Erstellen von Grafiken.

Hier muss man nicht experimentieren, um gute Ergebnisse zu bekommen. Dank der Materialbibliothek stehen für zahlreiche Materialien passende Settings zum Gravieren und Schneiden bereit.

Der Import von Bildern und die Positionierung von Grafiken funktionieren intuitiv. Die Kamerapositionierung arbeitet dabei wirklich präzise: Nach dem Fotografieren des Werkstücks lässt sich die Grafik auf den Millimeter genau platzieren. Anders als bei günstigen Lasern benötigt man hier keine zusätzliche Software wie LightBurn.

Gravieren & Schneiden

Zu behaupten, die Ergebnisse im Test überzeugten auf ganzer Linie, ist noch stark untertrieben! Selbst die lasererfahrenen Kollegen konnten sich ein breites Grinsen nicht verkneifen. So macht die Arbeit mit dem Laser richtig Spaß. Abgesehen von der großartigen Qualität begeistert insbesondere die extrem hohe Arbeitsgeschwindigkeit im Vergleich zu schwächeren Lasern. Der P3 graviert mit bis zu 1200 mm/s und liefert dabei scharfe und präzise Resultate. Holz, eloxiertes Aluminium, Acryl, Leder und lackiertes MDF zu gravieren – all das funktioniert superschnell und zuverlässig.

Beim Schneiden spielt der P3 seine 80 Watt erst richtig aus – derart viel Leistung haben wir bisher bei keinem anderen Testgerät erlebt. Eine 20 mm dicke, transparente Acrylplatte schneidet er bei maximaler Leistung und 2 mm/s in einem einzigen Durchgang. Auch 18 mm dickes Pappel-Sperrholz und 8 mm dickes Leder durchtrennt er mühelos. Die Schnittkanten sind trotz hohem Tempo exakt, nicht ausgefranst und ohne starke Brandspuren. Wer Leder verarbeitet, kann mühelos die Löcher für eine Naht mit dem Laser einbrennen und sich so viel Arbeit ersparen.

Spanholzplatten mit einer Dicke von 4 mm schneiden zwar auch die besseren Diodenlaser in nur einem Durchgang, dann allerdings sehr langsam und bei voller Leistung. Der P3 arbeitet hier mit nur 17 Prozent Power und einer Geschwindigkeit, die mit modernen 3D-Druckern vergleichbar ist – fast zu schnell für das Auge. Somit eignet sich das Gerät auch für extrem aufwendige und detaillierte Arbeiten. Selbst Schnittstege von weniger als einem Millimeter gelingen mit dem P3 problemlos. Mit schwächeren Lasern hätte eine solche Arbeit entweder ewig gedauert oder die Details wären schlicht verbrannt.

Richtig cool ist eine Besonderheit von CO₂-Lasern. Anders als günstige Diodenlaser kommt der P3 auch mit transparentem Acryl zurecht. Dieses kann sowohl graviert als auch geschnitten werden – bei günstigen Diodenlasern funktioniert das nur mit undurchsichtigem Acryl oder mit viel Vorarbeit. Mit dem P3 gelingen scharfe Schnittkanten und die gravierten Flächen werden gleichmäßig milchig und können dann etwa per LED ausgeleuchtet werden. Ein einfacher und schöner Effekt, der allerdings nur mit einem CO₂-Laser zu machen ist. Allein das erweitert die Anwendungsmöglichkeiten im Vergleich zu anderen Lasern enorm, was gerade im professionellen Bereich nicht zu unterschätzen ist.

Absaugung und Filter

Ohne externe Absaugung entsteht im geschlossenen Gehäuse beim Lasern schnell viel Rauch. Der optional erhältliche Lüfter xTool SafetyPro IF2 schafft Abhilfe. Er ist kompakt, bietet vier Geschwindigkeitsstufen plus Automatikmodus und verbindet sich per Bluetooth mit dem Laser. Der mitgelieferte halbstarre Schlauch lässt sich ohne Klammern installieren und befördert die Abluft aus dem Gehäuse – im Idealfall direkt nach draußen. Im Test reduziert der Absauger den Rauch deutlich.

Wer allerdings keine Möglichkeit hat, die Abluft ins Freie zu leiten, steht vor einem Problem: In geschlossenen Innenräumen haben die Abgase nichts zu suchen. Hier lohnt sich die zusätzliche Investition in den Luftfilter SafetyPro AP2 Max. Auch wenn das Gerät mit rund 2500 Euro nicht günstig ist, überzeugt es in der Praxis: Der Filter absorbiert laut Hersteller 99 Prozent der Schadstoffe. Im Test funktioniert das erfreulich gut – weder bei Holz, Acryl noch Leder konnten wir Gerüche außerhalb des Gerätes feststellen. Laut Hersteller darf die Abluft aus dem Filter direkt in den Raum geleitet werden, da die gereinigte Abluft die Anforderungen an die Luftqualität für eine Innenraumentlüftung erfüllt. Der Einsatz des P3 zusammen mit dem SafetyPro AP2 Max ist damit auch in Innenräumen bei geschlossenem Fenster möglich.

Optionales Zubehör

xTool bietet für den P3 eine ganze Reihe an praktischem Zubehör: einen stabilen Arbeitstisch für 439 Euro, die Absauganlage SafetyPro IF2 für 199 Euro, den Luftfilter SafetyPro AP2 Max für 2499 Euro und einen bisher nicht verfügbaren 5-Watt-IR-Laser für Metallgravuren und Kunststoffbearbeitung. Wer runde Objekte wie Gläser oder Flaschen gravieren will, benötigt zusätzlich das Rotationsmodul RA3 für 389 Euro. Dieses wird im Inneren angeschlossen und ermöglicht eine nahtlose Rundum-Gravur von Objekten bis 200 mm Durchmesser.

Für die Verarbeitung von riesengroßen Werkstücken und hohen Stückzahlen ist das Fördermodul für 669 Euro interessant. Es wird vor dem Laser platziert und fördert die Arbeitsstücke automatisch in den Arbeitsbereich. Bei Nutzung der Zuführeinheit schrumpft zwar die nutzbare Breite, aber die Länge wird deutlich größer. Die gesamte Arbeitsfläche beträgt dann 610 × 1500 mm. Mit zusätzlichen Schienen kann die Länge sogar bis zu 3000 mm betragen. Wie im Abschnitt „Sicherheit“ beschrieben, entfällt bei Nutzung des Fördermoduls allerdings die Einstufung in Laserklasse 1 – eine Schutzbrille und entsprechende Schulung sind dann Pflicht.

Preis

Der xTool P3 kostet rund 6779 Euro in der Grundausstattung. Das ist ein stolzer Preis, der den Laser klar im semiprofessionellen Bereich positioniert. Optionales Zubehör wie der 5-Watt-IR-Laser, das Rotationsmodul RA3, der SafetyPro-Absauger oder das Fördermodul treiben die Kosten weiter nach oben.

Für reine Hobbynutzung ist das kaum zu rechtfertigen. Wer den Laser jedoch produktiv einsetzt – etwa für Kleinserien, Schilder oder Prototypen –, bekommt eine leistungsfähige und sichere Maschine mit einer Ausstattung, die in dieser Preisklasse ihresgleichen sucht.

Fazit

Der xTool P3 ist der mit Abstand leistungsstärkste Laser, den wir bisher getestet haben. Die CO₂-Leistung von 80 Watt ermöglicht Schneidarbeiten, die mit Diodenlasern schlicht unmöglich sind: 20 mm Holz und 20 mm Acryl in einem Durchgang, saubere Kanten, hohe Geschwindigkeit. Die Gravurergebnisse auf Holz, eloxiertem Aluminium, MDF, Leder und Acryl sind durchweg erstklassig.

Besonders gut gefallen uns das geschlossene Gehäuse mit Laserklasse-1-Sicherheit, das Kamerasystem zur präzisen Positionierung, der Autofokus mit automatischer Tischhöhenverstellung und das Wechsellinsensystem. Die Software xTool Studio ist intuitiv und bietet mit Materialbibliothek und KI-Funktionen eine niedrige Einstiegshürde. Hinzu kommen Sicherheitsfeatures wie die integrierte Löschanlage. Die optionale Erweiterbarkeit durch IR-Laser, Rotationsmodul und Förderband macht den P3 vielseitig einsetzbar.

In der Praxis stören uns das enorme Gewicht von 105 kg, der hohe Platzbedarf und vor allem der hohe Preis. Ohne den optionalen Absauger entsteht zudem viel Rauch im Gehäuse – deshalb sollte das zur Grundausstattung gehören. Wir raten daher zur Nachrüstung des Absaugsystems.

Wer einen kompakten und günstigen Laser zum Gravieren sucht, ist mit Diodenlasern ab 300 Euro besser bedient. Wer aber regelmäßig dicke Materialien schneiden, große Arbeitsflächen nutzen und professionelle Ergebnisse erzielen will, findet im xTool P3 eine Maschine, die kaum Wünsche offenlässt.



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Family Influencing: Wenn kleine Kinder profilbildend sind


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It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Wenn Erwachsene oder Heranwachsende mit Social-Media-Auftritten Bekanntheit erlangen und diese monetarisieren wollen, rücken mitunter auch die Jüngsten mit ins Bild – und das oft mit voller Absicht. 10.000 Posts von 359 deutschen Influencer-Profilen mit kleinen Kindern und Babys hat das Leibniz-Institut für Medienforschung nun untersucht.

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Die Ergebnisse sind vernichtend: Klein- und Kleinstkinder auf Social-Media-Auftritten würden erhebliche rechtliche und ethische Fragen aufwerfen, so die Forscher. Insbesondere das Datenschutzrecht, das Persönlichkeitsrecht und die familiale und persönliche Privatsphäre der Kinder seien betroffen und die Monetarisierung von Kindern und deren Lebenswelten könne dabei mit Schutzbedürfnissen kollidieren.

„Die elterliche Fürsorgepflicht gerät dabei aufgrund widerstreitender wirtschaftlicher Interessen an strukturelle Grenzen“, schreiben die Forscher. Sprich: Das Kindeswohl wird dem finanziellen Interesse zumindest teilweise untergeordnet.

Die Forscher bemängeln unter anderem, dass selbst bei Bekanntwerden von Problemen die Zuständigkeit der Behörden unklar oder zumindest stark unterschiedlich sein können. Sie raten unter anderem zu Verwaltungsrichtlinien für Datenschutz-, Medienaufsichts-, Gewerbeaufsichts- und Jugendbehörden.

Für ihre Studie haben die Forscher die 305 Profile von 201 dieser Influencer mit Kleinkindern systematisch untersucht. 182 der untersuchten Profile waren bei Instagram, 113 bei TikTok und 64 bei YouTube angesiedelt.

Der Großteil der Eltern versucht dabei offenbar eine Unkenntlichmachung – mit mäßigem Erfolg. Kamerawinkel, Overlays, Verpixelung reichten oft nicht aus: Kinder seien „in etwa einem Drittel der Beiträge identifizierbar, insbesondere bei reichweitenstarken Accounts, wobei 0- bis 2-jährige Kinder überrepräsentiert sind“, heißt es in der Studie. Bei einem Viertel der untersuchten Beiträge mit ihnen seien die Kinder zentraler Bestandteil des Videos gewesen.

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Je jünger die Kinder dabei gewesen seien, umso höher sei auch die Anzahl der Likes an den Beiträgen gewesen – aber dieser Zusammenhang sei statistisch mit Vorsicht zu genießen, so die Forscher. „Bei den Top-25-Influencer*innen enthalten über 52 Prozent der Profile identifizierbare Kinderdarstellungen, davon rund 35 Prozent identifizierbare Kinder unter zwei Jahren“, so die Studie.

Auftraggeber der Untersuchung waren die Landesmedienanstalten Bremens, Hamburgs und Schleswig-Holsteins, Berlin-Brandenburgs, Niedersachsens und Nordrhein-Westfalens. Bei der Landesmedienanstalt Hamburg-Schleswig-Holstein stehen zudem Empfehlungen für Eltern zur Verfügung.

Die Medienanstalt warnt darin unter anderem davor, dass „tagelange Videodrehs ohne die Möglichkeit zu kindgerechtem Spielen und unter Inkaufnahme von Schlafdefizit“ eine Kindeswohlgefährdung darstellen könne, und rät: „Akzeptieren Sie unbedingt, wenn ihr Kind nicht mitmachen möchte.“


(wpl)



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DFB startet eigenen Pay-TV-Sender DFB.TV


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Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) will sein mediales Schicksal ein Stück weit selbst in die Hand nehmen. Am 22. Mai, einen Tag vor dem DFB-Pokalfinale der Männer, startet der Verband einen eigenen Pay-TV-Sender namens DFB.TV. Mit dem neuen Angebot, das wahlweise knapp 6 Euro pro Monat oder rund 60 Euro pro Jahr kostet, soll der Kanal eine Ergänzung zu bestehenden TV-Partnerschaften sein und nicht mit diesen konkurrieren.

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Inhaltlich kündigte der DFB Live-Übertragungen von Junioren-Nationalteams, der 2. Frauen-Bundesliga, Futsal, Beachsoccer und dem DFB-ePokal an. Außerdem sollen in dem Nischenkanal Zusammenfassungen von DFB-Pokal-Partien sowie Highlight-Formate und Archivmaterial aus der Fußball-Geschichte (Männer und Frauen), 3. Liga, Frauen-Bundesliga und Nationalmannschaftsspielen zu sehen sein. Zu den Inhalten, die es anderswo nur teilweise oder bislang gar nicht zu sehen gibt, zählen Sonderformate zu Pokalauslosungen, Julius-Hirsch-Preise, Sepp-Herberger-Awards, Ehrungen im „Club 100“, DFB-Nachhaltigkeitskongresse, Rückblicke auf DFB-Geschichte, Turnierhighlights und legendäre Pokalspiele. Außerdem sind Inhalte zum Schiedsrichterwesen und zur „Trainingsphilosophie Deutschland“ geplant.

Bei der Umsetzung setzt der Fußball-Verband auf die Erfahrungen seines Joint-Venture-Partners Sportainment Media Group, der für Sender wie Sportdigital Fussball und Sportdigital 1+ verantwortlich zeichnet. Die technische Plattform mit der App DFB.TV+ stellt die Firma Deltatre bereit. Über diese soll das Angebot auch direkt buchbar sein.

Der DFB kündigte an, dass sein neuer Sender über die Pay-Plattformen von DAZN, HD+, Vodafone und Zattoo in „HD-Qualität“ via Kabel, Satellit und IPTV sowie über deren Apps verfügbar sein soll. Mit weiteren Plattformen laufen noch Verhandlungen. Laut dem Branchenmedium Meedia soll es Gespräche mit Sky und MagentaTV (Telekom) geben. Der Bezahlkanal soll in Deutschland, Österreich und der Schweiz verfügbar sein.

Pläne für einen eigenen Sender gab es bereits im Jahr 2007. Diese wurden jedoch nie umgesetzt. Bei der Suche nach Zuschauern will der DFB offenbar vor allem auf seine knapp acht Millionen Mitglieder setzen.

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(mki)



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