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Blue Origin-Explosion wird auch für die NASA zum Problem
Die Explosion einer Blue-Origin-Rakete am Donnerstag könnte weitreichende Folgen für die Raumfahrtindustrie haben. Dabei wurden auch das Launchpad und weitere wichtige Bodeninfrastruktur zerstört. Der Wiederaufbau könnte lange dauern und wichtige Missionen der NASA verzögern.
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Der Startplatz LC-36A von Blue Origin in Florida hat laut einem Bericht von Arstechnica erhebliche Schäden erlitten. Das hat auch jahrelange Bauarbeiten und mehrere hundert Millionen US-Dollar an Investitionen zunichtegemacht, ebenso das einzige Launchpad für die Schwerlastrakete New Glenn, welches das Unternehmen besaß. Auf der Vandenberg Space Force Base in Kalifornien arbeitet Blue Origin an einer New-Glenn-Startvorrichtung, doch das Projekt steckt noch in den Kinderschuhen.
Es könnte noch mindestens ein Jahr dauern, bis wieder Raketenstarts von LC-36A möglich sind, schätzt Eric Berger von Arstechnica, auch die enormen Ressourcen von Amazon-Gründer Jeff Bezos – dem auch Blue Origin gehört – könnten daran nichts ändern. Die Vulcan Centaur des US-Raumfahrtunternehmens United Launch Alliance (ULA) muss zurzeit wegen technischer Probleme ebenfalls am Boden bleiben. In der US-Raumfahrtindustrie ist SpaceX damit zurzeit der einzige Anbieter mit flugfähigen Schwerlastraketen. Besonders bitter ist diese Situation für Kunden von Blue Origin, denn in der zweiten Hälfte des Jahres waren diverse New-Glenn-Starts für die NASA, AST SpaceMobile und Co geplant.
Es könnte auch für erhebliche Verschiebungen beim Artemis-Programm sorgen, bei dem die NASA im Jahr 2028 Menschen auf den Mond bringen will. Im kommenden Jahr soll die Raumkapsel Orion im Weltraum mit einer oder gar zwei Mondlandern von SpaceX und Blue Origin gekoppelt werden, um das ausgiebig zu testen, allerdings noch ohne Mondlandung.
Blue Origin selbst wird das mit seinen Raketen vorerst nicht ermöglichen können. Bliebe noch die Möglichkeit, mit SpaceX oder ULA zu kooperieren, wobei die Kapazitäten der ULA durch die oben genannten Probleme auch beschränkt sein dürften. Mit SpaceX würde sich Blue Origin mit einem direkten Konkurrenten zusammentun müssen. Letzteres ist eher unwahrscheinlich. Die NASA steht nun vermutlich vor der Entscheidung, ob sie mit ihrem fürs kommende Jahr geplanten Testlauf auf Blue Origin wartet oder ihn ohne das Unternehmen durchführt.
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(nen)
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Top 10: Das beste Klapprad-E-Bike im Test – Preis-Leistungs-Sieger kostet 799 €
Engwe P20
Das Engwe P20 bietet einen 250-Watt-Motor mit Drehmomentsensor und Karbonriemenantrieb sowie innovative Rücklichter mit integrierten Blinkern und Bremsleuchten. Wie gut sich das Klapprad fährt, zeigt der Test.
- 250-Watt-Motor mit Drehmomentsensor, wendig und leicht
- Beleuchtung mit Bremslicht und Blinker
- fast wartungsfreier Karbonriemenantrieb
- Single-Speed-Karbonriemenantrieb
- für Personen über 190 cm nicht optimal
- erfüllt nicht ganz die StVZO
E-Bike Engwe P20 im Test
Das Engwe P20 bietet einen 250-Watt-Motor mit Drehmomentsensor und Karbonriemenantrieb sowie innovative Rücklichter mit integrierten Blinkern und Bremsleuchten. Wie gut sich das Klapprad fährt, zeigt der Test.
Klappbare E-Bikes sind aufgrund ihrer kompakten Abmessungen im zusammengefalteten Zustand leicht im Auto oder Zug transportierbar. Viele Exemplare wie das Engwe L20 sind mit dicken, profilstarken Reifen bestückt und bieten vor allem Winter bei schneebedecktem Untergrund besseren Halt als normalbereifte Falträder. Dafür sind letztere leichter und besonders praktisch, wenn das Rad mit Auto oder Zug transportiert werden soll.
Mit dem P20 hat Engwe nun ein solches im Angebot: Es ist mit 18,5 kg für ein E-Bike relativ leicht und wird von einem 250 Watt starken Motor mit Drehmomentsensor angetrieben. In Kombination mit einem 345-Wh-Akku soll die Reichweite bis 100 km betragen. Eine Gangschaltung bietet das Rad nicht, dafür aber einen bis zu 33.000 km wartungsfreien Karbonriemenantrieb. Außerdem gibt es Vorder- und Rücklicht, die der integrierte E-Bike-Akku zum Leuchten bringt und nicht, wie häufig bei günstigen Rädern der Fall, von einer eigenen Batterie mit Strom versorgt werden muss. In den Rücklichtern sind obendrein Blinker und Bremsleuchten integriert. Für einen schnellen Halt sollen die hydraulischen Bremsen sorgen.
Obendrein eignet sich das Engwe P20 mit einer Zuladung von 120 km auch für relativ schwere Personen, was im E-Bike-Bereich inzwischen allerdings keine Seltenheit mehr ist.
Engwe verkauft das P20 in den Farben Grün, Schwarz und Weiß zum Preis von 999 Euro. Mit dem Code DeliaKOL50OFF reduziert sich der Preis auf 899 Euro. Wie gut das Engwe P20 in der Praxis funktioniert, zeigt der Test.
Wie wird das Enge P20 montiert und wie ist es verarbeitet?
Geliefert wird Engwe P20 teilmontiert in einem großen Karton. Das zur Montage nötige Werkzeug ist im Lieferumfang enthalten. Damit das E-Bike während des Transports keinen Schaden nimmt, schützt Engwe das Rad mit vielen Schaumstoffelementen, die mit Kabelbindern ordentlich an den sensiblen Stellen montiert sind. Deshalb dauert es auch einige Minuten, bis man diese entfernt hat und die Montage beginnen kann.
Das englischsprachige Handbuch beschreibt den Aufbau nur ungenau. Der Einbau des Vorderrads ist zwar prinzipiell kein Problem. Damit aber die Vorderradbremse nicht schleift, haben wir bei unserem Modell die Unterlegscheibe zwischen Radnabe und Fahrradgabel montiert (siehe Bildergalerie). Das zeigt auch eine Grafik im Handbuch, wenn auch nur sehr grob. Textlich wird dieses wichtige Montagekriterium im Handbuch nicht erläutert.
Das Gleiche gilt für eine magnetische Scheibe, die an der Vorderradachse außen montiert werden muss, damit das Rad im zusammengeklappten Zustand mit dem am hinteren Rad vormontierten Magneten fixiert wird, sodass es beim Schieben nicht auseinanderläuft. Über diesen Sachverhalt steht nichts im Handbuch. Lediglich auf Produktseite im Shop des Herstellers ist von einem Magneten die Rede. Daher hatten wir das Rad zunächst ohne diese Vorrichtung montiert. Das nachträglich Anbringen ist hingegen kein Problem. Hierfür demontiert man die entsprechende Schraube an der Vorderachse, steckt den Magneten auf, dreht die Schraube aber noch nicht fest. Jetzt klappt man das Rad zusammen und überprüft dabei, in welcher Position der Magnet am Vorderrad montiert werden muss, damit er den am hinteren Rad vormontierten genau trifft (siehe Bildergalerie).
Andere, nahezu selbstverständliche Montageschritte, wie das Anbringen der Pedale, erklärt das Handbuch hingegen genau. Im Übrigen war bei unserem Rad der Gepäckträger über dem hinteren Rad bereits vormontiert, während im Handbuch von einem Gepäckträger nicht die Rede ist.
Der Aufbau hat bei uns etwa eine halbe Stunde gedauert, zuzüglich 15 Minuten für die Demontage der Schaumstoffeinlagen zum Schutz des Rads. Vor der ersten Fahrt ziehen wir alle Schrauben nach und pumpen die Reifen auf. Wir empfehlen für die Fahrt einen Helm, die es auch in smart gibt. Bei der Auswahl hilft unsere Top 5: Die besten smarten Fahrradhelme mit Blinker, Bluetooth & Musik im Test.
Optisch ist das Engwe P20 ein echter Hingucker, vor allem mit der mintgrünen Lackierung. Sie ist im Alltag nur selten an einem Rad zu sehen und sorgt für einen starken Kontrast zu den ansonsten in Schwarz gehaltenen Elementen wie Lenkrad, Lenkstange, Sitz, Räder, Karbonriemenantrieb und Gepäckhalterung.
Ansonsten ist das 18,5 kg leichte Engwe P20 ordentlich verarbeitet, auch wenn die Schweißnähte nicht so sauber abgeschliffen sind wie bei teureren E-Bikes. Das Kabelmanagement hinterlässt einen aufgeräumten Eindruck. Zur guten Optik tragen auch die im Rahmen integrierte Vorderleuchte sowie die Rückleuchten mit integrierten Bremslichtern und Blinkern bei. Letztere sind übrigens seit Kurzem erlaubt.
Wie ergonomisch ist das Engwe L20?
Der etwa 62 cm breite Lenker ist kaum gebogen. Die Griffe sind ergonomisch geformt und bieten eine Auflagefläche für die Handballen. Die Klingel sitzt praktisch erreichbar am rechten Bremsgriff. Dank höhenverstellbarem Sattel und Lenker können Personen mit einer Größe zwischen 155 und 190 cm eine ergonomische Sitzposition auf dem Rad finden. Für kleinere oder größere Radler ist das Engwe L20 hingegen weniger gut geeignet.
Welche Funktionen bietet das Bedienpanel?
Mit dem kleinen Bedienpanel neben dem linken Griff können Anwender den Motor aktivieren und zwischen drei Unterstützungsstufen wählen. Außerdem zeigt es Geschwindigkeit, zurückgelegte Wegstrecke und Akkustatus an.
Das Display ist relativ klein, hintergrundbeleuchtet und auch bei Sonne noch ausreichend gut ablesbar. Einen USB-A-Anschluss zum Aufladen von Smartphones bietet es leider nicht. Die Steuereinheit des Fahrrad-Computers sitzt auf der linken Seite des Lenkers. Damit kann der Fahrer über Plus- und Minustaste am unteren Rand die Unterstützungsstufe (1–3) des Motors einstellen und das Licht über ein langes Drücken auf die Plus-Taste ein- und ausschalten. Das Frontlicht ist ausgesprochen hell, hat aber den Nachteil, dass es starr montiert in Kurven den Weg nicht optimal ausleuchtet und nur etwa drei Meter weit leuchtet. Bei Nacht sollte man dementsprechend vorsichtig fahren.
Mit dem Bedienpanel kann man zudem noch einen Passwortschutz aktivieren. Hierzu drücken wir die M-Taste kurz nach dem Einschalten mehrere Sekunden. Dann öffnet sich das Einstellungsmenü, das standardmäßig die Optionen Unit, AutoOf, Wheel, Passwo, Batter, Info und P-Set bietet. Unter AutoOf kann man die Zeit definieren, nach deren Ablauf sich das Rad ausschaltet. Zur Auswahl stehen 5, 10, 15, 20, 30 und 60 Minuten. Unter Unit kann man Anzeige von km/h auf mph umstellen. Und mit Passwo können Anwender eine vierstellige Ziffernfolge festlegen, die nach Aktivierung beim Einschalten eingegeben werden muss, damit der Motor aktiv ist. Die Menüoptionen Batter, Wheel und Info zeigen nur Details zu den jeweiligen Einstellungen, können aber nicht verändert werden.
Bilder: Engwe P20
Wie wird der Blinker aktiviert?
Neben dem Haupt-Bedienpanel gibt es zwei Pfeil-Tasten, mit denen man die beiden Blinker links und rechts aktiviert. Leider gibt es an den Tasten kein optisches Feedback, die signalisieren, ob eine Fahrtrichtungsanzeige aktiv ist. Die Blinker hören auch nicht nach einer bestimmten Zeit auf zu leuchten. Man muss die entsprechende Taste nach dem Abbiegevorgang erneut drücken, um den Blinker auszuschalten.
Wie wird das Licht eingeschaltet?
Das Einschalten der Beleuchtung erfolgt über die Plus-Taste, mit der man auch die Unterstützungsstufe des Motors auswählt. Statt die Taste nur kurz zu drücken, um etwa eine höhere Unterstützungsstufe festzulegen, drückt man sie zur Aktivierung der Beleuchtung mehrere Sekunden. Ein nochmaliges langes Drücken schaltet das Licht wieder aus.
Wie fährt sich das Engwe P20?
Ein Klapp-E-Bike mit 20-Zoll großer Bereifung fährt sich natürlich nicht so bequem wie ein großes Rad mit Federung. Auch gegenüber kleinen E-Bikes mit dicker Bereifung wie dem Enge L20 (Testbericht) spürt man beim P20 nahezu jede Fahrbahnunebenheit. Für Ausflüge ins Gelände oder auf Waldwege ist das P20 somit nur bedingt geeignet. Auch auf unebenen Fahrbahnen wie gepflasterten Straßen wird man mit dem P20 ordentlich durchgeschüttelt.
Spaß beim Fahren stellt sich also erst ein, wenn das Rad auf einen ebenen und optimal asphaltierten Untergrund trifft. Dann ist das P20 komfortabel und dank seiner Wendigkeit auch bei unvorhergesehenen Ereignissen sicher zu steuern. Dazu tragen auch die hydraulischen Scheibenbremsen mit einem Durchmesser von 160 mm bei, die das Engwe schnell zum Stehen bringen, ohne dass dabei die Bremswirkung eine aus dem Sattel hievt. Hinterher fahrende Verkehrsteilnehmer können dabei die beiden Bremsleuchten gut sehen und so auf den Bremsvorgang des Vordermanns gut reagieren.
Dankbar sind wir auch über die montierten Schutzbleche aus Plastik, die bei nasser Fahrbahn vor Spritzer an der Kleidung schützen. Und dank des leisen Motors und des Karbonriemenantriebs halten sich die Fahrgeräusche auf einem niedrigen Niveau.
Wie gut ist der Motor mit Drehmomentsensor?
Der Heckmotor bietet die erlaubten 250 Watt Nennleistung und ein Drehmoment von maximal 42 nm. Dank Drehmomentsensor stellt sich auf dem Engwe P20 ein natürliches Fahrgefühl ein. Je stärker man in die Pedale tritt, desto stärker fällt die Unterstützung des Motors aus. Die Unterstützung des Motors liegt sofort an. Man muss also nicht erst einige Meter fahren, bevor sie einsetzt, wie das bei E-Bikes ohne Drehmomentsensor der Fall ist. Wer dennoch nach einem Halt bei einer Ampel nicht auf die Technik vertraut, kann den Gashebel nutzen, um das Rad sofort in Gang zu setzen. Dieser ist auf 6 km/h begrenzt und entspricht damit den gesetzlichen Anforderungen.
Dass nur drei statt der bei den meisten anderen E-Bikes üblichen fünf Fahrstufen zur Verfügung stehen, ist in der Praxis nahezu irrelevant. Sprich: Man kommt damit gut klar. Bei flacher Wegstrecke reichen die ersten beiden für eine Geschwindigkeit von etwa 20 km/h aus. Die dritte Stufe ermöglicht eine Beschleunigung auf gesetzlich erlaubte 25 km/h. Sie ist vor allem bei Steigungen sinnvoll, wo die ersten beiden Stufen nicht ausreichen, um das maximale Drehmoment des Motors von 42 nm abzurufen.
Länger Strecken mit der erlaubten Höchstgeschwindigkeit zu fahren, ist zwar möglich, macht aber keinen Spaß. Das verhindert die Übersetzung des Single-Speed-Karbonriemens, die für dieses Tempo eine hohe Trittgeschwindigkeit erfordert.
Mit dem Engwe P20 würden wir also keine langen Radtouren unternehmen. Aber zum Ausflug in das nahe gelegene Schwimmbad oder für kleinere Einkäufe ist das Rad gut geeignet – auch dank des vormontierten Gepäckträgers, der eine Tragkraft von 15 kg bietet.
Wie lange hält der Akku?
Engwe verspricht für das P20 mit einem knapp 346 Wh starken Akku eine Reichweite von bis zu 100 km. Unter bestimmten Voraussetzungen wie einer ebenen Strecke, niedriger Unterstützungsstufe und einem 70 kg schweren Fahrer kann das durchaus sein. Mit einem Fahrergewicht von 90 kg, der höchsten Unterstützungsstufe und bergigem Streckenprofil sind wir im Test knapp 50 km weit mit dem P20 gekommen. Außerdem sollte man den Akku auch nicht komplett leer fahren, weil das die Haltbarkeit erheblich negativ beeinflusst. Das Aufladen des Akkus mit dem mitgelieferten Netzteil dauert im Test knapp sechs Stunden.
Wie gut funktioniert das Zusammenklappen des Rads?
Der Klappmechanismus beim Enge P20 funktioniert ausgezeichnet. Hierzu öffnet man lediglich den Hebel am Rahmen und klappt das Rad ein, bis die magnetische Halterung haftet. Das gelingt in der Praxis relativ zügig. Zudem lassen sich noch Lenker und Sitz dank Schnellverschlüssen im Handumdrehen einklappen, sodass das P20 schnell in einem Kofferraum verstaut ist.
Erfüllt das Engwe P20 die StVZO?
Laut Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) darf ein E-Bike höchstens von einem 250 Watt starken Motor angetrieben werden und die Höchstgeschwindigkeit muss auf 25 km/h begrenzt sein. Diese beiden Voraussetzungen erfüllt das Engwe P20. Allerdings sind auch zwei Reflektoren pro Rad vorgeschrieben und auch nach vorn und hinten müssen Reflektoren vorhanden sein. Während ein rückwärtig ausgerichteter Reflektor zum Lieferumfang gehört, erfüllt das Vorderlicht nicht die gesetzlichen Anforderungen. Auch ist pro Rad nur ein Reflektor montiert. Allerdings lassen sich Reflektoren für wenig Euro nachrüsten.
Preis
Engwe verkauft das P20 in den Farben Grün, Schwarz und Weiß zum Preis von 999 Euro. Mit dem Code DeliaKOL50OFF reduziert sich der Preis auf 899 Euro. Wie gut das Engwe P20 in der Praxis funktioniert, zeigt der Test.
Fazit
Das klappbare E-Bike Engwe P20 hat im Test größtenteils überzeugt. Für lange Strecken würden wir es wegen des Single-Speed-Karbonriemens jedoch nicht verwenden. Um die Höchstgeschwindigkeit von 25 km/h zu erreichen, ist eine hohe Trittfrequenz nötig. Wer allerdings ein E-Bike für kürzere und ebene Strecken benötigt und es außerdem mit Auto oder Zug transportieren möchte, den enttäuscht das P20 nicht. Es lässt sich zügig zusammenfalten und bietet dank Drehmomentsensor ein natürliches Fahrverhalten, ist zudem wenig und leicht. Und der 250-Watt-Motor bewältigt auch steilere Anstiege problemlos. Sicher mit dem Rad unterwegs zu sein, ist für viele ein wichtiger Faktor. Auch diesbezüglich überzeugt das P20 mit seinen hydraulischen Bremsen, die in jeder Situation das Rad sicher zum Stehen bringen. Dank integrierter Bremsleuchten erkennen auch hinterherfahrende Verkehrsteilnehmer sofort, wenn man mit dem P20 einen Bremsvorgang einleitet. Das erhöht die Sicherheit, genauso wie die integrierten Blinker, die man zur Fahrtrichtungsanzeige verwenden kann.
Hinweis: Der Testbericht wurde am 3.9.2024 veröffentlicht. Bei attraktiven Angeboten, etwa zur Black Week, wird er aktualisiert.
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Jagd auf Regierungsgegner: US-Justiz will Daten von Reddit- und X-Nutzer
Das US-Justizministerium verschärft sein Vorgehen gegen Kritiker der staatlichen Migrationspolitik. Aus Gerichtsdokumenten geht hervor, dass die US-Staatsanwaltschaft für die Hauptstadtregion Washington von Reddit und X umfangreiche Nutzerdaten anfordert. Sie verlangt etwa Klarnamen, Adressen und Bankverbindungen von Personen, die sich kritisch über die Abschiebelinie der Regierung geäußert haben.
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Die Behörde wird von Jeanine Pirro geleitet, einer ehemaligen Fox-News-Moderatorin und Vertrauten von Präsident Donald Trump. Der Fall zeigt laut der Nachrichtenagentur Bloomberg, wie entschlossen die Regierung unter dem Republikaner vorgeht, um anonyme Aktivisten im Internet zu identifizieren.
Im Fokus stehen mindestens zwei anonyme Accounts, über die die Einwanderungs- und Zollbehörde ICE kritisiert worden war. Die Betroffenen erfuhren erst durch Benachrichtigungen der Plattformen von den Datenanfragen und schalteten Anwälte ein. Welche Straftatbestände konkret geprüft werden, teilte die Staatsanwaltschaft nicht mit. Die Verteidigung vermutet Vorwürfe im Zusammenhang mit veröffentlichten Informationen über Bundesbeamte. Ein strafbares Verhalten ihrer Mandanten weisen die Anwälte zurück und sprechen von einem Versuch, kritische Stimmen einzuschüchtern.
Juristisches Tauziehen hinter verschlossenen Türen
Bundesrichter James Boasberg prüft derzeit, ob die Vorladungen rechtmäßig sind. Das Verfahren läuft weitgehend unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Die Auseinandersetzung gilt als weitere Stufe beim Einsatz strafrechtlicher Mittel gegen Regierungskritiker. Sie fügt sich ein in eine Reihe von Vorhaben, mit denen das Department of Homeland Security (DHS) die Identität von ICE-Agenten stärker schützen will. Diskutiert werden unter anderem Regelungen, die Beamten das Tragen von Masken erleichtern und die Kontrolle ihrer Einsätze einschränken sollen.
Die US-Regierung nutzt hier auch den Vorwurf des Doxxing, also des böswilligen Veröffentlichens privater Daten. Damit will sie ein hartes Vorgehen gegen die digitale Beobachtung von Abschiebebeamten rechtfertigen. Die Republikaner im Senat bereiten parallel Gesetze vor, um solche Bloßstellungen generell unter Strafe zu stellen.
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Bürgerrechtsorganisationen reagieren alarmiert. Angesichts der umstrittenen Abschiebepolitik und wachsender Proteste warnen sie vor einem Angriff auf die verfassungsrechtlich geschützte Meinungsfreiheit. Bereits im Februar hatte das Heimatschutzministerium Vorladungen an Unternehmen wie Google, Discord und Meta verschickt, um Daten von Nutzern zu erhalten, die ICE-Agenten kritisiert hatten. Die aktuellen Fälle verstärken den Eindruck einer systematischen Überwachung digitaler Debatten.
Wechsel zu schärferen Mitteln
Besonders umstritten ist die Vorgehensweise der Behörden. Laut Gerichtsunterlagen setzte die Regierung zunächst auf administrative Anordnungen, die ohne richterliche Prüfung auskommen. Als Betroffene diese rechtlich angriffen, zogen die Strafverfolger diese zurück. Kurz darauf beantragte die Staatsanwaltschaft aber „Grand-Jury-Subpoenas“ – deutlich schärfere Instrumente mit größerem rechtlichen Gewicht.
Lauren Regan vom Civil Liberties Defense Center sieht darin den Versuch, Kritiker gezielt zu enttarnen. In einem der Fälle bezogen sich die beanstandeten Reddit-Beiträge laut Verteidigung teils lediglich auf Beschimpfungen der Behörde. Ähnlich verhält es sich bei einem von Anwalt Joshua Koltun vertretenen X-Nutzer, der einen sarkastischen Kommentar über einen ICE-Beamten veröffentlicht hatte. Auch hier sei keine Gewaltandrohung erkennbar gewesen. Dennoch griff die Regierung nach dem Scheitern der ersten Datenanfragen auf die geheimen Grand-Jury-Anordnungen zurück.
Kampf um Anonymität
Für die Betroffenen ist die Lage heikel. Die zuletzt genutzten strafbewehrten rechtlichen Ersuchen gelten als mächtiges Instrument, das Staatsanwälte mit vergleichsweise geringen Hürden einsetzen können. Wer sich ihnen nicht beugt, riskiert Geldstrafen oder weitere rechtliche Konsequenzen. Ehemalige Strafverfolger betonen, dass solche Anordnungen nur selten erfolgreich angefochten werden können.
Da Plattformen wie Reddit und X die Ersuchen meist nicht selbst gerichtlich bekämpfen, müssen Nutzer die Kosten und Risiken einer Verteidigung allein tragen. Reddit erklärte zwar, die Anonymität seiner Nutzer im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten schützen zu wollen. Rechtliche Schritte müssten die Betroffenen aber selbst finanzieren.
Angesichts landesweiter Abschiebungen und gewaltsamer Zusammenstöße zwischen Einsatzkräften und Demonstranten wächst der zivile Widerstand gegen den harten Kurs. Bereits im Februar hatte das DHS Anordnungen an Internetgiganten wie Google, Discord und Meta übermittelt, um Daten von Nutzern zu erzwingen, die ICE-Agenten kritisiert hatten. Die aktuelle Entwicklung zeigt, dass die Regierung Foren und Kommentarspalten systematisch überwachen lässt, um juristisch gegen unliebsame Meinungsäußerungen vorzugehen.
Bürgerrechtler verweisen auf die lange Tradition anonymer politischer Redefreiheit in den USA. Gründerväter nutzten schon im 18. Jahrhundert Pseudonyme wie „Publius“, um die Verfassung ohne Angst vor Repressalien voranzutreiben. Gegner monieren daher, dass schon die Androhung strafrechtlicher Ermittlungen wegen sarkastischer oder polemischer Online-Beiträge einen Abschreckungseffekt erzeugen könnte. Und das unabhängig davon, ob es am Ende zu Anklagen kommt. Der Schaden für die freie Meinungsäußerung sei so bereits entstanden.
(nen)
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Jedi-Meisterin des Schnitts: Marcia Lucas ist verstorben
Ihre Arbeit gab den ersten Star Wars-Filmen den Oscar-reifen Schliff: Die US-Filmeditorin und Ex-Frau von Regisseur und Produzent George Lucas, Marcia Lucas, ist im Alter von 80 Jahren gestorben. Lucas, deren Werk als Cutterin weitere einflussreiche Filme der Siebzigerjahre wie Martin Scorseses „New York, New York“ und „Taxi Driver“ prägte, erlag Ende Mai einer Krebserkrankung, wie das Branchenmagazin „Variety“ unter Berufung auf den Anwalt der Familie am Freitag berichtete.
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„Ihre Arbeit war bekannt für ihre emotionale Intelligenz, Rhythmus und Humanität – eine seltene Fähigkeit, um die Wahrhaftigkeit einer Szene ausfindig zu machen und Herz, Momentum und Klarheit auf die Leinwand zu bringen“, heißt es demnach im Statement der Angehörigen. Lucasfilm schließe sich der internationalen Filmgemeinde in der Trauer um Marcia Lucas an, schrieb die von George Lucas gegründete Produktionsfirma.
Gutes machte sie besser – und Schlechtes passabel
Einem Reporter erklärte sie einst selbst, warum sie das Editieren von Filmen so liebe, zitierte ein Nachruf von Lucasfilm: „Ich besitze die angeborene Fähigkeit, gutes Material zu nehmen und es noch besser zu machen – und schlechtes Material zu nehmen und es zumindest passabel zu gestalten.“ Filmeditoren, früher der Arbeit mit Filmstreifen folgende Cutter genannt, nehmen bei der Postproduktion eine prägende Rolle ein: Sie fügen das Rohmaterial der Dreharbeiten erst zu dem Gesamtwerk zusammen, das die Geschichte rund erzählt. Für ihren Schnitt von „Star Wars: Eine neue Hoffnung“ wurde Lucas gemeinsam mit den anderen Cuttern Richard Chew und Paul Hirsch 1978 mit einem Oscar ausgezeichnet. Bereits in den 1960er-Jahren war Lucas zur Editorin ausgebildet worden.
Mit Star-Wars-Schöpfer George Lucas war die Kalifornierin von 1969 bis 1983 verheiratet, sie haben eine gemeinsame Tochter. Bereits 1971 arbeitete Marcia Lucas mit ihrem Mann bei dessen Film „THX 1138“ zusammen. Zur Postproduktion des Sternenkrieg-Auftakts kam die Cutterin hinzu, als ihr Ehemann feststellte, dass sein Film einer kompletten Überarbeitung bedurfte. Wie Marcia Lucas selbst im ersten Teil der Doku-Serie „Inside Star Wars“ von 2022 erzählt, sollte sie auf Wunsch ihres Mannes ursprünglich nicht am ersten Star-Wars-Film arbeiten – sondern sich lieber um das lange geplante erste Kind des Paares kümmern. „Jetzt können wir uns ein Baby leisten“, soll George Lucas laut seiner damaligen Frau gesagt haben.
Wie heute bekannt ist, und in seinem Nachruf auch die Variety schreibt, kamen von Marcia Lucas entscheidende Impulse für die Filmhandlung gekommen, weil ihre Einschätzung für George Lucas großes Gewicht hatte. Laut George Lucas und dem Luke-Skywalker-Darsteller Mark Hamill sei es ihre Idee gewesen, die Figur des Obi-Wan Kenobi auf dem Todesstern sterben zu lassen. In „Inside Star Wars“ (derzeit unter anderem bei Joyn zu sehen) bestätigt Marcia Lucas das. Auch, dass sich Obi-Wan auflöst, und später wie ein Geist aus dem Off zu Luke Skywalker spricht, war laut eigener Darstellung ihre Idee. Variety berichtet wiederum, weiter, dass auch der Kult gewordene Kuss zwischen Luke und Prinzessin Leia sei dank ihrer Überzeugung im Film belassen worden sei.
Rückkehr bei „Jedi“
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An der Fortsetzung „Das Imperium schlägt zurück“ war Marcia Lucas wenig beteiligt, wie sie in der Doku-Serie sagt, wollte sie sich um ihre Tochter kümmern, und sagte die Leitung des Schnitts früh ab. Auch am dritten Teil, „Die Rückkehr der Jedi-Rutter“, war sie erst beteiligt, als die erste Schnittfassung nicht funktionierte. „Er gab mir alle emotionalen Szenen“ sagt Marcia Lucas in „Inside Star Wars“. Sowohl das Wiedersehen von Luke Skywalker und Obi-Wan Kenobi als auch das Ende von Darth Vader – samt nachgedrehten Szenen – hat die Editorin laut der Doku-Serie in eine ganz andere Richtung entwickelt.
In der Phase der Post-Produktion von „Jedi“ hat sich laut anderen Zeitzeugen das Paar endgültig zerstritten. Marcia wollte sich bereits früher scheiden lassen, George soll jedoch auf einen Termin erst nach Erscheinen des dritten Films gedrängt haben. George Lucas hat laut Marcia Lucas den Kontakt völlig abgebrochen, worunter für Jahrzehnte auch die Anerkennung für Marcias Anteil an den ersten drei Star-Wars-Filmen litt. Sie sagt in „Inside Star Wars“: „Als ich ihn verließ, tat er so, als hätte ich nie existiert.“
(nie)
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