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Top 7: Die besten 4K-Beamer bis 2000 Euro – knackscharf, schlau und richtig hell


Günstig, leise, scharf: Xiaomi Laser Projector 3 4K für unter 800 Euro im Test

Der Xiaomi Laser Projector 3 4K bringt Triple-Laser-Technik für unter 800 Euro ins Heimkino. Wir zeigen, ob der kompakte 4K-Beamer überzeugt.

VORTEILE

  • 4K mit Triple-Laser und 110 Prozent BT.2020
  • flüsterleiser Betrieb
  • schnelle automatische Bildanpassung
  • guter Sound
  • fairer Preis

NACHTEILE

  • Betriebssystem Hyper OS Connect kaum nutzbar
  • keine App-Installation möglich
  • Helligkeit & Kontrast nicht auf High-End-Niveau
  • nur ein HDMI-Anschluss

Der Xiaomi Laser Projector 3 4K bringt Triple-Laser-Technik für unter 800 Euro ins Heimkino. Wir zeigen, ob der kompakte 4K-Beamer überzeugt.

Der Xiaomi Laser Projector 3 4K ist ein kompakter 4K-Laser-Beamer mit Triple-Laser-Technik für das Heimkino. Triple-Laser bedeutet: Drei separate Laser in Rot, Grün und Blau erzeugen das Bild. Das sorgt für präzisere Farben als bei Single-Laser-Systemen. Mit einem aktuellen Preis von 717 Euro (Banggood) ist der Xiaomi ein erschwinglicher Einstieg in diese Technologie.

Der Beamer erschien Mitte 2025 als Nachfolger des Xiaomi Mi Laser Projector 150 Zoll (Testbericht). Anders als sein Vorgänger nutzt der Projector 3 kein Kurzdistanz-System mehr, sondern ein Standard-Projektionsverhältnis von 1,2:1. Das bedeutet: Der Beamer benötigt mehr Abstand zur Wand.

Design & Verarbeitung

Der Xiaomi Laser Projector 3 4K ist ein kompakter Kubus in mattem Anthrazitgrau. Mit Maßen von 24 × 20 × 17 cm und einem Gewicht von knapp 3 kg ist er deutlich portabler als viele andere 4K-Laser-Beamer. Das Gehäuse besteht aus Kunststoff in Metalloptik. Die Verarbeitung wirkt hochwertig, die matte Oberfläche zeigt aber Fingerabdrücke.

Die zentrale Linse sitzt leicht nach innen versetzt. Direkt darunter befinden sich Sensoren für die automatische Bildanpassung.

Der integrierte Standfuß erlaubt eine Rotation von 130 Grad. So lässt sich der Beamer ohne zusätzliche Halterungen für Front- oder Deckenprojektion ausrichten. Der Mechanismus arbeitet ohne Spiel und bleibt in jeder Position stabil. Clever: Der Stromanschluss sitzt im Fuß. So steht das Kabel nicht unschön ab.

Auf der Rückseite finden sich die Anschlüsse für HDMI 2.1, USB-A und ein 3,5-Millimeter-Klinkenstecker für Audio-Out. Perforierungen an den Seiten und der Rückwand verbergen das Audiosystem. Die Gesamtoptik wirkt unauffällig und fügt sich gut in Wohnräume ein.

Die Verarbeitung überzeugt mit einer Monoblock-Konstruktion aus Kunststoff, die robust gefertigt ist. Der Gimbal-Mechanismus funktioniert reibungslos und ohne Vibrationen. Die Kühlung arbeitet effizient: Auch nach längerer Laufzeit wird der Beamer kaum warm. Die Laserquelle hält laut Hersteller über 20.000 Stunden.

Hardware-Ausstattung

Der Xiaomi Laser Projector 3 4K nutzt eine Triple-Laser-Lichtquelle mit RGB-Lasern. Das Herzstück bildet ein 0,47-Zoll-DMD-Chip von Texas Instruments für native 4K-Auflösung (3840 × 2160 Pixel). Die Helligkeit liegt bei 1000 CVIA-Lumen, zertifiziert von CESI. Der Beamer deckt 110 Prozent des BT.2020-Farbraums ab und zeigt 1,07 Milliarden Farben. Der Kontrast liegt bei 1600:1. HDR10 und HDR10+ werden unterstützt.

Ein ToF-Laser-Sensor mit 8×8‑Messfeldern arbeitet mit einer HD-Kamera und KI-Algorithmen. Diese Kombination ermöglicht Echtzeit-Korrekturen: Autofokus funktioniert berührungslos oder manuell. Die Keystone-Korrektur gleicht Verzerrungen bis ±35 Grad horizontal und vertikal aus, inklusive Eckanpassung. Eine Hindernisvermeidung erkennt Objekte, die Bildausrichtung erfolgt automatisch.

Xiaomi Laser Projector 3 4K

MEMC-Technik (Motion Estimation, Motion Compensation) reduziert Bewegungsunschärfe in Action-Filmen und Sport. Die Funktion lässt sich in drei Stufen anpassen. Der Projektor eignet sich für Bildgrößen von 50 bis 120 Zoll bei einem Abstand von 1,3 bis 3,3 Metern. Das Projektionsverhältnis beträgt 1,2:1.

Für die Steuerung sorgt ein Quad-Core-MediaTek-MT9667-Prozessor mit ARM-Cortex-A73-Kernen bei 1,3 Gigahertz und Mali-G52-GPU. Dazu kommen 3 Gigabyte DDR4-RAM und 64 Gigabyte eMMC-Speicher. Das reicht für verzögerungsfreie Nutzung aller Menüs und 4K-Decodierung.

Xiaomi Laser Projector 3 4K

Die Anschlüsse umfassen HDMI 2.1 mit eARC für 4K bei 120 Hertz und HDR-Signale sowie Audio-Return. Ein USB-2.0-Port dient für externe Medien. Der USB-A-Port neben dem HDMI-Anschluss liefert Strom für Streaming-Sticks. Ein weiterer HDMI-Port wäre wünschenswert gewesen. Eine 3,5-mm-Klinkenbuchse ermöglicht den Anschluss von Kopfhörern oder externen Soundsystemen. Der DC-Stromanschluss benötigt 24 V bei 3,75 A. Der Verbrauch liegt im normalen Modus bei 63 W, im super hellen Modus bei 72 W. Im Standby sind es unter 0,5 W.

Dual-Band-WLAN (2,4/5 Gigahertz, IEEE 802.11 a/b/g/n/ac) und Bluetooth 5.1 sorgen für drahtlose Verbindungen. Screen-Mirroring funktioniert im Test mit Android, Windows und iPhone problemlos.

Die Bluetooth-Fernbedienung wirkt etwas billig, eher als würde sie einem 100-Euro-Beamer beiliegen.

Xiaomi Laser Projector 3 4K Fernbedienung

Bildqualität

Das Bild des Xiaomi Laser Projector 3 4K überzeugt durch native 4K-Auflösung mit fantastischer Schärfe. Details werden präzise dargestellt. Die Schärfeverteilung ist gleichmäßig über die gesamte Bildfläche. Günstige Beamer zeigen oft unscharfe Ränder bei scharfer Bildmitte. Hier nicht.

Die 110-Prozent-Abdeckung des BT.2020-Farbraums sorgt für lebendige, natürliche Farben, allerdings mit einem leichten, im Menü korrigierbaren Rotstich. Gradienten verlaufen sanft, ohne Streifenbildung. Die Farbwiedergabe ist größtenteils akkurat.

Xiaomi Laser Projector 3 4K

Der Kontrast von 1600:1 ist solide. Schattige Szenen zeigen gute Schichtung. Allerdings erreicht der Xiaomi nicht das Niveau teurer High-End-Modelle. Tiefe Schwarztöne wirken bei hellem Umgebungslicht etwas verwaschen.

Die Helligkeit von 1000 CVIA-Lumens reicht für abgedunkelte Räume bei Bildgrößen von 50 bis 120 Zoll. Bei direktem Sonnenlicht leidet das Bild deutlich. In komplett dunklen Räumen entfaltet der Projektor seine Stärke. Dann ist das Bild fast schon Kinoreif.

MEMC minimiert Bewegungsunschärfe in dynamischen Inhalten. Die Funktion lässt sich in drei Stufen einstellen. HDR10 und HDR10+ erweitern die Dynamik. Bei schnellen Augenbewegungen zeigt sich ein leichter Regenbogeneffekt. Im normalen Betrieb stört das kaum.

Xiaomi Laser Projector 3 4K Screenshot

Der Autofokus und die Keystone-Korrektur funktionieren blitzschnell, schon steht ein scharfes und perfekt ausgerichtetes Bild. Manuelle Anpassungen sind über das Menü möglich, aber selten nötig. Die automatische Kalibrierung spart Zeit und Nerven.

Der Modus „super hell“ erhöht die Helligkeit minimal. Dabei dreht der Lüfter jedoch voll auf und die Farben kippen ins Blaue. Der normale Modus ist für die meisten Situationen die bessere Wahl.

Software & Bedienung

Auf dem Xiaomi Laser Projector 3 4K läuft Hyper OS Connect, basierend auf Android 11. Der Startbildschirm zeigt chinesische Inhalte. Viele Filme und Serien werden vorgeschlagen, die in Deutschland nicht nutzbar sind. Das System richtet sich primär an den chinesischen Markt. Selbst nach Anlegen eines Accounts bleibt der Content unzugänglich. Wir haben keine Möglichkeit gefunden, Apps zu installieren.

Das Einstellungsmenü ist neben Chinesisch auch auf Englisch verfügbar. Dort finden sich viele Anpassungsmöglichkeiten für Helligkeit, Kontrast, Sättigung und Farbtemperatur. Das Bild lässt sich spiegeln und künstlich verkleinern.

Wir empfehlen die Nutzung eines Streaming-Sticks über den HDMI-2.1-Port. Strom kommt direkt vom USB-A-Port daneben. So lassen sich Netflix, Amazon Prime Video, Disney+ und andere Dienste problemlos nutzen. Mehr dazu in unserer Bestenliste Top 5: Die besten 4K-Streaming-Sticks und Boxen ab 40 Euro.

Xiaomi Laser Projector 3 4K Screenshot

Screen-Mirroring mit Android, Windows und iPhone funktioniert zuverlässig. Das System ist kompatibel mit IoT-Geräten via Hyper OS. Die WLAN-Verbindung läuft stabil. Gelegentlich berichten Nutzer vergleichbarer Modelle von Instabilität bei 5-Gigahertz-Netzen.

Der Quad-Core-MediaTek-Prozessor mit 3 Gigabyte RAM sorgt für verzögerungsfreie Bedienung. Die 64 Gigabyte Speicher reichen für Apps und Medien. Das System reagiert flott, ruckelt nicht.

Sound

Auf der Rückseite sitzen zwei 8-Watt-Lautsprecher mit vier passiven Radiatoren. Eine rückseitige Klangkammer verstärkt den Sound. Dolby-Audio-Processing mit digitalem Verstärker sorgt für räumlichen Klang.

Für die Größe des Beamers ist der Klang überraschend gut. Die Lautsprecher sind laut genug für Filme und Serien. Etwas Bass ist vorhanden, allerdings kein tieffrequenter Subwoofer-Effekt. Für Action-Szenen mit donnerndem Bass empfehlen wir externe Lautsprecher.

Xiaomi Laser Projector 3 4K

Der Anschluss externer Systeme gelingt über eARC, die 3,5-Millimeter-Klinke oder Bluetooth. Wer den ultimativen Sound will, greift zu einer Soundbar. Mehr dazu in unserer Bestenliste: Die beste Soundbar mit Subwoofer im Test.

Wie laut ist der Lüfter?

Der Lüfter arbeitet im normalen Betrieb flüsterleise. Man muss schon mit dem Ohr an den Beamer gehen, um überhaupt etwas wahrzunehmen. Auch nach langer Laufzeit bleibt die Lautstärke gering. Nur im Modus „super hell“ dreht der Lüfter voll auf. Dann ist er deutlich hörbar.

Preis

Der Xiaomi Laser Projector 3 4K kostet aktuell auf Banggood 717 Euro.

Für das Gebotene ist der Preis fair. Native 4K-Auflösung, Triple-Laser-Technik, 110 Prozent BT.2020-Farbraumabdeckung und automatische Bildanpassung gibt es sonst nicht für unter 1000 Euro.

Fazit

Der Xiaomi Laser Projector 3 4K überzeugt als günstiger Einstieg in die Triple-Laser-Welt. Native 4K-Auflösung, 110 Prozent BT.2020-Farbraumabdeckung und blitzschnelle automatische Bildanpassung bieten sonst nur deutlich teurere Modelle. Das Bild ist scharf, farbenfroh und gleichmäßig fokussiert. Der flüsterleise Betrieb beeindruckt. Mit knapp 3 kg ist er portabel.

Das Betriebssystem Hyper OS Connect enttäuscht. Chinesische Inhalte dominieren, Apps kann man nicht installieren. Wir empfehlen einen Streaming-Stick. Die Helligkeit von 1000 CVIA-Lumen reicht für abgedunkelte Räume. Bei Tageslicht wirkt das Bild verwaschen. Der Kontrast von 1600:1 ist solide, erreicht aber nicht das High-End-Niveau.

Wer einen günstigen 4K-Laser-Beamer mit exzellenter Farbwiedergabe sucht und auf ein ausgereiftes Betriebssystem verzichten kann, findet im Xiaomi Laser Projector 3 4K ein verlockendes Angebot. Für 717 Euro (Banggood) gibt es aktuell keine bessere Triple-Laser-Alternative.



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EU-Kommission: RTL darf Sky übernehmen


Die RTL Group darf Sky Deutschland übernehmen. Gut zehn Monate nach der Ankündigung des Übernahmeplans hat die EU-Kommission uneingeschränkt grünes Licht für das Geschäft gegeben.

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Die EU-Kommission prüft bei Fusionen und Übernahmen großer Unternehmen im Europäischen Wirtschaftsraum regelmäßig, ob wettbewerbsrechtliche Bedenken bestehen. Im Fall von RTL und Sky stellte die Behörde „nach sorgfältiger Prüfung“ fest, dass die Transaktion den Wettbewerb „nicht erheblich verringern würde“ und genehmigte sie ohne Auflagen.

„Die Transaktion ermöglicht es etablierten europäischen Mediengruppen, ihre Position in einer Zeit des Branchenwandels zu festigen, in der sie zunehmend unter Druck von globalen Streaming-Plattformen stehen“, teilte EU-Wettbewerbskommissarin Teresa Ribera mit. Durch die Bündelung ihrer Kompetenzen seien RTL und Sky besser gerüstet, um in diesem sich rasant verändernden Markt wettbewerbsfähig zu bleiben.

Im Juni 2025 hatte die RTL Group ihre Pläne zur Übernahme von Sky Deutschland vorgestellt. Ziel des Zusammenschlusses ist es, die Marktposition im deutschen Streaming- und TV-Geschäft gegenüber großen US-Anbietern zu stärken. Durch die Integration von Sky will RTL außerdem sein Abonnementgeschäft ausbauen und unabhängiger vom klassischen TV-Werbemarkt werden, der weiter unter Druck steht.

Die RTL Group setzt zunehmend auf digitale Abo-Modelle, um den Rückgang klassischer Werbeerlöse im linearen Fernsehen auszugleichen. Dazu wurde auch das Angebot von RTL+ weiterentwickelt – etwa durch neue Bündelangebote wie die Kooperation mit HBO Max, die über die Vermarktungstochter AdAlliance vertrieben wird. Der zu Bertelsmann gehörende Konzern will so seine Position als führender Anbieter in der deutschsprachigen Medienlandschaft festigen.

RTL hatte bei der Ankündigung der Sky-Übernahme im Juni 2025 mitgeteilt, dass RTL-Deutschland-Chef Stephan Schmitter CEO des neuen Gemeinschaftsunternehmens werden soll. Sky Deutschland wird künftig Teil von RTL Deutschland. Zu Sky Deutschland gehören neben klassischen Fernsehsendern auch der Streamingdienst Wow.

Sky Deutschland zählt bislang zum US-Medienkonzern Comcast. Der Kaufpreis beträgt rund 150 Millionen Euro in bar, hinzu kommt eine variable Komponente, die an den Aktienkurs der RTL Group gekoppelt ist. Je nach Kursentwicklung könnten für RTL noch bis zu 377 Millionen Euro zusätzlich fällig werden. Mit der Übernahme vereint die börsennotierte RTL Group im deutschsprachigen Raum ein breites Portfolio aus frei empfangbaren TV-Sendern, Bezahlsendern und Streaming-Portalen – ergänzt um Zeitschriften und Audioangebote.

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Der Jahresumsatz von Sky Deutschland lag zuletzt bei rund 2 Milliarden Euro, der der RTL Group bei rund 6 Milliarden Euro. Das Unternehmen hatte zuletzt mit einer schwachen Werbekonjunktur und sinkenden Produktionserlösen zu kämpfen. Auch ein Stellenabbau gehörte zu den Folgen.

Sky blickt auf eine wechselvolle Geschichte zurück: Der Sender ging aus dem einstigen Kirch-Unternehmen Premiere hervor, das lange Zeit die Fußball-Bundesliga exklusiv im Pay-TV zeigte, wirtschaftlich aber nie dauerhaft profitabel war. 2018 übernahm schließlich Comcast den Bezahlsender.

Seit Gründung des Bezahlsenders liegt der Schwerpunkt auf Sportübertragungen, vor allem Fußball. Ergänzt wird das Angebot um Filme und Serien. Eigene Serienproduktionen wie „Babylon Berlin“ oder „Der Pass“ hatte das Unternehmen zuletzt eingestellt.

Intern gelten rund 80 Prozent der Abonnenten als Sport-Kunden. Die wichtigsten Sportrechte von Sky sind die Freitags- und Samstagsspiele der Fußball-Bundesliga sowie die gesamte 2. Bundesliga. Zu den wichtigen Rechten gehören außerdem die englische Premier League, die Formel 1 und Tennis.

RTL und Sky haben in den vergangenen Jahren häufiger Rechte ausgetauscht. So durfte RTL zuletzt sieben Rennen der Formel 1 im Free-TV zeigen. Für die laufende Saison der wichtigsten Motorsport-Serie gab es bisher keine Einigung zwischen den beiden Sendern. Nach dem Kauf wird mit einer zügigen Klärung gerechnet.

Die Brüsseler Wettbewerbshüter hatten insbesondere die Auswirkungen der Transaktion auf vier Märkte untersucht: das Angebot und den Erwerb von audiovisuellen Inhalten, den Großhandel mit Fernsehkanälen und audiovisuellen Dienstleistungen, den Einzelhandel mit audiovisuellen Dienstleistungen an Endkunden und das Angebot von Werbeflächen in audiovisuellen Inhalten. In keinem der Bereiche hatten sie Bedenken. Sie stellten unter anderem fest, dass die beiden Sender bisher sowohl im Sport- als auch Unterhaltungsbereich unterschiedliche Schwerpunkte haben und daher keine engen Wettbewerber beim Erwerb audiovisueller Inhalte sind.


(vbr)



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Hass im Netz: Groschen aus Sofaritzen für Opferschutz in Österreich


Zwei mal 150.000 Euro sollen ZARA, die österreichische Opferschutzeinrichtung bei Hass im Netz sowie Online-Rassismus, vorerst überleben lassen. Das haben Vizekanzler Andreas Babler und Frauenministerin Eva-Maria Holzleitner (beide SPÖ) bekanntgegeben. „Es sind Rest-Euro, die man aus den letzten Sofaritzen zusammengekratzt hat, damit es diese Überbrückungsfinanzierung gibt”, sagte die Ministerin am Mittwoch. Zwei Tage zuvor hatte die Nachricht aufschrecken lassen, dass Familienministerin Claudia Bauer (ÖVP) die jährliche Finanzierung des Opferschutzes rückwirkend zum Jahresanfang streicht.

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Für ZARA sind die 300.000 Euro keine Rettung, sondern nur ein Wundpflaster. Vorerst kann der gemeinnützige Verein weiter kostenlose juristische und psychosoziale Beratung für Opfer von Hass im Netz samt deren Begleitung bei Gerichtsverfahren anbieten. ZARA muss nicht allen Mitarbeitern kündigen. Dank finanzieller Unterstützung der Stadt Wien kann ZARA auch Opfer von Online-Rassismus beraten. Zusätzlich ist ZARA die einzige anerkannte Meldestelle („Trusted Flagger”) „im Bereich der Cybergewalt, Cybergewalt gegen Frauen, Illegale Rede” nach dem Digital Services Act in Österreich

Für all das sind 300.000 Euro im Jahr deutlich zu wenig. Seit 2017 hat Österreichs Bundeskanzleramt ZARA mit anfangs 470.000 Euro, dann 300.000 Euro, zuletzt 330.000 Euro jährlich unterstützt. Ein ähnlicher Betrag kam jährlich aus Spenden sowie dem Betrieb der Tochterfirma ZARA Training zusammen. Langfristige Sicherung von Unterstützung für Opfer von Hass im Netz und Online-Rassismus fehlt in Österreich nach wie vor.

Familienministerin Bauer möchte aus „budgetären Gründen” jedenfalls nichts mehr beisteuern. Ihre Koalitionspartner SPÖ und NEOS fühlen sich vor den Kopf gestoßen. Bauer ließ durch einen Sprecher ausrichten, dass Meldung und Dokumentation von Diskriminierung „unter anderem eine Aufgabe der Gleichbehandlungsanwaltschaft“ seien. Von einer Aufstockung der Mittel der Gleichbehandlungsanwaltschaft für diese zusätzliche Arbeit ist jedoch keine Rede. Auch verweist Bauers Sprecher darauf, dass es in Österreich neben ZARA sieben weitere Trusted Flagger gäbe. Das trifft zu, doch sind diese für andere Themen akkreditiert, etwa Konsumentenschutz, Rechte Minderjähriger, unlauteren Wettbewerb oder die Durchsetzung von Urheberrechtsabgaben.


(ds)



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Neue Steuer in Österreich: 2 Euro pro Paket aus dem Online-Handel


Zwei Euro pro in Österreich zugestellter Lieferung sollen Händler bald ans Finanzamt abführen. Ausgenommen sind Händler, die weniger als 100 Millionen Euro im Jahr umsetzen. Das hat die österreichische Bundesregierung beschlossen. Klingt einfach, ist im Detail aber kompliziert. Die neue „Paketabgabe” soll 280 Millionen Euro einspielen und damit einen Teil der ebenfalls beschlossenen Halbierung der Mehrwertsteuer auf ausgewählte Lebensmittel finanzieren. Diese Maßnahme reißt ein Loch von 400 Millionen Euro ins Budget, das geschlossen werden soll.

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Ursprünglich plante Wien, unter dem Banner des Schutzes des stationären Handels seine Paketabgabe nur auf Pakete aus Drittstaaten einzuheben. Doch das wäre ein Zoll, und da der Europäische Wirtschaftsraum (EWR) eine Zollunion ist, kann Österreich im Alleingang keine neuen Zölle verhängen. Also kommt die Paketabgabe nun auch für Pakete, die von innerhalb des EWR eintreffen – und das zusätzlich zu den auf EU-Ebene beschlossenen Tarifen.

Ab Juli werden im EWR bekanntlich drei Euro für jedes aus dem Ausland eintreffende Paket mit Warenwert bis 150 Euro fällig. Dazu soll ab November eine von allen EU-Staaten eingehobene Bearbeitungsgebühr treten. Dafür sind zwei Euro pro Paket im Gespräch. Sie ist nicht mit den wesentlich höheren Bearbeitungsgebühren der Beförderer und Zolldienstleister zu verwechseln.

Ob die Umsatzschwelle von 100 Millionen Euro Jahresumsatz weltweit gilt, nur für den EWR, oder nur für Umsätze in Österreich, und ob es nur um Umsatz mit Online-Handel, oder mit Handel an sich, oder um den Gesamtumsatz geht, ist undeutlich. Ebenso ist unsicher, wie Dritthändler, die über große Plattformen wie Amazon.com verkaufen, behandelt werden. Aber selbst, wenn nur inländische Online-Handelsumsätze einzelner Händler herangezogen werden, trifft die Paketabgabe keineswegs nur Großkonzerne wie Amazon und Temu.

Beispielsweise Otto Austria, Ikea samt Konkurrent XXXLutz, Mediamarkt und ironischerweise Supermarktketten mit Hauslieferung wären betroffen. Dabei sollen ja gerade Lebensmittel günstiger werden. Der Kärntner Händler Electronic4you muss ebenso zahlen, was im harten Preiskampf bei Elektronik besonders schmerzt. Der Handelsverband weist darauf hin, dass die Umsatzschwelle bei asiatischen Händlern kaum zu kontrollieren ist. In der Tat ist schwer vorstellbar, wie die österreichische Finanz effizient ermitteln wird, ob oder wie eine fernöstliche 176-671 AG mit einer 176-617 AG verbandelt ist.

Die Ankündigung lässt viele weitere Fragen offen. Darf der Händler die Paketabgabe separat ausweisen und direkt der Kundschaft weiterverrechnen? Oder muss er sie in den Warenpreis oder die Lieferspesen einpreisen und dann in der Regel 20 Prozent Umsatzsteuer aufschlagen? Aus den zwei Euro würden so für Konsumenten flugs 2,40 Euro pro Paket.

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Was genau ist „ein Paket”? Gelten mehrere gemeinsam zugestellte Schachteln oder Körbe als separate Lieferungen, selbst wenn sie vom selben Absender kommen? Das wäre ein Anreiz für zusätzliche Umverpackungen, etwa Einwickeln in ansonsten unnötige Plastikfolien. Was gilt für Blumenlieferungen zum Friedhof oder Restaurantbestellungen? Wird die Zustellung eines Ersatzgeräts unter Gewährleistung ebenfalls besteuert? Oder die Lieferung eines reparierten Geräts? Wie werden Fehlzustellungen oder verloren gegangene Pakete berücksichtigt?

Wo verläuft die Grenze zwischen steuerfreier „Abholung der Ware im Geschäft” und besteuerter „Hinterlegung eines Pakets in einer Filiale”? Wie verhält es sich bei Dauerschuldverhältnissen, etwa der regelmäßigen Lieferung von Druckertinte? Oder wenn eine Bestellung nur zum Teil erfüllt werden kann und später nachgeliefert wird? Dürfen verbundene Unternehmen einander Sachen paketabgabenfrei schicken und verrechnen? Für Abonnements von Zeitungen und Zeitschriften wird es wohl eine Ausnahme geben; aber ginge es beim weiland Ypsheft um das Druckwerk oder die Urzeitkrebse? Was ist mit einzelnen Periodika, sagen wir einer nachbestellten Ausgabe der c’t? Österreichs Legisten und Steuerfahnder haben sich um Arbeit nicht zu sorgen.

Selbst wenn die Paketabgabe 280 Millionen Euro einspielt, bleibt eine Lücke von 120 Millionen Euro. Diese sollte eigentlich durch eine Steuer auf Plastikverpackungen geschlossen werden. Nach heftigen Protesten aus der Wirtschaft nimmt Österreichs Regierung davon Abstand. Nach Darstellung der Lebensmittelhändler hätte die Plastiksteuer plus Verwaltungsaufwand mehr gekostet, als die Senkung der Umsatzsteuer bringt, Lebensmittel wären in Summe also teurer geworden.

Statt der Plastiksteuer möchte Österreichs Regierung nun Firmenwägen höher besteuern – wie genau, ist in Ausarbeitung. Dabei gilt sowieso eine seit 21 Jahren nicht angepasste „Angemessenheitsgrenze” von 40.000 Euro pro Neuwagen. Die Wirtschaftskammer Wien fordert eine Anhebung dieser Grenze und argumentiert mit der Mobilitätswende. Mehr als 70 Prozent aller Neuzulassungen von Elektro- und Hybridfahrzeugen entfallen in Österreich auf Unternehmen, und solche Kfz kosten in aller Regel deutlich mehr als 40.000 Euro.

Der Umsatzsteuersatz für ausgewählte Lebensmittel soll von zehn auf 4,9 Prozent sinken. Das gilt für tierische Milch ohne Zusätze (also nicht für Kakaomilch et cetera), Joghurt, Butter, Hühnereier, Gemüse (frisch und gekühlt), frisches Steinobst sowie frische Äpfel, Birnen und Quitten, Brot und Gebäck (außer wenn Honig, Eier, Käse oder Früchte drin sind), ungefüllte Nudeln, Reis, Weizenmehl und -grieß sowie Speisesalz. In Bewirtungsbetrieben gilt auch bei Abgabe solcher Nahrungsmittel, beispielsweise einer frischen Birne oder eines Glases Milch, weiterhin der volle Steuersatz von zehn respektive zwanzig Prozent.


(ds)



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