Apps & Mobile Entwicklung
SK Hynix PQC21: 321-Layer-QLC erreicht den Markt als Mini-SSD für Dell-PCs

Der neue 321-Layer QLC NAND Flash von SK Hynix gibt sein Debüt in der SSD-Serie PQC21 im Mini-Format M.2 2230. Dell ist der erste große Abnehmer der für „AI PCs“ bestimmten Serie, die auch bei anderen OEMs zum Einsatz kommen soll.
Seit Ende August 2025 fertigt SK Hynix den 321-Layer QLC NAND Flash in Serie. Das Versprechen, dass der Speicher im ersten Halbjahr 2026 den Markt erreicht, wurde gehalten, denn im Laufe des Aprils soll die Auslieferung der ersten damit bestückten SSDs in großem Maßstab an einen der größten OEMs erfolgen: Dell.
SK Hynix PQC21 in M.2 2230
Das erste mit den neuen 2-Tbit-Speicherchips bestückte Produkt heißt PQC21. Die M.2-SSD nutzt den Formfaktor M.2 2230 und ist nur 3 cm lang, das NAND-Package und der Controller bedecken nahezu die komplette Platine. Für einen separaten DRAM-Cache ist zumindest auf der einen Seite kein Platz mehr, eine doppelseitige Bestückung ist eher unwahrscheinlich.
In dem NAND-Package stecken entweder vier oder acht der QLC-Dies mit jeweils 256 GB Speicherplatz, denn laut SK Hynix wird die Serie nur in zwei Kapazitäten von 1 TB oder 2 TB angeboten.
Zur Leistung macht SK Hynix noch keine Angaben. Dass in der „AI Ära“ zumindest NVMe-Technik zum Einsatz kommt, gilt aber als gesichert.
Eine Vorlage für OEM-SSDs im Jahr 2026?
In Zeiten, in denen sowohl NAND-Flash als auch DRAM knapp und teuer geworden sind, könnten solche SSDs einen Kompromiss darstellen. Mit wenig Komponenten auf engstem Raum und einem Verzicht auf DRAM können Kosten zumindest etwas gesenkt werden. Dass weniger Speicherchips pro Terabyte nötig sind, ist ebenfalls ein Vorteil, obgleich die Fertigung bei 321 übereinander liegenden Zellschichten auch viel komplexer geworden ist.
QLC wird immer schneller
In den ersten Generationen war QLC-NAND vor allem beim Schreiben sehr langsam und auch die geringere Haltbarkeit gegenüber TLC bereitete manchem Sorgen. Die neue Generation hat aber zumindest bei der Leistung deutlich zugelegt. Das gilt zumindest laut den Aussagen des Herstellers auch für SK Hynix.
Durch ein doppelt so schnelles NAND-Interface sowie den Wechsel von einem 4-Plane-Design auf ein 6-Plane-Design soll der 321-Layer QLC deutlich schneller als der Vorgänger sein. Bis zu 56 Prozent mehr Schreibdurchsatz und ein um 18 Prozent beschleunigtes Lesen werden versprochen. Parallel soll die Energieeffizienz beim Schreiben um 23 Prozent anwachsen.
Sofern der neue QLC-NAND von SK Hynix mit dem BiCS8 QLC von Kioxia und Sandisk mithalten kann, dürfte der Unterschied zu TLC-basierten SSDs der Mainstream-Klasse kaum zu spüren sein.
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QLC soll bei Client-SSDs schon bald TLC überholen
Bei der Vorstellung der PQC21 verweist SK Hynix auf eine Studie der Marktforschungsfirma IDC. Diese besagt, dass der Anteil von QLC-Speicher bei „cSSD“, die Abkürzung steht für Client-SSD oder Consumer-SSD, bereits im Jahr 2027 auf 61 Prozent ansteigen soll. Im vergangenen Jahr habe der QLC-Anteil noch bei 22 Prozent gelegen.
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Homematic IP Türschlossantrieb – pro: Smart Lock als Teil des Alarmsystems ist jetzt erhältlich

Das für das zweite Quartal 2026 angekündigte Homematic IP Türschlossantrieb – pro ist ab sofort im Handel verfügbar. Die unverbindliche Preisempfehlung des neuen Smart Locks, das in den vier Designvarianten weiß, anthrazit, weiß-silber und anthrazit-silber erhältlich ist, liegt bei 249,95 Euro.
Smart Lock als Teil des Alarmsystems
Das neue Smart Lock bietet nicht nur Komfortfeatures wie Zutrittsberechtigungen, Auto-Relock, und einen Flüstermodus für ein leises Auf- und Zusperren, sondern es macht die Haustür auch zu einem vollständig eingebundenen Teil des Alarmsystems von Homematic IP: Integrierte Lage- und Erschütterungssensoren, eine Erkennung des Türzustands sowie ein Sabotageschutz überwachen die Türmechanik. Bei Auffälligkeiten informiert das System den Nutzer per Push-Nachricht auf dem Smartphone und kann auf Wunsch auch eine verbundene Homematic IP Alarmsirene aktivieren. Die Sabotageerkennung meldet zudem Manipulationen am Gerät selbst.
Protokolle und Zutrittssteuerung in der App
Alle Öffnungs- oder Schließvorgänge des Smart Locks werden in der Homematic-IP-App protokolliert. Der Türschlossantrieb unterscheidet dabei zwischen manueller Bedienung von innen per Drehrad oder von außen mit einem Schlüssel. So lässt sich auch erkennen, wenn sich jemand mit einem Zweitschlüssel Zutritt verschafft hat, ohne das Smart Lock selbst zu nutzen.
Über Einstellungen in der App kann die Eingangstür zu festgelegten Zeiten selbstständig abgeschlossen werden. Auf Wunsch verriegelt sie aber auch nach jedem Öffnen wieder automatisch – Funktionen, die auch der Konkurrent Nuki bietet. Eine Türzustandserkennung erkennt, ob die Tür vor dem Verriegeln richtig geschlossen ist.
Bedienen lässt sich das Homematic IP Smart Lock Nutzer per Homematic-IP-App, Keypad, Fernbedienung oder Sprachsteuerung. Dies funktioniert auch von unterwegs. Die Zutrittsberechtigungen lassen sich individuell verwalten und zeitlich festlegen. So lässt sich definieren, wer die Tür an welchem Tag und zu welcher Uhrzeit öffnen kann, so dass beispielsweise auch Reinigungskräfte oder Pflegedienste nur zu klar definierten Zeiten ins Haus kommen.
1,5 Jahre Batterielaufzeit
Bei leichtgängier Tür soll der Motor des Türschlossantriebs laut Hersteller im optionalen Flüstermodus nahezu geräuschlos arbeiten. Bei vier Fahrten pro Tag soll die Batterielaufzeit des Smart Locks bei 1,5 Jahren liegen. Statt Batterien können Nutzer auch NiMH-Akkus vom Typ HR6 verwenden.
Der smarte Türsteher passt laut eQ-3 auf alle gängigen Euro-Profilzylinder mit Not- und Gefahrenfunktion. Separat erhältliche Adapter erlauben die Installation auf Knaufzylindern ohne Austausch des Schließzylinders. Zur Montage wird das Smart Lock je nach Gegebenheit an der Innenseite der Tür auf den Zylinder geklemmt, anstelle einer Oval-Rosette angeschraubt oder geklebt. Da es sich rückstandslos wieder entfernen lässt, kann es auch in Mietobjekten verwendet werden.
Preis und Verfügbarkeit
Der Homematic IP Türschlossantrieb – pro ist ab sofort in weiß, anthrazit, weiß-silber und anthrazit-silber direkt bei eQ-3 im Online-Shop erhältlich. Die unverbindliche Preisempfehlung liegt bei 249,95 Euro.
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Claude Managed Agents: Anthropic startet Beta für Cloud-basierte KI-Agenten

Anthropic hat mit der Einführung Cloud-basierter KI-Agenten begonnen, zunächst nur als öffentliche Beta-Version, die für den Unternehmenseinsatz noch eingeschränkt geeignet sein dürfte. Die neue Funktion soll eine schnellere Erstellung von Agenten ermöglichen und durch sichere Code-Ausführung sowie Sitzungsverfolgung glänzen.
Mit weniger Ressourcen schneller zum Ziel
Mit der neuen Suite aus kombinierbaren API richtet sich Anthropic vor allem an Entwickler und Teams in Unternehmen, die eine robuste und produktionsreife Agenteninfrastruktur benötigen, ohne sich selbst mit dem Aufbau sicherer Ausführungsumgebungen, der Zustandsverwaltung oder einer individuellen Orchestrierung befassen zu müssen. Bislang waren dafür umfangreiche Entwicklungsressourcen erforderlich, etwa für sichere Infrastrukturen, Berechtigungsverwaltung und die Anpassung von Agentenschleifen bei jedem Modell-Upgrade. Sowohl einfache Einzelaufgaben als auch komplexe Multi-Agenten-Pipelines gehörten ebenfalls zu diesem Aufwand.
Künftig will Anthropic hier unterstützen, sodass sich Teams stärker auf die Gestaltung der Agentenaufgaben konzentrieren können, anstatt sich mit Backend-Prozessen aufzuhalten. Dazu wird ein auf Leistung optimierter Agent-Harness mit einer Produktionsinfrastruktur kombiniert, wodurch sich der Zeitraum vom Prototyp bis zur Markteinführung von bislang häufig mehreren Monaten auf wenige Tage verkürzen soll.
Deutlicher Zugewinn bei weniger benötigten Ressourcen
In einem Blogbeitrag spricht Anthropic davon, dass sich entsprechende Agenten mit den neuen Möglichkeiten bis zu zehnmal schneller erstellen lassen sollen. Interne Tests hätten zudem gezeigt, dass die zur Generierung strukturierter Dateien verbesserten Managed Agents die Ergebnisse bei entsprechenden Aufgaben um bis zu zehn Punkte gegenüber einer Standard-Prompt-Schleife steigern können, wobei die größten Zugewinne bei besonders anspruchsvollen Problemstellungen erzielt wurden.
Zahlreiche neue Funktionen
Die auf aktuellen Claude-Modellen basierende Plattform bietet Funktionen wie eine sichere Code-Ausführung in einer Sandbox, abgesicherte Authentifizierungen, Checkpointing, bereichsbezogene Berechtigungen sowie persistente, lang laufende Sitzungen, die auch nach Verbindungsabbrüchen erhalten bleiben. Entwickler können darüber hinaus Agentenaufgaben, zusätzliche Werkzeuge und Sicherheitsmechanismen definieren, während die Infrastruktur von Anthropic die Steuerung, das Kontextmanagement und die Fehlerbehebung übernimmt. Zu den zentralen Funktionen zählen unter anderem die Multi-Agent-Koordination in der Research Preview sowie in die Claude-Konsole integrierte Werkzeuge zur Sitzungsverfolgung. Darüber hinaus können Agenten auch andere Agenten starten. Ebenso werden auf Wunsch klassische Prompt-and-Response-Workflows unterstützt, um eine strengere Kontrolle zu gewährleisten.
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Muse Spark: Was Metas erstes Modell der neuen KI-Abteilung leistet
Muse Spark ist das erste Modell, das Metas neue Abteilung – und für Milliardensummen eingekaufte – Superintelligence Lab entwickelt hat. Es ist das technische Grundgerüst für den KI-Assistenten Meta AI und wird in den kommenden Wochen für WhatsApp, Instagram, Facebook, den Messenger sowie die AI Glasses ausgerollt.
Was Metas neue Modelle bis dato bieten, sind Funktionen, die mittlerweile Standard sind. Gemeinsam mit einem neuen Design erhält der KI-Assistent Meta AI einen Thinking-Modus. Bei komplexen Fragen berechnet und prüft das Modell mehrere Lösungswege und kann Aufgaben in mehrere Schritte unterteilen.
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GIF Subagents beantworten komplexe Frage in Meta-AI-App (Bild: Meta)
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Je nach Frage kommen dafür laut Meta mehrere Subagents zum Einsatz. Das Modell profitiert von multimodalen Funktionen, kann also auch Bilder als Eingabe verarbeiten. Verfügbar sind die neuen Modelle zunächst nur in den USA, weitere Länder sollen in den kommenden Wochen folgen. Ebenso prüft Meta, zukünftige Versionen des Modells als Open-Source-Variante zu veröffentlichen.
Meta sucht den Anschluss
Meta hat damit über Reasoning-Funktionen, die beispielsweise OpenAI, Anthropic und Google seit über einem Jahr bieten. Branchenbeobachter wie Ethan Mollick, Ökonom an der Wharton School der University of Pennsylvania, beschreiben Muse Spark als „not-quite-frontier“ – also als nicht ganz auf dem Stand der Technik. Für Meta sei es dennoch ein Wiedereinstieg in den Wettbewerb mit den Top-KI-Entwicklern.
Meta selbst beschreibt das Modell in dem Blog-Beitrag als „klein und schnell“, mit ausreichend Kapazitäten, um komplexe Fragen in Bereichen wie Mathematik, Wissenschaft und Gesundheit zu beantworten. Technische Eckdaten veröffentlicht der Konzern aber ebenso wenig wie interne Benchmarks.
Laut einem Bericht von Reuters zeigte das Modell in unabhängigen Bewertungen, dass es in Bereichen wie Sprache und visuellem Verständnis zu den Top-Anbietern OpenAI, Anthropic und Google aufschließen kann. In anderen Bereichen wie Coding und abstraktem Schlussfolgern liegt es aber noch deutlich zurück.
Dass es in manchen Bereichen bei der Leistung noch hakt, meldeten Medien bereits im März.
Muse Spark ist die Grundlage
Interessant ist vor allem, was in Zukunft kommt. Laut Meta ist das aktuelle Modell ein „erster Meilenstein“, den die neue KI-Abteilung in den neun Monaten des Bestehens entwickelt hat. Größere und leistungsfähigere Versionen sollen bald kommen.
Angesichts der enormen Investitionen steht Meta unter Zugzwang. Allein in diesem Jahr will der Konzern bis zu 135 Milliarden US-Dollar für die KI-Infrastruktur ausgeben. Viel hat man sich zudem die Ablöse von Entwicklern und Forschern kosten lassen, um das neue Superintelligence Lab aufzubauen.
State-of-the-Art sind derzeit vor allem KI-Agenten. Für Aufsehen sorgt derzeit Anthropic mit Claude Code. Das neue Modell Claude Mythos soll beim autonomen Aufdecken von Sicherheitslücken sowie dem Entwickeln von Exploits so leistungsfähig sein, dass Anthropic eine Preview nur für ausgewählte Organisationen bereitstellt, um die IT-Infrastruktur abzusichern.
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