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Tolles Tablet, aber an den falschen Stellen verbessert


Mit einem dünneren Gehäuse, einem neuen Bedienstift und einem schnelleren Prozessor kommt das Xiaomi Pad 8 einige Monate nach dem Launch in China auch nach Europa. Für nextpit konnte ich den Anwärter zum „Besten iPad-Klon 2026“ für Euch ausprobieren. Also: Lohnt sich der Kauf des Xiaomi Pad 8?

Preis & Verfügbarkeit

Das Xiaomi Pad 8 kommt zu einem teureren Basispreis nach Europa. Ohne Zubehör und mit geringster Ausstattung kostet das Android-Tablet nun mindestens 449,90 € in der UVP. Zu diesem Preis gibt’s aber immerhin 128 GB Speicherplatz und 8 GB Arbeitsspeicher – 256 GB kosten bei Xiaomi 499,99 €.

Für unseren Test hat uns Xiaomi zudem das Magic Focus Keyboard sowie den neuen Bedienstift „Focus Pen“ geschickt. Die Tastatur kostet 199,90 € zusätzlich, für den Stift müsst Ihr 99,90 € einplanen.

Design: Xiaomi Pad 8 wird noch dünner

Obwohl das Xiaomi Pad 7 aus dem letzten Jahr nur 6,2 mm dick war, speckt der Nachfolger noch einmal ab. Das neue Tablet ist nur 5,75 mm dick, wirkt aber genauso stabil. Die schlankere Konstruktion wirkt sich auch positiv auf das Gewicht aus: Das Xiaomi Pad 8 wiegt nur noch 485 g im Vergleich zu den 500 g des Vorgängermodells. Die Diät tut dem Tablet durchaus gut, wäre aber nicht unbedingt nötig gewesen.

Sehr überzeugend bleibt die Verarbeitungsqualität des Xiaomi Pad 8. Sie ist auch im Jahr 2026 so hoch, dass man das nur knapp 500 € teure Android-Tablet kaum von einem iPad Pro unterscheiden könnte. Generell lässt sich auch in der achten Generation des Xiaomi Pad nicht abstreiten, dass es sich um einen iPad-Klon handelt. Die gefrästen Lautsprechergitter an beiden kürzeren Kanten, die mittig zentrierte Kamera in der Längsseite und das Keyboard, das an das Apple Magic Keyboard erinnert.

All diese Eigenschaften kopiert Xiaomi so gekonnt, dass sich tatsächlich ein sehr iPad-ähnliches Handling ergibt. Und das ist keineswegs ein Kritikpunkt. Es gibt Gründe, warum Apples Tablets Marktführer sind. Und Xiaomi schafft es, viele dieser Punkte zu kopieren.

Kritik gibt es beim Design daher nicht. Lediglich die Lautsprecher liegen deutlich hinter denen des iPad Pro. Sie klingen blechern und betonen Mitten und Höhen über. Kurz gesagt: Dem Xiaomi Pad 8 fehlt es nach wie vor an der Bassleistung.

Display: Tolle Auflösung, leider kein OLED

Als Verbesserungswunsch blieb mir nach meinem Test des Xiaomi Pad 7 im letzten Jahr das Display im Gedächtnis. Leider konnte Xiaomi hier wohl nicht nachbessern. Wir bekommen nach wie vor ein 11,2″ großes Display mit einer sehr hohen Auflösung von 2136 x 3200 Pixeln. Die Helligkeit bleibt mit 800 Nits allerdings gleich und Xiaomi hält an einem IPS-Panel fest.

In Zeiten, in denen viele Konkurrenten bereits auf OLED-Technologie setzen, ist das ernüchternd. Die Kontraste des Panels sind dennoch ordentlich, Filme und Mobile Games sind dank der Bildwiederholrate von 144 Hz zudem schön flüssig.

Zum Arbeiten an der frischen Luft reicht die Helligkeit des Panels aber nicht wirklich aus. Xiaomi versäumt es zudem nach wie vor, eine matte Displaybeschichtung anzubieten.

Software: Fokus auf Produktivität

Schaut man sich die Produktseite des Xiaomi Pad 8 an, weiß eine neue Funktion zu überraschen: Angeblich kann man das Android-Tablet mit seinem MacBook verbinden, um Daten zu übertragen oder es als externen Monitor zu verwenden.

Tatsächlich gibt es im App Store für macOS die App „Xiaomi-Interconnectivity“, die Verbindungen zwischen macOS und Android erlaubt. Im Test war es uns so etwa möglich, eine über 2 Gb große Videodatei in nur zwei Minuten von macOS an das Tablet zu schicken. Schon das ist eine wirklich wertvolle Neuerung.

Die Verwendung als externes Display funktionierte im Test allerdings nicht. Beim Verbindungsversuch teilt uns das Xiaomi Pad 8 mit, dass das Verbinden mit Tablets nicht möglich sei. Aber auch davon abgesehen gibt es Neuerungen bei der Software.

Das Xiaomi Pad 8 kommt vorinstalliert mit Xiaomi HyperOS 3, das wiederum auf Android 16 basiert. Der neue Focus Pen unterstützt nun auch Produktivitäts-Apps anderer Hersteller und erlaubt es unter anderem, die Dicke des Pinsels über Wischgesten zu steuern oder Drehbewegungen zu erkennen. Der neue Stylus rückt so nochmal näher an das Pendant von Apple.

Darüber hinaus fühlt sich HyperOS 3 mit dem Focus Keyboard noch einmal mehr wie ein echter Notebooks-Ersatz an. Multitasking wird genauso unterstützt wie Gesten auf dem Touch-Pad, mit denen man zwischen Apps und virtuellen Desktops umherschalten kann.

Mit diesen Neuerungen wird das Xiaomi Pad 8 zu einem wirklich brauchbaren Notebook-Ersatz. Hier überzeugt das Tablet voll und ganz!

Leistung und Ausstattung: Neues SoC bringt mehr Leistung

Als inkrementelles Update gibt es im Xiaomi Pad 8 ein neues SoC. Das Snapdragon 8s Gen 4 ersetzt dabei das Snapdragon 7+ Gen 3 des Vorgängermodells. Beide Chips sind im 4-Nm-Verfahren gefertigt und nutzen 8 Kerne für die CPU. Im Xiaomi Pad 8 sorgt die Adreno-825-GPU zudem für eine bessere Grafikleistung. In den Benchmarks schauen wir gleich, ob sich das Upgrade lohnt.

Erwähnenswert ist zudem, dass Xiaomi auf einen neuen Speicherstandard setzt, wenn man sich für die Variante mit 256 GB entscheidet. Während die 128-GB-Version nach wie vor mit UFS 3.1 arbeitet, gibt es für einen Aufpreis nun UFS 4.1. Statt WiFi 6E vertraut Xiaomi jetzt zudem auf WiFi 7. Zeit also für ein paar Benchmarks:

Xiaomi Pad 8 Xiaomi Pad 7 Apple iPad Mini (2024) Samsung Galaxy Tab S9 FE Huawei MatePad 11,5 S
3D Mark Wild Life 4.684 nicht möglich 2.785
3D Mark Wild Life (Stress Test Extreme) Bester Loop: 4.600
Schlechtester Loop: 3.988
Stabilität: 86,7 %
nicht möglich Bester Loop: 3.628
Schlechtester Loop: 2.342
Stabilität: 64,5 %
Bester Loop: 846

Schlechtester Loop: 842
Stabilität: 99,5 %

GeekBench 6 Single: 2.117
Multi: 6.534
Single: 1.846
Multi: 5.131
Single: 2.912
Multi: 7.182
Single: 1.024
Multi: 2.940
Single: 1.191
Multi: 3.907

Das Plus an Leistung ist im Vergleich zum Vorgänger und auch im Vergleich zu anderen Mittelklasse-Tablets deutlich. Allerdings nutzt Xiaomi im teureren Pro-Modell bereits den viel gelobten Snapdragon 8 Elite, der in vielen Top-Smartphones aus dem Jahr 2025 arbeitet. Die Leistung im Alltag ist trotzdem zufriedenstellend. Zum Surfen, für aktuelle Mobile Games und zum mobilen Arbeiten reicht die Leistung des Xiaomi Pad 8 aus.

Nach wie vor ärgerlich ist allerdings, dass Xiaomi keine Variante mit Modem anbietet. 5G oder LTE sucht man hier also vergebens und so bleibt das Tablet in einer weiteren Eigenschaft hinter einigen Konkurrenten zurück.

Akku und Aufladen

Obwohl das Gehäuse des Xiaomi Pad 8 dünner wird, steigt die Akkukapazität des Android-Tablets. Statt ehemals 8.850 mAh stehen nun 9.200 mAh zur Verfügung. Aufgeladen wird nach wie vor mit 45 W kabelgebunden. Die Ladezeiten fallen allerdings mit verschiedenen Ladegeräten, die jeweils genügend Leistung bringen, zu lang aus.

Eine vollständige Aufladung von 5 % auf 100 % dauerte im Test knapp drei Stunden. Über Xiaomis Schnellladefunktion erreichte die Akkustandsanzeige 50 % nach 1h 15m. Es empfiehlt sich, das Tablet über Nacht zu laden. Denn voll aufgeladen überzeugt der größere Akku im Benchmark sehr. Im PC-Mark-Benchmark, das eine andauernde Nutzung simuliert, hielt das Tablet mehr als 13 Stunden lang durch. Das sind drei Stunden mehr als das Vorgängermodell. Klasse!

Fazit

Selten hat uns ein Android-Tablet so gut gefallen, wie das Xiaomi Pad 8. Das liegt vor allem an seiner Nähe zum iPad, die jetzt sogar Einzug in den Arbeitsalltag findet. Denn mit der verbesserten Konnektivität zu anderen Betriebssystemen lassen sich jetzt sogar Dateien und Bildschirminhalte mit Apple-Geräten tauschen.

Leider verbessert Xiaomi das Pad 8 allerdings eher in Bereichen, in denen schon das Vorgängermodell überzeugen konnte. Das Xiaomi Pad 8 hätte nicht dünner werden müssen und selbst die Leistung wäre noch ausreichend gewesen. Eine matte Displaybeschichtung oder Support für Mobilfunk vermissen wir aber nach wie vor.

Positiv hervorheben wollen wir zum Ende dieses Tests aber noch das Zubehör und die Akkulaufzeit. Xiaomis Focus Keyboard und der neue Focus Pen bewegen sich qualitativ auf dem Niveau der Apple-Pendants. Gleichzeitig sorgt der größere Akku für eine tolle Unabhängigkeit von Steckdosen.



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Resident Evil: Capcom zeigt Remake von Code: Veronica


Resident Evil: Capcom zeigt Remake von Code: Veronica

Bild: Capcom

Capcom hat das nächste Remake eines Resident Evil Spiels vorgestellt. Dieses Mal ist Code: Veronica aus dem Jahr 2000 an der Reihe. Spieler schlüpfen in die Rolle von Claire Redfield, die auf der Suche nach ihrem Bruder in die Fänge der Umbrella Corporation gerät.

Atmosphärischer Beginn in Paris

Wie schon bei Resident Evil Requiem zeigt Capcom zum Reveal wenig vom Spiel und konzentriert sich auf eine atmosphärische Einführung in die Story. Im Trailer kommt Claire, die den Vorfall von Raccoon City drei Monate zuvor überlebte, nachts am Wohnort ihres Bruders Chris in Paris an und wird vom Concierge, einer alten Dame, in dessen Wohnung geführt.

Observationsausrüstung, herumliegende Dokumente und der Zustand der Wohnung lassen auf einen obsessiven, wahnhaften Geisteszustand des Bruders schließen. Die alte Dame kommentiert die Unordnung damit, dass sie doch erst vor kurzem aufgeräumt hätte.

Capcom traut sich Veränderungen zu

Kurz darauf alleine gelassen, wird Claire auch bereits von Umbrella entführt und auf die Gefängnisinsel Rockfort Island verschleppt, auf der es ebenfalls einen Vorfall mit dem T-Virus gab. Hier beginnt mutmaßlich der Brückenschlag zum Original, in dem die gezeigte Prologsequenz gänzlich fehlt.

Im für die Sega Dreamcast im Jahr 2000 erschienenen Spiel ist Claire bereits von Beginn an in ein Labor der Umbrella Corporation in Paris eingebrochen und wird erst dort gefangen genommen und auf die Insel verschleppt. Capcom hält sich erneut nicht strikt an das Quellmaterial der ursprünglichen Spiele, sondern erweitert dieses wo sinnvoll spielerisch, narrativ und in der Präsentation.

Resident Evil Veronica ist ein Remake des im Jahr 2000 erschienenen Resident Evil Code: Veronica.
Ein zeitgemäßes Gameplay, detailreiche, lebendige Grafik und eine überarbeitete Story, die zusammen nicht vernachlässigen, was das Original auszeichnet, machen diesen Titel für 2027 zu einem modernen Survival-Horror-Erlebnis, bei dem Wahnsinn sich mit Intrigen, Liebe sich mit Hass paart.

Capcom

Resident Evil Veronica erscheint 2027 für PC, PlayStation 5, Xbox Series X|S sowie für die Nintendo Switch 2. Ein genauerer Termin für den Release – oder zumindest ein Quartal – stehen noch aus. Tendenziell ist eher mit der zweiten Jahreshälfte zu rechnen.

Billboard März 2026



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GameSir Cyclone 2 Gamepad im Test


Ein weiterer Controller-Tipp der CB-Community muss sich dem Test stellen. Zur Empfehlung macht das GameSir Cyclone 2 die Kombination aus Standard-Preis von gut 55 Euro und einer ganzen Palette Upgrade-Technik, die das Xbox-Gamepad alt aussehen lassen. Zeit für den Blick hinter die Papierform.

Der Cyclone 2 wertet konsequent Kernbestandteile des Xbox-Gamepads auf. Verbesserungen quasi für jede einzelne Taste und ein paar Komfort-Extras klingen nach einem absoluten Sorglos-Paket. Das wirft zwei Fragen auf: Ist das tatsächlich eine spürbare Verbesserung – und lohnt sich ein teureres Produkt überhaupt noch? Die Antwort ist am Ende keine Überraschung.

  • TMR-Sticks & Mikrotaster
  • Zusatztasten
  • Softwarelos konfigurierbar
  • Geringes Gewicht
  • D-Pad etwas „matschig“
  • Trigger ohne Force Feedback

Der Cyclone 2 im Überblick

Der Cyclone 2 setzt auf ein unverändertes Xbox-Layout, das um zwei Paddle-Tasten auf der Unterseite und RGB-LEDs ergänzt wird, die durch die halbtransparente Oberseite leuchten.

Haltbare Technik

Beim Unterbau liefert GameSir auf dem Papier alle Elemente höherer Preisklassen. TMR-Thumbsticks und Hall-Effekt-Trigger mit Sperren versprechen Schutz vor Stick Drift und weitergehende Konfigurationsmöglichkeiten. Dazu gehört es, die Totzone anzupassen oder auszuschalten sowie Reaktionskurven zu modifizieren. Unter den ABXY-Tasten und dem D-Pad sitzen klickende Mikrotaster, die für klareres Feedback beim Drücken sorgen.

Das Kapitel Konnektivität umfasst das übliche Dreiergespann aus Kabel, Bluetooth und Funk mit maximal 1.000 Hz, per 860-mAh-Akku sollen Laufzeiten von etwa neun Stunden möglich sein. Unterstützt werden neben Windows, Android, iOS und die Switch, laut Berichten im Netz auch die Switch 2. An der Xbox funktioniert das Pad nur per Kabel. Konfiguriert wird der Cyclone 2 entweder durch Tastenkombinationen oder weitreichender mit der Connect-App unter Windows.

Varianten, Preis und Zubehör

Den Cyclone 2 gibt es entweder in Weiß oder Schwarz mit jeweils kleineren farblichen Akzenten. Eine Ladestation lässt sich separat für rund 15 Euro zukaufen. Sie gehört nicht immer zum Lieferumfang. Da die Bundle-Edition preisgleich oder für einen kleinen Aufpreis von etwa sechs Euro im freien Handel zu finden ist, lohnt sich beim Kauf ein genauer Blick. Weiteres Zubehör gibt es nicht, Sticks, D-Pad-Cover und Faceplate montiert GameSir fest.

Praxistest

Für etwa 55 Euro verspricht das Gamepad Vorsprung durch Technik. Wunderwaffe des Cyclone 2? Technik. Was es nicht schafft, ist die Gleichwertigkeit der Papierform in Gleichwertigkeit der Realform zu übertragen. Theoretisch liefert der Cyclone 2 das, was sonst das Doppelte oder gar Vierfache kostet, praktisch tun sich feine Unterschiede auf. Über die glasklaren Qualitäten des Cyclone 2 darf das nicht hinwegtäuschen.

Deshalb ist dieses Pad gut

Denn die technischen Upgrades zeigen unbestreitbar Wirkung, der Cyclone 2 fühlt sich rundum besser an als das Xbox-Gamepad. Knackige Buttons und Menütasten lassen ihn direkter wirken, präzise, straffe Sticks mit weitreichenden Einstellungsmöglichkeiten sorgen für Zackigkeit. Die Stick-Taster sind dabei sogar deutlicher als die des teuren G7 Pro und tragen zu einem homogenen Eingabe-Handdruck bei.

Diese Klarheit des Feedbacks hebt das Pad auch vom 8BitDo Ultimate 2C (Test) ab, bei dem nur die spitzer klickenden, wenn auch viel lauteren Schultertasten noch besser gefallen. Akustisch macht der Controller ebenfalls einen guten Eindruck: Er ist akustisch dezent und klickt hell, ohne dabei billig oder klapprig zu wirken – besser als der Xbox-Controller.

Und noch etwas sorgt für ein positives Gefühl: Das geringe Gewicht erweist sich als weiteres Upgrade. Das sind die Zusatztasten ebenfalls. Es fehlt zwar eine Sperre, durch ihre Form und Einbettung in die Griffe lässt sich der Controller aber auch so gut halten, ohne sie versehentlich zu betätigen. Ob es die Beleuchtung braucht, ist eine nur subjektiv beantwortbare Frage, die LEDs lassen sich aber ab- und umschalten. Nur die des Funkempfängers bleibt immer an und immer weiß. Im Alltag lässt die Ladestation aber keinen Zweifel an ihrem Mehrwert aufkommen. Rundum also macht sich der Cyclone 2 besser. Besser noch: Er bleibt dabei ausgewogen.

Griffe leuchten durch den halbtransparenten Kunststoff
Griffe leuchten durch den halbtransparenten Kunststoff
(Fast-)Basis-Layout mit Technik-Upgrade: Der Cyclone 2 funktioniert gut
(Fast-)Basis-Layout mit Technik-Upgrade: Der Cyclone 2 funktioniert gut

Das können Upgrades besser

Die Unterschiede zu teureren Pads sind eine Frage des Erlebens. Dieses Erlebnis wird durch verschiedene subtile Faktoren geprägt. Sticks und Trigger benötigen einen Hauch mehr Kraft, sie stehen stärker unter Spannung. Mehr Gefühl, aber weniger Präzision, das ist das feine Ergebnis dieser Abstimmung. Hauptsächlich der linke Trigger fiel zudem durch einen winzigen „Bump“auf, der bei sehr langsamem Eindrücken weniger als Druckpunkt denn als winzige Widerstandsveränderung spürbar wurde – mit zunehmender Zeit oder Eingewöhnung aber schwächer spürbar. Fertigungstoleranzen möglicherweise, ungünstig für feinste Dosierung definitiv. Force Feedback fehlt den Triggern zudem.

Mikrotaster, das zeigt der Cylcone 2, sind zudem nicht gleich Mikrotaster. ABXY sind stramm, haben knappen Hub und gefallen sogar besser als die des teureren G7 Pro, die mehr Spiel aufweisen. Andere Luxus-Controller klicken allerdings mit weniger Toleranzen und feiner.

Beim D-Pad ist das etwas anders. Es ist einerseits ein klares Upgrade gegenüber Rubberdome-Varianten, aber nicht in der Deutlichkeit wie anderswo, weil es bei ungünstiger Betätigung am Gehäuse schleifen kann. Zudem hat es relativ großen Hub, den „Pre-Travel“. Der Weg bis zum Klick liegt bei etwa einem halben Millimeter und erzeugt einen matschigen Eindruck. Man kann hier Entwarnung geben: Er entsteht nur beim Antippen des Steuerkreuzes, was im Alltag nie passiert. Nein, die absolute Unmittelbarkeit eines guten Mikrotaster-Pads erreicht diese Variante so nicht – und nein, im Alltag fallen alle diese Nickeligkeiten nicht auf.

Festhalten lässt sich daher: Je mehr Geld ausgegeben wird, desto feiner und homogener wird das Ergebnis, desto stärker hat jemand an Details gefeilt. G7 Pro, insbesondere in der verbesserten 8K-Variante, oder ein Asus Raikiri 2 fühlen sich agiler und kontrollierter an. Ob das den Aufpreis wert ist, ist die nächste Frage, vor allem wenn man den Vergleich nicht ständig in der Hand hat.

Software & Einstellungen

Die Connect-App gleicht im Prinzip der Nexus-App des G7 Pro, sie unterstützt lediglich neuere Controller. Übersichtlicher Aufbau und umfangreiche Einstellungsmöglichkeiten erleichtern schnelle Anpassungen, die App gefällt. Weil der Controller nicht an der Xbox funktionieren muss, gehören dazu nun auch Makros und Tastatur- oder Mausbefehle, die auf die Tasten gelegt werden können.

Fazit

Das Cyclone 2 wertet konsequent Kernbestandteile des Xbox-Gamepads auf. Verbesserungen quasi für jede einzelne Taste und ein paar Komfort-Extras klingen nach einem absoluten Sorglos-Paket. Das wirft zwei Fragen auf: Ist das tatsächlich eine spürbare Verbesserung – und lohnt sich ein teureres Produkt überhaupt noch? Die Antwort ist am Ende keine Überraschung.

Sie lautet „Ja“ und trotzdem „Ja“. Ja, 55 Euro liefern hier ein rundes Produkt: Es ist durch Gewicht und Form komfortabler, durch bessere Technik merklich „präziser“ und „agiler“. Das spürt man. Die Abstimmung ist, Stichwort Trigger und D-Pad, nicht ganz perfekt, fällt im Alltag aber vor allem durch Homogenität auf – es fällt nichts aus dem Rahmen. Das Urteil ist insofern eindeutig: Wer in dieser Preisklasse zum Xbox-Controller greift, möchte entweder das „klassische“ Feeling der Buttons, will Akkus wechseln oder besitzt eine Xbox. Am PC spricht insofern sehr viel für den Cyclone 2.

GameSir Cyclone 2
GameSir Cyclone 2

Und trotzdem: Ja, natürlich geht alles noch besser und teurere Controller sind besser als günstigere. Muss man diese Weisheit überhaupt aufschreiben? Man muss, denn der Unterschied liegt nicht nur in der Anzahl der Features, sondern auch in ihrer individuellen Qualität. Ein
G7 Pro (Test) ist insgesamt noch einmal fein besser, die 8K-Version sogar rundum. Aber selbst ein Asus ROG Raikiri 2 (Test), das gut 200 Euro kostet, „vergütet“ den Mehrpreis noch einmal mit gleichmäßigen, stramm und „sofort“ klickenden Buttons. Nur eines bekommt man dann nicht mehr: sehr viel Leistung pro Euro.

  • TMR-Sticks & Mikrotaster
  • Zusatztasten
  • Softwarelos konfigurierbar
  • Geringes Gewicht
  • D-Pad etwas „matschig“
  • Trigger ohne Force Feedback

ComputerBase hat den Cyclone 2 von GameSir leihweise zum Testen erhalten. Eine Einflussnahme des Herstellers auf den Testbericht fand nicht statt, eine Verpflichtung zur Veröffentlichung bestand nicht.

(*) Bei den mit Sternchen markierten Links handelt es sich um Affiliate-Links. Im Fall einer Bestellung über einen solchen Link wird ComputerBase am Verkaufserlös beteiligt, ohne dass der Preis für den Kunden steigt.

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Tippen wie auf Kissen: Duckys „Nest Mount“ sorgt für leise & weiche Anschläge


Tippen wie auf Kissen: Duckys „Nest Mount“ sorgt für leise & weiche Anschläge

Bild: Ducky / Caseking

Ducky zeigt zur Computex die OK-M, eine günstige Tastatur mit quelloffener Firmware sowie ein darauf basierendes Modell mit analoger Technik. Auf der „Kissen-Tastatur“ Cushion 98 soll es sich zudem besonders sanft und leise tippen.

Ducky kann auch günstig

Die OK-M-Serie besteht aus drei Tastaturen mit 65%-, 75%- oder 98%-Layout mit Drehregler. Taster stammen von KTT und kommen in linearer oder taktiler Abstimmung mit PBT-Double-Shot-Tastenkappen und Hot-Swap-Sockeln. Geräusche werden mit fünf Schichten aus Silikon, Schaumstoff und EVA sowie einer Polycarbonat-Switchplate reduziert, Anschläge sollen dadurch weicher und gedämpfter klingen.

Ducky OK-M 65%
Ducky OK-M 65% (Bild: Ducky)
Ducky OK-M 75%
Ducky OK-M 75% (Bild: Ducky)
Ducky OK-M 98%
Ducky OK-M 98% (Bild: Ducky)

Tri-Mode-Verbindung (Kabel, Funk, Bluetooth) und RGB-Beleuchtung mit seitlichen Leuchtstreifen gehören ebenfalls zur Ausstattung. Programmiert wird die OK-M dank quelloffener Firmware über die anbieterunabhängige Browser-App VIA. Preise für das US-ANSI-Modell liegen auf Amazon.com zwischen umgerechnet 61 und 78 Euro, abhängig von der Tastenanzahl. Dazu muss aber immer noch die Mehrwertsteuer gerechnet werden. Wann und zu welchem Preis das ISO-Layout in den Handel kommt, ist unklar.

Der OK-M sehr ähnlich sieht die ebenfalls in drei Größen erhältliche OK-HE-Serie. Sie zielt auf Spieler und verfügt für das Segment über analoge Taster, mutmaßlich die induktiven Modelle der One X (Test), und eine erhöhte Polling-Rate von 8.000 Hz. Programmiert wird dieses Modell über eine Web-App, von quelloffener Firmware spricht Ducky aber nicht mehr.

Kissen-Tastatur

Was die Cushion98 auszeichnet, steckt im Namen. Sie soll mit ihrem 98%-Layout, das Funktionstasten neu verteilt, ruhig und gleichmäßig tippen. Den klassischen Gasket Mount, bei dem das PCB auf mehreren Gummielementen gelagert wird, ersetzt Ducky hierbei laut TechPowerUp! durch ein Silikonkissen, das Druck von Anschlägen gleichmäßig verteilen soll. In eine ähnliche Richtung gehen Duckys Silent-Taster, die „Shush-Switches“, die ebenfalls in Hot-Swap-Sockeln stecken. Änderungen von Klang und Tippgefühl werden durch eine werkzeuglos abnehmbare Oberschale erleichtert.

Gezeigt wurde die Tastatur auch in einer limitierten Sonderausgabe gezeigt. Das Red-Hare-Design spielt auf das Pferd eines berühmten chinesischen Warlords an. Für die Cushion 98 gibt es ebenfalls noch keinen Termin. Da erste Prototypen bereits im vergangenen Jahr gezeigt wurden, ist von einer Markteinführung noch 2026 auszugehen.

Ducky  Year of the Horse Cushion 98
Ducky Year of the Horse Cushion 98 (Bild: Ducky / Caseking)
Billboard März 2026



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