Künstliche Intelligenz
Fraunhofer IFAM entwickelt elektrochemisches Verfahren für Akkurecycling
Das Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM hat ein elektrochemisches Recyclingverfahren für Akkus entwickelt. Es soll weniger energieintensiv sein und Kohlendioxidemissionen verursachen als die herkömmlichen hydrometallurgischen Verfahren.
Weiterlesen nach der Anzeige
Das Fraunhofer-Team aus Bremen hat Elektroden entwickelt, mit denen die Rohstoffe zurückgewonnen werden, und per Siebdruck hergestellt. Dazu wird das bei dem Recycling anfallende Prozesswasser in einen elektrochemischen Reaktor geleitet, in dem sich die Elektroden befinden.
„Dank ihrer speziellen Eigenschaften entziehen die Elektroden dem Abwasser gezielt Ionen und speichern diese“, sagte Cleis Santos, Leiterin der Gruppe Elektrochemische Verfahren für Recycling und Wasseraufbereitung. „So können sie etwa Lithium-Ionen binden – und wir erhalten am Ende des Prozesses den separierten Stoff in Pulverform und hoher Reinheit.“
Die Idee der Forscher ist, die Elektroden so anzupassen, dass sie jeweils für einen bestimmten Rohstoff funktionieren: für Lithium ebenso wie für Kobalt, Kupfer oder Nickel. Selbst die sogenannten Metalle der Seltenen Erden, die derzeit importiert werden müssen, sollen sich so aus alten Akkus oder Elektroschrott zurückgewinnen lassen.
Recycling verschiedener Rohstoffe
„Langfristig ist es denkbar, dass in einer großen Anlage das Abwasser durch mehrere Reaktoren geleitet wird“, erläutert Santos. „So könnten wir innerhalb derselben Anlage unterschiedliche kritische Rohstoffe recyceln.“
Daneben habe das elektrochemische Verfahren einige Vorteile gegenüber den hydrometallurgischen, die üblicherweise eingesetzt werden, sagt das Fraunhofer-Team: Es benötige weniger Energie und sei damit günstiger. Zudem werde weniger Kohlendioxid emittiert, und es werden keine Chemikalien wie Laugen oder Säuren eingesetzt.
Weiterlesen nach der Anzeige
„Gemäß EU-Vorgaben müssen Hersteller künftig häufiger den gesamten CO₂-Fußabdruck vom Rohstoff bis zum Produkt nachweisen, in neuen Produkten muss außerdem mehr recyceltes Material eingesetzt werden. Die Frage nach Effizienz und Qualität der Rückgewinnung wird also immer wichtiger“, sagte Julian Schwenzel, Abteilungsleiter für Elektrische Energiespeicher am Fraunhofer IFAM.
Das Fraunhofer IFAM hat gezeigt, dass das Verfahren im Labor funktioniert. Jetzt arbeitet das Team an einer großen Pilotanlage. Das Verfahren soll sich außer zur Wiedergewinnung von Rohstoffen auch zur Meerwasserentsalzung und zur Aufbereitung von Klinikabwässern eignen.
(wpl)
Künstliche Intelligenz
Apple und Google: Best Frenemies forever | Mac & i-Podcast
Ein großer KI-Deal schweißt Apple und Google zusammen: Gemini soll die Basis für Apple Intelligence und eine neue Siri stellen, zugleich ist Google Apples „bevorzugter Cloud-Partner“. So viel Nähe gab es längst nicht immer: Steve Jobs wollte Android einst durch einen „thermonuklearen Krieg“ zerstören. Doch die großen „Smartphone Wars“ sind längst entschieden und iOS und Android die Einzigen, die noch stehen. Jüngst finden die beiden Konkurrenten immer mehr Gemeinsamkeiten, nicht zuletzt im Kampf gegen die Regulierung durch die EU-Kommission.
Weiterlesen nach der Anzeige
In Episode 122 blicken Malte Kirchner und Leo Becker auf die bewegte und weit zurückreichende Beziehung zwischen Apple und Google: von der anfänglichen Partnerschaft und wichtigen Google-Diensten auf dem ersten iPhone über den großen Zwist durch Android und die darauffolgende, verbitterte Feindschaft. Uns beschäftigt auch der große Deal, durch den Apple alljährlich Milliarden an Googles Suchwerbung mitverdient, die erneute Annäherung der beiden Konzerne in den vergangenen Jahren – und was all das für iPhone-Nutzer letztlich bedeutet.
Apple-Themen – immer ausführlich
Der Apple-Podcast von Mac & i erscheint mit dem Moderatoren-Duo Malte Kirchner und Leo Becker im Zweiwochenrhythmus und lässt sich per RSS-Feed (Audio) mit jeder Podcast-App der Wahl abonnieren – von Apple Podcasts über Overcast bis Pocket Casts.
Zum Anhören findet man ihn auch in Apples Podcast-Verzeichnis (Audio) und bei Spotify. Wir freuen uns über Feedback, Kritik und Fragen an podcast@mac-and-i.de.
(lbe)
Künstliche Intelligenz
Sicherheitsupdate: Veeam Backup & Replication unter Linux und Windows angreifbar
Admins, die die Backuplösung Veeam Backup & Replication verwalten, sollten die Anwendung aus Sicherheitsgründen zeitnah auf den aktuellen Stand bringen. Andernfalls können Angreifer Linux- und Windowssysteme attackieren.
Weiterlesen nach der Anzeige
Zwei Gefahren
In einer Warnmeldung führen die Entwickler aus, dass eine Sicherheitslücke (CVE-2026-32996 „hoch“) Veeam Agent for Microsoft bedroht. Durch das erfolgreiche Ausnutzen können sich Angreifer auf einem nicht näher beschriebenen Weg lokal höhere Nutzerrechte verschaffen.
Die zweite Schwachstelle (CVE-2026-32997 „hoch“) betrifft Veeam Software Appliance auf Linux-Servern. Hier können Angreifer mit Schadcode verseuchte Dateien auf Servern ablegen. Dafür müssen sie aber als Backup-Administrator angemeldet sein. Ein Angriff ist als nicht ohne Weiteres möglich.
Davon sollen alle Versionen bis einschließlich Veeam Backup & Replication 13.0.1.2067 betroffen sein. Die Entwickler versichern, die Schwachstellen in der Ausgabe 13.0.2.29 geschlossen zu haben. In der Warnmeldung gibt es keine Hinweise, dass Angreifer die Lücken bereits ausnutzen.
(des)
Künstliche Intelligenz
Xiaomi 17T & Pro: Leica-Kamera, große Akkus, zwei Größen
Weiterlesen nach der Anzeige
Xiaomi hat die neue Smartphone-Serie Xiaomi 17T vorgestellt. Sie besteht aus dem Xiaomi 17T und dem Xiaomi 17T Pro, die beide mit Leica-Kameras, großen Akkus und AMOLED-Displays mit TÜV-zertifiziertem Augenschutz ausgestattet sind. Neu ist, dass Xiaomi die Modelle erstmals in zwei unterschiedlichen Größen anbietet.
Sowohl das Xiaomi 17T als auch das 17T Pro besitzen ein Triple-Kamerasystem mit Leica-Optik. Die Hauptkamera löst jeweils mit 50 Megapixeln auf, beim Pro-Modell kommt allerdings ein größerer 1/1,31-Zoll-Sensor zum Einsatz, während das Standardmodell einen 1/1,55-Zoll-Sensor nutzt.
In beiden Geräten steckt erstmals eine Leica-Telekamera mit fünffachem optischem Zoom. Sie löst ebenfalls mit 50 Megapixeln auf, hat optische Bildstabilisierung und unterstützt Makroaufnahmen aus 30 Zentimetern Entfernung. Xiaomi bewirbt außerdem einen bis zu 120-fachen KI-Zoom, der ist allerdings rein digital.

Xiaomi 17T Pro Kamera
(Bild: Xiaomi)
Das Xiaomi 17T Pro unterstützt Videoaufnahmen bis 8K mit 30 Bildern pro Sekunde sowie 4K mit bis zu 120 fps. Zudem bietet Xiaomi erstmals in der eigenen Smartphone-Serie einen „Cinematic“-Modus mit 4K-Video bei 60 fps und natürlichem Bokeh-Effekt. Beide Modelle unterstützen HDR10+- und Log-Aufnahmen.
Neu ist die Funktion „Leica Live Moment“. Dabei zeichnet die Kamera zusätzlich Bewegung unmittelbar vor der Aufnahme auf, ähnlich wie Apples Live Photos. Die Funktion arbeitet laut Xiaomi mit allen Brennweiten der Rückkamera und auch im Porträtmodus. Beim Pro-Modell kommt zusätzlich „Live Cinematography“ mit Ultra-HD-Aufnahmen und stufenlosen Zoom-Effekten hinzu.
Akkus mit bis zu 7000 mAh
Weiterlesen nach der Anzeige
Besonders hebt Xiaomi die Akkus hervor. Das Xiaomi 17T Pro besitzt einen 7000-mAh-Akku auf Basis einer Silizium-Kohlenstoff-Technik. Laut Hersteller handelt es sich um den bislang größten Akku in einem international erhältlichen Xiaomi-Smartphone. Geladen wird mit bis zu 100 Watt kabelgebunden oder 50 Watt drahtlos.
Das kompaktere Xiaomi 17T integriert einen 6500-mAh-Akku und unterstützt kabelgebundenes Laden mit bis zu 67 Watt. Beide Geräte unterstützen laut Xiaomi zudem PPS-kompatible Netzteile von Drittanbietern.

Xiaomi 17T mit großem Akku
(Bild: Xiaomi)
Unterschiede bei Display und Größe
Das Xiaomi 17T Pro besitzt ein 6,83 Zoll großes AMOLED-Display mit 2772 × 1280 Pixeln, bis zu 144 Hertz Bildwiederholrate und einer Spitzenhelligkeit von 3500 Nits. Das Standardmodell nutzt ein kleineres 6,59-Zoll-Panel mit 2756 × 1268 Pixeln und maximal 120 Hertz. Beide Displays unterstützen HDR10+ und Dolby Vision und tragen vier TÜV-Rheinland-Zertifizierungen zum Augenschutz. Xiaomi nennt das System „Vision Care“, das unter anderem Blaulicht, Flimmern und Bewegungsunschärfe reduzieren soll. Auch bei den Abmessungen unterscheiden sich die Geräte deutlich: Das 17T Pro misst 162,2 × 77,5 × 8,25 Millimeter bei 219 Gramm Gewicht. Das 17T fällt mit 157,6 × 75,2 × 8,17 Millimetern und 200 Gramm spürbar kompakter aus.
MediaTek-Prozessoren und HyperOS
Im Xiaomi 17T Pro arbeitet der neue MediaTek Dimensity 9500 im 3-nm-Verfahren, während das Xiaomi 17T den Dimensity 8500-Ultra mit 4-nm-Fertigung nutzt. Beide Smartphones verfügen über LPDDR5X-RAM und UFS-4.1-Speicher. Für andere Topmodelle bietet der Hersteller bereits eine Testphase für Android 17 an. Zudem integrieren beide Geräte KI-Funktionen unter dem Namen HyperAI sowie Google Gemini und „Circle to Search“. Xiaomi 15T Pro bereits Android-Beta-Versionen bereitstehen. Sowohl das 17T als auch das 17T Pro bekommen sechs Jahre lang Sicherheitspatches, das Pro allerdings fünf große Android-Updates, das günstigere Modell nur vier.
Preise und Verfügbarkeit
Das Xiaomi 17T Pro erscheint in den Farben Deep Blue, Deep Violet und Schwarz. Das Xiaomi 17T wird in Violet, Opal White, Blue und Schwarz angeboten. Die Preise für das Xiaomi 17T Pro liegen zwischen 899,90 und 1099,90 Euro, das 17T gibt es für 749,90 oder 799,90 Euro zu kaufen.
Lesen Sie auch
(sht)
-
Social Mediavor 3 MonatenCommunity Management und Zielgruppen-Analyse: Die besten Insights aus Blog und Podcast
-
Entwicklung & Codevor 3 MonatenCommunity-Protest erfolgreich: Galera bleibt Open Source in MariaDB
-
Künstliche Intelligenzvor 3 MonatenBlade‑Battery 2.0 und Flash-Charger: BYD beschleunigt Laden weiter
-
Künstliche Intelligenzvor 3 Monaten
Top 10: Der beste Luftgütesensor im Test – CO₂, Schadstoffe & Schimmel im Blick
-
Apps & Mobile Entwicklungvor 3 MonatenMähroboter ohne Begrenzungsdraht für Gärten mit bis zu 300 m²
-
Künstliche Intelligenzvor 3 MonateniPhone Fold Leak: Apple spart sich wohl iPad‑Multitasking
-
Künstliche Intelligenzvor 2 Monaten
JBL Bar 1300MK2 im Test: Soundbar mit Dolby Atmos, starkem Bass und Akku‑Rears
-
Social Mediavor 2 MonatenVon Kennzeichnung bis Plattformpflichten: Was die EU-Regeln für Influencer Marketing bedeuten – Katy Link im AllSocial Interview
