Künstliche Intelligenz
Rsbuild 2.0: Schnelleres Bundling, ESM-first und Node 20
Rsbuild 2.0 ist da: Das Major-Release des Build-Tools setzt auf Rspack 2.0, modernisiert zahlreiche Defaults – unter anderem in Richtung ESM-first und Node 20 – und reduziert die Zahl der Abhängigkeiten deutlich. Neue APIs erweitern die Kommunikation zwischen Dev-Server und Client. Gleichzeitig bricht die Version mit mehreren Altlasten: CommonJS-Builds und ein paar Webpack-Abhängigkeiten fallen weg.
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Rsbuild ist ein Build-Tooling-Layer auf Basis des Rust-basierten Bundlers Rspack und Teil des Rstack-Ökosystems. Zu diesem gehören unter anderem Rspress, Rslib und Rstest, die sich eine gemeinsame Build- und Plugin-Architektur teilen.
Rspack 2.0 als Fundament, modernere Defaults
Im Zentrum von Rsbuild 2.0 steht das Upgrade auf Rspack 2.0. Projekte profitieren damit von schnellerem Bundling und neuen Optimierungsmöglichkeiten. Rspack verfolgt einen webpack-kompatiblen Ansatz, arbeitet durch seine Rust-Implementierung aber deutlich schneller.
Parallel dazu modernisiert Rsbuild seine technische Basis. Das Core-Paket erscheint nur noch als ES-Modul, ein CommonJS-Build entfällt. Die Zielplattformen steigen: Für Node.js gilt nun Version 20 als Standard, die Browser-Targets orientieren sich an einem Baseline-Stand von Mai 2025. Das verringert den Bedarf an Transpiling und Polyfills und führt zu kleineren Bundles. Für Node-Ziele erzeugt Rsbuild außerdem standardmäßig unminifizierte ES-Module – Stacktraces bleiben so besser lesbar.
React Server Components und Server-Client-Kommunikation
Neu ist ein experimenteller Support für React Server Components (RSC). Das Plugin rsbuild-plugin-rsc integriert serverseitig gerenderte Komponenten, die Datenabruf und Rendering kombinieren und so weniger JavaScript an den Client schicken. Es baut auf nativer Rspack-Unterstützung auf und nutzt die Environments-API von Rsbuild, um Client- und Server-Kontext gemeinsam zu verwalten. Das Modern.js-Framework setzt das Plugin bereits ein; eine Integration mit TanStack Start ist geplant.
Im Zuge dieser Arbeiten erweitert Rsbuild die Kommunikation zwischen Dev-Server und Browser. Über den bestehenden HMR-Kanal lassen sich jetzt gezielt Nachrichten austauschen: Der Server schickt per hot.send ein Event, das der Client über import.meta.webpackHot.on empfängt. So kann etwa ein serverseitiger Prozess den Client zu einem gezielten Update veranlassen, ohne die gesamte Seite neu zu laden. Ein zusätzlicher WebSocket ist dafür nicht nötig.
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Flexiblerer Server und neues Code-Splitting
Auch die Server-Konfiguration gewinnt an Flexibilität. Die neue Option server.setup erlaubt es, Initialisierungslogik, Middleware oder eigene Endpunkte direkt in der Rsbuild-Konfiguration zu definieren – sowohl für den Dev- als auch den Preview-Server. Das bisherige setupMiddlewares bleibt vorerst erhalten, gilt aber als veraltet.
Beim Code-Splitting führt Rsbuild ein neues splitChunks-Modell ein, das die bisherige Option performance.chunkSplit ergänzt und perspektivisch ersetzen soll. Die Konfiguration orientiert sich nun direkt an Rspack und bietet vordefinierte Presets, etwa um jedes npm-Paket in einen eigenen Chunk aufzuteilen.
Sicherheits-Defaults und weniger Abhängigkeiten
Bei den Sicherheits-Defaults ändert sich ebenfalls einiges: Der Dev-Server lauscht standardmäßig nur noch auf localhost statt auf allen Interfaces. Das verhindert, dass Entwicklungsserver unbeabsichtigt im lokalen Netzwerk erreichbar sind. Außerdem steigt die Proxy-Middleware auf eine neue Version um, die HTTP/2 unterstützt und bekannte Sicherheitslücken schließt.
Die Abhängigkeiten schrumpfen deutlich. Pakete wie core-js für Polyfills oder das Module-Federation-Runtime gehören nicht mehr zur Standardinstallation. Die Zahl der mitgelieferten Dependencies sinkt laut Projekt von 13 auf 4.
Logging, Templates und Breaking Changes
Darüber hinaus unterstützt Rsbuild jetzt benutzerdefinierte Logger pro Instanz. Damit lassen sich Log-Level und Ausgabeformate feiner steuern, ohne den globalen Logger zu verändern. Auch die Projekt-Templates wurden überarbeitet: Neue Projekte können optional den React Compiler nutzen, und ein auf TypeScript-Go basierender Linter steht experimentell bereit. Vorlagen für React 18 und Vue 2 in create-rsbuild hat das Team entfernt.
Mit Version 2.0 gehen mehrere Breaking Changes einher. Neben dem Wegfall von Node 18 und CommonJS entfernt das Projekt sämtliche Webpack-spezifischen Komponenten und ändert diverse Defaults. Für die Migration stellt das Team eine Anleitung bereit; viele Anpassungen lassen sich nach eigenen Angaben automatisieren.
Alle Informationen zur neuen Rsbuild-Version finden sich in den Release Notes auf der GitHub-Projektseite und in der Ankündigung der Entwickler.
(fo)
Künstliche Intelligenz
Bundesregierung erteilt mehr Transparenz eine Absage
Der Bund prüft einen möglichen Rechtsanspruch auf Open Data, erteilt umfassenderen Informationsfreiheitsrechten jedoch eine Absage. Das stellte die Bundesregierung in einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Grünen im Bundestag klar. Die zuständigen Ministerien für Inneres sowie Digitales schließen darin auch Transparenzpflichten für Nachrichtendienste aus und lehnen eine Verkürzung der gesetzlichen Schutzfristen für Archivdokumente ab. Die Transparenzpflichten betrachte die Regierung „vor dem Hintergrund der aktuellen Sicherheitslage kritisch“.
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Die Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit (BfDI), Louisa Specht-Riemenschneider, hatte zuletzt ein Bundestransparenzgesetz sowie die Verankerung von Auskunftsansprüchen im Grundgesetz gefordert. „In Zeiten gezielter Desinformation ist Transparenz das wirksamste Gegenmittel“, erklärte Specht-Riemenschneider. Eine aktuelle, erste Repräsentativbefragung stützt dieses Anliegen: Darin sprach sich eine Mehrheit der Bevölkerung für mehr staatliche Transparenz aus.
Das Kabinett trennt zudem die Zuständigkeiten: Das Innenministerium bearbeitet das Informationsfreiheitsrecht, während das neu gegründete Digitalministerium Open Data betreut. Die Digitalsprecherin der Grünen-Fraktion, Rebecca Lenhard, kritisiert dieses ressortübergreifende „Silodenken“ und bemängelt, dass die Koalition die Sicherheitslage vorschiebt, um Transparenz zu verhindern. „Solange Informationszugang und Open Data getrennt bleiben, kann kein souveränes Datenökosystem entstehen“, erklärte Lenhard.
Die vorherige Regierungskoalition besaß bereits einen fertig verhandelten Entwurf für ein Transparenzgesetz, brachte diesen aber wegen des Regierungsbruchs und der vorgezogenen Neuwahlen nicht mehr zur Abstimmung. Zuvor veröffentlichte ein zivilgesellschaftliches Bündnis im Jahr 2022 einen eigenen Entwurf für ein umfassendes Transparenzgesetz. Statt eines Transparenzgesetzes möchte die schwarz-rote Koalition das Informationsfreiheitsgesetz laut Koalitionsvertrag auf bislang noch unkonkrete Art reformieren, obwohl sie zunächst geplant hatte, es abzuschaffen.
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(egia)
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E-Bikes: technische Fortschritte und drohende Regulierung | c’t uplink
Die meisten Fahrräder mit elektrischem Antrieb – die Pedelecs – liegen in einer ziemlich praktischen rechtlichen Kategorie: Unter bestimmten und durchaus praxisnahen Voraussetzungen (Tretunterstützung bis 25 km/h, maximal 250 Watt Dauerleistung etc.) sind sie normalen Fahrrädern gleichgestellt. Die Definition ist allerdings löchrig. Parameter wie zulässiges Gesamtgewicht, kurzzeitige Höchstleistung, Mehrspurigkeit und Abmessungen des Gefährts sind bislang kaum bis gar nicht reguliert.
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Den wöchentlichen c’t-Podcast c’t uplink gibt es …
In dieser Folge des c’t uplink geht es um die technischen Entwicklungen und wie Hersteller selbst derzeit versuchen, sich auf Maximalparameter zu einigen – um zu verhindern, dass die Politik irgendwann so hart eingreift, dass sämtliche Pedelecs versicherungspflichtig werden. Außerdem sprechen wir über drei aktuelle Pedelecs, die wir vor Kurzem getestet haben.
Zu Gast im Studio: Robin Brand, Steffen Herget
Host: Jan Schüßler
Produktion: Tobias Reimer
►Mehr zur Regulierung von E-Bikes sowie den aktuellen Test lesen Sie bei heise+ (€):
– Immer stärkere Motoren: Riskiert die E-Bike-Industrie ihre Regulierung?
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– Alltag und Reichweite: E-Bikes mit Antrieb von Bosch, Pinion und Shimano im Test
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(jss)
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Creative Assembly kündigt „Alien: Isolation 2“ an
Creative Assembly entwickelt einen Nachfolger zum hochgelobten Survival-Horror-Spiel „Alien: Isolation“. Den ersten Trailer zu „Alien: Isolation 2“ zeigten das Studio und Publisher Sega auf dem Summer Game Fest.
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„Alien: Isolation 2“ spielt auf einer stürmischen Kolonie-Welt. Die Spieler durchqueren die Oberfläche des Planeten und erkunden den Weyland-Yutani-Außenposten Kurosaki Station. Dort lauert mal wieder ein Alien, vor dem sie sich mit neuen Werkzeugen und Taktiken in Sicherheit bringen müssen, schreibt Creative Assembly in einer Mitteilung.
Neue Hauptfigur, neuer Schauplatz
Teil 2 hat eine neue Hauptfigur und eine eigenständige Geschichte, man muss den ersten Ableger also nicht gespielt haben. Im 2014 erschienenen „Alien: Isolation“ steuerten die Spieler Amanda Ripley auf der Raumstation Sevastopol. Sie ist die Tochter von Ellen Ripley, der Heldin des Kinofilms „Alien“.
Beim Original ging es fast vollständig auf Schleichen. Mit einem Bewegungsscanner und selbst gebauten Hilfsmitteln entkam Amanda Ripley einem nahezu unbesiegbaren Alien, das ihre Schritte verfolgte und Verstecke absuchte. An diesem Prinzip will Creative Assembly festhalten: Kein wildes Action-Geballer, sondern atmosphärischer Horror.
Der Xenomorph soll dabei intelligenter vorgehen als im Vorgänger. Creative Director Al Hope verspricht eine weiterentwickelte Isolation-Erfahrung: „Wir machen den namensgebenden Killer schlauer, die Umgebung unwirtlicher und die Überlebenschance geringer.“
Termin noch offen
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Das 2014 erschienene „Alien: Isolation“ zählt zu den am höchsten gelobten Horrorspielen der 2010er-Jahre. Kritiker heben vor allem die dichte Atmosphäre und die detailverliebten Schauplätze hervor. Creative Assembly gehört zu Sega und ist sonst vor allem für die Strategiereihe „Total War“ bekannt. Aktuell entstehen dort auch „Warhammer 40k: Total War“ und „Medieval 3: Total War“.
Dass auch ein Nachfolger von „Alien Isolation“ in Arbeit ist, hatte Creative Assembly bereits 2024 zum zehnten Jahrestag des Originals bestätigt. Einen Releasetermin haben Creative Assembly und Sega aber bis heute nicht genannt. „Alien: Isolation 2“ erscheint für den PC, die PlayStation 5 und die Xbox Series X/S. Auch eine Fassung für die Nintendo Switch 2 ist geplant.
(dahe)
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