Apps & Mobile Entwicklung
Preis-Leistungs-Kracher: Tapo C660 im Test
Die Tapo C660 positioniert sich als moderne Outdoor-Überwachungskamera für alle, die ihr Zuhause zuverlässig im Blick behalten möchten. Sie verspricht eine flexible Installation ohne aufwendige Verkabelung. Überzeugt die Tapo C660 in der Praxis?
Komfort, Übersicht und eine möglichst zuverlässige Erkennung von relevanten Ereignissen stehen bei der Überwachungskamera Tapo C660 im Vordergrund. Zusätzlich übernimmt ein integriertes Solarpanel die Stromversorgung. Überzeugen auch die smarten Funktionen der Tapo C660?
Pro
- Simple Montage
- Starkes Preis-Leistungs-Verhältnis
- Solarpanel im Kit dabei
- Gute Bildqualität
Contra
- Ungesicherter microSD-Kartenslot
- Optionales Abo-Modell vorhanden
Preis und Verfügbarkeit der Tapo C660
Die Tapo C660 ist bereits im Handel erhältlich und kostet nach unverbindlicher Preisempfehlung 139,90 Euro. Bei Amazon ist der Preis bereits auf knapp 100 Euro gefallen.
Design und Verarbeitung der Tapo C660
Die Tapo C660 ist auf keinen Fall eine kleine Kamera. Vielmehr handelt es sich um eine kabellose Outdoor-Überwachungskamera mit kräftigem Aufbau. Hier sehe ich eventuell einen Nachteil, wenn es um den Montageplatz geht. Stichwort Montage: Ihr könnt die C660 dank der praktischen Halterung, sowohl an der Decke als auch an der Wand montieren.
Zusätzlich hilft ein mitgeliefertes Solarpanel, die Kamera dauerhaft zu betreiben, ohne dass ein Netzteil nötig ist. Das Panel bietet laut dem Hersteller ausreichend Leistung, um den 10.000-mAh-Akku zu laden. Hier sollen täglich etwa 45 Minuten Sonne ausreichen. Ein letztes Wort noch zum Thema Outdoor: Durch die IP65-Zertifizierung ist die Überwachungskamera gegen Staub und Spritzwasser geschützt.

Die Tapo C660 bietet eine Schwenk- und Neigemechanik. Tapo erreicht einen großen Bildwinkel von 360 Grad in der Horizontalen und 90 Grad in der Vertikalen. Ihr habt also eine große Rundumsicht über einen wirklich großen Bereich. Vor der Einrichtung in der Tapo-App solltet Ihr noch eine microSD-Karte in die Kamera einlegen und anschließend den QR-Code über die Tapo-App scannen. In der Tapo-App benötigt Ihr Eure WLAN-Daten. Zusätzlich müsst Ihr Euch einen Account erstellen.
Funktionen der Tapo-App
Die Tapo-App ist der zentrale Steuerungs- und Verwaltungsort für die C660. Eine lokale KI erkennt zuverlässig, ob es sich bei einer Bewegung um eine Person, ein Haustier oder ein Fahrzeug handelt. Dadurch sollen Fehlalarme im Alltag deutlich reduziert werden. Passend dazu können Push-Benachrichtigungen gezielt nach Objekttyp gefiltert werden, sodass nur wirklich relevante Ereignisse auf Eurem Smartphone landen. Alle erfassten Clips werden übersichtlich in einer Timeline dargestellt, die nach Zeit sortiert ist und eine schnelle Orientierung ermöglicht.

Zusätzlich unterstützt die Kamera eine intelligente Bewegungsverfolgung. Erkennt sie ein Objekt, folgt sie diesem automatisch per Schwenk- und Neigemechanik. Ergänzt wird dies durch einen Patrouillen-Modus, bei dem die Kamera mehrere zuvor festgelegte Positionen nacheinander anfährt, um größere Bereiche systematisch zu überwachen.

Beim Aufnahmemodus setzt TP-Link auf einen Kompromiss aus Sicherheit und Energieeffizienz. Die Kamera zeichnet standardmäßig kontinuierlich im Zeitraffer mit etwa einem Bild pro Sekunde auf und schaltet bei erkannter Bewegung automatisch auf eine flüssigere Echtzeitaufnahme mit rund 15 Bildern pro Sekunde um. Dieses Vorgehen spart Akkuleistung, ohne relevante Ereignisse zu verpassen.
Speichermöglichkeiten bei der Tapo C660
Für die Speicherung der Aufnahmen stehen sowohl lokale als auch cloudbasierte Lösungen zur Verfügung. Videoclips lassen sich auf einer microSD-Karte mit bis zu 512 GB sichern oder optional über die kostenpflichtige Tapo-Care-Cloud speichern, deren Abonnement laut Test bei rund 2,99 Euro pro Monat beginnt.
Wenn Ihr auf einen microSD-Speicher setzt, spart Ihr natürlich Geld, aber lauft Gefahr, dass Einbrecher die microSD-Karte samt Beweismaterial klauen. Ungünstigerweise ist sie wie bei vielen smarten Sicherheitskameras nicht über eine Schraube oder eine Sicherung geschützt.

In puncto Konnektivität zeigt sich die Kamera modern ausgestattet: Sie unterstützt Wi-Fi 6 und kann sowohl im 2,4-GHz- als auch im 5-GHz-Band betrieben werden, was eine stabile und schnelle Verbindung ermöglicht. Im gesamten Testzeitraum hatten wir keine Probleme hinsichtlich der Verbindung.
Bild- und Tonqualität der Tapo C660
Die Tapo C660 überzeugt im Alltag vor allem durch ihre hohe Bildqualität. Mit einer 4K-Auflösung von 3.840 × 2.160 Pixeln beziehungsweise 8 Megapixeln liefert die Kamera sehr scharfe und detailreiche Aufnahmen. Damit ist die zuverlässige Erkennung von Objekten, Personen oder Gesichtern überhaupt kein Problem. Das diagonale Sichtfeld von 105 Grad sorgt für eine gute Übersicht über den überwachten Bereich, während der bis zu 18-fache digitale Zoom auch weiter entfernte Details erkennbar macht.

Auch bei Dunkelheit zeigt sie sich leistungsstark: Dank Farbnachtsicht mit Starlight-Sensor, integriertem Starlight-Chip und lichtstarkem F1,6-Objektiv entstehen lebendige Nachtszenen mit realistischen Farben. Ergänzt wird dies durch integrierte Spotlights, die bei Bedarf zusätzliches Licht liefern.
Für die Nachtsicht stehen insgesamt drei verschiedene Modi zur Verfügung. Neben klassischen Infrarot-LEDs für kontrastreiche Schwarz-Weiß-Aufnahmen bei völliger Dunkelheit kann die Kamera mithilfe der Flutlicht-LEDs auch bei Nacht farbige Bilder erzeugen. Darüber hinaus ermöglicht die Restlichtverstärkung in Form der sogenannten Starlight Color Vision eine Farbnachtsicht selbst ohne zugeschaltetes Flutlicht, sofern noch minimale Umgebungshelligkeit vorhanden ist.
Fazit: Lohnt sich die Tapo C660?
Ja, das tut sie. Tapo bietet die C660 für 139,90 Euro an. Meiner Meinung nach ist das die beste Überwachungskamera für unter 150 Euro. Denn die Tapo C660 überzeugt mit zahlreichen praktischen Funktionen, die man sich bei einer smarten Überwachungskamera wünscht. Darüber hinaus punktet sie mit einer ausgezeichneten Bildqualität, auch bei Nacht.

Was die App angeht, bietet Tapo das gewohnt umfangreiche Gesamtpaket. Allerdings gibt es im Bereich Smart-Home-Integration noch Nachholbedarf, weil Tapo sich zu sehr auf sein eigenes Ökosystem verlässt. Hier würde der Matter-Support immens helfen. Ansonsten macht Tapo mit der C660 nichts falsch. Preislich liegt die Kamera bei 139,90 Euro. Bei Amazon ist der Preis mehrfach auf circa 100 Euro gefallen.
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Sony WF-1000XM6 im Test – ComputerBase
Im Test überzeugen die Sony WF-1000XM6 mit dem besten ANC auf dem Markt und können auch klanglich im Vergleich zum Vorgänger noch einmal zulegen. Das neue Ladecase und das neue Design der Ohrhörer wird hingegen nicht jeden überzeugen.
Die WF-1000XM6 sind Sonys neue Flaggschiff-In-Ear-Kopfhörer, die die 2023 erschienenen WF-1000XM5 (Test) beerben. Mit neuem Prozessor, mehr Mikrofonen und neuem Design verspricht der Hersteller den Klang, das Noise Cancelling und die Sprachqualität abermals verbessert zu haben. Extrem viele Funktionen und Extras bietet auch das neue Modell. Auch die Sony WF-1000XM6 sichern sich deshalb erneut eine Spitzenbewertung im Test.
In Schwarz und Platin-Silber sind die Sony WF-1000XM6 inzwischen im Handel erhältlich. Die unverbindliche Preisempfehlung beträgt 299 Euro. Der Handel unterbietet diese UVP bisher nur vereinzelt, derzeit startet der günstigste Preis ab 288 Euro.
Die Neuerungen des Sony WF-1000XM6
Nach dem umfangreichen Test des Vorgängers wird in diesem Test abseits der Messungen und des subjektiven Eindrucks vor allem auf die Unterschiede des neuen Modells zu diesem eingegangen.
Neuer Prozessor und mehr Mikrofone für besseres ANC
Ein wichtiger Aspekt des WF-1000XM6, der viele der Änderungen und Verbesserungen ermöglicht, ist der neue QN3e-Prozessor, der auf den QN2e in den XM5 folgt und deutlich mehr Rechenleistung bieten soll. Er wird mit dem V2-Prozessor für die Signalverarbeitung und nunmehr acht statt bisher sechs Mikrofonen in den Ohrhörern kombiniert. Bei den WF-1000XM6 sind nun nämlich je Ohrhörer zwei Mikrofone nach außen und zwei nach innen gerichtet, was die aktive Geräuschunterdrückung (ANC) verbessern soll. Für das Noise Cancelling hat Sony auch einen neuen Algorithmus entwickelt, der die Ohrform und Umgebung besser berücksichtigen soll. Auch der Transparenzmodus (Ambient Sound) soll von diesen Neuerungen profitieren und passt die Lautstärke der Umgebung nun adaptiv der Umgebung an. In lauten Umgebungen sollen störende Hintergrundgeräusche so weiter herausgefiltert werden, während Ansagen und Gespräche klarer hervortreten sollen.
Neuer Treiber für besseren Klang
Für einen besseren Klang setzt Sony neben dem neuen QN3e mit besserer Signal-to-Noise-Ratio und der 32-Bit-Verarbeitung des V2 anstelle der 24 Bit beim Vorgänger auch auf einen neu entwickelten Audio-Treiber in den Ohrhörern. Dieser misst 8,4 mm im Durchmesser. Auch auf LDAC und LE Audio mit LC3 als Alternative zum klassischen Bluetooth muss in den WF-1000XM6 für Hi-Res Audio nicht verzichtet werden, sofern man kein iPhone nutzt. Wenn in der Sound-Connect-App die Funktion „Priorität auf Klangqualität“ aktiviert wird, wird der je nach Gerät bestmögliche Codec genutzt. „Priorität auf stabile Verbindung“ aktiviert hingegen SBC/AAC statt LDAC zwingend auch unter Android. Den Frequenzgang gibt Sony mit 20-20.000 Hz bei SBC/AAC und 20-40.000 Hz bei LDAC an.
Für die Funkverbindung nutzt Sony wieder Bluetooth 5.3, wobei eine vergrößerte Antenne in den Ohrhörern den Empfang verbessern soll. Die WF-1000XM6 unterstützen zudem Bluetooth Multipoint, um mit zwei Endgeräten gleichzeitig verbunden sein zu können, was einen nahtlosen Wechsel zwischen diesen ermöglicht. Auch Auracast wird unterstützt, was sich derzeit aber nur unter Android nutzen lässt, da man verfügbare Streams über das Smartphone suchen muss und diese nicht von den WF-1000XM6 direkt erkannt werden.
Wer selbst Hand an den Klang anlegen möchte, dem steht ein 10-Band-Equalizer zur Verfügung. Und minderwertige Audioquellen lassen sich wieder mit DSEE Extreme um zusätzliche Informationen anreichern. Ob dies einen Unterschied macht, der über einen Equalizer hinausgeht, wird jeder anders empfinden und hängt auch stark von der Qualität des Ausgangsmaterials ab. Im Alltag benötigt man die Information heutzutage aber nicht.
Zum ersten Mal verfügt zudem ein Modell der WF-1000X-Serie auch über einen Gaming-Equalizer für Spieler. Nicht gänzlich neu, aber auch bei den WF-1000XM6 vertreten, ist der Background-Music-Effekt, mit dem man Musik so wiedergeben kann, als würde sie leise im Hintergrund wiedergegeben. Ein nettes Extra, das sich je nach Situation anbietet, wenn man eben nicht bewusst Musik hören, sondern sich nur etwas berieseln lassen möchte. Auch Spatial Audio alias 360 Reality Audio mit Head-Tracking fehlt dem neuen Modell wie dem Vorgänger nicht. Auf Wunsch wird der Klang also nicht nur räumlicher, sondern passt sich auch entsprechend der Kopfbewegungen des Trägers an. Änderungen an der funktionierenden Umsetzung gibt es dabei jedoch nicht.
AI-Beamforming für bessere Telefonie
Für eine bessere Sprachqualität bei der Telefonie setzt Sony nicht nur auf mehr Mikrofone, sondern auch auf AI Beamforming Noise Reduction, das zwischen Stimme und Umgebungsgeräuschen unterscheiden kann. Dabei unterstützt auch ein Knochenschallsensor in den Ohrhörern, der auch zwischen eigener und fremder Stimmen zu unterscheiden hilft. Windgeräusche sollen sich durch das Mesh über die äußeren Mikrofone möglichst wenig übertragen.
Darüber hinaus kann man während eines Telefonats die Mikrofone auch jederzeit über ein doppeltes Antippen der Ohrhörer deaktivieren, etwa um einen Gruppenanruf in lauter Umgebung nicht fortwährend zu stören.
Kleineres Design für bessere Passform
Auch das Design der WF-1000XM6 hat Sony im Vergleich zu den WF-1000XM5 noch einmal deutlich überarbeitet. Die neuen In-Ear-Kopfhörer sind 11 Prozent schmaler als der Vorgänger, so dass sie besser in die Ohren passen. Allerdings ragen sie dafür auch weiter heraus, tragen also optisch mehr auf als der Vorgänger. Sony liefert Ohrstöpsel in vier Größen mit, wobei es sich erneut um dünne Memory-Foam-Aufsätze handelt. Auf diese Weise versucht Sony erneut die Vorzüge der Memory-Foam-Aufsätze mit weniger drückenden Silikonaufsätzen zu vereinen. Wie viel Druck sie erzeugen, hängt auch von der Wahl der Größe ab. Im Test tragen sich kleinere Exemplare deutlich angenehmer, dichten das Ohr aber ebenfalls hervorragend ab.
Im Test halten die WF-1000XM6 im Alltag zwar gut in den Ohren, sitzen aber nicht so fest, dass sie uneingeschränkt für Sport genutzt werden können. Bei schnellen Kopfbewegungen muss der Sitz nachjustiert werden – ein Umstand, der aber bei jedem unterschiedlich sein kann.
Zudem hat Sony eine neue Belüftungsstruktur umgesetzt, die dafür sorgen soll, dass sich Körpergeräusche weniger auf die Kopfhörer übertragen und man sich unter den Kopfhörern weniger isoliert fühlt. Im Test werden Schrittgeräusche nicht gänzlich vermieden und sind wahrnehmbar, wenn gerade keine Musik wiedergegeben wird. Die Isolation unter den Kopfhörern ist zudem hoch, einfach da sie die Umgebung selbst ohne aktiviertes ANC bereits weitgehend ausblenden. Es ist aber mehr ein Gefühl der Stille als ein ausgeprägter Tauchglockeneffekt.
Die WF-1000XM6 sind nach IPX4 gegen Spritzwasser geschützt, können also bei leichtem Regen getragen werden, dürfen aber beim Joggen nicht in eine Pfütze fallen oder gar bewusst zur Reinigung untergetaucht werden.
Kantiges Ladecase
Auch das Design des Ladecases wurde überarbeitet und fällt entgegen dem allgemeinen Trend deutlich kantiger aus. Das sorgt dafür, dass man es nicht so gern in der Hosentasche verstaut, sondern lieber in Jackentasche oder Rucksack. Die weit aus dem Case ragenden Ohrhörer lassen sich gut aus diesem entnehmen, ohne dass sie hinterher aus den Fingern gleiten.
Geladen wird das Case wahlweise per Wireless Charging über die schmale Unterseite oder über USB-C neben dem Pairing-Button an der Rückseite. Eine LED an der Vorderseite gibt Aufschluss über den Ladestand.
8 Stunden Akkulaufzeit mit einer Ladung
Die Akkulaufzeit der Ohrhörer gibt Sony mit bis zu 8 Stunden mit einer Akkuladung an. In Verbindung mit dem Ladecase soll diese auf bis zu 24 Stunden steigen. Das ist allerdings nicht mehr als auch beim Vorgänger, den WF-1000XM5, und deren Vorgängern, den WF-1000XM4, bereits angepriesen wurde. Ein Schnellladen sorgt dafür, dass nach 5 Minuten am Strom, Energie für eine Stunde Musikwiedergabe bereitsteht.
ComputerBase hat die Akkulaufzeit wie üblich bei mittlerer Lautstärke, aktiviertem ANC und mit einem bunten Musikmix getestet und kommt auf 8 Stunden und 33 Minuten mit einer Akkuladung – das entspricht in etwa dem Vorgänger. Wird ANC deaktiviert, halten die Ohrhörer im Test 12 Stunden und 44 Minuten durch. Für derart leistungsfähige Kopfhörer wie die WF-1000XM6 kann die Akkulaufzeit weiterhin als überdurchschnittlich angesehen werden.
Für die zahlreichen anderen Funktionen, die auch die Sony WF1000XM6 erneut bieten, sei auf den Test der WF-1000XM5 verwiesen, da sich in dieser Hinsicht nichts Grundlegendes geändert hat. Dies umfasst Funktionen wie Speak-to-Chat, das die Musikwiedergabe pausiert und auf Transparenz schaltet, sobald der Träger anfängt zu reden, die adaptive Geräuschsteuerung, die erkennt, wo sich der Nutzer gerade befindet, und passend den Transparenzmodus oder das ANC ein und ausschaltet.
Bedienung und Einzelnutzung
Bei der Bedienung der WF-1000XM6 vertraut Sony erneut sowohl auf Touch als auch Sensoren, die eine automatische Steuerung wie etwa Auto-Play/Pause und Speak-to-Chat ermöglichen. Die Touchbedienung unterscheidet zwischen ein- und mehrfachem Drücken und Halten. Wischgesten nach oben und unten oder rechts und links, etwa für die Lautstärke oder Vor/Zurück unterstützen Sonys Kopfhörer jedoch nicht, weshalb mehrfaches Tippen notwendig ist.
Ab Werk ist der rechte Ohrhörer für die Wiedergabe- und der linke für die Umgebungsgeräuschsteuerung konfiguriert – also wie beim Vorgänger. Diese Konfiguration lässt sich in der Sound-Connect-App anpassen, wobei Sony nun auch eine komplett eigene Belegung ohne Vorauswahl ermöglicht. Ein Vorteil gegenüber dem Vorgänger, der zum Start ausschließlich über Profile angepasst werden konnte.
Sony hat dabei bis zu vierfaches Tippen vergeben, um die Lautstärke steuern zu können. Das ist im Alltag umständlich und führt zu Fehleingaben, wenn man nicht konzentriert tippt. Aber über die Anpassungsmöglichkeiten kann dies jeder so einstellen, wie er möchte.
In der App lassen sich zudem wieder Kopfgesten aktivieren. Neben dem Annehmen und Ablehnen von Anrufen kann nun auch die Wiedergabe von Scene-based Listening und Text-to-Speech abgebrochen werden.
Auto-Pause und Auto-Play über Sensoren
Die WF-1000XM6 verfügen über kapazitive Sensoren an der Innenseite, die erkennen, wenn ein Ohrhörer eingesetzt oder aus dem Ohr genommen wird. Der Vorgänger nutzte hierfür noch IR-Sensoren. Sobald man einen Ohrhörer aus dem Ohr nimmt, pausiert so die Wiedergabe. Setzt man ihn wieder ein, startet auch die Wiedergabe wieder. Möchte man diese Funktion nicht verwenden, lässt sie sich in der App deaktivieren. Im Test funktioniert die Erkennung über die neuen Sensoren schnell und zuverlässig.
Sehr gute Einzelnutzung
Beide Ohrhörer lassen sich problemlos auch einzeln nutzen. Der Wechsel von Mono auf Stereo und andersherum erfolgt völlig unterbrechungsfrei und wird nicht durch Signaltöne gestört, sofern Auto-Pause in der App deaktiviert ist. Ist es aktiviert, pausiert auch die Wiedergabe, wenn von zwei auf einen Ohrhörer gewechselt wird.
Viele Funktionen in altmodischer App
Die Sound-Connect-App ist Schaltzentrale all dieser Funktionen. Ihre Optik mit einer langen Liste der Geräteeinstellungen wirkt zu altmodisch, aber immerhin ist sie funktional. Auch wenn man manche Einstellungen, auf die man auch im Startbildschirm der App zugreifen kann, dann doppelt vorfindet. Auf alle Funktionen soll an dieser Stelle nicht noch einmal eingegangen werden, nur auf ausgewählte.
Während man das ANC in der App nicht manuell steuern kann, lässt sich die Stärke des Transparenzmodus hingegen manuell auswählen, wenn gewünscht. Der Klang kann über einen 10-Band-Equalizer entweder selbst oder über Profile angepasst werden. Die richtige Wahl der Ohreinsätze lässt sich mit einem Passtest prüfen.
Im Test kommt Firmware 1.5.0 der WF-1000XM6 zum Einsatz.
Tragekomfort und Verarbeitung
Wie bereits erwähnt sind die WF-1000XM6 kleiner geworden, ragen dafür aber weiter aus dem Ohr heraus. Mit den richtigen Memory-Foam-Aufsätzen tragen sie sich angenehm, dichten aber trotzdem auch ohne ANC schon enorm ab. Hier fragt man sich zunächst tatsächlich, ob nicht bereits ANC aktiviert ist. Beim Tester halten die WF-1000XM6 zwar bei leichter körperlicher Aktivität gut, bei stärkerer jedoch nicht. Zudem trägt sich der Vorgänger bei diesem individuellen Test angenehmer als der Nachfolger. Welche Form mehr zusagt, hängt aber schlussendlich vom eigenen Ohr ab.
Die Verarbeitung der WF-1000XM6 ist erneut sehr gut und gibt keinen Grund zur Kritik.
Hervorragender Klang
Klanglich enttäuschen die Sony WF-1000XM6 nicht, ganz im Gegenteil. Beim Bass gehen sie tief hinab und spielen auch untere Frequenzen noch gut aus. Gleichsam dröhnt der Bass nicht, sondern wird klar und sauber ausgespielt. Klanglich wird der Bass betont, aber nicht ausschließlich. Denn auch die Höhen klingen etwas verstärkt, bleiben dabei aber warm und sind nicht zu hart. Im direkten Vergleich kitzelt Sennheiser die Höhen noch etwas stärker und klarer heraus als Sony – was auch nicht jedem gefällt.
Die Sony WF-1000XM6 erweisen sich im Test auch wieder als echter Allrounder, der jede Musikrichtung problemlos meistert. Feinheiten werden sehr gut ausgespielt, die erzeugte Bühne klingt breit, die Dynamik ist hervorragend, Stimmen sind klar und prägnant und auch bei der Präsenz und Tonalität überzeugt das neue Modell.
Analyse des Frequenzverlaufs
Auch bei den kabellosen In-Ear-Kopfhörern führt ComputerBase Messungen zum Frequenzverlauf durch. Hierfür wird auf das miniDSP Headphone & Earphone Audio Response System (H.E.A.R.S.) in Verbindung mit der Software REW zurückgegriffen. Hierbei handelt es sich nicht um eine IEEE-standardisierte Messstation. Sie liefert jedoch gute Vergleichswerte, die insbesondere eine Vergleichbarkeit der betrachteten Kopfhörer untereinander ermöglicht. Die Mikrofone im rechten und linken Ohr des miniDSP H.E.A.R.S. sind kalibriert. Da das miniDSP H.E.A.R.S. kein Innenohr modelliert, sondern über einen geraden Gehörgang verfügt, sind die Messungen allein kein ausreichendes Kriterium, den Klang abschließend zu beurteilen, sondern können nur als Ergänzungen zu den Schilderungen gesehen werden. Auch Klarheit und Dynamik lassen sich nicht bewerten.
Der Schalldruck ist bei allen Kopfhörern bei 300 Hz auf circa 84 dB kalibriert – nicht alle In-Ears lassen sich hier auf genau 84 dB einstellen, so dass eine Abweichung von 1 dB nach oben und unten in Kauf genommen werden muss. Alle Messungen werden nach Herstellervorgaben von 20 Hz bis 20 kHz mehrfach und mit unterschiedlichen Ohrhörerpositionen durchgeführt, um diese Einflüsse zu berücksichtigen und einen schlechten Sitz zu erkennen. Bei In-Ears zeigt sich dieser schnell in starken Ausreißern, einem unsauberen Frequenzverlauf oder völlig fehlendem Bass bei schlechter Abdichtung. Die Ergebnisse sind aus fünf Messungen je Seite bei bestem festgestellten Sitz gemittelt und geglättet. Eine gerade Linie bei 84 dB entspräche messtechnisch einer neutralen Präsentation der Frequenzen, die in der Realität aber nie erreicht wird.
Der Frequenzverlauf der WF-1000XM6 zeigt wie beim Vorgänger eine leichte Anhebung beim Tiefbass und eine etwas stärkere im Präsenzbereich. Dadurch wirkt der Klang transparent und definierter. Die Absenkung bei circa 8 kHz sorgt hingegen dafür, dass es nicht sofort zu störenden Zischlauten kommt. Die generelle Abstimmung der Kopfhörer hat sich mit dem neuen Modell somit nicht geändert.
Das ANC filtert hohe Frequenzen besser
Bei der aktiven Geräuschunterdrückung, dem ANC, legen die WF-1000XM6 tatsächlich im Vergleich zum bereits hervorragenden Vorgänger noch eins drauf. Wie erwähnt ist schon die passive Isolierung der kabellosen In-Ear-Kopfhörer mit ihren Memory-Foam-Aufsätzen hervorragend. Mit ANC wird es dann aber richtig stumm um den Träger.
Tiefe Frequenzen filtern die WF-1000XM6 fast vollständig heraus. Aber das kann auch die Konkurrenz inzwischen sehr gut und hier werden die Unterschiede selbst zu deutlich günstigeren Kopfhörern inzwischen immer geringer. Doch Sony vermag es mit den WF-1000XM6 erneut, auch hohe Frequenzen besser zu dämpfen als die Konkurrenz – und als mit den WF-1000XM5. In vielen Situationen hört man seine Umgebung unter den WF-1000XM6 so tatsächlich gar nicht mehr oder nur noch sehr leise im Hintergrund. Ein störendes Grundrauschen bei aktiviertem ANC weisen die WF-1000XM6 nicht auf.
Wer insbesondere Wert auf ein möglichst effektives ANC legt, ist mit den Sony WF-1000XM6 bestens beraten.
Windgeräusche werden übertragen
Windgeräusche werden bei aktiviertem ANC auf die Ohren des Trägers übertragen. Zwar gedämpft, aber hörbar. Mit den außenliegenden Mikrofonen ist es dabei quasi auch gleichgültig, aus welcher Richtung der Wind kommt. Eine spezielle Funktion, um Windgeräusche stärker zu reduzieren, die es bei den WF-1000XM4 noch gab, weisen die XM6 wie die XM5 nicht auf.
Sehr guter Transparenzmodus
Der Transparenzmodus der WF-1000XM6 lässt sich in der Intensität anpassen und überzeugt im Alltag mit einem äußerst natürlichen Klang der Umgebung. Auf höchster Stufe wird zwar erneut auch das Grundrauschen verstärkt, aber die Umgebung klingt in der Tat wie ohne Kopfhörer.
In der App kann für den Transparenzmodus zudem wieder die Option „Fokus auf Stimme“ aktiviert werden, was mittlere Frequenzen verstärkt. Aber dann nicht nur von Stimmen, sondern auch von der restlichen Umgebung, was je nach Umgebung wie vorbeifahrenden Autos unerwünscht sein kann.
An öffentlichen Orten, an denen man seine Umgebung wahrnehmen möchte, ist der Transparenzmodus der WF-1000XM6 im Alltag sehr gut nutzbar.
Auch für den Transparenzmodus gilt jedoch, dass direkter, schneller Wind auf die Ohren übertragen wird. Etwa auf dem Fahrrad nützt dann auch das Mesh-Gitter über den Mikrofonen wenig. Am wenigsten Probleme mit Wind haben die WF-1000XM6, wenn man sowohl den Transparenzmodus als auch das ANC deaktiviert. Die Umgebung ist dann aber kaum noch wahrnehmbar.
Bessere Telefonie
Beim Vorgänger, den WF-1000XM5, musste ComputerBase noch die Telefonie kritisieren, die erst mit einem Firmware-Update gute Ergebnisse erzielte. Die Sprachqualität konnte für ein Flaggschiff nicht überzeugen und Sony blieb hier hinter der Konkurrenz zurück. Mit mehr Mikrofonen will Sony auch die Qualität der Telefonie deutlich verbessert haben – die Erwartungen sind also hoch.
Die WF-1000XM6 bieten nun vom Start weg eine gute, wenn auch keine perfekte Telefonie. Die Umgebung wird stark gefiltert und dringt kaum ans andere Ende zum Hörer durch. Darunter leidet mitunter die Sprachqualität des Sprechers, da die Stimme in ihrem Klang und der Lautstärke je nach Hintergrundgeräuschen etwas variiert. Der Träger ist bei Anrufen dafür jedoch auch in lauterer Umgebung gut zu verstehen.
Latenz der WF-1000XM6
Mit SBC, AAC, LDAC und LC3 bieten die WF-1000XM6 viele Codecs zur Auswahl. Mit LE Audio und LC3 steht potenziell auch eine niedrigere Latenz auf dem Datenblatt, denn dieses kann nun mit allen Geräten, die LE Audio unterstützen, genutzt werden.
Mit LE Audio und LC3 werden im Test Latenzen von 80 bis 100 ms gemessen. Das ist zwar schneller als mit den anderen Codecs, ein leichter Versatz bleibt aber zu erkennen, wenn die Software ihrerseits keine Synchronisation zwischen Bild und Ton vornimmt.
Fazit
Sony verbessert sein In-Ear-Flaggschiff mit den WF-1000XM6 weiter und liefert erneut eine der besten, wenn nicht die beste aktive Geräuschunterdrückung (ANC) auf dem Markt. Gleichzeitig ist auch der Klang etwas besser, da der Bass klarer und sauberer klingt als beim Vorgänger. Weder klanglich, noch beim ANC, dem Transparenzmodus oder den zahlreichen Funktionen gibt es somit etwas zu bemängeln. Auch die Akkulaufzeit fällt mit fast 9 Stunden bei aktiviertem ANC sehr gut aus, auch wenn es hier keine Verbesserungen zu vermelden gibt. Mit LE Audio mit LC3 und Auracast unterstützt Sony zudem die neuen Audiostandards und bietet mit LDAC abseits vom iPhone auch einen HD-Codec.
Ein Aspekt, der im Test nicht gänzlich positiv auffiel, ist jedoch das neue Design. Auch wenn die Ohrhörer der WF-1000XM6 schmaler als bei den WF-1000XM5 sind, ragen sie dafür nun weiter aus dem Ohr heraus und sitzen – zumindest beim Tester – nicht mehr so stabil im Ohr wie der Vorgänger. Und auch das kantige Ladecase, das zwar Wiedererkennungswert besitzt, ist im Alltag weniger für die Hosentasche geeignet als beim Vorgänger.
Mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 299 Euro sind die WF-1000XM6 günstiger als der Vorgänger zum Start, dessen UVP bei 319 Euro lag. Im Handel sind die Sony WF-1000XM6 derzeit ab 288 Euro erhältlich. Weiterhin empfehlenswert sind aber auch die Vorgänger und der Sony WF-1000XM5 ist derzeit bereits ab 169 Euro erhältlich, was ihn durchaus zu einer günstigeren Option macht.
- Ausgezeichneter Klang
- Hervorragendes ANC
- Sehr guter Transparenzmodus
- Sehr gute Akkulaufzeit
- Auto-Play und Auto-Pause
- Wireless Charging & Schnellladen
- LE Audio mit LC3 und Auracast
- Multipoint
- Fast Pair und Swift Pair
- Anpassbare Bedienung
- Sehr gute Verarbeitung
- Sehr gute Einzelnutzung
- Angenehmes Tragegefühl
- Viele Optionen in der App
- Kantiges Ladecase
- Kein fester Halt beim Sport
- Unübersichtliche App
ComputerBase hat die WF-1000XM6 leihweise von Sony zum Testen erhalten. Eine Einflussnahme des Herstellers auf den Test fand nicht statt, eine Verpflichtung zur Veröffentlichung bestand nicht.
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Amazon Kindle Scribe: Per ÜSB übertragene PDF-Dateien nun beschreibbar

Das Update 5.19.2 für den Kindle Scribe liegt bereits einige Tage zurück, doch da Amazon nur selten detaillierte Angaben zu Updates macht, kommen Neuerungen nur nach und nach ans Tageslicht. So auch bei der Änderung, bei der sich per USB übertragene PDF-Dateien nun ebenfalls bearbeiten und beschreiben lassen.
Bisher nicht ohne Amazon
Bisher mussten PDF-Dateien, die auf einem Kindle Scribe mit dem Stift beschreibbar sein sollten, zwingend über „Send to Kindle“ auf die Amazon-Server hochgeladen, dort konvertiert und anschließend an das E-Note gesendet werden. Das hat die Nutzung gerade in Unternehmen deutlich erschwert, da hier Datenschutz und Geschäftsgeheimnisse eine wichtige Rolle spielen. Wer ein PDF stattdessen über die USB-Schnittstelle auf das Gerät brachte, konnte dieses lediglich betrachten, aber nicht bearbeiten.
Ohne Umwege direkt auf den Kindle
Die Kritik an dieser Einschränkung muss laut genug gewesen sein, dass Amazon seine Nutzer nun an den eigenen Servern vorbei agieren lässt. Mit der zuletzt verteilten Firmware-Version 5.19.2, die für alle Generationen des Kindle Scribe zur Verfügung steht, hat der Online-Händler seine bisherige Vorgehensweise geändert. PDF-Dateien, die per USB übertragen wurden, sind nun vollständig bearbeitbar.
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Apples MacBook Neo bringt einen geheimen Vorteil, der anderen MacBooks fehlt
Das MacBook Neo von Apple ist wohl das bahnbrechendste Produkt des Unternehmens seit Jahren. Das liegt vor allem am erschwinglichen Preis, mit dem es viele Laptops unterbietet. Aber nicht nur der Preis ist besonders, sondern auch die Design-Philosophie, die es von anderen MacBooks unterscheidet.
Das Apple MacBook Neo wird ab sofort ausgeliefert, und wir haben jetzt Zugang zur offiziellen Reparaturdokumentation, in der die Komponenten des Geräts detailliert beschrieben sind. Außerdem sind erste Teardowns des MacBook Neo aufgetaucht, die einen Eindruck davon vermitteln, wie einfach es ist, dieses preisgünstige Notebook zu zerlegen und zu reparieren.
Das MacBook Neo ist der bisher am besten reparierbare Mac
Ein neues Video des australischen YouTube-Kanals Tech Re-Nu zeigt, wie man das MacBook Neo auf bemerkenswert einfache Weise öffnen kann. Die Demontage zeigt, dass nur Standard-Torx-Schrauben verwendet werden, um den unteren Deckel zu sichern. Wenn diese entfernt werden, lässt sich die Aluminiumplatte leicht vom Hauptgehäuse abnehmen.
Im Inneren scheinen die meisten Teile modular aufgebaut zu sein und nur wenig Klebstoff zum Einsatz zu kommen. Um beispielsweise an die Hauptplatine zu gelangen, müssen nur die Flexkabel entfernt und einige Schrauben gelöst werden. Die Hauptplatine selbst ist nicht verklebt und sehr kompakt, was auch zu erwarten ist, da sie den gleichen A18-Pro-Chip wie das iPhone verwendet und nicht den Standard-Apple-M-SoC, der mehr Platz benötigt.

Auch andere Komponenten wie die Lautsprecher, die 3,5-mm-Audiobuchse, das Wi-Fi-Modul und der Akku werden durch Schrauben an ihrem Platz gehalten. Darüber hinaus zeigt der Teardown, dass das Force Touch Trackpad vollständig abnehmbar ist, während der Display-Deckel das LCD als separate Baugruppe enthält.
Insgesamt dauerte der gesamte Vorgang nur 6 Minuten, wobei mehr als 40 Schrauben verwendet wurden. Alle Komponenten wurden entfernt, mit Ausnahme der Tastatur, die in die Innenblende integriert ist. Der Dokumentation zufolge können jedoch einzelne Tasten ersetzt werden, wenn sie ausfallen – ein zusätzlicher Vorteil für die Verbraucher.
Dieses modulare Design ermöglicht einen einfachen Austausch von Teilen. Benutzer mit grundlegenden technischen Kenntnissen werden wahrscheinlich für die meisten Reparaturen keine autorisierten Servicezentren aufsuchen müssen, was über die Lebensdauer des Geräts erhebliche Kosteneinsparungen ermöglichen könnte.
Dies steht in krassem Gegensatz zum komplizierten Innenleben des MacBook Air oder MacBook Pro, bei denen die Teile oft mit dem Gehäuse verklebt, vernietet oder verlötet sind. Diese Konstruktionen führen zu komplizierten und langwierigen Reparaturen, sodass sie von unabhängigen Serviceunternehmen als wenig reparaturfreundlich eingestuft werden. Das MacBook Neo soll diesen Ruf ändern, indem es das reparaturfreundlichste Design in einem modernen Mac einführt.
MacBook-Neo-Teile sind billiger zu ersetzen
Apple hat auch die Kosten für Ersatzteile für das Neo veröffentlicht und bestätigt, dass diese günstiger sind als vergleichbare Teile für MacBook Air oder Pro Modelle. Eine Ersatzbatterie wird zum Beispiel mit 149 US-Dollar (ca. 130 €)angegeben.
Das MacBook Neo ist nicht der einzige Bereich, in dem Apple sich auf eine bessere Reparierbarkeit hinbewegt. Für neuere iPhone- und iPad-Modelle werden jetzt Originalersatzteile und Werkzeuge für die Selbstreparatur angeboten, auch wenn sich die Reparatur in Eigenregie für den Durchschnittsnutzer nach wie vor etwas schwierig gestalten dürfte.
Das reparaturfreundliche Design des MacBook Neo ist wahrscheinlich ein Vorgriff auf strengere Nachhaltigkeitsvorschriften, wie z. B. das Recht auf Reparatur in der EU und den USA. In Anbetracht der Tatsache, dass das Neo ein beliebtes Gerät sein wird, ist es ein kluger Schachzug von Apple, dafür zu sorgen, dass es den Vorschriften entspricht.
Werdet ihr euch das MacBook Neo anschaggen? Was haltet ihr vom Design? Wir möchten eure Meinungen hören.
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