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Slow is smooth and smooth is fast: Was Softwareteams von den Navy SEALs lernen


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It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Es gibt einen Spruch, der vor allem durch die Navy SEALs bekannt geworden ist:

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„Slow is smooth and smooth is fast.“


the next big thing – Golo Roden

the next big thing – Golo Roden

Golo Roden ist Gründer und CTO von the native web GmbH. Er beschäftigt sich mit der Konzeption und Entwicklung von Web- und Cloud-Anwendungen sowie -APIs, mit einem Schwerpunkt auf Event-getriebenen und Service-basierten verteilten Architekturen. Sein Leitsatz lautet, dass Softwareentwicklung kein Selbstzweck ist, sondern immer einer zugrundeliegenden Fachlichkeit folgen muss.

Gemeint ist damit, dass übereiltes Handeln zu Fehlern führt, die am Ende mehr Zeit kosten als die vermeintlich gesparte. Wer hingegen ruhig und kontrolliert vorgeht, arbeitet präziser, macht weniger Fehler und erreicht das Ziel paradoxerweise früher. In Hochdrucksituationen, in denen Sekunden über Erfolg und Misserfolg entscheiden, mag das kontraintuitiv klingen. Doch genau dort hat sich dieses Prinzip bewährt.

In der Softwareentwicklung begegnet mir ein ähnliches Muster. Die Branche steht unter permanentem Zeitdruck, Deadlines sind eng, Anforderungen ändern sich laufend, und der Reflex, so schnell wie möglich Code zu schreiben, ist tief verankert. Fortschritt wird oft daran gemessen, wie schnell neuer Code entsteht. Doch gerade dieser Reflex führt häufig dazu, dass Projekte am Ende länger dauern als nötig. Die Parallele zu den Navy SEALs ist frappierend, und ich bin überzeugt, dass ihr Grundsatz einer der wertvollsten Ratschläge ist, den Softwareteams beherzigen können.

Die Versuchung liegt auf der Hand: Ein neues Feature steht an, die Anforderungen scheinen klar, also öffnet man den Editor und beginnt zu tippen. Schließlich wird Software in Code gemessen, nicht in Whiteboard-Skizzen. Je früher Code entsteht, desto früher ist man fertig. So zumindest die gängige Annahme.

Die Realität zeichnet ein anderes Bild. Code, der ohne gründliche Vorüberlegung entsteht, basiert auf impliziten Annahmen. Jede und jeder im Team hat eine eigene Vorstellung davon, wie die Lösung funktionieren soll, aber diese Vorstellungen werden selten abgeglichen. Die Annahmen stellen sich oft erst spät als falsch heraus, etwa wenn sich zeigt, dass die gewählte Schnittstelle für die tatsächlichen Anwendungsfälle ungeeignet ist oder dass ein Sonderfall die gesamte Architektur infrage stellt. Was harmlos begann, wird zum strukturellen Problem.

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Was dann folgt, sind Korrekturschleifen. Nicht eine, sondern mehrere. Dazu kommen Diskussionen, die man besser vorher geführt hätte, Refactorings, die im Grunde Neuschreibungen sind, und eine wachsende Menge an technischen Schulden. Der Code, der so schnell entstanden ist, muss erklärt, verteidigt und überarbeitet werden. Aus dem vermeintlich schnellen Start wird ein zähes, kostspieliges Nacharbeiten.

Das Tückische daran ist, dass dieser Effekt selten sichtbar wird. Niemand misst, wie viel Zeit ein Team mit Nacharbeit verbringt, die bei besserem Vorgehen vermeidbar gewesen wäre. Die Stunden versickern in Bugfixes, in „kleinen Anpassungen“ und in Meetings, in denen man klärt, was man vorher hätte klären sollen. Die anfängliche Geschwindigkeit war eine Illusion.

Vor etlichen Jahren haben ein Kollege und ich einen Entwicklungsprozess etabliert, der von außen betrachtet geradezu verschwenderisch wirkte. Wann immer wir ein neues Modul oder eine neue Komponente entwickeln sollten, haben wir nicht als Erstes den Editor geöffnet. Stattdessen sind wir ans Whiteboard gegangen.

Dort haben wir das Problem von der anderen Seite her aufgerollt: Nicht „Wie bauen wir das?“, sondern „Wie soll es sich anfühlen, wenn jemand diesen Code verwendet?“ Diese Frage klingt simpel, aber sie verändert die gesamte Perspektive. Das Prinzip ist unter dem Begriff „Working backwards“ bekannt, wie es unter anderem bei AWS praktiziert wird. Man beginnt beim gewünschten Ergebnis und arbeitet sich von dort zurück zur Implementierung.

Konkret bedeutete das: Wir haben am Whiteboard Codebeispiele skizziert. Nicht den internen Aufbau, sondern die öffentliche Schnittstelle. Wie würde eine Entwicklerin oder ein Entwickler dieses Modul aufrufen? Welche Parameter wären intuitiv? Welche Rückgabewerte würden erwartet? Welche Fehlerfälle müsste man behandeln, und wie sollte das aussehen?

Dieses Vorgehen erzwang, dass wir uns intensiv mit der Domäne und den Anforderungen auseinandersetzten, bevor eine einzige Zeile produktiven Codes entstand. Es zwang uns, Fragen zu stellen, die beim sofortigen Losprogrammieren untergegangen wären. Häufig stellten wir dabei fest, dass unsere anfänglichen Vorstellungen von der Schnittstelle nicht tragfähig waren. Dann haben wir das Whiteboard gewischt und von vorn begonnen, so oft wie nötig. Das kostete trotzdem nur Stunden, keine Tage oder gar eine Woche.

Am Ende dieser Phase hatten wir ein gemeinsames, explizites Verständnis davon, was wir eigentlich bauen wollten. Nicht ungefähr, nicht implizit, sondern konkret und greifbar. Wir konnten jedem im Team erklären, warum die Schnittstelle genau so aussehen sollte und nicht anders. Diese Klarheit war kein Nebenprodukt, sie war das eigentliche Ziel.

Nach der Whiteboard-Phase folgte ein Schritt, der auf den ersten Blick noch ungewöhnlicher wirkt: Wir haben einen Prototyp geschrieben, mit dem klaren Vorsatz, ihn anschließend wegzuwerfen. Kein sauberer Code, keine Tests, keine Dokumentation. Nur ein schneller, funktionaler Durchstich, um unsere Thesen zu überprüfen.

Dieser Prototyp diente ausschließlich dem Lernen. Am Whiteboard kann man vieles klären, aber bestimmte Dinge zeigen sich erst, wenn man tatsächlich Code schreibt. Theorie und Praxis klaffen in der Softwareentwicklung oft weiter auseinander, als man wahrhaben möchte. Wie verhält sich die Schnittstelle, wenn man sie wirklich benutzt? Wo fühlt sie sich sperrig an? Welche Randfälle tauchen auf, an die man nicht gedacht hat? Wo hat man die Komplexität über- oder unterschätzt? Welche Abhängigkeiten ergeben sich, die auf dem Whiteboard nicht sichtbar waren?

Der entscheidende Punkt war, dass dieser Prototyp keine Verpflichtung mit sich brachte. Weil von Anfang an feststand, dass er weggeworfen würde, konnten wir frei experimentieren. Es gab keinen Druck, die einmal gewählte Struktur beizubehalten, nur weil schon Code da war. Wir konnten Sackgassen ohne schlechtes Gewissen verlassen und Alternativen ausprobieren. Wir konnten Fehler machen, ohne dass diese Fehler sich in der Codebasis festsetzten.

Das Wegwerfen selbst fiel erstaunlich leicht. Nicht, weil uns der Code egal war, sondern weil das eigentliche Ergebnis dieser Phase nicht der Code selbst war. Das Ergebnis war Erkenntnis: ein tiefes, praktisches Verständnis dafür, wie die Lösung aussehen sollte und welche Fallstricke zu vermeiden waren. Dieses Verständnis ließ sich nicht durch Nachdenken allein gewinnen. Es brauchte die Erfahrung des Tuns, das Scheitern in einer sicheren Umgebung.

Erst im dritten Anlauf haben wir den eigentlichen, produktiven Code geschrieben. Und hier zeigte sich der Lohn der Vorarbeit: Das Schreiben ging bemerkenswert schnell. Nicht, weil wir uns beeilten, sondern weil wir wussten, was wir taten. Die Unsicherheit, die normalerweise jede Entwicklung begleitet, war weitgehend verschwunden. An ihre Stelle war Zuversicht getreten.

Die Architektur stand, die Schnittstellen waren durchdacht, die typischen Stolperstellen waren bekannt. Wir mussten nicht mehr experimentieren oder grundlegende Entscheidungen treffen, denn das hatten wir bereits hinter uns. Stattdessen konnten wir uns darauf konzentrieren, sauberen, gut strukturierten Code zu schreiben, der von Anfang an den Qualitätsansprüchen genügt.

Genau in dieser Phase kamen auch Tests und Dokumentation hinzu. Beides fällt erheblich leichter, wenn man die Lösung verstanden hat und nicht im Nebel stochert. Tests für eine durchdachte Schnittstelle zu schreiben, ist keine Last, sondern eine Bestätigung. Man weiß, welche Fälle relevant sind, und kann sie gezielt abdecken. Und Dokumentation für ein Modul zu verfassen, dessen Designentscheidungen man bewusst getroffen hat, ist keine Pflichtübung, sondern eine natürliche Ergänzung.

Das gesamte Vorgehen fand im Pair-Programming statt. Zwei Personen am selben Problem, von der Whiteboard-Diskussion über den Prototyp bis zum fertigen Code. Auch das wirkt auf den ersten Blick teuer: Zwei Entwicklerinnen oder Entwickler für eine Aufgabe, das ist doch doppelter Aufwand? Die Praxis erzählte eine andere Geschichte. Vier Augen sehen mehr als zwei, und der ständige Dialog verhindert, dass sich jemand in eine Sackgasse verrennt, ohne es zu bemerken. Was wir an scheinbarer Effizienz aufgaben, gewannen wir an Qualität und Geschwindigkeit zurück.

Wann immer ich diesen Prozess beschrieben habe, war die häufigste Reaktion eine Mischung aus Interesse und Unglauben. Die Fragen lauteten: „Wie könnt ihr euch das leisten?“ und „Wie bringt ihr eure Kunden dazu, das mitzumachen?“

Die Antwort war einfacher, als die meisten erwartet haben: Wir waren schneller und günstiger als andere. Nicht trotz, sondern wegen dieses Vorgehens. Das klingt nach einer bequemen Behauptung, aber die Zahlen stützten sie.

Der Grund liegt in einer Beobachtung, die sich über Jahre hinweg immer wieder bestätigt hat: Unser Code hat beim ersten echten Versuch mit einer überdurchschnittlich hohen Rate funktioniert. Er war weitgehend fehlerfrei, die Schnittstellen passten zu den tatsächlichen Anforderungen, und die Architektur trug auch dann noch, wenn später Erweiterungen hinzukamen. Was auf dem Papier nach Mehraufwand aussah, war in Wahrheit eine Abkürzung.

Was auf der anderen Seite wegfiel, war erheblich: keine endlosen Korrekturschleifen, keine späten Architekturentscheidungen unter Druck, keine Wochen, in denen das Team im Grunde damit beschäftigt war, frühe Fehler zu reparieren. Kein mühsames Debugging von Code, den man vor drei Wochen geschrieben und inzwischen halb vergessen hatte. Keine hitzigen Diskussionen darüber, ob man den bestehenden Ansatz noch retten kann oder doch lieber neu anfangen sollte. Für unsere Kundinnen und Kunden bedeutete das: zuverlässigere Zeitpläne, weniger Überraschungen und am Ende niedrigere Gesamtkosten.

Der Prozess sah langsamer aus, weil die erste sichtbare Codezeile später entstand. Aber die erste sichtbare Codezeile ist nicht der relevante Messpunkt. Relevant ist, wann funktionierende, zuverlässige Software ausgeliefert wird. Und diesen Punkt haben wir regelmäßig früher erreicht als Teams, die vom ersten Tag an in die Tasten gehauen haben.

Heute, zahlreiche Jahre später, hat sich das Umfeld grundlegend verändert. KI-gestützte Werkzeuge erzeugen Code in einem Tempo, das noch vor Kurzem undenkbar war. Ein gut formulierter Prompt liefert in Sekunden, wofür früher Stunden nötig waren. Die Geschwindigkeit der Codeerzeugung hat sich vervielfacht, und die Werkzeuge werden mit jeder Generation leistungsfähiger.

Doch Geschwindigkeit bei der Codeerzeugung ist nicht dasselbe wie Geschwindigkeit bei der Problemlösung. Eine KI kann beeindruckend schnell Code produzieren, aber sie kann nicht wissen, ob dieser Code das richtige Problem löst. Sie kann eine Schnittstelle implementieren, aber nicht beurteilen, ob diese Schnittstelle für die tatsächlichen Anwendungsfälle sinnvoll ist. Sie kann Tests generieren, aber nicht entscheiden, welche Fälle wirklich kritisch sind und welche nur Rauschen erzeugen.

Was KI-Werkzeuge im Kern tun, ist verstärken. Sie verstärken das, was man hineinsteckt. Wer genau weiß, was die Lösung leisten soll, wie die Schnittstellen aussehen müssen und welche Randfälle zu beachten sind, bekommt von einer KI beeindruckend guten Code in kürzester Zeit. Die Maschine wird zum Beschleuniger für eine klare Idee. Wer diese Klarheit nicht hat, bekommt schneller das Falsche. Und falscher Code, der in Sekunden statt in Stunden entstanden ist, bleibt falscher Code. Er muss genauso überarbeitet, korrigiert und im schlimmsten Fall weggeworfen werden. Die KI hat dann nichts beschleunigt, sie hat nur die Illusion von Fortschritt erzeugt.

Und genau hier schließt sich der Kreis zum dreistufigen Prozess. Die Phase am Whiteboard, das Durchdenken der Verwenderperspektive, das bewusste Experimentieren mit einem Wegwerf-Prototyp: All das liefert genau die Klarheit, die man braucht, um KI-Werkzeuge sinnvoll einzusetzen. Man füttert die KI nicht mit vagen Vorstellungen, sondern mit präzisen Anforderungen. Die KI übernimmt dann den Teil, der tatsächlich beschleunigt werden kann: das Schreiben von Code, dessen Richtung bereits feststeht.

Die Versuchung ist groß, diesen Schritt zu überspringen. Wenn Code so billig zu erzeugen ist, warum nicht einfach ausprobieren und schauen, was passiert? Die Antwort ist dieselbe wie vor zwanzig Jahren: Weil das Erzeugen von Code nie der Engpass war. Der Engpass war und ist das Verstehen. Und Verstehen lässt sich nicht beschleunigen, indem man schneller tippt, ob mit oder ohne KI.

„Slow is smooth and smooth is fast.“ Dieser Grundsatz der Navy SEALs hat nichts an Gültigkeit verloren, auch nicht in einer Zeit, in der Maschinen Code schneller schreiben als jeder Mensch.

Bewusst Tempo herauszunehmen, sich die Zeit zu geben, ein Problem wirklich zu durchdringen, bevor man es löst, fühlt sich an wie ein Luxus, den man sich nicht leisten kann. Die Erfahrung zeigt jedoch das Gegenteil: Es ist eine Investition, die sich zuverlässig auszahlt. In weniger Fehlern, in weniger Nacharbeit, in kürzerer Gesamtdauer und in Code, der nicht nur funktioniert, sondern trägt. In Teams, die weniger streiten und mehr liefern.

Ob man diesen Code dann selbst schreibt oder von einer KI schreiben lässt, ist zweitrangig. Entscheidend ist, dass man weiß, was man will, bevor man anfängt. Erst denken, dann experimentieren, dann bauen. In dieser Reihenfolge. Daran hat sich in all den Jahren nichts geändert.


(rme)



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„Weiße SIM-Karten“: Ausnahme von Irans Internetsperre für Regimetreue bestätigt


Mehr als 11 Tage nach Beginn der jüngsten kompletten Internetsperrung im Iran gibt es eine offizielle Bestätigung, dass bestimmte Individuen und Organisationen davon nicht betroffen sind. Die kommt von Fatemeh Mohajerani, der Sprecherin der Islamischen Republik. Sie hat erklärt, dass „Maßnahmen ergriffen wurden, damit solche Ausstattung nur denjenigen zur Verfügung steht, die unsere Stimme an andere weitergeben können“, zitiert IranWire. Auch wenn sie dabei nicht konkreter geworden ist, bezieht sie sich wohl auf spezielle SIM-Karten, über die man weiter online gehen kann und die gezielt für Propagandazwecke verteilt werden. Irans Präsident hatte erst im Dezember versprochen, diese „weißen SIM-Karten“ deaktivieren zu lassen, damit alle die „Schwärze“ gleichermaßen erleben müssen, wie Iran International berichtete.

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Die Sonderregelung für eine kleine Minderheit von regimetreuen Organisationen und Personen zeigt sich laut Netblocks auch in den Daten zum Internetverkehr. Die Organisation weist regelmäßig auf die anhaltende Internetblockade hin und schreibt, dass die Konnektivität der Islamischen Republik auf ein Prozent des normalen Niveaus gefallen ist. Dieser kleine Rest entfällt demnach etwa auf Staatsmedien, die die Sichtweise der Islamischen Republik verbreiten sollen. Irans Präsident Massud Peseschkian hat dieses bereits erprobte Vorgehen immer wieder kritisiert, aber im Dezember erklärt, dass er dagegen nicht vorgehen könne. Deshalb wollte er die weißen SIM-Karten sperren lassen, aber auch das ist ihm offensichtlich nicht gelungen. Im Iran liegt die eigentliche Macht beim sogenannten Obersten Führer.

Die aktuelle Internetblockade wurde am 28. Februar verhängt, als Israel und die USA begannen, Luftangriffe auf den Iran zu fliegen. Dabei wurde unter anderem Ali Chamenei getötet, als neuer Oberster Führer wurde inzwischen sein Sohn installiert. Der Iran hat zudem begonnen, verschiedene Nachbarstaaten anzugreifen. Getroffen wurden dabei unter anderem auch zwei Rechenzentren der Amazon-Tochter AWS. Mit der Internetsperrung will das Regime unter anderem Proteste im Keim ersticken. Die vorherige Internetsperre war nach den mutmaßlich größten Demonstrationen in der Geschichte der Islamischen Republik Anfang des Jahres verhängt worden. Als die Kommunikation mit dem Rest unterbrochen war, wurden sie blutig niedergeschlagen.

Der übergroßen Mehrheit der Menschen im Iran steht derzeit nur ein strikt reglementiertes nationales Internet offen, in dem es unmöglich ist, sich unabhängig zu informieren. Dessen Entwicklung wurde seit Jahren vorangetrieben, es firmiert unter den Namen „Internet-e Halal“, also islamisches Netz, oder „Internet-e Melli“ – wörtlich übersetzt Volksinternet. Gegenwärtig gibt es zudem Berichte, dass die Regierung massenhaft SMS verschickt, in denen Menschen davor gewarnt werden, zu protestieren. Ahmadreza Radan, der höchste Polizeichef im Land, hat laut der Deutschen Welle gedroht, dass Protestierende als Feinde behandelt würden: „Alle unsere Kräfte haben ihre Finger am Abzug.“


(mho)



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KeePassXC 2.7.12: DLL-Schutz, Passkey-Änderungen und TOTP in Auto-Type


Der quelloffene Passwort-Manager KeePassXC ist in Version 2.7.12 erschienen. Das Release behebt mehrere Sicherheitsprobleme, allen voran einen Schutz gegen DLL-Injection-Angriffe unter Windows. Außerdem bringt es funktionale Erweiterungen, darunter TOTP-Unterstützung in Auto-Type und verschachtelte Ordner beim Bitwarden-Import.

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Wie die Entwickler in ihrem Release-Blog mitteilen, enthält die neue Version Mitigationen gegen Exploits über manipulierte OpenSSL-Konfigurationsdateien auf Windows. Bei einer DLL-Injection schleusen Angreifer bösartige Dynamic Link Libraries in den Adressraum eines laufenden Prozesses ein, um beliebigen Code auszuführen oder Rechte zu erhöhen. KeePassXC 2.7.12 verhindert nun, dass OpenSSL-Konfigurationen als Angriffsvektor für solche Injektionen missbraucht werden.

Eine potenziell aufwendige Änderung betrifft Passkeys: KeePassXC speichert jetzt die Flags Backup Eligibility (BE) und Backup State (BS) mit jedem Eintrag. Das BE-Flag zeigt an, ob ein Passkey als Multi-Device-Credential gesichert und synchronisiert werden kann, das BS-Flag markiert den aktuellen Sicherungsstatus. Bisher waren beide Werte fest auf false gesetzt, ab Version 2.7.12 stehen sie standardmäßig auf true. Die Entwickler warnen ausdrücklich: „Dies könnte bestehende Passkeys brechen, für die die Flags nicht gespeichert wurden, da die Werte als unveränderlich gelten.“

Wer nach dem Update Probleme mit bestehenden Passkeys feststellt, kann den vorherigen Zustand wiederherstellen, indem er unter „Advanced“ zwei String-Attribute manuell hinzufügt: KPEX_PASSKEY_FLAG_BE=0 und KPEX_PASSKEY_FLAG_BS=0. Zusätzlich wird nun der publicKey in die Register-Response für Passkeys aufgenommen.

KeePassXC 2.7.12 unterstützt jetzt {TIMEOTP} als Platzhalter in Auto-Type-Sequenzen und als Entry-Platzhalter. TOTP (Time-based One-Time Password) ist ein RFC 6238 spezifizierter Algorithmus, der aus einem gemeinsamen geheimen Schlüssel und der aktuellen Systemzeit zeitbasierte Einmalpasswörter generiert – typischerweise alle 30 Sekunden. Nutzer können damit automatisch den aktuellen TOTP-Code in Login-Formulare einfügen lassen, ohne ihn händisch aus einer Authenticator-App ablesen zu müssen.

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Im Browser-Zugriffsdialog zeigt KeePassXC nun die abgeglichenen URLs in einem Tooltip an. So lässt sich leichter verifizieren, welche Websites tatsächlich Zugriff auf gespeicherte Zugangsdaten anfordern. Außerdem validiert die neue Version die Haupt-Entry-URL bei der Verwendung von Platzhaltern und speichert browserbezogene Werte korrekt in den customData-Feldern.

Wer von Bitwarden zu KeePassXC migriert, kann mit der neuen Version auch verschachtelte Ordner übernehmen. Bitwarden nutzt einen Schrägstrich als Trennzeichen für hierarchische Ordnerstrukturen, etwa „Socials/Forums“. KeePassXC 2.7.12 bildet diese Hierarchie beim Import korrekt ab, sodass die Vault-Struktur erhalten bleibt.

Unter Linux haben die Entwickler eine Änderung rückgängig gemacht, die eine Race-Condition in der Auto-Type-Funktion verursachte. Darüber hinaus behebt das Release diverse kleinere Probleme: Die Anzeige des Kontrollkästchen-Werts in den Browser-Integrations-Einstellungen stimmt jetzt, Font- und Theme-Darstellung wurden korrigiert, der „Entfernen“-Button in den Plugin-Daten funktioniert wieder ordnungsgemäß, und Dateinamen werden vor dem Speichern von Anhängen bereinigt.

KeePassXC 2.7.12 steht für Windows, Linux und macOS auf der Projektseite zum Download bereit.


(fo)



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MacBook Neo: SSD deutlich langsamer als beim M5, SoC hinter iPhone 17e


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Heute ist es soweit: Das MacBook Neo geht in die Auslieferung bei Vorbestellern, außerdem kommt es in die Apple-Läden und den Einzelhandel. Das billigste macOS-Notebook aller Zeiten kommt mit einigen Kompromissen, wie unser Test des Macbook Neo zeigt. Käufer müssen sich bewusst sein, dass sie zum Preis ab 699 Euro (799 Euro maximal mit 512 GByte statt 256 GByte und Touch-ID-Funktion) kein Topgerät erhalten. Das Gesamtpaket dürfte den Markt dennoch aufwirbeln.

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Beispiel SSD: Insbesondere die Variante mit 256 GByte lahmt. Moderne Mac-SSDs wie etwa die im MacBook Air M5 erreichen das vierfache Tempo, in einzelnen Benchmarks sind sogar bis zu achtmal mehr Leistung drin (MacBook Pro M5 Max mit 4 TByte). Ein Test ergab, dass das MacBook Air mit M1 und 512 GByte doppelt so schnell lesen konnte. Allerdings liegen uns bislang noch keine Daten zur 512-GByte-Variante des Neo vor. Üblicherweise sind größere SSDs schneller als kleinere, da Apple diese anders anbindet. Ob das bei iPhone-Chips wie im Neo auch der Fall ist, muss sich noch zeigen.

Wenig überraschend ist außerdem, dass der Chip (SoC) im Neo bereits vom iPhone 17e, Apples aktuellem Einsteiger-Smartphone, überholt wird. Im Neo steckt ein A18 Pro, der dem im iPhone 16 Pro entspricht, abzüglich eines GPU-Kerns (5 statt 6). Im iPhone 17e spielt hingegen der neuere A19 aus dem iPhone 17. Im Geekbench-Vergleich kommt das 17e so auf einen Mehr-Kern-Score von bis zu 9541, während das Neo leicht darunter liegt. Auch beim Einzel-Kern-Test liegt das 17e mit gut 200 Punkten vor dem Neo.

Die Frage ist nun, was das für die Praxis bedeutet. Im Mac & i-Test des Neo zeigte sich, dass Apple mit dem Neo ein interessantes Notebook gelungen ist: Die Verarbeitung ist Apple-typisch hochwertig, der Bildschirm in der Einstiegsklasse konkurrenzlos. Andere Tester kamen im Alltag gut mit dem Gerät klar, nutzten es sogar für – relativ ruckelfreien – Videoschnitt.

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Ein Tipp bleibt allerdings, sich auch das MacBook Air M4 anzusehen, das Apple nun in den Abverkauf geschickt hat, im Handel aber noch recht gut zu kriegen ist. Die Hardware ist noch besser verarbeitet, genauso leicht, hat bessere Schnittstellen, Tastatur mit Hintergrundbeleuchtung und ist deutlich flotter. Der Preis: Für das 256-GByte-Modell unter 900 Euro, die 512-GByte-Variante kostet unter 1000 Euro.


(bsc)



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