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Verbesserung von Assistenzsystemen: BMW fragt Kunden per Opt-in nach Bilddaten aus Fahrzeugen

BMW möchte die Assistenzsysteme aktueller und künftiger Modelle auch mittels im Fahrzeug erhobener Bilddaten verbessern. Das erfolgt ausschließlich nach Kundenzustimmung und soll ohne Gesichter und Kennzeichen anderer Verkehrsteilnehmer erfolgen. Die Option der Datenfreigabe besteht zunächst im neuen BMW iX3 und i3.
Der Autohersteller erklärt, dass Bilddaten aus realen Verkehrssituationen von Kundenfahrzeugen einen großen Mehrwert für die kontinuierliche Verbesserung von Assistenzsystemen liefern können. Deshalb besteht bei den neuen Modellen BMW iX3 sowie der jüngst vorgestellten Limousine i3 seit dem heutigen 1. April per Opt-in die Option der Datenfreigabe gegenüber BMW. Diese Fahrzeuge sowie darauffolgende neue Modelle und Modell-Updates kommen mit der erforderlichen Sensorik und Datenverarbeitungsarchitektur zur situativen Erfassung von Umfeldvideodaten, um solche Bilddaten zu erheben.
Der Autohersteller möchte auf Basis der gewonnen Informationen seine Fahrerassistenz- und Sicherheitssysteme verbessern. Konzentriert werde sich auf ereignisbezogene Verkehrssituationen, in denen diese Systeme einen besonders hohen Nutzen entfalten können, heißt es von BMW. Beispielhaft genannt werden durch Assistenzsysteme verhinderte Kollisionen bei Autobahn-Spurwechseln, das Eingreifen des Notbremsassistenten, eine starke manuelle Bremsung oder ein plötzliches Ausweichmanöver.
In entsprechenden Situationen werden Sensor- und Bilddaten erfasst, die für das Verständnis der Situation und die weitere Optimierung der Systeme relevant sind. Dazu gehören Aufnahmen der Fahrzeugumgebung durch die Außenkameras, Daten der Umfeldsensorik sowie fahrdynamische Informationen wie Geschwindigkeit, Fahrtrichtung oder Lenkwinkel.
Einwilligungserklärung wird vorausgesetzt
Diese Daten können Kunden fortan gegenüber BMW freigeben. Die Voraussetzung zur Nutzung der Bilddaten ist eine Einwilligungserklärung durch den Kunden „unter Einhaltung aller datenschutzrechtlichen Vorgaben“. Den Datenerfassungs- und Datennutzungsprozess erklärt der Autohersteller auf einer dafür eingerichteten Website.
Zum Beispiel sollen möglicherweise erfasste Personen und der Fahrzeugnutzer geschützt werden, indem in den Bilddaten enthaltene Gesichter und Kennzeichen anderer Verkehrsteilnehmer bereits im Fahrzeug vor der Übermittlung an das BMW-IT-Backend unkenntlich gemacht werden. In keinem Fall sollen die Systeme eine Identifikation individueller Verkehrsteilnehmer vornehmen. Die FIN soll unmittelbar nach der Übertragung an das IT-Backend gelöscht werden, um eine Zuordnung der Daten zu einem spezifischen Fahrzeug zu unterbinden.
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Kioxia Exceria Pro G2 im Test
Mit der Kioxia Exceria Pro G2 testet ComputerBase die neue Flaggschiff-SSD des japanischen Herstellers. Basierend auf dem SM2508-Controller tritt sie gegen die High-End-Riege mit PCIe 5.0 an. Reicht es für das Spitzenfeld mit WD_Black SN8100/Sandisk Optimus GX Pro 8100 (Test) und Corsair MP700 XT Pro (Test)?
Die Kioxia Exceria Pro G2 im Überblick
Rund vier Jahre ist die Kioxia Exceria Pro (Test) auf dem Markt. Da wurde es höchste Zeit für einen Nachfolger, auch um der High-End-Konkurrenz aus anderem Hause etwas entgegensetzen zu können. Während der Vorgänger das Potenzial von PCIe 4.0 x4 nahezu ausschöpfte, ist es bei der Exceria Pro G2 das Limit der doppelt so schnellen Schnittstelle PCIe 5.0 x4. Und das liegt netto bei etwa 14.900 MB/s, wie die Redaktion schon bei den Flaggschiffen WD_Black SN8100 (Test) und Corsair MP700 Pro XT (Test) feststellen konnte. Um nicht weniger als die Leistungskrone buhlen diese Modelle, zu denen nun auch die Kioxia Exceria Pro G2 zählt.
Zur Vorstellung der Exceria Pro G2 wollte Kioxia den Controller noch nicht verraten. Jetzt steht fest, dass es sich um den SM2508 handelt. Das ist der aktuell schnellste Chip von Silicon Motion für den Verbrauchermarkt. Er besitzt 8 Kanäle und einen eigenen DRAM-Cache. Er ist erheblich effizienter als der Phison E26, aber nicht ganz so effizient wie der selten anzutreffende Phison E28.
Beim Speicher setzt Kioxia wenig überraschend auf die eigene Produktion: BiCS8-Flash in der TLC-Variante mit 1 Tbit pro Die kommt zum Einsatz.
Garantie und TBW im Vergleich
Bei üblichen fünf Jahren Garantie erlischt diese nach Überschreiten einer vom Hersteller festgelegten Schreibmenge vorzeitig: die „Total Bytes Written“ (TBW). Bei der Kioxia Exceria Pro G2 mit 4 TB liegt diese bei 2.400 TB. Das ist der gängige Wert für 4-TB-SSDs mit TLC-Speicher.
Preise und Eckdaten
Die Kioxia Exceria Pro G2 ist aktuell bei diversen Online-Shops erhältlich und kostet ab 198 Euro (1 TB), ab 339 Euro (2 TB) und im Falle des Testmusters ab 733 Euro (4 TB).
PCIe 5.0 vs. PCIe 3.0/4.0 und SATA im neuen Testsystem
Die Probanden müssen im Test gegen die High-End-Konkurrenz mit PCIe 5.0 wie der SanDisk WD_Black SN8100 (Test) und der Samsung 9100 Pro (Test) sowie die Flaggschiffe der PCIe-4.0-Generation in Form der WD_Black SN850X (Test) und der Samsung 990 Pro (Test) antreten. Auch ein Vergleich mit SSDs der langsameren Sorte auf Basis von PCIe 3.0 und SATA sowie mit externen Modellen wird gezogen.
Der Wechsel auf PCIe 5.0 seitens der SSDs machte auch einen Wechsel des Testsystems von ComputerBase nötig. Die Wahl fiel auf AMDs aktuelle AM5-Plattform mit einem B650E-Mainboard von Asus und dem mit 65 Watt TDP antretenden 12-Kern-Prozessor Ryzen 9 7900 (Test). Der primäre M.2-Slot des Mainboards erhält PCIe 5.0 x4 direkt über die CPU. Beim Betriebssystem fand ein Umstieg auf Windows 11 statt.
Nachfolgend werden die aktuell für SSD-Tests verwendeten Hard- und Software aufgelistet.
- Windows 11 Pro 22H2 22621.1413
- AMD Ryzen 9 7900
- Asus B650E-F Strix Gaming WiFi
- DDR5-5200, 38-38-38-84
- AMD-Chipsatztreiber 5.02.19.2221
- GeForce RTX 2080 Ti mit GeForce-Treiber 531.29
- GeForce RTX 3080 Ti mit GeForce-Treiber 552.22 (Zusatztest Direct Storage)
- SoftPerfect RAMdisk 4.4
- Asus BIOS 1222
Die Angabe und die dauerhafte Verwendung der konkreten Version von Windows 11 sind entscheidend, denn Microsoft hat zuletzt verstärkt an der Datenträger-Leistung im Explorer gearbeitet. So erzielt die neue Plattform beim Kopieren aus der RAM-Disk auf eine sehr schnelle SSD über 6,0 GB/s, während die alte Plattform mit denselben SSDs bei unter 2,5 GB/s an eine Grenze stieß. Auch das Kopieren auf der SSD ist mit dem neuen System und insbesondere mit dem aktuelleren Windows viel schneller. Die letzten inkrementellen Updates für Windows 11 22H2 brachten dabei noch einmal einen deutlichen Schub gegenüber der ersten Hauptversion aus dem 4. Quartal 2022 – mit der lag das Limit im Explorer noch bei knapp unter 4,0 GB/s.
Ein Benchmark musste raus
Zuletzt förderte der sogenannte Avocados-Benchmark, der offiziell als BulkLoadDemo für Microsofts DirectStorage-API bekannt ist, seltsame Ergebnisse zutage. Die eigentlich schnellsten Modelle konnten so nur kurzfristig die Spitzenleistung von rund 30 GB/s ermöglichen, brachen bei nachfolgenden Messungen aber spürbar ein, wodurch ihr Durchschnittswert geringer als erwartet ausfällt.
Mit Temperaturproblemen ist das nicht zu erklären, gerade weil neue Flaggschiffe viel weniger Energie benötigen als etwa die E26-Generation. Auch die sehr schnelle Corsair MP700 Pro XT (Test) verfehlte so das Spitzenfeld deutlich, was eigentlich nicht sein kann. Da die Ursache nicht zu ergründen war, verzichtet ComputerBase fortan auf diesen Benchmark.
Testergebnisse und Benchmarks
Das Testmuster wurde für die nachfolgenden Tests, sofern nicht anders vermerkt, unter dem SSD-Kühler des Asus ROG Strix B650E-F WiFi mit darüber blasendem 120-mm-Lüfter getestet.
Schreibleistung (SLC-Modus)
Wie ausdauernd der SLC-Modus ausfällt, testet ComputerBase wie folgt: Eine komprimierte RAR-Datei mit 10 GB Größe wird aus einer RAM-Disk mit fortlaufender Nummer in der Dateibezeichnung so oft ohne Pause auf die leere Test-SSD geschrieben, bis die Kapazitätsgrenze erreicht ist (grün). Für jeden Kopiervorgang wird die erreichte Transferrate protokolliert. Direkt nach dem letzten Transfer werden 50 Prozent der erstellten Dateien gelöscht. Im Anschluss wird der SSD für die interne Speicherverwaltung eine halbe Stunde Ruhe gegönnt. Dann wird sie abermals mit den RAR-Dateien vollgeschrieben (gelb). Der Test soll die Abhängigkeit des SLC-Modus vom Füllgrad der SSD ermitteln beziehungsweise aufzeigen, ob der einmal genutzte SLC-Modus sich nach Ruhephasen erholt.
Etwa 20 Prozent (rund 800 GB) des freien Speicherplatzes werden im SLC-Modus mit mehr als 5 GB/s beschrieben. Danach fällt die Schreibrate allmählich ab und erreicht im TLC-Modus noch etwa halb so viel. Ganz am Ende gibt es Schwankungen nach unten. Das Verhalten ist völlig anders als bei Adata XPG Mars 980 (Test) und Biwin X570 Pro (Test), die ebenfalls den SM2508 mit 4 TB TLC-Speicher kombinieren. Bei diesen kommt allerdings Microns B58R-NAND zum Einsatz.
- Schwarz/Weiß: NVMe-SSDs (PCI Express 5.0, M.2)
- Rot: NVMe-SSDs (PCI Express 4.0, M.2)
- Blau: NVMe-SSDs (PCI Express 3.0, M.2)
- Grün: Externe SSDs (USB, Thunderbolt)
- Gelb: SATA-SSDs (2,5 Zoll)
Hinweis: Über die Schaltfläche oben rechts im Diagramm (+…Einträge) lassen sich weitere Ergebnisse einblenden, die zur besseren Übersicht zunächst versteckt sind.
Leseleistung
Zur Überprüfung der praktischen Leseleistung wird der Installationsordner des Spiels Shadow of the Tomb Raider (SotTR, 32 GB) auf das Testmuster kopiert und anschließend in die RAM-Disk gelesen. Das Gegenstück sollte in diesem Fall also erneut keinen Flaschenhals darstellen. Dies geschieht einmal mit völlig leerem Laufwerk und einmal praxisnah mit 80 Prozent Füllstand. Der Testlauf im leeren Zustand erfolgt 30 Minuten nach der Formatierung. Der Testlauf bei 80 Prozent wird auf dem zuerst zu 100 Prozent und dann ausgehend von 50 Prozent vollgeschriebenen Laufwerk durchgeführt, auf dem 20 Prozent gelöscht und dann 30 Minuten Pause eingelegt wurden.
Dicht liegen die meisten PCIe-5.0-SSDs beim praktischen Lesen beieinander. Die Exceria Pro G2 liegt im Mittelfeld und ist etwa genauso schnell wie andere Modelle mit dem SM2508-Controller (Lexar NM1090 Pro, XPG Mars 980 Blade). Trotz des gleichen Speichers besitzt die WD_Black SN8100 aber einen deutlichen Vorsprung, der erst bei hohem Füllstand schwindet. Hier haben die Modelle mit 4 TB Speicherplatz allerdings auch einen Vorteil gegenüber den 2-TB-Modellen, denn absolut bieten sie deutlich mehr freien Speicherplatz.
Kopierleistung
Als Kopiertest (Lesen + Schreiben) hat die Redaktion einen 195 GB großen Steam-Ordner mit fünf installierten Spielen auf der SSD dupliziert. Dies geschieht einmal mit völlig leerem Laufwerk und einmal praxisnah mit 80 Prozent Füllstand. Der Testlauf im leeren Zustand erfolgt 30 Minuten nach der Formatierung. Der Testlauf bei 80 Prozent wird auf dem zuerst zu 100 Prozent und dann ausgehend von 50 Prozent vollgeschriebenen Laufwerk durchgeführt, auf dem 20 Prozent gelöscht und dann 30 Minuten Pause eingelegt wurden.
Im Kopiertest ist die Exceria Pro G2 dank 4 TB bei 80 Prozent Füllstand im Spitzenfeld. Allerdings ist der Abstand zu Adata XPG Mars 980 Blade und Biwin X570 Pro sehr groß. In diesem Szenario bietet der Micron-Speicher offenbar Vorteile.
Gaming-Leistung
Aufgrund zuletzt nicht mehr nachvollziehbarer Resultate verzichtet die Redaktion auf den DirectStorage-Benchmark (Avocados). In diesem Abschnitt wird fortan nur noch der auf die Gaming-Leistung von Massenspeichern ausgerichtete 3DMark Storage verwendet.
Nach der WD_Black SN8100 erreicht die Kioxia-SSD die höchste Punktzahl unter den SSDs mit SM2508-Controller. Die Crucial T710 ist aber fast genauso schnell. Adata und Biwin sind in diesem Test weit abgeschlagen.
Office-Leistung
Der Quick System Drive Benchmark des PCMark 10 soll leichtere Aufgaben im Alltag widerspiegeln. Das Szenario reicht vom Schreiben, Lesen und Duplizieren von Bilddateien über die Anwendung von Adobe Illustrator und Photoshop bis Microsoft Excel.
Ein Kopf-an-Kopf-Rennen gibt es zwischen Kioxia Exceria Pro G2 und Crucial T710 im PCMark 10. Das gilt auch für die gemessene Latenz von 25 µs. WD_Black SN8100 und Corsair MP700 Pro XT bleiben aber mit 23 µs an der Spitze.
Theoretische Leistung
Der CrystalDiskMark hat sich quasi zum Standard-Benchmark der Branche gemausert und dient auch den SSD-Herstellern zur Ermittlung der beworbenen Leistungswerte. Wenig praxisnah, wird der Test an dieser Stelle zur Überprüfung der theoretischen Spitzenleistung verwendet.
Eine Punktlandung liefert die Kioxia Exceria Pro G2 beim maximalen Durchsatz: 14,9 GB/s lesend und 13,7 GB/s werden wie im Datenblatt angegeben erreicht.
Temperaturen
Komplett ungekühlt wird die Kioxia Exceria Pro G2 mit ihren etwa 8 bis 9 Watt maximaler Leistungsaufnahme zu warm, um dauerhaft die volle Schreibleistung zu liefern. Kurioserweise ist schon kurz nach Beginn der Messungen die Leistung mit dem Mainboard-Kühler und Lüfter besser.
Leistungsrating
Nach der WD_Black SN8100 ist die Kioxia Exceria Pro G2 die zweitschnellste PCIe-5.0-SSD mit SM2508-Controller im Testfeld der Redaktion. Der Vorsprung zur Crucial T710 beträgt allerdings nur 3 Prozent.
Hinweis zum Diagramm: Über die Schaltfläche oben rechts im Diagramm (+…Einträge) lassen sich weitere Ergebnisse einblenden, die zur besseren Übersicht zunächst versteckt sind. Da nicht alle SSDs in demselben Umfang getestet werden konnten, bleiben einige Modelle mit dem Ergebnis „0“ außen vor.
Fazit
Mit der Exceria Pro G2 spielt Kioxia wieder mit einer eigenen SSD ganz oben mit. Im Durchschnitt ist sie die viertschnellste SSD im Testfeld der Redaktion und die zweitschnellste mit SM2508-Controller. In der Praxis sind Lese- und Schreibleistung sehr hoch und brechen auch bei hohem Füllstand nicht wesentlich ein. Hohe Schreibraten von dauerhaft mehr als 2.500 MB/s sind möglich, allerdings sollte ein Kühler eingesetzt werden, damit es nicht zur Drosselung kommt. Auch die Kopierleistung liegt auf hohem Niveau. Wer High-End mit PCIe 5.0 sucht, wird hier eindeutig fündig. Wirkliche Schwächen gibt es nicht.
- Sehr hohe Leseleistung
- Sehr hohe Schreibraten (auch dauerhaft)
- Hohe Kopierleistung (auch bei hohem Füllstand)
- Hohe Gaming-Leistung
- Hohe Office-Leistung
- Ohne Kühler wird Leistung gedrosselt
An den amtierenden Spitzenreiter WD_Black SN8100/Sandisk Optimus GX Pro 8100 (Test) reicht die Exceria Pro G2 allerdings nicht ganz heran. Dabei kommen doch die gleichen Speicherchips (Kioxia BiCS8) und der gleiche Controller zum Einsatz. Der Controller ist bei der SN8100 allerdings „optimiert“ und arbeitet auch noch ein Stück effizienter.
Bei gleichem Preis wäre die SN8100 daher die erste Wahl. Die Exceria Pro G2 ist aber eine sehr gute zweite Wahl.
Das Thema Preis ist aufgrund der andauernden Speicherkrise ein sensibles. Und so ist auch die Exceria Pro G2 4 TB aktuell nur zu hohen Preisen zu bekommen.
- HDD, SSD und RAM teurer: Der „historische“ Speicherengpass ist da
Mehr Informationen zu SSDs gewünscht? Die 17. Episode von „CB-Funk – der ComputerBase-Podcast“ bietet Details satt. Welche Unterschiede gibt es eigentlich zwischen SATA und PCIe Gen 3 bis 5 sowie TLC und QLC? Wie testet die Redaktion, was gilt es beim Kauf einer neuen SSD zu beachten und welche Modelle sind empfehlenswert? Die 17. Folge CB-Funk liefert Antworten.
CB-Funk lässt sich nicht nur über den eingebetteten Podigee-Player abspielen, sondern auch bequem direkt in den Podcast-Apps eurer Wahl abonnieren und hören. Verfügbar ist der ComputerBase-Podcast auf Spotify, Apple Podcasts, Google Podcasts, Amazon Music und Deezer.
ComputerBase hat die Exceria Pro G2 leihweise von Kioxia zum Testen erhalten. Eine Einflussnahme des Herstellers auf den Testbericht fand nicht statt, eine Verpflichtung zur Veröffentlichung bestand nicht. Es gab kein NDA.
(*) Bei den mit Sternchen markierten Links handelt es sich um Affiliate-Links. Im Fall einer Bestellung über einen solchen Link wird ComputerBase am Verkaufserlös beteiligt, ohne dass der Preis für den Kunden steigt.
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Höhere Preise für Produkte: Apple beschuldigt Speicherhersteller – aber die wehren sich

Apple versucht sich bei der aktuellen Preiserhöhung als Opfer der DRAM- und NAND-Hersteller darzustellen. Doch diese wehren sich gegen diese Einseitigkeit, denn es ist auch Apple zu verdanken, dass die Speicherindustrie vor vier Jahren in den Abwärtsstrudel ging, als Apple für wenige Cent Speicher aus China kaufen wollte.
Apple wollte Speicher für Cent-Beträge
Es war ein großes Thema im Jahr 2022. Auch ComputerBase berichtete mehrfach darüber, dass Apple zum chinesischen Flash-Speicherhersteller YMTC wechseln wollte und die Verträge quasi schon unterschrieben waren, und zudem Fühler nach dem DRAM-Hersteller CXMT ausstreckte – was zuletzt schon wieder als Gerücht aufkam. Damals hieß es, die neue Partnerschaft würde nicht nur die Abhängigkeit von südkoreanischen Firmen und anderen wie Kioxia und Western Digital verringern, sondern könne auch zu niedrigeren Vertragspreisen für den Speicher führen.
2023 machten Micron & Co. Milliardenverluste
Der Speichermarkt für die westlichen Hersteller ging 2022 und 2023 in eine Abwärtsspirale, auch Micron war stark betroffen. Tech-Riesen wie Apple wollten noch den letzten Cent herausholen, was die Lage für Speicherhersteller über ein Jahr lang noch verschlimmerte und für Milliardenverluste bei den Herstellern sorgte.
Wie Microns Chief Business Officer Sumit Sadana diese Woche erneut erklärte, waren die Margen negativ, es gab kein Geld, das für Investitionen in die Zukunft benötigt worden wäre. Dabei nennt er aber Apple nicht direkt beim Namen, wenngleich Tim Cook zuvor direkt nur die Speicherhersteller beschuldigt hatte.
There’s less supply at a time when consumers want devices, and the memory guys are passing along huge price increases
Tim Cook, Apple
We told a couple of the customers who were being very aggressive with pricing at that time that this is not constructive. A lot of the industry investments got shut down in 2023 because of really poor pricing and really poor margins.
Sumit Sadana, Micron
Keine neue Fab vor drei Jahren = heute keine Kapazität
Da neue Fabriken und deren Ausrüstung gern vier Jahre Zeit benötigen, ist es diese Kapazität, die heute fehlt. Nun müssen alle Speicherhersteller der Nachfrage gerecht werden, die durch KI zudem noch unvorhersehbar stark explodiert ist. Dass die Speicherhersteller derzeit aufgrund der Knappheit außergewöhnlich hohe Gewinne erzielen, lässt sich kaum bestreiten.
Micron schrieb in dieser Woche erneut Rekordzahlen, der Gewinn stieg auf 28,24 Milliarden US-Dollar. Dass es Apple dabei nicht schlechter geht, zeigt ein Blick auf den Gewinn: 29,35 Milliarden US-Dollar waren es im letzten Quartal. Der Unterschied von Apple zu Micron ist, dass sie solche Gewinne seit Jahren ohne Unterbrechung erzielen und auf riesigen Geldreserven sitzen. Micron, Samsung und SK Hynix haben zudem in der Speicherbranche einen Stand, der einem Kartell gleicht und können so viele Dinge direkt diktieren, weshalb sie schon oft Bestandteil von Untersuchungen waren. So schwarz-weiß, wie Apple aber auch Micron die Geschichte erzählen wollen, ist es letztlich also nicht. Das ist in der Politik in den USA inzwischen ebenfalls angekommen.
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Prof. Dr. Moritz Hennemann: Bundestag hat neuen Datenschutzbeauftragten gewählt

Der Deutsche Bundestag hat den Rechtswissenschaftler Prof. Dr. Moritz Hennemann zum neuen Bundesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit (BfDI) gewählt. Er tritt die Nachfolge von Prof. Dr. Louisa Specht-Riemenschneider an, die ihr Amt aus gesundheitlichen Gründen Ende September niederlegen wird.
Mehrheit deutlich erreicht
Die Bundesregierung hatte Hennemann am 24. Juni 2026 offiziell für das Amt vorgeschlagen. Bei der gestrigen Wahl (PDF) entfielen 391 Ja-Stimmen auf den Rechtswissenschaftler. 122 Abgeordnete stimmten gegen seine Wahl, weitere 77 enthielten sich. Erforderlich war die Zustimmung von mindestens 316 Abgeordneten. Bevor Hennemann sein neues Amt antreten kann, muss ihn noch der Bundespräsident ernennen. Das Bundesdatenschutzgesetz schreibt hierfür umfassende Qualifikationen und praktische Erfahrung im Datenschutzrecht sowie die Befähigung zum Richteramt oder zum höheren Verwaltungsdienst vor. Die Amtszeit beträgt fünf Jahre.
Hennemann wurde von der CDU/CSU vorgeschlagen und von der SPD mitgetragen. Als wesentlicher Grund für die Ablehnung mancher Abgeordneter gilt seine wissenschaftliche Haltung. So zählt Hennemann zu den schärferen Kritikern der Europäischen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), die er mehrfach als „Innovationshemmnis“ bezeichnet hat. Seine Ernennung wurde deshalb in datenschutzpolitischen Kreisen kontrovers diskutiert.
Professor und Richter
Für andere gilt Hennemann hingegen als ausgewiesener Experte für Informations-, Medien- und Datenschutzrecht. Nach seinem Studium in Heidelberg, Krakau und Oxford war er unter anderem als wissenschaftlicher Mitarbeiter, Rechtsanwalt und Gastwissenschaftler an der Harvard Law School tätig. Nach seiner Habilitation an der Universität Freiburg leitete er den Lehrstuhl für Europäisches und Internationales Informations- und Datenrecht an der Universität Passau sowie die dortige Forschungsstelle für Rechtsfragen der Digitalisierung. Aktuell lehrt er als Professor für Zivilrecht mit den Schwerpunkten Informations-, Medien- und Internetrecht an der Universität Freiburg und leitet dort als Direktor das Institut für Medien- und Informationsrecht. Zusätzlich ist er als Richter im Nebenamt am Oberlandesgericht Karlsruhe tätig.
Der neue Datenschutzbeauftragte vertritt einen eher wirtschafts- und innovationsorientierten Datenschutz, bei dem Daten stärker als ökonomisches Gut betrachtet werden. Ebenso spricht er sich wie seine Vorgängerin für eine „Datenrealpolitik“ aus.
Vorgängerin scheidet frühzeitig aus
Die bisherige Bundesdatenschutzbeauftragte Louisa Specht-Riemenschneider hatte bereits im März 2026 aus gesundheitlichen Gründen ihren Rücktritt angekündigt. Nach eigenen Angaben wird sie ihre Aufgaben jedoch noch bis Ende September wahrnehmen, um einen geordneten Übergang zu ihrem Nachfolger sicherzustellen.
Vielfältige Aufgaben
Der Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit überwacht die Einhaltung des Bundesdatenschutzgesetzes und weiterer Datenschutzvorschriften. Zu seinen Aufgaben gehören außerdem die Beratung von Bundestag, Bundesrat und Bundesregierung in Datenschutzfragen, die Bearbeitung von Beschwerden von Bürgern sowie die Zusammenarbeit mit Datenschutzaufsichtsbehörden in Deutschland und der Europäischen Union. Darüber hinaus informiert die Behörde die Öffentlichkeit über Datenschutzrechte und beobachtet Entwicklungen in der Informations- und Kommunikationstechnologie im Hinblick auf den Schutz personenbezogener Daten.
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