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Künstliche Intelligenz

KI-Rechenzentren: Flexibler Stromverbrauch soll Netzanschluss beschleunigen


Rechenzentren für die Zwecke der Künstlichen Intelligenz schießen schneller aus dem Boden, als Stromnetze erweitert werden können. Die Folge: Bauvorhaben könnten sich empfindlich verzögern. Einige Projekte bauen bereits ihre eigenen Kraftwerke und koppeln sich vom öffentlichen Netz ab. Ein Pilotversuch in Großbritannien macht Betreibern jetzt aber Mut, dass sie doch schneller ihren Netzanschluss bekommen könnten. Das Ergebnis widerlegt nämlich, dass jeweils mit der Spitzenlast geplant werden muss.

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An dem Versuch waren der britische Netzbetreiber National Grid sowie die Firmen Nvidia, Nebius, Emerald AI und EPRI beteiligt. Sie zeigten laut National Grid gemeinsam, dass KI-Rechenzentren ihren Stromverbrauch kurzfristig und signifikant drosseln können – ohne dass im laufenden Betrieb KI-Berechnungen abgebrochen werden müssen.

In dem Londoner Rechenzentrum Nebius AI Factory wurde hierzu der Verbrauch von einem 96-GPU-Cluster (Nvidia Blackwell Ultra) nach einem Signal aus der Netzsteuerung innerhalb von unter einer Minute um bis zu 40 Prozent reduziert. Insgesamt wurde die Situation im Dezember 2025 rund 200 Mal erprobt. In einem weiteren Test wurde nachgewiesen, dass die Last über einen Zeitraum von zehn Stunden um ein Zehntel reduziert werden kann.

Bislang beantragen Betreiber von Rechenzentren jeweils Netzkapazität auf Basis ihres theoretischen Maximalbedarfs. Netzbetreiber müssen die Spitzenlast dann dauerhaft vorhalten. Durch die Ergebnisse der Tests könnte diese Anforderung auf ein niedrigeres Niveau gesenkt werden. Gegenwärtig droht Neubauprojekten eine Wartezeit von 10 Jahren auf einen Netzanschluss. Bis zum Jahr 2030 ist ein Rechenzentrumsausbau um 6 Gigawatt Leistung geplant. National Grid hofft, die Wartezeit auf zwei Jahre senken zu können.

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Flexible Rechenzentren könnten überdies dabei helfen, Überschussstrom aus Erneuerbaren Energien aufzunehmen. Der Nachteil für die Betreiber ist allerdings, dass sie mit einer schwankenden Rechenleistung ihrer Server kalkulieren müssen. Die Ergebnisse sollen jetzt Regulatoren und der Politik vorgelegt werden, um neue Anschlussregeln zu ermöglichen.

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(mki)



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Künstliche Intelligenz

Seagate Mozaic 4+: Neue Festplatten mit 44 TByte und HAMR-Technologie


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English.

It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

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Seagate ist bei seiner zweiten Generation des modernen Heat Assisted Magnetic Recording (HAMR) angelangt, um die Festplattenkapazität auf bis zu 44 TByte zu hieven. Seagate ist bislang der einzige Hersteller, der HAMR-Laufwerke in Serie produziert, eine Technik, die alle Festplattenhersteller für Laufwerke bis etwa 100 TByte als notwendig ansehen. Bei HAMR wird die Plattenoberfläche kurz vor dem Beschreiben auf eine Temperatur von mehr als 400 °C aufgeheizt, um die zum Beschreiben notwendige Feldstärke zu verringern. Durch die damit möglichen kleineren Schreibköpfe sinkt auch die Fläche, die für die Speicherung eines einzelnen Bits notwendig ist – die Flächendichte steigt und damit die Kapazität.

Die zweite HAMR-Generation alias Mozaic 4+ soll, wie der Name bereits andeutet, pro Scheibe (Platter) eine Kapazität von mindestens 4 TByte erreichen. Da Seagate mit einem Stapel aus zehn Platter pro Laufwerk arbeitet, ergibt sich daraus eine Kapazität von mindestens 40 TByte pro Laufwerk. Dies gilt für Laufwerke mit konventioneller Aufzeichnung (CMR). Mit Shingled Magnetic Recording (SMR), also überlappenden Spuren, verspricht Seagate eine Kapazität von 44 TByte.

Seagate kommt damit seinem Versprechen nach, zwar die Kapazität pro Festplatte zu erhöhen, aber nicht die Anzahl produzierter Exemplare. SSDs und Festplatten sind mittlerweile rar und teuer, die KI-Rechenzentren kaufen praktisch jedes Terabyte, dessen sie habhaft werden können.

Im Gespräch mit heise online gab Jason Feist, Senior Vice President Products and Markets, weitere Details bekannt. Wichtigste Neuerung von Mozaic 4+ ist die vollständige Integration des Lasers in den Schreib-Lese-Kopf, was den notwendigen Bauraum weiter verringert. Das gebe den Ingenieuren mehr Designfreiheit und erlaube eine bessere Fertigungsintegration. Den durch die weitere Miniaturisierung gewonnenen Bauraum will Seagate zunächst nicht für den Einbau weiterer Platter nutzen (WD hat bereits ein Design mit elf Scheiben auf dem Markt, Toshiba zeigte schon eines mit zwölf Scheiben). Seagate hat damit noch weitere Reserven; Feist meinte dazu nur „Physik ist Physik“, niemand könne sie überlisten, aber jeder könne sie ausreizen.



Die Integration des Lasers in den Schreib-Lese-Kopf verringert die Bauhöhe und schafft Platz für weitere Scheiben.

(Bild: Seagate)

Aktuell nutzt Seagate nicht nur die neuen in den Kopf integrierten Laser, sondern auch Laser von externen Zulieferern. Damit könne das Unternehmen besser auf Nachfrageschwankungen reagieren; die Lieferkettensicherheit soll steigen. Weitere Fortschritte hat Seagate nach Angaben von Feist bei der Signalverarbeitung gemacht: Verbesserte Signal-Rausch-Abstände führen nach seinen Angaben zu einem stabileren Betrieb bei kleineren Signalen.

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Feist kündigte noch keine konkreten Produkte an. Zwei Hyperscaler haben jedoch schon die Qualifikation der neuen Laufwerke abgeschlossen und setzen sie bereits ein. Seagate liefert SMR-Modelle mit 44 TByte „in hohen Stückzahlen an zwei der führenden Hyperscaler aus“. Eine breite Verfügbarkeit plant Seagate mit dem weiteren Hochfahren der Produktion, ein Datum wurde nicht genannt. Die SMR-Laufwerke setzen eine angepasste Ansteuerung voraus, die CMR-Modelle mit 40 TByte eignen sich jedoch als einfacher Ersatz für kleinere Festplatten. Seagate plant, nicht nur Server-Festplatten mit dieser Kapazität anzubieten, sondern auch NAS-Laufwerke (Ironwolf Pro) und Surveillance-Modelle für die Videoaufzeichnung. Genaue technische Daten der neuen Modelle stehen noch nicht zur Verfügung.

Bereits 2028 will Seagate die nächste Mozaic-Generation zur Produktionsreife bringen, Mozaic 5+ soll dann Platter mit mindestens 5 TByte ermöglichen. Mit 10-TByte-Scheiben rechnet das Unternehmen 2032 – zusammen mit zusätzlichen Scheiben könnte die Kapazität eines Laufwerks damit weit über 100 TByte liegen.


(ll)



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Künstliche Intelligenz

Milliarden-Deal: Accenture übernimmt Netzwerkanalyse-Spezialisten Ookla


Der IT-Dienstleister Accenture übernimmt Ookla, einen Spezialisten für Netzwerkanalyse und -intelligenz, und zahlt dafür dem US-amerikanischen Medienunternehmen Ziff Davis 1,2 Milliarden US-Dollar in bar. Das berichtete am Dienstag die Nachrichtenagentur Reuters.

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Ookla, mit Hauptsitz in Seattle, betreibt Marken wie Speedtest, Downdetector, Ekahau und RootMetrics und bietet Dienstleistungen wie Netzwerkoptimierung und Störungserkennung für Festnetz-, Mobilfunk- und WLAN-Netze an. Der weltweite 5G-Ausbau und die gestiegene Bandbreitennachfrage sorgten zuletzt für gute Geschäftszahlen. Ookla gehört zur Connectivity-Sparte von Ziff Davis, die im vergangenen Jahr einen Umsatz von 231 Millionen US-Dollar erwirtschaftete. Das entspricht etwa 16 Prozent des Gesamtumsatzes von Ziff Davis.

Den Verkauf an Accenture bezeichnet Reuters als Teil der seit 2017 eingeleiteten Rationalisierungsmaßnahmen bei Ziff Davis und verweist in diesem Zusammenhang auf die Ausgliederung des IT-Dienstleisters Consensus Cloud im Jahr 2021 und den Verkauf des Versicherungsmaklers Policygenius im Jahr 2022. „Dies ist eine transformative Transaktion für Ziff Davis, die eine signifikante Wertrealisierung für unsere Aktionäre darstellt“, sagte Vivek Shah, CEO von Ziff Davis, zu dem Deal.

Bei Accenture dagegen freut man sich über die Erweiterung des eigenen Netzwerk-Portfolios. „Moderne Netzwerke haben sich von einfacher Infrastruktur zu geschäftskritischen Plattformen entwickelt“, sagte Julie Sweet, CEO von Accenture. „Durch die Übernahme von Ookla werden wir unsere Kunden aus Wirtschaft und Verwaltung dabei unterstützen, KI sicher zu skalieren und die vertrauenswürdigen Datengrundlagen aufzubauen, die sie für eine zuverlässige, nahtlose und wertschöpfende Konnektivität benötigen.“ Der Verkauf soll in den kommenden Monaten abgeschlossen werden.


(akn)



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Künstliche Intelligenz

Investor Elliott: Eine Milliarde US-Dollar für Pinterest


Der aktivistische Investor Elliott kauft Pinterest-Aktien im Wert von einer Milliarde US-Dollar und wird damit zum größten Aktionär der Social-Media-Plattform. Mit dem frischen Kapital soll nach Angaben von Pinterest ein neues Aktienrückkaufprogramm im Wert von 3,5 Milliarden US-Dollar finanziert werden. Das entspricht fast einem Drittel der Marktkapitalisierung des Unternehmens. Der schwächelnde Aktienkurs von Pinterest verzeichnete nach Bekanntwerden der Pläne starke Kursgewinne.

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Ein Engagement des prominenten Hedgefonds Elliott Investment Management in Unternehmen werde „oft als Quelle neuer Ideen sowie operativer und finanzieller Disziplin gesehen, die angeschlagenen Unternehmen neuen Aufschwung verleihen könnte“, schreibt die Nachrichtenagentur Reuters. Elliott hielt laut Reuters bereits eine 4,8-prozentige Beteiligung an Pinterest im Wert von gut 725 Millionen US-Dollar. „Wir unterstützen Pinterest seit unserer ersten Investition im Jahr 2022 und sind fest von der positiven Entwicklung des Unternehmens überzeugt“, sagte Elliott-Partner Marc Steinberg, der auch im Verwaltungsrat von Pinterest sitzt.

So positiv gestimmt sind nicht alle Anleger. Seit Jahresbeginn verlor die Pinterest-Aktie fast ein Drittel ihres Werts. Zwar steigen die Nutzerzahlen, aber die Frage ist, ob sich dieser Anstieg auch in höhere Werbeeinnahmen umsetzen lässt, zumal der Online-Werbemarkt mit finanzstarken Konkurrenten wie Instagram und Facebook hart umkämpft ist. Selbst OpenAI kündigte an, in seinem Chatbot ChatGPT Werbung zu testen. Erst vor wenigen Wochen wurde bekannt, dass Pinterest plant, bis zu fünfzehn Prozent der Belegschaft zu entlassen. Der Schritt soll mehr Ressourcen für die Entwicklung von KI-Funktionen und -Produkten freisetzen. Um die Bedenken der Anleger zu zerstreuen, hat Pinterest zuletzt seine Bemühungen verstärkt, von dem immer weiter verbreiteten Einsatz KI-gestützter Shopping-Tools zu profitieren.


(akn)



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