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Intel Wildcat Lake startet: Mini-Panther-Lake wird von Speicherpreisen überfahren
Intel Wildcat Lake alias Core 3 ist der kleinere Ableger von Panther Lake. In Intel 18A gefertigt sollte die Lösung einen breiten Markt bedienen. Doch die Speicherpreise durchkreuzen den Plan, es gab die letzten Wochen kaum ein anderes Thema. Sie machen dem Start der Prozessoren nun einen deutlichen Strich durch die Rechnung.
Ohne „Ultra“ Wildcat Lake, mit „Ultra“ Panther Lake
Die Intel Core Series 3, wie Wildcat Lake offiziell heißt, ist unterhalb der Core Ultra Series 3 angesiedelt. Ultra steht in dem Fall für Panther Lake, ohne Ultra handelt es sich um Wildcat Lake. Herausgekommen ist ein Modell wie beispielsweise der Intel Core 7 360 als Flaggschiff der Familie, die kleinste Ausführung heißt Intel Core 3 304.
Panther Lake im Kleinformat
Wildcat Lake ist technisch betrachtet ein spannender Chip, da er erst als zweite Lösung auf die Fertigung in Intel 18A setzt. Doch bei Wildcat Lake werden nun nicht „nur“ die CPU-Kerne damit gebaut, sondern auch die Grafikeinheit und alle anderen notwendigen Bereiche sind in einem Chip verbaut. Lediglich ein Plattform Controller Tile, also quasi der Chipsatz, wird extern von TSMC eingekauft und dann via UCIe und EMIB statt Foveros wie bei Panther Lake mit dem Package verheiratet. Der Universal Chiplet Interconnect Express (UCIe) ist als Standard ziemlich neu, Intel hatte diesen unter anderem mit TSMC in einen offenen Standard gegossen und erstmals 2023 gezeigt.
Intel nutzt in den Neuzugängen exakt die gleiche technische Basis wie bei Panther Lake: Performance-Kerne der Reihe Cougar Cove und E-Cores aus der Darkmont-Familie, flankiert von der neuen NPU5 und Xe3-GPU-Einheiten. In allen Punkten ist bei Wildcat Lake aber deutlich weniger vertreten als im großen Bruder. 2+4 Kerne gibt es maximal, der unterstützende L3-Cache ist maximal 6 MByte groß, der intern helfende Memory-Side-Cache immerhin noch 4 MB fassend. Die NPU5 bietet nur noch 17 TOPS, und die Grafikeinheit 2 Xe-Cores, die immerhin auch nochmal 21 TOPS bereitstellt. Das alles gilt aber nur für den Vollausbau, bei sechs Modellen gibt es auch noch Luft für entsprechende Abstriche.
Kunden haben auch die Wahl beim Speicher. Günstigste Lösungen können auf Single-Channel-DDR5 mit bis zu 6.400 MT/s setzen, teurere Varianten auch auf LPDDR5X mit 7.467 MT/s. Dies kann – neben der Klassifizierung von 15 bis 35 Watt – Einfluss auf die Akkulaufzeit haben, die Intel mit bis zu 18,5 Stunden beim Netflix-Streaming angibt.
In puncto Leistung gibt Intel heute eine Vorschau gegenüber dem Vorgänger Core 7 150, einem Design basierend auf Raptor Lake aus Intel-7-Fertigung. Alternativ gibt es auch den Vergleich gegenüber dem fünf Jahre alten PC, hier basierend auf Intel Tiger Lake.
Wenn der Speicher nicht so teuer wäre
600, 700, 800 Euro für ein gut ausgerüstete Notebook mit Intel Wildcat Lake waren durchaus das Ziel gewesen. Aber schon Panther Lake zeigt, dass die Zeit der günstigen neuen Windows-Notebooks aktuell erst einmal vorbei ist. Gekauft werden im Laden viele noch auf Lager liegende Altlasten. Was wirklich neu ist, ist einfach teuer. Schuld daran sind die Speicherpreise, denn für RAM und SSD müssen gerade bei günstigen Geräten nun hohe Anteile nur für diese Komponenten eingeplant werden, sodass es sich kaum rechnet. Und deshalb kommt Intel Wildcat Lake letztlich auch nicht im vor einem Jahr geplanten Umfeld auf den Markt.
Dennoch sind alle namhaften und selbst einige weniger bekannte Partner heute unter den Unterstützern vertreten, über 70 Designs sollen erscheinen. Dabei legen viele Partner bereits bekannte neue Serien mit Panther Lake nun auch mit einem Modell auf, das Wildcat Lake nutzt, beispielsweise Samsung mit dem Galaxy Book 6, Acer mit der Aspire-Go-Serie, Asus mit den Vivobooks und ExpertBooks und auch Lenovo mit zusätzlichen ThinkBooks, ThinkPads und IdeaPads. Preise nennt heute aber noch keiner, es dürfte auch Wochen dauern, bis die ersten Geräte so langsam verfügbar werden.
Auch für kleine Business-Lösungen geeignet
Wildcat Lake wird von Intel aber auch in den Geschäftsbereich gebracht und hier zum großen Teil das gleiche anbieten wie im regulären Consumer-Umfeld. Hier besteht das Portfolio sogar aus sieben CPUs, ein Core 3 305 mit zwar voller Anzahl an CPU-Kernen, aber ohne NPU und mit nur einem einzelnen Xe-Core ergänzt hier das Portfolio. Als Gegenspieler der neuen Chips sieht Intel im Geschäftsumfeld nicht nur den Vorgänger, auch die älteren Nvidia-Jetson-Orin-Nano-Systeme gehörten damit zum „alten Eisen“.
ComputerBase hat Informationen zu diesem Artikel von Intel unter NDA erhalten. Die einzige Vorgabe war der frühestmögliche Veröffentlichungszeitpunkt.
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Agenten für Windows 11: OpenClaw erhält Windows-App und Copilot wird zur Super-App
Windows 11 soll eine Copilot-Super-App erhalten, in der KI-Agenten integriert sind, die sich an den Hype-Projekten OpenClaw und Claude Cowork orientieren. Entsprechende Ankündigungen werden morgen auf Microsofts Entwicklerkonferenz Build erwartet. Erste Informationen gab es bereits bei der RTX-Spark-Vorstellung auf der Computex.
- RTX Spark Superchip: Nvidia greift AMD und Intel im Windows-PC-Markt an
Nvidias KI-PC für Windows ist auf KI-Leistung ausgelegt, (teilweise) lokal laufende Agenten innerhalb einer abgesicherten Umgebung sind daher der naheliegende Einsatzzweck. Direkt innerhalb von Windows 11 geht es um die Agenten, die aus der Taskleiste starten. Bei Adobe sind es Premiere und Photoshop, die um Agentenfunktionen erweitert werden.
OpenClaw erhält Windows-App
Interessant ist aber insbesondere, dass OpenClaw eine echte Windows-App erhalten soll. Der Agent ist in der Lage, zum Teil völlig autonom zu handeln. Potenzielle Aufgaben reichen vom Sortieren und Verwalten des E-Mail-Postfachs bis zum Betrieb von Coding-Bots. Die Installation gilt bislang aber noch als heikel. Sicherheitslücken und Fehler wie versehentlich gelöschte Daten sind weitere Baustellen.
Wie sich eine sichere Umgebung für Agenten schaffen lässt, ist daher eine der zentralen Aufgaben. Nvidia und Microsoft planen bei RTX Spark einein Grundgerüst, das Agenten schützt – und Nutzer vor Fehlern der Agenten. Was entstehen soll, ist eine Sandbox-Umgebung für KI-Agenten. Man will auf diese Weise sicherstellen, dass die autonom agierenden Assistenten innerhalb eines fixen Regelwerks arbeiten, was insbesondere beim Rechte-Management relevant ist.
Ein Bestandteil ist Nvidia OpenShell, das die Sicherheitsfunktionen von Windows ergänzt. Details dazu wird Microsoft auf der Entwicklerkonferenz Build am 2. und 3. Juni vorstellen.
Microsofts Copilot-Super-App soll Chat-KI, Coding und Cowork-Assistent vereinen
Was Microsoft und Nvidia präsentieren, ist der Auftakt für die KI-Neuerungen, die im Rahmen der Build-Konferenz vorgestellt werden sollen. Im Mittelpunkt steht laut einem Bericht von Fortune eine Copilot-Super-App. Neben der herkömmlichen Chat-Benutzeroberfläche integriert Microsoft den Coding-Assistenten GitHub Copilot, Copilot Cowork sowie eine neue Autopilot-Funktion.
Autopilot scheint also der Name für die Agentenfähigkeiten zu sein, die autonom Aufgaben im Hintergrund erledigen. Ein Screenshot der Oberfläche in der App hat Alex Heath veröffentlicht. Scout heißt demnach Microsofts Variante eines Alltagsagenten, der sich an OpenClaw orientieren soll.
Microsofts Pläne entsprechen dem Big-Tech-Zeitgeist. Google hat auf der hauseigenen I/O 2026 mit Spark einen für Alltagsaufgaben konzipierten Agenten vorgestellt. OpenAI arbeitet derweil an einer Super-App, die ChatGPT mit dem Coding-Assistenten Codex sowie Browser-Fähigkeiten kombinieren wird.
Details zur App enthält der Fortune-Bericht noch nicht. Diese wird Microsoft dann morgen präsentieren.
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Nvidia DLSS 4.5: Ray Reconstruction bekommt ein Update für bessere Qualität

Nvidias DLSS 4.5 hat sich weiterentwickelt. Ein neues Super Resolution (Test) hat den Anfang gemacht, dann folgte DLSS Multi Frame Generation 6× (Test) und nun kommt die letzte, bis jetzt noch fehlende Komponente: Nvidia hat auf der Computex 2026 DLSS Ray Reconstruction 4.5 angekündigt.
Eine bessere Bildqualität bei gleicher Performance
Das „2nd Generation Transformer“ Update für DLSS 4.5 Ray Reconstruction soll eine bessere Bildqualität als DLSS 4 RR liefern, das zu letzt zum Start der RTX-4000-Grafikkarten deutlich verbessert worden ist. Die eigentliche Arbeitsweise von Ray Reconstruction ist dabei identisch geblieben.
Durch die Änderungen soll Ray Reconstruction 4.5 jedoch besser mit temporalen Informationen aus vorherigen Frames umgehen können als zuvor. Darüber hinaus soll das neuronale Netzwerk 20 Prozent mehr Parameter besitzen und eine 35 Prozent höhere Rechenleistung aufweisen. Da das Netzwerk effizienter als das alte arbeitet, sollen die Leistungskosten dennoch gleich hoch wie bei der älteren Version sein.
Das Ergebnis sollen schärfere, mit weniger Fehlern behaftete Bilder als mit der älteren Version sein. Der alte AI-Denoiser von Nvidia hat zwar ebenso die Bildqualität deutlich gegenüber den spieleigenen handgetunten Denoisern verbessern können, hat stellenweise aber auch mit Grafikfehlern zu kämpfen.
Nvidia hat auch erstes Videomaterial für DLSS RR 4.5 gezeigt. So wird Alan Wake 2 ein Upgrade auf DLSS Ray Reconstruction 4.5 bekommen, das laut dem Video in der gezeigten Szene besser das Bildrauschen mehrerer Fernseher zeigt, das mit DLSS RR 4.0 beinahe gänzlich verschwunden ist. Auch Indiana Jones und der große Kreis wird das neue Ray Reconstruction erhalten, das Schatten und Konturen der Umgebung besser darstellen kann. Und in Pragmata zeigen sich Laserschranken, die mit DLSS 4 RR noch zu sehen sind, obwohl diese bereits abgeschaltet sind – der AI-Denoiser benötigt zu lange, um die Änderung mitzubekommen. Aufgrund des besseren Verständnisses vergangener Frames verschwinden die Schranken mit DLSS 4.5 Ray Reconstruction dagegen sofort.
Ab August verfügbar und ab RTX 2000 lauffähig
DLSS 4.5 Ray Reconstruction soll im Laufe des Augusts erscheinen. Die Kompatibilität zu allen GeForce-RTX-Grafikkarten bis hinab zu Turing und damit GeForce RTX 2000 wird erhalten bleiben.
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Nvidia-Spark-Roadmap: Auch Windows-PCs erhalten Vera Rubin und Rosa Feynman

Der erste Spark ist schon längst keine Überraschung mehr, aber die neue Roadmap. Schon heute legt Nvidia den Grundstein für kommende Spark. Diese werden, wie die großen Profi-Chips, stets auf die Kombination der neuesten Arm-Prozessoren und Nvidias-Grafik-Architektur setzen. Der erste Neuling 2028 ist deshalb Vera Rubin Spark.
Der im ersten Nvidia-Windows-PC der neuen Generation verbaute Chip ist ein ziemlich alter Bekannter. Schließlich wurde er de facto bereits zur CES 2025 enthüllt und schon zur Computex 2025 als Windows-PC-Lösung vermutet, denn so einige Samples waren da bereits im Umlauf – auch in Notebooks. Aber alles verzögerte sich deutlich, für Profis kam der GB10-Chip dann im Herbst und Winter, und nun erst ist das dann doch schon altbekannte Produkt auch in den Windows-PC-Markt vorgerückt – unter der Bezeichnung RTX Spark Superchip. Mehr zur heutigen Vorstellung liefert die separate Meldung:
- RTX Spark Superchip: Nvidia greift AMD und Intel im Windows-PC-Markt an
2-Jahres-Rhythmus für Spark
Insofern überrascht Nvidia nun damit, dass die Spark-Familie auch direkt einen eigenen Platz auf der Roadmap des Konzerns bekommen hat. Auf den aktuellen Grace Blackwell Spark wird jedoch erst im Jahr 2028 ein Vera Rubin Spark folgen. In zwei Jahren ist dann auch das LPDDR6-Ökosystem breiter vertreten, sodass dieser Chip direkt auf schnelleren Speicher setzen kann.
Die Kadenz von zwei Jahren setzt Nvidia dann fort, in der Feynman-GPU-Generation wird Rosa die neue Arm-CPU-Serie. Das kombinierte Produkt heißt also Rosa Feynman, und die kleinste Lösung folglich Rosa Feynman Spark. Zum Speicher macht Nvidia hier noch keine Angaben, LPDDR6 oder eventuell schon LPDDR6X dürften aber wohl die Zielvorgabe sein.
Ob die Umsetzung letztlich genau so erfolgt, bleibt aber abzuwarten. Wie schon das erste Produkt gezeigt hat, sind auch Nvidias Lösungen gern für Verschiebungen gut, auch könnten sie mal gar nicht erscheinen. Kürzlich wurde Rubin CPX nämlich von der Roadmap entfernt, er kommt nur eventuell bei Feynman wieder. Viel dürfte beim Spark also davon abhängen, wie gut die erste Generation bereits funktioniert.
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