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TRYX Turris 620 CPU-Kühler mit Display im Test


Newcomer TRYX hat zuletzt mit All-in-One-Wasserkühlern mit großen, teils gebogenen LC-Displays für Aufmerksamkeit gesorgt. Es folgte der Gehäuse-Markt, jetzt stehen CPU-Luftkühler an. Auch der TRYX Turris 620 bietet ein Display für die Individualisierung und wirbt mit einer Kühlleistung auf NH-D15-Niveau. Die Premiere im Test.

Der TRYX Turris 620 im Überblick

Der TRYX Turris 620 ist ein Dual-Tower-Kühler mit vernickelter Kupferbodenplatte und sechs 6-mm-Heatpipes, dessen zwei 120-mm-Lüfter in auf den Kühler abgestimmten Rahmen mit Schienensystem stecken. Damit lässt sich der Lüfter über den RAM-Slots auf Wunsch um 10 mm anheben und der mittlere Lüfter für die Montage des Kühlers einfach entfernen.

Der TRYX Turris 620 auf dem Testsystem der Redaktion

Auf dem Kühler sitzt ein magnetisch befestigter Deckel mit Spiegel und 5-Zoll-IPS-Display, das beliebige Bilder und bis zu 500 MB große Videos einzeln, in zufälliger Reihenfolge oder in Schleife abspielen kann.

Der TRYX Turris 620 ist ein Dual-Tower-Luftkühler mit 5-Zoll-Display auf dem Deckel, verfügbar in Schwarz und Weiß
Der TRYX Turris 620 ist ein Dual-Tower-Luftkühler mit 5-Zoll-Display auf dem Deckel, verfügbar in Schwarz und Weiß

Das Display ist das Aushängeschild

Die Kombination von Kühler und Display gehört zum Markenkern von TRYX und soll Kunden, vorrangig Gamer, dazu befähigen, ihre Einzigartigkeit auch über die Individualisierung am Gaming-PC Ausdruck zu verleihen. Wer kein Display auf dem Kühler haben mag, ist hier definitiv raus.

TRYX’s mission is to empower individuals and allow gamers to define their uniqueness. „Empower Your Possibilities“ is the value we aspire to offer our users through our products.

GIF Nicht genug vom DLSS-5-Shitstorm? Auf Wunsch läuft Nvidias PR-Video auf dem TRYX Turris 620 in Dauerschleife

TRYX ist dabei bei Weitem nicht der erste Hersteller, der einen Luftkühler mit einem Display ausstattet. Der Preisvergleich kennt zahlreiche „Alternativen“. Spielt allerdings auch die Größe des Displays eine Rolle, bleibt nur der Thermalright Peerless Assassin 120 Vision MAX übrig, den es schon ab unter 60 Euro gibt. Sein Display ist ebenfalls fünf Zoll groß, nutzt aber nicht das 16:9-Format (480 × 854 Pixel) und kann nicht mit beliebigem Material bespielt werden. Das ist das Alleinstellungsmerkmal des TRYX Turris 620.

Auch kühlen soll der Kühler gut

Der Turris 620 soll aber nicht nur gut aussehen und sich an verschiedene Vorlieben anpassen lassen, er soll auch extrem leise sein und eine Kühlleistung zwischen Noctua NH-D15 G1 und NH-D15 G2 aufweisen.

Der TRYX Turris 620 neben dem Noctua NH-D15 G2
Der TRYX Turris 620 neben dem Noctua NH-D15 G2

Der UVP spiegelt diesen Anspruch wider: 139,90 Euro verlangt TRYX sowohl in schwarzer als auch in weißer Variante, was Mitte März 2026 dem Marktpreis des NH-D15 G2 entspricht. TRYX gewährt auf den Kühler selbst sechs Jahre Garantie und auf das Display drei Jahre.

Weitere Details zum TRYX Turris 620 halten die News zur Ankündigung und die nachfolgenden technischen Eckdaten bereit:

  • Turris 620: Tryx‘ erster CPU-Luftkühler hat zwei Türme und ein 5″-Display

Technische Daten

Die vernickelte Kupferbodenplatte des TRYX Turris 620
Die vernickelte Kupferbodenplatte des TRYX Turris 620

Testergebnisse

Testsystem und Testmethodik

Getestet hat ComputerBase den Turris 620 wie zuletzt auch die Luftkühler be quiet! Pure Rock Pro 3, Arctic Freezer 36 A-RGB Black, Noctua NH-D15 G2 und Noctua NH-D15S (Test) auf einem Core i9-13900K im Sockel LGA 1700.

Der Testparcours beinhaltet Messungen bei 150 und 253 Watt TDP unter konstanter Last in einem vollautomatisierten (!) Verfahren über den gesamten Drehzahl- und Lautstärke-Bereich eines Kühlers von 31 dB (an der Grenze zu unhörbar) bis zur maximalen Lautstärke in 1-dB-Schritten.

Dazu wird im ersten Schritt ermittelt, bei welcher Drehzahl die Kühler welche Lautstärke erreichen. Gemessen wird aus 15 cm Abstand im 45-Grad-Winkel zur Kühleroberfläche („von schräg oben“).

Im Anschluss wird die Lüfterdrehzahl auf beiden TDP-Profilen alle 10 Minuten von 31 dB ausgehend bis zum Maximum erhöht und dabei die Telemetrie mitgeschnitten. Das Ergebnis wird im Anschluss als Delta zur ebenfalls kontinuierlich ermittelten Raumtemperatur abgebildet. Als Wärmeleitpaste kommt bei jedem Kühler die gleiche Menge Thermal Grizzly Kryonaut zum Einsatz.

Installation und Konfiguration

Der Turris 620 kann auf AMD Sockel AM4 und AM5 sowie auf Intel Sockel LGA 1700 und LGA 1851 (in Zukunft auf Sockel LGA 1954) installiert werden. Auf AMD-Plattformen nutzt er das Retention-Modul des Sockels, auf Intel-Sockeln ohne Standard-Mounting-Kit wird eine eigene Halterung mit Backplate installiert.

Wie das gelingt, geht aus dem auch in Papierform beiliegenden Handbuch eindeutig hervor. Etwas fummelig kann das Verschrauben der vier Buchsen unter den Bügeln auf der Backplate sein, weil sie keine Fassung für Schraubendreher haben – die Muttern zum Befestigen der Bügel auf diesen Buchsen hingegen schon. Ein Schraubendreher liegt bei.

Das Mounting-Kit für LGA 1700 und LGA 1851 (in Zukunft auch LGA 1954)
Das Mounting-Kit für LGA 1700 und LGA 1851 (in Zukunft auch LGA 1954)

Der Kühler selbst wird, nachdem der magnetisch befestigte Display-Spiegel-Deckel und der zentrale Lüfter über sein Schienensystem entfernt wurden, auf diese Halterung geschraubt.

Dabei kann über die Kühler-Halterung der Offset zum Retention-Modul eingestellt werden, je nachdem, welcher Sockel verwendet wird. Ab Werk ist LGA 1700/AM4 konfiguriert, für LGA 1851 wird auf „U“ (Core Ultra) und für Sockel AM5 auf „A“ (AMD) umgestellt.

  • Standard: Intel LGA 1700 / AMD AM4
  • U: Intel LGA 1851
  • A: AMD AM5
Über die Halteklammer des Kühlers lässt sich ein plattformspezifischer Offset einstellen
Über die Halteklammer des Kühlers lässt sich ein plattformspezifischer Offset einstellen

Warum der Display-Deckel nicht den ganzen Kühler überspannt, wird klar, sobald der Kühler beziehungsweise der Lüfter mit zu hohen RAM-Modulen ins Gehege kommt: Dann kann der äußere Lüfter über sein Schienensystem um 10 mm angehoben werden (55 mm statt 45 mm Platz für RAM). Für den zentralen Lüfter gilt das logischerweise nicht, was dem so angepassten Kühler eine sehr asymmetrische Statur verleiht.

Braucht der RAM mehr als 45 mm Platz unter dem Kühler, lässt sich der äußere Lüfter um 10 mm anheben

Zum Abschluss werden beide Lüfter separat oder über die beiliegende Kabelpeitsche mit einem 4-Pin-PWM-Anschluss und das Display mit einem internen USB-Anschluss verbunden. Auch an der Peitsche laufen die Lüfter mit einem 50-U/min-Offset um Vibrationen infolge von Resonanzen zu verhindern.

Der Deckel mit Display und Spiegel wird magnetisch arretiert, Strom und Daten fließen über Federkontakte
Der Deckel mit Display und Spiegel wird magnetisch arretiert, Strom und Daten fließen über Federkontakte

Das Display und die Software

Das 5-Zoll-IPS-Display (1.280 × 720, 500 Nits, 60 Hz, hohe Blickwinkel) ist das Herzstück des Kühlers. Wie die AiO-Kühler der Panorama- und der Stage-Serie werden auch der Turris 620 und damit dessen Display über TRYX‘ Kanali Software konfiguriert und mit Firmware-Updates versorgt.

TRYX‘ Kanali-Software ist auch in deutsch verfügbar

Neben vordefinierten, auf Wunsch zufällig oder in Schleife laufenden Videos können Nutzer auch eigene Bilder und Videos auf dem Display ablegen. Unterstützt werden Dateien mit bis zu 500 MB Größe in den Formaten:

Videos, die der App hinzugefügt wurden, können in der App selbst noch zugeschnitten werden (Crop). Das funktionierte einwandfrei. Es gibt auch eine Funktion, um direkt aus der App Videos auf dem Desktop an frei definierbarer Stelle aufzunehmen. An anderer Stelle hakt es in der aktuellen Software-Version 2.1.0 allerdings noch.

Zwei der Standard-Video-Loops des TRYX Turris 620

So wurde ein fehlerfreies Video (H.265, MP4, < 500 MB) nach dem Zuschnitt in der App sowohl in der App als auch auf dem Kühler falsch dargestellt – der Encoding-Prozess lief reproduzierbar fehlerhaft ab. Andere Videos funktionierten hingegen einwandfrei.

Der Kühler kommt mit einer Auswahl an Videos, die sich anbieten, es können aber auch eigene Bilder und Videos auf dem Display abgespielt werden

Ein weiteres Problem auf dem Testsystem betraf die Möglichkeit, bis zu drei Telemetriedaten über dem Video am rechten Rand, zentral oder am linken Rand einblenden zu lassen. Zwar ließen sich die drei gewünschten Kennzahlen auswählen, mehr als eine „0“ gab es aber nicht zu sehen. Das Problem soll in Spracheinstellung beziehungsweise dem dazu passenden Zahlenformat in Windows liegen, hier gilt es offensichtlich noch einmal an der Lokalisierung der App zu arbeiten.

Noch nicht fehlerfrei: Nach dem Croppen und Encodieren eines kompatiblen Videos in der App ist die Video-Datei defekt, in einem weiteren Versuch mit einer anderen MP5-Quelldatei gelingt das Einbinden problemlos

Alles in allem liefert die App das, was sie verspricht, und mit der Möglichkeit zur Individualisierung inklusive Bildschirmaufnahme und Zuschnitt von Videos potenziell einen echten Mehrwert, aktuell hakt es aber noch. Aber wie sieht es jetzt mit der Kühlleistung aus?

Direkt aus der App können auch Screen-Capturings erstellt werden
Direkt aus der App können auch Screen-Capturings erstellt werden

Lautstärke über PWM/Drehzahl

Der Turris dreht laut Datenblatt mit maximal 1.850 U/min, im Test erzielt wurden bei 100 Prozent PWM allerdings nur 1.700 U/min. Für 120-mm-Lüfter ist das vergleichsweise niedrig. Die Anlaufdrehzahl liegt bei circa 340 U/min (19 % PWM und niedriger). 31 dB(A) liegen bei 850 U/min (50 % PWM) an.

Drehzahl über PWM (31 bis max. dB(A))

06001.2001.8002.4003.000Umdrehungen pro Minute (UPM)

404550556065707580859095101PWM (%)

In der Disziplin Lautstärke über PWM (und damit Drehzahl) liegt der Turris 620 mit den beiden anderen 120-mm-Lüftern im Testfeld, be quiet! Pure Rock Pro 3 und Arctic Freezer 36 A-RGB, ab circa 70 Prozent PWM quasi gleich auf. Maximal werden 48 dB(A) erreicht, was weniger als beim NH-D15 G2 ist, der bei 100 Prozent PWM auf 54 dB(A) kommt. Aber das lässt die Kühlleistung außen vor.

Lautstärke über PWM (31 bis max. dB(A))

0102030405060dB(A)

404550556065707580859095101PWM (%)

Kühlleistung bei 150 Watt TDP

Laut TRYX wurde der Turris für aktuelle Sockel von AMD (AM5) und Intel (LGA 1851) optimiert, getestet wurde er allerdings auf LGA 1700 – und mit der dafür passenden Offset-Einstellung (LGA1700/AM4) wird der Turris auch geliefert.

Den 150-Watt-Testlauf erledigt der Turris auch bei 50 % PWM (850 U/min, 31 dB(A)) weit unterhalb der kritischen Temperatur des Core i9-13900K (Achtung, im Diagramm findet sich die Temperatur-Differenz zwischen CPU-Temperatur und Umgebungstemperatur).

Der Kühler liegt dabei lautstärkenormiert mit dem NH-D15S mit einem Lüfter und dem be quiet! Pure Rock Pro 3 in etwa gleich auf, Noctua NH-D15G2 und Arctic Freezer 36 A-RGB liegen in Front.

Kühlleistung über Lautstärke (ΔT, 150 Watt TDP)

303642485460Kelvin

3031323334353637383940414243444546474849505152535455dB(A)

150 Watt TDP lassen sich mit dem TRYX Turris 620 also leise bis flüsterleise problemlos kühlen. Zur thermischen Drosselung kommt es im (offenen) Testaufbau auch bei gemessenen 31 dB(A) nicht.

Thermal-Throttling bei 150 Watt TDP

Kühlleistung 253 Watt TDP

Wird die TDP auf 253 Watt erhöht, wird der Abstand zum NH-D15 G2 größer, der Turris 620 schwimmt dahinter im Feld der restlichen Testteilnehmer. Absetzen kann er sich auch von den kleineren Modellen in der Konkurrenz nicht.

Bei 31 bis 35 dB(A) reicht die Kühlleistung nicht, um die CPU vom thermischen Drosseln zu bewahren, das ist bei NH-D15S und Arctic Freezer 36 A-RGB aber ebenfalls der Fall. Der be quiet! Pure Rock 3 Pro benötigt sogar noch 1 dB(A) mehr Lautstärke um die CPU vom Heruntertakten abzuhalten.

Kühlleistung über Lautstärke (ΔT, 253 Watt TDP)

606570758085Kelvin

3031323334353637383940414243444546474849505152535455dB(A)

Der NH-D15 G2 zeigt in diesem Testlauf seine Stärke. Kommt es darauf an, kühlt er deutlich besser als der Turris 620.

Thermal-Throttling bei 253 Watt TDP

So hört sich der Kühler an

Zur Einordnung von Kühlleistung und Lautstärke fehlt allerdings noch die Charakteristik der Geräuschemissionen. Die nachfolgende Aufnahme zeigt den Verlauf über folgende Betriebsmodi:

  • 00:00 – 00:10: < 30 dB(A), min. U/min
  • 00:10 – 00:20: 31 dB(A)
  • 00:20 – 00:30: 35 dB(A)
  • 00:30 – 00:40: 40 dB(A)
  • 00:40 – 00:50: 45 dB(A)
  • 00:50 – 00:60: 48 dB(A), max. U/min

Der Turris 620 zeichnet sich durch eine hohe Laufruhe aus: Bei einer festgelegten Drehzahl bleibt die Geräuschcharakteristik unverändert. Ein von anderen Kühlern bekanntes „Pumpen“ gibt es nicht.

Dabei stechen beim Turris 620 früh die Motoren der Lüfter aus dem Betriebsgeräusch heraus, während das Luftrauschen weniger stark ausgeprägt ist.

TRYX Turris 620: min. Drehzahl (340 U/min) über 31, 35, 40, 45 bis 48 dB(A) (max. 1.700 U/min)

Aufnahme weiterer Kühler (anderes Verfahren, anderes Mikrofon)

Fazit

Benötigt ein CPU-Kühler um die Funktion „Kühlen“ zu erfüllen ein konfigurierbares 5-Zoll-IPS-Display auf dem Deckel? Nein, natürlich nicht. Doch wer seinen PC auch über ein Display beziehungsweise dessen Inhalt auf dem CPU-Kühler individualisieren will, der findet im Turris jetzt ein weiteres, umfassend anpassbares Angebot. Wer hingegen kein Display will, ist hier fehl am Platz – so wie viele Nutzer, die kein Braun mögen, bei den braunen Produkten des großen Konkurrenten.

Der TRYX Turris 620 ist ein Dual-Tower-Luftkühler mit 5-Zoll-Display auf dem Deckel, verfügbar in Schwarz und Weiß
Der TRYX Turris 620 ist ein Dual-Tower-Luftkühler mit 5-Zoll-Display auf dem Deckel, verfügbar in Schwarz und Weiß

Dessen NH-D15 G2 stellt in Sachen Kühlleistung definitiv die stärkere Alternative dar. Turris liegt zwar nicht falsch, wenn der Abstand zum G2 mit „nur ca. 3 °C“ beziffert wird (im Test der Redaktion sind es eher 4 °C). Aber genau genommen sind das Welten in diesem Segment. Es gibt am Markt unzählige Kühler, die gleich gut kühlen und ein Bruchteil kosten – wie zum Beispiel der ebenfalls im Test enthaltene Arctic Freezer 36 A-RGB (ab 33 Euro).

Auch der Turris 620 kühlt unterm Strich ausreichend gut, der Geräuschpegel ist der Kühlleistung angemessen und die Charakteristik mit Fokus auf die Lüfter-Motoren, aber sehr gleichmäßigem Lauf angenehm. Kühlleistung ist dennoch nicht das Argument für den Turris 620. Es ist in Zeiten, in denen X3D-Gaming-Prozessoren keine 100 Watt im CPU-Limit verbrauchen, aber vielleicht auch nicht mehr so relevant. Viel eher soll der Turris 620 die Luft-Kühler-Alternative zu den ganzen Display-Deckel-AIOs sein.

GIF Nicht genug vom DLSS-5-Shitstorm? Auf Wunsch läuft Nvidias PR-Video auf dem TRYX Turris 620 in Dauerschleife

Gerade deshalb gilt es für TRYX die aktuell noch vorhandenen Probleme mit der Software (2.1.0) schnellstmöglich aus der Welt zu räumen. Das Display ist nicht nur Kern der Marke, sondern auch das entscheidende Merkmal des Turris 620, über dessen Einzigartigkeit der hohe Preis von 139,90 Euro gerechtfertigt werden muss. Wer mit Premium wirbt und Premium verlangt, muss auch Premium liefern.

Nutzen kann man den Turris 620 jetzt schon, aber Telemetriedaten eventuell erst nach Umstellungen des Zahlenformats in Windows ausgeben zu können, was an anderer Stelle im Alltag zu großen Problemen führt, darf nicht sein. Auch das In-App-Encoding muss sich TRYX noch einmal ansehen, damit ein Video, das die App akzeptiert, nach dem In-App-Zuschnitt im In-App-Encoding nicht zerlegt wird.

Ob das Gesamtpaket auf dieser Basis knapp 140 Euro wert ist, liegt dann immer noch – und dieses Mal im wahrsten Sinne des Wortes – im Auge des Betrachters. Aktuell ist der TRYX Turris 620 exklusiv bei Caseking verfügbar:

  • Kühlleistung/Lautstärke ausgewogen
  • Verarbeitungsqualität
  • Display (Auflösung, Helligkeit, Blickwinkel)
  • Lieferumfang und Anleitung
  • 6 Jahre Garantie (3 Jahre Display)
  • Kanali-Software noch nicht fehlerfrei
  • Keine Web-App
  • Lüfter proprietär, kein Ersatz außerhalb Garantie

(*) Bei den mit Sternchen markierten Links handelt es sich um Affiliate-Links. Im Fall einer Bestellung über einen solchen Link wird ComputerBase am Verkaufserlös beteiligt, ohne dass der Preis für den Kunden steigt.

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OpenAIs erster eigener Chip: Jalapeño soll KI-Abfragen effizienter beschleunigen


OpenAI und Broadcom haben mit Jalapeño den ersten von OpenAI entworfenen KI-Beschleuniger vorgestellt. Der Chip ist nicht für das Training neuer Modelle gedacht, sondern für die Inferenz: Er soll also Anfragen an große Sprachmodelle wie ChatGPT, Codex oder API-Dienste effizienter verarbeiten. Konkrete Leistungsdaten fehlen noch.

Eigener Chip für die Modell-Ausführung

Mit Jalapeño rückt OpenAI tiefer in die (eigene) Hardware-Entwicklung vor. Der Chip wird von den Unternehmen als „Intelligence Processor“ bezeichnet und ist laut Ankündigung von Grund auf für die Inferenz großer Sprachmodelle entworfen worden. Anders als universell einsetzbare Beschleuniger soll Jalapeño stärker auf die Arbeitslasten zugeschnitten sein, die bei interaktiven KI-Diensten entstehen.

Dazu zählen nicht nur reine Rechenleistung, sondern auch Speicherzugriffe, Netzwerk-Anbindung und möglichst geringe Latenzen. Gerade bei Chatbots, Code-Assistenten oder künftigen Agenten-Anwendungen ist nicht nur entscheidend, wie viele Tokens pro Sekunde ein System berechnen kann. Die Antwort soll auch mit möglichst wenig Verzögerung geliefert werden und bei hoher Nachfrage zuverlässig verfügbar bleiben.

OpenAI spricht von besseren Werten pro Watt

Belastbare Benchmarks nennt OpenAI noch nicht. Die Unternehmen erklären lediglich, frühe Tests würden eine deutlich bessere Leistung pro Watt als aktuelle Systeme erwarten lassen. Ein technischer Bericht mit näheren Daten soll erst in den kommenden Monaten folgen. Bis dahin bleibt offen, wie Jalapeño im direkten Vergleich zu Nvidias Beschleunigern, Googles TPUs oder anderen spezialisierten ASICs abschneidet.

Engineering-Samples laufen laut OpenAI bereits im Labor mit Fokus auf Takt und Leistungsaufnahme. Der Tape-out soll in nur neun Monaten erfolgt sein. OpenAI verweist darauf, dass eigene Modelle bei Teilen des Entwicklungs- und Optimierungsprozesses geholfen hätten.

Broadcom liefert Umsetzung und Netzwerk-Technik

OpenAI entwirft den Beschleuniger nicht allein. Broadcom übernimmt zentrale Aufgaben bei Netzwerk- und Verbindungstechnik. Auch Celestica wird als Partner für Platinen, Racks und Systemintegration genannt. Damit geht es nicht nur um einen einzelnen Chip, sondern um komplette KI-Systeme für Rechenzentren.

Der erste Einsatz ist für Ende 2026 vorgesehen. OpenAI und Broadcom stellen Jalapeño nicht als Einzelchip, sondern als Grundlage für eine über mehrere Jahre angelegte Infrastruktur-Basis dar. Bereits im Oktober 2025 hatten beide Unternehmen eine Zusammenarbeit über 10 Gigawatt an OpenAI-entworfenen KI-Beschleunigern angekündigt, deren Bereitstellung in der zweiten Jahreshälfte 2026 beginnen und bis Ende 2029 abgeschlossen werden soll.

Nicht automatisch ein Nvidia-Ersatz

Jalapeño dürfte vorerst vor allem OpenAIs eigene Infrastruktur ergänzen. Der Chip ist auf Inferenz zugeschnitten und damit nicht automatisch ein Ersatz für GPUs, die weiterhin beim Training großer Modelle und für flexible Rechenlasten wichtig bleiben. Für OpenAI kann ein eigener ASIC dennoch strategisch wichtig sein: Je besser Hardware, Software, Modelle und Dienste aufeinander abgestimmt sind, desto stärker lassen sich Kosten, Energiebedarf und Verfügbarkeit beeinflussen.

Die Zusammenarbeit ist zugleich ein weiterer Beleg dafür, dass große KI-Anbieter zunehmend eigene Beschleuniger entwickeln lassen. Nvidia bleibt zwar der dominierende Anbieter im Markt für KI-Beschleuniger, doch OpenAI folgt mit Jalapeño einem Trend, den auch Google, Amazon, Microsoft und Meta mit eigenen oder speziell angepassten Chips verfolgen.





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Bundesnetzagentur: Messwoche soll Funklöcher per App sichtbar machen


Die Bundesnetzagentur ruft erneut zur bundesweiten Mobilfunk-Messwoche auf. Bis zum 1. Juli sollen Nutzer mit der App „Mobilfunk-Check“ erfassen, wie gut ihr Netz vor Ort tatsächlich funktioniert – und wo Funklöcher weiterhin den Alltag stören.

Nutzer sollen reale Netzqualität melden

Unter dem Motto „Check Dein Netz“ sollen möglichst viele Messungen aus dem Alltag zusammenkommen. Im Mittelpunkt steht dabei nicht die rechnerische Netzabdeckung der Mobilfunkanbieter, sondern das tatsächliche Nutzungserlebnis dort, wo Nutzer leben, arbeiten oder unterwegs sind. Die Aktion läuft vom 24. Juni bis zum 1. Juli 2026 und findet bundesweit statt.

Für die Teilnahme genügt ein Smartphone mit aktueller Betriebssoftware, eine aktive SIM-Karte oder eSIM sowie die kostenlose App „Mobilfunk-Check“ der Bundesnetzagentur. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die App erfasst standortbasiert, ob und mit welcher Mobilfunktechnologie das Gerät verbunden ist. Dadurch sollen auch Gebiete besser sichtbar werden, für die bislang nur wenig Daten vorliegen.

Ergänzung zu den Angaben der Netzbetreiber

Die Bundesnetzagentur erhebt regelmäßig Daten zur Flächenabdeckung mit 2G, 4G und 5G. Diese Werte basieren jedoch auf Berechnungen der Netzbetreiber nach einheitlichen Vorgaben der Behörde. Die Ergebnisse können deshalb von der tatsächlich Empfangsqualität abweichen, die Nutzer im Alltag wahrnehmen. Genau diese Lücke soll die Messwoche schließen.

Die Daten aus der ersten bundesweiten Mobilfunkmesswoche zeigen, welchen Umfang eine solche Mitmach-Aktion erreichen kann. Nach Angaben der Bundesnetzagentur kamen damals knapp 200 Millionen Messpunkte von mehr als 100.000 Teilnehmern zusammen. Die Daten wurden den Mobilfunkunternehmen sowie Ländern und Kommunen zur Verfügung gestellt, damit Ausbauvorhaben besser priorisiert und Hindernisse vor Ort gezielter angegangen werden können.

Ausbauplanung mit Nutzerperspektive

Auch die neuen Messdaten sollen nach der zweiten Messwoche aufbereitet, analysiert und an die beteiligten Stellen weitergegeben werden. Die Bundesnetzagentur sieht die Daten als Ergänzung zu bestehenden Versorgungsmeldungen und als Grundlage für weitere Auswertungen und Vergleiche.

Besonders relevant ist die Aktion für ländliche Regionen, in denen die Mobilfunkversorgung trotz Fortschritten weiterhin nicht überall zuverlässig ist. Während Städte häufig gut versorgt sind, können einzelne Funklöcher oder schwache Verbindungen außerhalb dichter besiedelter Gebiete weiterhin unangenehme Auswirkungen haben – etwa beim Arbeiten, auf Pendelstrecken oder bei digitalen Anwendungen in der Landwirtschaft.

Messungen auch nach der Aktionswoche möglich

Messungen sind nicht nur während des Aktionszeitraums möglich. Auch außerhalb der Woche werden Daten über die App erfasst und können zur besseren Transparenz der Netzqualität beitragen. Ob dann vor Ort tatsächlich schneller ausgebaut wird, hängt allerdings davon ab, wie die gewonnenen Daten anschließend von Netzbetreibern, Behörden und Kommunen genutzt werden.



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7-Ångström-Chip (0,7 nm): IBM zeigt den ersten Sub-1-nm-Chip aus der Forschung


2021 enthüllte IBM den ersten 2-nm-Chip, seit 2026 ein Serienprodukt. Heute enthüllt IBM den 0,7-nm-Chip – für eine Fertigung in 5 Jahren!? Diesen Zeitplan stellt IBM auch nur mit einem Fragezeichen auf, denn während das Unternehmen zwar an den Grundlagen forscht, übernehmen die Umsetzung letztlich andere Firmen.

100 Milliarden Transistoren auf der Fläche eines Fingernagels, beschreibt IBM die Dichte dieses neuen Prozesses. Damit lässt sich zunächst vor allem bildlich etwas anfangen, der Vergleich zum vor fünf Jahren enthüllten 2-nm-Prozess hilft bei der zusätzlichen Einordnung: Es sind etwa doppelt so viele wie noch vor fünf Jahren. Der 0,7-nm-Prozess, alternativ auch 7-Ångström-Node (7 Å), bietet so laut ersten Werten rund 50 Prozent mehr Leistung oder benötigt 70 Prozent weniger Energie als der 2-nm-Prozess.

Auch das hilft letztlich bei der Einordnung zu den Prozessen, die bei TSMC, Intel & Co. jetzt und in den nächsten Jahren anlaufen. Denn die Foundries gehen nicht derart große Schritte auf einmal, sondern machen viele Zwischenstopps auf dem Weg dahin. Bei TSMC geht es beispielsweise von N2 auf A14, darauf folgt A10 und danach vermutlich A7, also schon die jeweils vollen Schritte. Hinzu kommen aber bereits jetzt schon A13 und A12, vermutlich werden auch die Lücken bis A7 so gefüllt.

Imecs Roadmap der Fertigungen und Technologien
Imecs Roadmap der Fertigungen und Technologien (Bild: imec via IEEE)

Die drei großen Schritte deuten jedoch auf eine ähnliche Skalierung hin, die IBM vorgibt: Von N2 zu A14 soll die Leistung bei TSMC um bis zu 15 Prozent steigen, alternativ bis zu 30 Prozent Energie eingespart werden. Wird dieser Schritt im Mittel noch etwa zweimal wiederholt, nähert man sich den von IBM genannten Werten an.

NanoStack in der zeitlichen Einordnung
NanoStack in der zeitlichen Einordnung (Bild: IBM)

Von Nanosheets zum NanoStack

Der Weg, den IBM dabei geht, ist ein bisher in der Industrie nicht wirklich verbreiteter. Die Industrie erwartet, dass auf die aktuell genutzten Nanosheets, die auch Gate All Around (GAA) genannt werden, der sognannte Forksheet folgen wird, wiederum gefolgt von Complementary FET (CFET).

Von FinFET über GAA zu CFET
Von FinFET über GAA zu CFET (Bild: imec)

IBM aber nutzt die Nanosheets, um sie zu einem NanoStack zu stapeln. Es ist also ein wenig der Weg der CFETs, aber gepaart mit Anpassungen. Das Nanostack-Design stapelt und versetzt Transistoren vertikal und nutzt eine 3D-sequenzielle Integration, um mehr Transistoren auf einem Chip unterzubringen. Darüber hinaus ermöglicht es den Einsatz unterschiedlicher Materialkombinationen in jeder Schicht, sodass Leistung und Energieeffizienz jedes Transistors unabhängig voneinander optimiert werden können, erklärt IBM das Design kurz.

Die Nanostack-Architektur von IBM wurde dabei experimentell validiert – unter anderem durch ultradünnes dielektrisches Bonden in der CMOS-Integration, Nachweise für Dual-Channel-Engineering sowie funktionierende CMOS-Inverter, die die erwartete Schaltleistung zeigen. Diese Ergebnisse bestätigen, dass die Nanostack-Technologie praktisch umsetzbar ist und echte Rechenfunktionen unterstützt.

FinFET vs. Nanosheet vs. NanoStack
FinFET vs. Nanosheet vs. NanoStack (Bild: IBM)

Ian Cuttress von More than Moore hat dazu viele bisher verfügbare Details zusammengefasst. Bei den technischen Daten sticht am Ende vor allem die Halbierung der Höhe heraus. Rechnerisch kommt IBMs neue Fertigung so im besten Fall auf 548,25 MTr/mm² – mehr als doppelt so viel wie jeder aktuelle High-End-Prozess.

Interessant ist zudem, dass es wieder zur Skalierung bei SRAM kommt – der größten seit einer Dekade, sagt IBM. IBM erklärt, SRAM skaliere von 2 nm zu 7 Å doch um beachtliche 40 Prozent. TSMCs N3-Prozess bringt es aktuell auf minimal 0,021 μm² für eine SRAM-Zelle, N2 benötigt 0,0175 µm². IBMs neuer Prozess soll im Vergleich dazu im besten Fall bei nur 0,011 μm² liegen.

IBM-Research für NanoStack
IBM-Research für NanoStack (Bild: IBM)

Noch viel zu tun, in 5+ Jahren eventuell bereit

Am Ende ist das Ganze noch ein ganz klares Forschungsprojekt, in 5+ Jahren wird es vielleicht so oder auch angepasst zum Einsatz kommen. Denn nun geht es darum, die Partner mit ins Boot zu holen, von den Tool-Anbietern bis natürlich hin zu allen EDA-Schreibern und noch mehr. Und auch die Fertigungstechnologie muss mitspielen. Hierfür bekommt IBM in Kürze ein High-NA-System von ASML, bestätigt IBM heute. Es scheint theoretisch für die Fertigung nicht nötig zu sein – wie beim Testchip gezeigt wurde –, könnte eventuell jedoch Dinge vereinfachen.

IBMs 7A-Testchips auf 300-mm-Wafer
IBMs 7A-Testchips auf 300-mm-Wafer (Bild: IBM)

Im IBM-Blog gibt es zur Veranschaulichung eine kleine Demo mit Größenvergleichen zu bekannten Dingen.



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