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Nach Nutzerprotesten: Discord distanziert sich von Partner zur Altersüberprüfung


Der Ärger um die Einführung von Altersprüfungen bei Discord hält an. Nach einer Flut von negativen Reaktionen von Nutzerinnen und Nutzern distanziert sich die Social-Media-Plattform nun von Persona, einem Anbieter für Altersüberprüfungen. Discord habe „einen begrenzten Test von Persona in Großbritannien durchgeführt“. In Australien und Großbritannien war die Altersüberprüfung bereits im vergangenen Jahr eingeführt worden. „(D)ieser Test ist inzwischen abgeschlossen“. Das erklärte die Leiterin der Produktpolitik bei Discord, Savannah Badalich, in einer E-Mail an das US-Tech-Portal The Verge.

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Anfang Februar hatte Discord bekannt gegeben, im März auf seiner Plattform eine Altersüberprüfung einzuführen. Dann würden alle neuen und bestehenden Benutzerkonten weltweit automatisch auf „jugendgerechte Erfahrung mit aktualisierten Kommunikationseinstellungen, eingeschränktem Zugang zu altersbegrenzten Bereichen und Inhaltsfiltern“ eingestellt, so das Unternehmen. Für den vollständigen Zugriff auf alle Inhalte der Plattform sei möglicherweise ein Gesichtsscan oder die Vorlage eines Ausweises nötig.

Nach Protesten von Usern ruderte Discord bereits wenige Tage später zurück. Ein Gesichtsscan oder die Vorlage eines Ausweisdokuments werde nur für eine Minderheit von Nutzerinnen und Nutzern notwendig, hieß es nun. Ein KI-Modell werde das Alter der meisten User automatisch schätzen.

Doch der Ärger kochte weiter. Wegen der Partnerschaft mit Persona warfen Nutzerinnen und Nutzer in den sozialen Medien Discord vor, „gelogen“ zu haben, was die Handhabung von Gesichtsscans und ID-Uploads angeht. Laut The Verge hieß es in einer archivierten Version der Support-Seite von Discord, dass User in Großbritannien „Teil eines Experiments sein könnten“, bei dem ihre Altersüberprüfungsdaten über Persona verarbeitet werden. Die aufgebrachten User verwiesen auf die Datenschutzrichtlinie von Persona, in der es heißt, dass das Unternehmen personenbezogene Daten von Nutzern über „Datenbanken von Drittanbietern, Regierungsunterlagen und andere öffentlich zugängliche Quellen“ einholen kann.

Laut einer archivierten Version der Website entfernte Discord die Erwähnung von Persona um den 15. Februar aus seiner Support-Seite, so The Verge weiter. Gegenüber dem Tech-Portal Ars Technica erklärte Rick Song, CEO von Persona, dass sein Unternehmen die im Rahmen des Tests von Discord gesammelten Informationen unmittelbar nach der Überprüfung gelöscht habe.

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Darüber hinaus hat Discord nur die Verwendung von k-ID zur Altersüberprüfung angegeben. k-ID ist eine auf Sicherheits- und Datenschutzlösungen für digitale Plattformen spezialisierte Compliance-Plattform. Sie ermöglicht die Altersschätzung anhand von Gesichtsscans und kann die Überprüfung von Ausweisdokumenten durch ein Unternehmen namens Veratad unterstützen, schreibt The Verge. Discord behauptet, dass die für die Gesichtsscans verwendete Technologie zur Altersschätzung lokal auf dem Gerät der User ausgeführt wird, ohne dass das Video-Selfie hochgeladen wird. Bilder der Ausweisdokumente und ID-Match-Selfies würden direkt nach der Bestätigung der Altersgruppe gelöscht, und das für die Schätzung des Gesichtsalters verwendete Video-Selfie verlasse niemals das Gerät der User. „Wir bewerten regelmäßig unsere Partneranbieter, um unsere Altersüberprüfung zu verbessern und die Optionen für die Nutzer zu erweitern, wobei wir den Datenschutz in den Vordergrund stellen“, so Badalich gegenüber The Verge.

Laut Discord muss die „überwiegende Mehrheit“ der Nutzerinnen und Nutzer ihr Alter auf der Plattform ohnehin nicht verifizieren. Weil entweder das von ihnen verwendete maschinelle Lernmodell zur Altersschätzung auf der Grundlage vorhandener Kontoinformationen, Geräte- und Aktivitätsdaten feststellt, dass dies nicht erforderlich ist, oder weil sie nicht auf Einstellungen oder Inhalte zugreifen, die eine Altersprüfung nötig machen.


(akn)



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Apples Zulieferer: So verhindert der Konzern Software-Leaks


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Es ist wie ein kleines Wunder: Obwohl bei Apples Zulieferern in China Abertausende Menschen beschäftigt sind, sickert in Sachen Software ganz selten mal etwas nach außen in die Öffentlichkeit durch. In den meisten Fällen liegen die Quellen für Leaks woanders. Und das, obwohl gerade neue iPhone-Generationen die neueste, zum Zeitpunkt des Baus der Geräte noch unveröffentlichte Software benötigen – die folglich auch in den Fabriken für Tests und den späteren Verkauf aufgespielt werden muss. Offenbar verhindert ein umfassendes Sicherheitskonzept Leaks, wie ein Bericht nahelegt.

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Das Apple-Blog AppleInsider beruft sich hierbei auf Personen mit Wissen um die internen Abläufe bei den Apple-Zuliefererbetrieben. Apple treffe demnach nicht nur räumlich und beim Zugang, sondern speziell auch bei der Technik massive Vorkehrungen, um Leaks zu verhindern. Die Vorabversionen der Software werden in den Fabriken gerade in den frühen Produktionsphasen unter anderem dafür benötigt, um Gerätefunktionen zu testen und Qualitätssicherung zu betreiben.

Dem Bericht zufolge werden speziell gesicherte Räume eingesetzt, zu denen es nur eine einzige Tür als Zugang gibt und die – wie die Türen in den Apple-Arbeitsstätten weltweit – mit einem Badge-Scanner abgesichert sind. Zusätzlich werde Sicherheitspersonal eingesetzt, das die Badges von Apple-Mitarbeitern beim Betreten prüfe. Vorhänge sollen verhindern, dass nicht autorisiertes Personal von außen Einblick erhält. Zusätzlich sollen Kameras mit hoher Auflösung die Arbeitsräume, Lagerregale und Teilebehälter absichern. Deren Aufzeichnungen werden auf einem Server in einem separaten, ebenfalls zugangsbeschränkten Raum gesichert.

Bei der Auswahl der Mitarbeiter, die den Raum betreten dürfen, gehe Apple sehr restriktiv vor. Vorzugsweise würden eigene Mitarbeiter Zugang erhalten. Diese dürfen auch Laptops und USB-Sticks mit sich führen. Mitarbeiter der Zulieferbetriebe dürfen nur mit spezieller Genehmigung in die Räume und müssen hierfür vorher eine Verschwiegenheitserklärung (NDA) unterzeichnen. Sie dürfen kein Mobiltelefon, keine Kamera und keine Aufnahmegeräte bei sich führen. Scanner tragen dafür Sorge, dass sie sich daran halten.

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Apple habe aber zusätzlich auch das technische Gerät speziell abgesichert. Als Workstations kommen präparierte Mac minis zum Einsatz. Mit diesen können keine E-Mails verschickt werden, die USB-Anschlüsse sind gesperrt und WLAN ist deaktiviert. Auch sind ihre Netzwerkzugänge physisch vom restlichen Fabriknetzwerk getrennt. Die Testgeräte selbst werden auf ihre WLAN-Aktivität überwacht und können im Internet nur auf zugelassene Adressen zugreifen. Bluetooth und WLAN seien ansonsten dauerhaft deaktiviert und Kameralinsen sowie SIM-Schächte versiegelt.

Apple setzt laut den Erkenntnissen des Berichts zudem eine spezielle Testversion seines Betriebssystems ein, die VendorUI genannt wird. Deren Existenz war schon bei früheren iOS-Versionen bekannt geworden. Damit können Buttons, Lautsprecher, Anschlüsse, Touch ID und Face ID einzeln geprüft werden. Der Face-ID-Test erfolge auch über die Animoji-Funktion in der Nachrichten-App, während Bewegungssensoren mit Tests in der Kompass-, Maßband- und Notizen-App auf ihre Funktion überprüft würden. Fehler, Abstürze und fehlende Features werden geloggt und gemeldet.


(mki)



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swiftDialog 3.0: Moderne Benachrichtigungen für macOS-Admins


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Das Admin-Werkzeug swiftDialog ist in Version 3.0 erschienen und setzt ab sofort macOS 15 oder neuer voraus. Zu den wichtigsten Neuerungen zählt der Inspect-Modus, der über die Apple-FSEvents-API das Dateisystem in Echtzeit überwacht und sich für Compliance-Checks, Software-Deployments oder Device-Enrollment eignet. Die gesamte Dokumentation wurde auf eine zentrale Website unter swiftdialog.app verlegt.

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swiftDialog ist ein auf SwiftUI basierendes Open-Source-Werkzeug für macOS, mit dem Mac-Administratoren benutzerdefinierte Dialoge, Formulare und informative Nachrichten für die Anwender erstellen können. Das Tool kommt vor allem in Skripten und MDM-Workflows zum Einsatz und lässt sich mit Systemen wie Jamf Pro, Munki oder SimpleMDM kombinieren.

Mit Version 3.0 verabschiedet sich swiftDialog von der Unterstützung für macOS 14 und früher. Nutzer älterer Systeme müssen bei Version 2.6.5 bleiben. Aufgrund der neuen Mindestanforderung können die Entwickler modernere APIs nutzen und veraltete Methoden aus dem SDK entfernen. Zudem wurde /usr/local/bin/dialog zu einem Symlink auf das kompilierte Swift-Binary „dialogcli“ umgebaut, was die App relokalisierbar macht. Die direkte Nutzung des Dialog-Binaries gilt künftig als deprecated.

Die neue Version bringt visuelle Anpassungen für macOS 26: Die Software setzt hier auf das Liquid-Glass-Design. Dazu gehört ein neues Squircle-Icon. Das Default-Icon nutzt nun die AppIcon-Ressource statt eines SF-Symbols. Außerdem entfernten die Entwickler alte Boilerplate-Texte für Title und Message – leere Felder erzeugen nun tatsächlich eine leere Anzeige.

Ferner wurde der Builder-Modus mit Fixes und neuen Layouts aktualisiert. Buttons lassen sich jetzt mit Symbolen versehen, deren Position, Größe, Stil und Farbe anpassbar sind. Die Kommandozeilenoption --position x,y erlaubt die exakte Bildschirmpositionierung. Mehrere Icons oder Bilder können als kommagetrennte Liste übergeben werden. Dropdown-Menüs sind durchsuchbar, Textfelder vom Typ „fileselect“ akzeptieren initiale Pfade.

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Weitere Ergänzungen umfassen die Unterstützung für animierte GIFs, Sound-Wiedergabe aus Dateien oder URLs, Inline-Textfarbsteuerung und eine anpassbare lineare Progress-Bar, die einen macOS-26-Bug umgeht. Mit --showdockicon, --dockicon und --dockbadge lässt sich die Dock-Darstellung steuern. Die Option --hideotherapps blendet andere Anwendungen aus.

Die vollständigen Release Notes zu swiftDialog 3.0 listen alle Änderungen und neuen Kommandozeilenoptionen auf. Nutzer älterer macOS-Versionen finden dort auch Hinweise auf kompatible Vorgängerversionen.


(fo)



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CIA-Briefing zu Taiwan: Apple-Chef Tim Cook schlief schlecht


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Es war ein Zusammentreffen mit Seltenheitswert: Im Juli 2023 wurde Apple-Chef Tim Cook zusammen mit CEOs weiterer großer US-Technikunternehmen zu einem Briefing des amerikanischen Auslandsgeheimdienstes CIA eingeladen. Das Thema: die brenzlige Situation in Taiwan. US-amerikanische Behörden befürchten seit Langem, dass China sich die Inselrepublik einverleiben könnte. Dies würde auch in der Weltwirtschaft ein Erdbeben auslösen. Besonders betroffen: die US-Tech-Industrie. Cook habe später gesagt, dass er die Nacht nach dem Briefing mit einem offenen Auge geschlafen habe, berichtet die New York Times.

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Wenn Taiwan ausfällt, fällt auch Apple: Der iPhone-Hersteller ist komplett abhängig von den Chips seines Zulieferers TSMC. Dennoch tun die US-Konzerne viel zu wenig, um diese Abhängigkeit zu reduzieren, heißt es in dem Bericht. Nicht erst seit der Präsidentschaft von Donald Trump versuchen US-Regierungen die Tech-Industrie dazu zu bewegen, die Chipproduktion zumindest zum Teil ins eigene Land zu holen. Während Präsident Joe Biden Anreize setzen wollte, versucht es Trump mit der Androhung von Zöllen.

Doch auch wenn Cook schlecht schlafen konnte: Der damalige CIA-Direktor William Burns und die Direktorin der Nationalen Nachrichtendienste, Avril Haines, konnten vor drei Jahren keinen so nachhaltigen Schock auslösen, dass Apple nennenswerte Bestellungen bei US-amerikanischen Chipherstellern aufgab. In dem Briefing, das von Handelsministerin Gina Raimondo initiiert worden sei, sei vor einem möglichen chinesischen Angriff auf Taiwan im Jahr 2027 gewarnt worden, heißt es unter Berufung auf nicht genannte Teilnehmer. Neben Cook nahmen Nvidia-CEO Jensen Huang und AMD-Chefin Lisa Su teil. Qualcomm-CEO Cristiano Amon sei per Video zugeschaltet worden.

Die Zollpolitik habe sich da als schlagkräftiger erwiesen. Apple versprach der US-Regierung Investitionen in Höhe von 600 Milliarden US-Dollar in den USA. Diese Gelder sollen unter anderem zur Unterstützung von TSMC und anderen Chipherstellern fließen. Aktuell kündigte Apple auch an, im Zuge seiner US-Investitionen den Mac mini im eigenen Land zusammenzubauen. Apple prüfe zudem, mit Intel als Fertigungspartner zusammenzuarbeiten. Mit dem Apple Silicon hatte sich Apple vor knapp sechs Jahren von Intel als Zulieferer verabschiedet – diesmal würde Intel allerdings Apples eigene Chips fertigen und Apple nicht Intels x86-Chips verbauen.

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Die Auswirkungen eines wirtschaftlichen Ausfalls von Taiwan beziffert indessen ein vertraulicher Branchenreport. Demzufolge würde das US-Bruttoinlandsprodukt um elf Prozent absacken – doppelt so stark wie während der Finanzkrise im Jahr 2008. China würde zwar auch massiv unter den Auswirkungen leiden. Spätestens seit dem Einmarsch Russlands in die Ukraine ist aber die Skepsis gewachsen, dass sich ein potenzieller Aggressor von den wirtschaftlichen Auswirkungen eines Angriffs abschrecken lässt.


(mki)



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