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Unterseekabel: EU investiert 347 Millionen Euro in Sicherheit


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It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Nach neuen, offenbar bewusst herbeigeführten Schäden an Unterseekabeln in der Ostsee hat die EU-Kommission am Donnerstag eine umfassende Sicherheitsoffensive gestartet. Ziel ist es, die digitale Infrastruktur am Meeresgrund vor zunehmenden Risiken und vorsätzlicher Sabotage zu schützen. Da rund 99 Prozent des interkontinentalen Internetverkehrs über Seekabel abgewickelt werden, stuft die EU diese Verbindungen als essenziell für die moderne Wirtschaft und das tägliche Leben ein.

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Angesichts der instabilen geopolitischen Lage reagiert die Brüsseler Regierungsinstitution mit einem Bündel aus finanziellen Sofortmaßnahmen und neuen strategischen Richtlinien. Sie will so die Widerstandsfähigkeit des europäischen „Nervensystems“ für Daten und Energie stärken.

Im Zentrum der auf einem früheren Aktionsplan aufbauenden Initiative steht die Anpassung des Fördertopfs Connecting Europe im Bereich Digitales. Dadurch sollen insgesamt 347 Millionen Euro für strategische Seekabelprojekte bereitgestellt werden. Die Mittel werden dem Vorhaben nach dazu dienen, die Netze krisenfest zu machen und technologisch aufzurüsten. Ein Teil der Gelder, etwa 20 Millionen Euro, ist für die Ausstattung von Kabeln mit intelligenten Funktionen vorgesehen. Dabei handelt es sich um integrierte Sensoren, die in Echtzeit seismische Aktivitäten und ozeanische Daten erfassen. So soll die Infrastruktur gleichzeitig als Überwachungssystem für den Meeresboden fungieren können.

Parallel investiert die EU in die Wiederherstellungsfähigkeit nach physischen Schäden. Ein neu veröffentlichter Aufruf über 20 Millionen Euro finanziert die Entwicklung anpassungsfähiger Reparaturmodule, die strategisch in Häfen oder Werften stationiert werden können. Damit sollen die Ausfallzeiten nach Beschädigungen drastisch verkürzt werden können, um die digitale Souveränität zu wahren.

Ein Pilotprojekt für diese Reparatureinheiten startet in der Ostsee. Diese Region wurde aufgrund der gehäuften Kabelzerstörungen in den vergangenen Jahren priorisiert, bei denen der Verdacht auf gezielte feindselige Akte besteht. Dieser Förderzweig ist explizit öffentlichen Stellen mit einem Mandat zur Notfallreaktion vorbehalten, wie etwa dem Zivilschutz, nationalen Krisenagenturen, der Küstenwache oder der Marine. Damit unterstreicht die Kommission den sicherheitspolitischen Charakter der Maßnahme, die weit über eine rein wirtschaftliche Förderung hinausgeht.

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Flankiert werden die Investitionen durch einen neuen Werkzeugkasten für Kabelsicherheit. Diese Toolbox enthält sechs strategische sowie vier technische Unterstützungsmaßnahmen, auf die sich die Kommission und die Mitgliedstaaten verständigt haben. Sie basieren auf einer Risikoanalyse aus dem Herbst 2025, die verschiedene Bedrohungsszenarien, Schwachstellen und Abhängigkeiten der europäischen Infrastruktur identifiziert hat. Die enthaltenen Instrumente zielen darauf ab, die identifizierten Gefahren durch koordinierte Abwehrmechanismen zu minimieren.

Der strategische Teil konzentriert sich auf die länderübergreifende Zusammenarbeit. So sollen etwa harmonisierte Sicherheitsstandards für die Genehmigung und Wartung von Kabeln geschaffen sowie der Informationsaustausch zwischen den Mitgliedstaaten gestärkt werden. Vorgesehen ist, einheitliche Kriterien für die Zuverlässigkeit von Anbietern festzulegen und die Abhängigkeit von Drittstaaten bei kritischen Komponenten zu verringern. Auch die Koordination der nationalen Behörden bei der Überwachung des Seegebiets ist Bestandteil dieser Ebene.

Im Bereich Technik umfasst der Werkzeugkasten Aktionen wie die Implementierung fortschrittlicher Verschlüsselungstechnologien direkt an den Kabelanlandestationen und die Förderung von Systemen zur frühzeitigen Erkennung physischer Manipulationen. Zudem sollen die EU-Länder befähigt werden, ihre nationalen Überwachungskapazitäten zu modernisieren. Im Vordergrund steht hier, neben der physischen Integrität auch die Vertraulichkeit der übermittelten Datenströme zu wahren.

Zusätzlich hat die Kommission eine Liste von 13 prioritären Projektgebieten von europäischem Interesse festgelegt. Die Förderung dieser strategischen Areale ist in drei Etappen bis 2040 vorgesehen, um langfristige Planungssicherheit zu gewährleisten. Diese Gebiete werden bei künftigen Förderaufrufen vorrangig behandelt, um die Resilienz der Seekabel gezielt dort zu stärken, wo die Verwundbarkeit am größten ist.

Mit dem Vorstoß verfüge die EU nun über einen gemeinsamen Ansatz, um Risiken für Seekabel proaktiv zu begegnen und die Widerstandsfähigkeit der vernetzten Gesellschaft dauerhaft zu sichern, unterstrich Henna Virkkunen, Kommissionsvizepräsidentin für technologische Souveränität. Es gehe um mehr als das Absichern schneller Internetverbindungen.


(mho)



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Software Testing: Zehn Jahre QS Barcamp Hamburg


In dieser Episode spricht Richard Seidl mit Georg Haupt und Christian Kram über das QS Barcamp in Hamburg, das 2026 sein 10-jähriges Jubiläum feiert. Im Mittelpunkt stehen Fragen wie: Was ist eigentlich ein Barcamp und warum lohnt es sich, dabei zu sein? Die beiden Gäste sind Teil des Organisationsteams. Sie beschreiben das Barcamp als Treffpunkt für Menschen, die über Softwaretests und Qualitätssicherung diskutieren möchten, unabhängig vom Erfahrungslevel.

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Die Folge zeigt, dass sich aus einer lockeren Atmosphäre und offenen Sessions oft spannende Ideen und Netzwerke ergeben. Wer neugierig auf praxisnahe Impulse und Community-Feeling ist, bekommt hier einen lebendigen Einblick.

Christian Kram ist als Trainer und Berater mit den Schwerpunkten Software Testing und Agilität tätig. Seit über zehn Jahren trägt er in verschiedensten Rollen dazu bei, dass Kund:innen die gewünschte Qualität erhalten – seine Erfahrung reicht dabei vom manuellen Tester in der vergleichenden Warenprüfung über den Testmanager im Automobilsektor bis hin zum Abteilungsleiter Test für ERP-Software.

Georg Haupt ist Quality Evangelist und sein Motto lautet: „Aus der Praxis für die Praxis!“ Seine Mission ist es, die Wichtigkeit von Qualität in die Teams zu tragen. Seine berufliche Historie ist sehr spannend und vielfältig, vom Koch zum Test-Guru. Dadurch hat er viele Perspektiven gewonnen, die permanent in seine Arbeit einfließen. Als Test- und Qualitäts-Management-Experte blickt er auf 20 Jahre praktische Erfahrung für sowohl agile als auch klassische Soft- und Hardwaretests zurück.

Bei diesem Format dreht sich alles um Softwarequalität: Ob Testautomatisierung, Qualität in agilen Projekten, Testdaten oder Testteams – Richard Seidl und seine Gäste schauen sich Dinge an, die mehr Qualität in die Softwareentwicklung bringen.

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Die aktuelle Ausgabe ist auch auf Richard Seidls Blog verfügbar: „10 Jahre QS Barcamp Hamburg – Georg Haupt, Christian Kram“.


(mai)



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Indien: Bosch und Tata AutoComp Systems schmieden E-Mobilitäts-Bündnis


Bosch und der Autozulieferer Tata AutoComp Systems planen die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens für Elektromobilität in Indien. Die Vorstände hätten der Transaktion bereits zugestimmt, wie die Unternehmen mitteilten. Ziel sei es, Wachstumschancen im indischen Markt zu erschließen. Das Joint Venture soll sich auf die Entwicklung, die lokale Fertigung und den Vertrieb von E-Achsen und E-Motoren konzentrieren.

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Die Gründung steht noch unter dem Vorbehalt behördlicher Genehmigungen. Beide Partner sollen demnach zu gleichen Teilen an dem Joint Venture beteiligt sein. Nach Zustimmung der Kartellbehörden soll das Unternehmen bis Mitte 2026 den Betrieb aufnehmen. Geplant ist ein Sitz im indischen Pune.

Die dynamische Entwicklung der Elektromobilität in Indien passt nach Angaben des Chefs der Zuliefersparte, Markus Heyn, zur strategischen Ausrichtung der Schwaben. Elektromobilität sei ein zentrales Zukunftsfeld, in das Bosch entlang der gesamten Wertschöpfungskette investiere – von Halbleitern bis zu kompletten Achsantrieben. In den Bereich sind nach Angaben des Zulieferers weltweit bereits mehr als sechs Milliarden Euro geflossen.

Die geplante Partnerschaft sei ein entscheidender Schritt, bei dem Bosch seine Technologieführerschaft mit starker lokaler Expertise bündeln wolle, wird Heyn zitiert. „Unser Ziel ist es, die Transformation zur Elektromobilität für unsere Kunden in Indien gemeinsam zu beschleunigen.“ Tata AutoComp Systems ist ein Autozulieferer und Teil des indischen Mischkonzerns Tata Group. Wie Bosch entwickelt und produziert das Unternehmen Komponenten und komplette Fahrzeugsysteme für Autohersteller.

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Angesichts der Probleme in anderen Märkten gewinnt Indien für die deutschen Autohersteller und Zulieferer zunehmend an Bedeutung. Das Land ist dem Verband der Automobilindustrie (VDA) zufolge ein wichtiger Produktionsstandort und bietet als drittgrößter Pkw-Einzelmarkt ein „enormes Potenzial“. 2025 wurden in Indien rund 4,5 Millionen Autos verkauft. Profitieren dürften auch Hersteller von Stromern: Die indische Regierung hat sich laut VDA unter anderem das Ziel gesetzt, den Anteil von E-Autos bis 2030 auf 30 Prozent zu steigern.

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(mfz)



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Im Test: Intel Core Ultra 250K  Plus & 270K  Plus – mehr Kerne fürs Geld


Nach rund anderthalb Jahren schickt Intel das Facelift der Arrow-Lake-Prozessoren ins Rennen. Zu den bisher elf im Einzelhandel angebotenen CPUs kommen die zwei K-Modelle Core Ultra 5 250K Plus und Core Ultra 7 270K Plus hinzu. Mit mehr Kernen, höherem Takt, Softwareoptimierungen und Unterstützung für schnelleren Speicher will Intel verlorenen Boden auf die AMD Ryzen 9000 wettmachen.

Dabei geht Intel mit attraktiven Preisen ins Rennen, vor allem, um die günstigen Sechs- und Achtkerner Ryzen 5 9600X und Ryzen 7 9700X anzugreifen. Bei Produktivanwendungen verspricht der Hersteller für die neuen Core Ultra 200S Plus bis zu doppelter Performance im Vergleich zu ähnlich teuren AMD-Pendants. Beim 3D-Gaming sollen die neuen CPUs im Schnitt 15 Prozent höhere Bildraten als die Vorgängern bieten, ganz ohne architektonische Änderungen. Ob die neuen CPUs diese Versprechen einlösen, zeigt aber erst der Vergleich.

Deshalb lassen wir den Core Ultra 7 270K Plus für 310 Euro und Core Ultra 5 250K Plus für 205 Euro nicht nur gegen die Vorgänger und die Ryzen-Konkurrenz antreten, sondern auch gegen Intels aktuelles Spitzenmodell Core Ultra 9 285K. Unser Testparcours umfasst 3D-Spiele, Produktivsoftware, aber auch wissenschaftliche Berechnungen. Zudem vergleichen wir, welche CPU am effizientesten rechnet.


Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Im Test: Intel Core Ultra 250K  Plus & 270K  Plus – mehr Kerne fürs Geld“.
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