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Europa will Astronauten zum Mond senden und hat mehr Pläne


Europa war maßgeblich an der jüngsten Mondmission „Artemis 2“ beteiligt und hat zudem eigene Pläne zur Erforschung des Erdtrabanten. Bei der „Artemis 2“-Mission der US-Weltraumagentur Nasa waren vier Astronauten um den Mond geflogen und am Samstag wieder auf der Erde eingetroffen.

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„Wir sind zurück im Spiel“, sagt Daniel Neuenschwander, Direktor für astronautische und robotergestützte Raumfahrt bei der europäischen Raumfahrtagentur Esa mit Blick auf Mondflüge der Menschheit. Seit 1972 war kein Mensch mehr in der Nähe des Mondes.

„Der aktuelle Flug zum Mond wäre ohne das Antriebssystem der Esa gar nicht möglich gewesen“, sagt Neuenschwander der Deutschen Presse-Agentur dpa. Die Esa hatte für die Mission das sogenannte European Service Module (ESM) geliefert. Es versorgte die Astronauten unter anderem mit Sauerstoff, Wasser und Strom. Zudem stellte es den Antrieb für die „Orion“-Kapsel, in der sie zum Mond flogen.

Schon bald sollen auch europäische Astronauten bei einer „Artemis“-Mission dabei sein. Mit „Artemis 3“ sollen entgegen ersten Planungen Astronauten noch nicht auf dem Mond landen. Das soll jedoch 2028 mit „Artemis 4“ geschehen. Esa-Chef Josef Aschbacher hatte vor Kurzem verkündet, Deutschland sei als erstes Land an der Reihe, wenn es um Esa-Astronauten für Mondmissionen gehe. Ihm steht für die kommenden drei Jahre ein Rekordetat von 22,1 Milliarden Euro zur Verfügung.

Die Esa selbst möchte 2030 mit dem unbemannten Mondlander Argonaut selbst Geräte zum Mond senden. Mitgebrachte Vehikel sollten sich dann über die Mondoberfläche bewegen, sagt Neuenschwander. Der erste Flug sei an Bord einer Ariane-6-Rakete vorgesehen. Der Argonaut soll dabei bis zu 1,5 Tonnen Fracht wie einen Rover oder wissenschaftliche Geräte auf die Mondoberfläche bringen.

„Ziel ist es, unser Verständnis vom Mond zu erhöhen“, sagt Neuenschwander. „Wir wollen zum Südpol.“ Dort sollen Ressourcen erkundet werden. Zudem sei die Sonnenbelichtung dort optimal für die Energiegewinnung.

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„Wir wollen dorthin, um zu bleiben“, sagt Neuenschwander. „Ziel ist langfristig eine europäische Forschungsstation mit Astronauten.“ Der Plan für den Weg zum Mond: „Bis 2030 zeigen, dass wir es können. Ab 2031 bauen wir Kapazitäten auf und vor 2040 eine permanente europäische Präsenz auf dem Mond“, sagt Neuenschwander. Die USA seien als Partner weiter wichtig. „Wir brauchen die USA beim bemannten Transport zum Mond.“

„Um auf dem Mond zu bleiben, müssen wir weiter an den Lebenserhaltungssystemen arbeiten“, sagt der Raumfahrtexperte. „Wie kann man Wasser aus dem Mond rausziehen, wie Sauerstoff generieren, wie die Crew vor Strahlen schützen? Wie kann man die Mondnacht überstehen, die eine Länge von 14 Erdtagen hat?“ Insbesondere Erkenntnisse zum Strahlenschutz seien auch für einen möglichen Flug zum Mars nützlich.

Mondprojekte haben laut Neuenschwander einen großen wissenschaftlichen Nutzen: „Wir verstehen auch die Erde besser und das Zusammenwirken von Mond und Erde beim Klima. Es geht auch um Ressourcen, wenn wir da sind.“ Daneben biete die Raumfahrt technologische Innovation, die auch in anderen Bereichen genutzt werden könne, etwa Roboter, die bei Katastrophen helfen.

Zudem gehe es um die Zusammenarbeit innerhalb Europas und um die mit den USA, Japan, Kanada und anderen Ländern. „Wichtig ist, es braucht Leuchtturmprojekte, die junge Menschen quer durch Europa inspirieren“, sagt Neuenschwander und hebt die bereits bestehende internationale Zusammenarbeit hervor: Bei „Artemis 2“ hätten allein aus Europa rund 100 Firmen aus 13 Ländern mitgemacht.

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(nen)



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Geekom A5 Pro mit Ryzen 5 im Test: Kompakter Mini-PC auch unter Last kaum hörbar


Der Geekom A5 Pro ist klein, unter Last leise und bietet gleich zweimal USB-C. Ob das Gesamtpaket lohnt, zeigt der Test.

Der Geekom A5 Pro ist ein effizienter Mini-PC im unteren bis mittleren Leistungsniveau – von dem „Pro“ im Namen sollte man sich also nicht fehlleiten lassen. Mit der 2026er-Version spendiert Geekom dem Mini-PC den etwas schnelleren Sechskerner Ryzen 5 7530U statt des Ryzen 5 7430U in der ersten Auflage. Damit gibt es grundlegend die gleiche Hardware, allerdings mit ein wenig höheren Taktraten. In der Praxis eignet sich der Mini-PC aber vor allem nur für die übliche Büroarbeit. Wie sich der kompakte Mini-PC in der Praxis schlägt, zeigt unser Test.

Das Testgerät hat uns der Hersteller zur Verfügung gestellt.

Ausstattung: Welche Hardware bietet der Geekom A5 Pro?

Im Geekom A5 Pro arbeitet mit dem AMD Ryzen 5 7530U ein Sechskerner der Barcelo-Refresh-Generation. Die zwölf Threads der Zen-3-Architektur (Cezanne) takten mit bis zu 4,5 GHz in Turbo und haben üblicherweise eine TDP (Thermal Design Power) von 15 Watt. So liegt das SoC leistungstechnisch eher im unteren Mittelfeld, ähnlich wie der weitverbreitete Ryzen 7 5800U. Der 7530U wird im älteren 7-Nm-Verfahren gefertigt und unterstützt nur DDR4-RAM mit maximal 3200 MT/s (Megatransfers per Second) oder LPDDR4 mit 4266 MT/s. Als Grafikeinheit kommt eine Radeon Vega 7 mit 7 Kernen (Compute Units) und maximal 2000 MHz Taktrate zum Einsatz. Eine NPU für die effiziente Ausführung von KI-Aufgaben gibt es hier nicht.

Bei RAM setzt der Geekom A5 Pro wegen der älteren CPU-Architektur noch auf den DDR4-Standard. So gibt es zwei austauschbare SO-DIMM-Module von Wooposit mit 2667 MT/s und einer Gesamtkapazität von 16 GB. Diese lassen sich nach Herstellerangaben in Summe auf bis zu 64 GB aufrüsten.

Geekom A5 Pro – Geöffnetes Gehäuse mit RAM & SSD

Zudem gibt es eine M.2 NVMe-SSD mit 1 TB, die über PCIe 3.0 mit vier Lanes angebunden ist. Das SSD ist ebenfalls von Wooposit und unterstützt sogar PCIe 4.0×4. So messen wir mit Crystaldiskmark 3720 MB/s im Lesen und 3414 MB/s im Schreiben. Der M.2-Steckplatz unterstützt SSDs bis 3 TB, weitere Anschlussmöglichkeiten für Speicher gibt es nicht.

Bei den Anschlüssen ist der A5 Pro trotz seines kompakten Formfaktors gut aufgestellt. So gibt es zweimal USB-C mit 10 Gbit/s (USB 3.2 Gen 2) und Displayport Alt-Mode. Zudem können Bildschirme auch über die beiden HDMI-2.0-Anschlüsse verbunden werden. Der Ethernet-Port erlaubt den Datenaustausch mit bis zu 2,5 Gbit/s. Allerdings erfolgt die Stromversorgung wieder einmal nur über die DC-Buchse und nicht über einen der USB-C-Ports, wie es bei Laptops schon seit Langem üblich ist.

Drahtlos funkt der Mini-PC nur mit Wifi 6 und Bluetooth 5.2 – aktuell definitiv noch ausreichend, aber eben wenig zukunftssicher. Für LAN ist der Chipsatz Realtek RTL8125 Gaming 2,5 GbE verbaut, die Drahtloskommunikation übernimmt mit dem RTL8852BE ebenfalls ein Chip von Realtek.

Performance: Wie schnell ist der Geekom A5 Pro?

In PCmark 10, dem Produktivitätsbenchmark unserer Wahl, schlägt sich der A5 Pro etwa wie erwartet. In der ursprünglichen, ersten Version des Benchmarks erzielt das System solide 5838 Punkte im Schnitt. Damit übertrifft der A5 Pro den Ryzen 7 5800U der ersten Generation, bleibt aber durchschnittlich 100 Punkte hinter dem Refresh 5825U im U58 Mini-PC (Testbericht). Die neueste Version des Tests liefert aufgrund eines angepassten Testverfahrens eine abweichende Punktzahl von durchschnittlich 6657 Punkten.

Der Gaming-Benchmark 3Dmark Time Spy bewertet den A5 Pro mit 1250 Punkten, davon 1105 für die Grafik und 4972 Punkte für die CPU-Leistung. Gerade bei der Grafik hebt sich das System vom 5800U im U58 (Testbericht) ab. Messen wir die reine Leistung der CPU mit Cinebench R24 hat der 5800U zumindest im Multicore wieder knapp die Nase vorn, wie es eigentlich zu erwarten wäre. Es gibt 87 Punkte im Single- und 416 Punkte im Multicore für den 7530U.

Auch mit Geekbench messen wir zunächst die reine CPU-Performance und erhalten 2002 Punkte im Single und 7135 Punkte im Multicore. Der OpenCL-Benchmark attestiert der Vega-7-Grafik abschließend 14.522 Punkte. So ist der 7530U insgesamt ein wenig stärker als etwa ein Ryzen 7 5800U im U58 Mini-PC – groß ist der Unterschied aber nicht. Damit siedelt sich der A5 Pro leistungstechnisch bestenfalls in der unteren Mittelklasse an.

Gerade beim Gaming erwarten wir ein kleines Leistungsplus zum 5800U, wegen der bisher stärkeren Grafik. Deshalb spielen wir Anno 1800 und Cities Skylines 2 in Full-HD. In Erstem laden wir unser fortgeschrittenes Endlosspiel mit 50.000-Einwohner-Hauptstadt. Bei niedrigen Einstellungen und aktiviertem FSR (FidelityFX Super Resolution) im Modus „Ausgewogen“ erhalten wir so durchschnittlich 40 FPS. Bei deaktiviertem FSR sind es nur noch 26 FPS. Schrauben wir die Grafikeinstellungen auf „Mittel“ hoch, mit FSR wieder auf „Ausgewogen“, gibt es durchschnittlich noch 30 FPS.

In Cities Skylines 2 laden wir ein noch sehr junges Endlosspiel mit knapp 12.000 Einwohnern. Wir spielen zunächst in mittleren Einstellungen, wobei die dynamische Auflösungsskalierung auf „Automatisch“ steht. So erhalten wir unspielbare 6 FPS bei ebenfalls dürftiger Optik – einen Gaming-PC ersetzt das System eben bei Weitem nicht. Auch mit sehr niedrigen Einstellungen und damit konstanter dynamischer Auflösungsskalierung erreichen wir gerade zweistellige Bildraten mit durchschnittlich 11 FPS.

Verbrauch: Wie hoch ist die Leistungsaufnahme des Geekom A5 Pro?

Obwohl der A5 Pro im Kern noch auf eine ältere CPU-Generation mit Zen3-Architektur setzt, arbeitet er sehr effizient. So liegt der Verbrauch im Idle zwischen 5 und 8 Watt. Unter Teillast – etwa wenn wir ein Spiel über Steam herunterladen – sind es knapp 20 Watt und dann unter Volllast kurzzeitig bis zu 42 Watt. Die Taktrate liegt dabei auch maximal bei 4,5 GHz, allerdings nur für 10 Sekunden. Danach fällt der Verbrauch auf 34 Watt und damit auch die Taktrate auf 3 GHz ab. Nach einer weiteren Minute erreicht das System den finalen Zustand mit einem Verbrauch von 28 Watt bei 2,4 GHz.

Lüfter: Wie laut ist der Geekom A5 Pro?

Auch wenn der Mini-PC nur wenig Leistung verbraucht, ist das System erstaunlich leise. Gerade bei diesem kompakten Gehäuse hatten wir schon deutliche thermische Probleme in der Vergangenheit. So messen wir mit dem Smartphone unter Volllast am Gehäuse 23,5 dB(A) und in einem Meter Entfernung 18 dB(A). Dabei bleiben die Temperaturen von CPU und iGPU auch dauerhaft um die 60 Grad (CPU: max. 61,1 Grad; GPU: max. 59 Grad) – ein hervorragendes Ergebnis.

Geekom A5 Pro – Wärmeverteilung

Ohne Last ist der Lüfter nahezu unhörbar und springt auch nur sporadisch an – wir messen bis zu 19 dB(A) direkt am Gehäuse. Im BIOS gibt es einen Einstellungspunkt für das Lüfterprofil, welches sich vom Standardwert „Normal“ auf „Quiet“ oder auch „Performance“ umstellen lässt.

Software: Welches Betriebssystem ist auf dem Geekom A5 Pro installiert?

Auf dem Geekom A5 Pro ist Windows 11 Pro vorinstalliert. Ein vollständiger Virenscan mit dem Windows Defender bleibt ohne Befund.

Das System verzichtet zudem auf jegliche Bloatware, mit Ausnahme der Microsoft-Apps und -Dienste. Die Einrichtung können wir direkt ohne Internetzwang und mit einem lokalen Konto durchführen.

Der Mini-PC unterstützt offiziell Linux, was wir mit der Installation von Ubuntu 24.04.3 überprüfen. Dazu gehen wir über das erweiterte Startmenü von Windows in das BIOS, deaktivieren Secure Boot und starten Ubuntu von unserem USB-Stick mit Ventoy. Im Betriebssystem angekommen, ist direkt die richtige Bildschirmauflösung eingestellt und WLAN, Bluetooth sowie LAN funktionieren auf Anhieb. Auch die Audioausgabe via AUX erfolgt ohne Probleme. Als letzter Punkt steht noch der Ruhemodus, genauer: das Aufwachen aus selbigem, auf der Agenda. Gerade das machte bei einigen Mini-PCs noch Probleme, dem ist aber hier nicht so. Damit funktioniert Linux aus unserer Sicht einwandfrei, ohne dass man als Nutzer selbst bei den Treibern aktiv werden muss.

Gehäuse: Wie ist die Verarbeitung des Geekom A5 Pro?

Die Verarbeitung des Geekom A5 Pro ist makellos. Das hellgraue Metallgehäuse ist hochwertig verarbeitet und fühlt sich sehr stabil an. Nur auf der Rückseite und bei der Bodenplatte gibt es ein wenig Kunststoff, der allerdings auch gut eingearbeitet ist. Generell ist das Gehäuse sehr schlicht gehalten, mit Anschlüssen auf Vorder- und Rückseite, sowie seitlichen Lufteinlässen als Mesh. Der Mini-PC ist mit Außenmaßen von 112 x 112 x 37 mm sehr kompakt.

Zum Öffnen des Gehäuses müssen wir die vier verklebten Gummifüße auf der Unterseite entfernen und die darunterliegenden Schrauben lösen. Anschließend nehmen wir vorsichtig die Bodenplatte ab, an der die Antennenkabel für Bluetooth und Wifi befestigt sind. Jetzt sehen wir wieder die übliche Zwischenplatte aus Metall, welche wir ebenfalls mit vier Schrauben lösen und zudem den Klebestreifen für die Antennen entfernen, um diese nicht versehentlich abzureißen.

In unserem Fall hat das aber nicht mehr geholfen und wir müssen nun die SSD entfernen, das Kabel wieder anstecken und alles vorsichtig wieder zusammenbauen – leichter gesagt als getan, wenn die Kabel so extrem kurz sind. Das macht einen Austausch oder eine Aufrüstung der Hardware unnötig schwierig und langwierig. Andere Hersteller bekommen das deutlich besser hin.

Preis: Was kostet der Geekom A5 Pro?

Der Geekom A5 Pro kostet in der 2026er-Version mit Ryzen 5 7530U, 16 GB DDR4-RAM und 1 TB SSD aktuell 545 Euro (Code: HE5PRO7P) beim Hersteller. Die „ursprüngliche“ Version mit Ryzen 5 7430U und 512 GB Speicher ist schon für 474 Euro erhältlich.

Bei Amazon gibt es den 2026er A5 Pro ebenfalls ab 545 Euro (Code: HE5PRO7P) und den ersten A5 Pro mit 1 TB Speicher ab 589 Euro.

Fazit

Für sich genommen ist der Geekom A5 Pro (2026) ein solider Mini-PC in der Mittelklasse. Er bietet genug Leistung für den Büroalltag und ist dabei enorm leise und trotzdem kühl. Zudem gibt es schon zweimal USB-C, sowie 2,5-Gigabit-LAN. Wir können hier nur den etwas langsamen DDR4-RAM und Wifi 6 bemängeln, was vor allem der Zukunftssicherheit des Systems schadet. So klingt der Mini-PC fast nach dem idealen Büro-PC für den Alltag – aber nur fast. Zum aktuellen Zeitpunkt bietet der Minisforum 760 Slim schon für etwas weniger Geld ein stärkeres Gesamtpaket. So gibt es einen stärkeren Prozessor, DDR5-RAM und Wifi 6E. In puncto USB-C bietet der 760 Slim zwar nur einen Anschluss, dafür aber mit Eingangsstromversorgung.

Sofern man nicht auf den enorm kompakten Formfaktor oder den flüsterleisen Betrieb des A5 Pro angewiesen ist, empfehlen wir eher den Minisforum 760 Slim für seine bessere Preis-Leistung.



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Analyse: So sehr hinken die deutschen Autokonzerne hinterher


Die deutschen Autobauer haben im vergangenen Jahr bei wichtigen Finanzkennzahlen teils deutlich schlechter abgeschnitten als die internationale Konkurrenz. BMW, Mercedes-Benz und Volkswagen hinkten beim Umsatz, dem operativen Ergebnis und Absatz weitgehend hinterher, wie aus einer Analyse der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft EY hervorgeht.

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Die Umsätze der analysierten 19 größten Autokonzerne weltweit stiegen demnach 2025 insgesamt um 0,6 Prozent. Die Deutschen schnitten gemeinsam betrachtet mit einem Minus von 4,1 Prozent jedoch schlechter ab. Zum Vergleich: Japanische Hersteller legten um drei Prozent zu, US-Hersteller verzeichneten einen Rückgang von 0,6 Prozent.

Beim operativen Gewinn (Ebit) verzeichneten die deutschen Hersteller zusammen ein Minus von rund 44 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die US-Hersteller (minus 40,4 Prozent), Japaner (minus 23,2 Prozent) und Chinesen (minus 12,9 Prozent) schnitten vergleichsweise besser ab. Deutlich schlechter lief es allerdings für die beiden anderen europäischen Konzerne Stellantis und Renault, die tiefrote Zahlen in Milliardenhöhe schrieben.

„Die Autoindustrie steckt in einer tiefen, für einige Unternehmen sogar potenziell existenzbedrohenden Krise“, sagte EY-Autoexperte Constantin Gall einer Mitteilung zufolge. Viele Konzerne hätten ihre Investitionen auf wachsende Absatzmärkte und einen dynamischen Hochlauf der Elektromobilität ausgerichtet. Tatsächlich habe sich die Nachfrage nach E-Autos insbesondere in den USA und Europa aber deutlich schwächer als prognostiziert entwickelt.

Jetzt folge der Strategieschwenk und damit zum Beispiel auch Milliarden-Abschreibungen auf Batterie-Joint-Ventures, eingestellte Modelle und neue Investitionen in Verbrenner. „Das Ergebnis ist ein beispielloser Gewinneinbruch“, sagte Gall.

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Die Milliarden-Abschreibungen markierten Gall zufolge aber weniger einen Kurswechsel weg von der Elektromobilität als „eine Korrektur völlig überzogener Annahmen“. Zusätzliche Belastungen resultierten aus der US-Zollpolitik.

Aber: „Das beispiellose bilanzielle Reinemachen, das hoffentlich im Geschäftsjahr 2026 abgeschlossen sein wird, könnte helfen, zukünftig wieder bessere Margen zu erzielen“, sagte Gall. Hinzu kämen Kostensenkungsprogramme, deren Wirkung sich verzögert in den Ergebnissen niederschlagen würden.

„Vor allem am Standort Deutschland sind die Kosten immer noch viel zu hoch. Wir werden an weiteren einschneidenden Maßnahmen nicht vorbeikommen, um die Wettbewerbsfähigkeit des Autostandorts Deutschland wieder zu erhöhen“, sagte Gall. Es sei höchste Zeit, dass Deutschland wieder wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen für die Industrie bekomme. „Sonst hat der Autostandort Deutschland keine Chance“, sagte Gall.

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Lenovo IdeaPad Slim 5 mit AMDs neuem Ryzen AI 7 445 im Test


Dieser Tage kommen die ersten Notebooks in den Handel, in denen Mobilprozessoren aus AMDs 2026er-Baureihe Ryzen AI 400 (Codename „Gorgon Point“) arbeiten. Anders als die hochgezählte Serienbezeichnung suggeriert, ist die 400er-Serie allerdings keine Neuentwicklung, sondern eine überarbeitete Variante der 300er-Vorgänger. Diese erblickte schon Mitte 2024 als Strix Point das Licht der Welt und wurde Anfang 2025 mit Krackan Point um schwächere Varianten ergänzt.

Doch während man von so einer Refresh-Generation üblicherweise eine leichte Aufwertung erwarten darf, handelt es sich in diesem Fall klar um eine Sparmaßnahme, die mit aufgebohrten Marketingbezeichnungen kaschiert wird. Anders lässt sich jedenfalls kaum erklären, was AMD beim Ryzen AI 7 445 getan hat, der im hier getesteten 16-Zoll-Notebook IdeaPad Slim 5 (16AGP11) zum Einsatz kommt.

In der 300er-Generation hatte der Ryzen AI 7 350 acht Kerne und bis zu 5 GHz Takt; andere Ryzen 7 gab es nicht. Der neue Ryzen AI 7 445 im IdeaPad ist hingegen nur noch ein Sechskerner. Obendrein läuft er mit maximal 4,6 GHz und damit sogar weniger Takt als der Ryzen AI 5 340, dessen ebenfalls sechs Kerne noch bis zu 4,8 GHz schafften. Führt man sich nun noch vor Augen, dass AMDs Namensgebung inzwischen bei Ryzen 9 beginnt und bei Ryzen 5 endet, wird klar, dass ein Chip vom Kaliber des Ryzen AI 7 445 vor einiger Zeit, als der Zifferndreiklang noch 7-5-3 lautete, wohl nicht mal als Ryzen 5, sondern eher als Ryzen 3 vermarktet worden wäre.


Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Lenovo IdeaPad Slim 5 mit AMDs neuem Ryzen AI 7 445 im Test“.
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