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„Rechtlich nicht haltbar“: Anthropic will Einstu­fung als Lieferketten­risiko anfechten


Der KI-Anbieter Anthropic hat angekündigt, die kürzlich vom US-Kriegsministerium verhängte Einstufung als Lieferkettenrisiko gerichtlich anzufechten. CEO Dario Amodei hält die Entscheidung für „rechtlich nicht haltbar“. Ein erfolgreiches Vorgehen dagegen dürfte allerdings alles andere als ein einfaches Unterfangen werden.

Die von Amodei verfasste Erklärung erschien nur wenige Stunden, nachdem das US-Kriegsministerium das Unternehmen im Zuge der Auseinandersetzungen der letzten Tage rund um die Frage, welche und wie viel Kontrolle das US-Militär über die KI-Systeme des Anbieters erhalten darf, offiziell als Risikofaktor eingestuft hatte. Amodei vertrat dabei die Position, dass die KI von Anthropic weder für die Massenüberwachung von Amerikanern noch für vollautonome Waffen zum Einsatz kommen dürfe. Ebenso wolle das Unternehmen Einsatzzwecke ausschließen, bei denen Sicherheit und Zuverlässigkeit nicht gewährleistet werden können. Aktuelle KI-Systeme arbeiteten seinen Ausführungen nach in den genannten Bereichen nicht zuverlässig genug und stellten damit ein Risiko sowohl für Zivilisten als auch für US-Soldaten dar.

Keine größere Auswirkungen auf den normalen Geschäftsbetrieb

Für Anthropic bedeutet die Einstufung, künftig nicht mehr mit dem Pentagon sowie dessen Auftragnehmern zusammenarbeiten zu können. Für die überwiegende Mehrheit der Unternehmenskunden soll die Klassifizierung als Lieferkettenrisiko allerdings keine Auswirkungen haben. Darüber hinaus ist Amodei der Auffassung, dass der Brief des Ministeriums nur einen begrenzten Geltungsbereich besitze. So diene dieser ausschließlich dem Schutz der Regierung und nicht der Bestrafung eines Lieferanten, zudem verlange das Gesetz den Einsatz der am wenigsten einschränkenden Mittel zur Erreichung dieses Schutzziels. Selbst für Auftragnehmer des Kriegsministeriums würde die Einstufung „die Nutzung von Claude oder die Geschäftsbeziehungen mit Anthropic nicht einschränken (und kann dies auch nicht), wenn diese nicht im Zusammenhang mit ihren spezifischen Verträgen mit dem Kriegsministerium stehen“, so Amodei in seiner Erklärung.

Memo als ausschlaggebender Punkt

Anthropic hatte sich in den vergangenen Tagen zusehends um eine Lösung in der Sache bemüht und von „produktiven Gesprächen“ mit dem Ministerium berichtet. Diese waren allerdings erneut ins Stocken geraten, nachdem ein internes Memo von Amodei, das eigentlich nur für Mitarbeiter bestimmt war, an die Öffentlichkeit gelangt war. Darin bezeichnete er die Geschäfte des Konkurrenten OpenAI mit dem Verteidigungsministerium als „Sicherheitstheater“ und bezog sich dabei auf die Übernahme der Position von Anthropic durch OpenAI, die seinen Äußerungen zufolge weniger Bedenken gehabt haben sollen, ihre Dienste dem US-Ministerium anzubieten. Dafür sah sich OpenAI allerdings nicht nur aus den eigenen Reihen heftiger Kritik ausgesetzt, auch Kunden machten ihren Unmut über die Entscheidung mit 1-Sterne-Bewertungen in den App-Stores oder Deinstallationen deutlich.

Anthropic bereits an aktuellen Handlungen im Iran beteiligt

In der jetzt veröffentlichten Erklärung entschuldigte sich Amodei für das durchgesickerte Memo, es habe nicht in seiner Absicht gelegen, „die Situation eskalieren zu lassen“. Ihm sei es wichtig, dass amerikanische Soldaten und nationale Sicherheitsexperten während laufender größerer Kampfhandlungen weiterhin Zugang zu wichtigen Tools hätten, wobei Anthropic derzeit einige der Operationen der USA im Iran unterstütze. Weiter führte er an, dass das Unternehmen dem Verteidigungsministerium seine Modelle „zum Nominalpreis“ so lange zur Verfügung stellen werde, „wie es für diesen Übergang notwendig ist“.

Schwierig, aber nicht unmöglich

Auch wenn Anthropic die Entscheidung des Ministeriums für nicht haltbar erachtet, ist eine Anfechtung mit zahlreichen Hürden verbunden. Medienberichten zufolge werde dem Pentagon ein großer Ermessensspielraum in Fragen der nationalen Sicherheit eingeräumt, was die üblichen Möglichkeiten von Unternehmen, Entscheidungen der Regierung über die Vergabe öffentlicher Aufträge anzufechten, stark einschränke. Dean Ball, ein ehemaliger Berater für KI im Weißen Haus unter Trump, der sich gegen Hegseths Vorgehen ausgesprochen hatte, sieht die Lage zumindest etwas zuversichtlicher: „Gerichte zögern ziemlich, die Regierung in Bezug auf Fragen der nationalen Sicherheit zu hinterfragen. Die Hürde dafür ist sehr hoch. Aber es ist nicht unmöglich“.



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GameSir Cyclone 2 Gamepad im Test


Ein weiterer Controller-Tipp der CB-Community muss sich dem Test stellen. Zur Empfehlung macht das GameSir Cyclone 2 die Kombination aus Standard-Preis von gut 55 Euro und einer ganzen Palette Upgrade-Technik, die das Xbox-Gamepad alt aussehen lassen. Zeit für den Blick hinter die Papierform.

Der Cyclone 2 wertet konsequent Kernbestandteile des Xbox-Gamepads auf. Verbesserungen quasi für jede einzelne Taste und ein paar Komfort-Extras klingen nach einem absoluten Sorglos-Paket. Das wirft zwei Fragen auf: Ist das tatsächlich eine spürbare Verbesserung – und lohnt sich ein teureres Produkt überhaupt noch? Die Antwort ist am Ende keine Überraschung.

  • TMR-Sticks & Mikrotaster
  • Zusatztasten
  • Softwarelos konfigurierbar
  • Geringes Gewicht
  • D-Pad etwas „matschig“
  • Trigger ohne Force Feedback

Der Cyclone 2 im Überblick

Der Cyclone 2 setzt auf ein unverändertes Xbox-Layout, das um zwei Paddle-Tasten auf der Unterseite und RGB-LEDs ergänzt wird, die durch die halbtransparente Oberseite leuchten.

Haltbare Technik

Beim Unterbau liefert GameSir auf dem Papier alle Elemente höherer Preisklassen. TMR-Thumbsticks und Hall-Effekt-Trigger mit Sperren versprechen Schutz vor Stick Drift und weitergehende Konfigurationsmöglichkeiten. Dazu gehört es, die Totzone anzupassen oder auszuschalten sowie Reaktionskurven zu modifizieren. Unter den ABXY-Tasten und dem D-Pad sitzen klickende Mikrotaster, die für klareres Feedback beim Drücken sorgen.

Das Kapitel Konnektivität umfasst das übliche Dreiergespann aus Kabel, Bluetooth und Funk mit maximal 1.000 Hz, per 860-mAh-Akku sollen Laufzeiten von etwa neun Stunden möglich sein. Unterstützt werden neben Windows, Android, iOS und die Switch, laut Berichten im Netz auch die Switch 2. An der Xbox funktioniert das Pad nur per Kabel. Konfiguriert wird der Cyclone 2 entweder durch Tastenkombinationen oder weitreichender mit der Connect-App unter Windows.

Varianten, Preis und Zubehör

Den Cyclone 2 gibt es entweder in Weiß oder Schwarz mit jeweils kleineren farblichen Akzenten. Eine Ladestation lässt sich separat für rund 15 Euro zukaufen. Sie gehört nicht immer zum Lieferumfang. Da die Bundle-Edition preisgleich oder für einen kleinen Aufpreis von etwa sechs Euro im freien Handel zu finden ist, lohnt sich beim Kauf ein genauer Blick. Weiteres Zubehör gibt es nicht, Sticks, D-Pad-Cover und Faceplate montiert GameSir fest.

Praxistest

Für etwa 55 Euro verspricht das Gamepad Vorsprung durch Technik. Wunderwaffe des Cyclone 2? Technik. Was es nicht schafft, ist die Gleichwertigkeit der Papierform in Gleichwertigkeit der Realform zu übertragen. Theoretisch liefert der Cyclone 2 das, was sonst das Doppelte oder gar Vierfache kostet, praktisch tun sich feine Unterschiede auf. Über die glasklaren Qualitäten des Cyclone 2 darf das nicht hinwegtäuschen.

Deshalb ist dieses Pad gut

Denn die technischen Upgrades zeigen unbestreitbar Wirkung, der Cyclone 2 fühlt sich rundum besser an als das Xbox-Gamepad. Knackige Buttons und Menütasten lassen ihn direkter wirken, präzise, straffe Sticks mit weitreichenden Einstellungsmöglichkeiten sorgen für Zackigkeit. Die Stick-Taster sind dabei sogar deutlicher als die des teuren G7 Pro und tragen zu einem homogenen Eingabe-Handdruck bei.

Diese Klarheit des Feedbacks hebt das Pad auch vom 8BitDo Ultimate 2C (Test) ab, bei dem nur die spitzer klickenden, wenn auch viel lauteren Schultertasten noch besser gefallen. Akustisch macht der Controller ebenfalls einen guten Eindruck: Er ist akustisch dezent und klickt hell, ohne dabei billig oder klapprig zu wirken – besser als der Xbox-Controller.

Und noch etwas sorgt für ein positives Gefühl: Das geringe Gewicht erweist sich als weiteres Upgrade. Das sind die Zusatztasten ebenfalls. Es fehlt zwar eine Sperre, durch ihre Form und Einbettung in die Griffe lässt sich der Controller aber auch so gut halten, ohne sie versehentlich zu betätigen. Ob es die Beleuchtung braucht, ist eine nur subjektiv beantwortbare Frage, die LEDs lassen sich aber ab- und umschalten. Nur die des Funkempfängers bleibt immer an und immer weiß. Im Alltag lässt die Ladestation aber keinen Zweifel an ihrem Mehrwert aufkommen. Rundum also macht sich der Cyclone 2 besser. Besser noch: Er bleibt dabei ausgewogen.

Griffe leuchten durch den halbtransparenten Kunststoff
Griffe leuchten durch den halbtransparenten Kunststoff
(Fast-)Basis-Layout mit Technik-Upgrade: Der Cyclone 2 funktioniert gut
(Fast-)Basis-Layout mit Technik-Upgrade: Der Cyclone 2 funktioniert gut

Das können Upgrades besser

Die Unterschiede zu teureren Pads sind eine Frage des Erlebens. Dieses Erlebnis wird durch verschiedene subtile Faktoren geprägt. Sticks und Trigger benötigen einen Hauch mehr Kraft, sie stehen stärker unter Spannung. Mehr Gefühl, aber weniger Präzision, das ist das feine Ergebnis dieser Abstimmung. Hauptsächlich der linke Trigger fiel zudem durch einen winzigen „Bump“auf, der bei sehr langsamem Eindrücken weniger als Druckpunkt denn als winzige Widerstandsveränderung spürbar wurde – mit zunehmender Zeit oder Eingewöhnung aber schwächer spürbar. Fertigungstoleranzen möglicherweise, ungünstig für feinste Dosierung definitiv. Force Feedback fehlt den Triggern zudem.

Mikrotaster, das zeigt der Cylcone 2, sind zudem nicht gleich Mikrotaster. ABXY sind stramm, haben knappen Hub und gefallen sogar besser als die des teureren G7 Pro, die mehr Spiel aufweisen. Andere Luxus-Controller klicken allerdings mit weniger Toleranzen und feiner.

Beim D-Pad ist das etwas anders. Es ist einerseits ein klares Upgrade gegenüber Rubberdome-Varianten, aber nicht in der Deutlichkeit wie anderswo, weil es bei ungünstiger Betätigung am Gehäuse schleifen kann. Zudem hat es relativ großen Hub, den „Pre-Travel“. Der Weg bis zum Klick liegt bei etwa einem halben Millimeter und erzeugt einen matschigen Eindruck. Man kann hier Entwarnung geben: Er entsteht nur beim Antippen des Steuerkreuzes, was im Alltag nie passiert. Nein, die absolute Unmittelbarkeit eines guten Mikrotaster-Pads erreicht diese Variante so nicht – und nein, im Alltag fallen alle diese Nickeligkeiten nicht auf.

Festhalten lässt sich daher: Je mehr Geld ausgegeben wird, desto feiner und homogener wird das Ergebnis, desto stärker hat jemand an Details gefeilt. G7 Pro, insbesondere in der verbesserten 8K-Variante, oder ein Asus Raikiri 2 fühlen sich agiler und kontrollierter an. Ob das den Aufpreis wert ist, ist die nächste Frage, vor allem wenn man den Vergleich nicht ständig in der Hand hat.

Software & Einstellungen

Die Connect-App gleicht im Prinzip der Nexus-App des G7 Pro, sie unterstützt lediglich neuere Controller. Übersichtlicher Aufbau und umfangreiche Einstellungsmöglichkeiten erleichtern schnelle Anpassungen, die App gefällt. Weil der Controller nicht an der Xbox funktionieren muss, gehören dazu nun auch Makros und Tastatur- oder Mausbefehle, die auf die Tasten gelegt werden können.

Fazit

Das Cyclone 2 wertet konsequent Kernbestandteile des Xbox-Gamepads auf. Verbesserungen quasi für jede einzelne Taste und ein paar Komfort-Extras klingen nach einem absoluten Sorglos-Paket. Das wirft zwei Fragen auf: Ist das tatsächlich eine spürbare Verbesserung – und lohnt sich ein teureres Produkt überhaupt noch? Die Antwort ist am Ende keine Überraschung.

Sie lautet „Ja“ und trotzdem „Ja“. Ja, 55 Euro liefern hier ein rundes Produkt: Es ist durch Gewicht und Form komfortabler, durch bessere Technik merklich „präziser“ und „agiler“. Das spürt man. Die Abstimmung ist, Stichwort Trigger und D-Pad, nicht ganz perfekt, fällt im Alltag aber vor allem durch Homogenität auf – es fällt nichts aus dem Rahmen. Das Urteil ist insofern eindeutig: Wer in dieser Preisklasse zum Xbox-Controller greift, möchte entweder das „klassische“ Feeling der Buttons, will Akkus wechseln oder besitzt eine Xbox. Am PC spricht insofern sehr viel für den Cyclone 2.

GameSir Cyclone 2
GameSir Cyclone 2

Und trotzdem: Ja, natürlich geht alles noch besser und teurere Controller sind besser als günstigere. Muss man diese Weisheit überhaupt aufschreiben? Man muss, denn der Unterschied liegt nicht nur in der Anzahl der Features, sondern auch in ihrer individuellen Qualität. Ein
G7 Pro (Test) ist insgesamt noch einmal fein besser, die 8K-Version sogar rundum. Aber selbst ein Asus ROG Raikiri 2 (Test), das gut 200 Euro kostet, „vergütet“ den Mehrpreis noch einmal mit gleichmäßigen, stramm und „sofort“ klickenden Buttons. Nur eines bekommt man dann nicht mehr: sehr viel Leistung pro Euro.

  • TMR-Sticks & Mikrotaster
  • Zusatztasten
  • Softwarelos konfigurierbar
  • Geringes Gewicht
  • D-Pad etwas „matschig“
  • Trigger ohne Force Feedback

ComputerBase hat den Cyclone 2 von GameSir leihweise zum Testen erhalten. Eine Einflussnahme des Herstellers auf den Testbericht fand nicht statt, eine Verpflichtung zur Veröffentlichung bestand nicht.

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Tippen wie auf Kissen: Duckys „Nest Mount“ sorgt für leise & weiche Anschläge


Tippen wie auf Kissen: Duckys „Nest Mount“ sorgt für leise & weiche Anschläge

Bild: Ducky / Caseking

Ducky zeigt zur Computex die OK-M, eine günstige Tastatur mit quelloffener Firmware sowie ein darauf basierendes Modell mit analoger Technik. Auf der „Kissen-Tastatur“ Cushion 98 soll es sich zudem besonders sanft und leise tippen.

Ducky kann auch günstig

Die OK-M-Serie besteht aus drei Tastaturen mit 65%-, 75%- oder 98%-Layout mit Drehregler. Taster stammen von KTT und kommen in linearer oder taktiler Abstimmung mit PBT-Double-Shot-Tastenkappen und Hot-Swap-Sockeln. Geräusche werden mit fünf Schichten aus Silikon, Schaumstoff und EVA sowie einer Polycarbonat-Switchplate reduziert, Anschläge sollen dadurch weicher und gedämpfter klingen.

Ducky OK-M 65%
Ducky OK-M 65% (Bild: Ducky)
Ducky OK-M 75%
Ducky OK-M 75% (Bild: Ducky)
Ducky OK-M 98%
Ducky OK-M 98% (Bild: Ducky)

Tri-Mode-Verbindung (Kabel, Funk, Bluetooth) und RGB-Beleuchtung mit seitlichen Leuchtstreifen gehören ebenfalls zur Ausstattung. Programmiert wird die OK-M dank quelloffener Firmware über die anbieterunabhängige Browser-App VIA. Preise für das US-ANSI-Modell liegen auf Amazon.com zwischen umgerechnet 61 und 78 Euro, abhängig von der Tastenanzahl. Dazu muss aber immer noch die Mehrwertsteuer gerechnet werden. Wann und zu welchem Preis das ISO-Layout in den Handel kommt, ist unklar.

Der OK-M sehr ähnlich sieht die ebenfalls in drei Größen erhältliche OK-HE-Serie. Sie zielt auf Spieler und verfügt für das Segment über analoge Taster, mutmaßlich die induktiven Modelle der One X (Test), und eine erhöhte Polling-Rate von 8.000 Hz. Programmiert wird dieses Modell über eine Web-App, von quelloffener Firmware spricht Ducky aber nicht mehr.

Kissen-Tastatur

Was die Cushion98 auszeichnet, steckt im Namen. Sie soll mit ihrem 98%-Layout, das Funktionstasten neu verteilt, ruhig und gleichmäßig tippen. Den klassischen Gasket Mount, bei dem das PCB auf mehreren Gummielementen gelagert wird, ersetzt Ducky hierbei laut TechPowerUp! durch ein Silikonkissen, das Druck von Anschlägen gleichmäßig verteilen soll. In eine ähnliche Richtung gehen Duckys Silent-Taster, die „Shush-Switches“, die ebenfalls in Hot-Swap-Sockeln stecken. Änderungen von Klang und Tippgefühl werden durch eine werkzeuglos abnehmbare Oberschale erleichtert.

Gezeigt wurde die Tastatur auch in einer limitierten Sonderausgabe gezeigt. Das Red-Hare-Design spielt auf das Pferd eines berühmten chinesischen Warlords an. Für die Cushion 98 gibt es ebenfalls noch keinen Termin. Da erste Prototypen bereits im vergangenen Jahr gezeigt wurden, ist von einer Markteinführung noch 2026 auszugehen.

Ducky  Year of the Horse Cushion 98
Ducky Year of the Horse Cushion 98 (Bild: Ducky / Caseking)
Billboard März 2026



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Im Test vor 15 Jahren: Die Radeon HD 6950 Vortex PCS+ mit ausfahrbaren Lüftern


Im Test vor 15 Jahren: Die Radeon HD 6950 Vortex PCS+ mit ausfahrbaren Lüftern

Die PowerColor Radeon HD 6950 Vortex PCS+ (Test) verpackte eine HD 6950 in einem ungewöhnlichen Kleid. Die Basis stellte ein leicht modifiziertes PCB einer Radeon HD 6970 dar und darauf befand sich ein eigens entwickelter Dual-Slot-Kühlkörper, der mittels ausfahrbarer Lüfter zu einem Triple-Slot-Design mutieren konnte.

Ausfahrbare Lüfter für eine leisere und kühlere Grafikkarte

Die Radeon HD 6950 Vortex PCS+ war PowerColors vierte Radeon HD 6950 neben dem Standard-Modell, der „Dual-Fan“ mit eigenem Kühlerdesign und der „PCS++“ mit eigenem Kühlerdesign und offizieller Unterstützung für das Freischalten der deaktivierten Shader-Einheiten. Die Vortex PCS+ selbst arbeitete mit leicht erhöhten Taktraten gegenüber der Referenz.

PowerColor Radeon HD 6950 Vortex PCS+

Gekühlt wurde sie von einem eigens entwickelten Kühlkörper, der aus einem Kupferkern und einem Aluminiumradiator bestand, die mittels vier Heatpipes verbunden waren. Die warme Abluft wurde von zwei 85-mm-Axiallüftern abgeführt. Diese ließen sich per Hand ausfahren, indem die Plastikabdeckungen gedreht wurden. Somit verwandelte sich die Vortex PCS+ von einer Dual-Slot-Grafikkarte effektiv in ein Triple-Slot-Modell. PowerColor motivierte die ausfahrbaren Lüfter mit niedrigeren Temperaturen und einer gesenkten Lautstärke: Kurzum, der Kühler sollte so effizienter arbeiten können.

PowerColor Radeon HD 6950 Vortex PCS+

Gegenüber einer Radeon HD 6950 im Referenzdesign konnte die PowerColor Radeon HD 6950 Vortex PCS+ im Durchschnitt einen Leistungsvorteil von vier Prozent verbuchen. Dieser war den leicht erhöhten Taktraten zu verdanken. Zu der teureren PCS++ mit freigeschalteten Shader-Einheiten – also effektiv einer Radeon HD 6970 – fehlten ihr noch drei Prozent.

Performancerating

    • AMD Radeon HD 6970

    • PC HD 6950 PCS++ @ 6970

    • Nvidia GeForce GTX 570

    • PC HD 6950 Vortex PCS+

    • AMD Radeon HD 6950

    • Nvidia GeForce GTX 560 Ti

    • AMD Radeon HD 6870

    • ATi Radeon HD 5850

    • AMD Radeon HD 6850

    • Nvidia GeForce GTX 460

Einheit: Prozent, Arithmetisches Mittel

Abseits der Leistung war vor allem der Einfluss der ausfahrbaren Lüfter interessant. In Sachen Schalldruckpegel landete die Radeon HD 6950 Vortex PCS+ unter Last bei 49,5 dB(A) und somit einem guten Ergebnis. Das Ausfahren der Lüfter senkte den Schalldruckpegel um ein weiteres Dezibel, womit der Effekt eher in die Kategorie „Placebo“ fiel. Das gleiche Fazit ließ sich über die GPU-Temperatur fällen: Der ausfahrbare Lüfter hatte hier überhaupt keinen Effekt. Keinen Effekt hatte auch das Übertakten der Grafikkarte, da zumindest das getestete Modell nahezu keinen Spielraum bot. Bestenfalls drei Prozent mehr Leistung ließen sich der Radeon HD 6950 Vortex PCS+ so entlocken.

Fazit

Die PowerColor Radeon HD 6950 Vortex PCS+ war eine interessante Grafikkarte. Die Leistung war gut und die leichte Übertaktung bescherte ihr einen mess-, aber nicht spürbaren Leistungssprung gegenüber dem Referenzdesign. Das Augenmerk lag vor allem auf dem Kühler: Während der ausfahrbare Lüfter eine Spielerei ohne Nutzen war, war der Kühler generell gelungen und für eine Radeon HD 6950 sogar gut. Der Knackpunkt zum Erscheinungszeitpunkt war der Preis. Mit 248 Euro lag dieser knapp 50 Euro über dem einer Radeon HD 6950 im Referenzdesign, allerdings waren dies nur vorläufige Preise von Händlern ohne Verfügbarkeit. Laut dem Hersteller sollte die Preisdifferenz am Ende eher bei 20 Euro liegen. In diesem Fall war das PowerColor-Modell deutlich besser aufgestellt als das sehr laute Referenzdesign.

In der Kategorie „Im Test vor 15 Jahren“ wirft die Redaktion seit Juli 2017 jeden Samstag einen Blick in das Test-Archiv. Die letzten 20 Artikel, die in dieser Reihe erschienen sind, führen wir nachfolgend auf:

Noch mehr Inhalte dieser Art und viele weitere Berichte und Anekdoten finden sich in der Retro-Ecke im Forum von ComputerBase.

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