Connect with us

Künstliche Intelligenz

Digital Health: Diskussion um Epic Systems, offene Plattformen und weitere Wege


Krankenhausinformationssysteme wie Epic von Epic Systems bieten zwar eine schnelle Integration, standardisierte Prozesse und eine solide Grundlage für KI. Gleichzeitig schaffen sie Abhängigkeiten und begrenzen Flexibilität. Über Krankenhaussoftware wie Epic wurde jüngst auf dem Digital Health Innovation Forum des Hasso-Plattner-Instituts diskutiert.

Weiterlesen nach der Anzeige

Jorge Juan Fernández, Chief Innovation Officer am Hospital Clínic de Barcelona, stellte Epic in seinem Vortrag „The European Third Way: Examples and lessons in re-engineering our healthcare systems through European innovation to drive shared prosperity“ in den Kontext unterschiedlicher globaler Modelle und bezeichnete die Plattform als „monolithic stack“, der vieles ermögliche, aber nicht alles erlaube. Zugleich verwies er darauf, dass Epic längst in vielen großen Gesundheitssystemen im Einsatz sei, insbesondere in den USA, und zunehmend auch in Europa eingeführt werde oder geplant sei.

Als Beispiel für diesen Trend gilt auch Deutschland. Wie das Fachmedium kma berichtet, darf die Berliner Charité nach einer Gesetzesänderung bis 2035 Kredite in Höhe von bis zu 400 Millionen Euro aufnehmen, um unter anderem den Einsatz von Epic zu finanzieren, dessen Einführung alleine mit rund 200 Millionen veranschlagt wird. Bislang setzte die Charité auf SAP, das seinen Rückzug aus dem KIS-Markt angekündigt hatte.

Fernández stellte dem ein alternatives Modell gegenüber: Offene Plattformen auf Basis von Standards wie openEHR, einem offenen internationalen Standard für elektronische Patientenakten (Electronic Health Record, EHR), der eine standardisierte Speicherung, Verwaltung und den Austausch von Gesundheitsdaten ermöglicht. Diese Ansätze böten mehr Flexibilität und Interoperabilität, erforderten jedoch auch deutlich höheren Koordinationsaufwand. Fernández geht davon aus, dass sich diese beiden Modelle in den kommenden Jahren auseinanderentwickeln werden.

Im Rahmen seines „European Third Way“ plädierte er dafür, dass Europa einen eigenständigen Ansatz zwischen dem US-Modell – geprägt von finanzgetriebener, technologiezentrierter Krankenhausversorgung – und dem chinesischen Modell, das stark auf Skalierung und industrielle Effizienz setze, entwickeln müsse. Europa solle dabei stärker auf Prävention, Primärversorgung sowie die Integration von Gesundheits- und Sozialdaten setzen.


Diagramm zur "Europäischen Dritten Weg"-Modell in der Gesundheitsversorgung: Vergleich USA (Finance: Fokus auf Finanzierung durch Universitäten und Unternehmen), Europa (Fokus auf Prävention und Sozialsysteme), China (Production: Fokus auf KI und Massenproduktion); mit EU-, US- und China-Flaggen.

Diagramm zur "Europäischen Dritten Weg"-Modell in der Gesundheitsversorgung: Vergleich USA (Finance: Fokus auf Finanzierung durch Universitäten und Unternehmen), Europa (Fokus auf Prävention und Sozialsysteme), China (Production: Fokus auf KI und Massenproduktion); mit EU-, US- und China-Flaggen.

„European Third Way“ als Modell für die Gesundheitsversorgung. Der Fokus liegt auf Prävention und Sozialsystemen.

Weiterlesen nach der Anzeige

Chenzhe Cao, Principal Technology Strategist bei Mass General Brigham, beschrieb Epic in seinem Vortrag „Operationalizing Intelligence: A Systems Approach to AI Enablement for an Integrated Academic Health System“ als zentrale Infrastruktur seines Klinikverbunds. Ohne strukturierte Dokumentation keine Abrechnung, ohne Daten keine Prozesse. Gerade diese Integration ermögliche es, KI-Anwendungen in großem Maßstab in den klinischen Alltag zu bringen.

Im Kontext von KI sei das ein entscheidender Vorteil, weil Daten in großer Menge und konsistenter Struktur vorliegen. Gleichzeitig verwies Cao auf den wirtschaftlichen Druck im US-System: Viele Kliniken bewegen sich nahe an der Rentabilitätsgrenze oder darunter, ähnlich ist es auch in Deutschland. KI muss Cao zufolge jetzt in die Versorgung integriert werden, um die wirtschaftlichen und personellen Probleme der Gesundheitssysteme überhaupt bewältigen zu können. Entscheidend sei dabei nicht nur die Technologie, sondern deren Einbettung in klinische Prozesse, klare Governance-Strukturen und die Einbindung des Personals. KI solle die Arbeit von Ärzten und Pflegekräften unterstützen, nicht ersetzen.

Wie unterschiedlich die Ausgangslagen in Europa sind, wurde am Beispiel deutscher Klinikbetreiber deutlich. Vertreter großer Krankenhausgruppen beschrieben historisch gewachsene IT-Landschaften mit mehreren parallelen Kernsystemen und hunderten bis tausenden Subsystemen. Diese seien oft nur selten interoperabel. Statt eines radikalen Systemwechsels setzen viele Häuser daher auf eine zusätzliche Datenebene – eine Art „Clinical Data Layer“, die Informationen aus verschiedenen Quellen zusammenführt. Ähnliche Ansätze verfolgt beispielsweise auch die Software von Palantir.

Einen weiteren Einblick habe das Beispiel Dänemark geboten. Malene Fischer, Deputy Chief Executive für Research, Innovation & Education am Rigshospitalet in Kopenhagen, habe die Einführung von Epic als konfliktreichen Prozess geschildert. Die Anfangsphase habe sie rückblickend als „nahe an einem Bürgerkrieg“ beschrieben. Hintergrund seien massive Umstellungen im Klinikalltag und erhebliche Widerstände im Personal gewesen.

Heute verfolge das Rigshospitalet einen pragmatischeren Ansatz. Epic diene als Kernsystem, während Innovation häufig in parallelen Systemen stattfinde. Neue Anwendungen, insbesondere im KI-Bereich, würden in separaten Umgebungen entwickelt, griffen auf die Daten zu und spielten Ergebnisse zurück. So entstehe eine hybride Architektur. Gerade im Bereich KI zeigte die Diskussion, dass die größten Effekte nicht unbedingt in der klassischen Medizin liegen, sondern in der Organisation. Durch datenbasierte Prognosen ließen sich Ressourcen gezielter einsetzen und Abläufe verbessern.

Auch beim Thema Datennutzung wurden deutliche Unterschiede sichtbar. Michael Hübner, verantwortlich für Innovation und Digitalisierung bei den Sana Kliniken, betonte, dass Gesundheitsdaten zwar einen erheblichen wirtschaftlichen Wert hätten, deren direkter Verkauf in Deutschland jedoch rechtlich nicht zulässig und kulturell schwierig sei. Stattdessen entstünden Modelle, die rechtlich zulässig und ethisch besser seien, bei denen Daten in Kooperationen mit Forschung und Industrie genutzt würden, um sowohl Innovation zu fördern als auch die eigene Dateninfrastruktur zu finanzieren – eine „win-win situation“.

Ian Abbs, Strategic Advisor beim Guy’s and St Thomas’ NHS Foundation Trust, kritisierte eine Schieflage im Umgang mit Risiken. Das Risiko, nichts zu tun, werde komplett ignoriert oder nicht ernst genommen. Es brauche daher „eine sehr viel offenere und transparentere Debatte“ über Risiken und Nutzen von Innovation.

Abbs verwies zudem auf politische Initiativen wie den „10-year plan for the UK health system“, in denen technologische Innovation und Dateninfrastrukturen eine zentrale Rolle spielen sollen. Voraussetzung dafür seien große, sichere Datenräume, die gemeinsam mit Regulierungsbehörden genutzt werden, um Innovation kontrolliert einzuführen. Der Einsatz von Palantir im englischen Gesundheitssystem oder Cybervorfälle wurden nicht diskutiert.

Timo Minssen, Professor an der Universität Kopenhagen, betonte in einer anschließenden Diskussion, dass Innovation im Gesundheitswesen historisch nie durch vollständige Absicherung entstanden sei, sondern durch kontrolliertes Experimentieren. Ziel sei es, neue Technologien unter Aufsicht zu testen und schrittweise in die Anwendung zu bringen.

Er verwies auf internationale Beispiele wie in Singapur und ein KI-Reallabor in Utah. Dort wird gerade der Chatbot des Start-ups Doctronic getestet, um Folgeverschreibungen gemäß definierten Leitlinien automatisiert zu verlängern, Sicherheitsexperten wiesen jedoch bereits auf Schwächen hin. Auch in Deutschland entstehen zunehmend weitere KI-Reallabore, beispielsweise in Baden-Württemberg.

Laut Minssen muss sich Europa beeilen, da es drohe, im internationalen Wettbewerb um digitale Technologien zurückfallen. Gleichzeitig müssten die Reallabore robust gestaltet werden und dabei flexibel in den Prozessen, aber klar in Bezug auf Sicherheit, Werte und Haftung sein.

Organisationen arbeiten derzeit an Leitlinien und Standards für den Einsatz von KI im Gesundheitswesen. Dabei gehe es auch darum, solche Ansätze nicht nur national, sondern europaweit zu koordinieren.

Bettina Goerner, Chief Data Officer der cloud-basierten Praxissoftware Eterno, verwies zugleich auf die wachsende regulatorische Komplexität und sprach von einem „perfect storm“ aus sich überlagernden Regelwerken – von der DSG-VO über MDR bis zum AI Act, deren Anforderungen Rechtsexperten zufolge in Konflikt stehen. ,Unternehmen benötigen daher nicht nur Regeln, sondern vor allem klare Interpretationshilfen.

Thomas Renner aus dem Bundesgesundheitsministerium verwies auf neue Förderprogramme, darunter rund 650 Millionen Euro für die nächsten zehn Jahre für Dateninfrastrukturen und regulatorische „Sandboxes“ in Deutschland. Ziel sei es, den Datenzugang zu verbessern, regulatorische Prozesse zu strukturieren und Innovation schneller in die Anwendung zu bringen.


(mack)



Source link

Künstliche Intelligenz

Wegen „GTA 6“: Werden die Konsolen wieder knapp?


close notice

This article is also available in
English.

It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Zum Start von „Grand Theft Auto 6“ am 19. November drohen in mehreren Märkten Konsolenengpässe, warnt ein Handelseinkäufer beim Branchenmedium The Game Business. Auch ein Xbox-Manager sieht Knappheit.

Weiterlesen nach der Anzeige

Der leitende Einkäufer eines nicht genannten Spielehändlers, der eigenen Angaben zufolge ohne Erlaubnis seines Arbeitgebers sprach, schilderte The Game Business: Sein Unternehmen sei von Zulieferern informiert worden, dass die für den „GTA 6“-Launch benötigten Konsolenmengen wegen anhaltender Bauteilprobleme nicht rechtzeitig geliefert werden könnten. Im Weihnachtsgeschäft werde die Nachfrage daher das Angebot voraussichtlich übersteigen.

Xbox-Strategiechef Matthew Ball hatte bereits Anfang Juni in einem ausführlichen Gespräch mit The Game Business die Situation offen eingeräumt: „Ich kann Ihnen definitiv sagen, dass die Nachfrage nach unserer Konsole das Angebot übersteigt“, sagte er. Microsoft tue alles, um die Geräte in möglichst vielen Läden anzubieten und produziere so schnell wie möglich. Die Möglichkeiten seien aber begrenzt: In mehreren Märkten sei das Unternehmen derzeit gar nicht lieferfähig, in anderen nur unzureichend. Auf den „GTA 6“-Launch angesprochen, sagte Ball, das Spiel werde viele Spieler begeistern und zusätzliche Geräte absetzen.

Sony-Konzernchef Hiroki Totoki hatte Investoren im Mai gegenüber eine optimistischere Prognose abgegeben: Für das Kalenderjahr 2026 seien die notwendigen Konsolenmengen gesichert worden. Auf steigende Speicherpreise bereitete er die Anleger jedoch vor – diese könnten die Herstellungskosten erhöhen und sich entsprechend auf die Konsolenpreise auswirken.

Rockstar hat mit Bekanntgabe der Vorbestellung auch die Preise für „GTA 6“ veröffentlicht: Die Standard-Edition kostet 80 US-Dollar, die Ultimate Edition 100 US-Dollar. Die Konsolenpreise sind durch die anhaltende Speicherkrise bereits mehrfach gestiegen. Microsoft hat gerade erst eine weitere Xbox-Preiserhöhung zum 1. August angekündigt: In den USA steigt der Preis der Series S (512 GByte) auf 500 US-DollarX mit Laufwerk auf 800 US-Dollar. Als Begründung nennt das Unternehmen gestiegene Kosten für SSD- und Arbeitsspeicher. Auch Sony hat die Preise für die Playstation schon mehrfach erhöht.

Weiterlesen nach der Anzeige

Playstation 5 und Xbox Series X/S waren nach dem Marktstart im Herbst 2020 einige Monate lang ausverkauft. Die Situation stabilisierte sich erst nach zwei Jahren.


(dahe)



Source link

Weiterlesen

Künstliche Intelligenz

Missing Link: 30 Jahre N64 – Nintendos 3D-Wunderkiste


close notice

This article is also available in
English.

It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Es gibt Konsolen, die erfolgreich waren. Konsolen, die technisch beeindruckten. Und Konsolen, die ganze Generationen geprägt haben. Das N64 war all das und noch viel mehr. Genau 30 Jahre nach seinem Erscheinen steht Nintendos grauer Kasten nach wie vor für einen wichtigen Wendepunkt – nämlich den Moment, in dem Videospiele lernten, sich frei im Raum zu bewegen.

Weiterlesen nach der Anzeige

Mitte der 90er befand sich die Spieleindustrie in einer wichtigen Übergangsphase: Die Ära der 16-Bit-Konsolen war endgültig vorbei. Zweidimensionale Sprites wurden zwar immer größer und bunter, ihre Animationen immer aufwendiger. Doch die Zukunft gehörte eindeutig texturierten Polygonen und dreidimensionalen Welten, wie auf den PCs der damaligen Zeit durch Spiele-Meilensteine wie „Quake“ (1996) überdeutlich zu sehen war. Auch Sonys Ende 1994 veröffentlichte Playstation setzte nicht mehr auf aufwendig gepixelte Sprites, sondern konzentrierte sich voll auf eindrucksvoll inszenierte 3D-Welten. Das Problem war nur: Niemand wusste so richtig, wie man darin eigentlich spielen soll.


Hach, das N64. Optisch und inhaltlich noch bis heute eine ganz besondere Konsole. (Bild:

Paul Kautz

)

Viele frühe 3D-Titel, gerade im Bereich der Plattformer, wirkten folgerichtig noch sehr experimentell. Figuren bewegten sich hakelig, Kameras zeigten wild in alle möglichen Richtungen, die Steuerung fühlte sich oftmals an, als würde man eine Mischung aus Panzer und klemmendem Einkaufswagen kontrollieren. Selbst große Entwickler tasteten sich noch sehr unsicher durch dieses neue Medium, wie man gut am fummeligen Playstation-Starttitel „Jumping Flash!“ sehen und spielen konnte.

Nichtsdestotrotz: Die Playstation war modern, cool und technisch herausragend. Nintendo dagegen galt plötzlich fast schon als piefig. Das Unternehmen, das den Videospielmarkt in den Achtzigern neu aufgebaut und schnell uneinholbar dominiert hatte, musste auf einmal um seine Zukunftsfähigkeit bangen. Das Nintendo 64, dessen Entwicklung in Zusammenarbeit mit dem Grafikriesen Silicon Graphics unter dem Namen „Project Reality“ bereits im Jahr 1993 begann, war deshalb mehr als nur ein aufgebohrter Nachfolger des SNES. Es war ein großes Risiko. Denn Nintendo musste mit diesem System beweisen, dass es mehr konnte als nur 2D-Pixel durch die Gegend zu schubsen. Dass „Big N“ auch in der 3D-Ära nach wie vor die Hosen anhatte. Polygonale Klempnerhosen, um genau zu sein.




Was fehlt: In der rapiden Technikwelt häufig die Zeit, die vielen News und Hintergründe neu zu sortieren. Am Wochenende wollen wir sie uns nehmen, die Seitenwege abseits des Aktuellen verfolgen, andere Blickwinkel probieren und Zwischentöne hörbar machen.

Weiterlesen nach der Anzeige

Das N64 steht in den Erinnerungen jener, die mit ihm aufgewachsen sind, noch bis heute für durchkreischte Multiplayer-Abende, Module mit goldenen Logos und große Fragezeichen ob der Nutzung des Trident-Controllers mit dem wabbeligen Analogstick. Doch jede ernsthafte Retrospektive der Konsole führt zwangsläufig zu einem Spiel: „Super Mario 64“. Nicht nur, weil es der wichtigste Starttitel der Konsole war, sondern weil es etwas schaffte, das heute selbstverständlich wirkt: Es erschuf den modernen 3D-Plattformer.

„Super Mario 64“ heute zum ersten Mal zu spielen, ist ehrlicherweise keine sonderlich erfüllende Erfahrung: Gerade die Grafik wirkt mittlerweile ganz schön simpel, mit grob gehauenen Figuren und umständlicher Kameraführung. Man merkt schon deutlich, dass das einer der N64-Starttitel war. Aber, und das ist ein sehr großes Aber, es war auch gleichzeitig einer der wichtigsten Konsolen-Starttitel aller Zeiten. Denn „Super Mario 64“ war mehr als nur ein neues Prinzessinnenretterabenteuer – es war auch DAS Vorzeigespiel für all die aufregenden neuen Features, die unter der Haube des N64 pochten.

Dinge wie die bis dahin auf Heimkonsolen schlicht nicht-existente Steuerung über einen kleinen Analogstick. Eine Steuerung, die es möglich machte, Mario langsam gehen, hurtig spurten oder von „Wahuuu!“ begleitete Dreifachsprünge machen zu lassen. Die einigermaßen frei kontrollierbare 3D-Kamera. Oder die voll ausmodellierte, offen gestaltete 3D-Welt, die eben nicht linear einen Level an den anderen reihte, sondern den Spielern überließ, wie sie das Abenteuer in Angriff nahmen. Dazu noch die 3D-Grafik, die einen nicht, wie auf der Playstation, mit gigantischen Pixeln erschlug, sondern dank des hardwarebasierten bilinearen Filterings und Anti-Aliasings weiche Kanten und flimmerfreie Texturen servierte, was für ein deutlich ruhigeres und harmonisches Bild sorgte.



Source link

Weiterlesen

Künstliche Intelligenz

Bericht: Apple bemüht sich um Speicher von CXMT


Laut einem Bericht der Financial Times betreibt Apple seit Wochen Lobbyarbeit, um von der US-Regierung eine Freigabe für Einkäufe bei dem chinesischen Unternehmen CXMT zu erhalten. Bisher ist das riskant, weil ChangXin Memory Technologies auf einer schwarzen Liste des US-Verteidigungsministeriums steht. Das Unternehmen soll auch das chinesische Militär beliefern.

Weiterlesen nach der Anzeige

Unter Berufung auf sechs verschiedene, namentlich nicht genannte Personen, schreibt die Financial Times, dass Apples Lobbyisten seit rund einem Monat Gespräche in Washington führen. Diese sollen mit Vertretern des Handelsministeriums, wie auch anderen Regierungsvertretern laufen. Mitte Mai hatte Chinas Staatschef Xi Präsident Trump zu einem Staatsbesuch empfangen.

CXMT kann bereits seit mindestens anderthalb Jahren konkurrenzfähige DDR5-Bausteine herstellen. Das Unternehmen gilt als führend unter den chinesischen DRAM-Herstellern, und auch bei Flash-Speicher wächst mit YMTC ein starker Konkurrent aus China. Für beide Firmen gibt es laut der Financial Times zwar kein direktes Kaufverbot für Apple. Ohne Genehmigung durch die US-Regierung droht aber offenbar Ärger, denn die übt verstärkt Druck auf Technologieunternehmen aus.

Wie alle anderen Hardwarehersteller auch leidet Apple unter den vervielfachten Preisen für Speicherbausteine, erst in der vergangenen Woche kündigte das Unternehmen daher Preiserhöhungen an. Weitere Zulieferer, mit dann günstigeren Preisen, könnten die Situation auch für Apple wieder lindern. Bereits seit Jahren gibt es Berichte, Apple wolle bei chinesischen Chipherstellern einkaufen.

Diese bezogen sich bisher aber vorwiegend auf Geräte, die für den chinesischen Markt vorgesehen sind. Nun bemüht sich Apple aber wohl um die Möglichkeit, China-Chips auch weltweit einzusetzen. Auch PC-Hersteller verfolgen seit Längerem entsprechende Pläne.

Für Apple ist die unklare Regulierungssituation ein Risiko, denn die fragliche schwarze Liste wurde allein in diesem Jahr mehrfach geändert, mal standen CXMT und YMTC darauf, und dann wieder nicht. Zum Zeitpunkt dieser Meldung sind die beiden Firmen dort noch aufgeführt. Die Begründung für CXMT besteht aus einem einzigen Satz: Das Unternehmen sei „direkt verbunden“ mit dem chinesischen Wirtschaftsministerium. Als „indirekt verbunden“ sieht das US-Verteidigungsministerium eine Sonderkommission (SASAC), welche staatliche Unternehmen steuert, und das chinesische Technologieministerium (MIIT).

Dass China früher im Land fehlende Branchen wie die Chipherstellung massiv subventioniert, ist kein Geheimnis. Wie jedoch die militärische Bedeutung sich dabei auswirken soll, und warum Geschäfte mit CXMT und YMTC eine Gefahr für die nationale Sicherheit darstellen sollen, ist unbekannt. Speicherchips aller weltweiten Hersteller sind wie andere Halbleiter stets Dual-Use-Güter, die für zivile wie militärische Zwecke verwendet werden können.

Weiterlesen nach der Anzeige

Lesen Sie auch


(nie)



Source link

Weiterlesen

Beliebt