Künstliche Intelligenz
Mond, Nebel, Bewegung: Die Bilder der Woche 7
In dieser Woche spannt die c’t-Foto-Community den Bogen weit – von nebligen Parkwegen über nächtliche Flusslandschaften hin zu alpinen Höhen. Immer wieder geht es um Reduktion. Klare Linien, gezielte Lichtführung und bewusste Leerräume strukturieren die Motive. Nebel schluckt Details. Dunkelheit rahmt helle Formen. So entstehen Bilder, die mit wenigen Elementen eine starke Wirkung erzielen.
Weiterlesen nach der Anzeige
Auffällig ist das Spiel mit Gegensätzen. Warmes Licht trifft auf eine kühle Morgenstimmung. Starre Architektur steht neben fließendem Wasser. Rasante Bewegung kontrastiert mit meditativer Ruhe. Auch technisch zeigen die Aufnahmen Vielfalt: Langzeitbelichtungen machen Geschwindigkeit sichtbar, Schwarz-Weiß-Aufnahmen reduzieren auf Form und Haltung und Makro- sowie Detailstudien lenken den Blick auf Struktur und Farbe. Sieben Bilder, die zeigen, wie bewusst eingesetzte Technik zur Bildaussage wird.
Frühsport im Nebel … von JeanFP

Frühsport im Nebel…
(Bild: JeanFP)
Ein Jogger läuft durch die Herrenhäuser Gärten in Hannover und verschwindet dabei fast im dichten Nebel. Die Allee zieht sich als klare Linie in die Tiefe und lenkt den Blick direkt zur zentralen Figur. Das gedämpfte Licht reduziert Farben und Kontraste und lässt Formen sanft wirken. Die Szene erzählt von Konzentration und Ruhe an einem stillen Morgen.
Supermoon Voyage on the Magdeburg Elbe von ShE 1981

Supermoon Voyage on the Magdeburg Elbe
(Bild: ShE 1981)
Ein großer Vollmond schwebt tief über der Elbe und spiegelt sich im ruhigen Wasser. Das Bild ordnet Mond und Spiegelung streng vertikal an und nutzt den Fluss als klare Mittelachse. Die schwarze Umgebung rahmt die helle Mondscheibe und verstärkt den Kontrast. Die Szene wirkt geradezu surreal und erinnert an einen nächtlichen Traum.
Weiterlesen nach der Anzeige
Cowboy von NilsSch

Cowboy
(Bild: NilsSch)
Ein Mann mit Cowboyhut schreitet allein durch die Szene und hebt sich als dunkle Figur vom grauen Hintergrund ab. Die streng reduzierte Komposition setzt auf klare Flächen und viel Negativraum. Die Schwarz-Weiß-Darstellung verstärkt die grafische Wirkung und lenkt den Blick auf Form und Haltung. Das Bild spielt mit Klischees und wirkt zugleich zeitlos und ruhig.
Für Lars von Heike Maier

Für Lars
(Bild: Heike Maier)
Hier zeigt sich die Blüte einer roten Tulpe in voller Pracht. Durch die reduzierte und konzentrierte Bildgestaltung wird der Blick direkt zur Pflanze gelenkt. Das Licht betont die Struktur der Blütenblätter und lässt die Farben natürlich wirken. Das Ergebnis ist ein kontemplatives Makrobild, das große Wertschätzung für die Blume als Motiv zum Ausdruck bringt.
Eine Innenwelt von Thomas Brahtel

Eine Innenwelt.
(Bild: Thomas Brahtel)
Hier führt der Blick ins Innere eines Heißluftballons während der Aufblasphase. Stoffbahnen wölben sich, Nähte zeichnen klare Linien und blaues Licht erfüllt den Raum. Der Fotograf nutzt die Symmetrie der Bahnen sehr gut: Sie lenken den Blick ins Zentrum und betonen die Tiefe. Das Glühen verwandelt den Ballon in einen stillen, beinahe organischen Raum.
Über den Wolken von Uschi Hermann

über den Wolken
(Bild: Uschi Hermann)
Auf einem Felsvorsprung steht ein einzelner Wanderer und blickt über ein dichtes Wolkenmeer hinweg zu den Gipfeln der Alpen. Die tief stehende Sonne taucht die Felsen und Wolken in warmes Licht und zeichnet klare Konturen. Der Mensch im Vordergrund setzt einen starken Maßstab und verleiht der weiten Landschaft eine menschliche Dimension.
Zu(g) schnell von Lightpix84

Zu(g) schnell
(Bild: Lightpix84)
Ein Zug zieht als leuchtender Streifen durch die Landschaft. Wegen der Langzeitbelichtung sind zwar keine Details erkennbar, jedoch erkennt man den ICE sofort. Seine Geschwindigkeit ist geradezu spürbar. Horizontale Linien dominieren das Bild und verstärken den Eindruck von Geschwindigkeit. Der Hintergrund ist so bearbeitet, dass er ebenfalls verwischt und dem hellen Streifen Raum gibt.
Lesen Sie auch
(vat)
Künstliche Intelligenz
Zwei Tage zu Kotlin: Jetzt noch Tickets für die Online-Konferenz sichern
Am 24. und 25. Februar 2026 findet die betterCode() Kotlin statt. Die zwei Tage der von iX und dpunkt.verlag veranstalteten Online-Konferenz sind im Paket oder einzeln buchbar.
Weiterlesen nach der Anzeige
Der erste Konferenztag konzentriert sich auf die Entwicklung für Android und den Desktop. Dabei stehen unter anderem Jetpack Compose und Code-Sharing in Kotlin Multiplatform im Fokus.
Tag zwei zeigt fortgeschrittene neue und kommende Features der Programmiersprache wie Context Parameter und Rich Errors. Außerdem gibt er Einblicke in das Koog-Framework für AI Agents und Unit-Tests für Ktor-Anwendungen.
Jetpack Compose, Ktor und Koog
Das Programm der betterCode() Kotlin bietet deutsch- und englischsprachige Vorträge unter anderem zu folgenden Themen:
- Compose Deep Dive
- Kotlin Symbol Processing & Annotationen: Smarte DSGVO-Datenerfassung
- Ktor-Services Unit-testen
- Koog your own AI! Delicious recipes
- From Classes To Functions
- Mistakes You Make Using Kotlin Coroutine
- Data Visualization with Kotlin for Finance
Zusätzliche Online-Workshops
Die Tickets für einen Konferenztag kosten jeweils 299 Euro (alle Preise zzgl. 19 % MwSt.). Das Zweitagesticket ist für 549 Euro erhältlich.
Weiterlesen nach der Anzeige
Der zusätzlich buchbare ganztägige Workshop „Deep Dive into Testing mit Kotlin“ kostet 549 Euro.
Wer über den Verlauf der betterCode()-Konferenzen auf dem Laufenden bleiben möchte, kann sich für den Newsletter eintragen.
(rme)
Künstliche Intelligenz
Wissen zum Nachbauen: TIB startet Open-Source-Plattform für die Forschung
Die Reproduzierbarkeit wissenschaftlicher Ergebnisse ist ein Grundpfeiler seriöser Forschung. In der Praxis ist dieser Anspruch aber oft schwer einzulösen. Klassische Publikationen liefern zwar theoretische Erkenntnisse, lassen aber die zugrunde liegenden Rohdaten und Analyse-Codes häufig im Dunkeln. Das Leibniz-Informationszentrum Technik und Naturwissenschaften (TIB) in Hannover will diese Lücke nun mit dem TIB Knowledge Loom schließen. Seit Donnerstag ist diese digitale Bibliothek online, mit dem Ziel, wissenschaftliche Dokumentation grundlegend zu verändern.
Weiterlesen nach der Anzeige
Im Kern geht es um die Überwindung der reinen Textform. Während herkömmliche Archive Daten oft nur als statische Anhänge behandeln, integriert der „Webstuhl des Wissens“ sämtliche Komponenten eines Forschungsprojekts in einer strukturierten Umgebung. Wissenschaftliche Aussagen würden auf granularen Ebene kuratiert und direkt mit den spezifischen Nachweisen verknüpft, erläutert das TIB. Da jede Aussage einen eigenen Digital Object Identifier (DOI) erhalte, werde Forschung nicht nur transparenter, sondern auch präzise zitierbar. Referenzen könnten sich so auf konkrete Datenpunkte beziehen statt nur auf ein hunderte Seiten langes Gesamtdokument.
Datensouveränität und offener Zugang
Der Gründer des Projekts, Markus Stocker, sieht im Start den Höhepunkt einer langjährigen Entwicklung. Ihm schwebt eine umfassende Digitalisierung der Forschung vor, die weit über das Lesen von PDFs hinausgeht. Durch die maschinenlesbare Aufbereitung der Informationen soll die Plattform sogar dabei helfen, gesellschaftliche Herausforderungen schneller zu bewältigen: Forscher könnten weltweit auf valide, reproduzierbare Ergebnisse aufsetzen. Das System ist fachübergreifend ausgelegt und bietet Unterstützung für Disziplinen von der Architektur bis zur Physik.
Besonders in Zeiten politischer Unsicherheiten gewinnt das Thema Datensouveränität an Bedeutung. Die Abhängigkeit von internationalen Datenbanken wurde der Wissenschaft in der jüngsten Vergangenheit schmerzhaft bewusst. Vor diesem Hintergrund fungiert die TIB als öffentlich finanzierte Einrichtung als verlässlicher Anker. Da die Plattform sowohl Open Access als auch Open Source ist, stehen sämtliche Kurations- und Publikationsdienste kostenlos zur Verfügung. Das soll sicherstellen, dass die Qualität der Daten über die Sichtbarkeit entscheidet, nicht das Budget.
Für die tägliche Arbeit sollen Forscher die volle Kontrolle behalten. Wer seine Ergebnisse im Knowledge Loom veröffentlicht, entscheidet selbst, ob der Code geteilt wird oder Datensätze zunächst nur beschrieben werden. Für den Prozess der Begutachtung durch unabhängige Dritte (Peer-Review) ist ein geschützter privater Zugriff in Vorbereitung. Um den Einstieg zu erleichtern, bietet die TIB Schulungen und Online-Sprechstunden an. Damit will die Bibliothek ihren Ruf als zentrale Drehscheibe für eine moderne Wissenschaftskommunikation festigen, die Wissen nicht nur archiviert, sondern aktiv für die Wiederverwendung aufbereitet.
(cku)
Künstliche Intelligenz
iX-Workshop Softwarearchitektur für KI-Systeme – skalierbare Lösungen entwickeln
KI-Projekte scheitern selten an der Technik, oft aber an fehlender Struktur. Wer KI sicher und nachhaltig im Unternehmen verankern will, braucht ein solides architektonisches Fundament.
Weiterlesen nach der Anzeige
Im Workshop Softwarearchitektur für KI-Systeme: iSAQB CPSA Advanced Level erfahren Sie praxisnah, wie Sie KI-Architekturen konzipieren, die den Anforderungen an Skalierbarkeit, Sicherheit und Wartbarkeit gerecht werden. Sie lernen, Machine Learning und Generative KI in bestehende IT-Landschaften zu integrieren, robuste Datenpipelines zu erstellen und regulatorische Anforderungen, wie die des EU AI Acts, zu erfüllen. Auch ethische Fragestellungen und bewährte Design Patterns sind Teil des Workshops.
Fallstudien und reale Szenarien
Der Workshop ist praxisnah aufgebaut. Sie arbeiten an einer Fallstudie und entwickeln reale Szenarien für KI-Architekturen. Dabei üben Sie, Daten zu akquirieren und zu verarbeiten, skalierbare Design Patterns anzuwenden und Sicherheitskonzepte umzusetzen.
|
März 30.03. – 02.04.2026 |
Online-Workshop, 09:00 – 17:00 Uhr 10 % Frühbucher-Rabatt bis zum 02. Mrz. 2026 |
|
September 22.09. – 25.09.2026 |
Online-Workshop, 09:00 – 17:00 Uhr 10 % Frühbucher-Rabatt bis zum 26. Aug. 2026 |
Der Workshop richtet sich an Softwarearchitekten und KI-Interessierte, die skalierbare KI-Lösungen in ihre IT-Strukturen integrieren und zukunftssichere Lösungen entwickeln möchten.
Durchgeführt wird der Workshop von Dimitri Blatner, einem anerkannten Experten für Softwarearchitektur, IT-Beratung und digitales Innovationsmanagement. Er verfügt über langjährige Erfahrung in der Entwicklung komplexer IT-Systeme, insbesondere in den Bereichen KI, Cloud und DevOps.

(ilk)
-
Entwicklung & Codevor 3 MonatenKommandozeile adé: Praktische, grafische Git-Verwaltung für den Mac
-
Künstliche Intelligenzvor 2 MonatenSchnelles Boot statt Bus und Bahn: Was sich von London und New York lernen lässt
-
Apps & Mobile Entwicklungvor 3 MonatenHuawei Mate 80 Pro Max: Tandem-OLED mit 8.000 cd/m² für das Flaggschiff-Smartphone
-
Apps & Mobile Entwicklungvor 3 MonatenFast 5 GB pro mm²: Sandisk und Kioxia kommen mit höchster Bitdichte zum ISSCC
-
Social Mediavor 3 TagenCommunity Management zwischen Reichweite und Verantwortung
-
Entwicklung & Codevor 2 MonatenKommentar: Anthropic verschenkt MCP – mit fragwürdigen Hintertüren
-
Datenschutz & Sicherheitvor 2 MonatenSyncthing‑Fork unter fremder Kontrolle? Community schluckt das nicht
-
Social Mediavor 2 MonatenDie meistgehörten Gastfolgen 2025 im Feed & Fudder Podcast – Social Media, Recruiting und Karriere-Insights
