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Digital Business & Startups

Klemab, Wild&Water, pool.down, supernutural, BackDani treten vor die Löwen


#DHDL

Die Löwen brüllen wieder! An diesem Montag geht es bei Vox erneut in “Die Höhle der Löwen”. In der aktuellen Folge pitchen Klemab, Wild&Water, pool.down, supernutural und BackDani.

Klemab, Wild&Water, pool.down, supernutural, BackDani treten vor die Löwen

In der erfolgreiche VOX-Gründershow „Die Höhle der Löwen“ (DHDL) dreht sich in der mittlerweile 19. Staffel wieder alles um spektakuläre Geschäftsideen, außergewöhnliche Pitches und umkämpfte Deals. Zur Löwen-Jury gehören in dieser Frühjahrs-Staffel der Regal-Löwe Ralf Dümmel, die Venture-Capital-Löwin Janna Ensthaler, der Sales-Löwe Carsten Maschmeyer, die Beauty-Löwin Judith Williams, die Familien-Löwin Dagmar Wöhrl und der Startup-Löwe Frank Thelen.

Die DHDL-Startups der Woche

Klemab aus Leipzig
Chaos in der Höhle: Noch bevor die Löwen Platz genommen haben, klebt plötzlich alles. Wände, Boden und sogar die Löwensessel – nichts bleibt verschont. Verantwortlich für die ungewöhnliche Aktion ist Produktdesigner Vick Manuel (32), der mit seinem selbst entwickelten Klemab – dem Klebe-Maßband – nicht nur auffallen, sondern auch einen Rekord brechen will. Denn der Gründer kündigt selbstbewusst an, heute Geschichte zu schreiben: Er will den Rekord für den schnellsten Pitch knacken. Und tatsächlich: In gerade einmal 47 Sekunden erklärt er sein Produkt – klar, präzise, auf den Punkt. Die Löwen sind überrascht. Die Idee hinter Klemab ist ebenso simpel wie effektiv: aufkleben, Maß nehmen, markieren, zuschneiden – und rückstandslos entfernen. Kein umständliches Hantieren mit Zollstock oder klassischem Maßband. Gedacht für Handwerker, Heimwerker und den Alltag. Das Besondere: Die Skala ermöglicht ein theoretisch unbegrenztes Messen – bei einer Genauigkeit, die laut Gründer sogar über der eines Zollstocks liegt. „Ich wollte ein Tool entwickeln, das die Arbeit wirklich erleichtert. Schnell, präzise und ohne Umdenken“, erklärt der 32-Jährige. Um das Produkt in möglichst viele Haushalte zu bringen, fordert Manuel 50.000 Euro für 20 Prozent der Anteile. 

Wild&Water aus Berlin 
Madlen Baetzgen (46) und Christina Schwörbel (51) kennen sich seit über 20 Jahren und haben gemeinsam in der Marketingabteilung eines der weltweit größten Getränkekonzerne gearbeitet. Mit Wild&Water wollen die beiden Marketingexpertinnen die Getränkeindustrie verändern – und gleichzeitig die Umwelt entlasten. Die Idee ist einfach, aber genial: Naturreine Tee-Extrakte, die mit Wasser gemischt werden, verwandeln jedes Glas in erfrischende Drinks – zucker- und kalorienarm, ohne künstliche Zusätze oder Plastikflaschen. Vier Sorten sind bisher erhältlich: von erfrischendem Mate über ausgewogene Kräuterkombinationen bis hin zu fruchtigen Berry-Mischungen, die sich nach Belieben zu kräftigem Eistee oder einfach Wasser mit Geschmack mischen lassen. Eine Flasche Wild&Water ergibt bis zu zehn Liter fertiges Getränk und spart so bis zu 20 Plastikflaschen. „Wir haben die beste Quelle direkt zu Hause – Leitungswasser – und wollen, dass mehr Menschen sie nutzen, statt Unmengen an Plastikmüll zu produzieren“, erklären die Gründerinnen. Für den Ausbau ihres Geschäfts suchen sie 150.000 Euro für zehn Prozent ihrer Anteile – das Kapital soll helfen, das Produkt in den Büros und Betriebe zu bringen und die Reichweite zu erhöhen. Ob Madlen und Christina einen Löwen von ihrem umweltfreundlichen Ansatz überzeugen können?

pool.down aus Köln
Aurel Hampl (26) und Nicolai Trittmann (26)machen Eisbaden für alle zugänglich – und das direkt in der heimischen Badewanne. Mit pool.down, dem ersten smarten Kühlgerät für die Badewanne, lässt sich das Wasser auf echte Eisbad-Temperaturen von rund drei Grad bringen – gesteuert per App, mit Timer und Herzfrequenz-Überwachung. So wird Kältetherapie komfortabel, sicher und messbar, ohne sperrige Eistonnen oder teure Outdoor-Lösungen. Das Gründerteam erklärt: „Eisbaden kann Stress reduzieren, die Durchblutung fördern und das Immunsystem stärken. Mit pool.down kann jeder zu Hause davon profitieren – platzsparend, schnell und smart.“ Um sich selbst ein Bild von dem Produkt zu machen, springt Gastlöwin Anne Lemcke kurzerhand ins Eisbad und zeigt echten Mut. Nach mehreren Sekunden im Wasser strahlt sie: „Es ist gar nicht so kalt, ich kann hier noch ein bisschen drin sitzen bleiben.“ Doch wird auch der Deal von 200.000 Euro für zehn Prozent der Firmenanteile überzeugen?

supernutural aus München
Amelie (42) und Timo (44) Sperber haben vor zehn Jahren – inspiriert von einer Erdnussmaschine in Kalifornien – ihre Jobs gekündigt und mit supernutural eine Food-Tech-Innovation aufgebaut. Ihr Prinzip: Ganze Nüsse kommen oben hinein, unten entsteht 100 Prozent frische Nusscreme – ohne Zusatzstoffe, ohne Zuckerzusatz, ohne Konservierung. Der Clou: Frisch vermahlene Nüsse liefern wertvolle ungesättigte Fettsäuren, pflanzliche Proteine, Vitamine und Mineralstoffe in besonders gut verfügbarer Form. Durch die feine Vermahlung kann der Körper die Nährstoffe besser aufnehmen als bei ganzen Nüssen. Die gesunden Fette sorgen für langanhaltende Energie ohne starken Blutzuckeranstieg – ein Pluspunkt, der auch Profisportler überzeugt. Gestartet ist das Paar mit einer großen Profi-Maschine für Hotellerie, Unternehmen und Profisport. Heute steht supernutural in 40 Ländern, beliefert Hotels, Unternehmen und Spitzenathleten – darunter internationale Top-Clubs wie der FC Liverpool sowie mehrere Olympia-Teams. Insgesamt wurden bereits über fünf Millionen Euro Umsatz erzielt. Nun folgt der nächste Schritt: der „Nutbooster“ für zuhause. Das kompakte Gerät verwandelt Mandeln, Haselnüsse oder Erdnüsse innerhalb von Sekunden in streichzarte Creme. Ihr Ziel: aus der etablierten B2B-Erfolgsgeschichte eine starke Endverbrauchermarke machen. Die Food-Experten Anne und Stefan Lemcke sind hungrig auf einen Deal und erkennen schnell, was Investment-Potenzial hat und was nicht. Nach einem Happen ist klar, die Gastlöwen sind begeistert! Doch nicht nur sie bekommen Appetit auf mehr. Werden die Löwen auf das Angebot von 6,25 Prozent Firmenanteile für 500.000 Euro eingehen? 

BackDani aus A-Völs
Daniel Kappacher (51, Physiotherapeut, Osteopath und Wirbelsäulenspezialist mit eigenem Therapiezentrum nahe Innsbruck) will ein Volksleiden bekämpfen: 80 Prozent der Deutschen leiden unter Rückenproblemen. Seine Lösung: BackDani, ein einfaches, aber gezielt entwickeltes Trainingsgerät zur Aktivierung der tiefen Rückenmuskulatur. Der Clou: Ein elastischer Stab mit speziellem Mittelteil sorgt durch kontrollierte Rotationsbewegungen für die gezielte Ansprache der Tiefenmuskulatur entlang der Wirbelsäule. „Die kleinen Muskeln stabilisieren Wirbel für Wirbel. Wenn sie nicht richtig arbeiten, schlägt die Wirbelsäule Alarm“, erklärt Daniel Kappacher. Bereits nach wenigen Tagen Training verspüre man mehr Beweglichkeit, Stabilität und Entspannung. Unterstützt wird er von seinen drei Töchtern Nina, Franca und Kira, die Logo, Social Media und sogar die Produktion mitgestalten. „Ihr seid ja der Wahnsinn“, staunen die Löwen. Bereits sechs Wochen nach Markteinführung hat sich der BackDani sehr erfolgreich entwickelt: Rund 400 Stück wurden verkauft – ausschließlich direkt an Patienten in der Praxis. „Das Produkt könnte wirklich was ganz Großes werden“, ist sich der Gründer sicher. Sehen die Löwen das auch so? 

Tipp: Alles über die Vox-Gründershow gibt es in unserer großen DHDL-Rubrik.

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Foto (oben): RTL / Bernd-Michael Maurer



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+++ Talon.One +++ Adyen +++ Quantistry +++ Volocopter +++ Solaris +++ Q.ANT +++


#StartupTicker

+++ #StartupTicker +++ Adyen kauft Talon.One (750 Millionen) +++ Quantistry schlittert in die Insolvenz +++ Ein Jahr nach der Rettung: Volocopter präsentiert neues Luftfahrzeug +++ Solaris bündelt seine Aktivitäten in Deutschland +++ Q.ANT expandiert in die USA +++

+++ Talon.One +++ Adyen +++ Quantistry +++ Volocopter +++ Solaris +++ Q.ANT +++

Was gibt’s Neues? In unserem #StartupTicker liefern wir eine kompakte Übersicht über die wichtigsten Startup-Nachrichten des Tages (Freitag, 24. April).

#STARTUPLAND

STARTUPLAND: Founders. VCs. Visionaries

+++ Am 10. März 2027 findet im RheinEnergieStadion in Köln unsere vierte STARTUPLAND Conference statt. Es erwartet Euch wieder eine faszinierende Reise in die Startup-Szene – mit Vorträgen von erfolgreichen Gründer:innen, lehrreichen Interviews und Pitches, die begeistern. Mehr über STARTUPLAND

#STARTUPTICKER

Talon.One
+++ Mega-Exit in Berlin! Der niederländische Payment-Gigant Adyen übernimmt das Berliner Scaleup Talon.One, das eine Loyalty- und Promotion-Software anbietet. Der Kaufpreis beträgt 750 Millionen Euro. „Talon.One’s co-founders, Christoph Gerber and Sebastian Haas, will reinvest a meaningful portion of their proceeds in newly issued ordinary shares in Adyen, underscoring their long-term commitment to the combined business“, heißt es in einer Pressemitteilung zur Übernahme. Der amerikanische Geldgeber Silversmith Capital Partners, der Late-Stage-Investor Meritech Capital und Altinvestor CRV investierten zuletzt beachtliche 135 Millionen US-Dollar in Talon.One. Zuvor flossen rund 40 Millionen Euro in das Unternehmen. Talon.One, 2015 von Lieferando-Gründer Christoph Gerber und dem RapidApe-Founder Sebastian Haas gegründet, bietet seinen Kundinnen und Kunden die Möglichkeit an, Coupon-Codes, Rabattaktionen, Bündelangebote, Empfehlungs- und Treueprogramme auf einer Plattform zu erstellen und zu tracken und somit das Promotion-Marketing zu optimieren. Für dieses Jahr peilt das Talon.One-Team rund 60 Millionen Annual Recurring Revenue (ARR) an. Rund 300 Mitarbeitende wirken derzeit für Talon.One. Gründer Gerber hielt zuletzt noch 23,6 % an seinem Unternehmen. Sein Mitstreiter Haas war noch mit 12,3 % an Bord. Deutsche Geldgeber waren keine bei Talon.One an Bord. Mehr über Talon.One

Quantistry
+++ Pleite! Das 2018 gegründete Berliner Startup Quantistry, das sich als „Materials Intelligence Platform“ positioniert, ist insolvent. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wird Rechtsanwalt Philipp Grauer bestellt. Ananda Impact Ventures, Chemovator, ein Ableger von BASF, IBB Ventures und Co. investierten zuletzt 3 Millionen Euro in das Unternehmen. Insgesamt sammelte das Team rund um die Gründer Marcel Quennet, Arturo Robertazzi und Stefan Kupferberg in den vergangenen Jahren rund 4,5 Millionen ein. Zum Konzept der Jungfirma heißt es: „Quantistry transforms the way sustainable materials are designed and discovered through its advanced Saas cloud-native simulation platform powered by Quantum and AI.“ Über die Hintergründe der Insolvenz ist bisher nichts bekannt. Mehr über Quantistry

Volocopter 
+++ Lebenszeichen! Das gescheiterte Flugtaxi-Unternehmen Volocopter, das im Frühjahr 2025 vom österreichischen Flugzeughersteller Diamond Aircraft gerettet wurde, gibt ein Lebenszeichen von sich. Das Unternehmen präsentierte gerade „das neu entwickelte Luftfahrzeug VoloXPro – einen elektrisch angetriebenen Ultraleicht-Multicopter“. Rund 160 Mitarbeitende arbeiten derzeit für Volocopter. Zielgruppe des VoloXPro sind unter anderem Flugschulen, Flugsportvereine und Luftsportbegeisterte. Mehr über Volocopter

Solaris
+++ Lesenswert! Das kriselnde Berliner FinTech Solaris plant seine Standorte in Frankreich, Italien und Spanien zu schließen. „Das Berliner Unternehmen will seine Aktivitäten künftig zentraler in Deutschland bündeln. Büros soll es bei Solaris demnach nur noch in Berlin und Frankfurt geben“, berichtet das Handelsblatt. Solaris gehört inzwischen mehrheitlich zum japanischen Unternehmen SBI (80 %). Im März hatte das Team seine Neuausrichtung (Fokus auf KI und Entlassungen) bekannt gegeben. Zuletzt wurde das einstige Unicorn noch mit weniger als 100 Millionen Euro bewertet. (Handelsblatt) Mehr über Solaris

Q.ANT
+++ Expansion in die USA! Das Stuttgarter DeepTech-Unternehmen Q.ANT, das photonische Prozessorlösungen entwickelt, macht sich in den USA breit. „Die Expansion gibt Hyperscalern, Rechenzentren und Innovatoren die Möglichkeit zu eruieren, wie sie mit unseren photonischen Native-Processing-Servern ihren Energieverbrauch senken und gleichzeitig die Rechenleistung steigern können“, berichtet das Team. Das Duquesne Family Office, die Investmentfirma von Stanley F. Druckenmiller, investierte zuletzt in Q.ANT. Cherry Ventures, UVC Partners und Co. punmpten zuvor zudem 62 Millionen Euro in das DeepTech-Unternehmen, 2018 von Michael Förtsch als Spin-off von Trumpf gegründet. Zuletzt gingen wieder vermehrt deutsche Startups auf Expansionskurs. Mehr über Q.ANT

CFO 
+++ Die Finanzabteilung wird zum Steuerungszentrum und ist zentral für Wachstum und Resilienz. 2026 wird klar zeigen, in welchen Unternehmen sich dieser Shift vollzieht, wo also Finanzteams gestalten statt zu verwalten. Mehr im Gastbeitrag von Gregory Herbert (Frisbii)

Blinkist
+++ Blinkist ist wieder in Gründerhand. Die Gründer Holger Seim und Tobias Balling halten nun jeweils 50 % an ihrem Unternehmen. „Eine strategische Neuausrichtung hat dazu geführt, dass die Vision, die die Grundlage unseres Exits war, nicht mehr im Fokus steht“, sagt Gründer Seim. Mehr über Blinkist

#DEALMONITOR

Investments & Exits
+++ Blinkist-Gründer kaufen ihr Startup zurück (Exit 2023) +++ Spot My Energy übernimmt Messstellenbetrieb von Zählerhelden +++ Goldman Sachs Alternatives investiert 50 Millionen in BLP Digital. Mehr im Deal-Monitor

Was ist zuletzt sonst passiert? Das steht immer im #StartupTicker

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Foto (oben): Bing Image Creator – DALL·E 3



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500-Millionen-Deal: Das steckt hinter der KI-Fusion von Aleph Alpha und Cohere


Bundesdigitalminister Karsten Wildberger (CDU).

Bundesdigitalminister Karsten Wildberger (CDU).
picture alliance / Metodi Popow | M. Popow

Monatelang wurde im Hintergrund verhandelt, jetzt steht der Vertrag. Deutschland und Kanada schließen eine strategische Partnerschaft im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI). Die beiden wichtigsten KI-Unternehmen der Länder, die Heidelberger Firma Aleph Alpha und das kanadische Cohere, fusionieren. Am Freitag präsentiert Bundesdigitalminister Karsten Wildberger (CDU) die Pläne in Berlin. Gründerszene kennt vorab die wichtigsten Details.





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Ich habe lange versucht, alles allein zu stemmen


#Interview

Gründeralltag – gibt es das überhaupt? „Mit drei Kindern beginnt mein Tag meistens zwischen Brotdosen und Babyflasche“, so Dilan Küçük, Gründerin von NAILD. „Danach: starker Kaffee und ein schneller Blick in die Zahlen“, führt sie weiter aus.

„Ich habe lange versucht, alles allein zu stemmen“

Wie starten ganz normale Gründerinnen und Gründer so in einen ganz normalen Startup-Arbeitsalltag? Wie schalten junge Unternehmerinnen und Unternehmer nach der Arbeit mal so richtig ab und was hätten die aufstrebenden Firmenlenker gerne gewusst bevor sie ihr Startup gegründet haben? Wir haben genau diese Sachen abgefragt. Dieses Mal antwortet Dilan Küçük, Gründerin von NAILD. Das 2017 gegründete Startup aus Berlin, das auf Press-on Nails setzt, erwirtschaftet inzwischen einen siebenstelligen Umsatz.

Wie startest Du in einen ganz normalen Startup-Arbeitsalltag?
Mit drei Kindern beginnt mein Tag meistens zwischen Brotdosen und Babyflasche. Danach: starker Kaffee und ein schneller Blick in die Zahlen. Ich brauche einen klaren Überblick über die Performance, erst dann kann ich fokussiert in Meetings oder kreative Themen einsteigen. Mein Mann und ich führen NAILD gemeinsam – also startet unser Tag oft im Team.

Wie schaltest Du nach der Arbeit ab?
Ehrlich gesagt gar nicht immer. Das Gründerinnen-Leben hört im Kopf selten um 18 Uhr auf. Aber ich versuche, bewusste Übergänge zu schaffen, zum Beispiel durch Kochen, Spazieren mit den Kids oder ein Matcha-Date mit mir selbst. Inzwischen weiß ich: Selfcare ist kein Luxus, sondern notwendig, wenn du langfristig brennen willst, ohne auszubrennen.

Was über das Gründer:innen-Dasein hättest Du gerne vor der Gründung gewusst?
Wie einsam es manchmal ist, wenn man niemanden hat, der wirklich versteht, was gerade in deinem Kopf los ist. Deswegen habe ich früh angefangen, mir einen Female Founder Circle aufzubauen. Ohne Austausch, Ehrlichkeit und gegenseitigen Support wäre ich heute nicht da, wo ich bin.

Was waren die größten Hürden, die Du auf dem Weg zur Gründung überwinden musstest?
Ich hatte keine Vorbilder, die aussahen wie ich. Keine Business-Eltern, kein Kapital, keinen „klassischen“ Weg. Ich musste mir alles selbst beibringen und oft doppelt so laut sein, um gehört zu werden. Aber genau deshalb ist NAILD heute eine Marke, die andere ermutigt, sich selbst zu vertrauen.

Was waren die größten Fehler, die Du bisher gemacht hast – und was hast Du aus diesen gelernt?
Ich habe lange versucht, alles allein zu stemmen – aus Angst, die Kontrolle zu verlieren. Dabei habe ich gelernt: Vertrauen ins Team und klare Prozesse sind keine Schwäche, sondern der Schlüssel zu Wachstum. Und: Nicht jede Agentur ist die richtige. Gute Briefings sind Gold wert.

Wie findet man die passenden Mitarbeiter:innen für sein Startup?
Nicht durch CVs, sondern durch Haltung. Wir schauen, ob Menschen unsere Werte teilen, mitdenken und mitwachsen wollen. Wir sind ein kleines Team, da zählt jede Stimme. Wer bei uns arbeitet, muss nicht perfekt sein, aber bereit, Verantwortung zu übernehmen und sich einzubringen.

Welchen Tipp hast Du für andere Gründer:innen?
Zeig dich. Deine Geschichte, deine Vision, deine Haltung. Personal Branding ist kein Buzzword – es ist dein USP und deine größte Chance auf einen nachhaltigen Wachstumstreiber. Und: Hab keine Angst vor deiner eigenen Stimme. Sichtbarkeit schafft Vertrauen: bei Kund:innen, bei Partner:innen und im Team.

Ohne welches externes Tool würde Dein Startup quasi nicht mehr existieren?
Shopify. Unsere gesamte E-Commerce-Infrastruktur läuft über die Plattform. Aber genauso wichtig: WhatsApp. Wir sind ein kleines Team, das super schnell reagieren muss und unsere wöchentliche Kommunikation mit Agenturen läuft größtenteils asynchron über kurze Voice-Memos.

Wie sorgt Ihr bei Eurem Team für gute Stimmung?
Wertschätzung ist der Anfang von allem. Wir feiern kleine Erfolge, sprechen offen über Herausforderungen und lassen Flexibilität zu, wo es möglich ist. Mein Mann und ich arbeiten eng mit dem Team – und wir wissen, wie wichtig es ist, gesehen zu werden, nicht nur als Arbeitskraft.

Was war Dein bisher wildestes Startup-Erlebnis?
Unser erstes Pop-Up-Event in Berlin. Innerhalb von zehn Tagen haben wir alles selbst organisiert – inklusive Matcha-Bar, DJ, Fotowand und hunderten Besucher:innen. Es war chaotisch, emotional und komplett überwältigend. Und genau das hat mir gezeigt: Female Energy ist eine unterschätzte Kraft.

Tipp: Wie sieht ein Startup-Arbeitsalltag aus? Noch mehr Interviews gibt es in unserem Themenschwerpunkt Gründeralltag.

Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.

Foto (oben): Naild



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