Künstliche Intelligenz
Mehr Zubehör für den Arduino UNO Q
Arduino stellt im Rahmen der Arduino Days neue Erweiterungen für den Arduino UNO Q vor. Zum Einstieg bringt Arduino Zubehör für Stromversorgung und Schnittstellen. Ein 45-Watt-USB-C-Netzteil, ein voll belegtes USB-C-Kabel sowie ein 8-in-1-USB-C-Hub sollen den UNO Q in Richtung „Single Board Computer“ schieben. Der Hub ergänzt HDMI, Ethernet, mehrere USB-Ports und Power-Delivery in einem. Das Netzteil wird 16,89 Euro, das USB-C-Kabel 5,97 Euro und der Hub 16,89 Euro kosten.
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Spannender wird es mit den eigentlichen Erweiterungs-Boards. Der „UNO Media Carrier“ dockt über JMEDIA und JMISC an und bringt gleich mehrere Multimedia-Features mit. Zwei MIPI-CSI-Anschlüsse erlauben den Betrieb von Kameras, etwa für Stereo-Vision oder Bildverarbeitung. Dazu kommt ein MIPI-DSI-Port für Displays sowie mehrere Audioanschlüsse (Mikrofon, Line-Out, Kopfhörer). Damit lässt sich der UNO Q für Computer-Vision-Projekte, interaktive Displays oder einfache KI-Anwendungen einsetzen. Das Board wird für 19,89 Euro im Arduino-Shop erhältlich sein.

Der Arduino UNO Media Carrier
(Bild: Arduino)
Für alle, die mehr Peripherie brauchen, gibt es den „UNO Breakout Carrier“. Er führt zahlreiche Schnittstellen wie I2C, SPI, UART, PWM sowie Audio- und Stromleitungen auf klassische Header heraus. Das ist interessant für Prototyping, Messungen mit Oszilloskop oder Logikanalysator und das Debuggen von Hardware. Gerade in frühen Entwicklungsphasen spart das Zeit, weil keine eigenen Adapterplatinen nötig sind. Oder anders gesagt: weniger löten, mehr messen. Der Preis für dieses Board wird bei 9,90 Euro liegen.

Der Arduino UNO Breakout Carrier
(Bild: Arduino)
Ebenfalls auf Debugging ausgelegt ist der „Arduino Bug-Hopper“. Das kleine Board basiert auf einem FTDI-USB-zu-UART-Chip und stellt eine dedizierte serielle Verbindung zum UNO Q bereit. Dadurch bleibt die Hauptschnittstelle frei für Sensoren oder Aktoren. Status-LEDs zeigen zudem direkt an, ob die Versorgungsspannungen stimmen. Für 19,89 Euro wird dieses Board bereits im Arduino-Store angeboten.

Der Arduino BugHopper
(Bild: Arduino)
Zum Schluss erweitert Arduino sein Modulino-System noch um ein neues Board. Eine LED-Matrix mit 8 × 12 Pixeln, die über Qwiic angeschlossen wird. Sie eignet sich für einfache Anzeigen, Statusmeldungen oder kleine Animationen. Dieses Modul wird für 8,54 Euro im Shop angeboten werden.
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Die neue Modulino-LED-Matrix.
(Bild: Arduino)
Alle Infos zu den Ankündigungen findet man auf dem Arduino-Blog.
Wer noch nicht genau weiß, was er vom Arduino Uno Q halten soll, findet in unserem Test alle wichtigen Infos dazu.
(das)
Künstliche Intelligenz
JCB will Geschwindigkeitsrekord für Verbrenner-Wasserstofffahrzeuge aufstellen
Der britische Hersteller von Bau-, Industrie- und Landmaschinen J.C. Bamford Excavators (JCB) plant bei der jährlich stattfindenden „SpeedWeek“ im US-Bundesstaat Utah den Geschwindigkeitsrekord für wasserstoffgetriebene Fahrzeuge an Land mit dem neu konstruierten JCB Hydromax zu brechen. Das Fahrzeug verwendet dazu zwei getunte Wasserstoffverbrennungsmotoren aus der hauseigenen Serienproduktion, die normalerweise in Baumaschinen eingesetzt werden.
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JCB ist kein unbeschriebenes Blatt im Bereich der Geschwindigkeitsrekorde von Landfahrzeugen. Das Unternehmen hält bereits drei Rekorde für den schnellsten Traktor, den schnellsten Baggerlader und das schnellste Dieselfahrzeug. Der Rekord für das schnellste Dieselfahrzeug liegt bereits 20 Jahre zurück und markiert mit einer Spitzengeschwindigkeit von 350,092 mph (etwa 563 km/h) noch immer den bestehenden Weltrekord der Fédération Internationale de l’Automobile (FIA). Aufgestellt wurde er mit dem JCB Dieselmax.
Zwei Wasserstoffverbrennungsmotoren
Mit dem JCB Hydromax nimmt JCB einen neuen Rekord ins Visier: den für das schnellste Landfahrzeug mit Wasserstoff-Verbrennungsmotorantrieb. Den Antrieb des 9,7 m langen stromlinienförmigen Fahrzeugs bilden zwei Wasserstoffverbrennungsmotoren aus der Serienproduktion für Baumaschinen. JCB gibt an, rund fünf Jahre an der Entwicklung von Wasserstoffverbrennungsmotoren gearbeitet und 100 Millionen Pfund investiert zu haben. Erste Bagger befinden sich derzeit in der Produktion, schreibt JCB.
Die beiden Motoren des JCB Hydromax, die sich zur besseren Gewichtsverteilung vorn und hinten im Fahrzeug befinden, liefern je etwa 588 kW (800 PS). Gekühlt werden die Motoren mit Eis über eine Phasenwechselkühlung. Herkömmliche Kühlsysteme würden die Aerodynamik zu sehr beeinträchtigen, heißt es von JCB zur Begründung. Rund eine Vierteltonne Eis wird dazu vor einem Lauf zugeladen.
Viele weitere Details verrät JCB zur Technik des Hydromax nicht. Das Fahrzeug soll über ein Doppelkupplungsgetriebe verfügen und über alle vier Räder angetrieben werden. Die Aerodynamik der Karosserie sei mit modernsten Techniken umgesetzt worden. Der Luftwiderstand falle 10 Prozent geringer aus als beim Dieselmax, ohne dass das Fahrzeug bei Hochgeschwindigkeitsfahrten an Stabilität verliere. In umfangreichen Simulationen und mit Belastungstests seien die einzelnen Bauteile des Fahrzeugs erprobt worden. Die einzelnen Komponenten seien dabei eng aufeinander abgestimmt. Das betreffe etwa das Fahrwerk, die Einstellungen der Traktionskontrolle und die Aerodynamik.
Bei der Entwicklung des JCB Hydromax griff das Unternehmen hauptsächlich auf ein Kernteam aus eigenen Mitarbeitern zurück, die teilweise bereits 20 Jahre zuvor an der Entwicklung und am Bau des Dieselmax-Rekordfahrzeugs beteiligt waren. Hinzu kam das Fachwissen spezieller Zulieferfirmen wie Prodrive für den Fahrzeugbau, Ricardo für die Motorabstimmung und Xtrac für das Getriebe.
Pilotiert werden soll der JCB Hydomax von Andy Green, dem Rekordfahrer des Dieselmax. Der mittlerweile im Ruhestand befindliche ehemalige Pilot der Royal Air Force hält auch den absoluten Geschwindigkeitsrekord für Landfahrzeuge mit 763,035 mph (etwa 1228 km/h) und ist zugleich der erste Mensch, der die Schallmauer mit einem Landfahrzeug durchbrach.
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Bestehenden Rekord nahezu verdopplen
Bei JCB stehen nun die Testfahrten im Vereinigten Königreich mit dem JCB Hydromax an. Danach soll es dann zur Bonneville SpeedWeek gehen, um dort auf einem Salzsee den Landgeschwindigkeitsrekord zu knacken. Dort herrschen nahezu optimale Bedingungen, um neue Geschwindigkeitsrekorde an Land aufzustellen. JCB plant, den bestehenden Rekord von Fahrzeugen mit Wasserstoffverbrennungsmotoren von 185,5 mph deutlich zu übertreffen. JCB nennt eine Geschwindigkeit von mehr als 350 mph. Das ist höher als die gültigen Geschwindigkeitsrekorde für Landfahrzeuge mit anderen alternativen Antrieben wie etwa für Wasserstoff-Brennstoffzellenfahrzeuge (303 mph) und Elektrofahrzuge (342 mph).
(olb)
Künstliche Intelligenz
Streik scheint immer wahrscheinlicher: Notfallmodus bei Samsung eingeleitet
Bei Samsung steuert alles immer weiter auf einen fast dreiwöchigen Streik zu, mit potenziell weitreichenden Folgen weit über den Konzern hinaus. Am Freitag hat die größte der beteiligten Gewerkschaften ein neues Angebot von Samsung für neue Verhandlungen ohne Vorbedingungen abgelehnt, berichtet die Korea Times. Gleichzeitig würden die Vorbereitungen für den 18-tägigen Streik ab kommenden Donnerstag weitergeführt. Von der Arbeitnehmervertretung heißt es demnach, dass keine Gespräche mehr geführt werden sollen, bevor die zentralen Forderungen zu Bonuszahlungen berücksichtigt würden. Nach dem Streik könne man dann aber wieder verhandeln.
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Notfallmodus bei Samsung
Bei Samsung selbst wurde inzwischen ein Notfallmodus eingeleitet, berichtet der Korea Herald. Der umfasst demnach die Prüfung von Produktionsanpassungen und Stabilisierungsmaßnahmen, die im Fall des Streiks durchgeführt werden können. Damit reagiere der Konzern auf die besonderen Risiken eines Streiks für die Halbleiterherstellung, die umfangreiche Vorbereitungen erfordern. Zusätzlich habe es auch eine Warnung gegeben, dass die Produktion nach dem Ende eines möglichen Streiks nicht direkt wieder aufgenommen werden könne. Möglicherweise würden nach den 18 Tagen zwei bis drei Wochen vergehen, bis die hochautomatisierte Fertigung wieder normal laufe, hat die Investmentbank KB Securities demnach gewarnt.
Bei der Auseinandersetzung geht es im Kern darum, wie Samsung die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen an den Rekordgewinnen beteiligt, die der Konzern aktuell einfährt. Die Gewerkschaften fordern, dass 15 Prozent der Gewinne für Boni benutzt werden. Damit soll auch auf eine wachsende Einkommensschere zu konkurrierenden Firmen wie SK Hynix geschlossen werden. Der Halbleiterhersteller hat im Herbst eine gewerkschaftliche Forderung nach einer Vergütungsreform akzeptiert, die unter anderem höhere Boni vorsieht. In der Folge ist die Zahl der Samsung-Angestellten, die einer Gewerkschaft angehören, sprunghaft angestiegen. Zudem hat Samsung zahlreiche Angestellte an den Konkurrenten verloren.
Der angedrohte Streik würde die Speicherproduktion lahmlegen. Die Folgen für die Industrie und die Lieferketten wären massiv. Allein dem Konzern drohen laut Medienberichten Verluste in Höhe von umgerechnet bis zu 570 Millionen Euro pro Tag. Auch deshalb hat sich zuletzt Südkoreas Regierung an den Verhandlungen beteiligt, die Forderungen der Gewerkschaften dabei aber nicht unterstützt. Sollte der Streik nicht noch anderweitig verhindert werden, könnte die Regierung sogar selbst eingreifen. Der Arbeitsminister kann einen Ausstand für 30 Tage aussetzen, wenn ein Streik die nationale Wirtschaft oder Menschenleben gefährdet. Bislang ist unklar, ob dieses Mittel erwogen wird.
(mho)
Künstliche Intelligenz
Extreme Networks: Wi-Fi 7, Ruggedized Switches und Fabric-Updates
Extreme Networks hat neben agentischen KI-Funktionen und Neuerungen in der Cloud-Managementplattform auf der Hausmesse Extreme Connect in Orlando auch einige Hardware-Neuigkeiten gezeigt. Neben neuer Wi-Fi-7-Hardware gab es insbesondere eine ganze Serie an Ruggedized Switches für Industrienetze mit Integration in die hauseigene Fabric zu sehen.
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WLAN: Wi-Fi 7 in der Breite
Auf der Hardware-Seite hat Extreme die Wi-Fi-7-Familie deutlich verbreitert. Die neuen Access Points im Überblick:
- AP 5022 (Indoor) und AP 5060 (Outdoor): drei 4×4-Radios für 2,4/5/6 GHz plus dediziertes 2×2-Sensor-Radio für permanentes Rogue-Monitoring, dazu zwei IoT-Radios; positioniert als Premium-Modelle für High-Density-Umgebungen
- AP 3020 (Indoor) und AP 3060 (Outdoor): 2×2-Modelle für kostensensitive Deployments
- AP 3020W: flache Wallplate-Variante fürs Gastgewerbe, Wohnheime und Retail
- AP 3020X: Variante mit externen Antennen
Anders als die Premium-Serie verfügen die 30er-Modelle nur über zwei Radios, deren Bandzuordnung sich flexibel konfigurieren lässt – etwa 2,4 und 5 GHz, 5 und 6 GHz oder dual 5 GHz. Dies kostet Parallelität, kann aber Kosten sparen, wenn die Leistung nicht benötigt wird.
Der AP 5022 kommt zudem mit verschiedenen Antennenkonfigurationen im selben Gehäuse: omnidirektional, mit internen 60°-Richtantennen oder als Breakout-Modell für externe Antennen.
Neue Campus-, Rechenzentrums- und Industrie-Switches
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Bei den Switches ist ab sofort der 5420M verfügbar: ein 48-Port-Switch mit Kupfer und SFP-Ports in diversen Konfigurationen, je nach Anforderung mit PoE und auch Multi-Gigabit-Ports. MACsec-Unterstützung ist nun ebenfalls vollständig vorhanden.
Für den auf der letzten Extreme Connect vorgestellten 7830 gibt es neue Linecards mit 24 × 100GbE und 8 × 400GbE. Damit sind pro Chassis (teilweise mit Breakout-Kabeln) bis zu 24 × 400G, 120 × 100G oder 216 × 10/25G möglich – ausreichend Kapazität für Spine-Rollen in größeren Campus- oder Rechenzentrumsdesigns. Parallel hat Extreme einen 800G-Switch in der Pipeline angekündigt, ohne konkrete Zeitschiene.
Die wohl spannendste Ankündigung ist jedoch die 4630R-Serie: Ruggedized-Switches mit Fabric- und Switch-Engine, ausgelegt für raue Industrie-Umgebungen, TSN-ready (Time Sensitive Networking) und mit nativem Profinet-Transport.
Vier Modelle decken Rackmount- und DIN-Rail-Montage ab:
- 4 × 2,5G PoE + 12 × 1G PoE + 4 × 10G SFP (Rackmount, MACsec auf SFP)
- 24 × 1G PoE + 8 × 10G SFP (Rackmount, MACsec auf SFP)
- 8 × 1G + 8 × 10G PoE (DIN-Rail, MACsec auf SFP)
- 8 × 1G PoE + 4 × 10G SFP (DIN-Rail)
Alle Varianten sollen sowohl AC- als auch DC-Stromversorgung unterstützen.
Interessant ist die neue Serie vor allem wegen der Fabric-Engine-Unterstützung: Damit lassen sich fabric-basierte Segmentierung und Services – ohne separate Aggregation wie bisher – an die Industrie-Maschine bringen. In Kombination mit neuen Features wie Auto-Sense für Silent Devices und TSN zielt Extreme hier klar auf OT- und Industrie-Märkte ab – ein Segment, in dem Cisco (IE-Serie) und Siemens (Scalance) bisher dominieren.
Fabric: Bald aus Platform ONE heraus konfigurierbar
Extreme Fabric ist die herstellereigene Netzwerk-Fabric auf Basis von Shortest Path Bridging (SPB, IEEE 802.1aq). Neu für Platform ONE sind dazu granulare Topologieansichten der Fabric zwecks Transparenz für Netzwerkadmins. Auch ein Zero-Touch-Onboarding wurde mehrfach gezeigt. Inhaltlich kommen drei Features hinzu: Auto-Sense für komplett stumme Geräte – der Fabric-Service stößt neu angeschlossene Devices aktiv an, statt auf deren ersten Frame zu warten, und ermöglicht so NAC-Workflows auch für Geräte, die sich im normalen Betrieb nicht ans Netz zurückmelden, etwa Drucker mit statischer IP-Konfiguration ohne Discovery-Dienste. Fabric VRF Segmentation überträgt das Prinzip der L2-Port-Isolation auf Layer 3 und erlaubt definierte Trusted Subnets, ohne dass dafür separate Firewall-Konstrukte nötig wären. Und die automatische Konfiguration von Transparent Clocks in PTP- und AVB-Services (geplant für die zweite Jahreshälfte 2026) dürfte insbesondere für Kunden mit AV-Installationen interessant sein.
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(fo)
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