Apps & Mobile Entwicklung
ThinkStation P4: Lenovo bringt Workstation mit AMD 9965X3D und 96 GB VRAM
Lenovo bringt mit der ThinkStation P4 eine leistungsfähige neue Workstation auf den Markt, die sich an Ingenieure, Designer und Content-Ersteller richtet. Das System setzt unter anderem auf den AMD Ryzen 9 Pro 9965X3D, AMDs ersten „Pro-Prozessor“ mit 3D V-Cache, und Grafikkarten wie die Nvidia RTX Pro 6000 Blackwell mit 96 GB.
Die ThinkStation P4 soll „Leistung und einen attraktiven Preis“ vereinen respektive „High-End-Leistung zu einem erschwinglichen Preis“, erklärt Lenovo in der Ankündigung. Preise nennt Lenovo letztlich für das B2B-Produkt aber nicht. Angesichts der beworbenen (bis zu) Hardware ist allerdings nicht mit einem Schnäppchen zu rechnen.
Der erste Ryzen Pro mit 3D V-Cache
Aufseiten der CPU hat sich Lenovo für AMD entschieden, genauer gesagt die zahlreichen CPU-Modelle aus der Baureihe Ryzen Pro 9000, die AMD parallel zur Ankündigung der ThinkStation P4 um den Ryzen 9 Pro 9965X3D erweitert hat. Es handelt sich dabei um den ersten „Pro-Prozessor“ von AMD mit gestapeltem L3-Cache alias 3D V-Cache. Die CPU lässt sich in der Workstation erstmals auch durch eine Wasser- statt Luftkühlung im Zaum halten.
Bis zu 256 GB DDR5
Der Prozessor sitzt auf einem Mainboard mit AMD-Pro-675-Chipsatz und kann darauf mit bis zu 256 GB DDR5 mit bis zu 6.400 MT/s umgehen, wenngleich laut AMD-Spezifikationen bei DDR5-5600 Schluss sein sollte. Speicher lässt sich direkt von Lenovo in Modulgrößen von 16 GB/32 GB (ECC UDIMM), 8 GB/16 GB/32 GB/48 GB (Non-ECC UDIMM) und 64 GB (Non-ECC CUDIMM) bestellen.
Storage geht Lenovo mit Platz für dreimal M.2 und dreimal 3,5″ an und ermöglicht SSDs mit bis zu 4 TB für insgesamt 12 TB und HDDs mit bis zu 12 TB für insgesamt 36 TB.
Nvidia liefert Grafikkarten mit bis zu 96 GB
„Da Arbeitsabläufe immer komplexer und stärker von KI gesteuert werden, benötigen Fachleute auf allen Ebenen Systeme, die mit ihren sich wandelnden Anforderungen Schritt halten“, erklärte Tom Butler, VP für das Commercial Portfolio und Produktmanagement.
Die Leistung für diese KI-Workflows stammt von Nvidia, wobei Lenovo im Datenblatt (PDF) die zwei Topmodell nennt: RTX Pro 6000 Blackwell Workstation Edition und RTX Pro 6000 Blackwell Max-Q Workstation Edition – jeweils mit 96 GB GDDR7 ECC.
Die RTX Pro 6000 nutzt wie die GeForce RTX 5090 (Test) die GB202-GPU, allerdings in einer breiteren Ausbaustufe (24.064 vs. 21.760 FP32-ALUs, +11 Prozent). Das Speicherinterface ist weiterhin 512 Bit breit, mehr ist physikalisch auch nicht vorhanden. Die 96 GB anstelle der 32 GB bei der Gaming-Grafikkarte werden durch zwei Anpassungen von Nvidia möglich: Die Grafikkarte ist beidseitig mit Speicherbausteinen bestückt und diese sind 2 GB statt 3 GB groß. Mit der RTX 6000 Pro Max-Q gibt es die gleiche Basis auch mit 300 Watt statt 600 Watt TDP und Direct-Heat-Exhaust-System mit einem Radiallüfter. Passende Netzteile bietet Lenovo mit 500, 750 und 1.000 Watt.
Damit kommt das System auf bis zu 4.000 FP4-TOPS mit Sparsity respektive 380 TFLOPS auf den RT-Kernen und 125 TFLOPS Single-Precision-Leistung. Damit sei das System für Arbeitslasten wie 3D-Animation, Bearbeitung, Compositing, CAD, BIM, Volumenmodellierung, Simulation, Rendering und Softwareentwicklung geeignet.
Tower mit vielen Anschlüssen und Optionen
Die Technik bringt Lenovo in einem Chassis der 30-Liter-Klasse mit Abmessungen von 180 × 401,5 × 415 mm unter, das alle erdenklichen Anschlüsse für USB-A, USB-C, HDMI, Audio, Netzwerk, Serial und LPT bietet. Außerdem sind über das Mainboard Wi-Fi 7, Bluetooth 5.4, Realtek-Ethernet mit 2,5 Gbit/s und mehr zugegen.
Bei den Betriebssystem lässt sich ab Werk zwischen Windows 11 Pro, Ubuntu Linux und Red Hat Enterprise Linux wählen. ISV-Zertifizierungen liegen laut Datenblatt von AVID, Altair, Autodesk, Ansys, Bentley, Dassault, Nemetschek, PTC und Siemens vor.
Apps & Mobile Entwicklung
Mehr Speicher trotz Speicherkrise: Apple testet M5 Ultra im Mac Studio mit bis zu 768 GB RAM

Die Speicherkrise hat Apple bereits zu Preiserhöhungen und der Streichung von mehreren Speicherkonfigurationen des Mac Studios geführt, auch ein künftiger M5 Ultra soll sich deshalb bisher verzögern. Intern soll der Konzern jetzt einen Mac Studio mit M5 Ultra und 768 GB an Arbeitsspeicher testen.
Deutlich mehr Arbeitsspeicher beim M5 Ultra?
Über Apples Pläne zum M5 Ultra und dem künftigen Mac Studio berichtet Marc Gurman von Bloomberg unter Berufung auf interne Quellen im Konzern. Demnach soll der neue SoC unter dem Codenamen J775 entwickelt werden und wegen Herausforderungen bei der Verfügbarkeit und den Kosten verzögert worden sein.
Der GPU-Ausbau soll sich gegenüber dem M3 Ultra nicht groß verändern. Es ist jedoch zu erwarten, dass die GPU-Architektur des M5 übernommen wird und daher auch die KI-Beschleuniger in der GPU in das Ultra-Modell wandern. Der M5 Ultra könnte sich dann deutlich von allen anderen Apple-Chips im Bereich der KI-Leistung absetzen, jedoch auch in Spielen neue Rekorde für den Konzern aufstellen.
Veröffentlichung nicht garantiert
Wie Gurman auch selbst erwähnt, steht die Konfiguration jedoch unter einem schlechten Stern: Selbst ein so großer Konzern wie Apple hat Schwierigkeiten, genug Speicherchips zu ergattern, und hat beim Vorgänger die Konfigurationen auf 96 GB limitiert. Ein 768-GB-Modell würde dementsprechend einen großen Sprung im Sortiment des Herstellers darstellen.
Preis könnte über 20.000 Euro liegen
Offen bleiben zudem auch Fragen zum Preis, denn die besagte 96-GB-Konfiguration kostet gegenwärtig rund 6.299 Euro. Beim MacBook Pro verlangt Apple nach den jüngsten Preiserhöhungen für 128 GB gegenüber der 64‑GB‑Variante einen Aufschlag von 1.760 Euro. Bei diesem Preis pro 64 GB zusätzlich zu den 96 GB könnte ein Mac Studio mit 768 GB an Arbeitsspeicher weit über 20.000 Euro kosten.
M5 Ultra folgt auf M3 Ultra
Die Ultra-Chips sind seit Einführung mit dem M1 Ultra die Speerspitze von Apple Silicon, sie vereinten bisher immer zwei Max-Chips und kombinierten so die theoretische Rohleistung. Zuletzt hat Apple dies beim M3 Ultra getan, beim M4 hat sich der Konzern nur auf die Max-Reihe beschränkt – und verkauft den M3 Ultra neben dem M4 Max im aktuellen Mac Studio.
Mit dem M5 Ultra können Nutzer dementsprechend einen deutlichen Sprung gegenüber dem bisherigen M3 Ultra erwarten, denn die Leistung in Mehrkern-Anwendungen oder GPU-Anwendungen dürfte sich beinahe verdoppeln, auch wenn die Skalierung nicht in allen Fällen perfekt sein sollte.
Apps & Mobile Entwicklung
Indie-Hit Meccha Chameleon: Geni(t)ale Verstecke begeistern Spieler

Verstecken zu spielen macht nicht nur Kindern Spaß. Erwachsene erfreut mit diesem Prinzip Meccha Chameleon, der jüngste Indie-Hit auf Steam. Das klassische Kinderspiel erweitert der Titel um einen Pinsel und eine Farbpalette zur Tarnung. Der Kostenpunkt: Kaum mehr als 6 Euro.
Nach weniger als zwei Wochen verzeichnet der Entwickler „lemorion_1224“ 10 Millionen verkaufte Exemplare und mehr als 28.000 sehr positive Bewertungen auf Steam. Das Spielprinzip kommt also an. Das liegt an der Mischung: Kombiniert wird eine Bühne für Kreativität und soziales Miteinander.
In Mecca Chameleon teilen sich zwei bis zehn Spieler auf privaten oder öffentlichen Servern in zwei Teams auf. Das eine versteckt sich, das andere muss diese Gruppe anschließend innerhalb eines Zeitlimits aufspüren. Was die Jagd besonders macht, ist das Pinsel-Werkzeug. Damit können Spieler ihre Figur der Umgebung anpassen und sie so wie ein Chamäleon verschwinden lassen und sich ganz offen im Sichtfeld „verstecken“. Neben Farben kann auch die Haltung der Figur angepasst werden.
Geni(t)ale Verstecke
Dass das von der Ideenvielfalt seiner Nutzer lebt, ist offenkundig. Und Ideen haben sie: Sie tarnen sich unter anderem als Pferdegenital, Kuh, Bücherstapel oder WC-Rolle, die nach Beginn der Runde plötzlich neben der Toilette hängt. Bemängelt werden nur ein paar technische Probleme, die trotz Unreal Engine 5 nicht mit der Bildrate zu tun haben. Die eigentlich nicht benannten Systemanforderungen sind niedrig, wenn die Angabe eines „Intel Core i5“ als solche gelten darf.
Kritisch sind andere Aspekte: Der Server-Browser funktioniere nicht immer zuverlässig, das Interface sei teils kompliziert und Tastenbelegungen seien fest vorgegeben. Spaß mache es trotzdem. In öffentlichen Lobbys könne es zudem vorkommen, dass sich Spieler mit rechtsradikaler Symbolik bemalen. Kritik daran wird auf Steam jedoch von anderen Nutzern mit persönlichen Angriffen quittiert. Am meisten Spaß macht das Spiel jedoch ohnehin mit Freunden, verrät ein Überfliegen der Rezensionen. Zahlreiche schnelle Updates haben bereits einige Details verbessert und neue Karten eingefügt. Einen großen Patch haben die Entwickler für den kommenden Freitag angekündigt.
Apps & Mobile Entwicklung
Hilft günstig gegen Hitze: Thermalright Assassin Classic mit Kühler-Fokus

Thermalright verspricht mit dem Assassin Classic-6 SE günstige Hilfe gegen Hitze – zumindest auf Prozessoren. Der Kühler konzentriert sich auf Basics, also vor allem die Kühlung. Dabei bleibt er vergleichsweise kompakt.
Für ordentliche Temperaturen bringt der Assassin Classic-6 SE alle Zutaten mit. Vorrangig sind dies 6 Heatpipes. Sie liegen allerdings direkt auf dem Heatspreader auf, was in der Regel etwas schlechter funktioniert als sie in eine Kupferplatte einzulassen, die die Wärmeverteilung verbessert. Die beiden äußeren Heatpipes setzt Thermalright zudem etwas ab, um auch die äußeren Bereiche des Prozessors zu kühlen.
Darüber hinaus setzt das Unternehmen auf das 120-mm-Format, also auf eine relativ große Lamellenfläche, schrumpft es aber auf eine Höhe von nur 152 Millimetern. Damit passt der Assassin Classic-6 SE auch in Budget-Gehäuse, die in diesem Punkt gerne Einschränkungen setzen. Größere Design-Eskapaden spart sich der Hersteller dabei und setzt dem Lamellenturm lediglich eine Abdeckung auf. RGB-LEDs oder gar ein Display stehen nicht auf der Ausstattungsliste.
Die Belüftung übernimmt ein 120-mm-Lüfter des Typs TL-NT12. Ihn gibt es bei Thermalright nicht einzeln, er wird nur in Verbindung mit der Assassin-Classic-Serie gelistet und ist damit spezifisch den Kühlern vorbehalten. Das Modell dreht maximal mit 1.850 U/Min und wird über Gummiauflagen am Rahmen vom Kühler entkoppelt.
Bilder vom Montagematerial stellt Thermalright nicht bereit. Wahrscheinlich kommt das übliche Montagekit des Herstellers zum Einsatz, bei dem erst die Halterung und dann der Kühler montiert wird. Dazu passt, dass sich der Assassin Classic-6 SE auf aktuellen AM4- und AM5-Plattformen sowie den Intel-LGA 1200, 1700 und 1851 montieren lässt.
Preis und Verfügbarkeit
Angaben zum Preis hat Thermalright nicht gemacht. Der Kühler muss sich allerdings um die 30-Euro-Marke am Markt bewegen, um konkurrenzfähig zu sein. Das zeigt allein das Portfolio von Thermalright selbst auf: Den Peerless Assassin 120 SE in Doppelturm-Bauweise verkauft das Unternehmen im eigenen Amazon-Store ab 34 Euro, den Einzelturm Burst Assassin 120 Evo ab 30 Euro.
-
Künstliche Intelligenzvor 3 MonateniX-Workshop Angriffsziel lokales AD − Schwachstellen finden und beheben
-
Künstliche Intelligenzvor 3 Monaten„Don’t Starve Elsewhere“: Survival‑Hit kehrt nach zehn Jahren zurück
-
Künstliche Intelligenzvor 3 MonatenKine‑Exakta: Die erste Spiegelreflexkamera fürs Kleinbild
-
Künstliche Intelligenzvor 2 MonatenWeitere Entlassungswelle bei Disney: Bis zu 1000 Mitarbeiter betroffen
-
Künstliche Intelligenzvor 2 Monaten
xTool P3 im Test: CO₂-Laser mit 80 Watt schneidet und graviert auch Acryl
-
Social Mediavor 2 MonatenMetas neuer Creative Setup Workflow: Was sich wirklich ändert – und warum das nicht nur eine UI-Frage ist!
-
Apps & Mobile Entwicklungvor 2 MonatenMega-GPUs für Nvidia, AMD & Co: TSMC zeigt CoWoS-Package mit >11.600 mm² & 24 × HBM5E
-
Entwicklung & Codevor 1 MonatKommentar: Das Ende der SaaS-Gelddruckmaschine

