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Kompaktes Smart-Teleskop ZWO Seestar S30 Pro im Test


Der chinesische Hersteller ZWO (Zhen Wang Optical) hat sein kompaktes Smart-Teleskop Seestar S30 Pro für Einsteiger und unerfahrene Nutzer konzipiert – trotz Pro im Namen. Im 1,8 Kilogramm leichten S30 Pro stecken zwei getrennte Kamerasysteme mit unterschiedlichen Aufgaben: eine Astrokamera für Deep‑Sky‑Aufnahmen und eine Weitwinkelkamera zur Himmelsorientierung und für Spezialmodi.

Die Hauptkamera sitzt hinter der eigentlichen Teleskop-Optik, ein 30‑mm‑Apochromat mit vier Linsen statt wie beim Vorgängermodell (Test) ein Triplet. Die zusätzliche Linse sorgt für ein flaches Bildfeld am Rand des Bildes, um die Abbildung des im Vergleich zum Vorgänger größeren 1/1,2-Zoll-Bildsensors zu verbessern.

Der Sony-IMX585-Sensor löst 3840 × 2160 Pixel auf und steckt in vielen Astrokameras, unter anderem im wesentlich teureren Vaonis Vespera II. Verglichen mit dem Vorgängermodell hat die Hauptkamera außerdem ein deutlich weiteres Bildfeld.


Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Kompaktes Smart-Teleskop ZWO Seestar S30 Pro im Test“.
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Mozilla cq: Stack Overflow für KI-Agenten


Mozilla AI hat mit cq ein Open-Source-Projekt vorgestellt, das als gemeinsame Wissensbasis für KI-Coding-Agenten dienen soll. Der Name leitet sich vom Dialog (colloquy) ab, genauer gesagt einem strukturierten Austausch von Ideen. Das erklärte Ziel: Agenten sollen nicht länger isoliert arbeiten und dabei wiederholt auf dieselben Fehler stoßen, sondern voneinander lernen können.

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Wie Peter Wilson in einem Blogeintrag bei Mozilla erklärt, arbeiten KI-Agenten aktuell stets unabhängig voneinander. Trifft ein Agent auf ein unbekanntes Problem – etwa eine API mit unerwartetem Verhalten oder eine fehlerhafte CI/CD-Konfiguration –, muss er es eigenständig lösen: Code schreiben, Fehler auslösen, diagnostizieren, von vorn beginnen. Stößt ein anderer Agent auf dasselbe Problem, wiederholt sich der gesamte Prozess. Das kostet Token und Rechenleistung.

Verschärft wird die Situation laut Mozilla dadurch, dass die Trainingsdaten der Modelle veralten. Gleichzeitig sind Plattformen wie Stack Overflow, die einst als zentrale Wissensquelle dienten und deren Inhalte in die Trainingsdaten der Modelle einflossen, von einem massiven Nutzerschwund betroffen. Konkret verweist Mozilla auf einen Rückgang von über 200.000 Fragen pro Monat auf dem Höhepunkt 2014 auf unter 4.000 im Dezember 2025.

cq setzt auf einen dezentralen Wissensaustausch: Bevor ein Agent eine unbekannte Aufgabe angeht, fragt er die sogenannten „cq commons“ ab. Hat ein anderer Agent das Problem bereits gelöst, steht die Lösung sofort zur Verfügung. Lernt ein Agent etwas Neues, kann er dieses Wissen zurück in die Datenbank einspeisen. Andere Agenten bestätigen es durch praktische Nutzung oder markieren es als veraltet. Wissen soll so durch Anwendung Vertrauen aufbauen, nicht durch bloße Autorität.

Mozilla verweist in diesem Zusammenhang auf eine Vertrauenslücke: 84 Prozent der Entwickler nutzen demnach KI-Tools oder planen dies, doch 46 Prozent vertrauen der Genauigkeit der Ergebnisse nicht – ein Anstieg gegenüber 31 Prozent im Vorjahr. Wissen, das von mehreren Agenten in unterschiedlichen Codebasen bestätigt wurde, könne hier mehr Gewicht haben als die Einzelantwort eines Modells, so die Hoffnung von Mozilla.

Ein erster funktionsfähiger Prototyp von cq umfasst Plugins für die Coding-Agenten Claude Code und OpenCode. Hinzu kommen ein MCP-Server (Model Context Protocol) für den lokalen Wissensspeicher, eine Team-API zum Teilen innerhalb von Organisationen, eine Benutzeroberfläche für menschliche Überprüfung sowie Container zum Aufsetzen des Gesamtsystems. Die Entwicklung begann nach Angaben von Mozilla erst Anfang März, entsprechend handelt es sich offiziell um einen frühen Proof of Concept.

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Technische Details zu cq finden sich auf der Projektseite auf GitHub.

Mozilla legt cq ausdrücklich als herstellerunabhängiges Projekt aus. Nicht jeder nutze dieselben Coding-Agenten, und Entwicklern sollte kein bestimmtes Werkzeug vorgeschrieben werden, heißt es im Blogbeitrag. Der bisherige Ansatz, Wissen in Markdown-Dateien innerhalb von Repositories abzulegen, stoße an Grenzen. Stattdessen brauche es ein dynamisches System, das Vertrauen über die Zeit aufbaue.

Peter Wilson verweist explizit darauf, dass sich die Idee mit einem jüngst veröffentlichten Beitrag von KI-Forscher Andrew Ng deckt. Er hatte ebenfalls ein „Stack Overflow für KI-Coding-Agenten“ angeregt. Entsprechend sieht Mozilla darin eine Bestätigung des eigenen Ansatzes und ruft die Entwickler-Community auf, sich an der Gestaltung von cq zu beteiligen.


(fo)



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VR Games Showcase März 2026: Alle neuen VR-Spiele und Ankündigungen


Titel und Plattform Beschreibung PAYDAY: Aces High (Meta Quest 3, SteamVR) Koop-VR-Heist-Shooter für bis zu 4 Spieler, in dem spektakuläre Raubüberfälle geplant und durchgeführt werden. Release 2026. Compass (Meta Quest, SteamVR, PSVR2) Open-World-Pilotenabenteuer mit Rätseln, Upgrades und freier Erkundung. Release Frühjahr 2026. Exoshock (Meta Quest, PCVR) VR-Koop-Sci-Fi-PvE-Shooter für 1 bis 4 Spieler mit Squad-Taktik und dynamischen Schlachtfeldern (Early Access). Forefront (Quest, PC VR, PSVR2) 32-Spieler-VR-Shooter mit Land-, See- und Luftfahrzeugen. Version 1.0 erscheint am 23. April. Dimensional Double Shift – Sporelando (Meta Quest, Android XR) DLC für die humorvolle VR-Erfahrung in einer chaotischen Dimension. Release: 23. April 2026. Among Us 3D Definitive Edition (Steam, SteamVR, Meta, PSVR2, PICO) VR-Version des Social-Deduction-Hits mit plattformübergreifender Unterstützung. Release 6. Mai 2025. One More Delve (PC/Steam, Quest 3/3S) Physikbasierter Dungeon-Crawler mit Nahkampf, Magie und Koop für bis zu 3 Spieler. Release:27. April. VR BMX (PCVR/Steam, später Quest) VR-BMX-, Scooter- und Mountainbike-Spiel mit Multiplayer, Trick-System und Individualisierung. Release 26. März 2026 (Steam). Space Control (Steam, Meta Quest) Abgedrehte Sci-Fi-Management-Adventure-Komödie über die Arbeit für eine Alien-Megacorp. Release: 1. April 2026. The Amusement (Meta Quest, Steam) Narratives VR-Adventure in einem verlassenen Freizeitpark. Release:April 2026. The Lightkeepers (Meta Quest) Koop-Survivalspiel mit Tag-Nacht-Zyklus. Release: Q3 2026. Spymaster (Meta Quest, PC VR) Actionreiches VR-Spionageabenteuer im Stil klassischer Agentenfilme. Release:2026. Panoptic II (PC VR, Meta Quest 3) Asymmetrisches Multiplayer-Versteckspiel mit Riesen-gegen-Zwerge-Gameplay. Release: 2026. The Boys: Trigger Warning (Meta Quest 3) Actionspiel im „The Boys“-Universum mit Originalfiguren und Story-Kampagne. Release: 26. März 2026. Primal Rumble (Meta Quest) Rundenbasiertes Kartenspiel mit humorvollen Kreaturen und kompetitivem Fokus. Noch kein Veröffentlichungsdatum. VRacer Hoverbike (Meta Quest) Hoverbike-Rennspiel erhält kostenlosen Track-Editor per Update (26. Juni 2026). Roboquest VR (Steam, PSVR2, Meta Quest) Rasantes Roguelite-FPS mit Koop-Support. Quest-Version & Multiplayer-Update für Mai angekündigt. Trombone Champ: Unflattened (Meta Quest, SteamVR, PSVR2) Rhythmusspiel mit über 58 Tracks erhält neuen DLC (noch kein VÖ-Datum). FlatOut 4: Total Insanity VR (Steam) VR-Port des Arcade-Racers startet im Early Access ab 23. April 2026. WRATH: Aeon of Ruin – Brutal Edition (Meta Quest, SteamVR, PSVR2) Oldschool-VR-FPS im Quake-Stil mit Dual-Wielding und physischem Nachladen. Release: 9. April 2026. Bootstrap Island (PC VR) Erstes großes Post-Launch-Update für das Survival-Abenteuer angekündigt. Beat The Beats (Quest, Pico, PC VR) Rhythmusspiel erscheint Ende März auf Quest und Pico. Puzzling Places (PC VR) Aktualisierte PC-Demo vor offiziellem Launch veröffentlicht. Legendary Tales: Dawn of History (PCVR, PSVR2) DLC-Überraschungsrelease des Fantasy-Action-RPGs. Release: 24. März 2026. Bloxer (Plattform TBD) Launch-Trailer zum VR-Titel veröffentlicht. Peak Rhythm (Meta Quest) Rhythmus-Kletterspiel erhält Multiplayer-Update. Early Access seit 5. März 2026. Shop & Stuff (Quest, PSVR) Humorvolle Supermarkt-Simulation mit Chaos-Gameplay. Quest seit 5. März, PSVR 2 ab 27. März. How to God (Meta Quest 2/3/3S) „Good or Evil“-Update erweitert die Göttersimulation um neue Moral-Optionen. Release: 26. März. A Long Survive (Quest, PSVR2, SteamVR) Brutales Koop-Actionspiel gegen massive Horden. PSVR2 & SteamVR ab 31. März 2026. Virtual Hunter (PSVR2, Meta Quest) Realistische VR-Jagdsimulation mit Koop-Modus. Release: 25. März 2026. Full Steam Undead (Steam, Quest) Zombie-Action auf einem VR-Dampfzug. Release zum „Steam Frame“-Launch angekündigt. Isle of Food (Steam, Meta Quest, PSVR) Cozy-Open-World-Kochspiel auf einer Insel mit Restaurant-Management. Release: 22. April 2026. Confined: Leaving OKB-134 (PC, PC-VR, Steam Deck) Horror-Puzzle-Adventure in einem verlassenen sowjetischen Bunker. Release: 2026. Plasmaborne (Meta Quest) High-Intensity-VR-Roguelike-Shooter mit Arenakämpfen. Vollversion erscheint am 24. März 2026. Interlocked: Puzzle Islands (Meta Quest, PC/Steam) VR-Neuinterpretation eines 3D-Holzpuzzle-Klassikers. Erscheint am 24. März 2026 für Meta Quest. Crêpe Master! (Meta Quest 3) Buntes Magical-Girl-Actionspiel gegen Alien-Invasoren. Release: 7. Mai 2026. Sol Protocol (Meta Quest 3/3S, Steam später) Koop-VR-Roguelike für 3 Spieler mit gemeinsam gesteuertem Raumschiff. Early Access-Start für April geplant.



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Yale Linus Smart Lock L2 Lite im Test: einfach, praktisch und mit Matter


Einfach nachgerüstet, praktisch mit Fingerprint erweitert und im Alltag überzeugend: Das ist das Yale Linus Smart Lock L2 Lite. Besser als Tedee und Nuki?

Das Yale Linus Smart Lock L2 Lite mit Smart Keypad 2 samt Fingerprint-Sensor ist ein Smart-Lock-Set, das auf einfache Nachrüstung und gute Alltagstauglichkeit setzt. Tür, Schloss und Zylinder bleiben unverändert, der bisherige Schlüssel kann bei kompatiblem Zylinder außen weiter genutzt werden, und das zusätzliche Keypad erweitert den Zugang sinnvoll um PIN und Fingerabdruck. Gegenüber dem teureren Linus L2 spart Yale aber an Ausstattung und Materialqualität. In der Praxis steht das Set damit genau zwischen zwei starken Gegenspielern: dem technisch aufwendigeren und deutlich schnelleren Nuki Smart Lock Pro sowie dem sehr kompakten und oft günstigeren Tedee Go 2.

Design und Verarbeitung

Das Linus Smart Lock L2 Lite wirkt an der Tür deutlich moderner als viele ältere Nachrüstlösungen mit großem Batteriekasten, wie ihn ältere (oder günstige) Nuki-Modelle oder etwa Switchbot verwenden. Yale setzt auf eine kompakte, langgezogene Knaufform wie ein Nuki Smart Lock Pro oder das Tedee Go 2. Das Schloss misst rund 61 mm im Durchmesser und 72 mm in der Tiefe, dazu kommt ein Gewicht von 260 g. Damit ist es angenehm kompakt, das Tedee Go 2 ist aber mit 57 × 63 mm und rund 196 g noch kleiner und leichter. Beim Material merkt man zudem den Unterschied zum teureren Linus L2. Das Lite besteht nicht aus Metall, sondern aus Kunststoff – das sieht zwar etwas weniger wertig aus, ist aber sauber verarbeitet und wirkt nicht billig.

Das Smart Keypad 2 Fingerprint wird außen angebracht und fällt dort durch seine schwarze Farbgebung und das breite Design eher als manches Konkurrenzprodukt auf. Dafür ist es schön flach. Yale gibt 69 × 122 × 19 mm sowie 142 g Gewicht an. Das Keypad mit Fingerabdrucksensor ist nach IP55 gegen Regen geschützt und wird von vier AAA-Batterien betrieben. Praktisch: Die Tastatur leuchtet bei Annäherung auf, bietet kapazitive Tasten und integriert sogar eine Klingelfunktion – praktisch.

Installation und App

Das L2 Lite wird auf der Innenseite der Tür nachgerüstet, ohne Bohren oder sonstige bleibende Veränderung. Am einfachsten ist es, wenn der Zylinder mindestens 3 mm aus dem Türblatt herausragt, dann kann die beiliegende Adapterplatte direkt am Zylinder festgeschraubt werden. Ansonsten liegt ein Klebepad bei. Die Yale-Home-App führt Schritt für Schritt durch die Installation, allerdings waren bei uns die Videos für jeden Schritt immer für den folgenden Schritt gedacht. Außerdem wurden eher generelle Informationen als speziell für das L2 Lite runtergespult – unschön, aber kein Beinbruch. Anschließend folgt die Kalibrierung, die mit wenigen Handgriffen absolviert ist.

Das Smart Keypad 2 ist ebenfalls schnell montiert. Yale erlaubt die Befestigung mittels Schrauben und Dübel oder mit einem doppelseitigen Klebepad. Wichtig ist nur, dass das Keypad innerhalb der Bluetooth-Reichweite des Schlosses platziert wird und die Batterien zuvor richtig eingelegt sind.

Die Yale-Home-App ist weitestgehend selbsterklärend. Sie ist klar strukturiert, führt überwiegend verständlich durch die Einrichtung und bündelt die wichtigsten Funktionen übersichtlich. Dazu zählen digitale Schlüssel, Zugangsverwaltung, Aktivitätsprotokolle, automatisches Ver- und Entriegeln und die Verwaltung von PIN-Codes. Gerade für Familien, Ferienwohnungen oder wiederkehrende Gäste ist das praktisch. Das Yale Keypad 2 kann bis zu 220 individuelle Codes mit 4 bis 6 Stellen speichern. Das ist für private Nutzung mehr als genug und auch für Vermietungsszenarien brauchbar.

Das Keypad speichert bis zu zehn Fingerabdrücke. Die Daten werden laut Yale verschlüsselt auf dem Keypad gespeichert. Falsche Eingaben führen nach fünf Fehlversuchen zu einer Sperre von fünf Minuten, sowohl bei PIN als auch beim Fingerabdruck. Das ist sinnvoll, auch wenn vermutlich die wenigsten Diebe durch bloßes Ausprobieren von theoretisch 1 Mio. Kombinationsmöglichkeiten versuchen werden, Einlass zu bekommen.

Etwas schade: Das L2 Lite funkt zwar per Bluetooth 5.4 und Matter over Thread. Ohne ConnectX-WiFi-Bridge fehlen ansonsten aber einige Komfortfunktionen. So gibt es ohne Bridge keinen Fernzugriff und unterwegs keine Echtzeit-Benachrichtigungen. Sprachassistenten lassen sich hingegen per Matter über Thread einbinden. Das ist zwar im Alltag weniger bequem als bei Nuki Smart Lock Ultra oder Pro mit integriertem WLAN, dürfte aber dem niedrigen Preis geschuldet sein. Tedee geht einen ähnlichen Weg wie Yale und verlangt für den vollen Fernzugriff ebenfalls eine zusätzliche Bridge.

Beim Datenschutz und bei der Kontosicherheit setzt Yale auf Zwei-Faktor-Authentifizierung und AES-128-Verschlüsselung – bevor die geknackt ist, kann man eher die Tür eintreten. Beim Keypad spricht Yale zusätzlich von verschlüsselter Speicherung der biometrischen Daten. Zusätzlich lässt sich das Schloss in der App mit zusätzlicher Verifikation wie Fingerabdruck, Gesichtserkennung oder PIN absichern – auch bei aktiver Bluetooth-Verbindung zum Handy mit der App.

Im Alltag

Im täglichen Einsatz macht das Yale-Set durch seine einfache Nutzung vieles richtig. Die Tür lässt sich per App, Fingerabdruck, PIN, manuellem Drehen oder Knopfdruck von innen und weiterhin per Schlüssel von außen bedienen, sofern es der eingebaute Zylinder erlaubt. Das wird übrigens bei der Installation abgefragt und die App empfiehlt, das L2 Lite nicht ohne einen solchen Sicherheitszylinder zu verwenden. Im Alltag ist Key Sense praktisch: Ein kurzer Druck verriegelt oder entriegelt direkt, ein langer Druck verschließt die Tür mit Verzögerung.

Den höchsten Komfort bietet aber das Schloss in Verbindung mit dem Keypad. Finger statt Schlüssel klappt schneller und einfacher als das Hantieren mit dem Smartphone. Die beleuchtete Tastatur hilft bei Dunkelheit, und die eingebaute Klingelfunktion, bei deren Betätigung ein Alarm auf dem Smartphone eingeht, macht das Gerät noch vielseitiger. Diese Funktion ist aber ebenfalls Nutzern mit Wifi-Bridge vorbehalten. Auch bei der Zuverlässigkeit fällt das Bild positiv aus. Nach einfacher Installation, Kalibrierung und Nutzung überzeugt auch die Auto-Unlock-Funktion. Im Testzeitraum klappte das automatische Aufschließen bei Annäherung vorbildlich und so gut wie immer.

Weniger stark ist das Yale beim Öffnungstempo. Es gibt keine frei wählbaren Geschwindigkeitsmodi wie beim Nuki Smart Lock Pro und je nach Schloss kann das Öffnen dann auch schon mal über 5 Sekunden dauern. Was nach wenig klingt, erscheint vor der Tür stehend wie eine halbe Ewigkeit. Zudem ist das L2 Lite mit um 60 dB Lautstärke mäßig laut, aber auch nicht besonders leise. Das Tedee Go 2 ist da noch einmal weniger zu hören.

Die Smart-Home-Einbindung des Yale-Modells ist dagegen stark. Matter over Thread ist in dieser Preisklasse ein echtes Argument, Apple Home, Google Home, Alexa und Samsung Smartthings werden offiziell unterstützt. Damit lässt sich das Schloss flexibler in bestehende Smart-Home-Umgebungen einbinden als viele günstigere Alternativen. Das Tedee Go 2 etwa setzt stärker auf seine Bridge.

Akku

Beim Linus Smart Lock L2 Lite setzt Yale auf drei CR123A-Batterien statt auf einen integrierten Akku – schade, zumal solche speziellen Batterien mit über 1 Euro pro Stück vergleichsweise teuer sind. Modelle wie das Nuki Go erlauben zwar die Verwendung herkömmlicher und günstigerer AA-Batterien, erkaufen diesen Vorteil mit deutlich größeren Maßen. Die Laufzeit beziffert Yale mit bis zu 6 Monaten, abhängig von Nutzung, Anzahl der Umdrehungen pro Schließvorgang, Leichtgängigkeit der Tür und Signalstärke. Das ist ein durchschnittlicher Wert.

Für das Smart Keypad 2 nennt Yale ebenfalls 6 Monate Laufzeit. Hier kommen vier AAA-Batterien zum Einsatz. Das ist deutlich praktischer als spezielle Batterien, umweltschonender wäre aber vermutlich auch hier ein Akku.

Preis

Die UVP für Deutschland liegt beim Yale Linus Smart Lock L2 Lite bei 139 Euro, das Smart Keypad 2 Fingerprint kostet einzeln 129 Euro. Für das Starter-Set nennt Yale regulär 268 Euro. Bei Tink ist es gerade für 260 Euro erhältlich. Damit ist das Set etwas teurer als das etwas kompaktere Tedee Go 2 mit Keypad Pro, das für 250 Euro erhältlich ist. Das Nachrüst-Smart-Lock kostet im Handel knapp 140 Euro, das Smart Keypad 2 Fingerprint ab 105 Euro (Stand: 3/2026).

Fazit

Das Yale Linus Smart Lock L2 Lite mit Smart Keypad 2 Fingerprint ist ein eher pragmatisches Paket. Es ist nicht extrem hochwertig, schnell oder leise, dafür aber zuverlässig und einfach in Installation und Bedienung. Außerdem bietet es viele Optionen in der übersichtlichen App und zum Einbinden in ein Smart-Home-System per Matter über Thread. Gerade zusammen mit dem Fingerprint-Keypad bietet das Set einen echten Mehrwert gegenüber dem Schloss allein, da der Zugang spürbar einfacher und schneller wird. Schade nur, dass Yale zumindest beim Schloss auf teure Spezialbatterien statt Akku setzt.



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