Künstliche Intelligenz
XR-Visualisierung in der Industrie: Von 3D-Modellen bis hin zu Gaussian Splats
Ob Maschinen, Fertigungshallen oder Kunstausstellungen: Auf der Hannover Messe zeigten Aussteller wie MR4B, CMC Engineers oder das Fraunhofer IAO, wie sie sich eine räumliche Visualisierung im Jahr 2026 vorstellen. Neben VR-Brillen und großflächigen Holowänden kamen auch Lösungen zum Einsatz, die 3D-Modelle mit Gaussian Splats oder der realen Außenwelt verbanden.
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Team CMC
Besonders spannend war es, im „CMC ViewR“ in eine gemischte Welt aus herkömmlichen 3D-Drahtgittermodellen und nahezu fotorealistischen Gaussian Splats abzutauchen.
Im „ViewR Showroom“ von CMC Engineers können sich beispielsweise mehrere Personen eine 3D-Brille aufsetzen, um sich gemeinsam vor einer großen 3D-Holowall durch ein animiertes Sägewerk oder einen Anlagenpark zu bewegen. Wir haben uns dazu zu zweit Shutterbrillen aufgesetzt, um mit einem Vive-Controller zu den mechanischen Feinheiten der Anlagen zu schweben. CMCs Viewer nutzte dazu Daten, die zuvor mit der XGrids PortalCam aufgezeichnet und nach der Prozessierung in die Unity-Kulisse geladen wurden. Diese Kamera, die rund 4500 Euro kostet, wurde zur Aufnahme von Gaussian Splat entwickelt. Damit lassen sich fotorealistische Kulissen relativ ressourcenschonend darstellen.

Hier tauchten wir mit der Vive Pro 2 in die räumliche Kulisse ein, davor auch an der Wand dahinter.
(Bild: Jan Philipp Wöbbeking / heise medien)
Bei dem Gaussian-Splat-Verfahren werden aus den Aufnahmen von vier Kameras und einem Lidar-Sensor Ellipsoide berechnet, die Werte wie Farbe, Deckkraft, Größe und Ausrichtung besitzen. Die vielen kleinen räumlichen Farbkleckse ergeben zusammen ein authentisches 3D-Bild, das nur bei nahen Details und an den Rändern ein wenig ausfranst. Das Prinzip erinnert an Pop-Art-Bilder aus den Sechzigern, die sich ebenfalls aus vielen einzelnen Punkten zusammensetzten.
In einem Vortrag am Stand des CAE-Forums hob CMC-Geschäftsführer Max Hirlinger die Schnelligkeit und geringen Kosten der Aufnahme hervor. Bereits nach zehn Minuten Aufnahme und rund drei bis vier Stunden Berechnung könne man fotorealistische Kulissen präsentieren. Mit einer Genauigkeit von etwa drei Zentimetern erreichen die Gaussian Splats zwar nicht die Millimetergenauigkeit anderer Modelle, für viele Präsentationszwecke reicht dies jedoch völlig aus. Dazu gehören der Vertrieb auf einer Messe oder Sicherheitsbegehungen der Polizei. Auch anderen Sicherheitskräften fehlten vor einer Veranstaltung häufig Innenraumdaten von Gebäuden, so Hirlinger.
In der Kulissenhälfte mit den Gaussian Splats konnten wir kaum unscharfe „Wölkchen“ am Boden oder in den Ecken entdecken, unter denen einfachere Splat-Aufnahmen leiden. Für noch mehr Immersion erkundeten wir das Modell später auch mit der VR-Brille Vive Pro 2, mit der allerdings die Kommunikation zur Außenwelt kniffliger wurde. Durch die Kulisse verlief eine Linie, über die wir uns in den Bereich mit detailreich dargestellten Drahtgittern von Maschinen bewegen konnten – inklusive angehefteter Notiz-Panels mit Technikdetails. Ein Nachteil von Gaussian Splats ist hingegen die fehlende Animation. Dieses Problem könnte in Zukunft das „vierdimensionale“ oder dynamische Gaussian Splatting (4DGS) lösen, das auch Bewegungen einbindet. Dafür ist derzeit allerdings noch teure Aufnahmetechnik notwendig.
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MR4B
Auch das vom Bund geförderte „WIR!-Bündnis“ MR4B arbeitet in der Metropolregion Berlin-Brandenburg an verschiedenen räumlichen Forschungsprojekten für Präsentationen oder Trainings. Dazu gehört etwa die Planung und Installation einer Wärmepumpe (MR4Heatpump). Wir konnten uns mit einer Meta Quest 3 durch das Projekt „Kepler“ bewegen, das nahtloses, kollaboratives Pre-Engineering für Anlagen und Gebäude erleichtern soll. Die Lösung für mehrere Nutzer bringe die traditionell getrennt verfügbaren IFC-Daten von Gebäuden und DEXPI-Dateien für Anlagen frühzeitig zusammen, erklärte uns Softwareentwickler Markus Gottschalk von X-Visual Technologies. Nach einer gemeinsamen Begehung mit VR-Brillen lassen sich die geänderten Daten sofort wieder in beide Ausgangsformate exportieren. Die Einbindung von Gaussian Splats war hierbei noch nicht möglich, ist laut Gottschalk aber in Planung.
Immersiver gestaltete sich „MR4Safe Operations“ zur Mixed-Reality-Wartung von Maschinen, das nach dem OpenXR-Standard verschiedene VR- und AR-Brillen unterstützt. Derzeit arbeitet das Projekt mit der Meta Quest 3, die auch wir uns aufsetzten. In der Mixed-Reality-Durchsicht steckten wir an einem echten Maschinenmodell Schläuche an und gingen die eingeblendeten Checklisten durch. Das Tracking unserer Hände funktionierte selbst im Messegewimmel intuitiv. Zudem hatten wir stets die Hände frei, statt eine physische Liste oder ein Tablet halten zu müssen.
Fraunhofer IAO
Das Fraunhofer IAO aus Stuttgart präsentierte auf der Messe zwei Projekte zum „Industrial Metaverse“ gleichzeitig. An der kollaborativen Powerwall können sich zwei Nutzer durch beliebige 3D-Echtzeitdaten bewegen, etwa für Engineering-Reviews, Simulationen oder virtuelle Showrooms. Dabei kommen ein Projektor und selbst entwickelte Shutterbrillen mit einer Bildwiederholrate von 240 Hertz zum Einsatz. Die Bilder werden auf die vier Brillengläser der zwei Zuschauer aufgeteilt. Jedes Glas erhält also 60-mal pro Sekunde ein Bild. Die perspektivisch korrekte Umsetzung wirkte sauber, auch wenn das Bild durch die sich immer wieder schließenden Gläser zwangsläufig etwas dunkler ausfällt als auf der Leinwand. Für die Erfassung der Brillen kommt ein Optitrack-System zum Einsatz. Es ähnelt Valves altem Lasertracking Lighthouse, bietet für Businessanwendungen aber eine höhere Präzision.

Hier testen Tobias Gabeler (links) und Frank Sulzmann vom Fraunhofer IAO die kollaborative Powerwall. Für bessere Fotos und Videos wurden die KI-Avatare nebenan auch auf 2D-Bildschirmen präsentiert.
(Bild: Jan Philipp Wöbbeking / heise medien)
Auf der Leinwand konnten wir uns mit KI-Avataren wie dem vor 200 Jahren verstorbenen Optiker und Instrumentenbauer Joseph Fraunhofer unterhalten, der zum Vorbild und Namensgeber der heutigen Fraunhofer-Gesellschaft wurde. Auch einige Mitarbeiter hatten einen mit Prompts vorbereiteten persönlichen Avatar (auch Persona genannt) vor Ort. Derzeit kommen dafür die Unreal Engine, Epics Metahuman-Framework und ChatGPT (via API) zum Einsatz. In Stuttgart experimentiert die Forschungseinrichtung neben einer lokal installierten Version von ChatGPT auch mit lokalen Modellen. Das Institut sieht in den Avataren unter anderem Potenzial für die Bildung, Verwaltung, den Tourismus oder digitale Vorarbeiter. Josef Fraunhofer gab am Stand Auskunft über seine Vita, seine Reitkenntnisse und seine technischen Errungenschaften.
Solid Bytes Interactive
Am meisten Spaß machte uns auf der Hannover Messe aber die Mixed-Reality-Ausstellung von Solid Bytes Interactive, die sich am Rande des HannoVR-Meetups ausprobieren ließ. Dort setzten wir uns einfach eine Meta Quest 3 auf den Kopf und schritten durch eine etwa 20 Meter lange, reale Themeninsel, in der ein virtuelles Stadtmodell und virtuelle Kugeln schwebten. Wenn man sich auf einen der Hocker setzte, über denen die Kugeln in der Luft hingen, wurde man plötzlich von einem 360-Grad-Video umhüllt. In diesem Fall zeigten die Videos mit angenehm scharfer Auflösung (etwa 6K) einen Rundgang durch verschiedene Stadtviertel Hannovers.

Jan Philipp Wöbbeking / heise medien
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Passend dazu stellte Solid Bytes Interactive sein noch namenloses, in der Entwicklung befindliches Content-Management-System (CMS) für Mixed-Reality-Anwendungen vor. Die Software zielt darauf ab, Museen und Ausbildungsprojekten einen leichteren Einstieg in Mixed-Reality-Ausstellungen zu ermöglichen. Veranstalter und Dozenten sollen sich nicht mit komplizierter Technik herumschlagen müssen, die das Medium XR bisher häufig zurückhielten, erklärte Unternehmensgründer Dennis Griethe. Stattdessen lädt man im CMS auf dem Computer verschiedene 2D- oder 3D-Medien in Ausstellungs-Slots, die mithilfe der dazugehörigen Quest-App in der realen Welt erscheinen. Bei unserem Messebesuch experimentierten die Entwickler gerade mit der geplanten Einbindung eines frisch aufgenommenen Gaussian Splats.
Da wir als Nutzer die reale Welt sahen, war der „Spaziergang“ durch die Ausstellung meist mühelos und das Inside-Out-Tracking funktionierte auch im Messetrubel einwandfrei. Zwischendurch sorgte allerdings ein Bug dafür, dass die Objekte im Boden versanken. Ein entsprechender Patch ist laut Griethe bereits in Arbeit. Dank Metas „Shared Spatial Anchors“ können mehrere Personen gleichzeitig perspektivisch korrekt durch die Mixed-Reality-Exposition schreiten. Auf der Messe setzten die Entwickler vorerst nur einen einzigen, mittig platzierten Anker ein, um die verschiedenen Points of Interest (POI) auszurichten. Derzeit arbeitet das Studio mit der Quest 3; zukünftig könnten aber auch andere Mixed-Reality-Headsets zum Einsatz kommen.

(Bild: Jan Philipp Wöbbeking / heise medien)
(jpw)
Künstliche Intelligenz
Humanoider Roboter für extreme Umgebungen: „Pemba“ besteigt Vulkan Chimborazo
Der humanoide Roboter „Pemba“, ein modifizierter Unitree G1-Roboter, hat den 6200 m hohen Gipfel des ecuadorianischen Vulkans Chimborazo bei einer Expedition erfolgreich bestiegen. Das berichtet Humanoids Daily am Montag. Der Versuch, humanoide Roboter so anzupassen, dass sie unter extremen Bedingungen eingesetzt werden können, hat den Zweck, dass sie eines Tages selbstständig Umweltdaten in entlegenen Gebieten sammeln sollen. Geplant ist, dass der Roboter an zwei weiteren Expeditionen teilnimmt. Bei einer davon soll er den Mount Everest besteigen.
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Initiator des „Pemba“-Projekts ist der Ingenieur Pablo Berlanga Boemare. Seine Vision ist es, dass humanoide Roboter etwa in abgelegenen Naturschutzgebieten Überwachungsaufgaben durchführen und dabei bisher verwendete umfangreiche Netzwerke aus stationären Kameras und Sensoren ersetzen. Denn das Aufrechterhalten dieser Infrastruktur ist sehr kostenaufwendig. Boemare, der als Gründer von Geologic Dome und davor an Naturschutzinitiativen des World Wildlife Fund (WWF) beteiligt war, weiß, wovon er spricht: Die Überwachung von Wildtieren, Umweltveränderungen, Wilderei und illegale Abholzung ist ein dauerhaftes Erfordernis. Roboter könnten diese Aufgabe langfristig autonom, womöglich flexibler mit ihren vielfältigen Sensoren und ihrer Künstlichen Intelligenz (KI) erledigen. Angebunden ist der Roboter dann etwa über Starlink, aufgeladen wird er mittels Sonnenenergie.
Bevor das losgehen kann, müssen humanoide Roboter jedoch den extremen Bedingungen trotzen, um länger autark ihre Aufgaben durchführen zu können. Das umfasst etwa das Aushalten von extremen Temperaturen und Temperaturschwankungen, vor denen die Elektronik und die Aktuatoren des Roboters geschützt werden müssen. Die Ingenieure bauen deshalb spezielle Thermomanagementsysteme und Belüftungskomponenten ein und schützen die Robotergelenke etwa vor Schnee und Kälte. Dass das klappt, hatte Unitree bereits mit seinem G1-Roboter im chinesischen Xinjiang in der Region Altay bei bis zu -47,4 °C demonstriert.
„Pemba“ hat mit der Besteigung des Chimborazo auf 6200 m ebenfalls bewiesen, was mit Modifikationen am humanoiden G1-Roboter möglich ist. Ganz autonom war der Roboter jedoch nicht unterwegs. Steigungen mit über 30 Grad kann der Roboter nicht autonom bewältigen und benötigte noch Unterstützung bei dem insgesamt 16-stündigen Aufstieg zum Gipfel. Denn an steilen Passagen musste der rund 35 kg schwere Roboter von menschlichen Expeditionsteilnehmern getragen werden. Entsprechend müsse der Roboter als Nächstes so angepasst werden, dass er auch steile Geländeabschnitte selbstständig bewältigen kann.
Expedition auf den Mount Everest
Die nächsten Expeditionen stehen bereits fest: Im Rahmen der „Triple Crown“-Roboterexpeditionen soll der G1 neben dem Chimborazo auch noch den Mount Everest besteigen. Der Plan ist, den Roboter zwischen dem Basislager auf 5364 m und dem Lager IV auf etwa 7920 m Höhe einzusetzen und dabei Batterie, Gelenkbelastung, Fortbewegungsleistung und den Schutz vor Umwelteinflüssen zu testen. Das Ziel ist es, den Roboter in solchen Umgebungen etwa zur Gletscherüberwachung, für Search&Rescue-Missionen und dem Einsammeln von Müll, ein besonderes Problem am Mount Everest, zu verwenden. Dabei muss der Roboter jedoch recht widrigen Umständen trotzen, denn neben der Witterung, den niedrigen Temperaturen und den anspruchsvollen Geländebedingungen kommen auch noch Herausforderungen in Form von eingeschränkter Kommunikation und Energieversorgung auf den Roboter zu.
Wann und ob „Pemba“ überhaupt den Mount Everest besteigen kann, ist jedoch noch ungewiss. Dabei stehen ihm aber keine technischen, sondern regulatorische Hürden im Weg. Bisher fehlt in Nepal noch der rechtliche Rahmen für Roboter-Expeditionen. Die zuständigen Behörden wollen deshalb erst neue Regelungen für nicht-menschliche Bergsteiger aufstellen, bevor ein Roboter auf den Mount Everest steigen kann, wie The Kathmandu Post schreibt.
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Entsprechend verzögert sich das Vorhaben. Die Initiatoren des „Pemba“-Projekts arbeiten derzeit mit den Behörden zusammen, um schnellstmöglich entsprechende Richtlinien auf den Weg zu bringen. Angedacht ist ein möglicher Aufstieg vom „Pemba“ auf den Everest frühestens im Herbst oder Winter 2026.
(olb)
Künstliche Intelligenz
iX-Workshop: Hochverfügbares Proxmox VE-Cluster mit Ceph Storage
Virtualisierung und hochverfügbare Speichersysteme spielen in modernen IT-Infrastrukturen eine zunehmend zentrale Rolle. Proxmox VE bietet dabei eine offene, unabhängige und leistungsfähige Alternative zu proprietären Virtualisierungslösungen wie VMware oder Hyper-V.
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In dem praxisorientierten Workshop Proxmox VE-Cluster mit Ceph-Speichersystem einrichten lernen Sie, wie Sie hochverfügbare Virtualisierungs- und Speicherarchitekturen mit Proxmox VE und Ceph aufbauen und betreiben. Sie erhalten einen fundierten Überblick über beide Technologien, verstehen deren Zusammenspiel und erfahren, wie Sie diese effizient in produktiven Umgebungen einsetzen.
Dabei machen Sie sich mit grundlegenden Konzepten, bewährten Vorgehensweisen und Methoden zur Fehlersuche vertraut. Sie erwerben umfassendes Wissen über die Einrichtung und Verwaltung eines hochverfügbaren Proxmox-Clusters und erfahren, wie Sie Ceph als skalierbare, verteilte Speicherlösung in Proxmox integrieren und für maximale Redundanz und Performance konfigurieren können.
Schritt-für-Schritt zur produktiven Cluster-Umgebung
Im praktischen Teil des Workshops wird eine vollständige Cluster- und Speicherumgebung aufgebaut – von der Grundkonfiguration über Netzwerkeinstellungen bis hin zu fortgeschrittenen Ceph-Konfigurationen.
Sie lernen dabei, typische Risiken wie Datenverlust oder Ausfallzeiten zu minimieren und erhalten konkrete Best Practices zur Stabilität und Fehlersicherheit im produktiven Betrieb. Ergänzend werden typische Fehlerbilder analysiert und praxisnahe Lösungsstrategien vermittelt.
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Juli 21.07.2026 |
Online-Workshop, 09:00 – 17:00 Uhr 10 % Frühbucher-Rabatt bis zum 23. Jun. 2026 |
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September 16.09.2026 |
Online-Workshop, 09:00 – 17:00 Uhr 10 % Frühbucher-Rabatt bis zum 19. Aug. 2026 |
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November 17.11.2026 |
Online-Workshop, 09:00 – 17:00 Uhr 10 % Frühbucher-Rabatt bis zum 20. Okt. 2026 |
Von Erfahrungen aus der Praxis lernen
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Sie profitieren von der direkten Anleitung durch Ihren Trainer Yannick Haymann, Gründer und leitender Berater der Sysfacts AG. Seit über 15 Jahren begleitet er Unternehmen bei der Planung und Umsetzung komplexer Datacenter- und Virtualisierungsinfrastrukturen.
Im Workshop vermittelt er nicht nur die technische Umsetzung, sondern auch die entscheidenden architektonischen Überlegungen aus realen Projekten. Sie erhalten konkrete Hinweise zur Auslegung, zum stabilen Betrieb sowie zur Vermeidung typischer Planungs- und Konfigurationsfehler.
Für wen ist dieser Workshop geeignet?
Der Workshop richtet sich an IT-Administratoren mit Erfahrung in Server- und Netzwerkadministration, die Proxmox VE und Ceph in ihrer Infrastruktur einsetzen möchten. Ebenso eignet er sich für Anwender mit ersten Proxmox-Kenntnissen, die den Aufbau und Betrieb hochverfügbarer Clusterlösungen in produktiven Umgebungen erlernen wollen.

(ilk)
Künstliche Intelligenz
Secure Boot: UEFI-Bootmanager unter Windows prüfen
Ob Windows oder Linux: Die UEFI-Firmware Ihres Computers erlaubt bei aktivem Secure Boot nur Bootmanager, die einem gültigen Zertifikat signiert wurden. Die für den Abgleich nötigen Zertifikate im UEFI-Speicher stammen meist von Microsoft, laufen allerdings bald ab. Zudem wurden in sehr vielen Bootmanagern ausnutzbare Schwachstellen gefunden, weshalb sie gesperrt werden müssen. Die nötigen Updates können schlimmstenfalls dazu führen, dass Ihr Betriebssystem von der eingebauten SSD nicht mehr bootet, obwohl es das am Tag davor noch tat. Dasselbe kann für bootfähige USB-Laufwerke gelten. Doch welche Bootmanager genau sind von den Problemen betroffen?
Unter Linux ist es kein großes Problem, mal eben das Zertifikat auszulesen, mit dem ein Bootmanager signiert wurde; der Befehl lautet # sudo sbverify –list /boot/efi/boot/bootx64.efi. Doch unter Windows ist es komplizierter.
- Secure Boot blockiert Bootmanager, deren Signatur-Zertifikate gesperrt oder abgelaufen sind.
- Unser PowerShell-Skript listet alle relevanten Bootmanager-Dateien auf internem Datenträger und USB-Laufwerken auf.
- Farbige Markierungen zeigen, welche Bootmanager nach den anstehenden Secure-Boot-Updates noch starten werden.
Also haben wir mit KI-Unterstützung ein weiteres PowerShell-Skript geschrieben. Es zeigt in einer übersichtlichen Tabelle alle für Secure Boot relevanten Dateien auf dem internen Datenträger sowie auf allen gerade angeschlossenen USB-Laufwerken. Die Liste ist in den meisten Fällen sehr kurz, denn auf einem reinen Windows-Rechner kommt es gerade mal auf zwei Dateien an, weil nur diese beiden von der UEFI-Firmware per Secure Boot geprüft werden. Länger wird die Liste, wenn Sie bootfähige USB-Laufwerke anstöpseln, denn die darauf enthaltenen Bootmanager untersucht das Skript ebenfalls. Farbige Markierungen helfen beim Einordnen der ausgelesenen Informationen.
Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Secure Boot: UEFI-Bootmanager unter Windows prüfen“.
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