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Entwicklung & Code

Schulungsangebot tech:lounge Live! 2026: Architektur, Data Science und KI


Softwareentwicklung steht an einem Wendepunkt. Daten und Künstliche Intelligenz verändern grundlegend, wie wir Systeme entwerfen, entwickeln und betreiben. Klassische Architekturansätze stoßen an ihre Grenzen, sobald Anwendungen von datengetriebenen Entscheidungen und intelligenten Komponenten bestimmt werden. Das gilt für Start-ups ebenso wie für etablierte Unternehmen, die ihre bestehenden Systeme weiterentwickeln müssen.

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the next big thing – Golo Roden

the next big thing – Golo Roden

Golo Roden ist Gründer und CTO von the native web GmbH. Er beschäftigt sich mit der Konzeption und Entwicklung von Web- und Cloud-Anwendungen sowie -APIs, mit einem Schwerpunkt auf Event-getriebenen und Service-basierten verteilten Architekturen. Sein Leitsatz lautet, dass Softwareentwicklung kein Selbstzweck ist, sondern immer einer zugrundeliegenden Fachlichkeit folgen muss.

Dieser Wandel betrifft nicht nur einzelne Technologien. Er betrifft die Art und Weise, wie wir über Architektur nachdenken, wie wir mit Daten umgehen und welche Rolle Entwicklerinnen und Entwickler in diesem veränderten Umfeld einnehmen. Wer heute Software baut, die in fünf Jahren noch Bestand haben soll, kommt nicht umhin, diesen Paradigmenwechsel aktiv zu gestalten.

In vielen Unternehmen werden Architektur, Data Science und künstliche Intelligenz nach wie vor als getrennte Disziplinen behandelt. Das klingt nach sinnvoller Arbeitsteilung. In der Praxis führt es jedoch zunehmend zu Problemen, denn die drei Bereiche sind längst nicht mehr unabhängig voneinander.

Eine Architektur, die Datenflüsse nicht von Beginn an mitdenkt, wird scheitern, sobald datengetriebene Entscheidungen eine tragende Rolle spielen. Ein Machine-Learning-Modell, das ohne Rücksicht auf die umgebende Architektur trainiert wird, lässt sich kaum produktiv integrieren. Und Data Science bleibt wirkungslos, wenn die Ergebnisse nicht in tragfähige Anwendungen überführt werden können.

Was es braucht, ist ein integriertes Verständnis aller drei Disziplinen. Entwicklerinnen und Entwickler müssen architektonische Entscheidungen im Kontext von Datenstrategien treffen können. Sie müssen verstehen, was Machine Learning leisten kann und wo seine Grenzen liegen. Und sie müssen wissen, wie sich intelligente Komponenten nachhaltig in Systeme einbetten lassen. Genau an dieser Stelle setzt die tech:lounge Live! 2026 an.

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Im vergangenen Jahr hat die the native web GmbH zum ersten Mal die tech:lounge Live! veranstaltet, eine eintägige Konferenz in Freiburg im Breisgau. Das Feedback war äußerst positiv, und besonders der intensive Austausch in kleinem Kreis wurde immer wieder hervorgehoben.

Am 24. April 2026 geht die tech:lounge Live! daher in die zweite Runde, diesmal mit einem neuen Schwerpunkt: dem Zusammenspiel von Softwarearchitektur, Data Science und künstlicher Intelligenz. Sechs Referentinnen und Referenten beleuchten das Thema aus unterschiedlichen Perspektiven. Die Vorträge bauen aufeinander auf und fügen sich zu einem Gesamtbild.

Den Auftakt um 9 Uhr bildet eine Keynote von Golo Roden (the native web GmbH) unter dem Titel „Warum wir Software neu denken müssen“. Sie beleuchtet die grundlegenden Veränderungen, die der Paradigmenwechsel hin zu datengetriebener Software mit sich bringt, und setzt den thematischen Rahmen für den Tag.

Anschließend geht es um „Architektur im datengetriebenen Zeitalter“, ebenfalls mit Golo Roden. Der Vortrag zeigt, wie sich Architekturen verändern, wenn Datenflüsse und deren Qualität ins Zentrum der Entscheidungen rücken, und welche Prinzipien Architekturen zukunftsfähig halten.

Nach der ersten Kaffeepause widmet sich Johannes Fröhlich (SICK AG) dem Thema „Daten als APIs: Vom Datensilo zum Produkt“. Er zeigt, wie ein Data Mesh die Perspektive auf Daten verändert und was es bedeutet, wenn Daten als Schnittstellen gedacht und wie Produkte gestaltet werden.

Vor der Mittagspause entzaubert Alexandra Kirsch (Alex Kirsch IT GmbH) in „Warum Machine Learning keine Magie ist“ die vermeintliche Blackbox. Sie legt offen, wie Statistik, Wahrscheinlichkeiten und Zufall die eigentliche Grundlage bilden, und schafft ein Fundament, das hilft, Machine Learning kritisch einzuordnen.

Am Nachmittag zeigt Niklas Goby (BadenCampus) in „KI in der Praxis: Vom Modell zur Anwendung“, wie der Schritt vom trainierten Modell zur produktiven Anwendung gelingt. Anhand praktischer Beispiele beleuchtet er Best Practices, typische Stolperfallen und die Rolle der Entwicklerinnen und Entwickler bei diesem Übergang.

Felix Leber (Jung von Matt NECKAR) blickt in „Next Generation Software Engineering“ auf die veränderte Rolle derjenigen, die moderne Systeme bauen. Welche Fähigkeiten und Denkweisen sind erforderlich, wenn klassisches Coding allein nicht mehr ausreicht?

Nach der zweiten Kaffeepause liefert Matthias Grünewald (Syna GmbH) mit „Intelligente Systeme nachhaltig denken“ einen strategischen Ausblick. Er diskutiert, wie intelligente Systeme langfristig tragfähig gestaltet werden können und welche Leitplanken dafür entscheidend sind.

Den Abschluss bildet die Closing-Session „Wider den Hype“, die die Fäden des Tages zusammenzieht und einordnet, was bleibt, was sich verändert und wie Entwicklerinnen und Entwickler die Zukunft aktiv gestalten können.

Veranstaltungsort ist die Lokhalle in Freiburg im Breisgau, eine denkmalgeschützte Industriehalle im Güterbahnhof-Areal mit hohen Decken, viel Licht und industriellem Charme. Die Lokhalle liegt in der Nähe des Hauptbahnhofs und ist von dort gut mit der Straßenbahn erreichbar. Freiburg selbst ist mit dem ICE aus allen großen deutschen Städten erreichbar.

Von 9 bis 18 Uhr erwartet die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein kompaktes Programm mit Verpflegung über den gesamten Tag. Die Pausen sind bewusst großzügig bemessen, denn ein wesentlicher Teil des Wertes einer solchen Veranstaltung entsteht zwischen den Teilnehmerinnen und Teilnehmern, nicht nur auf der Bühne. Maximal 100 Plätze sorgen dafür, dass echte Gespräche möglich sind. Wer im vergangenen Jahr dabei war, weiß, wie wertvoll gerade dieser persönliche Rahmen ist.

Ein Ticket kostet 499 Euro zuzüglich 19 Prozent Umsatzsteuer und kann ab sofort auf der Website der tech:lounge Live! 2026 gebucht werden.


(rme)



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Entwicklung & Code

Kubermatic SecureGuard: Automatisiertes Secrets-Management für Kubernetes


Im Rahmen der diesjährigen KubeCon + CloudNativeCon Europe hat das Hamburger Unternehmen Kubermatic eine neue Open-Source-basierte Plattform vorgestellt, die das Verwalten sensibler Zugangsdaten in Kubernetes-Umgebungen automatisieren soll. Kubermatic SecureGuard – kurz KubeSG – soll Sicherheitsteams eine zentrale Steuerungsebene bieten, über die sich API-Schlüssel, Datenbankpasswörter und KI-Token automatisiert verwalten, rotieren und prüfen lassen.

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Kompromittierte Anmeldedaten seien ein verbreitetes Problem in Cloud-nativen Infrastrukturen und stellten insbesondere für Unternehmen mit schnell wachsenden Kubernetes- und KI-Workloads eine ernste Herausforderung dar. Die weltweiten Durchschnittskosten pro Vorfall lagen laut dem IBM Cost of a Data Breach Report 2025 bei rund 4,44 Millionen US-Dollar.

Genau an dieser Stelle soll das neue Produkt KubeSG laut Ankündigung ansetzen. Technisch baut Kubermatic dabei auf zwei Open-Source-Komponenten: OpenBao als Secrets-Engine und den External Secrets Operator (ESO) für die Anbindung an Kubernetes. Deren Kombination liefert eine selbst gehostete, Kubernetes-native Schicht für das Secrets-Management. Anwendungen erhalten automatisch nur diejenigen Anmeldedaten, für die sie berechtigt sind – eingebunden als standardmäßige Kubernetes-Secrets-Objekte, Umgebungsvariablen oder gemountete Dateien.

Kubermatic will sich mit dem Open-Source-Ansatz bewusst als Gegenmodell zu proprietären Lösungen positionieren, damit auch die Sicherheitsinfrastruktur vollständig transparent und überprüfbar sein könne. KubeSG soll Unternehmen jederzeit Einblick gewähren, wie ihre Geheimnisse gespeichert, abgerufen und auditiert werden.

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Über den Sicherheitsaspekt hinaus will Kubermatic mit SecureGuard auch ein operatives Problem angehen: In vielen Organisationen binde das manuelle Verwalten von Zugangsdaten erhebliche Kapazitäten. Ticket-Warteschlangen, selbst geschriebene Skripte und erzwungene Dienst-Neustarts bei der Rotation von Geheimnissen bremsen laut Kubermatic die Entwicklungsgeschwindigkeit. KubeSG soll diese Schritte automatisieren, sodass sich Entwicklerteams auf die eigentliche Softwarebereitstellung konzentrieren können, statt Anmeldedaten zu pflegen.

Die Plattform unterstützt darüber hinaus Mandantenfähigkeit mit isolierten Geheimnisspeichern. Große Unternehmen sollen so den Wirkungsradius potenzieller Sicherheitsvorfälle begrenzen können, indem Umgebungen und Teams strikt voneinander getrennt werden. Für Multi-Cloud- und Hybrid-Infrastrukturen bietet SecureGuard eine zentrale Governance-Schicht, die bei der Erfüllung von Compliance-Anforderungen helfen soll.

SecureGuard reiht sich in das Open-Source-Produktportfolio von Kubermatic ein. Dazu zählen unter anderem die Kubernetes-Plattform (KKP), Kubermatic Virtualization (KubeV) für Container-VM-Konvergenz, eine Developer Control Plane (KDP), Single-Node Kubernetes (KubeOne) sowie Multi-Tenant Load Balancing (KubeLB).

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Ghostling macht Terminal-Emulation zur C-Bibliothek


Mit Ghostling hat das Ghostty-Projekt eine Referenzimplementierung veröffentlicht, die den Kern des Terminal-Emulators als eigenständige C-Bibliothek nutzbar macht. Theoretisch wird die Terminal-Emulation so zu einer wiederverwendbaren Komponente, die sich in unterschiedliche Softwareprojekte einbetten lässt. Denkbar ist der Einsatz etwa in IDEs, Entwicklerwerkzeugen oder spezialisierten Workflow-Anwendungen, die eine integrierte Terminal-Ansicht benötigen, ohne diese selbst von Grund auf implementieren zu müssen.

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Allerdings handelt es sich bei Ghostling aktuell nicht um einen vollwertigen Terminal-Emulator, sondern um eine bislang explizit minimale Demo. Das Projekt besteht im Kern aus einem einzigen C-File und verwendet die Grafikbibliothek Raylib für Fenster und Rendering. Ghostling soll zeigen, wie wenig Code nötig ist, um auf Basis der neuen Library libghostty-vt einen funktionierenden Terminal-Emulator aufzubauen. Trotz des geringen Umfangs deckt Ghostling bereits wesentliche Terminal-Funktionen ab, darunter 24-Bit-Farben, Unicode-Unterstützung, Maus-Tracking, das Kitty-Keyboard-Protokoll sowie Scrollback mit Text-Reflow.

Die für viele Entwickler spannende Neuerung ist libghostty-vt, eine aus dem Ghostty-Projekt extrahierte Bibliothek ohne externe Abhängigkeiten. Sie übernimmt das Parsen von VT-Sequenzen, die Verwaltung des Terminal-Zustands und das Management des Renderer-States. GUI-Funktionen wie Tabs, Split-Panes, Fensterverwaltung oder Konfigurationsoberflächen sind nicht Teil der Library. Diese sollen von den einbettenden Anwendungen selbst bereitgestellt werden. Einige Features wie das Kitty-Graphics-Protokoll oder OSC-Clipboard-Support sind noch nicht über die API verfügbar, stehen aber auf der Roadmap. Windows-Unterstützung ist auf Library-Ebene vorhanden, in Ghostling selbst jedoch noch nicht getestet.

Die Library basiert auf dem regulären Ghostty-Code und übernimmt dessen SIMD-optimiertes Parsing, Unicode-Support und die durch Fuzzing abgesicherte Codebasis. Sie bietet eine C- und eine Zig-API an und lässt sich laut Projektbeschreibung auf GitHub auch in WebAssembly-Umgebungen einsetzen. Erste Experimente mit libghostty in der Community finden sich in der zugehörigen Diskussion auf Hacker News. Bei Ghostling handelt es sich wie bei Ghostty um Open-Source-Software. Das Hauptprojekt liegt aktuell in Version 1.3.0 vor.


(fo)



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TypeScript 6.0 ist fertig: Auf dem Weg zu Go-basiertem TypeScript 7.0


Nach Beta- und Release-Candidate-Phase ist TypeScript 6.0 nun offiziell erschienen. Das Release soll eine Brücke schlagen zwischen der bisher genutzten JavaScript-Codebasis der Programmiersprache und dem Wechsel zu einer Go-Basis ab TypeScript 7.0.

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(Bild: jaboy/123rf.com)

Tools und Trends in der JavaScript-Welt: Die enterJS 2026 wird am 16. und 17. Juni in Mannheim stattfinden. Das Programm dreht sich rund um JavaScript und TypeScript, Frameworks, Tools und Bibliotheken, Security, UX und mehr. Frühbuchertickets sind im Online-Ticketshop erhältlich.

Microsoft plant, die Programmiersprache in Version 7.0 auf einen Go-basierten Unterbau aus Compiler und Language Service umzuziehen. Dieser soll im Vergleich zur JavaScript-Codebasis deutliche Performancevorteile bringen. TypeScript 6.0 ist laut der Planung das letzte Release mit JavaScript-Codebasis und ist darauf ausgelegt, Entwicklerinnen und Entwickler auf den Umstieg vorzubereiten und eine Brücke zwischen TypeScript 5.9 und TypeScript 7.0 zu schlagen.

Gemäß dem Hersteller ist TypeScript 7.0 „extrem nah an der Fertigstellung“. Entwicklerinnen und Entwickler, die TypeScript 6.0 nutzen, ruft Microsoft zum Ausprobieren der Native Previews von TypeScript 7.0 auf. Diese sind in Visual Studio Code und via npm verfügbar.

Zu den Updates in TypeScript 6.0 zählt, dass sich sowohl als target als auch als lib nun die Option es2025 verwenden lässt. Zwar seien keine neuen JavaScript-Sprachfeatures in ES2025 enthalten, doch das neue Target füge neue Typen für integrierte APIs hinzu und verschiebe einige Deklarationen von esnext zu es2025, so Microsoft. Neben weiteren Updates lässt sich das neue Flag --stableTypeOrdering nutzen, das die Migration auf die Version 7.0 unterstützen soll.

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Das Standardisierungskomitee für JavaScript, TC39, hat die Temporal API entwickelt, um Schwierigkeiten im Umgang mit Zeit und Datum zu beheben. Inzwischen hat das Proposal Stufe 4 erreicht, was bedeutet, dass das Proposal abgeschlossen ist und künftig in den Standard einziehen wird – voraussichtlich in diesem Jahr. Viele Browser unterstützen die Temporal API bereits: ab Firefox Version 139 und Chrome Version 144. Auch das JavaScript-Superset TypeScript kann in Version 6.0 damit umgehen. Das neue Release bietet integrierte Typen für das Verwenden der API mittels --target esnext oder "lib": ["esnext"].

Weitere Details zur neuen Sprachversion TypeScript 6.0 teilt Microsoft auf seinem Entwicklerblog mit.


(mai)



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