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Donnerstag: Teslas wachsende Zahlen und Ambitionen, TSMC-Pläne zur Chipfertigung


Teslas Quartalszahlen sind besser als erwartet, nur der Umsatzanstieg genügt vielen Marktbeobachtern nicht. Elon Musk verspricht baldige Massenfertigung von Cybercab, Semi Truck und Optimus Roboter, aber die Verkaufszahlen der bisherigen Elektroautos bleiben weiter unter den produzierten Stückzahlen. Immerhin konnte Tesla die Margen steigern. In die Zukunft schaut auch der taiwanische Chipproduzent TSMC, der drei weitere Fertigungsprozesse auf seine Roadmap setzt: A13, A12 und N2U. Letzterer gehört weiter zur 2-Nanometer-Klasse und soll ab 2028 für High-End-Chips genutzt werden. A13 und A12 kommen dagegen erst 2029. Bei den immer größer werdenden Chipkonstrukten plant TSMC um. In Österreich plant die Regierung zusätzlich zum EWR-Paketzoll und einer EU-Bearbeitungsgebühr 2 Euro Paketabgabe, um die Senkung der Mehrwertsteuer auszugleichen. Es wird komplex, denn die Ankündigung lässt viele Fragen offen, etwa zu Teillieferungen, zu regelmäßigen Lieferungen etwa von Druckertinte und zu Lieferungen von Ersatzgeräten unter Gewährleistung oder eines reparierten Geräts – die wichtigsten Meldungen im kurzen Überblick.

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Tesla hat die Geschäftszahlen des ersten Quartals 2026 vorgelegt, die die Erwartungen der Marktbeobachter insgesamt übertreffen. Denn der Konzern von Elon Musk hat sowohl Umsatz als auch Gewinne gegenüber dem Vorjahr gesteigert. Allerdings bleiben die Ergebnisse hinter den Zahlen der letzten beiden Quartale teilweise deutlich zurück und auch der Umsatz fällt niedriger aus, als Analysten erhofft hatten. Immerhin konnte Tesla die Margen bei Elektroautos auf 19,2 Prozent steigern, höher als in jedem Quartal des letzten Jahres, und kündigte preisgünstigere Modelle an. Zudem sollen Cybercab und Semi Truck noch 2026 in Serie gehen. Der humanoide Roboter Optimus ist dagegen noch nicht so weit, dessen Massenproduktion erst vorbereitet wird: Tesla kann Umsatz, Gewinn und Margen steigern, aber Überproduktion läuft weiter.

Der weltweit größte Chipauftragsfertiger TSMC zeigt einen aktuellen Fahrplan mit optimierten Fertigungsprozessen bis 2029. Neu dabei: A13, A12 und N2U. Bei allen drei handelt es sich um Ableger bestehender Fertigungsprozesse und keine grundlegend neuen Generationen. N2U ist eine weiter optimierte 2-Nanometer-Variante, die 2028 N2P ablösen soll. TSMC sieht sie für Chips ab der Smartphone-Klasse bis hin zu Serverablegern, die nicht die allerneueste Fertigungstechnik benötigen. N2U soll verglichen mit N2P drei bis vier Prozent mehr Performance bringen oder alternativ die elektrische Leistungsaufnahme um acht bis zehn Prozent bei gleicher Geschwindigkeit senken. A13 und A12 werden Nachfolger der kommenden A14-Chipfertigung: Das sind die Pläne des Weltmarktführers TSMC bis 2029.


TSMCs Roadmap bis 2029

TSMCs Roadmap bis 2029

TSMC-Roadmap bis 2029

(Bild: Taiwan Semiconductor Manufacturing Co., Ltd.)

Zwei Euro pro in Österreich zugestellter Lieferung sollen Händler bald ans Finanzamt abführen. Ausgenommen sind Händler, die weniger als 100 Millionen Euro im Jahr umsetzen. Das hat die österreichische Bundesregierung beschlossen. Klingt einfach, ist im Detail aber kompliziert. Die neue „Paketabgabe“ soll 280 Millionen Euro einspielen und damit einen Teil der ebenfalls beschlossenen Halbierung der Mehrwertsteuer auf ausgewählte Lebensmittel finanzieren. Diese Maßnahme reißt ein Loch von 400 Millionen Euro ins Budget, das geschlossen werden soll. Doch die neue Paketabgabe wirft viele Fragen auf, die bislang ungeklärt sind. Neben dem schwierigen Vollzug bei Drittstaaten ist offen, welche Pakete genau betroffen sind von der neuen Steuer in Österreich: 2 Euro pro Paket aus dem Online-Handel.

Zwei mal 150.000 Euro sollen ZARA, die österreichische Opferschutzeinrichtung bei Hass im Netz sowie Online-Rassismus, vorerst überleben lassen. Das haben Vizekanzler Andreas Babler und Frauenministerin Eva-Maria Holzleitner (beide SPÖ) bekannt gegeben. „Es sind Rest-Euro, die man aus den letzten Sofaritzen zusammengekratzt hat, damit es diese Überbrückungsfinanzierung gibt“, sagte die Ministerin am Mittwoch. Zwei Tage zuvor hatte die Nachricht aufschrecken lassen, dass Familienministerin Claudia Bauer (ÖVP) die jährliche Finanzierung des Opferschutzes rückwirkend zum Jahresanfang streicht, aus „budgetären Gründen“. Die 300.000 Euro für ZARA sind nur ein Wundpflaster, aber immerhin wird der Betrieb aufrechterhalten gegen Hass im Netz: Groschen aus Sofaritzen für Opferschutz in Österreich.

Florian Fuhrmann, einer von drei Geschäftsführern der Gematik, sprach bei der derzeit in Berlin abgehaltenen Messe für die digitale Gesundheitsversorgung über die künftige Versorgungssteuerung und verdeutlichte, dass sich die Rollen im System verschieben. Patientinnen und Patienten träten „sehr viel selbstbewusster“ auf, das „Patient Empowerment rückt an die gleiche Stelle“ wie traditionelle Autoritäten im System. Versorgungssteuerung sei dabei mehr als reine Patientenlenkung, sie sei auch Ressourcensteuerung. Die Politik liefere „Leitplanken“, die Selbstverwaltung kenne den „Maschinenraum der Versorgung“, und die Digitalisierung bringe Daten und Mustererkennung ein. Damit würden sich die Rollen verschieben bei der Gesundheitsdigitalisierung: Florian Fuhrmann über die neue Rolle der Gematik.

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In der heutigen Ausgabe der #heiseshow besprechen wir die Sicherheit der EU-App zur Altersverifikation. Denn kurz nach der Vorstellung knackten Security-Experten das System in wenigen Minuten. Ist eine separate EU-App zur Altersverifikation überhaupt sinnvoll, wenn die EUDI-Wallet bereits in Planung ist? Um Sicherheit geht es auch beim zweiten Thema, nachdem ein chinesisches Forschungsschiff erfolgreich einen Tiefsee-Kabelschneider in 3500 Metern Tiefe erprobt hat. Westliche Länder und Taiwan sehen darin ein Werkzeug zur Sabotage kritischer Infrastruktur. Was bedeutet dieser technologische Durchbruch für die Sicherheit globaler Datenleitungen? Zudem diskutieren wir den Chefwechsel bei Apple. Was bedeutet das für Apples Produktstrategie? Das sind die Themen heute um 17 Uhr live in der #heiseshow: EU-Altersverifikation, Unterwasser-Kabelschneider, Apple-Chefwechsel.

Auch noch wichtig:

  • Anthropics leistungsfähigste KI soll so gefährlich sein, dass nur ausgewählte Firmen Zugriff haben. Unbekannte sollen das laut eines Berichts umgangen haben: Unbefugte mit Zugriff auf Anthropics „gefährliche“ KI Mythos seit dem ersten Tag.
  • Anthropics „gefährliche“ KI könnte Verteidigern der IT-Sicherheit den entscheidenden Vorteil liefern. Das meint zumindest das Firefox-Team, das Zugriff hat. Demnach wurden 271 Firefox-Lücken dank Mythos-KI geschlossen: Durchbruch für IT-Sicherheit?
  • Anthropic experimentiert mit dem Umfang seines Pro-Tarifs: Bei einigen Neukunden fehlt die für Entwickler wichtige Claude-Code-Komponente: Anthropic nimmt testweise Claude Code aus dem Pro-Tarif.
  • In Dresden hergestellte Mini-Chips landen künftig in In-Ear-Headsets. Bei Ankers Thus laufen KI-Modelle in NOR-Flash. Es sind winzige KI-Chips Made in Germany: Anker kündigt Thus an.
  • Konzerne kontrollieren Märkte strategisch mit Open-Source-Software. Die Community macht dabei mit und merkt nicht, dass das System kleine Anbieter verdrängt: Open Source ist nicht das Problem, sondern sein Missbrauch durch Konzerne.
  • Das BSI und der Verfassungsschutz aktualisieren ihre Warnung vor Phishing-Angriffen auf hochrangige Persönlichkeiten: BfV und BSI aktualisieren Warnung vor Signal-Phishing-Angriffen.
  • Die Bundesregierung plant die Kupfer-Glas-Migration, doch der Weg ist umstritten. Anbieter, Verbraucherschützer und Politik streiten über Zwang und Mechanismen der Kupferabschaltung: Alles außer einig.
  • Das Smart Concept #2, präsentiert als Nachfolger des fortwo, gibt einen Ausblick auf den Elektro-Zweisitzer, der im Herbst das Angebot der Marke erweitern soll: Rückkehr zum elektrischen Zweisitzer mit Smart Concept #2.
  • Noch immer haben die meisten Neuwagen einen Verbrennungsmotor eingebaut. Welche bieten den geringsten Spritverbrauch? Das zeigen Verbrauch und Kosten im Vergleich der sparsamsten Neuwagen mit Hybridantrieb.
  • Die Parfümeriekette Rituals informiert Kunden derzeit in E-Mails über den Abfluss von Mitgliederdaten an Unbefugte: Mitgliederinformationen der Parfümerie Rituals abgeflossen.
  • Vor einem Jahr hat ein Mann in Florida zwei Menschen getötet. Weil ChatGPT bei der Vorbereitung geholfen haben soll, wird jetzt gegen OpenAI ermittelt: Strafrechtliche Ermittlungen wegen Beihilfe gegen ChatGPT nach Anschlag auf US-Uni.
  • In den Achtzigern begann die Ära der Heimcomputer, C64, Amiga und Atari ST kamen in viele Haushalte. Wir haben Wissen zum Entstauben und Restaurieren gesammelt: Sonderheft c’t Retro über C64, Amiga und Atari ST.


(fds)



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High-End-Smartphone Oppo Find X9 Ultra im Test: Mehr Kamera als Smartphone


High-End-Smartphones gibt es nicht nur von Apple, Google und Samsung, sondern auch von unbekannteren Marken. Zu denen zählt, zumindest hierzulande, Oppo. Der chinesische Hersteller will mit dem Find X9 Ultra ganz oben angreifen. Dazu passt der Preis: Luxuriöse 1700 Euro kostet das Oppo Find X9 Ultra.

Unser Testgerät sticht mit der knallorangen Farbe der Glasrückseite ins Auge, die dunkelgraue Variante prunkt mit einer Rückseite aus Kunstleder. Bedingt durch das große Display sortiert sich das Smartphone bei den eher unhandlichen Geräten ein, das Gewicht merkt man in der Hosentasche deutlich. Der runde Kamerabuckel ragt über sechs Millimeter aus der Rückseite hervor. In manchen Situationen stört das, etwa wenn man das Smartphone in die Tasche schiebt. Hält man das Find X9 Ultra in der Hand, ist er aber gar nicht so unangenehm: Man kann es mit dem Finger an dem Kameraelement gut abstützen, so liegt es sicher in der Hand. Zudem ist das Gewicht gut ausbalanciert.

Legt man das Oppo neben das ebenfalls kürzlich vorgestellte Vivo X300 Ultra, fallen viele Gemeinsamkeiten auf: die Position des LED-Blitzes in der oberen linken Ecke der Rückseite, die riesigen, runden Kamerabuckel und auch die Position der Tasten. Beide Smartphones haben ihre Wurzeln im Geflecht des chinesischen BBK-Konzerns, und trotz organisatorischer Trennung der Marken ähneln sie sich. Kaum verwunderlich, dass ausgerechnet Oppo und Vivo die einzigen Hersteller sind, die derzeit große Teleobjektive zum Aufstecken anbieten, wenn auch zusammen mit unterschiedlichen Partnern und mit minimal anderen Bajonettverschlüssen, sodass sie nicht kompatibel zur jeweils anderen Marke sind.


Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „High-End-Smartphone Oppo Find X9 Ultra im Test: Mehr Kamera als Smartphone“.
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Krypto-Anleger glauben trotz Kursverlusten an hohe Gewinne


Die zuletzt hohen Kursverluste und Schwankungen auf dem Kryptomarkt erschüttern einer Umfrage zufolge nicht den Glauben der Privatanleger an Bitcoin und andere virtuelle Währungen.

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Nach dem alljährlichen internationalen „Crypto Survey“ des Beratungsunternehmens „Strategy&“ haben nur gut 17 Prozent der Anleger ihre Investments im Januar und Februar reduziert, als die Kryptowährungen besonders schnell an Wert verloren. Doch 20 Prozent erhöhten ihre Positionen sogar, und immerhin fast 36 Prozent verkauften zwar anfänglich – legten nach den Kursrutschen jedoch wieder nach.

Das zur Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Pricewaterhouse Coopers (PwC) gehörende Unternehmen ließ im März und April 2.500 Krypto-Anleger in fünf Ländern befragen: USA, Deutschland, Niederlande, Saudi-Arabien und Vereinigte Arabische Emirate. Zwei Drittel der Befragten sind Kleinanleger, die höchstens 10.000 US-Dollar beziehungsweise Euro für Kryptokäufe ausgegeben haben.

Bitcoin hatte im vergangenen Jahr ein Allzeithoch von über 115.000 Dollar erreicht, bis Anfang Februar hatte die virtuelle Währung dann in Dollar nahezu die Hälfte ihres Werts verloren, im Euroraum dank Wechselkurseffekts sogar mehr als die Hälfte. Seither ist es mit einigen Aufs und Abs nicht mehr aufwärtsgegangen, am Freitagnachmittag fiel der Kurs unter 61.000 Dollar.

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Doch die Mehrheit der Krypto-Anleger ist offenbar überzeugt, dass das nur ein Zwischentief ist. Die 500 deutschen Befragten hoffen im Schnitt auf einen Bitcoin-Preis von rund 538.000 Dollar bis Ende 2030. Damit sind die hiesigen Anleger sogar vergleichsweise zurückhaltend: Im Schnitt der fünf Länder hoffen die Befragten sogar auf einen Kurs von rund 854.000 Dollar.

„Krypto-Anleger und -anlegerinnen bleiben „True Believers“, sagte Philipp Wackerbeck, einer der Autoren der Studie und globaler Leiter des Bereichs Finanzdienstleistungen bei Strategy&. „Sie halten trotz Crash und Kursschwankungen an den eigenen Beständen fest, denken langfristig und entwickeln ein Anlageverhalten, das sich immer mehr dem Umgang mit traditionellen Anlageklassen wie Aktien oder Fonds annähert.“

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(nen)



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Video: Warum ihr (keine) Glasfaser braucht!


DSL und Koaxkabel haben ausgedient – nicht weil sie heute nicht mehr funktionieren, sondern weil sie technisch am Ende sind. Höhere Geschwindigkeiten erfordern immer mehr dezentrale Technik, immer näher am Kunden, immer teurer. Die Glasfaser löst dieses Problem ein für alle Mal: weniger Störanfälligkeit, passive Infrastruktur, gigantische Reservebandbreite.

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Wer jetzt auf Glasfaser umsteigt, muss sich um die nächsten Jahrzehnte keine Gedanken mehr machen. Und wer noch keinen Anschluss hat: Ruhe bewahren und keine überstürzten Verträge an der Haustür unterschreiben. Wir erklären in diesem Video einmal genau, wie die alten Infrastrukturen entstanden sind und weshalb der Glasfaserausbau technisch wie wirtschaftlich gesehen sinnvoll ist, ihr aber trotzdem keine Panik haben braucht, dass euch morgen die Verbindung gekappt wird.


(mond)



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