Connect with us

Künstliche Intelligenz

DMA-Vorgaben: Apple blockiert Interoperabilität für Drittanbieter-Apps


Die Free Software Foundation Europe (FSFE) beklagt in einem Bericht, dass Apple Entwicklern in der Europäischen Union entgegen gesetzlicher Vorgaben in etlichen Fällen keinen freien Zugang zu Hardwarefunktionen gewährt hat, die von den Betriebssystemen iOS und iPadOS kontrolliert werden. Sie nennt als Beispiele Anträge, in denen es um Zugang zu Bluetooth Low Energy oder Apple Wallet ging. Die Begründungen Apples würden der eigenen Entwicklerdokumentation des Unternehmens widersprechen.

Weiterlesen nach der Anzeige

Interoperabilität bedeutet, dass Software von Drittanbietern auf dieselben Systemfunktionen zugreifen kann wie die Apps des Plattformbetreibers selbst. Der Digital Markets Act (DMA) verpflichtet Apple als sogenannten Gatekeeper dazu, solchen Zugang kostenlos und diskriminierungsfrei zu gewähren. Statt seine Plattform jedoch von vornherein mit offenen APIs und Dokumentation zugänglich zu machen, hat Apple ein antragsbasiertes System eingeführt: Entwickler müssen für jede gewünschte Funktion einzeln um Erlaubnis bitten, ein kostenpflichtiges Entwicklerkonto vorweisen, das 99 US-Dollar pro Jahr kostet, und detaillierte Begründungen einreichen.

Die EU-Kommission leitete daraufhin ein Spezifikationsverfahren gegen Apple ein, um den Konzern zu transparenteren Abläufen samt öffentlichem Anfragen-Tracker zu verpflichten – doch auch unter diesem Rahmen hat laut FSFE bislang kein einziger der 56 Anträge zu einer Interoperabilitätslösung geführt. Dabei hatte Apple bereits im Dezember 2025 erste Interoperabilitätsvorgaben der EU fristgerecht umgesetzt – allerdings nur jene, zu denen es rechtlich verpflichtet war. Selbst in dem Fall, dass Apple einen Antrag akzeptiert, hat das Unternehmen bis zu 24 Monate Zeit für die Umsetzung. Auseinandersetzungen mit Widerspruch und Schlichtung gestalten sich laut FSFE langwierig. Die Interessenvertreter kritisieren, dass Apple selbst entscheidet, welche Funktionen „in den Geltungsbereich“ des Gesetzes fallen. Anträge würden mit der Begründung abgelehnt, dass sie gar keine iOS-Funktion seien, obwohl Apple sie trotzdem für eigene Dienste nutzt.

Ein Entwickler beantragte Zugang zur Just-in-Time-Kompilierung (JIT) – einer Technik, die Apples eigener Safari-Browser seit Jahren nutzt. Apple lehnte ab: Für Nicht-Browser-Apps sei das keine iOS-Funktion. Ein anderer Entwickler wollte auf das NFC-Protokoll zugreifen, das Apple Wallet verwendet – Apple bestritt, dass es sich dabei um eine OS-kontrollierte Funktion handele, obwohl die eigene Entwicklerdokumentation für genau diesen Zugang eine Sondergenehmigung vorschreibt. Dabei hatte die EU-Kommission Apple bereits verpflichtet, den NFC-Controller für Drittanbieter zu öffnen, damit Apps Zahlungsdaten etwa an Smartwatches übertragen können. Ein dritter Antrag betraf Bluetooth LE Audio für Forschungshardware – abgelehnt mit der Begründung, Apple nutze das selbst nicht, obwohl Bluetooth Low Energy Teil von iOS ist. Zwei weitere Anträge zielten auf Alternativen zu Apples Push-Notification-Dienst – auch sie wurden abgewiesen, da dieser angeblich bereits offen sei.

Die FSFE setzt sich dafür ein, dass die EU Interoperabilität „by design“ einfordert, also offene Schnittstellen im System, die ohne Antragsverfahren nutzbar sind. Apple hat zuletzt zwar angekündigt, Wearables von Drittanbietern in der EU mit weiteren Funktionen wie Live-Aktivitäten zu unterstützen – doch das geschieht weiterhin im Rahmen des antragsbasierten Systems, das die FSFE kritisiert. Auch dürfe es keine Verschwiegenheitserklärungen für Entwickler geben, die Interoperabilität beantragen. Dies sei in 27 der abgelehnten Antragsverfahren der Fall gewesen. Und die EU-Kommission wird ersucht, das Gesetz stärker durchzusetzen.

Weiterlesen nach der Anzeige

Apple wurde von heise online um eine Stellungnahme gebeten, hat sich unmittelbar aber noch nicht geäußert. Apple hatte in der Vergangenheit wiederholt betont, der DMA schaffe einen unpassenden, kostspieligen Prozess und hemme Innovation – und dem Gesetz sogar Alternativvorschläge entgegengestellt.

Lesen Sie auch


(mki)



Source link

Künstliche Intelligenz

Staatspräsident Milei will Argentinien zum Zentrum der KI-Branche machen


Argentiniens ultraliberaler Präsident Javier Milei will das südamerikanische Land zum Zentrum der KI-Industrie machen. Die Künstliche Intelligenz befreie den Menschen von den Einschränkungen des eigenen Gehirns und treibe die Produktivität in bislang unbekannte Sphären voran, schrieb der Wirtschaftswissenschaftler in einem Gastbeitrag in der britischen Zeitung Financial Times.

Weiterlesen nach der Anzeige

Eine Gesetzesinitiative der Regierung soll nun den rechtlichen Rahmen für eine KI-Bonanza in Argentinien schaffen. Demnach soll die Künstliche Intelligenz in dem südamerikanischen Land weitgehend unreguliert bleiben. Zudem wird den Plänen zufolge im argentinischen Unternehmensrecht eine neue Kategorie für im Wesentlichen von KI-Agenten gesteuerte Firmen eingeführt. Außerdem soll eine niedrige Unternehmenssteuer für diese nicht menschlichen Firmen Argentinien als Standort attraktiv machen.

„Wir haben geöffnet“, schrieb Milei in dem Meinungsartikel. „Lasst Buenos Aires für die KI werden, was Amsterdam für die Zeit der Seefahrt war.“ Zuletzt hatte der argentinische Präsident den deutschstämmigen US-Investor Peter Thiel im Regierungssitz Casa Rosada zu Gesprächen über Künstliche Intelligenz empfangen. Der Mitgründer von Paypal und Palantir verbringt Medienberichten zufolge derzeit viel Zeit in Buenos Aires, wo er ein Haus gekauft und seine Töchter an einer Schule angemeldet haben soll.

Lesen Sie auch


(afl)



Source link

Weiterlesen

Künstliche Intelligenz

#TGIQF: Das Quiz rund um Tetris


Dieses Spiel hat zu Game-Boy-Zeiten bei ganzen Heerscharen von schulpflichtigen Kindern für müde Augen gesorgt. Die Rede ist von Tetris, dessen erste Version am 6. Juni 1984 fertig entwickelt sein sollte. Die Quellen sind sich über den Zeitpunkt nicht so ganz einig, aber einen 42. Geburtstag darf unser Nerdquiz natürlich auf keinen Fall verpassen.

Weiterlesen nach der Anzeige

Dem Programmierer Alexei Paschitnow war das Potenzial des Spiels schnell klar, und eine weitere Umsetzung für IBM-PCs verbreitete sich im Raum Moskau unter der Hand wie warme Bulotschki.

Da es in der Sowjetunion entwickelt wurde, war es für westliche Publisher gar nicht so einfach, das Spiel zu lizenzieren. Nintendo erhielt die begehrte Konsolen-Lizenz, bei der ein anderer Spielekonzern schmerzlicherweise den Kürzeren zog. Auf dem NES wurde es ein riesiger Erfolg und Nintendo war von dem Spiel so überzeugt, dass es dem ersten Game Boy beigelegt wurde.

Rückblickend war es goldrichtig, denn das süchtig machende Spiel erlangte schnell Kultstatus. Pajitnov selbst zog in die USA und fing an, bei Microsoft zu arbeiten. Von dem Hype um Tetris bekam er finanziell bis 1996 wenig mit. Erst dann gingen die Tetris-Rechte an ihn zurück und er gründete mit Henk Rogers, der das Spiel für den Westen lizenzierte, die The Tetris Company, die die Lizenzen für Tetris verwaltet.

Bis heute ist das Spiel in unzähligen Versionen für verschiedene Systeme entschieden und es fesselt noch immer. Gefesselt waren auch heise online-Chef Dr. Volker Zota und Redakteur Malte Kirchner dreier Tetris-Knobel-Fragen in der heiseshow.
Die Fragen waren beim Quiz so, wie ein ausbleibender Viererbalken bei Tetris.

Sie können in Ruhe in 10 Fragen maximal 100 Punkte erreichen. Die Punktzahl kann gern im Forum mit anderen Mitspielern verglichen werden. Halten Sie sich dabei aber bitte mit Spoilern zurück, um anderen Teilnehmern nicht die Freude am Quiz zu verhageln. Lob und Kritik sind wie immer gern gelesen.

Bleiben Sie zudem auf dem Laufenden und erfahren Sie das Neueste aus der IT-Welt: Folgen Sie uns bei Mastodon, auf Facebook oder Instagram. Und schauen Sie auch gern beim Redaktionsbot Botti vorbei.

Weiterlesen nach der Anzeige

Und falls Sie Ideen für eigene Quizze haben, schreiben Sie einfach eine Mail an den Quizmaster, aka Herr der fiesen Fragen.


(mawi)





Source link

Weiterlesen

Künstliche Intelligenz

Major League Soccer: Wie Apple mit 15 iPhones ein US-Ligaspiel filmte


close notice

This article is also available in
English.

It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Apple hat erstmals ein vollständiges Fußballspiel live mithilfe von iPhones übertragen – zumindest teilweise. Die Sendung fand bereits Ende Mai statt und kann von Apple-TV-Abonnenten als Aufzeichnung betrachtet werden. Das Spiel war eine Partie zwischen dem Team LA Galaxy und dem Houston Dynamo FC im Rahmen der US-Liga Major League Soccer (MLS).

Weiterlesen nach der Anzeige

Die Idee dabei: Die iPhones sollten dafür sorgen, die Zuschauer näher ans Feld zu bringen. Insgesamt kamen 15 iPhone 17 Pro zum Einsatz. Die Apple-Smartphones wurden unter anderem zur Aufzeichnung der Team-Warm-ups, die Einführung der Spieler vor der Partie und für Aufnahmen des Torbereichs sowie Atmo-Bilder aus dem Stadion verwendet. Die Hauptszenen wurden allerdings mit TV-Kameras mit über 200.000 Euro teuren Fujinon-Duvo-25-1000-Objekten gefilmt.

Gegenüber dem IT-Nachrichtendienst CNET sagte der Medienchef der MLS, Seth Bacon, viele der Bilder, die man jetzt gezeigt hat, könnten mit normalen Kameras nicht umgesetzt werden. „Diese Kameras von der Spielerbank – so nah kommen wir normalerweise nicht.“ Üblicherweise würden solche „Reaction Shots“ nur von der anderen Seite des Spielfeldes gefilmt. Das iPhone sei kompakt genug, um es dorthin zu bringen, wo man eine Kamera benötigt.

Wie üblich dient das iPhone dabei nur als reine Kamera, wird dann aber mit professioneller Technik ergänzt – vom „Rig“, in dem das Gerät steckt, bis hin zur verarbeitenden Software. Interessant an einer MLS-Partie ist vor allem der Live-Charakter: Die iPhones mussten also funktionieren, sonst hätte es Bildausfälle gegeben. Üblicherweise werden die Geräte beim Filmen von Werbespots oder ganzen TV- und Kino-Produktionen genutzt, bei denen notfalls Austauschgeräte verwendet werden können.

Apple hatte im September letzten Jahres bei einem „Friday Night Baseball“-Spiel iPhone-17-Pro-Aufnahmen versendet – aber nur in einzelnen Momenten. Dennoch wurde der Vorgang von der National Baseball Hall of Fame ausgezeichnet. Apple plant nun, das iPhone auch bei weiteren Sportübertragungen zu nutzen.

Weiterlesen nach der Anzeige

Der Konzern hat in den USA unter anderem die Formel-1-Rechte, überträgt neben der MLS ansonsten auch noch einzelne Partien der Baseballliga MLB.


(bsc)



Source link

Weiterlesen

Beliebt