Künstliche Intelligenz
PDF-Standard bekommt Brotli-Kompression für 20 Prozent kleinere Dateien
Die PDF Association hat angekündigt, den Kompressionsalgorithmus Brotli als neuen Filter in den PDF-2.0-Standard zu integrieren. Konkret verspricht die Neuerung durchschnittlich 20 Prozent kleinere PDF-Dateien ohne Qualitätsverlust. Erste Sample-PDFs für Entwickler sind bereits verfügbar.
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Brotli ist ein freier Kompressionsalgorithmus von Google, der ursprünglich für statische Web-Assets entwickelt wurde und in RFC 7932 spezifiziert ist. Anders als das bisher in PDFs eingesetzte Deflate-Verfahren, das auch in ZIP- und GZIP-Archiven zum Einsatz kommt, erreicht Brotli bei maximaler Kompression eine höhere Datendichte. Der neue Filter „BrotliDecode“ ergänzt die bestehenden PDF-Kompressionsverfahren wie DCTDecode für JPEG, JPXDecode für JPEG 2000 oder FlateDecode für Deflate.
Vergleichstests zeigen unterschiedliche Ergebnisse
In einer Diskussion auf Hacker News teilten Entwickler Testergebnisse mit verschiedenen PDF-Sammlungen. Bei 55 Testdateien erreichte Brotli eine Gesamtgröße von 37,06 MByte, während Deflate 38,80 MByte benötigte – ein Vorteil von rund 4,5 Prozent. Eine einzelne 15-MByte-Datei schrumpfte auf 4,5 MByte, eine 19-KByte-Rechnung auf 16,1 KByte. Die tatsächlichen Kompressionsgewinne hängen stark vom Inhalt ab, da viele PDFs bereits Deflate-komprimierte Datenströme enthalten.
Zum Vergleich testeten Nutzer auch Zstandard (Zstd), einen von Facebook entwickelten Kompressionsalgorithmus. Bei maximalen Einstellungen (Brotli Level 11, Zstd Level 22) zeigte sich Brotli in den meisten Fällen minimal überlegen. Allerdings ist Zstd bei der Dekompression etwa doppelt so schnell – ein relevanter Faktor für PDFs, die häufig geöffnet werden.
Kompatibilität als kritischer Faktor
Allerdings äußert ein Teil der Community Bedenken hinsichtlich der Abwärtskompatibilität. PDF gilt als Archivformat, das über Jahrzehnte lesbar bleiben muss. Ältere PDF-Reader, die den Brotli-Filter nicht kennen, können die komprimierten Inhalte nicht darstellen. Die PDF Association betont zwar, dass neue Features „nahtlos mit existierenden Readern“ funktionieren sollen, doch die Einführung eines unbekannten Filters widerspricht diesem Prinzip.
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Adobe Acrobat Reader unterstützt Brotli-komprimierte PDFs derzeit noch nicht. Auch in Browser-PDF-Viewern ist die Unterstützung uneinheitlich: Chrome könnte über seine integrierte Brotli-Bibliothek einen Vorteil haben, während Firefox und Edge vorerst auf Updates angewiesen sind. Open-Source-Projekte wie MuPDF und Ghostscript arbeiten laut PDF Association an experimentellen Implementierungen, während die PDF-Bibliothek iText bereits Googles Brotli-Referenzcode integriert hat.
Relevanz für Unternehmen und Behörden
Für Organisationen mit großen PDF-Archiven ergeben sich erhebliche Einsparpotenziale. Bei einem Datenbestand von einem Petabyte entsprechen 20 Prozent Kompressionsgewinn 200 Terabyte weniger Speicherbedarf. In Deutschland ist das besonders für GoBD-konforme Archivierung und ZUGFeRD-Rechnungen relevant, bei denen elektronische Dokumente langfristig aufbewahrt werden müssen.
Die PDF Association hat den Brotli-Filter im Rahmen ihrer Technical Working Groups entwickelt. Auf dem Symposium on Advancing the PDF Imaging Model im Oktober 2023 hatte die Organisation um Feedback zu verschiedenen Verbesserungen gebeten, darunter auch neue Kompressionsverfahren. Neben Brotli wurden auch Zstandard und XZ evaluiert. Die endgültige Aufnahme in die ISO-32000-Spezifikation wird für 2026 oder 2027 erwartet, ein konkreter Termin steht noch nicht fest.
Parallel diskutiert die PDF Association weitere Kompressionsverfahren wie JPEG XL für Bilddaten. Das über 30 Jahre alte PDF-Format soll so an moderne Anforderungen angepasst werden, während gleichzeitig die Kompatibilität mit bestehenden Dokumenten gewahrt bleibt – ein Spagat, der sich bei Brotli als besondere Herausforderung erweist.
(fo)
Künstliche Intelligenz
Nach Metas Kurswechsel: So geht es weiter mit dem Metaverse
Meta entließ vergangene Woche rund 1.500 Angestellte der VR-Sparte. Der personelle Einschnitt entspricht etwa zehn Prozent der Reality-Labs-Abteilung, die VR-Brillen und Smart Glasses entwickelt. Meta erklärte, dass man Investitionen vom Metaverse in Richtung KI-Brillen und Wearables umverteilen werde. Ein Geschäftsbereich, der derzeit deutlich stärkere Wachstumssignale zeigt als Virtual Reality.
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Eine Woche später bezog Reality-Labs-Leiter Andrew Bosworth erstmals Stellung zu Metas Kurswechsel. Er legte dar, warum es zu den Einschnitten kam und wie die neue Metaverse-Strategie aussieht. Meta hat im Einklang mit dieser noch in der gleichen Woche Änderungen an Horizon OS angekündigt, dem Betriebssystem der VR-Brille Meta Quest.
Das Metaverse-Projekt lebt weiter – aber auf Smartphones statt VR
„Virtual Reality wächst offensichtlich langsamer, als wir hofften“, räumte Bosworth im Gespräch mit dem Tech-Newsletter Sources ein. Meta halte an gewichtigen Investitionen in das Metaverse fest, wolle jedoch sicherstellen, dass die Aufwendungen angemessen seien.
Während Meta mehreren Berichten zufolge weiterhin an neuer VR-Hardware arbeitet, findet der eigentliche Umbruch auf der Softwareseite statt.
Die neue VR-Strategie trifft das Herzstück von Metas Metaverse-Wette: die eigene Metaverse-Plattform Horizon, auf die das Betriebssystem und das Nutzererlebnis in den letzten Jahren zugeschnitten wurden. Horizon hätte das VR-Pendant zu Metaverse-Plattformen wie Roblox, Fortnite und Minecraft werden sollen, stieß bei vielen VR-Nutzern jedoch auf breite Ablehnung. Zudem konkurrierte Meta durch kostenlose Horizon-Inhalte direkt mit externen Studios, was heftige Kritik seitens der Entwickler nach sich zog.

Mark Zuckerbergs „Horizon“-Selfie, das 2022 für viel Häme im Internet sorgte.
(Bild: Meta)
Die Botschaft der Verbraucher und Entwickler ist mittlerweile bei Meta angekommen. In einem Interview mit dem US-Portal Axios auf YouTube erklärte Bosworth, dass man VR künftig „VR sein lassen“ und sich auf Inhalte externer Studios sowie das bestehende Ökosystem fokussieren werde.
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Horizon, das ursprünglich für VR-Brillen entwickelt wurde und seit längerem auch für Smartphones erhältlich ist, soll nun fast ausschließlich auf letztere Geräte ausgerichtet werden. „Wir haben unseren Fokus im letzten Jahr auf den Mobilmarkt verschoben, und das läuft wirklich gut. Deshalb möchten wir diesen Bereich jetzt weiter ausbauen“, sagte Bosworth.
Erste Horizon-Features verschwinden
Auf die Worte folgten Taten: Am Mittwoch kündigte Meta an, den von vielen VR-Nutzern verpönten Horizon Feed zu entfernen. Die Startseite, die sich unaufgefordert bei jedem Starten des Headsets öffnet, diente lange Zeit dazu, Nutzern kostenlose Inhalte aus Horizon aufzudrängen. Ersetzt wird der Horizon Feed durch eine neue Bedienoberfläche, die die App-Bibliothek und den Store ins Zentrum rückt.
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Kehrt Meta damit wirklich von seiner destruktiven Metaverse-Vision ab und wendet sich wieder stärker den Bedürfnissen unabhängiger VR-Entwickler zu? Die Abkehr von Horizon deutet zumindest darauf hin. Auch die Schließung fast aller First-Party-Studios stützt diese These: Bisher trat der Konzern mit millionenschweren Eigenproduktionen in direkten Wettbewerb zu externen Studios. Ein ungleicher Kampf, der nun beendet scheint.
Auf der anderen Seite bleibt unklar, wie viel Substanz Metas Bekenntnis zum Ökosystem tatsächlich hat. Gerüchten zufolge sollen Förder- und Inkubatorprogramme für externe Studios gestrichen worden sein. Zudem wird die weitverbreitete Quest-Piraterie von Meta weiterhin geduldet. Ob der Kurswechsel durchgehalten wird oder sich lediglich als eine weitere flüchtige Episode in Metas sprunghafter VR-Strategie erweist, bleibt abzuwarten.
(tobe)
Künstliche Intelligenz
Mini-PC Gmktec Nucbox M6 Ultra im Test: 32 GB DDR5 RAM & Ryzen 5 für nur 460 €
Die Gmktec Nucbox M6 Ultra bietet mit 32 GB DDR5 RAM und dem Ryzen-5-Prozessor ansprechende Hardware.
Mit der Nucbox M6 Ultra liefert Gmktec eine weitere Iteration der mittlerweile vierzehnteiligen Nucbox-Serie. In der Testversion unseres M6 Ultra stecken ein AMD Ryzen 5 7640HS, 32 GB Arbeitsspeicher (RAM) und 1 TB SSD-Speicher. Eine abgespeckte Konfiguration mit 16 GB RAM und 512 GB SSD ist auch im Angebot. Für viele ist sicherlich auch die Barebone-Variante ohne RAM und SSD spannend. Wir haben uns den Mini-PC für 460 Euro angesehen und berichten, was die Nucbox M6 Ultra noch so alles zu bieten hat.
Das Testgerät hat uns der Hersteller zur Verfügung gestellt.
Ausstattung: Welche Hardware bietet die Gmktec Nucbox M6 Ultra?
Die Nucbox M6 Ultra kommt mit einem AMD Ryzen 5 7640HS, dem sechs Kerne bei 12 Threads zur Verfügung stehen. Die CPU hat einen Grundtakt von 4,3 GHz und einen Turbo-Takt von 5,0 GHz. Sie gehört zur Zen-4-Architektur (Phoenix) und ist im 4-Nm-Verfahren gefertigt. Die thermische Verlustleistung (TDP) liegt bei 45 W, die maximale Betriebstemperatur bei 100 Grad. Als Grafikeinheit kommt die AMD Radeon 760M mit acht Kernen bei einem Takt von 2600 MHz zum Einsatz.
In unserem Testgerät stecken 32 GB DDR5-RAM in Form von zwei 16 GB großen SODIMM-Modulen, allerdings bieten diese eine (für DDR5-Verhältnisse) etwas enttäuschende Übertragungsrate von 4800 MT/s. Unterstützt werden bis zu 128 GB an RAM. Die NVMe-SSD mit PCIe 4.0 verfügt über 1 TB und hat laut Crystaldiskmark eine maximale Lesegeschwindigkeit von 3554 MB/s und eine Schreibgeschwindigkeit von 2581 MB/s. Hier kann man dank zweitem M.2-Slot auf bis zu 8 TB aufrüsten.
Bei den Anschlüssen fällt direkt der USB-4.0-Port mit einer Übertragungsgeschwindigkeit von 40 GB/s positiv auf. Er unterstützt neben Displayport auch Power-Delivery-Input bis 100 W und ist ungewöhnlicherweise vorne am Mini-PC angebracht. Damit kann man den Mini-PC auch per USB-C mit Strom versorgen. Zusätzlich bietet die Nucbox zwei USB-3.2-Anschlüsse vorne sowie einen weiteren USB-3.2-Anschluss und einen USB-2.0-Anschluss hinten.
Zum USB-4.0-Port gesellen sich noch HDMI 2.0 und Displayport 1.4 hinzu und ermöglichen somit, drei Monitore gleichzeitig anzuschließen. Ebenfalls erfreulich sind die zwei Ethernet-Ports mit einer Übertragungsgeschwindigkeit von 2,5 Gbit/s. Für die traditionelle Stromversorgung dient ein DC-19-V-Anschluss mit Rundhohlstecker.
An Drahtlos-Schnittstellen bietet die Nucbox M6 Ultra indes Wi-Fi 6E (2,4 Gbit/s) und Bluetooth 5.2. Letzteres ist zwar nicht der neueste Stand der Technik, geht aber noch in Ordnung. Wi-Fi 6E ist hingegen erfreulich, häufig verwenden günstige Mini-PCs noch den veralteten Wi-Fi-5-Standard. Abgerundet wird die Auswahl an Anschlüssen durch einen 3,5-mm-Aux-Port.
Dem PC liegen ein HDMI-Kabel, ein 19-V-Netzteil mit Rundhohlstecker sowie eine Adapterplatte zur Montierung an Monitoren bei.
Gmktec Nucbox M6 Ultra – Bilder
Performance: Wie schnell ist die Gmktec Nucbox M6 Ultra?
Um die Performance des Mini-PCs mit Ryzen 5 7640HS zu untersuchen, haben wir ihn mehreren Benchmarks unterzogen. Mit diesen soll die generelle Leistung in verschiedenen Alltagsszenarien wie bei der Büroarbeit oder beim Zocken geprüft werden. Spannend ist insbesondere der Vergleich zum Minisforum UM760 Slim (Testbericht), der den gleichen Prozessor einsetzt.
Bei PCmark erzielt die Nucbox einen Wert von 6780 Punkten und liegt damit minimal unter dem UM760 Slim. Dabei handelt es sich um das Ergebnis der bisherigen Versionen 1.x. Seit Kurzem installieren neue Updates des Benchmarks hingegen aufsteigend ab der Versionsnummer ab 2.x. Entwickler UL Solutions weist im Changelog des Updates darauf hin, dass die Ergebnisse beider Versionen untereinander nicht vergleichbar sind. Mit der neuesten Workstation-Version erreichen wir entsprechend eine abweichende Punktzahl von 6929 Punkten. Bis auf Weiteres geben wir daher in unseren neuen Mini-PC-Tests beide Ergebnisse an, um die Vergleichbarkeit aufrechtzuerhalten.
Bei Cinebench R24 bekommt die Multi-Core-Performance 697 Punkte (UM760 Slim: 739), während die Single-Core-Leistung 103 Punkte erreicht (UM760 Slim: 104). Beim plattformübergreifenden Benchmark Geekbench 6 erzielt die CPU einen Single-Core-Wert von 2562 (UM760 Slim: 2608 Punkte) und einen Multi-Core-Wert von 10.850 Punkten (UM760 Slim: 10.795 Punkte). Der Open-CL-Score liegt hingegen bei 23.374 Punkten (Minisforum: 23.368).
3DMark Time Spy prüft die CPU- und GPU-Performance mit Blick auf die Gamingtauglichkeit. Hier bekommt die Nucbox M6 Ultra einen Gesamtwert von 2586 zugeschrieben, während die GPU einzeln betrachtet 2317 (Minisforum: 2300) und die CPU 7597 Punkte ergattert (Minisforum: 8006). Ein wirkliches Gaming-Biest ist die Nucbox M6 Ultra damit nicht. Bei modernen AAA-Spielen dürfte die Maschine schnell an die Grenzen des Ertragbaren kommen.
Lüfter: Wie laut ist die Gmktec Nucbox M6 Ultra und wie hoch ist die Leistungsaufnahme?
Der Lüfter in der Gmktec Nucbox M6 Ultra beglückt die Ohren mit bis zu 44,8 dB(A) unter Volllast und ist damit mehr als deutlich hörbar. Das verwundert auch nicht, denn die CPU erreicht Temperaturhöchstwerte von 91,4 Grad (um die 39 Grad im Idle), die der Lüfter natürlich im Hochbetrieb versucht zu senken. Selbst in einem Meter Entfernung zum Gerät erreicht die Lautstärke so noch bis zu 25 dB(A).
Bei der Stromaufnahme beobachten wir etwa 11 W im Idle und bis zu 65 W, wenn er auf Hochtouren arbeitet. Im BIOS kann der Stromverbrauch der CPU ein Stück weit angepasst werden. Hier stehen Silent-, Balance- und Performance-Mode zur Auswahl.
Mit welchen Betriebssystemen arbeitet die Gmktec Nucbox M6 Ultra?
Auf dem Mini-PC ist Windows 11 Pro in der Version 24H2 aufgespielt. Die Einrichtung unmittelbar nach dem Auspacken des Geräts funktioniert einwandfrei und ohne Internetzugang. Der anschließende vollständige Systemscan via Windows Defender zeigt keine Auffälligkeiten. An vorinstallierten Apps findet sich lediglich die Standard-Windows-Bloatware wieder. Mit aktivem Internetzugang stehen erwartungsgemäß einige Windows-Updates an, die ebenfalls reibungslos heruntergeladen und installiert werden.
Unter Ubuntu, welches wir über einen Stick booten, erkennt das System sofort das WLAN-Netzwerk und verbindet sich problemlos. Bluetooth können wir allerdings nicht aktivieren. Das ist verwunderlich und ein deutlicher Malus gegenüber anderen Modellen, die wir getestet haben.
Bauform: Wie ist die Verarbeitung der Gmktec Nucbox M6 Ultra?
Das 128, 8 x 47,8 x 127 mm große Gehäuse besteht vollständig aus Plastik ist robust und sauber verarbeitet. Allerdings ist der Logo-Aufdruck oben etwas schief angebracht. Auf die Waage bringt die Nucbox etwa 528 g. An den Seiten sowie hinten und unter dem Gehäuse befinden sich Lüftungsgitter. Um an das Innere des Mini-PCs zu gelangen, muss man den Deckel des Gehäuses abziehen. Anschließend gilt es, die vier Schrauben zu lösen, die den Lüfter festhalten. Den Lüfter samt Verdeck herauszunehmen, erfordert etwas Kraft und Vorsicht, da er natürlich per Kabel verbunden ist.
Preis: Was kostet die Gmktec Nucbox M6 Ultra?
Der Preis der Nucbox M6 Ultra liegt bei 460 Euro für die Ausstattung mit 32 GB SODIMM-DDR5 RAM und 1 TB SSD. Die 16/512-GB-Variante schlägt mit 380 Euro zu Buche. Für das Barebone-Modell ohne RAM und SSD zahlt man aktuell nur noch 239 Euro (Code M6ultra00)
Fazit
Die Gmktec Nucbox M6 Ultra wartet mit einer guten Verarbeitung sowie ein paar ansprechenden Features auf, darunter USB 4 und zwei LAN-Ports mit 2,5 Gbit/s. Letztere ermöglichen es, die Nucbox ohne Adapter auch für Firewall-Lösungen zu verwenden. Hinzu kommt eine grundsolide Leistung des Ryzen 5, die den Mini-PC für die Arbeit im Büro tauglich macht.
Wer ihn für anspruchsvollere Aufgaben verwenden möchte, sollte jedoch die hohe Lautstärke von bis zu 42 dB(A) sowie die schlechte Kühlung des Mini-PCs bedenken, die die CPU auf bis zu 91,4 °C unter Volllast hochtreibt. Schlussendlich bekommt man für den Preis aber einen grundsoliden Mini-PC, der für den Preis einige nützliche Funktionen bereithält.
Künstliche Intelligenz
Debatten um Stablecoins auf dem Weltwirtschaftsforum
Stablecoins und Krypto-Tokens für fast alle anderen Arten von Vermögenswerten waren eines der heißen Themen beim Jahrestreffen des Weltwirtschaftsforums in Davos diese Woche. In mehreren Runden lieferten sich die Repräsentanten von Zentral- und Geschäftsbanken Scharmützel über die Zukunft des Finanzsektors mit Vertretern von Kryptowährungen.
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Brian Armstrong, Gründer und CEO der Handelsplattform Coinbase, beschrieb in einem Vortrag die Zukunft des Finanzsektors aus Sicht der US-Kryptobranche so, dass es möglicherweise in einigen Jahren nur noch zehn herkömmliche nationale Währungen geben werde. Der Rest der Welt werde zu US-basierten Stablecoins und Bitcoin umgezogen sein, so Armstrongs Provokation.
Stablecoins sind Digitalgeld, das an den Kurs herkömmlicher Währungen (oder andere Vermögenswerte) gekoppelt ist. Üblicherweise werden Stablecoins durch Reserven in diesen Währungen oder durch passende Staatsanleihen abgesichert. Im vergangenen Jahr erreichten sie eine Gesamtkapitalsumme von knapp 300 Milliarden Euro. Das Gros machen die an den US-Dollar gekoppelten Stablecoins USDT (vom Unternehmen Tether) und USDC (von Circle) aus.
Donald Trumps Genius Act vom Sommer 2025 hat Stablecoins und der US-Kryptobranche insgesamt einen Boom beschert, den auch Europas Zentralbanken sehr genau beobachten. Frankreichs Zentralbank hat das Thema auch auf die Agenda der französischen G7-Präsidentschaft 2026 setzen lassen. Man wolle in diesem Kontext unter anderem über mögliche Harmonisierungen bei der Regulierung sprechen, sagte François Villeroy de Galhau, Gouverneur der französischen Zentralbank.
Dominante Dollar-Coins
Zum Aufwind, in dem sich die US-Kryptobranche dank der ihr freundlich gesonnenen US-Administration sieht, hat sie selbst beigetragen. Laut Brad Garlinghouse, CEO des Krypto-Finanztech-Unternehmens Ripple, habe man sich zur Wahl dieser Administration zusammengetan. Geht es nach dem Willen der Branche, muss die US-Administration aber weitere regulatorische Schritte tun. Europas MiCA-Verordnung gehe schon weiter, so Armstrong.
Die Kryptowährungsvertreter aus den USA fordern für sich, dass die US-Administration das bestehende Verbot einer Verzinsung der Stablecoins aufhebt. Im Zug einer stärkeren Tokenisierung von Vermögenswerten, beispielsweise auch von Immobilien, Staatsanleihen oder Fonds, werde sich das natürlich entwickeln, prophezeite Bill Winters, Group CEO der Bank Standard Chartered.
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Laut der Krypto-Banker wollen etablierte Investmentunternehmen wie Blackrock oder Apollo künftig Fondsanteile in Form von Tokens anbieten. Auch der belgische Finanzdienstleister Euroclear treibt entsprechende Projekte voran. Tokens für Immobilien und Fonds böten Firmen neue Liquiditätsquellen und Kleinanlegern einen einfacheren Zugang zu Finanzmarktprodukten, erklärte Valérie Urbain, CEO von Euroclear, in Davos.
Flucht in (Dollar-)Stablecoins
Auch Dan Katz vom Internationalen Währungsfonds nannte Inklusion und besseren Finanzmarktzugang unbestreitbare Vorteile von Stablecoins und Tokenization. In vielen Ländern Afrikas seien US-Dollar-basierte Stablecoins äußerst beliebt, berichtete Vera Songwe, Gründerin der Afrika-fokussierten Liquidity and Sustainability Facility.
Kunden aus Ländern mit hoher Inflation flöhen in US-basierte Stablecoins und hätten damit einfachen Zugang zum internationalen Finanzsystem. Unternehmer müssten bei internationalen Geschäftsabschlüssen ohnehin den Umweg über den Dollar machen, sagte Songwe. Vor allem könnten so aber auch die bislang hohen Transaktionskosten des klassischen Überweisungsverkehrs drastisch reduziert werden. Mit aktuell rund 7 Milliarden überstiegen diese laut Songwe die gesamte Entwicklungshilfe, die auf den Kontinent fließt.
Erste Ansätze, afrikanische Stablecoins zu schaffen, gibt es ebenso wie Versuche einzelner afrikanischer Länder, Stablecoins komplett verbieten zu lassen. Denn mit der „Dollarisierung“ ihrer Wirtschaft verlieren Regierungen in den entsprechenden Ländern mächtige Instrumente, mit denen sie die ökonomische Entwicklung des eigenen Landes kontrollieren und gestalten können, warnten viele der klassischen Bankfachleute in Davos. Songwe bedauerte ausdrücklich, dass Europas Finanzwirtschaft keine Alternativen zu den dollarbasierten Coins bietet. Europa sei zu langsam, sagte sie.
Verpasst Europa den Zug?
Ein gutes Beispiel für das gemütliche Tempo der Europäer ist der digitale Euro. Seit 2021 läuft das Projekt dafür offiziell. Es war ursprünglich gestartet, um dem Facebook-Projekt Diem (vormals Libra) etwas entgegenzusetzen. Diem wurde allerdings schon 2022 eingestellt, vom digitalen Euro wird es 2026 lediglich eine Wholesale-Variante für die Transaktion zwischen Banken geben, erklärte Villeroy de Galhau.
Andere Regionen sind wesentlich schneller. Beispielsweise gibt es seit 2020 in Brasilien das Sofortzahlungsmittel PIX von der Zentralbank des Landes. China will Zinszahlungen auf den digitalen Yuan einführen und Indien, das die digitale Rupie eingeführt hat, schlägt aktuell den BRICS-Staaten vor, ihre Digitalwährungen leichter austauschbar zu machen.
(syt)
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