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Künstliche Intelligenz

Top 10: Das beste Gaming-Headset – Testsieger Razer vor Steelseries & Logitech


Ein gutes Gaming-Headset sollte die Spielsession bereichern, egal ob bei kompetitiven Shootern oder immersiven Rollenspielen. Wir zeigen die besten Modelle.

Das richtige Headset zu finden, ist dabei nicht gerade leicht. Mittlerweile sind die meisten Gaming-Headsets kabellos. Auch Surround Sound ist kein Alleinstellungsmerkmal mehr. Neben einer verzögerungsfreien Funkverbindung sind natürlich die Soundqualität, die Akkuleistung und vor allem auch der Tragekomfort essenziell. Möchte man das Gaming-Headset nicht nur am Computer verwenden, ist hier auch die Kompatibilität zu anderen Systemen wie Konsolen, Tablets und Smartphones relevant.

Für unsere Bestenliste haben wir Gaming-Headsets auf ihre Soundqualität, ihren Funktionsumfang, den Tragekomfort und die Akkuleistung getestet und zeigen, welches das für uns de facto beste Modell ist. Neben dem Testsieger küren wir zudem einen Technologiesieger und einen Preis-Leistungs-Sieger.

Da Produktpreise mehrheitlich tagesformabhängig sind, können die im Text verlinkten Beträge bereits nach kurzer Zeit vom derzeitigen Preis abweichen. Wir aktualisieren unsere Bestenlisten regelmäßig mit neuen Tests und passen in diesem Zusammenhang auch die im Text verlinkten Preise händisch an. Zusätzlich verwenden wir in unseren Artikeln Bestpreis-Widgets, die immer automatisch den tagesaktuellen Preis abbilden.

Welches sind die besten Gaming-Headsets?

Unser Testsieger ist das Razer Blackshark V3 Pro für 215 Euro. Mit hochwertiger Verarbeitung, astreinem Sound der Lautsprecher und des Mikrofons, super Tragekomfort sowie solidem ANC bietet es das rundum beste Gesamtpaket zu einem angemessenen Preis für uns.

Als Technologiesieger geht das Steelseries Arctis Nova Pro Wireless für 260 Euro hervor. Nicht nur der Sound überzeugt: Neben einer ausgereiften App mit vielen Soundeinstellungen bereichert es mit Wechselakku, Basisstation samt OLED-Display und extrem bequemen Ohrpolstern jede Gaming-Session.

Der Preis-Leistungs-Sieger ist das Hyperx Cloud Alpha Wireless für 119 Euro. Es liefert hervorragenden Sound und einen unglaublich starken Akku, der das Headset 300 Stunden im Einsatz hält. Lediglich bei der Software muss man hier Abstriche im Funktionsumfang machen.

KURZÜBERSICHT

Für 215 Euro bietet das Razer Blackshark V3 Pro absolute Premium-Qualität, sowohl beim Sound als auch bei der Verarbeitung. Ausgestattet mit ANC, bleibt man beim Zocken ungestört. Dank des hervorragenden Mikrofons wird man zudem auch problemlos im Voice-Chat verstanden.

VORTEILE

  • starker Sound
  • hoher Tragekomfort
  • gutes Mikrofon
  • solides ANC
  • viele Soundeinstellungen

NACHTEILE

  • teuer
  • EQ-Presets selbst erstellen nicht möglich

Das Steelseries Arctis Nova Pro Wireless liefert für 260 Euro fantastischen Sound und Tragekomfort. Die wechselbaren Ersatzakkus und die inkludierte Basisstation mit Ladefunktion sorgen dafür, dass das Gaming-Headset permanent einsatzbereit ist.

VORTEILE

  • wahnsinnig bequem
  • hervorragender Klang
  • umfangreiche Soundeinstellungen
  • Basisstation mit OLED-Display
  • Ersatzakku

NACHTEILE

  • ANC könnte besser sein
  • teuer

Für 119 Euro bietet das Hyperx Cloud Alpha Wireless einen guten Klang, super Tragekomfort und ein robustes Design mit hervorragender Verarbeitung. Dank des Monsterakkus versorgt es die Ohren bis zu 300 Stunden mit Sound, bevor man es wieder laden muss.

VORTEILE

  • unfassbar starker Akku
  • hoher Tragekomfort
  • gute Soundqualität
  • robustes Design
  • top Verarbeitung

NACHTEILE

  • Mikrofon rauscht leicht
  • Software rudimentär

Ratgeber

Gaming-Headsets für Xbox, PS5 und Nintendo Switch

Der Fokus dieser Bestenliste liegt zwar auf Gaming-Headsets für den PC, wir wollen Headsets für Konsolen wie der Xbox, PS5 und Nintendo Switch aber nicht komplett unerwähnt lassen. Während viele PC-Gaming-Headsets auch kompatibel zu anderen Plattformen wie Konsolen, Gaming-Handhelds, Smartphones und Tablets sind, haben manche Hersteller eine Version ihres Headsets speziell für Konsolen veröffentlicht.

Die meisten Gaming-Headsets für den PC können sich normalerweise problemlos auch mit der PS5 verbinden, bei der Xbox sieht das allerdings anders aus. Diese verwendet die Xbox-Wireless-Technologie, welche nur zertifizierten Geräten eine reibungslose kabellose Verbindung ermöglicht. Hat ein Headset diese Zertifizierung nicht, kann es zwar trotzdem per Kabel angeschlossen und an der Konsole verwendet werden, der kabellose Betrieb bleibt auf der Xbox allerdings außen vor.

Von den Headsets aus dieser Bestenliste gibt es das Steelseries Arctis Nova Pro Wireless auch in den Versionen Pro Wireless X für Xbox und P für die PS5. Das Modell Arctis Nova 7 Gen 2 wird ebenfalls in den Versionen X und P angeboten. Das Razer Blackshark V3 Pro gibt es außer für den PC ebenfalls in einer Variante für die Xbox und die PS5. Die Playstation-Version ist bis auf das Branding aber identisch mit dem PC-Headset. Der Dongle der Xbox-Version hat hingegen einen Schalter, um zwischen PC- und Xbox-Verbindung wechseln zu können. Das ist vor allem für diejenigen interessant, die das Blackshark V3 Pro neben der Xbox Series X und S auch am PC verwenden möchten.

Was muss man beim Tragekomfort von Gaming-Headsets beachten?

Leider nützt der beste Sound nichts, wenn das Tragen des Gaming-Headsets bereits nach kurzer Zeit unangenehm wird. Tragekomfort ist besonders bei längeren Gaming-Sessions essenziell. Schwierig ist nur, dass Köpfe und Ohren von Person zu Person unterschiedlich groß und geformt sind. Was beim einen super bequem das komplette Ohr umschmeichelt, drückt beim anderen unangenehm auf den Knorpel.

Wir können in unseren Tests nur unser persönliches Befinden so gut wie möglich abbilden, um einen Eindruck zu verschaffen. Generell gilt: Wer die Möglichkeit hat, das Headset vorher probezutragen, sollte die Gelegenheit wahrnehmen, um späteren Frust zu vermeiden.

Wichtige Elemente, die den Tragekomfort beeinflussen, sind ein größenverstellbares Kopfband, die Form, Größe und die Beschaffenheit der Ohrpolster, die Spannung des Kopfbügels und das Gewicht der Kopfhörer. Generell empfehlen wir den Griff zu Over-Ear-Kopfhörern, da diese unserer Erfahrung nach am längsten bequem zu tragen sind. Eine Bonuseigenschaft von Over-Ear-Modellen ist zudem die bessere Abschirmung nach außen. Wer sich voll auf sein Spiel konzentrieren will, sollte nicht zu viel von der Umgebung mitbekommen.

Die Polsterung muss weich und stabil sein, um einen langen Tragekomfort zu gewährleisten. Ob Stoff- oder Kunstlederüberzug, ist Geschmackssache.

Die Kopfbügelspannung muss ausreichend hoch sein, sodass das Headset stets sicher auf dem Kopf sitzt, ohne zu verrutschen. Wer plant, länger als eine halbe Stunde am Stück zu zocken, sollte zudem unbedingt auf die Beschaffenheit der Ohrpolster achten. Ist der Überzug aus billigem Kunststoff oder die Belüftung der Ohren nicht ausreichend, beginnt man schnell darunter zu schwitzen. Das ist unangenehm, vorwiegend im Sommer, und lenkt beim Spielen ab.

Wer von Haus aus schnell schwitzt, sollte im Vorfeld klären, ob es Ersatzohrpolster für das Headset gibt und ob man diese gegebenenfalls abnehmen und für eine Reinigung zwischendurch in der Waschmaschine waschen kann. Ersatzpolster sind vorrangig bei teuren Headsets wichtig, schließlich will man die hochpreisigen Geräte nicht nur wegen verschmutzter Polster ausmustern.

Was ist bei der Verarbeitung eines Gaming-Headsets wichtig?

Selbst günstigere Headsets sind mittlerweile ordentlich verarbeitet. Die Unterschiede liegen im Detail und betreffen in erster Linie Haptik, Optik und Beschaffenheit des verwendeten Materials. Billiger Kunststoff wirkt schnell abgenutzt und speckig. Kunststoffscharniere und Gelenke haben häufiger das Problem, dass sie nicht besonders belastbar sind.

Idealerweise bestehen die am meisten belasteten Teile aus Metall, um eine Langlebigkeit zu garantieren. Zudem sollte nichts klappern oder quietschen – insbesondere, während das Headset auf dem Kopf sitzt. Headsets mit Klapp-Funktion sind zwar praktisch, da man sie aufgrund ihrer Kompaktheit besser transportieren kann, allerdings sorgt das Einklappen der Gelenke für erhöhten Verschleiß.

Gelenke und Scharniere müssen ausreichend stabil sein. Außerdem dürfen sie nicht quietschen.

Ein hohes Gewicht spricht zwar für stabile Metall-Komponenten, es belastet aber auch die Nackenmuskulatur. Allzu schwer sollte ein Gaming-Headset daher auf keinen Fall sein. Besonders dann nicht, wenn es für mehrere Stunden auf dem Kopf sitzt. Die meisten Headsets dieser Bestenliste wiegen zwischen 300 und 350 g. Am schwersten ist aktuell das JBL Quantum 950 mit knapp 400 g Eigengewicht.

Bei kabellosen Headsets sitzen die Bedienelemente grundsätzlich am Gehäuse des Kopfhörers. Unterschiede zwischen ihnen gibt es aber trotzdem. Sind Lautstärkeregler und Tasten nicht klar unterscheidbar, kann das während des Games wichtige Sekunden kosten. Die Bedienelemente sollten mit einem Griff sofort erreichbar und identifizierbar sein. Texturierte Oberflächen, etwa beim Lautstärkeregler, bieten zudem zusätzliche Griffigkeit.

Wie wichtig ist die Soundqualität bei Gaming-Headsets?

Guter Sound ist wichtig, denn er sorgt zum einen für Immersion beim Spielen und zum anderen verschafft er im Bereich kompetitiver Spiele klare Vorteile. Bei taktischen Shootern wie Counter-Strike 2 oder Valorant erhöht etwa das schnelle und korrekte Lokalisieren von Schritten die eigenen Gewinnchancen. Sind Geräusche oder deren Richtung nicht klar zuordenbar, ist das ein signifikanter Nachteil und sorgt für Frust.

Zum Glück findet man richtig unbrauchbaren Sound selbst bei günstigen Headsets nur noch selten. Zwar sind Qualitätsunterschiede zwischen günstigen, mittelpreisigen und teuren Headsets definitiv hörbar, am Ende kommt es aber natürlich auch auf den eigenen Anspruch an.

Viele Gaming-Kopfhörer der Einsteiger-Klasse kaschieren schwachen oder unsauberen Klang durch stark angehobene Höhen und Tiefen. Das beschert zwar druckvollen Sound bei Explosionen und Ähnlichem, führt aber dazu, dass feine Klänge untergehen. Das Ergebnis ist ein matschiger und wenig differenzierter Sound.

Wer regelmäßig längere Gaming-Sessions abhält und hohe Ansprüche an eine ordentliche Dynamik hat, sollte sich trotzdem lieber für ein Modell ab 100 Euro aufwärts entscheiden. Hier sind hochwertigere Lautsprecher verbaut und der Klang ist insgesamt runder und besser abgestimmt. Zudem bieten die meisten von ihnen auch Programme an, mit denen man den Sound per Equalizer noch einmal mehr den eigenen Ansprüchen entsprechend formen kann.

Zusätzliche Soundeinstellungen wie Equalizer holen noch einmal mehr aus dem Klang der Gaming-Headsets heraus.

Neben Stereo-Sound bieten die meisten Gaming-Headsets ab Mittelklasse und aufwärts virtuellen Surround-Sound. In der Theorie sind mit Raumklang ausgestattete Modelle klar im Vorteil, die Umsetzung ist aber nicht immer gelungen. Eine Richtungsbestimmung fällt mit echtem Surround-Sound deutlich leichter als mit nur zwei Tonquellen. Durch den bei Gaming-Headsets emulierten Raumklang steht und fällt die Präzision der Geräuschortung mit der dafür verwendeten Software.

Unserer Erfahrung nach ist selbst ein eher durchwachsener Surround-Sound bei Einzelspieler-Games häufig noch zu gebrauchen. Bei kompetitiven Online-Shootern verdirbt er aber mehr den Spaß, als dass er gewinnbringend ist. Der Taktik-Shooter Valorant hat eine Surround-Sound-Simulation ins Spiel gecodet. In so einem Fall sollte man ohnehin keinen Surround-Sound per Headset hinzuschalten und nur die Stereo-Ausgabe verwenden. Letztlich ist der virtuelle Surround-Sound aber nicht mit echtem 5.1- oder 7.1-Sound vergleichbar.

Worauf kommt es beim Mikrofon an?

Ein vernünftiges Headset-Mikrofon ist für Sprach-Chats unerlässlich. Natürlich gibt es auch hier spürbare Unterschiede in der Qualität, an ein Studiomikrofon kommen sie aber alle nicht heran. Neben der generellen Klangqualität gibt es auch enorme Unterschiede in der Empfindlichkeit. Hier ist ein Geräuschfilter und/oder ein Noise-Gate für das Mikrofon essenziell und je nach Hersteller auch Teil der Software. Selbst bei höherpreisigen Headsets kann das Mikrofon noch blechern klingen, übersteuern und von permanentem Rauschen begleitet sein.

Schließlich haben alle von uns bisher getesteten Gaming-Headsets ein Mikrofon, das vollkommen ausreichend für den Voice-Chat mit Freunden oder dem Team im Spiel ist. Zum Streamen auf Twitch würden wir aber nach wie vor zu einem eigenständigen Mikrofon raten.

Neben klanglichen Qualitätsunterschieden ist auch die Implementierung des Mikrofons von Gerät zu Gerät unterschiedlich. Manche Mikrofone sind fest verbaut und lassen sich, wie beim Astro A50 Gen 5, nach oben und unten schieben. Bei einigen Gaming-Headsets lässt sich das Mikro sogar abnehmen oder im Fall von Steelseries im Kopfhörergehäuse verstauen. Das ist hauptsächlich dann praktisch, wenn man die Kopfhörer auch unterwegs zum Musikhören verwenden möchte, ohne dabei permanent ein Mikrofon vor dem Gesicht hängen zu haben.

Das Mikrofon des Steelseries Arctis Nova Pro Wireless ist in der linken Ohrmuschel verstaut und lässt sich einfach herausziehen.

Warum zu einem Gaming-Headset mit Noise Cancelling greifen?

Noise Cancelling (häufig auch ANC für Active Noise Cancelling) ist ein Feature, das bei vielen regulären Kopfhörern schon seit mehreren Jahren zum Funktionsumfang dazugehört. Auch im Gaming-Bereich findet Noise Cancelling immer mehr Einsatz. Gaming-Headsets sind traditionell Over-Ear und schirmen damit von Natur aus bereits einiges an Umgebungsgeräuschen ab. Völlige Funkstille herrscht aber trotzdem nicht. Besonders wenn man sich das PC-Zimmer mit jemandem teilt, können Tastaturgetippe, Lüftergeräusche und Co. die Konzentration beim Spielen stören.

Headsets mit Noise Cancelling sind mit zusätzlichen Mikrofonen ausgestattet, die nur dafür da sind, Außengeräusche aufzunehmen. Darauf basierend spielen die Kopfhörer eine gegensätzliche Schallwelle ab, wodurch der Klang der Außengeräusche unterdrückt und im Idealfall komplett ausgeblendet wird.

Wie effektiv Noise Cancelling bei Gaming-Headsets ist, hängt von mehreren Faktoren ab. Headsets, die nur ein Mikrofon zum Noise Cancelling verwenden, haben es häufig schwieriger, die Umgebungsgeräusche auszublenden als solche, die mehrere dedizierte Mikrofone verwenden. Auch ist entscheidend, wie gut die Kopfhörer das Ohr umschließen und versiegeln. Bereits kleinste Abstände zwischen Kopf und Headset können sich auf die Effektivität des Noise Cancelling auswirken. Besonders Brillenträger sind hier im Nachteil.

Die meisten Gaming-Headsets mit ANC haben eine dedizierte Taste zum Ein- und Ausschalten der Funktion. In manchen Fällen kann man das Noise Cancelling auch per App aktivieren.

Aktiviert man Noise Cancelling am Headset, wirkt sich das zudem auf die Akkulaufzeit aus. Wer besonders lange mit einer Akkuladung auskommen möchte, sollte die Technologie also punktuell anstatt dauerhaft einsetzen. Auch der Klang wird bei eingeschaltetem Noise Cancelling beeinflusst, da zeitgleich Schallwellen hinzugefügt werden, um die Außengeräusche zu neutralisieren.

Generell bleibt zu sagen, dass Noise Cancelling bei Gaming-Headsets zwar ein praktisches Feature ist, es hier allerdings von Headset zu Headset unterschiedlich gut funktioniert. An das ANC von Kopfhörern wie dem Sony WH-1000XM6 (Testbericht) kommen die Headsets aus unseren Tests bisher nicht heran.

Welche Verbindungsmethoden sind bei einem Gaming-Headset wichtig?

Bei kabellosen Gaming-Headsets ist die 2,4-GHz-Funkverbindung das Nonplusultra. Im Vergleich zu Bluetooth entsteht deutlich weniger Latenz und daher nicht die Gefahr, Geräusche im Spiel erst zu spät wahrzunehmen. Viele Gaming-Headsets sind aber dennoch auch mit Bluetooth ausgestattet. Zum einen, um sie auch fernab vom PC verwenden zu können und zum anderen, um das Smartphone zeitgleich mit dem Headset zu verbinden.

Geräte wie das Razer Blackshark V3 Pro, das Steelseries Arctis Pro Wireless und das JBL Quantum 950 unterstützen zudem die gleichzeitige Audioausgabe von Smartphone und PC über das Headset. So kann man während des Spielens Anrufe entgegennehmen oder Musik über das Smartphone streamen. Für eine möglichst latenzfreie Übertragung per Bluetooth sollten sowohl Sender als auch Empfänger den aptX-Low-Latency-Codec unterstützen.

Beim Teufel Cage Pro  wechselt man per Button am Headset zwischen Bluetooth- und Funkverbindung.

Die Funkverbindung kommt mittels eines USB-Funk-Dongles zustande, der mit dem Gaming-Headset mitgeliefert wird. Diesen steckt man einfach in einen freien USB-Port am PC und kann dann das Headset meist auch direkt nutzen. Manche, überwiegend höherpreisige Modelle, kommen direkt mit einer Basisstation. Diese hat den Funkdongle integriert und erfüllt häufig noch weitere Zwecke wie das Aufladen des Headsets oder hat Bedienelemente integriert, um Soundeinstellungen vornehmen zu können.

Wie ist die Akkulaufzeit bei einem Gaming-Headset?

Die Akkulaufzeit variiert von Wireless-Headset zu Wireless-Headset. Mindestens 24 Stunden schaffen aber die meisten. Auch wenn es keine rekordverdächtigen 100 Stunden sein müssen, sollte eine Ladung für mehrere Spielsessions ausreichen. Nichts ist nerviger, als ohne Sound auskommen zu müssen, nur weil das Headset leer ist. Wer das Aufladen gerne vergisst, muss darauf achten, ob das Wireless-Headset während des Ladevorgangs genutzt werden kann. Die längste Akkulaufzeit von den von uns getesteten Geräten hat mit Abstand das Hyperx Cloud Alpha Wireless mit 300 Stunden.

Einige Modelle unterstützen alternativ den Anschluss per 3,5-mm-Klinkenstecker und sind dann nicht auf die Stromzufuhr über den Akku angewiesen. Geladen wird in der Regel heutzutage per USB-C-Verbindung. Manche Gaming-Headsets unterstützen zudem Schnellladen, wodurch man bereits mit 15 Minuten am Strom bis zu 6 Stunden Betriebszeit bekommt. Modelle wie das Logitech G Astro A50 Gen 5 kommen sogar mit einer Basisstation, auf der man das Headset nach dem Zocken platziert, um es zu laden.

Über die Basisstation lädt der austauschbare Zweitakku des Steelseries Arctis Nova Pro Wireless, während der andere Akku in Betrieb ist.

Headsets wie das Steelseries Arctis Nova Pro Wireless und das JBL Quantum 950 arbeiten wiederum mit austauschbaren Akkus, um die Akkulaufzeit theoretisch irrelevant zu machen. Während ein Akku das Headset mit Strom befeuert, lädt der zweite in der mitgelieferten Basisstation auf und kann bei Bedarf dann in wenigen Sekunden ausgetauscht werden. Das hat zum einen den Vorteil, dass man das Gaming-Headset nicht mehr ans Kabel hängen muss und zum anderen, dass bei Verschleiß der beiden Akkus beim Hersteller, zumindest in diesem Fall, Ersatz gekauft werden kann.

Fazit

Gaming-Headsets bereichern das Spielerlebnis ungemein, sofern man das richtige Modell für sich gefunden hat. Das ist gar nicht so einfach, da hier viele Faktoren mit hineinspielen, die sehr subjektiv sind. Etwa der Klang, bei dem jeder andere Präferenzen hat. Auch der Tragekomfort wird von Person zu Person unterschiedlich wahrgenommen.

Wir haben mit dieser Bestenliste und unseren Tests versucht, die verschiedenen Anforderungen an das ideale Gaming-Headset abzudecken. Von astreinem Sound hin zu vielen Einstellungsmöglichkeiten, enormem Tragekomfort oder praktikablen Zusatzfunktionen – in unserer Bestenliste sollte für jeden etwas dabei sein. Zudem aktualisieren wir sie stetig mit neuen Produkten aus unseren Tests, um eine noch größere Bandbreite an Modellen abzudecken.

BESTENLISTE

Gaming-Headset mit ANC & Surround Sound: Razer Blackshark V3 Pro im Test

Das Razer Blackshark V3 Pro hat allerlei spannende Funktionen parat. Ein Highlight ist ANC, was bei Gaming-Headsets selten ist.

VORTEILE

  • starker Sound
  • hoher Tragekomfort
  • gutes Mikrofon
  • solides ANC
  • viele Soundeinstellungen

NACHTEILE

  • teuer
  • EQ-Presets selbst erstellen nicht möglich

Das Razer Blackshark V3 Pro hat allerlei spannende Funktionen parat. Ein Highlight ist ANC, was bei Gaming-Headsets selten ist.

Mit dem Blackshark V3 Pro macht Razer eine Kampfansage im Hinblick auf Tragekomfort und Funktionsumfang unter den Gaming-Headsets. Ausgestattet mit ANC, Surround Sound und sehr gutem Mikrofon, wird es durch die Software Razer Synapse zusätzlich mit vielzähligen Funktionen bereichert. Equalizer-Presets und Sounderweiterungen für Lautsprecher und Mikrofon versprechen hier vielseitige Anpassungsmöglichkeiten. Kann das Premium-Gaming-Headset für 215 Euro beim Klang überzeugen? Wir verraten es im Test.

Das Testgerät hat uns der Hersteller zur Verfügung gestellt.

Design

Ganz Gaming-untypisch kommt das Razer Blackshark V3 Pro in schlichtem Schwarz (alternativ in Weiß). Einzig der Mute-Button ist an der Basis in knalligem Razer-Grün gehalten. Mit 367 g hat es ein angenehmes Gewicht – sowohl in der Hand als auch auf dem Kopf. Das Kopfband besticht optisch durch eine Lederoptik mit geprägtem Razer-Schriftzug. Generell wirkt das Gaming-Headset sehr hochwertig und die Verarbeitung tadellos. Der Großteil des Gehäuses ist aus Plastik, die Ausnahme bilden die aus Aluminium gefertigten Ohrmuschelverbindungsarme und der Lautstärkeregler. Letzterer kommt mit geriffelter Oberfläche, was für eine deutlich bessere Griffigkeit sorgt. Ohr- und Kopfbandpolster haben eine sanfte Textiloberfläche. Das abnehmbare Mikrofon kommt mit abnehmbarem Popschutz.

Das Design ist stimmig und hat fast schon einen professionellen Charakter. Auf den ersten Blick würde man definitiv nicht vermuten, dass es sich um eine Gaming-Peripherie handelt.

Ausstattung

Das Headset kommt mit abnehmbarem Mikrofon, USB-A-zu-USB-C-Verbindungskabel, 2,4-GHz-Funkreceiver und einem USB-C-zu-Aux-Kabel.

Neben der Funkverbindung unterstützt das Blackshark V3 Pro auch Bluetooth (5.3) mit AAC, analoge Signale via Aux-Kabel und die kabelgebundene Verbindung über USB-C. Es ist zudem in der Lage, Audio aus der Funkquelle und der Bluetoothquelle gleichzeitig abzuspielen. Man kann während des Spielens also problemlos Anrufe über das Headset entgegennehmen. Die Verbindung per Funk bleibt überall in der 120-m²-großen Wohnung konsistent und verzögerungsfrei.

Das ANC des Headsets aktiviert man per Button an der rechten Ohrmuschel oder über Razer Synapse. Mit der Software kann man auch die Intensität der Geräuschunterdrückung festlegen. Auf höchster Stufe blendet sie einen Großteil der Hintergrundgeräusche gut aus, komplette Stille kann sie aber nicht erzeugen. Die zusätzliche Ambient-Einstellung macht genau das Gegenteil und lässt Geräusche von außen besser ins Innere des Headsets vordringen. Wir können dem Feature nicht viel abgewinnen, da vor allem Geräusche wie die Lüfter des PCs verstärkt und mit zusätzlichem Rauschen beim Ohr ankommen.

Dank Onboard-Speicher lassen sich Einstellungen und Equalizer (EQ) auf dem Gaming-Headset abspeichern und per Knopfdruck abrufen. Praktisch: Dank Bluetooth-Verbindung kann man auch die Razer-Audio-App verwenden, um Einstellungen über das Smartphone anzupassen.

Den Sound übernimmt ein dynamischer 50-mm-Treiber mit einem Frequenzbereich von 12 bis 28.000 Hz. Dank THX Spatial Audio ist das Gaming-Headset in der Lage, 7.1.4-Surround-Sound wiederzugeben. Es arbeitet zudem mit zwei unterschiedlichen Audiokanälen – Voice und Game. Dadurch ist es möglich, am Headset den Sound der einen Quelle in den Hintergrund zu stellen und den anderen in den Vordergrund. Bestes Beispiel, wenn man bei einem Online-Spiel in einer Clutch-Situation ist und sich auf den Spielsound konzentrieren will, um die Runde zu gewinnen, kann man den Voice-Chat so in den Hintergrund stellen. Das Ganze funktioniert bequem per Drehrad am Headset.

Das abnehmbare Vollband-Mikrofon ist sehr flexibel und lässt sich problemlos in jede gewünschte Position biegen. Den Popschutz kann man bei Bedarf, etwa zum Reinigen, schnell abziehen. Das Mikro wird über die Aux-Buchse des Headsets angeschlossen. Zum Stummschalten gibt es eine einrastende Taste am linken Kopfhörer.

Software

Wer bereits Razer Synapse für andere Razer-Produkte verwendet, wird sich freuen, dass auch das Blackshark V3 Pro in die Software integriert ist. Zur Auswahl stehen einige Soundeinstellungen, darunter EQ-Presets für Kopfhörer und Mikro. Die Bedienung ist leicht verständlich und löblich ist, dass jede Einstellung einen eigenen Tooltip für eine kurze Erklärung hat. Beim ersten Starten bekommt man zudem eine Zusammenfassung der wichtigsten Features des Headsets, die man sich auch im Nachhinein jederzeit durchlesen kann.

Als Standard-EQ-Presets stehen Default (gerade Linie), Game, Music und Movie zur Auswahl. Diese werden durch spielspezifische Presets zu den Games Valorant, Call of Duty, Apex Legends, Counter-Strike 2 und Halo Infinite erweitert. Pro Spiel gibt es mehrere Presets, die laut Razer in Zusammenarbeit mit einem Esports-Profi erstellt wurden. Enttäuschend ist jedoch, dass es generell keine Möglichkeit gibt, eigene EQ-Presets zu erstellen und zu benennen. Die vorgefertigten EQ lassen sich allerdings problemlos anpassen. Zusätzliche Soundanpassungen sind ebenfalls am Start. So kann man per Regler leise Geräusche wie Schritte anheben oder per Bass Boost den Bass verstärken. Der Funkreceiver des Blackshark V3 Pro ist zudem in der Lage, in den Low-Latency-Mode zu wechseln, wodurch zwar der Akku stärker beansprucht, dafür aber die Latenz noch einmal reduziert wird. Auch für das Mikrofon gibt es verschiedene EQ-Presets und Soundanpassungen, die man hinzuschalten kann.

Die Razer-Audio-App für das Smartphone dient derweil dazu, das Headset auch unterwegs konfigurieren zu können. Damit es sich mit der App per Bluetooth verbindet, muss jedoch die Funkverbindung zuvor gekappt sein.

Man merkt, dass Razer hier viel Wert auf Gaming-relevante Soundeinstellungen gelegt und das Ganze fast ausnahmslos gut umgesetzt hat.

Tragekomfort

Das Razer Blackshark V3 Pro trägt sich super angenehm, auch über mehrere Stunden hinweg. Die Schaumstoffpolster an den Ohren und am Kopfband sind mit weichem Textil überzogen und schmiegen sich angenehm um die Ohren. Das Kopfbandpolster zieht sich über die komplette Länge des Bandes, wodurch eine für uns perfekte Verteilung des Drucks stattfindet und auch nach längeren Sessions keinerlei Druckstellen auf dem Kopf entstehen.

Die Größe stellt man nicht, wie zuerst vermutet, am Band selbst ein, sondern an den Halterungen der Ohrmuscheln. Wir verwenden das Headset mit voll ausgefahrener Halterung. Sie lässt sich um 15 Grad in beide Richtungen drehen, wodurch man sie ideal der Kopfform anpassen kann. Durch die vollständige Polsterung des Kopfbandes tragen sie sich auch bequem um den Hals. Hier muss man dann allerdings die Ohrmuscheln anwinkeln, da sonst die Aluminiumhalterung unangenehm in das Schlüsselbein drückt.

Soundqualität

Beim Spielen überzeugt uns der Klang des Razer Blackshark V3 Pro auf ganzer Linie. Sowohl im kompetitiven Valorant als auch in Singleplayerspielen wie Persona 3 Reload oder Kingdom Come Deliverance 2 bestechen die Lautsprecher durch einen hervorragenden Klang. Gerade im zum Chaos neigenden Valorant, in welchem die Geräuschkulisse sehr bunt und überladen sein kann, gehen wichtige Details nicht unter. Schritte sind klar hörbar, während der Raumklang präzise die Position der Mitspieler und Gegner abbildet. Auch beim Musikhören sowie Video- und Filmeschauen kann das Headset mit einem gut ausbalancierten Sound überzeugen, der sich durch einen präsenten, aber nicht übermannenden Bass auszeichnet. Hier kommen Feinheiten, mit entsprechendem EQ, ebenfalls gut durch und hinterlassen einen satten, warmen Klang.

Das Mikrofon braucht sich indes nicht zu verstecken. Die Stimme wird klar, verständlich und warm wiedergegeben. Es ist zudem überraschend gut darin, keine Hintergrundgeräusche mit aufzunehmen. Während des Testzeitraums konnten wir zudem keinerlei Übersteuerungen feststellen.

Akkuleistung

Mit dem Akku des Razer Blackshark V3 Pro kommen wir problemlos auf über zwei Tage, bevor wir es wieder an das Ladekabel stecken müssen. Das ist ein grundsolider Wert. Wir verwenden das Headset ausschließlich mit aktiviertem ANC auf Stufe 4, und wechselweise im Niedriglatenzmodus.

Preis

Das Razer Blackshark V3 Pro hat eine UVP von 270 Euro. Aktuell kostet es in Schwarz 215 Euro. In Weiß bekommt man es für 217 Euro.

Fazit

Das Razer Blackshark V3 Pro ist ein absolutes Premium-Headset, vollgestopft mit modernster Technik, vielen Funktionen und umfangreichen Soundeinstellungen. Dank Bluetooth kann man es sowohl daheim als auch unterwegs problemlos verwenden. Es sieht dabei nicht nur edel aus, sondern trägt sich auch über Stunden hinweg sehr bequem. Sowohl der Sound der Lautsprecher als auch der des Mikrofons können sich hören lassen. Schade also, dass man aktuell keine eigenen EQ-Presets anlegen kann. Auch der Preis von aktuell 215 Euro ist recht happig. Dafür bekommt man dann aber auch ein herausragend gutes Gaming-Headset.

Gaming-Headset Steelseries Arctis Nova Pro Wireless im Test: bequem & klingt top

Steelseries setzt beim Arctis Nova Pro Wireless auf ANC, OLED-Basisstation und Top-Tragekomfort. Wie gut klingt das Premium-Gaming-Headset im Test?

VORTEILE

  • wahnsinnig bequem
  • hervorragender Klang
  • umfangreiche Soundeinstellungen
  • Basisstation mit OLED-Display
  • Ersatzakku

NACHTEILE

  • ANC könnte besser sein
  • teuer

Steelseries setzt beim Arctis Nova Pro Wireless auf ANC, OLED-Basisstation und Top-Tragekomfort. Wie gut klingt das Premium-Gaming-Headset im Test?

Das Steelseries Arctis Nova Pro Wireless wirkt auf den ersten Blick überhaupt nicht wie ein Gaming-Headset, denn mit seinem seriösen Look bewegt es sich fernab des sonst gerne mal verspielten Designs eines Gaming-Produkts. Dabei ist das Arctis Nova Pro Wireless zumindest auf dem Papier bestens ausgestattet, um die nächste Spielsession zu bereichern.

Neben ANC, Wechselakku und praktischer Basisstation mit OLED-Display kommt es mit verdammt bequemen Ohrpolstern und diversen Soundanpassungsmöglichkeiten. Das Testgerät stellte uns der Hersteller zur Verfügung. Ob das Gesamtpaket aus Funktionsumfang, Sound und Tragekomfort im Einsatz überzeugt, zeigt der Test.

Lieferumfang

Das Gaming-Headset kommt mit einer Basisstation mit OLED-Display, welche gleichzeitig auch als Funk-Dongle mit 2,4 GHz fungiert, zwei austauschbaren Akkus, zwei USB-A-zu-USB-C-Verbindungskabeln, einem 3,5-mm-Audiokabel sowie einem Popschutz für das ausfahrbare Mikrofon. Für die Aufbewahrung des Headsets liegt zudem ein Stoffbeutel bei. Eine Gebrauchsanweisung ist ebenfalls inkludiert.

Design

Der Look des knapp 345 g schweren Steelseries Arctis Nova Pro Wireless lässt sich in einem Wort zusammenfassen: edel. Farblich stehen Grauschwarz oder Weiß zur Auswahl. Die Basisstation präsentiert sich jeweils in der gleichen Farbe. Steelseries zielt hier mehr auf eine seriöse Optik ab als auf den verspielten Gaming-Look, und das gelingt.

Der Großteil des Headsets besteht aus Kunststoff, das Kopfband teilweise aus Aluminium. Die magnetischen, abnehmbaren Kopfhörerplatten haben ein leicht glänzendes Aluminium-Finish, die Ohrpolster hingegen einen Kunstlederüberzug. Dadurch wirkt es eher wie ein Business- als ein Gaming-Headset. Anstatt eines festen Kopfbandpolsters aus Schaumstoff verwendet Steelseries hier ein elastisches Stoffband. Man kann es komplett abnehmen oder die Position verändern, um die Spannung anzupassen.

Das Mikrofon ist, wie beim Steelseries Arctis Nova 7 Gen 2 (Testbericht), im Kopfhörer versteckt und wird für den Einsatz herausgezogen. Das hat den Vorteil, dass man das Headset problemlos unterwegs als reinen Kopfhörer verwenden kann, ohne dabei komische Blicke auf sich zu ziehen. Insgesamt wirkt das Arctis Nova Pro Wireless trotz des hohen Kunststoffanteils ausgesprochen hochwertig. Die Verarbeitung weist keinerlei Makel auf und das Headset fühlt sich äußerst robust an.

Ausstattung

Das Steelseries Arctis Nova Pro Wireless unterstützt sowohl 2,4-GHz-Funk per Basisstation als auch Bluetooth (5.0). Die Reichweite per Funk liegt laut offiziellen Angaben bei maximal 12 m. Das deckt sich mit unseren Beobachtungen im Test, wobei wir hier noch ein, zwei Meter mehr herausholen, bevor die Verbindung einbricht. Das Headset ist zudem in der Lage, zeitgleich per Funk und Bluetooth zu verbinden. So kann man beispielsweise am PC zocken und zeitgleich jederzeit Anrufe vom Smartphone annehmen oder darüber Musik hören.

Die Basisstation dient nicht nur als Funk-Dongle und Ladegerät der Ersatzakkus, sondern ist mit einem OLED-Display samt Drehknopf und kleiner Touchfläche ausgestattet. So kann man Soundeinstellungen auch direkt über das Display vornehmen. An der rechten Seite befindet sich der Schlitz für den Zweitakku, auf der Rückseite gibt es zwei USB-C-Ports sowie Line-In und Line-Out.

Die Bedienelemente am Headset belaufen sich auf den Power-Button, den Mute-Button und den Lautstärkeregler links sowie den Bluetooth-Button rechts. Der Power-Button dient auch dazu, zwischen ANC und Transparenz-Modus zu wechseln. Mit dem Bluetooth-Knopf startet man das Pairing und nimmt bei verbundenen Geräten Anrufe entgegen oder startet, pausiert und überspringt Medieninhalte am Smartphone.

Die Platzierung und Haptik der Bedienelemente sind ideal – eine ungewollte Betätigung, etwa beim Auf- und Absetzen des Headsets, wird so vermieden. Zwei Anschlüsse hat das Headset: einen Aux-Port und einen USB-C-Port, der unter der linken Kopfhörerplatte versteckt ist und zum Laden fernab des PCs dient.

Sowohl ANC als auch Transparenz-Modus sind mit an Bord. Die aktive Geräuschunterdrückung hilft zwar, Störquellen wie die PC-Lüftung und Ähnliches in Schach zu halten, im Vergleich zur Konkurrenz schwächelt sie aber, sobald es etwas lauter wird. Tastaturgetippe wird beispielsweise nur minimal gedämpft. Da geschlossene Kopfhörer von vornherein Geräusche mehr abschirmen als offene, dient der Transparenz-Modus dazu, Außengeräusche über Mikrofone gezielt ins Innere zu befördern.

Im Kopfhörer steckt ein 40-mm-Neodym-Treiber mit einem Frequenzbereich von 10 bis 22.000 Hz (bis zu 40.000 Hz kabelgebunden) und Raumklang-Unterstützung über die Software Steelseries GG. Das Headset arbeitet zudem mit zwei unterschiedlichen Soundkanälen: einem Gaming-Channel und einem Chat-Channel. Dadurch kann man beide Audiokanäle individuell konfigurieren und sie wahlweise in den Vordergrund oder Hintergrund rücken.

Das bidirektionale Mikrofon arbeitet im Frequenzbereich 100 bis 6500 Hz und kommt mit Geräuschunterdrückung. Ein Popschutz zum Darüberstülpen wird mitgeliefert, ist allerdings unpraktisch, da man diesen vor dem Einfahren des Mikrofons jedes Mal wieder abmachen muss. Stellt man es stumm, leuchtet eine rote LED am Mikrofon auf.

Software

Die App Steelseries GG dient als Hub sämtlicher Soundeinstellungen des Arctis Nova Pro Wireless. Eines der Tools ist Engine, welches zwar einzelne Soundanpassungen anbietet, aber von dem deutlich umfangreicheren Sonar abgelöst wird. Aktiviert man Sonar in Steelseries GG, übernimmt die Software prompt die Einrichtung des Headsets am Computer.

Öffnet man Sonar, wird man prompt von einem Soundmixer begrüßt. Hinter den drei Tabs Game, Chat und Mikro verbergen sich die Equalizer-Einstellungen der einzelnen Kanäle, inklusive weiterer Anpassungsmöglichkeiten. Wahnwitzige 307 Equalizer-Presets stellt Steelseries für den Game-Audiokanal bereit. Diese setzen sich aus Spieletiteln wie Apex Legends, Valorant und Final Fantasy XIV Online sowie Musikgenres wie Metal, Synthwave und Jazz zusammen. Selbstverständlich kann man auch eigene Presets anlegen, abspeichern und zu den Favoriten hinzufügen.

Genial ist zudem die Testfunktion für die Equalizer (EQs). Vier verschiedene Soundszenarien stehen zur Auswahl: Gaming, Spatial, Movie und Music. Drückt man auf den entsprechenden Button, wird ein passender Sound abgespielt und man kann so den erstellten und gerade aktiven EQ auf Tauglichkeit testen.

Sonar arbeitet mit der Clearcast AI Geräuschunterdrückung. Diese steht sowohl für das eigene Mikro als auch für den Output anderer Spieler über den Chat-Audiokanal des Headsets zur Verfügung. Aktiviert man sie für den Chat-Kanal, versucht sie, die Hintergrundgeräusche der Gesprächspartner zu reduzieren. Je nach Lautstärke der Hintergrundgeräusche kann das dazu führen, dass sich Gesprächspartner stark gedämpft oder unnatürlich anhören. Per Regler passt man die Intensität der Unterdrückung an. Neben der KI-gestützten Unterdrückung steht aber auch eine manuelle zur Verfügung.

Aktiviert man Spatial Audio, justiert man per Regler entweder in Richtung Performance, um akkuratere Positionierungen zu ermöglichen oder in Richtung Immersion. Wer kompetitive Games wie FPS spielt, wählt hier klar die Performance. Bei Singleplayer-Spielen geht man mehr in Richtung Immersion. Zusätzlich lässt sich auch die Distanz zum Sprecher per Schieberegler individualisieren.

Die Präsentation der App ist fantastisch. Jeder Menüpunkt hat einen Tooltip, der die Funktion erklärt, und auch die Navigation sowie die Bedienung der einzelnen Elemente sind einleuchtend und intuitiv.

Soundqualität

Beim Klang macht das Arctis Nova Pro Wireless einen hervorragenden Job. Bereits ohne Equalizer beschert es einen wunderbaren, sauberen Sound mit starker Detailtiefe. Zeitgleich ist der Bass nicht zu dominant und lässt genügend Raum auf der Klangbühne für feinere Töne.

Beim Zocken überzeugt es sowohl in Singleplayer-Spielen wie Kingdom Come: Deliverance II (KC:DII) als auch in kompetitiven Online-Games wie Valorant und Overwatch. Bei KC:D II erzeugen die Treiber im Zusammenspiel mit dem Spatial Sound ein wunderbar immersives Klangerlebnis. Das metallene Hallen des Schmiedehammers über den Marktplatz von Kuttenberg, sowie das geschäftige Treiben der Bevölkerung, das Bellen der Hunde und das Waten durch Schlammpfützen materialisieren die 40-mm-Treiber überzeugend.

Auf der kompetitiven Gaming-Seite profitieren wir von wunderbar differenzierten Fußschritten und weiteren kristallklaren Soundcues der Charaktere. Schüsse und Fähigkeitengeräusche gehen im reizüberflutenden Overwatch trotz permanentem Chaos für uns nicht unter und auch im etwas weniger hektischen Valorant profitieren wir davon, dass Bässe, Mitten und Höhen gut zur Geltung kommen können.

Musikhören lässt sich mit dem Arctis Nova Pro Wireless ebenfalls hervorragend. Von Synthpop über Americana zu Post-Hardcore macht das Headset eine gute Figur. Am Ende des Tages ist es aber immer noch ein Gaming-Headset und dementsprechend auch getunt. Für ein komplett neutrales Klangerlebnis muss man zu reinen Kopfhörern greifen.

Das Mikrofon fängt unsere Stimme erstaunlich klar und verständlich in toller Qualität auf, ohne dabei zu zischen oder von Hintergrundrauschen begleitet zu werden. Die Geräuschunterdrückung funktioniert einwandfrei, ohne die Stimmqualität zu stark zu beeinträchtigen.

Tragekomfort

Das Steelseries Arctis Nova Pro Wireless ist auch nach mehreren Stunden auf dem Kopf unfassbar bequem. Das liegt sicherlich nicht zuletzt an den ausgesprochen breiten Ohrpolstern. Diese federn ideal ab und umschließen unsere Ohren angenehm weich. Weil das Kunstleder nicht atmungsaktiv ist, bleibt ein gewisser Hitzestau unter den Ohrmuscheln leider nicht aus.

Auch das elastische Stoffband leistet exzellente Arbeit: Es verteilt das Gewicht des 345 g schweren Headsets perfekt auf den Kopf und vermeidet so unangenehme Druckstellen. Wer eine stärkere oder geringere Spannung bevorzugt, kann das Stoffband anders aufhängen. Die Klemmstärke könnte für unseren Geschmack minimal höher sein, da das Headset leicht zu rutschen beginnt, wenn man sich nach vorn beugt.

Die Ohrmuscheln lassen sich vollständig nach innen drehen, wodurch man das Headset bequem um den Hals tragen kann. Selbstverständlich ist es größenverstellbar, allerdings ohne visuelle oder haptische Hilfe, etwa durch Einrasten.

Wer mit dem Hitzestau eines Kunstlederüberzugs leben kann, bekommt hier ein unglaublich bequemes Headset, das man getrost mehrere Stunden am Stück tragen kann.

Akku

Dank des jederzeit austauschbaren Akkus hat man rein theoretisch eine nie enden wollende Stromzufuhr für das Headset. Ähnlich sieht es Steelseries und nennt die Akkulösung samt Ladestation passend das Infinity Power System. Zurück auf dem Boden der Tatsachen angekommen, erbringt einer der beiden Akkus zwischen 18 und 22 Stunden an Leistung, bis er in den Ladeslot der Basisstation muss. Das ist davon abhängig, ob man das Headset mit ANC verwendet und ob man es ausschließlich per 2,4-GHz-Funk, Bluetooth oder mit beidem gleichzeitig verwendet.

Über einen unter der linken Kopfhörerplatte versteckten USB-C-Port kann man den Akku des Gaming-Headsets mittels des mitgelieferten Ladekabels auch fernab der Basisstation laden. Sitzt er in der Basisstation, ist er innerhalb von etwa drei Stunden wieder vollständig aufgeladen.

Preis

Die UVP des Steelseries Arctis Nova Pro Wireless liegt bei 380 Euro. Der Straßenpreis liegt aktuell bei 260 Euro.

Fazit

Das Steelseries Arctis Nova Pro Wireless ist ein Gaming-Headset der Superlative. Ein starker Sound, schickes Design und viele Einstellungsmöglichkeiten machen das hochwertige Headset zu einer hervorragenden Wahl. Dank Ersatzakku und Ladestation ist es zudem permanent einsatzbereit und trägt sich durch die bequemen Ohrpolster auch über Stunden hinweg komfortabel.

Wer kein Problem mit dem etwas schwächelnden ANC hat und bereit ist, 260 Euro für ein Gaming-Headset auszugeben, bekommt hier ein wirklich rundes Gesamtpaket.

Hyperx Cloud Alpha Wireless im Test: Gaming-Headset mit irrem 300-Stunden-Akku

Für lange Gaming-Sessions ist das Hyperx Cloud Alpha Wireless perfekt ausgestattet, denn das Gaming-Headset schafft bis zu 300 Stunden pro Akkuladung.

VORTEILE

  • unfassbar starker Akku
  • hoher Tragekomfort
  • gute Soundqualität
  • robustes Design
  • top Verarbeitung

NACHTEILE

  • Mikrofon rauscht leicht
  • Software rudimentär

Für lange Gaming-Sessions ist das Hyperx Cloud Alpha Wireless perfekt ausgestattet, denn das Gaming-Headset schafft bis zu 300 Stunden pro Akkuladung.

Kabellose Gaming-Headsets sind heutzutage nichts Besonderes mehr, da die Funktechnologie mittlerweile so gut und verzögerungsfrei ist, dass die meisten Hersteller seit Langem schon auf die Wireless-Technologie umgestiegen sind. Die Akkuleistung der Headsets variiert, die meisten von Ihnen schaffen aber problemlos 50 bis 90 Stunden mit einer Ladung. Das Hyperx Cloud Alpha Wireless setzt hier noch einmal eine Schippe drauf: Auf bis zu 300 Stunden kommt der 1500-mAh-Akku des Headsets mit nur einer Ladung.

Wir haben uns zudem im Test angeschaut, wie es um den Tragekomfort, die Soundqualität und den Funktionsumfang des Headsets bestellt ist. Das Testgerät hat uns der Hersteller zur Verfügung gestellt.

Lieferumfang

Dem Headset liegen das abnehmbare Mikrofon samt Popschutz sowie der 2,4-GHz-Funk-Dongle mit USB-A-Anschluss bei. Zum Laden dient ein rund 58 cm langes, etwas kurz geratenes USB-A-zu-USB-C-Kabel. Ein Quick-Start-Guide gibt Aufschluss über die Ersteinrichtung der Peripherie.

Design

Bereits beim Auspacken wirkt das Hyperx Cloud Alpha Wireless ausgesprochen robust. Die Ohrmuschelhalterungen und Gelenke des schwarz-roten Gaming-Headsets sind aus Aluminium, das Kopfband und die Ohrpolster kommen mit Kunstlederüberzug, die Verkleidung der Ohrmuscheln besteht aus Kunststoff. Das matte Finish seitlich der Ohrmuscheln ist sehr anfällig für Fingertapser. Das Headset bringt etwa 322 g auf die Waage – ein Gewicht, bei dem es sich noch angenehm auf dem Kopf trägt.

Insgesamt drei Bedienelemente befinden sich am Headset: an der linken Ohrmuschel wurden Power- und Mute-Button positioniert, am rechten Ohr liegt das Lautstärkerad. Super sinnvoll ist die unterschiedliche Ausrichtung der Buttons. Während der Power-Button eine leichte Kuhle hat, ist der Mute-Button nach außen gewölbt. So entsteht keine Verwechslungsgefahr.

An der Verarbeitung des kabellosen Gaming-Headsets gibt es nichts auszusetzen. Der Kunstlederüberzug ist sauber vernäht und es rattert, quietscht oder wackelt nichts beim Verstellen der Ohrmuschelhalterung.

Ausstattung

Das Hyperx Cloud Alpha Wireless verbindet sich ausschließlich per mitgeliefertem 2,4-GHz-Funk-Dongle. Über Bluetooth verfügt es nicht und über das mitgelieferte Kabel kann man es ausschließlich laden. Die Funkverbindung bleibt auf 120 m² Wohnfläche größtenteils stabil, in entlegeneren Ecken der Wohnung kommt es aber vereinzelt zu Verbindungseinbrüchen. In der Nähe des PCs bleibt sie durchgehend problemlos bestehen und verzögerungsfrei.

Anschlüsse hat das Gaming-Headset insgesamt zwei: einen USB-C-Port, um es zu laden, sowie einen Aux-Port, in den man das abnehmbare Mikrofon steckt.

Bei den Treibern setzt man auf 50 mm und dynamisch mit Doppelkammersystem. Dadurch sollen Mitten und Höhen von den Tiefen getrennt und so ein Verwaschen des Sounds verhindert werden. Der Frequenzbereich liegt hier zwischen 15 Hz und 21.000 Hz. Zusätzlich gibt es virtuellen 7.1-Surround-Sound via DTS:X Spacial Audio. Das bidirektionale Mikrofon kommt mit Geräuschunterdrückung und einem Frequenzbereich von 50 bis 7200 Hz. Eine LED am Kopf des Mikros leuchtet auf stumm gestellt rot auf. Der Arm ist elastisch und lässt sich ganz einfach in die gewünschte Position biegen.

Software

Die App Hyperx Ngenuity dient zur Konfiguration des Cloud Alpha Wireless und ist zum Testzeitpunkt ausschließlich auf Windows-PCs verfügbar. Der Funktionsumfang hält sich in Grenzen. Die App bietet die Lautstärkeregelung der Lautsprecher und des Mikrofons, inklusive Monitoring-Funktion, das Hinzuschalten des DTS:X-Raumklangs sowie das Hinzuschalten der Equalizer-Presets. Sieben Presets werden mit der Software mitgeliefert, darunter Bass Boost, Gaming, Voice Chat, Treble Boost und Balanced. Zusätzliche Presets lassen sich problemlos über die App erstellen und abspeichern.

Der Funktionsumfang von Ngenuity ist recht überschaubar.

Nebst der Akkustandanzeige in Prozent zeigt die App auch die verbleibende Stundenanzahl an und ermöglicht, das automatische Ausschalten des Headsets bei Inaktivität von standardmäßig 20 Minuten auf 30 Minuten zu erhöhen, auf 10 Minuten zu verringern oder komplett zu deaktivieren. Von Werk aus gibt das Headset Statusbenachrichtigungen wie den Akkustand per Voice-Prompt aus. Wenn das stört, kann man per App auf Signaltöne umsteigen.

Soundanpassungen für das Mikro, wie etwa die Stärke der Geräuschunterdrückung, fehlen leider gänzlich. Ansonsten macht die App während des Tests einen flüssigen und stabilen Eindruck. Zum Testzeitpunkt arbeitet Hyperx an einem Overhaul von Ngenuity und bietet eine Beta-Version der generalüberholten Software an. Das Cloud Alpha Wireless wird bisher allerdings nicht von der neuen App unterstützt.

Soundqualität

Das Hyperx Cloud Alpha Wireless zeichnet ein klares Klangbild mit starken Mitten und Höhen, ohne beim Bass zu dick aufzutragen. Instrumente haben genügend Raum, sich klanglich zu entfalten, ohne dabei zu versumpfen. Beim Musikhören nehmen wir den Treble-Boost-Equalizer hinzu, um den Gesang noch etwas crisper hervorzuheben.

Auch beim Zocken überzeugen die dynamischen 50-mm-Treiber: In kompetitiven Shootern wie Overwatch und Valorant kommen gegnerische Schritte kristallklar bei uns an. Trotz eines hektischen Effektgewitters gehen einzelne Sounds und somit wichtige Spielinformationen nie unter. Während in Overwatch D.va vor uns ihren Ultimate zündet und uns zeitgleich Junkrats Granaten um die Ohren fliegen, können wir trotzdem Sombras Hacking-Versuch in unseren hinteren Reihen problemlos wahrnehmen und entsprechend reagieren. Hier zeigen die Doppelkammertreiber, was sie können.

Der virtuelle Raumklang via DTS:X ist in Ordnung, aber wie immer nicht mit tatsächlichem Surround-Sound zu vergleichen. Zum Musikhören ist er definitiv nicht zu empfehlen, da der Sound dadurch sehr dumpf klingt. Da kompetitive Shooter wie Valorant ihre eigene Surround-Sound-Software verwenden, ist es zudem ohnehin nicht ratsam, zusätzlich DTS:X einzuschalten. In Singleplayer-Spielen kann man ihn für mehr Immersion getrost hinzuschalten.

Das abnehmbare Mikrofon fängt unsere Stimme gut und verständlich ein, ohne dabei blechern zu klingen, begleitet sie aber permanent mit einem leichten Rauschen im Hintergrund. In diesem Preisbereich ist das in Ordnung und man wird problemlos von Teammitgliedern im Spiel oder von Freunden im Discord-Voice-Chat verstanden. Für die Contenterstellung sollte man aber definitiv zu einem dedizierten Mikrofon greifen – allein schon aufgrund der hier fehlenden Soundeinstellungen, um etwa die Geräuschunterdrückung anzupassen.

Tragekomfort

Für uns trägt sich das Hyperx Cloud Alpha Wireless auch über mehrere Stunden hinweg unglaublich bequem auf dem Kopf. Die Klemmstärke hält das Gaming-Headset dabei sicher auf dem Kopf, ohne zu stark zu drücken. Sowohl Kopfbandpolster als auch Ohrpolster federn das Gewicht des Headsets gut ab und verhindern Druckstellen. Die Ohrpolster könnten für unseren Geschmack aber ein klein wenig Dicker sein. Erwartungsgemäß staut sich unter dem Kunstleder die Hitze. Wer schnell zum Schwitzen neigt, sollte bei längeren Gaming-Sessions regelmäßig die Ohren lüften, da sich dieser sonst auf dem Kunstleder sammelt.

Die Ohrmuscheln lassen sich hoch und runter, aber nicht zur Seite bewegen. Es eignet sich dadurch also nicht, um es bequem längere Zeit um den Hals zu hängen, da der harte Kunststoff so auf das Schlüsselbein drückt. Der Rahmen des Gaming-Headsets ist größenverstellbar und rastet in Schritten ein, zusätzlich durch Markierungen auf der Innenseite der Halterung gekennzeichnet. Somit entfällt das sonst häufig nervige Rätselraten, ob man beide Seiten gleichmäßig eingestellt hat.

Akku

Der 1500-mAh-Akku des Hyperx Cloud Alpha Wireless ist definitiv der Star der Show. Bis zu 300 Stunden schafft er mit einer Ladung, das entspricht 12,5 Tagen Dauerhören. Das hat bisher noch kein von uns getestetes Headset hinbekommen. Somit schafft er problemlos mehrere Wochen des täglichen Spielens, bevor man ihn wieder ans Ladekabel hängen muss.

Nach 4,5 Stunden ist er mit dem inkludierten Kabel am PC voll aufgeladen. Dieses ist leider sehr kurz, weswegen gleichzeitiges Laden und Verwenden des Headsets je nach PC-Setup schwierig sein dürfte. Da man das Headset aber so selten laden muss, fällt das für uns nicht sonderlich ins Gewicht.

Preis

Die UVP des Gaming-Headsets liegt bei 228 Euro. Aktuell kostet das Hyperx Cloud Alpha Wireless 119 Euro.

Fazit

Das Hyperx Cloud Alpha Wireless bietet neben einem guten und klaren Klang auch hervorragenden Tragekomfort und eine top Verarbeitung. Das Alleinstellungsmerkmal stellt jedoch der extrem leistungsstarke Akku des Gaming-Headsets dar. Mit bis zu 300 Stunden im Einsatz, bevor die Peripherie ans Ladekabel muss, schlägt das Hyperx Cloud Alpha Wireless in dieser Hinsicht alle anderen von uns bisher getesteten Gaming-Headsets.

Für 119 Euro bekommt man hier ein wirklich starkes Gaming-Headset, dessen positiver Eindruck nur minimal durch ein leicht rauschendes Mikrofon und eine Software mit wenigen Einstellungsmöglichkeiten geschmälert wird.

Gaming-Headset Beyerdynamic MMX 150 Wireless im Test: Sehr bequem & Top-Sound

Das Beyerdynamic MMX 150 Wireless bietet starken Sound und setzt auf bequeme Velours-Ohrpolster, mit denen man es über Stunden hinweg komfortabel tragen kann. Wie es sonst in der Praxis abschneidet, zeigt der Einzeltest.

VORTEILE

  • starker Sound
  • gutes abnehmbares Mikrofon
  • unglaublich bequem
  • schneller Wechsel zwischen BT- und Funk-Audioquelle

NACHTEILE

  • Einstellungen nur über Smartphone-App
  • Buttons fühlen sich teilweise etwas billig an

Das Beyerdynamic MMX 150 Wireless bietet starken Sound und setzt auf bequeme Velours-Ohrpolster, mit denen man es über Stunden hinweg komfortabel tragen kann. Wie es sonst in der Praxis abschneidet, zeigt der Einzeltest.

Mit dem MMX 150 Wireless liefert Kopfhörerproduzent Beyerdynamic ein Gaming-Headset, das sich im Mittelklasse-Bereich keinesfalls zu verstecken braucht. Ausgestattet mit 2,4-GHz-Funk und Bluetooth bietet das kabellose Headset einen Sound, der sich hören lassen kann. Dank der unglaublich weichen Ohrpolster mit Velours-Überzug schmiegt sich die Peripherie angenehm an den Kopf und bleibt über Stunden hinweg bequem. Wir haben das Headset getestet und verraten, wo es noch Verbesserungsbedarf gibt. Das Testgerät hat uns der Hersteller zur Verfügung gestellt.

Lieferumfang

Das Gaming-Headset kommt mit dem abnehmbaren Mikrofon, einem USB-C-Funkdongle samt USB-A-Adapter, einem USB-C-zu-USB-C-Verbindungskabel, einem USB-C-zu-Aux-Verbindungskabel sowie einem Quick-Start-Guide.

Design

Unser Testgerät kommt in der Farbkombination Schwarz/Orange und wiegt etwa 336 g. Alternativ gibt es die Peripherie noch in Weiß. Bis auf die Ohrmuschelhalterung ist das Gehäuse vollständig aus Kunststoff.

Für die Ohrpolster verwendet Beyerdynamic einen Velours-Überzug. Das Kopfbandpolster trägt hingegen Kunstleder. Die orangen Bedienelemente des Gaming-Headsets teilen sich auf die beiden Ohrmuscheln auf: An der linken Ohrmuschel befinden sich der Lautstärkeregler sowie der Multifunktionsknopf, an der rechten hingegen der Power-Button. Der Lautstärkeregler gibt ein zufriedenstellendes Klicken von sich, wenn er gedreht wird. Er ist zudem umrandet von einer LED, die je nach Verbindungsmodus grün (Funk) oder blau (Bluetooth) blinkt.

Das MMX 150 Wireless macht einen robusten Eindruck. Auch die Verarbeitung kann sich größtenteils sehen lassen. Die Kunststoffnähte sind lediglich an manchen Stellen etwas fransig und die Buttons fühlen sich teilweise billig an.

Ausstattung

Das Beyerdynamic MMX 150 Wireless hat wie die meisten Gaming-Headsets drei Verbindungsmodi. Zum Zocken dient dank der niedrigen Latenz hauptsächlich der 2,4-GHz-Funkmodus. Mit Bluetooth (5.3) verbindet man das Headset etwa mit dem Smartphone. Auf 120 m² bleibt die Funkverbindung problemlos ohne Qualitätseinbrüche bestehen. Auch die BT-Verbindung ist erwartungsgemäß stabil.

Das Headset kann gleichzeitig per BT und Funk verbunden sein. Durch zweimal Drücken des Multifunktionsknopfs wechselt es zwischen BT- und Funk-Audioquelle. Wird man angerufen, wechselt das MMX 150 Wireless dann automatisch rüber zur BT-Verbindung. Das Headset kann allerdings nicht den Sound aus beiden Quellen gleichzeitig abspielen.

In beiden Ohrmuscheln befindet sich ein dynamischer 40-mm-Treiber, der im Frequenzbereich von 20 bis 20.000 Hz arbeitet. Über die App kann man zusätzlich Equalizer (EQ) hinzuschalten, um den Sound anzupassen.

Das abnehmbare Mikrofon arbeitet ebenfalls im Frequenzbereich 20 bis 20.000 Hz und lässt sich vollständig in die gewünschte Position biegen. Den Popschutz kann man problemlos, etwa zum Reinigen, abnehmen.

Software

Die Beyerdynamic-App gibt es sowohl für Android als auch für iOS. Eine Desktop-App sucht man jedoch vergebens. Um Einstellungen am Headset vorzunehmen, muss man es also per Bluetooth mit dem Smartphone oder Tablet verbinden. Das ist okay, wenn man es auch unterwegs verwenden möchte, als Gaming-Headset wird es aber hauptsächlich am PC eingesetzt. Hier wünschen wir uns dringend eine zusätzliche Desktop-App, um auf das Smartphone verzichten zu können.

Die App bietet zwei Sets von jeweils fünf vorkonfigurierten EQs an: eines für Musik und eines für Gaming. Zusätzlich kann man eigene EQs anlegen und abspeichern. Für das Mikrofon kann man, wenn gewünscht, den Sidetone aktivieren. Dieser spielt die eigene Stimme beim Sprechen in den Kopfhörer, wodurch man ein besseres Gefühl für die eigene Lautstärke bekommt. Zusätzliche Soundeinstellungen für das Mikrofon gibt es nicht.

Die Steuerung der Multifunktionstaste passt man ebenfalls über die App an. Hauptsächlich verändert man hier die Tasteneingabe für die jeweilige Funktion. Wer also häufig zwischen BT- und Funk-Audio wechseln möchte, kann das beispielsweise auf den einzelnen Knopfdruck legen, anstatt die Taste zwei Sekunden gedrückt halten zu müssen.

Die Sprachausgabe kann man auf Englisch, Deutsch und Chinesisch stellen oder ganz ausschalten. Praktisch: Es lassen sich auch nur einzelne Prompts wie die Akkustandansage oder Verbindungshinweise gezielt deaktivieren.

Soundqualität

Beim Zocken bemerken wir sofort die Detailtiefe, die uns das MMX 150 Wireless auf die Ohren zaubert. In Kingdom Come Deliverance II (KCD II) erwacht der Marktplatz von Kuttenberg zum Leben: Gespräche zwischen NPCs, unser eigenes Stapfen über den matschigen Untergrund sowie das rhythmische Klirren des Schmiedehammers der nahegelegenen Schmiede besetzen die Soundkulisse – nichts davon geht im Gesamtbild unter.

Der Raumklang kann sich ebenfalls hören lassen. Er bildet die Positionen und Abstände zur Soundquelle, wie wir finden, äußerst akkurat ab. In kompetitiven Spielen wie Valorant und Overwatch können wir uns vollends auf die Surround-Sound-Kapazitäten des Gaming-Headsets verlassen. In Singleplayer-Spielen wie KCD II trägt er hervorragend zur Immersion bei.

Bei der Musikwiedergabe besticht das Headset mit knackigem und klarem Sound, unterstützt von einem starken Bass, der zu keiner Zeit übersteuert. Auch hier kommen Details super zur Geltung. Ohne aktiven Equalizer klingen die Mitten jedoch etwas blass. Wir hören uns durch synthlastigen Pop, Americana, Post-Hardcore und Metalcore und beobachten eine relativ solide Performance durch alle Genres. Bei hektischeren Stücken muss man eventuell mit den Equalizern ein wenig herumspielen, um den idealen Sound für sich zu finden.

Das Mikrofon braucht sich ebenfalls nicht zu verstecken. Es nimmt die Stimme überraschend klar und verständlich auf, ohne nerviges Rauschen im Hintergrund. Einzig bei manchen S-Tönen zischt es gelegentlich leicht mit. Die integrierte Geräuschunterdrückung ist in Ordnung, aber nicht herausragend. Das Tippen auf einer mechanischen Tastatur kommt im Hintergrund dann doch immer wieder beim Sprechen durch, ist aber leise genug, um nicht zu sehr zu stören. Dafür beeinträchtigt die Unterdrückung die Stimmqualität nicht zu sehr.

Tragekomfort

Das Beyerdynamic MMX 150 Wireless trägt sich unheimlich angenehm auf dem Kopf. Wir waren beim Kopfbandpolster mit Fontanellenaussparung erst etwas skeptisch, da uns dieser Aufbau bei anderen Headsets in der Vergangenheit auf Dauer unangenehme Druckstellen bescherte – nicht so hier. Wir bevorzugen jedoch nach wie vor ein über das komplette Kopfband verlaufendes Polster mit Stoffüberzug, da dieses für uns noch ein klein wenig bequemer ist. Die Klemmstärke ist für unseren Geschmack ideal austariert und sorgt dafür, dass das Headset über Stunden hinweg fest am Kopf sitzt.

Die ausgesprochen weichen Ohrpolster mit Velours-Überzug tragen sich extrem angenehm und bieten für unsere Ohren idealen Komfort. Auch nach über drei Stunden auf dem Kopf liegen sie perfekt an und umschließen unsere Ohren, ohne zu drücken. Generell fällt das relativ hohe Gewicht des Headsets von 336 g überhaupt nicht auf. Die Ohrpolster sind rund anstatt wie häufig oval, was für größere Ohren zum Problem werden könnte.

Die größenverstellbare Halterung rastet praktischerweise ein und lässt sich dank in den Rahmen eingestanzter Noppen auf beiden Seiten unkompliziert gleichmäßig einstellen. Sie hat allerdings keine Gelenke, weswegen man die Ohrmuscheln nicht nach innen oder außen drehen kann.

Akkuleistung

Beyerdynamic attestiert dem MMX 150 Wireless eine Akkulaufzeit von 50 Stunden. Wir verwenden das Gaming-Headset mit aktiver Bluetooth- und Funkverbindung sowohl tagsüber punktuell für die Arbeit als auch abends beim mehrstündigen Zocken. Mit einer Ladung kommt man so problemlos durch die Woche. Dank Schnellladefunktion per USB-C bekommt man mit 15 Minuten Laden fünf Stunden Akkulaufzeit zurück.

Preis

Das Beyerdynamic MMX 150 Wireless kostet direkt beim Hersteller 179 Euro. Es ist sowohl in Schwarz als auch in Weiß erhältlich.

Fazit

Für 179 Euro bekommt man mit dem Beyerdynamic MMX 150 Wireless ein wirklich starkes Gaming-Headset, das beim Sound und Tragekomfort brilliert. Ein runder, detailreicher Klang mit einem super abgestimmten Bass macht das Zocken und Musikhören mit dem Gaming-Headset zum Vergnügen. Das abnehmbare Mikrofon überzeugt derweil ebenfalls mit einer klaren Stimmaufnahme.

Als Gaming-Headset fehlt es der Peripherie aber an einer dedizierten Desktop-App mit spielspezifischen Features. Die Steuerung per Smartphone-App funktioniert zwar, ist aber auf Dauer einfach umständlich. Für 179 Euro hätten wir uns zudem eine etwas hochwertigere Verarbeitung gewünscht. Die teilweise leicht abstehenden Kunststoffnähte am Kopfband sowie die etwas billig wirkenden Buttons am Headset trüben den Eindruck etwas.

Schlussendlich ist das Beyerdynamic MMX 150 Wireless aber ein hervorragendes Mittelklasse-Gaming-Headset, mit dessen Kauf man recht wenig falsch macht.

JBL Quantum 950 im Test: Gaming-Headset mit Ersatzakku, ANC & wuchtigem Sound

Das Gaming-Headset JBL Quantum 950 fährt mit Ersatzakku, ANC und einem bassgetriebenen Sound voll auf.

VORTEILE

  • wuchtiger Sound
  • Soundanpassungen für das Mikrofon
  • Raumklang mit Headtracking
  • hervorragendes ANC
  • Ersatzakku samt Ladestation

NACHTEILE

  • teuer
  • Mikrofonsprachqualität nur mittelmäßig
  • Button-Platzierung nicht ideal

Das Gaming-Headset JBL Quantum 950 fährt mit Ersatzakku, ANC und einem bassgetriebenen Sound voll auf.

Als Gaming-Headset bringt das JBL Quantum 950 zusätzlich zum ANC einige spannende Features mit: Eine multifunktionale Basisstation, die als Funkdongle dient und zeitgleich den mitgelieferten Ersatzakku auflädt, sowie Raumklang mit optionalem Headtracking machen hier hellhörig. Das alles hilft jedoch nichts, wenn der Sound untergeht. Ob dem so ist, verraten wir im Test. Das Testgerät hat uns der Hersteller zur Verfügung gestellt.

Lieferumfang

Der Karton des JBL Quantum 950 ist vollgestopft: Basisstation, zwei Akkus, ein abnehmbares Mikrofon samt Popschutz, ein Kalibrierungsmikrofon sowie USB-C-zu-USB-C-Verbindungskabel und USB-C-zu-AUX-Kabel liegen dem Headset bei. Einen Aufbewahrungsbeutel, der genügend Platz für die Kopfhörer samt Zubehör bietet, gibt es obendrein. Ein Quick-Start-Guide für die Ersteinrichtung des Gaming-Headsets rundet das Paket letztlich ab.

Design

Das Gaming-Headset vereint Anthrazit- und Silbertöne zu einem hochwertigen Look, lässt es sich aber nicht nehmen, mit orangen und lila Akzenten ein wenig Verspieltheit in die Optik zu bringen. Alternativ zum grausilbernen Design gibt es noch eine weiße Version. Knapp 400 g schafft das Quantum 950 auf der Waage – ein durchaus stolzes Gewicht für ein Headset. Der robuste Schiebebügel aus Metall trägt hierzu sicherlich bei. Das Kopfband ist hingegen aus elastischem Silikon und anstelle eines festen Schaumstoffpolsters verwendet JBL beim Quantum 950 eine ebenfalls elastische Mesh-Aufhängung.

Die Ohrpolster haben einen Kunstlederüberzug und können abgenommen und bei Bedarf gegen Ersatzteile, die es separat zu kaufen gibt, ausgetauscht werden. Das Quantum 950 verfügt über eine Vielzahl an Bedienelementen an beiden Ohrmuscheln. Die Verarbeitung ist top, allerdings betätigen die Lautstärkeräder bereits bei leichten Berührungen mit dem Finger, was besonders beim Auf- und Absetzen des Headsets gestört hat. Auch die Platzierung der Buttons sorgte während des Tests regelmäßig für ungewollte Betätigungen beim Auf- und Absetzen.

Ausstattung

Das JBL Quantum 950 ist mit 2,4-GHz-Funk und Bluetooth 5.3 ausgestattet. Für die Funkverbindung zum PC dient die inkludierte Basisstation. Neben ihrer Funktion als Funkdongle lädt sie den zweiten Akku per Schlitz auf der Rückseite. Dank Drehknopf steuert man mit ihr zudem optional Lautstärke und diverse andere Funktionen des Headsets. Wer es bunt mag, dürfte sich über die RGB-Beleuchtung der Station freuen. Wer damit nichts anfangen kann, schaltet sie problemlos per Software aus.

Die Funkverbindung bleibt während des Tests durchgehend stabil und bricht auch auf 120 m² Wohnfläche nicht ein. Die Bluetooth-Verbindung bleibt ebenfalls stabil, starken Desync beim Abspielen von Videos können wir nicht feststellen. Zum Spielen sollte man aber immer die Funkverbindung wählen, da hier die Latenz deutlich geringer ist. Dank Multipoint-Unterstützung muss man nicht zwischen beiden Audioquellen wechseln, sondern kann gleichzeitig Audio vom Smartphone und vom PC abspielen. Über die Buttons am Headset nimmt man Anrufe entgegen, ohne dafür das Smartphone in die Hand nehmen zu müssen.

Die Anschlüsse des Gaming-Headsets belaufen sich auf USB-C und AUX für das abnehmbare Mikrofon. Am linken Kopfhörer befinden sich Buttons für das ANC, das Stummschalten des Mikrofons und der Lautstärkeregler. Auf der rechten Seite ruht sowohl die Surround-Sound-Taste als auch ein weiterer Regler, um die Spiel- und Sprachbalance anzupassen. Der Power-Schalter dient gleichzeitig auch zum Bluetooth-Pairing. Neben dem PC ist das Quantum 950 auch zu MacOS-, iOS-Geräten und Android-Geräten sowie zu den Playstation- und Nintendo-Switch-Konsolen kompatibel.

Neben adaptivem ANC, welches beim JBL Quantum 950 hervorragende Arbeit leistet, kann man Hearthrough aktivieren, bei JBL Ambient Aware genannt. Geschlossene Kopfhörer schirmen bauartbedingt einige der Außengeräusche ab, weswegen zum ANC häufig auch Hearthrough mitgeliefert wird. Mikrofone am Headset nehmen die Umgebungsgeräusche auf und spielen sie über die Kopfhörer ab. Das klingt unserer Meinung nach immer furchtbar, ist aber für diejenigen interessant, die von ihrer Umwelt noch etwas mitbekommen möchten.

Die dynamischen 50-mm-Treiber arbeiten mit Frequenzen von 20 bis 40.000 Hz und unterstützen Raumklang. Der Frequenzbereich des abnehmbaren Mikrofons liegt derweil zwischen 100 und 8000 Hz. Es ist ziemlich rigide und lässt sich nur minimal in Position biegen.

Software

Mit der JBL Quantum Engine konfiguriert man das Gaming-Headset sowie die Basisstation und spielt neue Firmware auf. Für das Headset stehen einige Equalizer-Presets zur Verfügung. Neben Genres wie RPG und MOBA gibt es auch eine Reihe spielspezifischer Presets für etwa Valorant, World of Warcraft und Overwatch. Zusätzlich kann man auch eigene Presets erstellen oder die bereits vorhandenen manuell anpassen und anschließend abspeichern.

Über die App kann man den Raumklang aktivieren und zusätzlich noch via des mitgelieferten Kalibrierungsmikrofons kalibrieren. Außer fixiertem Surround-Sound kann das Headset per Headtracking den Sound in Abhängigkeit der Kopfposition wiedergeben. Um das Surround-Erlebnis so akkurat wie möglich zu gestalten, bietet die App noch die Möglichkeit an, den genauen Kopfumfang sowie die Raumgröße (klein, mittel oder groß) einzurichten.

Für das Mikrofon gibt es drei verschiedene Equalizer-Presets und auch hier die Möglichkeit, eigene anzulegen. Zudem kann man den Gain regulieren und bei Bedarf Sidetone hinzuschalten, um die eigene Stimme beim Sprechen über die Lautsprecher ausgespielt zu bekommen. Auch die Stärke der Geräuschunterdrückung lässt sich per App verändern. DRC (Dynamic Range Compression) gibt es per Toggle und sorgt dafür, dass laute Geräusche reduziert und leisere Sounds hervorgehoben werden.

Sowohl für die Basisstation als auch für das Headset gibt es die Möglichkeit, die voreingestellten Funktionen der Bedienelemente zu tauschen. Zusätzliche Funktionen lassen sich jedoch nicht auf die Tasten legen. Über das Menü der Basisstation stellt man bei Bedarf noch das Overlay der App ein sowie die Beleuchtung der Station. Alles in allem ist die App responsiv, aufgeräumt und übersichtlich, die Funktionen selbsterklärend und die Bedienung unkompliziert.

Soundqualität

Beim Klang überzeugt das Quantum 950 bereits ohne Equalizer vor allem mit einem für Gaming-Headsets richtig guten Bass. Zudem liefern sie kristallklaren Sound und genügend Raum, um auch Nuancen im Klangbild wahrnehmen zu können. Beim Spielen zeigen die 50-mm-Treiber, was sie auf dem Kasten haben: Explosionen donnern bassgestützt eindrucksvoll um die Ohren, während feinere Details wie Fußschritte und Blätterrascheln nicht untergehen. In den kompetitiven Spielen Valorant und Overwatch überzeugen die Treiber auf ganzer Linie und bilden Gegnerpositionen, Fußschritte, Voicelines und Co. hervorragend ab.

Beim Musikhören überzeugen vor allem der Bass und die Höhen. Von ruhigeren klassischen Stücken über synthlastigen Indie-Rock bis hin zu brachialem Metalcore liefern die Lautsprecher ab. Violinen, Schlagzeuge und Synthsounds kommen sauber und klar und dank des kompetenten Basses auch mit ordentlich Gravitas. Bei den Mitten machen die Lautsprecher einen überwiegend guten Job, bei manchen Liedern geht der Gesang ohne Equalizer aber minimal im Soundbild verloren.

Sowohl der fixierte als auch der Headtracking-gestützte Raumklang sind erfreulich akkurat und sorgen in Singleplayer-Spielen für ein zusätzliches Level an Immersion. Die Sprachqualität des Mikrofons enttäuscht uns allerdings. Während die Geräuschunterdrückung gut ist, wirkt die Stimme sehr flach und blechern, zudem übersteuert das Mikrofon teilweise ziemlich. Das steht im starken Kontrast zur sonst sehr runden Klangperformance des Gaming-Headsets.

Tragekomfort

Trotz der Tatsache, dass man mit dem 400 g schweren JBL Quantum 950 einen wahrhaftigen Chonker in der Hand hat, verteilt sich das Gewicht des Gaming-Headsets optimal auf dem Kopf. Die Klemmstärke ist ausgesprochen hoch, drückt aber dank der weichen Ohrpolster nicht unangenehm in die Seiten hinein. Brillenträger sollten hier jedoch gegebenenfalls vorher Probetragen. Wie bei allen Ohrpolstern mit Kunstlederüberzug kann es untendrunter recht schnell warm werden. Gerade im Hochsommer sitzt man da schnell im eigenen Saft und regelmäßiges Lüften der Ohren wird zur Pflicht.

Unabhängig davon treten auch nach mehreren Stunden auf den Ohren bei uns keine Ermüdungserscheinungen wie unangenehme Druckstellen auf. Das Meshband, das den Schädel vom Kopfband trennt, überzeugt ebenfalls durch eine weiche Federung. Der Schiebebügel kommt leider ohne Markierungen oder haptisches Einrasten und erfordert, wenn man ihn nicht ohnehin bis zum Anschlag herauszieht, Augenmaß, um ihn auf beiden Seiten gleichmäßig einzustellen.

Praktisch ist, dass JBL Ersatzteile für die meisten Komponenten des Headsets, darunter auch die Ohrpolster und das Meshband, anbietet. Gerade der Kunstlederüberzug der Ohrpolster neigt nach einiger Zeit dazu, zu zerbröseln.

Akku

Zwei 700-mAh-Akkus liegen dem JBL Quantum 950 bei. Während einer das Headset mit Strom befeuert, lädt der andere parallel unter drei Stunden in der Basisstation voll auf und wartet auf seinen Einsatz. Dieser fällt zwischen 20 und 30 Stunden später an, in Abhängigkeit davon, ob man das Headset hauptsächlich zum Musikhören oder auch zum Sprechen verwendet. Über eine magnetische Abdeckung am rechten Kopfhörer erreicht man den Akku und tauscht diesen unkompliziert aus.

Das System ist praktisch und sorgt dafür, dass man das Headset nie ans Ladekabel hängen muss. Auch für die Akkus bietet JBL Ersatz an, sollten diese irgendwann einmal den Geist aufgeben.

Preis

Die UVP des JBL Quantum 950 liegt laut Hersteller bei 350 Euro. Der tatsächliche Preis beläuft sich derzeit auf knapp 300 Euro im offiziellen JBL-Store. Wer lieber auf Amazon shoppt, bekommt es dort ebenfalls für 300 Euro.

Fazit

Mit dem JBL Quantum 950 erhält man ein starkes Gaming-Headset, das neben seinem Funktionsumfang mit einem sehr guten Sound überzeugt. Das äußerst bequeme Headset fühlt sich nicht nur gut auf dem Kopf an, sondern überzeugt auch durch eine hervorragende Verarbeitung und ein robustes Design. Dank Ersatzakku und Ladestation sitzt man stromtechnisch nie auf dem Trockenen. Funktionen wie ein starkes ANC und Raumklang mit Headtracking erfreuen beim täglichen Zocken.

Für stolze 300 Euro sollte man aber ein rundum gelungenes Produkt erwarten dürfen. Leider schwächelt das abnehmbare Mikrofon, gerade im Vergleich zur sonst wirklich guten Klangperformance, stark. Die Platzierung der Buttons sorgt zudem dafür, dass diese beim Abnehmen und Aufsetzen des Headsets immer mal wieder gedrückt werden.

Wem das Mikrofon nicht so wichtig ist, bekommt hier trotz alledem ein wirklich gutes und hochwertiges, wenngleich teures Headset.

Gaming-Headset mit überraschend gutem Mikro: Logitech G Astro A50 Gen 5 im Test

Als Gaming-Headset überrascht das Logitech G Astro A50 Gen 5 mit einem hervorragenden Mikrofon. Auch der Sound überzeugt im Praxistest.

VORTEILE

  • hervorragender (3D-)Sound
  • starke Funkreichweite
  • gutes Mikrofon
  • kompatibel mit PC und Konsolen
  • selbst erstellte EQ-Profile & Community-Profile

NACHTEILE

  • Kopfpolster sorgt anfangs für Druckstellen
  • teuer

Als Gaming-Headset überrascht das Logitech G Astro A50 Gen 5 mit einem hervorragenden Mikrofon. Auch der Sound überzeugt im Praxistest.

Mit Gaming-Headsets musste man in der Vergangenheit häufig Kompromisse eingehen. Selten konnten sowohl Sound als auch Mikrofon im Paket überzeugen. Mit dem Astro A50 Gen 5 liefert Logitech hier jedoch ein Headset ab, das sich sehen und hören lassen kann. Dank der Basisstation, die Funkreceiver und Ladestation in einem ist, verbindet sich das Astro A50 Gen 5 neben dem PC wahlweise auch mit Xbox One und Series S/X, PS4 und PS5 sowie Nintendo Switch und Switch 2. Anrufe am Smartphone nimmt man dank Bluetooth-Verbindung direkt am Headset an und klingt dank des starken Mikrofons auch nicht wie aus dem Blecheimer. Wir haben das Gaming-Headset getestet und verraten, ob es sein Geld wert ist.

Das Testgerät hat uns der Hersteller zur Verfügung gestellt.

Design

Anstatt auf knallige Farben und RGB-Beleuchtung zu setzen, geht Logitech mit dem Astro A50 den Weg des schlichten Designs. Mattes Schwarz ziert den Großteil des Headsets, während rote Akzente hingegen das Mikrofon und die Verkabelung färben. Die größenverstellbaren Gleitröhren aus silbernem Aluminium fügen sich ebenfalls prima in den Gesamtlook ein. Es wirkt optisch edel und lediglich das etwas flimsige Polster am Headset-Bügel in glänzendem Schwarz wirkt hier fehl am Platz. Headset und Basisstation glänzen größtenteils mit einer sauberen Verarbeitung, am rechten Kopfhörer bemerken wir jedoch am Gehäuse eine kleine Einkerbung im Plastik. Diese fällt optisch zum Glück aber kaum auf. Die Basisstation ist farblich passend in Schwarz gehalten. Praktisch: Stört die Helligkeit der LEDs der Station, kann man sie per Software reduzieren oder sogar komplett deaktivieren. Das dürfte vor allem diejenigen freuen, bei denen der PC im Schlafzimmer steht.

Ausstattung

Das Astro A50 kommt mit der Basisstation, einem USB-A-zu-USB-C-Kabel und einem USB-C-zu-USB-C-Kabel. Für die Stromversorgung der Station ist zudem ein Netzteil mit austauschbarem Steckeraufsatz inkludiert. Das Headset wiegt etwa 363 g.

Die Basisstation erfüllt gleich zwei Zwecke: Zum einen ist sie der Funkreceiver, um das Headset mit dem PC oder einer Konsole zu verbinden, zum anderen dient sie auch gleichzeitig als Ladestation. Verwendet man das Astro A50 gerade nicht, thront es auf der Station und lädt den Akku auf. Prinzipiell soll es durch Magnete automatisch an die Konnektoren klicken. Das klappt allerdings nicht immer sofort und sorgt dafür, dass das Headset schief einrastet und etwas hin und her geschoben werden muss, bis es richtig sitzt und zu laden beginnt. Auf der Rückseite der Station befinden sich neben der Stromzufuhr drei beschriftete USB-C-Ports für die Verbindung zum PC, der Xbox oder Playstation. Unterstützt werden sowohl Xbox One als auch Series S/X, PS4 und PS5. Auch die Nintendo Switch 1 und 2 sind mit dem Headset kompatibel, haben aber keinen extra beschrifteten USB-C-Port. Hat man direkt mehrere Geräte mit der Basisstation verbunden, wechselt man per Button am Headset jederzeit zwischen ihnen.

Die Funkverbindung überzeugt uns auf ganzer Linie. Wir haben in einer 120 m² großen Wohnung überall eine einwandfreie Verbindung zur Basisstation. Auch am anderen Ende der Wohnung ist das Signal klar und ohne Einbrüche, sowohl mit geöffneter als auch geschlossener Tür zum Büro.

Neben der Funkverbindung ist das Gaming-Headset auch mit Bluetooth 5.0 LE ausgestattet. Das dient hauptsächlich für die Koppelung mit dem Smartphone, kann aber natürlich auch für andere Geräte verwendet werden. Mit dem Smartphone stellen wir keine Verzögerung zwischen Ton und Bild fest. Anrufe nimmt man problemlos über die dedizierte Bluetooth-Taste am Headset entgegen. Wichtig: Das Astro A50 kann nicht als reines Bluetooth-Headset verwendet werden, sondern muss immer zeitgleich mit der Basisstation verbunden sein.

Das Mikrofon des Astro A50 ist fest verbaut und erfasst den Sound omnidirektional. Durch Hochschieben des Arms stellt man es stumm. Das 48-kHz-Mikro arbeitet in einem Frequenzbereich von 60 bis 20.000 Hz mit einer Abtastrate von 16 Bit. Der Mikrofonarm ist super flexibel und lässt sich problemlos in die gewünschte Position biegen.

Für den Sound ist ein 40 mm großer Graphen-Treiber pro Seite zuständig, der in einem Frequenzbereich von 20 bis 20.000 Hz arbeitet. Das Headset unterstützt Dolby Atmos und Windows Sonic Spacial Audio. Es hat zudem zwei unterschiedliche Kanäle für die Audioausgabe: Game und Voice. Die Idee dahinter ist, dass man den Audiokanal Game in Spielen für die Audioausgabe von Spielsounds verwendet, während man Voice exklusiv für die Audioausgabe von Voice-Chats in Spielen oder Programmen wie Discord nutzt. Über zwei Buttons außen am rechten Kopfhörer stellt man dann bei Bedarf einen der beiden Kanäle lauter als den anderen.

Software

Der G Hub bietet Equalizer-Einstellungen für die Lautsprecher und das Mikrofon. Hier wählt man entweder aus bereits hinterlegten aus, erstellt eigene Presets oder verwendet welche aus der Community via des Community-Buttons. Für das Mikrofon gibt es zusätzlich noch Noise-Gate-Einstellungen. Die fallen jedoch etwas rudimentär aus und erlauben keine Feinjustierung, wie es die Equalizer tun. Man wählt zwischen den Profilen Night, Home und Tournament oder schaltet das Noise-Gate komplett aus.

Ganz simpel erklärt ist der Sinn des Noise-Gates, das Mikrofon nur dann anschlagen zu lassen, wenn auch wirklich gesprochen wird. Erreicht wird das, indem die Software eine bestimmte Lautstärke als Schwellenwert nimmt. Überschreitet man diesen Wert, nimmt das Mikrofon den Ton auf.

Das Routing-Menü ist vor allem für Livestreaming interessant. Hier regelt man, was von den Zuschauern gehört werden kann und in welcher Lautstärke. Per Regler justiert man die Lautstärke der eigenen Stimme, des Spiels, der verbundenen Bluetooth-Quelle und des Voice-Chats oder schaltet die einzelnen Kanäle direkt stumm.

Tragekomfort

Logitech verwendet beim Astro A50 stoffbezogene Ohrpolster. Im Winter sind sie toll, da die Ohren so kuschelig warm bleiben, im Hochsommer kann es jedoch erfahrungsgemäß ziemlich schwitzig darunter werden. Unabhängig davon sind sie einfach bequem zu tragen. Sie umschließen das Ohr sanft und erzeugen auch nach mehreren Stunden keine unangenehmen Druckstellen.

Praktisch ist, dass die Ohrpolster magnetisch am Headset befestigt sind und sich ganz einfach abnehmen lassen. Das hat zum einen den Vorteil, dass man sie so einfacher reinigt und zum anderen, dass man auch Ohrpolster von Drittanbietern verwenden kann. Komischerweise bietet Logitech selbst keine Ersatzpolster zum Kauf an.

Die Kopfhörer lassen sich komplett nach innen drehen und liegen somit mit dem weichen Polster auf der Brust, wenn man sie sich um den Hals hängt. Das ist nicht nur super komfortabel, sondern erlaubt auch beim regulären Tragen auf dem Kopf, die Position der Hörer ein gutes Stück weit an die Kopfform anzupassen.

Während uns die Ohrpolster von vornherein überzeugen, finden wir das Kopfpolster zu Beginn leider nicht sonderlich bequem. Am Anfang erzeugt es bei uns Druckstellen auf dem Kopf, und wir müssen das Headset regelmäßig verschieben. Nach gut einer Woche im Einsatz verschwinden die Schmerzen dann. Ob wir uns schlicht an das Headset gewöhnt haben oder es durch vermehrtes Tragen „eingelaufen“ haben, können wir nicht sagen.

Soundqualität

Beim Sound kann das Astro A50 vollends überzeugen. Sowohl Mitten als auch Höhen klingen aus den 40-mm-Treibern kristallklar, und auch der Bass ist für ein Gaming-Headset ordentlich. Egal, ob beim Zocken, Videostreaming oder Musikstreaming – die Kopfhörer bilden Details hervorragend ab und vermeiden verwaschenen Sound. Wir empfehlen jedoch dringend, sofort einen der bereits hinterlegten Equalizer zu aktivieren oder selbst ein EQ-Profil anzulegen, da der Sound mit der Standardeinstellung im Vergleich sehr flach daherkommt.

Beim Zocken profitiert man zudem vom exzellenten 3D-Sound. In Valorant kommt dieser für uns besonders gut zur Geltung, da wir hier Schritte sofort präzise direktional erfassen können. Wenn Charaktere ihre Voicelines aussprechen, kommen diese wirklich genau aus der Richtung bei uns im Ohr an.

Beim Mikrofon gibt es meist starke Qualitätsunterschiede bei den Gaming-Headsets. Umso erfreulicher, dass uns die Audioqualität des 48-kHz-Mikrofons ebenfalls sehr positiv überrascht. Unsere Stimme wirkt klar und verständlich. Ein heftiges Übersteuern, wie man es gerade von günstigen Gaming-Headsets häufig kennt, gibt es hier nicht.

Akkuleistung

Was für eine Art von Akku im Astro A50 verbaut ist, wird nicht kommuniziert. Wir können allerdings die versprochene 24-Stunden-Laufzeit bestätigen. Das wirkt im Vergleich zu manch anderen Gaming-Headsets eventuell etwas kürzer.

Da man das Headset aber ohnehin auf die Basisstation stellt, wenn man es nicht benötigt, fällt die Laufzeit hier nicht sonderlich ins Gewicht. Sie reicht problemlos aus, um es über den Tag hinweg im Homeoffice zu verwenden und abends im Anschluss damit zu zocken. Wir haben es einen Arbeitstag probeweise durchgehend angehabt und hatten am Abend immer noch für mindestens 15 weitere Stunden Saft.

Preis

Das Logitech G Astro A50 Gen 5 hat eine UVP von 330 Euro. Aktuell kostet es etwa 189 Euro in Schwarz. In Weiß gibt es das Gaming-Headset momentan ebenfalls für 229 Euro.

Fazit

Das Logitech G Astro A50 Gen 5 überzeugt uns mit tollem (3D-)Sound und einem Mikrofon, das die Stimme klar und verständlich einfängt. Die Basisstation bietet neben dem PC zusätzliche Verbindungen zu diversen Konsolen und überzeugt mit einer störungsfreien und großzügigen Funkreichweite. Dank Bluetooth koppelt man auch das Smartphone parallel problemlos mit dem Headset. Erstellbare EQ-Profile erlauben zudem, das Soundbild den eigenen Bedürfnissen anzupassen.

Während uns die Ohrpolster sofort überzeugt haben und unheimlich bequem zu tragen sind, erzeugte das Kopfpolster bei uns in den ersten Tagen unangenehme Druckstellen, die nach ein paar Tagen im täglichen Gebrauch aber verschwanden. Für 235 Euro ist das Gaming-Headset zudem alles andere als ein Schnäppchen. Wer jedoch auf der Suche nach einem hochwertigen Gesamtpaket mit genialem Sound ist, kommt um das Logitech G Astro A50 Gen 5 kaum herum.

Richtig gutes Gaming-Headset: Steelseries Arctis Nova 7 Wireless Gen 2 im Test

Als Gaming-Headset bietet das Steelseries Arctis Nova 7 Wireless Gen 2 neben gutem Sound auch eine herausragende App für Soundeinstellungen.

VORTEILE

  • ausgewogener Sound
  • gelungene Software mit vielen Soundeinstellungen
  • starke Kompatibilität
  • Schnellladefunktion

NACHTEILE

  • stellenweise unbequem bei längerem Tragen
  • Surround-Sound könnte präziser sein

Als Gaming-Headset bietet das Steelseries Arctis Nova 7 Wireless Gen 2 neben gutem Sound auch eine herausragende App für Soundeinstellungen.

Bereits out-of-the-box hat das Steelseries Arctis Nova 7 Wireless Gen 2 einen für Gaming-Headsets verhältnismäßig runden Sound mit ansprechendem Bass. Noch mehr holt man aus den Lautsprechern per Steelseries GG Sonar heraus. Die Software hat über 280 Equalizer-Presets im Gepäck und zeichnet sich durch ihre hervorragende Benutzerfreundlichkeit aus. Wir haben unser von Steelseries bereitgestelltes Testgerät genauer unter die Lupe genommen und berichten, an welchen Stellen das Gaming-Headset vielleicht noch Verbesserungspotenzial hat.

Design

Farblich steht das Arctis Nova 7 Wireless Gen 2 sowohl in Schwarz, in Weiß als auch in Magenta zur Auswahl. Unser weißes Testgerät zeichnet sich durch eine einwandfreie Verarbeitung aus. Das Kopfband besteht aus Metall, die Ohrmuscheln aus Plastik. Insgesamt ist das Headset robust und fühlt sich wertig an, zieht aber Staub und Fingerabdrücke nur so an. Die Ohrpolster und das elastische Stirnband sind hingegen grau.

An beiden Ohrmuscheln befinden sich Bedienelemente zur Steuerung des Headsets. Auf der linken Seite sind der Lautstärkeregler sowie die Mute-Taste für das Mikrofon angebracht. Letzteres ist praktischerweise in der Ohrmuschel verstaut und lässt sich dank einer Vertiefung einfach herausziehen. An der rechten Ohrmuschel hingegen liegen Power-Button, Bluetooth-Taste sowie der Balance-Regler für den Spiel-Audio- und Chat-Audio-Kanal. Beide Regler steuern sich dank gerillter Oberfläche super.

Ausstattung

Das Arctis Nova 7 Wireless Gen 2 kommt mit USB-C-2,4-GHz-Funk-Dongle, einem USB-A-zu-USB-C-Verlängerungskabel und einem USB-A-zu-USB-C-Ladekabel. Hinzu kommt ein 3,5-mm-Aux-Kabel. Das Gaming-Headset wiegt 325 g.

Neben der 2,4-GHz-Funkverbindung unterstützt das Arctis Nova Bluetooth 5.0 sowie die Verbindung via Aux. Ein Betrieb über USB-C ohne angeschlossenen Funkreceiver ist aber leider nicht möglich. Per Funk erhalten wir von überall aus einer 120-m²-Wohnung ein stabiles Signal. Der Dongle ist ungewöhnlich breit, wodurch er je nach Setup durch sein Gehäuse mehrere USB-Ports blockieren dürfte. Wir verwenden ihn daher mit dem mitgelieferten USB-A-zu-USB-C-Verlängerungskabel. Die Bluetooth-Verbindung zu unserem Smartphone bleibt ebenfalls durchgehend stabil und ohne stark spürbare Verzögerungen – etwa beim Abspielen von Youtube-Videos.

Zusätzlich zum PC ist das Steelseries Arctis Nova 7 Wireless Gen 2 auch zu anderen Plattformen kompatibel. Darunter Mac und iPhone, Android, PS4/PS5, Switch 1/2 und Handhelds wie das Steam Deck. Super praktisch: Der Funkdongle kann per USB-C direkt mit den Geräten verbunden werden, wodurch man hier nicht nur auf Bluetooth beschränkt ist, wie es sonst gerne mal der Fall ist.

Das bidirektionale Mikrofon hat einen Frequenzbereich von 100 bis 7000 Hz via Funkverbindung und 100 bis 6500 Hz via Bluetooth. Der Mikrofonarm ist biegbar und lässt sich den eigenen Bedürfnissen nach positionieren. Drückt man die Stummschalttaste am Headset, signalisieren rote LEDs am Mikro dessen Inaktivität.

Die Kopfhörer sind mit einem 40-mm-Neodym-Magnettreiber ausgestattet. Der dynamische Treiber arbeitet in einem Frequenzbereich von 20 bis 22.000 Hz und unterstützt Surround-Sound. Wie beim Logitech G Astro A50 Gen 5 oder dem Razer Blackshark V3 Pro kann man Voice-Chat oder Spielsounds dank zwei separater Audiokanäle in den Vorder- oder Hintergrund stellen.

Software

Mit Steelseries GG Sonar kann man den Sound des Gaming-Headsets feinjustieren. Hierfür gibt es eine Bandbreite an EQ-Presets (EQ = Equalizer), 288 an der Zahl, die man separat für alle Kanäle einrichten kann. Das Gros der Presets setzt sich aus zig Spieltiteln unterschiedlicher Genres zusammen und wird durch diverse Musikrichtungen ergänzt. Praktisch ist hier nicht nur die Suchfunktion, sondern auch die Möglichkeit, EQs den Favoriten hinzuzufügen und so schneller zwischen ihnen zu wechseln. Auch eigene Presets kann man unkompliziert anlegen.

Sowohl selbst erstellte EQs als auch bereits vorhandene Presets lassen sich bis ins kleinste Detail anpassen. Die Bedienung ist dabei benutzerfreundlich und schnell verständlich. Praktisch: Per Dropdown-Menü wechselt man die EQ-Beschriftung. Zur Auswahl stehen eine Handvoll beliebter FPS. Wechselt man auf ein bestimmtes Spiel, zeigt die Beschriftung jetzt die Bereiche für spielrelevante Sounds (etwa Bombe und Schritte) an. So sieht man direkt, welche Parameter man verändern muss, um einen bestimmten Soundeffekt im Spiel besser hervorzuheben. Ergänzt wird das Ganze durch die Möglichkeit, die Veränderungen am EQ in Echtzeit via Testsounds nachzuvollziehen. Eine für uns rundum gelungene Umsetzung. Für das Mikrofon stehen neben dem EQ auch Geräuschreduzierung (manuell oder per KI), Noise Gate und Kompressor zur Verfügung.

Für den Raumklang gibt es ein paar Feintuning-Optionen, um den Sound für kompetitive Multiplayer-Spiele, immersive Singleplayer-Spiele oder Filme anzupassen. Auch die Sprecherposition sowie simulierte Distanz zur Geräuschquelle verändert man per Regler.

Tragekomfort

Steelseries verwendet beim Arctis Nova 7 Wireless Gen 2 Schaumstoffpolster mit Textilüberzug. Sie fühlen sich gut auf der Haut an und liegen bequem um das Ohr herum. Leider lässt der Komfort in unserem Fall bei längerem Tragen etwas nach, da die Ohren irgendwann gegen die harten Lautsprecher drücken. Ein kurzes Justieren des Headsets schafft Erlösung, ideal ist das aber nicht.

Das elastische Stirnband hat zwei unterschiedliche Größeneinstellungen, was für den ein oder anderen eventuell zu restriktiv sein könnte. In unserem Fall bietet die Standardeinstellung, mit der das Headset geliefert wird, aber genügend Komfort und verteilt das Gewicht optimal.

Die Halterung der Ohrmuscheln ist größenverstellbar und erfordert etwas Kraft, um sie aus dem Kopfband zu ziehen. Hier hätten wir uns zudem ein haptisches Feedback, etwa ein Einrasten, gewünscht, um es auf beiden Seiten zuverlässig gleichmäßig einzustellen. Die Ohrmuscheln lassen sich komplett nach innen drehen, wodurch man das Headset auch bequem um den Hals tragen kann. Die Drehung nach außen bietet genug Spiel, um das Headset der Kopfform entsprechend auszurichten.

Soundqualität

Beim Sound kann das Steelseries Arctis Nova 7 Wireless Gen 2 mit einem relativ potenten Bass überzeugen. Generell liefert es ein relativ rundes Klangprofil ab. Beim Zocken kommen Details wie Blätterrascheln und Windböen im Hintergrund super zur Geltung, während sich Unterhaltungen, etwa zwischen NPCs, klar verständlich in die Soundkulisse einfügen. In kompetitiven Spielen wie Valorant gehen wichtige Sounds wie Schritte, Schüsse und Fähigkeiten-Sounds auch im Chaos nicht unter. Insgesamt nur mittelmäßig ist hingegen der Surround-Sound. Während er für Singleplayer-Spiele vollkommen ausreichend ist, vermissen wir in kompetitiven Spielen hier definitiv die Präzision bei der Positionsbestimmung. Der Unterschied zwischen schräg links und links, etwa, ist häufig viel zu marginal. Hier greift man besser auf die spielinterne Surround-Sound-Technologie zurück.

Beim Musikhören kann das Gaming-Headset ebenfalls überzeugen. Wir probieren uns durch diverse Genres, von Chamber-Pop über Indie bis hin zu Deathcore, und verwenden entsprechende EQs, um das meiste aus dem Sound der 40-mm-Treiber herauszuholen. Instrumente und Gesang kommen in Kishi Bashis „Atticus, in the Desert“ hervorragend und differenziert durch, während der Bass des Schlagzeugs in Set to Stuns Lied „V: Valkyrie One“ das Klangbild nicht übermannt. Für ein Gaming-Headset liefert das Arctis Nova 7 Wireless Gen 2 insgesamt einen grundsoliden Sound ab.

Das Mikrofon liefert eine eher mittelmäßige Performance ab. Es klingt nicht blechern und man wird problemlos verstanden, allerdings kommt die Stimme ohne aktiven EQ etwas flach rüber. Per Software gibt es EQs für verschiedene Stimmlagen. Selbst bei aktivierter KI-Geräuschunterdrückung kommt beim Sprechen immer ein leichtes Rauschen mit, ansonsten funktioniert die Geräuschunterdrückung aber gut. Zum Zocken mit Kumpels ist das Mikrofon ausreichend, zum Streamen empfehlen wir ein anderes Mikrofon.

Akkuleistung

Etwa 54 Stunden reine Betriebsdauer spricht Steelseries dem Akku zu, bis das Headset zum Laden an den Strom gehängt werden muss. Das ist ordentlich und für die meisten Situationen mehr als ausreichend. Wir kommen bei gemischter Nutzung (gelegentliches Musikhören tagsüber, mehrstündiges Zocken abends) und variierender Lautstärke im Funkmodus problemlos auf etwas mehr als drei Tage. Praktisch: Dank Schnellladefunktion via USB-C bekommt man 6 Stunden Akkulaufzeit bereits nach 15 Minuten Laden.

Preis

Die UVP des Steelseries Arctis Nova 7 Wireless Gen 2 liegt bei 200 Euro. In Schwarz kostet es aktuell 194 Euro. Im knalligen Magenta schlägt es mit 198 Euro zu Buche. Die weiße Variante gibt es derzeit für 193 Euro.

Fazit

Als Gaming-Headset bietet das Steelseries Arctis Nova 7 Wireless Gen 2 einen guten, runden Sound, der uns beim Spielen und Musikhören überzeugt. Zusätzlich bietet die herausragend gute Software Steelseries GG Sonar viele EQs und Soundeinstellungen, um noch mehr aus den 40-mm-Treibern herauszuholen. Lediglich der Surround-Sound enttäuscht hier durch eine relativ unpräzise Richtungswiedergabe. Das Mikrofon ist mittelmäßig, reicht zum Zocken und im Voice-Chat abhängen aber vollkommen aus.

Die Kompatibilität mit einer Vielzahl an Plattformen und Konsolen macht das Arctis Nova 7 Wireless Gen 2 zu einem super flexiblen Gaming-Headset. Sowohl im Funk- als auch im Bluetooth-Modus liefert es ab und kann dank ausdauerndem Akku mehrere Tage problemlos im Einsatz sein. Lediglich der Tragekomfort büßte nach mehreren Stunden für uns etwas ein. Durch Zurechtrücken des Headsets ließ sich das aber beheben. Wer damit kein Problem hat, bekommt mit dem Arctis Nova 7 Wireless Gen 2 ein super kompetentes Gaming-Headset mit minimalem Verbesserungsbedarf.

Gaming-Headset Asus ROG Pelta im Test: bequem, starker Akku & solider Sound

Das Asus ROG Pelta überzeugt im Test als Gaming-Headset mit starkem Sound und exzellentem Tragekomfort – ideal für lange Gaming-Sessions.

VORTEILE

  • ordentliche Auswahl an Soundeinstellungen für Lautsprecher & Mikro
  • auch bei längeren Sessions bequem
  • gute Soundqualität

NACHTEILE

  • nicht sonderlich robust
  • Mikrofon sehr empfindlich
  • wenig Informationen zu den Soundeinstellungen

Das Asus ROG Pelta überzeugt im Test als Gaming-Headset mit starkem Sound und exzellentem Tragekomfort – ideal für lange Gaming-Sessions.

Gaming-Headsets sollten nicht nur gut klingen, sondern gerade bei längeren Spielsessions auch bequem zu tragen sein. Das Asus ROG Pelta liefert hier dank dicker Ohrpolster und flexiblem Kopfband ab. Auch beim Sound kann es überzeugen.

Ob und an welchen Stellen es bei diesem Mittelklasse-Gaming-Headset potenziell Verbesserungsbedarf gibt, zeigen wir im Test. Das Testgerät hat uns hierzu der Hersteller zur Verfügung gestellt.

Design

Farblich gibt es das Asus ROG Pelta wahlweise in Schwarz oder Weiß. Unser weißes Testgerät kommt mit weißem Gehäuse, silberfarbenen Ohrmuschelhalterungen und grauem Stoff. Bei den Materialien des Gehäuses setzt Asus ROG vollends auf Plastik. Dadurch ist das Gaming-Headset mit 309 g zwar verhältnismäßig leicht, wirkt aber weniger robust als Modelle mit Metall. Gerade die Halterungen der Ohrmuscheln hätte man hier für eine bessere Stabilität und Langlebigkeit aus Aluminium fertigen können.

Das Logo außen am Gehäuse beider Ohrmuscheln ist mit LEDs ausgestattet und leuchtet bunt und mit verschiedenen Effekten. Selbstverständlich lässt sich die Beleuchtung per Software ausschalten, um Strom zu sparen.

Die Verarbeitung des Headsets kann sich sehen lassen: Nichts klappert, wackelt oder knarzt. Der Nachteil der weißen Variante ist ganz klar, dass Fingerabdrücke und Schmutz nicht lange auf der Oberfläche verborgen bleiben. Wenn einen das stört, greift man besser direkt zum schwarzen Pendant.

Ausstattung

Das Gaming-Headset kommt mit einem USB-A-zu-USB-C-Verbindungskabel, einem abnehmbaren Mikrofon, dem 2,4-GHz-Dongle (USB-C) sowie einem USB-A-Adapter für den Funkdongle.

Das ROG Pelta unterstützt drei Verbindungsmodi: kabelgebunden, 2,4-GHz-Funk und Bluetooth (5.4). Für die kabelgebundene Verbindung dient der USB-C-Port am Headset, während der 3,5-mm-Port für das abnehmbare Mikrofon bestimmt ist. Offiziell ist das Pelta neben dem PC kompatibel mit der Playstation 4, Playstation 5 und der Nintendo Switch.

Die Funkverbindung bleibt auf einer Wohnfläche von 120 m² bestehen. Auch im Bluetooth-Modus stellten wir keine wahrnehmbare Verzögerung fest, Audio und Video spielen synchron ab. Beim Spielen sollte man aber, wenn möglich, immer die Funkverbindung wählen, da diese eine geringere Latenz hat.

Zwischen den Verbindungen wechselt man per Schalter an der linken Ohrmuschel. Das ist deutlich komfortabler als durch längeres Drücken einer Taste, wie wir es bei anderen Gaming-Headsets erlebt haben. Die Lautstärke regelt man ebenfalls direkt am Gerät per Drehrad. Dieser ist texturiert und bietet dadurch eine bessere Griffigkeit.

Das 10-mm-Boom-Mikrofon (Frequenzbereich 100 bis 10.000 Hz) lässt sich ganz einfach abnehmen und anbringen. Den Pop-Schutz kann man zum Reinigen abziehen. Dank des flexiblen Mikrofonarms biegt man es sich den eigenen Bedürfnissen nach zurecht. Selbstverständlich gibt es eine dedizierte Mute-Taste an der linken Ohrmuschel. Eine Stimmansage weist darauf hin, dass das Mikrofon nun stumm ist. Rot leuchtende LEDs am Mikro – und damit jederzeit im Sichtfeld – signalisieren zusätzlich, dass es aktuell nicht aktiv ist.

Über dynamische 50-mm-Membran-Treiber gibt das ROG Pelta den Sound wieder. Der Frequenzbereich liegt hier bei 20 bis 20.000 Hz. Im Vergleich zu diversen höherpreisigen Gaming-Headsets ist es mit dem Asus ROG Pelta nicht möglich, Sprach- oder Game-Audio individuell in den Vorder- oder Hintergrund zu stellen.

Software

Mit der App Armoury Crate hat man Zugriff auf verschiedene Soundeinstellungen für Lautsprecher und Mikrofon. Insgesamt stehen acht vorkonfigurierte Equalizer-Presets (EQ) zur Verfügung, und eines für nutzerspezifische Bedürfnisse. Alle Presets sind zudem jederzeit anpassbar.

Verwirrend ist jedoch, dass die EQ-Presets sich hauptsächlich auf Musik-Genres beziehen und nicht, wie wir es bei einem Gaming-Headset erwartet hätten, auf Spielgenres. Hinzu kommt, dass es übergreifende Soundprofile gibt, die man per Dropdown-Menü ansteuert. Diese sind wiederum unterteilt in verschiedene Spielgenres wie RPG und FPS, aber auch sehr breite Bezeichnungen wie Music, Gaming, Movie oder Communication finden sich hier.

Die Soundprofile schalten dann Bass Boost, Reverb (Hall) und Surround Sound hinzu oder verbessern die Stimmklarheit. Hier wäre generell eine Erläuterung sinnvoll, wie sich die Soundprofile voneinander unterscheiden. Es ist auch nicht ersichtlich, warum alle Soundprofile außer FPS den Equalizer nicht aktivieren.

Für das Mikrofon bietet die App ebenfalls ein paar Soundeinstellungen. Das Noise-Gate legt einen Schwellenwert fest, ab dem das Mikrofon die Stimme aufnimmt. Damit vermeidet man, dass das Mikrofon bereits bei den leisesten Geräuschen anschlägt. Die Funktion Perfect Voice soll hingegen die Stimmqualität verbessern. Auch die Echounterdrückung und Geräuschreduzierung lassen sich hinzuschalten.

Wer mag, kann über Armoury Crate Beleuchtungseffekte und Helligkeit der LEDs verändern. Vier verschiedene Effekte stehen zur Auswahl. Per Aura Sync synchronisiert man die Beleuchtung wahlweise mit der von anderen Asus-ROG-Produkten.

Tragekomfort

Dank äußerst dicker Ohrpolster mit Textilüberzug tragen sich die Asus ROG Pelta auch nach mehreren Stunden noch sehr bequem. Sie umschließen in unserem Fall die Ohren perfekt, wodurch diese weder eingeklemmt noch umgeknickt werden. Anstatt eines Kopfbandpolsters verwendet Asus ROG beim Pelta ein elastisches Band, das in zwei unterschiedlichen Stufen eingehängt wird. Es dient so gleichzeitig auch als Größeneinstellung und ist dadurch leider deutlich weniger anpassbar als ein größenverstellbares Kopfband. Unabhängig davon ist es durch die gleichmäßige Verteilung auf dem Kopf aber sehr bequem.

Die Ohrmuscheln lassen sich vollständig nach innen drehen und liegen so mit der Polsterseite auf dem Schlüsselbein, sollte man das Headset zwischendurch um den Hals tragen wollen. Auch nach außen kann man die Ohrmuscheln ausreichend drehen, um sie der eigenen Kopfform anzupassen.

Soundqualität

Die 50-mm-Treiber bescheren einen sauberen Sound, der in den Mitten und Höhen überzeugt. Details kommen gut zur Geltung und werden nicht verschluckt. Das Hinzuschalten von Equalizern sowie Soundoptimierungen à la Bass Boost und Reverb runden das Klangbild ab und bescheren ihm eine Tiefe. Der Bass könnte für unseren Geschmack generell etwas prägnanter sein, geht aber nicht komplett verloren und ist für ein Gaming-Headset auch vollkommen in Ordnung.

Beim Zocken überzeugen die Lautsprecher ebenfalls. In Valorant bilden sie Fähigkeiten, Stimmen der Charaktere und Schritte sauber ab, unterstützt durch einwandfreien direktionalen Sound. Dieser ist besonders bei Schüssen sowie gegnerischen Schritten essenziell und hat uns beim Pelta zuverlässig die korrekten Richtungen wiedergegeben.

Durch das Mikrofon klingt unsere Stimme klar und verständlich, allerdings ist im Hintergrund eine permanente Statik zu hören, wenn man spricht. Hier kann man mit Noise Gate und Geräuschunterdrückung per Armoury Crate entgegenwirken, büßt aber etwas an Stimmqualität ein. Etwas mit den Reglern zu experimentieren lohnt sich, bis man einen Sound gefunden hat, der gefällt. Vor allem Noise Gate und/oder Echo- und Geräuschunterdrückung sind essenziell, da das Mikrofon ansonsten jeden Mausklick, jeden Tastenschlag und jedes noch so entfernte Geräusch auffängt.

Akkuleistung

Der Akku im Asus ROG Pelta zeigt sich im Test ausdauernd. Bis zu 70 Stunden mit Funkverbindung bei ausgeschalteter Beleuchtung sollen möglich sein. Das klingt für uns plausibel. Wir verwenden das Headset hauptsächlich im Funkmodus ohne Beleuchtung und haben nach über einem Tag noch 82 Prozent Restladung. Abhängig davon, wie viel man spielt, kommt man so locker auf vier Tage mit einer Aufladung. Das Pelta hat zudem eine Schnellladefunktion, womit schon 15 Minuten Aufladen reichen, um es für drei Stunden mit Strom zu versorgen.

Preis

Das Asus ROG Pelta hat eine UVP von 150 Euro. Derzeit ist es in Schwarz schon für 116 Euro im Angebot. In Weiß kostet es aktuell 134 Euro.

Fazit

Für 116 Euro bietet das Asus ROG Pelta als Mittelklasse-Gaming-Headset einen guten Klang, der von einigen praktischen Soundeinstellungen begleitet wird. Eine bessere Erläuterung der einzelnen Soundprofile und der Unterschiede zwischen ihnen würden wir uns hier jedoch wünschen.

Dank zusätzlicher Bluetooth-Verbindung kann man das Headset auch problemlos unterwegs nutzen. Auch längere Trips sind dank des ausdauernden Akkus, der bequemen Ohrpolster und des 309 g Eigengewichts problemlos machbar. Es büßt aufgrund des Vollplastik-Gehäuses jedoch etwas an Robustheit ein. Beim Zocken macht es eine gute Figur, wenngleich das Mikrofon eingangs etwas Feintuning bedarf.

Gerade für den Preis bekommt man hier aber ein sehr kompetentes Gaming-Headset, das viele Stunden Freude bereiten dürfte.

Teufel Cage Pro im Test: Gaming-Headset mit Bluetooth & Funk gegen heiße Ohren

Das Teufel Cage Pro Gaming-Headset ist mit Bluetooth und Funk ausgestattet, um auch unterwegs Musik hören zu können.

VORTEILE

  • hochwertige Verarbeitung
  • mit Bluetooth auch unterwegs nutzbar
  • guter Klang
  • solide Akkulaufzeit

NACHTEILE

  • Mikrofonqualität enttäuscht
  • Ladekabel zu kurz, um es am PC zu verwenden
  • Zwei-Kanal-Audio nur umständlich justierbar

Das Teufel Cage Pro Gaming-Headset ist mit Bluetooth und Funk ausgestattet, um auch unterwegs Musik hören zu können.

Durch sein hochwertiges Design macht das Gaming-Headset Teufel Cage Pro direkt beim Auspacken auf sich aufmerksam. Mit Bluetooth 5.2 ausgestattet, kann man es auch problemlos als reguläres Headset für unterwegs verwenden, dem abnehmbaren Mikro sei Dank. Teufel verspricht zudem eine lange Akkulaufzeit und erstklassigen Klang. Wie es um genau den bestellt ist und ob das Headset den Gaming-Zusatz verdient, klären wir im Test.

Design

Direkt nach dem Auspacken überzeugt das Teufel Cage Pro mit einer edlen und hochwertigen Optik. Das anthrazitfarbene Gehäuse kommuniziert mehr Business-Chic als Gaming, spätestens beim Einschalten der Peripherie offenbart sich jedoch deren Einsatzgebiet: Dann fangen nämlich die LEDs hinten an beiden Kopfhörern prompt an, bunt zu leuchten. Die Kombination beißt sich stilistisch etwas, und RGB-Beleuchtung erscheint uns bei einem Headset generell wenig gewinnbringend. Schließlich sieht man selbst von den bunten Farben leider nichts, wenn man das Gaming-Headset auf dem Kopf hat. Praktischerweise lässt sich die Beleuchtung bei Bedarf aber problemlos per Software oder direkt via Button am Gerät deaktivieren.

Für die Innenseite der Ohrpolster verwendet Teufel einen Stoffbezug. Der Faux-Lederbezug außen am Polster wertet indes die Optik des Gaming-Headsets weiter auf. In der Vergangenheit haben wir mit dieser Art Faux-Lederbezug bei anderen Produkten jedoch häufig schlechte Erfahrungen gemacht, da er gerne mal nach ein paar Jahren abblättert und die schicke Optik dann dahin ist. Praktischerweise bietet Teufel Ersatz im Webshop an. Das Polster am Kopfband hat ebenfalls den Faux-Lederbezug spendiert bekommen.

Die Verarbeitung überzeugt: Weder die Gelenke des Headsets noch das größenverstellbare Kopfband knarzen oder verhaken sich bei Benutzung. Das Kopfband rastet an verschiedenen Punkten zuverlässig ein. Alles sitzt sauber und ohne Spaltmaße.

Ausstattung

Dem Cage Pro liegt ein USB-A-zu-USB-C-Ladekabel bei, sowie ein 3,5-mm-Aux-Kabel. Für die Funkverbindung ist ein Funkreceiver (USB-A) inkludiert. Das Mikrofon ist ansteckbar und separat verpackt. Eine Kurzanleitung sowie die Sicherheitshinweise liegen ebenfalls bei. Auf die Waage bringt das Cage Pro in etwa 345 g.

Neben der 2,4-GHz-Funkverbindung hat es auch Bluetooth 5.2 (BT) mit AAC und Multipoint an Bord. Zum USB-C-Anschluss, über den das Gaming-Headset geladen wird, gibt es noch eine 3,5-mm-Buchse. Die Funkverbindung überzeugt: Wir können problemlos und ohne Einbrüche von überall in einer 120-m²-Wohnung das Funksignal aufrechterhalten, mit offener und geschlossener Tür zum Büro. Beim Zocken am PC ist die Verbindung auch stets verzögerungsfrei.

Mit dem Smartphone im Büro liegend, bleibt auch die BT-Verbindung in der ganzen Wohnung ohne Qualitäts- und Verbindungseinbrüche bestehen. Die Einrichtung ist schnell erledigt. Per Schalter am Headset wechselt man zwischen 2,4-GHz-Funk und BT. Es startet dann automatisch den Pairing-Modus, wenn es nicht bereits mit einem Gerät gekoppelt wurde.

Für den Voice-Chat dient ein gerichtetes Kondensator-Mikrofon, welches jederzeit angesteckt oder abgenommen werden kann. Es sitzt dank magnetischer Halterung auch bombenfest am Cage Pro und kann sich nicht einfach so lösen. Der flexible Mikrofonarm lässt sich gut in die gewünschte Position biegen. Am Headset selbst gibt es zudem eine dedizierte Stummschalttaste, um das Mikrofon stumm oder live zuschalten. Etwas verwirrend sind die Geräusche, mit denen das Cage Pro Informationen an den Träger übermittelt. Vor allem am Anfang ist es schwer zu entschlüsseln, welcher Ton jetzt bedeutet, dass das Mikrofon stumm oder aktiv ist. Generell wäre hier eine reguläre Stimmansage besser gewesen.

In beiden Kopfhörern steckt ein 40-mm-Treiber mit einem Frequenzbereich von 20 bis 20.000 Hz. Er unterstützt virtuellen 7.1-Surround-Sound via DTS Headphone:X v2, was vor allem für kompetitive Spiele wichtig ist. Das Cage Pro hat jeweils einen separaten Audiokanal für den Voice-Chat und das Spiel. Dadurch lassen sich beide Audioquellen getrennt voneinander regulieren. Leider gibt es neben dem normalen Lautstärkeregler keinen eigenen Regler dafür am Headset, wie ihn etwa das Logitech Astro A50 Gen 5 hat. Man kann zwar die Multifunktionstaste auf der rechten Seite dafür einrichten, die wechselt dann aber nur durch vordefinierte Lautstärkeverteilungen hindurch. Eine Feinjustierung ist so nicht möglich.

Software

Essenziell für den vollen Funktionsumfang der Teufel Cage Pro ist das Teufel Audio Center. Damit aktualisiert man nicht nur die Firmware des Gaming-Headsets, sondern hat unter anderem Zugriff auf die EQ-Presets (Equalizer).

Insgesamt sechs verschiedene EQ-Presets gibt es, die Filme, Spiele, Musik und mehr abdecken. Auch eigene EQ-Presets lassen sich über das Programm anlegen. Für das Mikrofon gibt es keine eigenen EQ-Presets. Die Einstellungsmöglichkeiten hier sind ernüchternd, denn man kann lediglich die Lautstärke des Mikros anpassen.

Die Farbe der LEDs, wie stark und ob sie überhaupt leuchten sollen, legt man ebenfalls im Audio Center fest. Effekte gibt es keine. Die LEDs leuchten statisch.

Über das Shortcuts-Menü legt man bei Bedarf bestimmte Headset-Funktionen und Einstellungen wie das Ein- und Ausschalten von EQs auf die Tasten der Tastatur.

Tragekomfort

Die Ohrpolster sind weich und umschließen angenehm die Ohren. Sie fühlen sich auch nach mehreren Stunden auf dem Kopf super komfortabel an. Trotz des beworbenen Belüftungssystems wird es aber nach längerem Tragen darunter dann doch etwas warm. Im Winter stört das nicht, im Sommer kann es dann doch stellenweise unangenehm werden. Das Problem haben aber die meisten Over-Ear-Headsets. Praktisch ist, dass man die Polster abnehmen und gegen neue austauschen kann. Im Teufel-Webshop gibt es die Ersatzteile für knapp 17 Euro.

Beim Kopfbandpolster mit Faux-Lederbezug entsteht bei uns gelegentlich nach kurzer Zeit eine Druckstelle, die sich in unserem Fall durch leichtes Verschieben des Kopfbands auflöst. Hier sollte man im Idealfall, wenn die Möglichkeit besteht, selbst einmal das Headset anprobieren und ein paar Minuten tragen. Wir verwenden das Cage Pro mit der maximalen Größeneinstellung. Die Kopfhörer lassen sich um ein paar Grad nach Innen und Außen drehen, komplett einklappen kann man sie aber nicht.

Soundqualität

Mit den entsprechenden Equalizern liefert das Teufel Cage Pro einen guten und runden Sound ab. Auch ohne EQ-Preset kann sich der Klang schon hören lassen, ist aber stellenweise etwas flach. Wir haben die Lautsprecher beim Zocken, Musik hören und in Voice- und Videocalls verwendet. Beim Spielen bildet der Surround-Sound zuverlässig Geräuschrichtungen ab und mit dem FPS-Preset hört man Gegnerschritte klar heraus. Auch Schüsse kommen knackig und mit Wumms bei den Ohren an. Hier enttäuscht das Headset nicht. Details gehen selbst bei chaotischeren Klangbildern nicht verloren. Beim Musikhören überzeugt uns das Cage Pro ebenfalls: Es liefert einen warmen Sound ab und kommt sowohl mit ruhigeren Liedern als auch härterer Musik gut klar. Der Gesang ist gut verständlich und Instrumente gehen nicht unter. Hier kommt auch der Bass gut zur Geltung.

Das Mikrofon ist hingegen leider eine Enttäuschung. Für eine UVP von 200 Euro erwarten wir hier dann doch etwas mehr. Beim Sprechen kommt immer mal wieder ein leises Rauschen mit durch, am Ende von Sätzen manchmal auch ein relativ lautes „Whoosh“. Da das Mikrofon sehr nahe am Mund platziert werden muss, um die Stimme einzufangen, kann es je nach Position auch sein, dass es Atemgeräusche mit aufnimmt. Die fehlenden Noise-Gate-Einstellungen der Software machen sich hier leider bemerkbar. Für Spielecomms oder Voice-Chats reicht es zwar aus, wirklich gut klingt man damit aber nicht.

Akku

Der 1000-mAh-Akku verspricht laut Teufel bis zu 68 Stunden im Funkbetrieb bei mittlerer Lautstärke (über 80, wenn man nur BT mit AAC verwendet). Bei uns hält er nicht ganz so lange: Wir kommen bei voller Lautstärke, ausgeschalteten LEDs und im Funkbetrieb aber trotzdem locker auf über zwei Tage, bevor wir das Headset laden müssen. Das ist eine solide Laufzeit.

Preis

Das Teufel Cage Pro hat eine UVP von 200 Euro. Aktuell ist es jedoch auf 160 Euro heruntergesetzt.

Fazit

Das Teufel Cage Pro für aktuell 150 Euro weiß mit einem hochwertigen Design und einwandfreier Verarbeitung zu überzeugen. Dank einer zusätzlichen Bluetooth-Verbindung und abnehmbarem Mikrofon lässt sich das kabellose Gaming-Headset auch problemlos unterwegs verwenden. Auch beim Sound macht das Teufel Cage Pro vieles richtig und liefert beim Zocken, Musikhören und im Voicecall einen klaren und runden Sound ab. Das Mikrofon ist hingegen bei einer UVP von 200 Euro einfach nicht gut. Es zeichnet sich durch ein leises, begleitendes Rauschen und eine generell niedrige Stimmqualität aus. Anpassungsmöglichkeiten per Software fehlen hier.

Wer die schwache Leistung des Mikros verzeihen kann, bekommt am Ende des Tages aber ein gut klingendes und hochwertiges Headset. Gerade die Möglichkeit, es auch unterwegs nutzen zu können, dürfte für viele sicherlich attraktiv sein.

Akko Verge S9 Ultra im Test: Günstiges & bequemes Gaming-Headset mit Top-Akku

Das Akko Verge S9 Ultra ist nicht nur äußerst bequem, sondern auch verhältnismäßig günstig. Dank starkem Akku macht es auch nach einer Woche noch nicht schlapp.

VORTEILE

  • sehr bequem
  • solider Sound für den Preis
  • starker Akku
  • gute Verarbeitung

NACHTEILE

  • App zum Teil nicht übersetzt
  • Mikrofonqualität mittelmäßig
  • manche Einstellungen funktionieren nicht immer

Das Akko Verge S9 Ultra ist nicht nur äußerst bequem, sondern auch verhältnismäßig günstig. Dank starkem Akku macht es auch nach einer Woche noch nicht schlapp.

Tastaturhersteller Akko steigt mit dem Verge S9 Ultra jetzt auch bei den Gaming-Headsets ein. Das kabellose bequeme Headset unterstützt Bluetooth sowie Funk und muss dank eines äußerst starken Akkus auch nach über einer Woche im täglichen Einsatz noch lange nicht ans Ladekabel gehängt werden. Wir haben die Peripherie getestet und verraten, wie es sich beim Zocken schlägt. Das Testgerät hat uns der Hersteller zur Verfügung gestellt.

Lieferumfang

Zusammen mit dem Akko Verge S9 Ultra bekommt man den 2,4-GHz-Funkdongle, ein USB-A-zu-USB-C-Ladekabel sowie das abnehmbare Mikrofon. Eine Betriebsanleitung liegt ebenfalls bei.

Design

Das Akko Verge S9 Ultra wiegt gerade einmal 270 g (ohne Mikrofon) und ist damit angenehm leicht, sowohl in der Hand als auch auf dem Kopf. Farblich muss man sich beim Kauf zwischen Schwarz, Schwarz/Rot und Weiß/Lila entscheiden. Unser Testgerät kommt in der Farbkombination Schwarz/Rot daher und überzeugt mit einer sauberen Verarbeitung.

Die größenverstellbare rote Kopfhörerhalterung ist aus Aluminium, der Rest des Gehäuses aus schwarzem Kunststoff. Praktisch: Jede Größeneinstellung wird durch Einkerbungen im Rahmen angezeigt. Weitere rote Akzente setzen unter anderem die Nähte des Kunstleders am Kopfband. Das Ergebnis ist ein dezenter Look, der nicht sofort nach Gaming-Ästhetik schreit.

Für die Ohrpolster verwendet Akko ebenfalls einen Kunstlederüberzug. Sie lassen sich problemlos zum Reinigen abnehmen und relativ unkompliziert wieder am Headset anbringen.

Sämtliche Bedienelemente befinden sich am linken Kopfhörer. Neben dem Power-Button liegen noch die Stummschalttaste und der Lautstärkeregler sowie der USB-C-Port und der AUX-Port für das Mikrofon.

Ausstattung

Das Verge S9 Ultra verfügt über drei Verbindungsmodi: kabelgebunden, 2,4-GHz-Funk und Bluetooth (5.3). Der USB-C-Funkdongle befindet sich gut versteckt von vornherein im USB-A-Adapter, lässt sich aber seitlich herausziehen. Das Gaming-Headset kann daher neben dem Windows-PC auch mit Mac, Android, iOS, PS4/5 und der Nintendo Switch verwendet werden.

Die Verbindung per Funk bleibt auf 120 m² durchgehend bestehen und verzögerungsfrei. Auch die Verbindung via Bluetooth funktioniert problemlos, sollte fürs Zocken aber grundsätzlich immer gemieden werden, da hier eine höhere Latenz besteht. Eine gleichzeitige Verbindung via BT und Funk ist nicht möglich, da man aktiv zwischen den Modi am Headset wechseln muss.

Die 53-mm-Treiber des Headsets arbeiten im Frequenzbereich von 12 bis 22.000 Hz und sind in der Lage, virtuellen 7.1-Surround-Sound zu erzeugen. Zusätzlich schaltet man durch doppeltes Drücken der Stummschalttaste zwischen den drei feingetunten Modi Movie, Music und FPS.

Das Mikrofon ist unidirektional und mit einem abnehmbaren Popschutz ausgestattet und verbindet per Aux-Anschluss mit dem Headset. Die LED am Mikrofon leuchtet, anders als sonst üblich, dann, wenn das Mikro aktiv ist. Der Arm lässt sich uneingeschränkt in die gewünschte Position biegen.

Software

Die Software Akko Audio installiert nicht nur die Treiber für das Gaming-Headset, sondern bietet auch eine Handvoll Einstellungsmöglichkeiten für das Verge S9 Ultra. Neben Equalizern und einem Pre-Amp kann man auch den virtuellen Surround-Sound hinzuschalten. Obwohl die App eine englische Sprachausgabe hat, sind die Namen der Equalizer-Presets zum Großteil in vereinfachtem Chinesisch.

Insgesamt gibt es sechs EQs, darunter Music und Movie. Weitere EQs sind auf Spiele wie CS2 und PUBG zugeschnitten. Sie lassen sich allesamt manuell anpassen und auch neue EQs kann man über die App erstellen und abspeichern.

Für das Mikrofon gibt es ebenfalls einen Pre-Amp, sowie einen aktivierbaren Sidetone und eine Geräuschminderung. Ganz witzig sind die fünf Stimmeffekte, die man wahlweise über die eigene Stimme legen kann. Leider macht die App hier teilweise einen Strich durch die Rechnung, denn sie übernimmt die gewählten Einstellungen für das Mikrofon nicht immer. Wir konnten zwar durchgehend problemlos mit dem Mikrofon sprechen, das Aktivieren von Pre-Amp, Geräuschminderung oder den Stimmeffekten funktionierte jedoch nur teilweise.

Wir hoffen stark, dass diese Ungereimtheiten mit zukünftigen Updates glatt gebügelt werden, zum Testzeitpunkt hat die Akko-Sound-App aber definitiv noch viel Verbesserungsbedarf.

Soundqualität

Direkt vorweg: Für den Preis liefert Akko mit dem Verge S9 Ultra einen echt soliden Klang. Beim Zocken ist das Headset in der Lage, den Sound gut differenzierbar wiederzugeben. Im hektischen Overwatch hören wir trotz des permanenten Soundeffektfeuerwerks von Schüssen, Fähigkeiten und Voicelines die relativ prägnanten Schritte der Gegner, die uns zu flankieren versuchen. Gleichzeitig verstehen wir unsere Teammitglieder über Discord problemlos.

Beim Musikhören schwächelt es für uns etwas bei den Mids: Hier geht der Gesang, gerade bei härterer Musik, teilweise etwas unter. Der Bass kommt allerdings überraschend gut und übermannt den Sound für unseren Geschmack nicht zu sehr. Ruhigere Stücke kommen hier noch am besten zur Geltung. Der Surround-Sound klingt für uns sehr flach und blechern – beim Zocken kompetitiver Spiele sollte man den aber ohnehin immer ausschalten und auf die spielinterne Surround-Sound-Software zurückgreifen.

Das Mikrofon schwächelt leider etwas. Ohne hinzugeschalteten Pre-Amp, wir wählen 15 dB, ist es viel zu leise. Die Geräuschreduzierung funktioniert bis zu einem gewissen Grad einigermaßen gut. Im Hintergrund laufende Lautsprecherboxen können so bis zu einer bestimmten Lautstärke ausgeblendet werden. Wenn man also nicht gerade den Fernseher voll aufgedreht im Hintergrund laufen lässt, solle sie in der Lage sein, Geräusche relativ zuverlässig auszublenden.

Beim Sprechen klingt man über das Mikrofon etwas wie ein Pilot im Flugzeug. Zwar größtenteils verständlich, aber nicht kristallklar. Heftiges Übersteuern können wir während unseres Tests nicht feststellen. Für den Voice-Chat via Discord oder im Spiel reicht die Mikroqualität aus. Wirklich herausragend klingt man aber leider nicht.

Tragekomfort

Was den Tragekomfort angeht, überzeugen die Akko Verge S9 Ultra auf ganzer Linie. Die Ohrpolster mit Kunstlederüberzug liegen angenehm um die Ohren herum. Die Polsterdicke sorgt dafür, dass auch nach mehreren Stunden des Tragens auf den Ohren keine unangenehmen Druckstellen entstehen. Wie immer bei Kunstlederüberzügen wird es nach einer Zeit relativ warm. Während des Testzeitraums im Winter ließ sich das aber ziemlich gut aushalten.

Das Kopfbandpolster ist ebenfalls ausgesprochen bequem und zumindest für unseren Kopf ideal verteilt. Hier gefällt uns vor allem auch die Breite des Polsters. Auch nach mehreren Stunden drückt nichts. Da es ebenfalls mit Kunstleder überzogen ist, staut sich auch hier unweigerlich die Wärme, wenngleich natürlich nicht ganz so stark wie beim vollständig umschlossenen Ohr.

Die Aufhängung der Ohrmuscheln erlaubt keine Bewegung nach Innen oder Außen, wodurch sich das Headset nur bedingt bequem um den Hals tragen lässt.

Akkuleistung

Der 2000-mAh-Akku des Verge S9 Ultra überzeugt uns auf ganzer Linie. Wir haben das Headset via Funkdongle über eine Woche im täglichen Einsatz beim Zocken und am Ende immer noch 80 Prozent Restladung übrig. Unabhängig davon kann das Verge S9 Ultra problemlos kabelgebunden verwendet werden, sollte der Akku eines Tages doch mal leer sein.

Preis

Das Akko Verge S9 Ultra kostet momentan 61 Euro im offiziellen Store.

Fazit

Das Akko Verge S9 Ultra bietet hervorragenden Tragekomfort, einen erstaunlich starken Akku und für den Preis von 71 Euro einen echt soliden Klang. Auch die Verarbeitung des verhältnismäßig günstigen Gaming-Headsets kann sich sehen lassen. Leider können die App und das Mikrofon hier nicht mitziehen. Neben teilweise fehlenden Übersetzungen innerhalb der App funktionieren die Soundeinstellungen für das Mikrofon nicht immer. Letzteres erledigt zwar seinen Job, klingt aber nur mittelmäßig.

Dennoch bietet das Akko Verge S9 Ultra für den Preis eine rundum grundsolide Leistung und dürfte gerade für diejenigen, die nach einer günstigeren Gaming-Headset-Alternative suchen, ein zufriedenstellendes Gesamtpaket liefern.



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Künstliche Intelligenz

FritzOS 8.25: Update für Fritzbox 7530 AX verfügbar


Fritz gibt die FritzOS-Version 8.25 für den nunmehr fünften Router frei, die Fritzbox 7530 AX. Anders als bei den gleichnamigen Updates für die Fritzboxen 6660, 6591, 7590 AX und 7590 nennt der Hersteller bei der Fritzbox 7530 AX keine Probleme mit der Hardware-Beschleunigung für die Paketverwaltung. Letztere geriet bei zahlreichen Fritzboxen mit FritzOS 8.20 ins Wanken, was sich in langsamen Verbindungen oder kompletten Abbrüchen äußern konnte.

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FritzOS 8.25 sollte über die Web-Oberfläche zeitnah zur Installation bereitstehen. Alternativ können Nutzer die Firmware bei Fritz herunterladen und manuell installieren.

Internet

  • Verbesserung: Bedienung von Zeitplänen in der Kindersicherung für kleine Displays (Handy, Tablets) überarbeitet
  • Verbesserung: Detailliertere Abbildung des Ausfallschutzes im Online-Monitor
  • Verbesserung: Interoperabilität mit neueren Browserversionen verbessert
  • Verbesserung: Unterstützung der IPv6-Konfiguration für den Ausfallschutz
  • Verbesserung: Unterstützung des Ausfallschutzes auch für primäre Internetverbindungen mit fester IP-Konfiguration
  • Behoben: Bei gesperrtem Standardprofil in der Kindersicherung konnte es vorkommen, dass sich berechtigte Geräte nicht mehr automatisch im WLAN anmeldeten
  • Behoben: Die Option „Feste Reservierung von Bandbreite für das Heimnetz“ war teilweise unwirksam
  • Behoben: Fehlerbehandlung beim Speichern von Priorisierungsregeln war nicht korrekt
  • Behoben: Im Online-Monitor war bei den Verbindungsdetails der Status der WAN-Verbindung unter Umständen trotz einer aktiven Internetverbindung inaktiv
  • Behoben: In der Zusammenfassung individueller Zugangsprofile der Kindersicherung wurde trotz einschränkender Einstellungen „Keine Beschränkung“ angezeigt
  • Behoben: In der Übersicht der WireGuard®-Verbindungen wurden IPv6-Adressen nicht vollständig dargestellt
  • Behoben: Internetzugriff (Fernzugriff) auf die FRITZ!Box konnte nur eingerichtet werden, während die FRITZ!Box mit dem Internet verbunden war

Telefonie

  • Änderung: Netzanpassung Telefonie Deutsche Telekom
  • Änderung: Stammzertifikat für SSL.com für verschlüsseltes VoIP hinzugefügt

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Heimnetz

  • Behoben: Aktive Geräte mit statischen IP-Adressen wurden unter Umständen als inaktiv angezeigt und umgekehrt
  • Behoben: In der Netzwerkübersicht wurden in bestimmten Szenarien unnötige Einträge für Switches (FA:CE:…) im Abschnitt ungenutzte Verbindungen angezeigt
  • Behoben: In speziellen Szenarien war es möglich, dass für einen Repeater im Heimnetz statt dessen eigener IP-Adresse die 192.168.178.1 angezeigt wurde
  • Behoben: Namen von Heimnetzgeräten wurden unter Umständen falsch zugeordnet

System

  • Verbesserung: Fehlerbehandlung bei der Updatesuche robuster
  • Verbesserung: Stabilität
  • Verbesserung: Vereinfachte Einrichtung: Bei der Einrichtung internationaler Produkte ist kein Neustart nach Auswahl von Land und Sprache mehr nötig


(mma)



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Künstliche Intelligenz

Projekt morphAIR: DLR testet verformbare Flügel


Elastische Flächen statt Klappen: Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) testet Tragflächen, die sich im Flug verformen. Diese sollen Flugzeuge effizienter und sicherer machen.

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Morphing Technologies & Artificial Intelligence Research Group (morphAIR) heißt das Projekt, in dessen Rahmen Flügel entwickelt wurden, die sich im Flug verändern. „Der morphende Flügel kann seine Form während des Flugs verändern und sich so optimal an unterschiedliche Flugzustände anpassen“, sagt Projektleiter Martin Radestock vom DLR-Institut für Systemleichtbau.

Das DLR-Team hat zwei Flügelsätze entwickelt, die beide aus Faserverbundmaterialien bestehen. Diese Flügelsätze wurden dann auf dem unbemannten DLR-Versuchsflugzeug Proteus getestet.

Die morphenden Flügel haben eine formvariable Hinterkante, hyperelastische Hinterkantenverbindung (hyperelastic trailing edge morphing, HyTEM) genannt, die sich spalt- und stufenfrei verformt. Das erledigen kleine Motoren. „Das HyTEM-Konzept ersetzt klassische Klappen und Querruder durch ein intelligentes System mit mehreren kleinen und über die Flügelspannweite verteilten Antrieben“, sagt Radestock. „Diese können die Profile an zehn Stellen präzise anpassen, ohne dass Lücken zwischen den Bereichen entstehen.“

Durch die kontinuierliche Form sinke der Profilwiderstand des Flügels. Daneben könne der Auftrieb, der induzierte Luftwiderstand sowie die Steuerung des Flugzeugs gezielt beeinflusst werden, erläutert Radestock. Das stelle „einen großen Vorteil für die Aerodynamik und Flugmechanik“ dar. Aber das System soll nicht nur die Effizienz verbessern, sondern auch für mehr Sicherheit sorgen, da Steuerfunktionen über den gesamten Flügel verteilt werden können.

Gesteuert wird das komplexe HyTEM-System von einer Flugregelung mit Künstlicher Intelligenz (KI), die vom DLR-Institut für Flugsystemtechnik entwickelt und trainiert wurde. Zum Training gehörte dabei auch die Simulation von Schäden oder Ausfällen einzelner Steuerflächen. So lernte der Algorithmus, Veränderungen im Flug zu erkennen und die noch intakten Aktoren so zu steuern, dass das Flugverhalten möglichst stabil bleibt.

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Das DLR hat die morphenden Flügel an das unbemannte Versuchsflugzeug Proteus montiert und im Nationalen Erprobungszentrum für unbemannte Luftfahrtsysteme in Cochstedt in Sachsen-Anhalt getestet. Die ersten Tests verliefen laut DLR erfolgreich: Sowohl die morphenden Flügel als auch die Referenzflügel erwiesen sich als flugtauglich.

Im Laufe dieses Jahres plant das DLR eine weitere Testkampagne mit Proteus. Dann soll unter anderem untersucht werden, ob das System auch für größere Fluggeräte skaliert werden kann. Das System soll dann im Projekt UAdapt (Unmanned Aircraft Wing Adaption) weiterentwickelt werden.


(wpl)



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Künstliche Intelligenz

US-Drohnen von Starlink abhängig, Ukraine sucht eigenen Weg


Probleme bei Manövern der US-Kriegsmarine zeigen, dass auch die USA von Starlink abhängig sind. Weithin bekannt ist, dass die durch das Satellitennetz ermöglichten mobilen Datenverbindungen eine wichtige Rolle im Ukraine-Krieg spielen. Fällt die Datenverbindung aus, kann das militärische Systeme lahmlegen. So ist es auch vor der Küste Kaliforniens passiert.

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Betroffen waren sowohl schwimmende als auch fliegende Drohnen. Interne Unterlagen, die Reuters vorliegen, berichten demnach von mehrfachen Schwierigkeiten. Im April 2025 erwies sich Starlink als nicht leistungsfähig genug. „Das Verlassen auf Starlink hat Beschränkungen unter der Last mehrerer Fahrzeuge offengelegt”, zitiert Reuters aus einem Sicherheitsbericht. Die Kriegsmarine testete den gleichzeitigen Einsatz von Drohnen zu Wasser und zur Luft, was aber die Datenverbindungen überlastete. Im Sommer wiederholten sich die Verbindungsprobleme mehrfach, zudem gab es Schwierigkeiten mit Funkmodulen der Marke Silvus und einem Viasat-Netz.

Am 18. August 2025 kam es schließlich zu einem Totalausfall: Starlink war in Teilen Nordamerikas außer Betrieb. Als Folge trieben zwei Dutzend Drohnen der US-Kriegsmarine fast eine Stunde lang auf dem Meer. Die Fernsteuerung funktionierte ohne Starlink-Anbindung nicht mehr. Eine Sprecherin des US-Verteidigungsministeriums ist gegenüber Reuters auf die Details des Berichts nicht eingegangen. Sie meinte lediglich, dass die Militärs „mehrere, robuste Systeme für ihr weites Netzwerk” einsetzen würden.

Starlink gehört SpaceX, dessen Chef der reichste Mensch der Welt ist, Elon Musk. Laut einer früheren Aussage Musks ist Starlink nicht dafür konzipiert worden, Drohnenkriege zu erleichtern. Das Satellitennetz wurde Anfang 2015 angekündigt – im Jahr davor hatte die russische Föderation die ukrainische Halbinsel Krim besetzt und den Krieg im Donbass eröffnet. 2021 ging Starlink in Betrieb, im Jahr darauf versuchte Russland einen großen Angriff mit dem Ziel, binnen weniger Tage die gesamte Ukraine einzunehmen. Das ist nicht gelungen, der Krieg dauert mit hohen Verlusten auf beiden Seiten an.

Auf Ersuchen der ukrainischen Regierung schaltete SpaceX Starlink in dem Land frei. Daraufhin nutzten beide Kriegsparteien den Dienst für militärische Zwecke. Spätestens im Jahr darauf war Starlink an allen Fronten im Einsatz. Ebenfalls 2023 beschloss das EU-Parlament den Aufbau einer europäischen Starlink-Alternative namens IRIS2. Erstaunlich ist, dass die Bundeswehr laut deutscher Bundesregierung weder IRIS2 noch Starlink benötigt.

Seit etwa einem Jahr soll Russland in der Lage sein, Starlink umfangreich zu stören. Erst im Februar 2026 hat SpaceX die unautorisierten russischen Starlink-Empfänger im Kriegsgebiet gesperrt, mit abträglichen Folgen für die russischen Angriffe.

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Mindestens einmal soll Elon Musk einen ukrainischen Angriff sabotiert haben, indem er Starlink unvermutet abdrehte. Auch bei der Aufklärung ist die Ukraine von den USA abhängig, was diese als Druckmittel genutzt und die Informationen zeitweise ausgesetzt hat.

Kein Wunder, dass die Ukraine eine eigene Weltraumstreitmacht (Space Force) und eigene Satelliten plant, die allerdings aus dem Ausland zugekauft werden müssen. Dafür ist vorgesehen, die Satelliten mit ukrainischen Raketen in den Orbit zu bringen. Mitten im Krieg sollen bereits zwei Teststarts erfolgreich verlaufen sein. Das hat Fedir Wenislawskyj, Vorsitzender des Unterausschusses für Verteidigungsinnovation im ukrainischen Parlament der dortigen Nachrichtenagentur RBC-Ukraïna verraten.

Weil klassische Raketenabschussrampen große, stationäre Objekte und damit relativ leichte Ziele für den Feind sind, setzt die Ukraine auf Raketenstarts von Flugzeugen aus. Aus rund 8.000 Metern Höhe sei zweimal eine Rakete gestartet worden. Eine habe die als Grenze zum Weltraum geltende Kármán-Linie in 100 Kilometern Höhe überquert, die andere sei sogar 240 Kilometer hochgeschossen, sagte Wenislawskyj. Das wäre Weltrekord, den der Politiker auch für sein Land reklamiert.

Die Technik soll einerseits für Satellitenstarts in den erdnahen Orbit, andererseits zur Abwehr gegen russische, ballistische Mittelstreckenraketen genutzt werden. Die Flugbahn dieser Raketen führt durch den Weltraum, wo sie schwer zu entdecken sind, weshalb es bislang keine effektive Abwehr gibt.

Der Aufbau der vollen ukrainischen Space Force werde drei bis fünf Jahre dauern, schätzt Wenislawskyj. Die ersten „praktischen Resultate” soll es aber schon früher geben. Die Mindestausstattung seien acht bis zehn Satelliten: Vier bis fünf Radarsatelliten, zwei bis drei für optische Aufklärung und ein bis zwei weitere für Telekommunikation.

Ein voller Ersatz für Starlink könne das aber nicht sein; dafür „müssen wir mit mehreren hundert Satelliten anfangen, um das gesamte Territorium der Ukraine abzudecken.” Das Budget dafür sei derzeit nicht vorhanden. Nach dem Krieg könne die ukrainische Space Force zum Wirtschaftsfaktor werden, „weil es da fortschrittlichste Technik gibt”.


(ds)



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