Entwicklung & Code
Google lockert Nutzungslimits für Gemini-Modelle nach Nutzer-Feedback
Im Zuge der Entwicklerkonferenz I/O 2026 hatte Google Änderungen beim Zugriff auf Gemini-Modelle und deren Nutzungslimits angekündigt. Künftig sollten die Limits auf der Rechenleistung der Aufgaben basieren. Offenbar stießen Nutzerinnen und Nutzer zu schnell an die neu gesetzten Grenzen, sodass der Konzern kurzfristig nachbessern muss.
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Das schreibt Josh Woodward, Vice President Google Labs, Gemini App & AI Studio, in einem Beitrag auf X. „Wir haben euer Feedback dazu zur Kenntnis genommen, dass ihr bei GeminiApp zu schnell an eure Limits stoßt“, schreibt er. Aufgrund dessen bessere Google nach und führe mehrere Korrekturen ein, damit die Kontingente länger reichen und besser planbar seien.
Woodward erklärt, dass komplexe Eingaben mit Gemini 3.1 Pro – insbesondere beim Anhängen großer Dateien – die Kontingente zu schnell aufbrauchten. Daher begrenze Google nun die Menge an Kontingent, die eine einzelne Eingabe verbrauche, damit Nutzerinnen und Nutzer mehr aus dem Pro-Modell herausholen können.
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Ferner stellt er klar, dass Nutzer nicht für Fehler zahlen. „Wenn eine Anfrage fehlschlägt, fallen keine Kosten an. Systemfehler gehen auf unsere Kappe, nicht auf Ihre.“ Das bestehende Kontingent werde nur für erfolgreich abgeschlossene Vorgänge verbraucht, erklärt er weiter.
Woodward stellt weiter klar, dass Prompts, die in Flash-Lite ausgeführt würden, zudem kostenlos seien und nicht auf das Kontingent angerechnet würden.
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Mehr Transparenz bei der Nutzung
Überdies erklärt er, dass aufwendige Aufgaben wie Deep Research mehr Rechenleistung erforderten, daher werde Google „detailliertere Nutzungsaufschlüsselungen und Benachrichtigungen entwickeln, damit Sie Ihre Limits optimal ausschöpfen können“. Derzeit bietet das Gemini-Dashboard unter gemini.google.com/usage lediglich einen allgemeinen Überblick.
Der Google-Manager weist außerdem darauf hin, dass Gemini sich künftig merke, wenn Nutzer ein bestimmtes Modell auswählen. Diese Auswahl werde dann für alle zukünftigen Sitzungen gespeichert. Sie ändere sich nur, wenn Nutzer sie manuell anpassen oder eine Obergrenze erreicht werde. Dies löse einen automatischen Wechsel zu einem leichteren Modell aus.
Schließlich hat Google laut Woodward noch einen Fehler behoben, durch den „nur ein oder zwei Omni-Videos“ die Kontingente für „bestimmte Nutzer“ aufgebraucht haben. Nutzer von Google AI Ultra verfügen nun über die doppelte Anzahl an Omni-Generierungen. Ferner sagt Woodward, dass Google weiterhin nach Möglichkeiten suche, die Menge an Omni zu erhöhen.
(afl)
Entwicklung & Code
OpenSpec: Software von KI mit Spezifikationen entwickeln
Das Tool OpenSpec für Spec-driven Development führt in Version 1.6 einen Update-Befehl ein und unterstützt Projekte mit dem Coding-Agenten Oh My Pi und dem KI-Editor TRAE.
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Mit dem neuen Befehl /opsx:update können Entwicklerinnen und Entwickler eine vorhandene, mit OpenSpec erzeugte Spezifikation vor der Implementierung ändern, ohne einen komplett neuen Anlauf nehmen zu müssen.
Kommandos und Skills
Außerdem erzeugt OpenSpec nun Kommandos und Skills für den CLI-Agenten Oh My Pi und für die KI-Entwicklungsumgebung TRAE von ByteDance. Für Prompts hat das OpenSpec-Team zudem die Genehmigungsregeln vereinfacht, die Entwickler jetzt pauschal im Vorfeld erteilen können. Auch die Validierung von Anforderungen an ein neues Projekt arbeitet laut Release Notes nun konsistenter.
Das Kommandozeilen-Tool OpenSpec organisiert KI-Projekte mit Spec-driven Development. Das heißt, Entwickler teilen dem Tool ihre Idee mit (/opsx:explore), wobei sich auch explizit bestehender Code einbinden lässt. Das Tool arbeitet also auch brown field.
KI-Agenten führen
Mit /opsx:propose erzeugt OpenSpec dann die Spezifikation in verschiedenen Ordnern und Markdown-Dateien. Die Spezifikation dient als Grundlage für die eigentliche Entwicklung und führt insbesondere KI-Agenten in die richtige Richtung. Eine Ablagemöglichkeit der Specs in einem Repo ist noch beta und soll als zentrale Single Source of Truth für ein Team dienen.
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Sobald die Specs fertig sind und kein /opsx:update erforderlich war, startet man die Umsetzung mit /opsx:apply. Dabei arbeitet OpenSpec mit über 25 Tools zusammen, wie Antigravity, Claude Code, Codex, Cursor, Gemini CLI, GitHub Copilot, Junie, Kiro, Mistral Vibe, Qwen Code und neu eben Oh My Pi sowie TRAE. Als Modelle für OpenSpec selbst empfiehlt der Herausgeber Codex 5.5 oder Opus 4.7.
OpenSpec läuft auf Node ab Version 20.19 und ist Open Source unter MIT-Lizenz. KI-Contributions sind willkommen, solange sie geprüft und mit Modellbezeichnung im Pull Request erfolgen.
(who)
Entwicklung & Code
Wiederverwendbare Rakete: China fängt erstmals Stufe auf
Erstmals holte das Land die erste Stufe einer Trägerrakete kontrolliert zurück. Die Stufe der neuen Rakete „Langer Marsch 10B“ wurde auf einer Plattform auf See aufgefangen, wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete.
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Es war der erste Flug der neuen Rakete. Xinhua sprach von einem „bedeutenden Durchbruch“. Ein von der Agentur veröffentlichtes Video zeigt, wie die Raketenstufe mit laufendem Triebwerk auf die Plattform zufliegt und nahezu senkrecht in ein hohes, rechteckiges Gerüst sinkt.
Nach Angaben der Zeitung „China Daily“ wartete das Rückholschiff „Linghangzhe“ („Pfadfinder“) auf die Raketenstufe. Das Schiff verfolgte sie und passte seine Position laufend an. Spezielle Metallhaken klappten schließlich aus und griffen in die gespannten Seile der Fangvorrichtung. Die Rakete war vom Weltraumbahnhof Hainan gestartet und brachte einen Satelliten in die vorgesehene Umlaufbahn.
SpaceX ist schon deutlich weiter
China sei laut der staatlichen Zeitung damit nach den USA das zweite Land, das über eine zuverlässige Technik für wiederverwendbare Raketen verfüge. Zugleich sei weltweit erstmals die erste Stufe einer mit einer solchen Seil-Fangvorrichtung geborgen worden.
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Vor allem das US-Raumfahrtunternehmen SpaceX ist bei wiederverwendbaren Raketen deutlich weiter. China treibt die Entwicklung seit Jahren voran. Neben dem staatlichen Raumfahrtprogramm arbeiten auch mehrere private chinesische Unternehmen an der Technik, die es ermöglichen soll, Satelliten und andere Lasten günstiger ins All zu bringen.
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(afl)
Entwicklung & Code
TypeScript 7.0: Performance-Sprung durch Go-Unterbau
Microsoft hat die finale Version von TypeScript 7.0 veröffentlicht. Im Gegensatz zu früheren TypeScript-Versionen basiert der Compiler nicht mehr auf JavaScript/Node.js, sondern ist nahezu eins zu eins in Go nachimplementiert und parallelisiert viele Arbeitsabläufe, statt sie wie bisher sequenziell abzuarbeiten. Beides führt laut Microsoft dazu, dass die Toolchain je nach Anwendungsfall zehnmal schneller kompiliert als bei TypeScript 6.0.
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Gegenüber der im April veröffentlichten Beta-Version hat sich nichts Grundlegendes mehr geändert. Das finale Release konzentriert sich auf den produktionsreifen Abschluss, wie Microsoft im Blogpost zu TypeScript 7.0 schreibt: Umstellung auf das reguläre typescript-Paket, verbesserter --watch-Modus, vollständigerer Editor-Support, mehr Stabilität und klarere Migrationspfade für das TypeScript-Ökosystem.
Schneller kompiliert und geladen, weniger Speicherhunger
In seinem Blog nennt Microsoft Performance-Beispiele, die sich jeweils auf einen hardwareseitig nicht näher spezifizierten Computer beziehen.
Den Quellcode von VS-Code baut TypeScript 7.0 auf dem Testsystem um den Faktor 11,9 schneller als unter TypeScript 6.0, was die Kompilierungszeit von mehr als zwei Minuten auf knapp 11 Sekunden drückt. Bei Sentry, Bluesky und Playwright ergeben sich Beschleunigungsfaktoren von jeweils knapp unter 9 Sekunden, tldraw-Beispielprojekte kommen auf 7,7-faches Tempo.

VSCode-Beispielprojekte baut TypeScript 7.0 11,9-mal schneller als TypeScript 6.0.
(Bild: Microsoft)
Das Öffnen einer fehlerbehafteten Datei in VS Code auf dem gleichen Testsystem läuft ebenfalls schneller ab. Vergehen bei TypeScript 6.0 noch 17,5 Sekunden vom Öffnen einer fehlerhaften Datei bis zur Anzeige der Fehlermeldung, dauert das Gleiche bei TypeScript 7.0 unter 1,3 Sekunden. Neben dem Geschwindigkeitszuwachs ergibt sich laut Microsoft projektübergreifend auch ein geringerer Speicherbedarf. Während er bei Sentry um sechs Prozent sinkt, reduziert er sich bei VS Code um 18 Prozent und bei Bluesky um etwas mehr als ein Viertel.
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TypeScript 6.0/7.0: Parallelbetrieb möglich
TypeScript 7.0 lässt sich via npm mit npm install -D typescript parallel zu TypeScript 6.0 installieren und ist mit dessen Type-Checking- und Kommandozeilenverhalten kompatibel. Der bekannte Befehl tsc startet dann den neuen TypeScript-7.0-Compiler. Zusätzlich gibt es das Kompatibilitätspaket @typescript/typescript6, das zusätzlich tsc6 sowie die bisherige TypeScript-6.0-API bereitstellt, damit bestehende Tools vorerst unverändert weiterlaufen können. Eine neue API soll erst mit TypeScript 7.1 kommen.
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(mro)
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