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Samsung 990 Pro: Gefälschte SSDs auch in Europa im Umlauf


Gefälschte SSDs der Serie Samsung 990 Pro haben Europa erreicht. Darauf weist ComputerBase-Leser „etoo“ mit diversen Bildern hin. Diese zeigen eine täuschend echte Verpackung. Der Inhalt ist mit blauer statt schwarzer Platine aber schnell als Fälschung entlarvt. Die vermeintliche 990 Pro lässt sich nicht einmal formatieren.

Samsung-990-Pro-Fake im Doppelpack

Nicht eine, sondern gleich zwei gefälschte Samsung-990-Pro-SSDs hat das langjährige Community-Mitglied „etoo“ erhalten. Bestellt wurde vor etwa einer Woche bei einem österreichischen Händler. Anhand der Verpackung ist zunächst nichts Ungewöhnliches zu erkennen. Jüngst berichtete Fälschungen im Ausland hatten eine Schachtel mit Aufhänger, die es beim Original nicht gibt. Das ist hier nicht der Fall. Erst beim genauen Hinsehen im direkten Vergleich mit einer Original­verpackung wird deutlich, dass der Aufdruck minderwertiger erscheint. Zudem sind einige Symbole anders angeordnet.

Die Verpackung: links ein Original, rechts die täuschend echt wirkende Fälschung
Die Verpackung: links ein Original, rechts die täuschend echt wirkende Fälschung
Die Verpackung: links ein Original, rechts die täuschend echt wirkende Fälschung
Die Verpackung: links ein Original, rechts die täuschend echt wirkende Fälschung
Verpackung einer gefälschten 990 Pro samt Seriennummer und Produktionsdatum
Verpackung einer gefälschten 990 Pro samt Seriennummer und Produktionsdatum

Ein Siegel samt mutmaßlicher Seriennummer ist ebenfalls vorhanden. An der Flanke wird das Produktions­datum mit dem 12. April 2024 angegeben, doch auch das dürfte gefälscht sein. Kratzspuren oder ähnliches, was auf das Öffnen eines Originalkartons schließen ließe, gibt es nicht.

Eine „990 Pro“ mit blauer Platine

Spätestens als die SSDs ausgepackt wurden, wurde schnell klar, dass hier etwas nicht stimmt. Die originale Samsung 990 Pro besitzt nämlich stets eine schwarze Platine (PCB), hier lag allerdings ein blaues PCB vor. Die Aufkleber auf der SSD bewegen sich zumindest optisch nahe am Original samt (gefälschter?) Seriennummmer und QR-Code, der zur PSID führt.

Eine gefälschte Samsung 990 Pro mit blauem PCB
Eine gefälschte Samsung 990 Pro mit blauem PCB
Eine gefälschte Samsung 990 Pro mit blauem PCB
Eine gefälschte Samsung 990 Pro mit blauem PCB
Eine echte Samsung 990 Pro aus dem Test von ComputerBase
Eine echte Samsung 990 Pro aus dem Test von ComputerBase

Auf der Rückseite weist die Kennung „RTS5765DL“ auf eine SSD mit Realtek-Controller hin. Der gleiche Chip wurde vor einigen Jahren schon einmal bei einer gefälschten Samsung 980 Pro entdeckt.

Tools geben weitere Hinweise

Dass es sich um eine Fälschung handelt, dazu liefern Tools weitere Hinweise. So wird in CrystalDiskInfo zum Beispiel neben der regulären Speicherkapazität (1000,2 GB = 1 TB) zusätzlich ein Wert von „1099,5 GB“ ausgegeben. Auch die Kennung der Firmware passt nicht zum Schema, das sonst bei Samsung-SSDs zu finden ist. Dass hier als Schnittstelle UASP ausgegeben wurde, liegt daran, dass die SSDs in einem USB-Gehäuse ausprobiert wurden.

CrystalDiskInfo meldet eine 990 Pro mit seltsamer Kapazitätsangabe und verkehrter Firmware
CrystalDiskInfo meldet eine 990 Pro mit seltsamer Kapazitätsangabe und verkehrter Firmware
Samsung Magician erkennt eine „990 Pro“, aber „nicht von Samsung“
Samsung Magician erkennt eine „990 Pro“, aber „nicht von Samsung“

Einen guten Beleg für die Fälschung liefert auch das Hersteller-Tool Samsung Magician. Dieses erkennt die SSD zwar einerseits als „SSD 990 Pro“, andererseits steht dort „Non-Samsung“, also dass die SSD nicht von Samsung stammt. Auch diverse Funktionen wie ein Diagnose-Scan stehen nicht zur Verfügung.

Fake-SSDs völlig unbrauchbar

Während die kürzlich in Japan publik gewordene Fälschung einer Samsung 990 Pro zumindest noch im Benchmark überzeugen konnte, lassen sich diese Fakes nicht einmal verwenden. Die Redaktion hatte „etoo“ um Benchmarks gebeten, doch konnte er diese nicht liefern, da sich die Datenträger nicht einmal formatieren ließen.

Händler will Distributoren prüfen

Im Austausch mit dem Händler, der an dieser Stelle der Fairness halber nicht genannt wird, erfuhr „etoo“, dass man der Sache nachgehe und die Distributoren überprüfe. Laut der Rückmeldung des Händlers konnten zunächst keine weiteren auffälligen SSDs im Lager ausfindig gemacht werden.

Allerdings liegt bei dem Betroffenen noch eine dritte „990 Pro“ aus der Bestellung, deren Verpackung ebenfalls anders als beim Original ausschaut. Diese wurde auf Bitten des Händlers noch nicht geöffnet.

Fälschungen lohnen sich momentan besonders

Gefälschte SSDs gibt es nicht erst seit gestern; sie tauchen immer wieder auf. Das Beispiel einer gefälschten „Samsung 980 Evo“ ist noch gar nicht so lange her.

Im Zuge der globalen Speicherkrise haben die Preise für SSDs, HDDs und RAM erheblich angezogen. Das motiviert Betrüger umso mehr, um an gefälschten Produkten reichlich zu verdienen.

Update

(*) Bei den mit Sternchen markierten Links handelt es sich um Affiliate-Links. Im Fall einer Bestellung über einen solchen Link wird ComputerBase am Verkaufserlös beteiligt, ohne dass der Preis für den Kunden steigt.



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Auch noch Zen 7?: AMD will AM5 bis mindestens 2029 mit neuen CPUs versorgen


Auch noch Zen 7?: AMD will AM5 bis mindestens 2029 mit neuen CPUs versorgen

Bild: AMD

Bis dato hatte AMD für den Sockel AM5 Support „bis ins Jahr 2027 und darüber hinaus“ versprochen. Zur Computex 2026 wird jetzt es jetzt konkreter, wenn vielleicht auch mit konkreten Ende: „Bis inklusive 2029“ heißt es zur Messe in Taiwan. Und nicht nur das, auch „neue Architekturen“ werden erwähnt. Ein Hinweis auf Zen 7?

Obwohl seit 2022 abgelöst, lebt auch der Sockel AM4 noch immer – neue Architekturen hat er nach Zen 3 (Ryzen 5000) aber nicht mehr erhalten, lediglich neue Zen-3-CPUs. Aber auch im 10. Jahr nach seinem Ersteinsatz ist der Sockel AM4 auf diesem Weg am Leben.

AM5: Support bis 2029 auch mit neuen Architekturen

Dass AMD die Zusage zum AM5-Support jetzt auf mindestens 2029 ausdehnt (das 8. Jahr nach der Premiere im Jahr 2022), überrascht daher erst einmal nicht. Allerdings spricht AMD in diesem Zusammenhang auch vom Support neuer Architekturen bis 2029 – und das könnte durchaus bedeuten, dass nach Zen 6 im Jahr 2027 für Desktop-PCs – welche allerdings auch bereits eine neue Architektur ist und den Umstand schon komplett erfüllt – auch noch Zen 7 im Jahr 2029 auf Sockel AM5 erscheint. Bis dato war davon ausgegangen worden, dass Zen 7 mit dem Wechsel auf DDR6 einen neuen Sockel bekommt.

AMD confirms its long-term commitment for the AM5 platform with drop-in upgrade support and new architectures planned through 2029, delivering substained value and confidence for gamers to invest and upgrade.

Hintergründe unbekannt

Ins Detail geht AMD zur Messe aber wenig überraschend nicht. So könnte auch eine Änderung der Roadmap, die Zen 7 im sockelbaren Desktop-PC erst für 2030 ansetzt, dafür gesorgt haben, dass AM5 noch bis inklusive 2029 alle Neuvorstellungen erhalten wird.

ComputerBase hat Informationen zu diesem Artikel von AMD unter NDA erhalten. Die einzige Vorgabe war der frühestmögliche Veröffentlichungszeitpunkt.



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Astral GeForce RTX 5090 Edition 20: Asus bringt noch eine RTX 5090 mit 800 W und AMOLED


Astral GeForce RTX 5090 Edition 20: Asus bringt noch eine RTX 5090 mit 800 W und AMOLED

Bild: Asus

Nach der Asus ROG GeForce RTX 5090 Matrix Platinum Edition (Test) hat Asus auf der Computex in Taipeh eine weitere RTX 5090 mit bis zu 800 Watt TDP vorgestellt – 200 Watt über der offiziellen Obergrenze. Die Astral GeForce RTX 5090 Edition 20 ist dicker als die bekannte Astral, schwarz-gelb und bietet ein OLED-Display.

Noch eine 800-Watt-Grafikkarte zum 20. Jubiläum

Kein neues Topmodell in Sicht und dann feiert Republik of Gamers (ROG) auch noch 20. Jubiläum? Für Nvidia war das wohl Anlass genug, nach der Asus ROG Matrix und der MSI Lightning Z eine weitere GeForce RTX 5090 über die eigentlich fix definierte TDP-Obergrenze von 600 Watt gehen zu lassen. Wie bei der ROG Matrix wird das durch die Kombination von 12V-2×6 an der Grafikkarte und den GC-HPWR-Anschluss („BTF“) gelöst.

Im deutlich angepassten Astral-Design

Die Astral GeForce RTX 5090 Edition 20 kommt im von der Astral-Serie bekannten Design, fällt mit 4,7 zu 3,8 Slot aber noch dicker aus. Dafür soll sie laut Asus-Webseite einen Zentimeter schmaler sein. Ob das wirklich so ist, bleibt abzuwarten.

Astral GeForce RTX 5090 Edition 20

Das generelle Design mit den vier Lüftern ist von der Astral bekannt, die Edition 20 erweitert es um ein gebogenes AMOLED-Display am Ende der Grafikkarte, das auch abgenommen werden kann. Das Farbschema ist Schwarz/Gelb und auf der Rückseite sitzt eine Backplate aus Glas – auch sie lässt sich entfernen.

Auch die Astral GeForce RTX 5090 Edition 20 bietet bis zu 800 Watt TDP
Auch die Astral GeForce RTX 5090 Edition 20 bietet bis zu 800 Watt TDP (Bild: Asus)

Viele Fanartikel mit im Karton

Der vermutlich astronomisch hohe Preis bringt Käufer nicht nur in den Besitz dieser Grafikkarte, sondern auch von einer ganzen Reihe an Merchandise-Artikeln:

  • ROG Edition 20 Graphics Card Holder
  • ROG Velcro Hook & Loop
  • ROG Magnet
  • ROG Graphics Card Keycap
  • ROG PCB Ruler
  • ROG Edition 20 Thank You Card
  • ROG Edition 20 Sticker
  • ROG Edition 20 Collective Coin



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Asus ROG Mainboards: Enthusiast trifft auf Ultra-Enthusiast


Asus präsentiert zur Computex 2026 zwei neue Mainboards für den Sockel AM5. Keines der beiden spricht preisbewusste Käufer an, kommen sie doch beide aus der Crosshair-Serie des Herstellers, die üblicherweise die Speerspitze des Portfolios darstellt. Beide Sondereditionen sollen vor allem über ihre Optik punkten.

Das ROG Crosshair 2006 geht optisch zu den Anfängen zurück

Bereits vor zwei Wochen zeigte Asus die Sonderedition ROG Crosshair 2006 vorab und zog damit viel Aufmerksamkeit auf sich.

ROG Crosshair 2006

Während es sich auf technischer Seite „nur“ um ein Crosshair X870E Dark Hero handelt, ist es vor allem das Erscheinungsbild, das nostalgische Käufer ansprechen soll. Kupfer-Optik und RAM-Slots in blauem und weißen Plastik wecken Assoziationen zum namensgebenden Jahr 2006 und erinnern explizit an das erste Crosshair-Mainboard für den Sockel AM2. Auch das ursprüngliche ROG-Logo findet seinen Weg auf die Platine im Retro-Look.

Mit 20+2+2 Power Stages, hochwertigen Kondensatoren, fünf M.2 Slots, WiFi 7, sowohl 5 Gbit als auch 10 Gbit LAN sowie den Q‑Design-Komfortfunktionen für den Zusammenbau ist das Mainboard bereits üppig ausgestattet. Hinzu kommt noch ein 2 Zoll großes OLED-Display mit exklusiven Animationen für das Sondermodell. Wem das alles nicht reicht, der bekommt von Asus auf der Computex aber noch einen saftigeren Brocken vorgesetzt.

Das ROG Crosshair X870E Edition 20 geht noch eine Spur weiter

Mit dem ROG Crosshair X870E Edition 20 wird eines der teuersten AM5-Boards des Herstellers in Schwarz und Gold neu aufgelegt. Als Basis wurde augenscheinlich das ROG Crosshair X870E Glacial herangezogen, wie der Aufbau der Kühlkörper und die Abdeckungen verraten. Dieses Luxusbrett im E-ATX-Format rangiert sogar noch über der „Extreme“-Variante des X870E Crosshair und schlägt im Preisvergleich mit über 1.000 Euro zu Buche.

Die technische Basis ist praktisch schon als Overkill zu bezeichnen: Die Spannungsversorgung setzt auf ein 24+2+2 Phasendesign, das selbst extrem übertaktete 16-Kerner mit stabiler Spannung versorgen soll. Es sollen bis zu neun M.2 SSDs Verwendung finden, wobei wie beim Glacial hier von der Nutzung einer Adapterkarte für den PCIe-Slot auszugehen ist.

ROG Crosshair X870E Edition 20

Der besondere Clou der Jubiläumsedition: Das Board kommt von Haus aus mit einer integrierten AIO-Kühlung, die mit einem Vollkupferblock sowohl CPU als auch Spannungswandler kühlt. Wie das Bild zeigt, wird sie von einem geradezu gigantischen Display bedeckt. Selbst vor dem Hintergrund eines E-ATX-Boards wirkt die ROG Ryujin 360 Edition 20 riesig.

Es handelt sich hierbei tatsächlich um zwei 6,67 Zoll große Displays, die zu einer Einheit vereint wurden. Die Displayeinheit ist schwenkbar und soll zusammen mit der Astral GeForce RTX 5090 Edition 20 synchronisierbar sein.

Asus bleibt Preise und ein Releasedatum schuldig

Zu keinem der beiden Boards gibt es konkrete Informationen in Bezug auf Preis oder Marktstart. Bei den „Edition 20“-Produkten spricht Asus vage von „im Verlauf des Jahres 2026“. Für das Crosshair 2006 gibt es keine weitere Aussage, aber ein Marktstart vor dem Crosshair X870E Edition 20 scheint wahrscheinlich.

Bezüglich der Preise werden sich beide Boards mit Sicherheit oberhalb der Platinen einfinden, auf denen sie basieren. Das Crosshair X870E Dark Hero (als Basis für das Crosshair 2006) ist ab ab 675 Euro zu finden. Das Crosshair X870E Glacial (als Basis für das Crosshair 20 Edition) hingegen startet ab 1.043 Euro



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