Künstliche Intelligenz
Schnelle Überwasserdrohne von Saildrone soll U-Boote jagen
Das US-Unternehmen Saildrone hat ein neues autonomes Wasserfahrzeug vorgestellt. Ursprünglich waren die unbemannten Überwasserdrohnen auf Forschungszwecke spezialisiert. Zunehmend werden sie aber auch vom Militär genutzt. Die neue ist eigens dafür entwickelt worden und soll in erster Linie zur U-Bootbekämpfung eingesetzt werden.
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Spectre ist bisher größte Überwasserdrohne (Unmanned Surface Vehicle, USV) von Saildrone: Der Rumpf, der aus Aluminium besteht, ist 52 Meter lang. Das USV wiege 250 Tonnen und könne mit einer Geschwindigkeit von bis zu 30 Knoten, knapp 56 Kilometer pro Stunde (km/h), durchs Wasser pflügen, teilte das US-Unternehmen mit.
Saildrones – der Name legt es nahe – bewegten sich ursprünglich mit Windkraft übers Wasser, wobei der Antrieb dabei kein konventionelles Segel, sondern ein starrer Flügel aus einem Verbundwerkstoff ist. Bei der Spectre Silent Endurance ist dieser etwa 43 Meter hoch.
Hinzu kommt ein leiser Elektromotor. Er schafft immerhin 12 Knoten (gut 22 km/h). Die Reichweite der Spectre Silent Endurance im elektrischen Betrieb bei dieser Geschwindigkeit gibt das Unternehmen mit 8000 Seemeilen, knapp 15.000 Kilometer, an.
Drohne mit 5000-PS-Motor
Die neueren, größeren Modelle stattet Saildrone alternativ mit einem Dieselantrieb. Bei der Spectre Stealth Strike hat dieser eine Leistung von 5000 PS. Damit schafft die Drohne mit der Zuladung von 25 Tonnen und vollen Tanks noch 27 Knoten (50 km/h). Ist die Diesel-betriebene Spectre mit 25 Knoten (46 km/h) bei 25 Tonnen Beladung unterwegs, soll sie mit einer Tankladung knapp bei ruhiger See 3300 Seemeilen schaffen, das sind über 6000 Kilometer.
Die Ladung wird in einer verschließbaren Bucht am Heck der Spectre verstaut. Dort ist Platz für zwei 40-Fuß-Container oder fünf 20-Fuß-Container. Die maximale Nutzlastkapazität beträgt über 70 Tonnen.
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Die Spectre ist vor allem für die U-Bootbekämpfung konzipiert. So kann sie etwa mit verschiedenen Schleppsonarsystemen ausgestattet werden, um Unterwasserfahrzeuge zu orten, während sie selbst im Segel- oder Elektrobetrieb kaum zu hören ist. Zudem hat die Spectre nur eine sehr geringe akustische Signatur.
Andere Einsatzmöglichkeiten sind etwa die Aufklärung über Wasser, elektronische Kriegsführung oder Minenlegen. Schließlich kann Spectre auch mit zwei Raketenstartgeräten ausgestattet werden.
(wpl)
Künstliche Intelligenz
Google-Health-App: Update 5.01 bringt Fehlerbehebungen und neue Funktionen
Aus der Fitbit-App ist mit Version 5.0 die Google Health-App geworden. Im ersten Release fehlten indes noch ein paar Funktionen, die der Konzern mitsamt Bugfixes nun im Laufe des Sommers nachreichen will. Der erste Fix mit Version 5.01 wird laut Google bis in die kommende Woche phasenweise verteilt, abhängig vom Mobilfunkanbieter und Gerät. „Diese Version ist die erste von vielen weiteren Verbesserungen, die noch folgen werden“, verspricht Google.
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Updates in mehreren Bereichen
Die neue Version 5.01 der Google-Health-App erhält dem Unternehmen zufolge Optimierungen in vier Bereichen: Ernährung, Fitness und Bewegung, Schlaf und allgemeine Verbesserungen.
Zum Bereich Ernährung schreibt Google in seiner Ankündigung, dass Nutzerinnen und Nutzer nun zuvor erstellte benutzerdefinierte Lebensmittel anzeigen und protokollieren können. Das Hinzufügen neuer benutzerdefinierter Lebensmittel sei „in Kürze verfügbar“.
Weiter ziehen Erklärungen und Anleitungen zur Festlegung von Makronährstoffzielen in die App ein. Auch Probleme bei der Erfassung von Mahlzeiten aus Drittanbieter-Apps wie MyFitnessPal, Cronometer und LoseIt über Apple Health seien behoben worden. Unter anderem habe die App fälschlicherweise Mahlzeiten als „Sonstiges“ anstelle der korrekten Bezeichnung gekennzeichnet.
Zudem hat Google Standard-Lebensmittelnamen hinzugefügt, wenn Einträge aus Apple Health keinen Namen haben. Außerdem habe Google die Umstellung zwischen Maßeinheiten beim Erfassen von Mahlzeiten unter iOS vereinfacht. Diagramme zu Nährwerten und Kalorien seien jetzt ferner in den Ansichten „Heute“, „Gesundheit“ und „Nährwert-Details“ einheitlicher.
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Fitness, Bewegung, Schlafen
Die neue Version soll Google zufolge nun Trainingsbezeichnungen korrekter anzeigen. Zuvor hatte die App einige Läufe als andere Trainingsarten bezeichnet. „Neue und frühere Läufe werden nun korrekt als Läufe bezeichnet“, schreibt das Unternehmen. Außerdem behebe das App-Update ein Problem, bei dem in einigen Laufzusammenfassungen Zwischenzeiten fehlten.
Auch verspricht Google mit Version 5.01 das Laden von Karten aus GPS-Einheiten verbessert zu haben. Des Weiteren soll die mobile Schrittzählung auf iOS behoben werden. Zuvor wurden die Schritte bei einigen Nutzern, die sowohl Apple Health als auch Mobile Track aktiviert hatten, doppelt gezählt.
Beim Schlaftracking bringe die neue Version eine höhere Zuverlässigkeit der Schlafbewertung: „Es wurden Probleme behoben, bei denen auf der Registerkarte ‚Schlaf‘ bei einigen Nutzern keine Schlafbewertungen angezeigt wurden“, heißt es.
Allgemeine Fehlerbehebungen
Die neue Google-Health-Version soll auf der Registerkarte „Heute“ unter Android aktuelle Informationen anzeigen; bei einigen Nutzern war dies wohl nicht der Fall. Zudem habe Google die Standardeinstellungen für Geräte mit Cardio-Load-Unterstützung für neue Nutzer aktualisiert.
Unter iOS soll die Kontomigration von einem Fitbit- auf ein Google-Konto nun problemlos ablaufen. Wenn Nutzer den Migrationsvorgang erneut starten, soll der Umzug nun möglich sein. Seit 2023 ist ein Google-Konto für Fitbit-Produkte Standard, für Bestandskunden hatte Google die Deadline zur Übertragung immer wieder verschoben.
Weiter hat Google ein Problem mit der Anzeige des „Freunde und Familie“-Screens auf iOS gefixt, der bei einigen Nutzern nur langsam oder gar nicht geladen wurde. Google hat außerdem Schaltflächen und Diagramme für VoiceOver (iOS) und TalkBack (Android) verbessert.
(afl)
Künstliche Intelligenz
Splitscreen wie bei Android: iOS 27 angeblich mit neuer Funktion
Zu den Funktionen, die es bei Android seit Jahren gibt, unter iOS aber nicht, gehört der sogenannte Splitscreen- oder auch Mehrfenstermodus. Während iPadOS mittlerweile ein nahezu vollständiges WIndow-Management hat, kann man auf dem iPhone immer nur eine App gleichzeitig anzeigen. Mit iOS 27 könnte sich das nun ändern, behauptet zumindest ein bekannter Leaker aus Asien. Allerdings sind auch hierfür angeblich Einschränkungen vorgesehen. Ob die Vorhersage stimmt, wird sich vermutlich schon am Montag zeigen: Dann präsentiert Apple iOS 27 auf der Entwicklerkonferenz WWDC zum ersten Mal.
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Zwei Apps nebeneinander, aber nur in der Horizontalen
Wie der Weibo-Leaker Fixed Focus Digital, der in der Vergangenheit mehrfach richtig lag, schreibt, plant Apple eine Art „Parallel View“ für iOS. Dabei lassen sich, wenn das Smartphone im Querformat verwendet wird, zwei Anwendungen gleichzeitig anzeigen. „Parallel View“ findet sich bereits im HarmonyOS-Betriebssystem von Huawei, wie Apple die Funktion nennen wird, bleibt unklar. Offenbar hat Apple vor, sich an den ersten einfachen Multitasking-Funktionen in iPadOS zu orientieren, die es seit mehreren Jahren gibt. Ein echtes Fenstersystem für das iPhone ist zunächst nicht vorgesehen.
Interessanterweise wäre die Technik dazu da: Einem Bastler war es im vergangenen Jahr gelungen, ein Jailbreaking-iPhone mit einem Derivat von iPadOS auszustatten und dadurch dann zu „fensterln“. Es handelt sich also um eine reine Feature-Entscheidung von Apple. Die Hardware wäre für diesen Ansatz durchaus schnell genug. Käme die Splitscreen-Funktion auf regulären iPhones, gäbe es allerdings das Problem, dass die meisten Apps für das Hochformat gestaltet sind. Wie diese dann im Quadratformat dargestellt würden, was bei einer horizontalen Splitscreen-Variante der Fall wäre, bleibt offen.
Vielleicht auch nur für das iPhone Ultra
Wahrscheinlicher ist, dass Fixed Focus Digital mit der neuen Funktion ein Feature des kommenden iPhone Ultra beschreibt. Apples erstes Foldable, das für September erwartet wird, soll laut früherer Berichte im aufgeklappten Zustand erlauben, zwei Apps im „Side-by-side“-Modus zu nutzen, wie er einst beim iPad (vor dem besseren Window-Management) eingeführt wurde.
Hier wäre es dann einfach, zwei iPhone-Apps gleichzeitig anzuzeigen, denn Platz ist ausreichend vorhanden – trotz des von Apple offenbar angestreben „Pass“-Formates.
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(bsc)
Künstliche Intelligenz
PV-Akku-Steuerung: Fritz SmartEnergy 250 als Smart-Meter-Ersatz
Da die Preise für Photovoltaik-Speicher stark gefallen sind, lohnt sich deren Anschaffung zunehmend. Damit lässt sich Strom speichern und etwa nach Zeitplan später ins Hausnetz einspeisen. Bedarfsgerechte Steuerung, auch als Nulleinspeisung bekannt, ist jedoch die Königsdisziplin. Allerdings braucht es dafür einen Smart-Meter – das meint ein Zangenmessgerät oder Strommesser –, das den aktuellen Strombedarf ausliest und einen Elektriker, der das einbaut – wenn noch Platz ist; das wird damit unter Umständen zum kostspieligen Unterfangen. Die Idee liegt nahe: Geht das nicht auch nichtinvasiv mit Lesekopf-Aufsatz wie dem Fritz SmartEnergy 250? Wir haben es ausprobiert.
Vorneweg gibt es dazu anzumerken, dass es keine einfache Lösung für alle Fälle gibt. Jeder PV-Speicher von unterschiedlichen Herstellern möchte die aktuellen Daten auf andere Art und Weise aufbereitet vorfinden. Selbst beim selben Hersteller gibt es da Unterschiede, abhängig von der Firmware-Version oder dem konkreten Speicher-Modell.
Die erste Idee war daher, das eigentlich von allen PV-Speichern unterstützte Smart-Meter Shelly Pro 3EM zu emulieren. Das ist gut erforscht und hat ein klar definiertes Verhalten. Es muss ein Programm her, das die Datenausgabe eines Shelly emuliert und dafür die Werte eines Lesekopfes, in diesem Fall dem populären Fritz SmartEnergy 250, ausliest und aufbereitet.
Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „PV-Akku-Steuerung: Fritz SmartEnergy 250 als Smart-Meter-Ersatz“.
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