Apps & Mobile Entwicklung
Projekt Stargate: OpenAI und Oracle sagen Erweiterung eines KI-Rechenzentrums ab
OpenAI und Oracle haben Pläne für die Erweiterung eines großen KI-Rechenzentrums in Texas gestrichen. Die Unternehmen konnten sich nicht über die Finanzierung und OpenAIs verändertes Anforderungsprofil einigen, berichtet Bloomberg. Interesse an der frei gewordenen Fläche soll jetzt Meta haben.
Teil des Stargate-Projekts
Der Ausbau des Rechenzentren-Campus in Abilene, Texas war Teil des Stargate-Projekts, bei dem OpenAI, Oracle und Softbank die zentralen Beteiligten sind. Die Pläne sehen vor, in den kommenden Jahren eine AI-Infrastruktur im Wert von bis zu 500 Milliarden US-Dollar aufzubauen. Im Rahmen des Projekts wollte man auch die Rechenzentren-Kapazitäten an dem texanischen Standort von 1,2 Gigawatt auf 2 Gigawatt steigern. Die Verhandlungen zwischen OpenAI und Oracle sowie dem lokalen Rechenzentrumsbetreiber Crusoe liefen seit Mitte 2025.
Zu einer Einigung kam es aber nicht. OpenAI hatte mehrfach die Anforderungen angepasst, bei der Finanzierung kam man ebenfalls auf keinen Nenner. Zwischen Oracle und Crusoe verschlechterte sich zudem die Stimmung, weil es im Winter bei den bestehenden Rechenzentren zu Ausfällen kam. Verursacht wurden die Zuverlässigkeitsprobleme durch den Wintereinbruch in Texas.
An Oracles und OpenAIs Partnerschaft soll sich damit aber nichts ändern. Laut dem Abkommen, auf das sich im Juli 2025 verständigt wurde, baut Oracle für OpenAI Rechenzentren-Kapazitäten mit einer Leistung von 4,5 Gigawatt. Beide Unternehmen erklären nun laut dem Bloomberg-Bericht, das Abkommen sei intakt. Verkündet wurden auch schon zahlreiche andere Ausbauprojekte wie etwa eins in der Nähe von Detroit.
Oracle in der Krise
Die öffentliche Botschaft: Lokale Probleme ändern nichts am Gesamtprojekt. Zweifel bestehen aber weiterhin, in der Vergangenheit gab es immer wieder Meldungen, dass sich Ausbauvorhaben verzögern oder überhaupt nicht vom Fleck kommen.
Überschattet wird die Meldung zudem von den aktuellen Schwierigkeiten bei Oracle. Wie Bloomberg mit Verweis auf Personen berichtet, die mit den Vorgängen vertraut sind, will das Unternehmen Tausende Stellen abbauen. Analysten zweifeln zudem, ob Oracle die finanziellen Mittel hat, um die angekündigten Ausbaupläne zu stemmen. Laut Wall-Street-Prognosen könnte das Unternehmen bis 2029 einen negativen Cashflow haben.
Das Resultat ist ein Abwärtstrend an der Börse. Am 13. Oktober 2025 erreichte Oracle die Höchstbewertung von 882 Milliarden US-Dollar, aktuell liegt der Kurs bei 439 Milliarden US-Dollar – innerhalb von fünf Monaten hat dieser sich also praktisch halbiert.
Meta soll Interesse an der Fläche haben
Laut Bloomberg soll Meta an der Fläche interessiert sein, die in Abilene nun verfügbar ist. An den Gesprächen soll auch Nvidia beteiligt sein. Der Chip-Gigant will damit sicherstellen, dass bei den Rechenzentren wie bislang geplant auch Nvidia-Chips zum Einsatz kommen – und keine von AMD.
- Bis zu 50 Mrd. US-Dollar: Meta kauft massenhaft Blackwell, Rubin und mehr bei Nvidia
- Zweiter großer KI-Deal: Meta kauft für bis zu 60 Milliarden US-Dollar bei AMD ein
Meta hatte sich zuletzt mit Nvidia und AMD auf Chip-Lieferungen in zweistelliger Milliarden-Höhe verständigt.
Rechenzentren kämpfen mit Chip- und Stromengpässen
Dass Rechenzentrenprojekte scheitern, dürfte künftig noch öfters Schlagzeilen machen. Neben den Lieferengpässen bei den Chips und weiterem Server-Equipment spielt mittlerweile Strom eine entscheidende Rolle. Die Nachfrage der neuen KI-Rechenzentren ist so hoch, dass regional und landesweit in den USA die Strompreise steigen. Big-Tech-Konzerne hatten daher letzte Woche im Weißen Haus per Absichtserklärung zugesichert, künftig selbst die Energie bereitzustellen, die für den Betrieb der KI-Infrastruktur nötig ist.
- Trump-Administration: KI-Firmen wie OpenAI, Google und Co. sollen für Energiekosten zahlen
Schon jetzt nutzen Unternehmen wie xAI mobile (und teils veraltete) Gasturbinen, um die Energie bereitzustellen. Diese temporären Lösungen gelten aber als große Umweltbelastung, wie Berichte von Organisationen wie Floodlight zeigen.
Apps & Mobile Entwicklung
Neue Modelle geplant: iMac, Mac mini und Mac Studio sollen bald den M5 erhalten

Apple hat vergangene Woche in einem Feuerwerk der Produktvorstellungen unter anderem ein neues MacBook Air und MacBook Pro mit M5-Chips vorgestellt. Zur Jahreshälfte sollen auch stationäre Macs die neuen Chips erhalten und iMac, Mac mini und Mac Studio auf M5 Pro und Max setzen.
Das berichtet der renommierte Marc Gurman von Bloomberg im Power-On-Newsletter. Demnach soll schon in wenigen Monaten das Chip-Upgrade vollzogen und damit der M5-Zyklus abgeschlossen werden. Apple plane demnach ungefähr zum Halbjahreswechsel den iMac, den Mac Studio und den Mac mini zu aktualisieren. Nicht erwähnt wird von Gurman jedoch der Mac Pro. Hier gibt es schon länger Vermutungen, dass der Konzern überlege, ihn einzustellen. Die Auswirkungen wären für die meisten Endkunden gering: Der Mac Studio hat für viele Käufer den Mac Pro mittlerweile als Option ohnehin verdrängt.
iMac erhält neue Farben
Während der Mac Studio und der Mac mini optisch unverändert auf den Markt kommen sollen, bekommt zumindest der iMac mit der M5-Generation auch neue Farben zur Auswahl. Welche das sind, verrät der Bericht aber nicht. Üblicherweise sind die Farben beim iMac eher bunt. Aktuell ist der iMac in den Farben Blau, Violett, Pink, Orange, Gelb, Grün und Silber erhältlich.
The latest Mac Studio and Mac mini models will look identical to the current iterations, while I am told the pending iMac update will include a refreshed color palette.
Marc Gurman
Welche Modelle erhalten welche Chips?
Gurman geht zwar nicht näher auf die zu erwartenden Chips ein, aber aufgrund der bisher veröffentlichten stationären Mac-Modelle lässt sich bereits erahnen, dass nicht jeder Chip in jedem Modell vorzufinden sein wird. Traditionell erhält der iMac bspw. nur die Basisversion des M-Series-SoCs, die etwa das MacBook Air nutzt. Die stärkeren M5-Pro- und Max-Modelle werden dann exklusiv im Mac mini und Mac Studio verbaut. Mittlerweile hat Apple alle Chips vorgestellt, die neuen M5 Pro und Max kommen dabei sogar mit neuen Performance-Kernen und setzen auf ein Dual-Die-Design.
Kommt wieder ein Ultra?
Informationen zu einem M5 Ultra gibt es bisher noch nicht. Beim M4 gab es zuletzt keine Ultra-Generation mehr, der Konzern erwähnte dort bereits, nicht jede Generation werde diesen Ausbau erhalten. Die Ultra-Chips zeichnen sich seit der Einführung mit dem M1 Ultra durch ein Dual-Die-Design aus, das zwei Chips verbindet. Der M5 Max ist ersten Benchmarks zufolge dem M3 Ultra jedoch überlegen. Dass Apple den M3-Ultra-Chip neben dem M5 Max anbieten wird, darf daher vermutlich nicht erwartet werden.
MacBook „Ultra“ Ende des Jahres
Nach den M5-Updates wird es außerdem zügig mit dem M6-Zyklus weitergehen: Während Apple mit dem MacBook Neo ab 699 Euro eine Erweiterung des Produktsortiments nach unten vorgenommen hat, soll es Ende des Jahres mit einem MacBook „Ultra“ neue Modelle in der hohen Preisklasse geben. Die frischen MacBooks sollen oberhalb der Pro-Serie starten und könnten damit weit jenseits der 2.000-Euro-Grenze in den Handel gehen, aber auch erstmals auf einen Touchscreen, OLED, einen 2-nm-M6 und weitere Neuerungen setzen.
- Mit M6 und neuem Design: MacBook soll die Dynamic Island erhalten
- Apple: Das MacBook mit M6 Pro kommt auch mit OLED-Touchscreen
Apps & Mobile Entwicklung
Linux-News der Woche: Nvidia geht Performance-Probleme an

Gnome Resources, der Task-Manager des Linux-Desktops, kann nun weitere Metriken von Intel-Karten auslesen. Wine erhält ein Update. Cinnamon kann mehr Wayland und baut einen neuen Bildschirmschoner. Tuxedo bringt sein InfinityBook Max 16 als AMD-Version. Nvidia geht einen großen Schritt um die Performance an Windows anzunähern.
Gnome erkennt Intels Stromverbrauch
Gnome Resources, am ehesten mit dem Task-Manager zu vergleichen, erhält mit dem Update 1.10.2 die Fähigkeit, den Stromverbrauch von Intel GPUs im Zusammenspiel mit dem Xe-Treiber zu protokollieren. Ebenfalls neu ist die Aufzeichnung der NPU-Frequenz.
Wine 11.4 ist erschienen
Wine ist nicht nur Grundlage für die Ausführung von Windows-Software unter Linux, sondern auch das Herzstück von Valves Proton. Wine 11.4 optimiert DirectSound und führt die Implementierung von CFGMGR32 ein. Letzterer ist dabei von Bedeutung für bestimmte Treiberimplementierungen und Hardwareerkennung. Ebenfalls wurde das Zeitzonen-System verbessert. Weitere Bugfixes finden sich im Changelog.
Cinnamon erhält Wayland-Bildschirmschoner
Linux Mint setzt auf seinen eigenen Cinnamon-Desktop. Dieser baut im Wesentlichen auf Xorg auf, wird aber bereits seit einigen Monaten für Wayland vorbereitet. Der bisherige und nur mit X11 kompatible Bildschirmschoner war hierbei ein eigenes Programm, welches den Desktop ergänzte. Im Rahmen der Wayland-Implementierung wird Cinnamon selbst um die Fähigkeit eines Bildschirmschoners erweitert. Als großer Vorteil zeigt sich hier der deutlich direktere Übergang zurück zum Desktop.
Tuxedos InfinityBook Max 16 Gen10 erhält AMD-Variante
Der auf Linux-Computer und -Laptops spezialisierte Anbieter Tuxedo ergänzt sein Portfolio der Workstation-Laptops um ein AMD-Modell. Das InfinityBook Max 16 – Gen10 wurde Anfang des Jahres zunächst mit Intel-CPU vorgestellt. Die neuen Optionen umfassen Die Ryzen-Prozessoren der Serie AI 7 350, AI 9 365 und AI 9 HX 370. Gepaart wird der Prozessor entweder mit einer GeForce RTX 5060 oder 5070 – beide mit je 8 GB VRAM. Der Arbeitsspeicher lässt sich bis zu 128 GB konfigurieren. Als Akku steht ein 99 Wh großer Energiespeicher zur Seite. Das 16-Zoll-Display deckt 100 Prozent des DCI-P3-Farbraums ab. Auslieferungen finden ab Ende März statt. Den Laptop gibt es mit vollem Linux-Support, dem hauseigenen Tuxedo OS und einem Kundendienst. Preislich startet das Grundmodell bei 1.749 Euro.
Nvidia 595 Beta mit Performance-Fix
Nvidia bringt mit dem Beta-Treiber 595.45.04 eine Implementierung der Vulkanerweiterungen VK_EXT_descriptor_heap und VK_EXT_present_timing. Dabei handelt es sich um einen entscheidenden Schritt um den Performance-Nachteil von Nvidia-Grafikkarten unter Linux auszugleichen.
Apps & Mobile Entwicklung
Erotik-Funktion bei ChatGPT: OpenAI verschiebt Erwachsenen-Modus erneut

Vor rund einem halben Jahr hatte OpenAI-CEO Sam Altman erste Pläne für einen ChatGPT-Modus speziell für erwachsene Nutzer öffentlich gemacht, der auch eine Erotik-Funktion beinhalten soll. Weit vorangekommen ist das Projekt seitdem allerdings nicht – jetzt wurde es erneut verschoben.
Oftmals angekündigt, aber bisher nicht erschienen
Mitte Oktober gab Altman bekannt, dass sich OpenAI von der bis dato recht restriktiven Gangart bei ChatGPT verabschieden werde. Als Grund wurde dafür bisher immer genannt, dass das Unternehmen damit die psychische Gesundheit seiner Nutzer im Blick behalten wolle. Ebenso war sich OpenAI darüber bewusst, dass diese bewusste Limitierung von Nutzern ohne entsprechende Probleme als Einschränkung empfunden werden könnte. Noch wenige Wochen bevor die Kehrtwende folgte, erklärte Altman in einem Interview, dass der Einbau einer solchen Funktion zwar die Verbreitung von ChatGPT steigern könne, aus Prinzip aber vermieden werde.
Grund für den Sinneswandel soll gewesen sein, dass OpenAI aufgrund neuer Kontrollmechanismen in der Lage sei, eventuell auftretende potenzielle Probleme entschärfen zu können. Daher stellte Altman eine aktualisierte Version von ChatGPT, die über eine Erotik-Funktion für verifizierte erwachsene Nutzer verfügen sollte, bereits für den vergangenen Dezember in Aussicht. Später wurde ein Erscheinen für das erste Quartal 2026 angekündigt.
Für OpenAI gibt es aktuell wichtigeres
Jetzt wurde das Projekt erneut nach hinten gestellt, da sich OpenAI laut einem Unternehmenssprecher künftig mehr auf Aufgaben konzentrieren will, die für mehr Nutzer derzeit eine höhere Priorität besitzen. So soll das Augenmerk künftig stärker auf Dinge wie die Verbesserung der Intelligenz, der Persönlichkeit und der Personalisierung bei ChatGPT gelegt werden. Das bedeutet allerdings nicht, dass das Unternehmen die Pläne für ein entsprechend offeneres Verhalten des Chatbots aufgegeben habe – eine Umsetzung werde jedoch mehr Zeit in Anspruch nehmen und mehr Ressourcen binden.
Die Richtung ist dennoch eingeschlagen
Einen ersten Schritt in Richtung des neuen Prinzips, „Erwachsene wie Erwachsene zu behandeln“, ist der KI-Spezialist dennoch gegangen: So hat OpenAI im Januar dieses Jahres mit der Einführung seines Tools zur Altersvorhersage begonnen, das möglicherweise mit dem kommenden Erwachsenen-Modus einhergeht und einen Teil der Altersbeschränkungen sowie der Altersverifikation darstellen könnte.
- OpenAI: ChatGPT soll Erotik-Funktion für Erwachsene erhalten
OpenAI sieht sich massiver Kritik ausgesetzt
Ob die erneute Verschiebung mit den aktuellen Turbulenzen rund um OpenAI zusammenhängt, ist unbekannt. Nach der massiven Kritik am Abkommen des Unternehmens mit dem Pentagon bemüht sich besonders CEO Altman um Schadensbegrenzung. OpenAI hatte dabei eine Zusammenarbeit übernommen, die ursprünglich Anthropic angeboten worden war – das Unternehmen hatte jedoch abgelehnt. Bei dieser Ablehnung ging es im Kern um Massenüberwachung innerhalb der USA und die Steuerung autonomer Waffen. Anthropic bestand auf Sicherheitsrichtlinien, die die Leistungsfähigkeit der Modelle in diesen Bereichen eingeschränkt hätten. Daraufhin stufte das Pentagon Anthropic als Lieferkettenrisiko ein, wogegen das Unternehmen nun klagt.
Seitdem reißt die Kritik an OpenAI nicht ab. Altman sah sich unter anderem gezwungen, in einer Erklärung ein schlechtes Timing bei der Bekanntgabe des Deals einzuräumen. Infolge der Vorfälle verdreifachte sich zuletzt die Deinstallationsrate von ChatGPT, während Anthropics Claude-Assistent an die Spitze der Download-Charts kletterte.
Robotik-Chefin wirft hin
Wie angespannt die Stimmung innerhalb des Unternehmens ist, zeigt auch der vorläufige Höhepunkt der Auseinandersetzung: Caitlin Kalinowski, bisherige Chefin der Robotik- und Hardware-Abteilung von OpenAI, hat das Unternehmen verlassen. Auch hier waren KI-Massenüberwachung und die autonome Steuerung von Waffensystemen die ausschlaggebenden Punkte.
-
Künstliche Intelligenzvor 2 MonatenSchnelles Boot statt Bus und Bahn: Was sich von London und New York lernen lässt
-
Social Mediavor 4 WochenCommunity Management zwischen Reichweite und Verantwortung
-
Social Mediavor 7 TagenCommunity Management und Zielgruppen-Analyse: Die besten Insights aus Blog und Podcast
-
Künstliche Intelligenzvor 3 Wochen
Top 10: Die beste kabellose Überwachungskamera im Test – Akku, WLAN, LTE & Solar
-
Entwicklung & Codevor 3 MonatenKommentar: Anthropic verschenkt MCP – mit fragwürdigen Hintertüren
-
Künstliche Intelligenzvor 3 MonatenGame Over: JetBrains beendet Fleet und startet mit KI‑Plattform neu
-
Künstliche Intelligenzvor 3 MonatenDigital Health: „Den meisten ist nicht klar, wie existenziell IT‑Sicherheit ist“
-
Social Mediavor 3 MonatenDie meistgehörten Gastfolgen 2025 im Feed & Fudder Podcast – Social Media, Recruiting und Karriere-Insights
