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Künstliche Intelligenz

Imagen Video: KI übernimmt Farbkorrektur


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It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Color Grading gehört zu den zeitintensiven Aufgaben in der Videoproduktion, besonders bei unterschiedlichen Kameras und wechselnden Lichtverhältnissen. Imagen Video soll diesen Prozess mithilfe künstlicher Intelligenz automatisieren.

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Die Software analysiert Videomaterial mithilfe künstlicher Intelligenz und passt jeden Clip individuell an. Dabei berücksichtigt die KI Faktoren wie Belichtung, Weißabgleich, Hauttöne und kamerabedingte Unterschiede. Ziel ist ein konsistenter Look über das gesamte Projekt hinweg.

Nach Angaben des Herstellers korrigiert das Programm Farben bis zu zehnmal schneller als mit manueller Bearbeitung. Die KI greift dabei auf trainierte Stilprofile zurück, unterstützt aber auch eigene Farbvorlagen der Nutzer.



Das Programm stellt verschiedene Farbprofile zur Wahl, die sich um eigene ergänzen lassen.

(Bild: Imagen)

Ein häufiges Problem in der Praxis ist das Angleichen von Aufnahmen aus verschiedenen Kameras. Selbst Modelle desselben Herstellers liefern oft unterschiedliche Farbergebnisse. Imagen Video gleicht diese Unterschiede automatisch aus – über Sensoren, Objektive und Einstellungen hinweg.

Das Programm lässt sich im Zusammenspiel mit Adobe Premiere Pro und DaVinci Resolve verwenden, arbeitet aber nicht als Plug-ins, sondern als eigenständige Software. Der Workflow bleibt dabei weitgehend erhalten: Sequenzen werden aus dem Schnittprogramm exportiert, in Imagen Video verarbeitet und anschließend wieder importiert.

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In Adobe Premiere erfolgt der Upload etwa über den Media Encoder. Nach der Verarbeitung erhalten Nutzer eine Benachrichtigung und können das Ergebnis mit den Farbeinstellungen im Schnittprogramm prüfen.

Das Programm überträgt die Videos in die Cloud. Der Hersteller speichert sie nach eigenen Angaben auf sicheren AWS-Servern und verwendet sie ausschließlich für die Projekte des Nutzers innerhalb von Imagen Video. Zudem sei die Plattform vollständig DSGVO-konform.

Das Programm läuft unter Windows und macOS im Zusammenspiel mit den genannten Hostprogrammen Adobe Premiere Pro und DaVinci Resolve. Nutzer zahlen entweder pro Minute des fertig bearbeiteten Videos oder schließen ein Abonnement ab.

Aktuell liegen die Kosten laut Hersteller bei einem US-Dollar pro Minute des fertig gegradeten Projekts. Bei einem Grundpreis von 36 US-Dollar monatlich reduziert sich der Minutenpreis auf 0,60 US-Dollar. Mit der kostenlosen Testversion lässt sich ein Projekt von bis zu 20 Minuten Länge bearbeiten.


(akr)



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Künstliche Intelligenz

Wie Japan zur Kamera-Weltmacht wurde: Der Aufstieg von Nikon, Canon und Co.


Canon, Sony, Nikon, Fujifilm, Panasonic, OM Digital, Ricoh: Eine Handvoll Firmen aus Japan teilt den Foto-Weltmarkt praktisch komplett unter sich auf. Bildete man den Marktanteil japanischer Kamerahersteller als rotes Tortendiagramm auf weißem Grund ab, sähe das Ergebnis der japanischen Flagge verdächtig ähnlich. Aber warum ist das eigentlich so? Und seit wann? Und: Warum ausgerechnet Japan? Schließlich ist die Fotografie eine europäische Erfindung, und lange Zeit galten insbesondere die deutschen Kamera- und Objektivhersteller als weltweit führend in Sachen Technologie und Qualität.

Japans Weg zur Kamera-Weltmacht beginnt Mitte des 19. Jahrhunderts, als sich das Land unter dem Druck westlicher Großmächte öffnet und innerhalb weniger Jahrzehnte eine eigene optische Industrie aufbaut – zunächst mit europäischem Know-how. In den 1920er- und 30er-Jahren holen die Hersteller deutsche Ingenieure ins Land und nehmen sich Leica und Contax zum Vorbild. Doch der eigentliche Umbruch beginnt nach dem Zweiten Weltkrieg: US-Militärstützpunkte werden zu den ersten Vertriebskanälen, ein staatlich organisiertes Qualitätssystem poliert den schlechten Ruf japanischer Produkte, und die deutsche Fotoindustrie unterschätzt die Konkurrenz aus Fernost, bis es zu spät ist.

Es ist eine Geschichte voller Wendepunkte: Ein Ingenieur zerlegt eine Leica, empört sich über den Preis „billiger Materialien“ – und gründet Canon. Ein Kriegsfotograf entdeckt in Tokio Nikkor-Objektive und macht sie über Nacht in den USA berühmt. Ein goldener Aufkleber mit der Aufschrift „PASSED“ wird zum Symbol einer beispiellosen Qualitätsoffensive. Und im Hintergrund verschieben geostrategische Interessen, Industriepolitik und die Selbstüberschätzung der deutschen Konkurrenz die Machtverhältnisse auf dem Kameramarkt grundlegend.


Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Wie Japan zur Kamera-Weltmacht wurde: Der Aufstieg von Nikon, Canon und Co. „.
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Künstliche Intelligenz

Smart Glasses: In der EU formiert sich Widerstand


Im EU-Parlament regt sich politischer Widerstand gegen die Datenschutzrisiken von Kamerabrillen. Die liberale Fraktion Renew Europe fordert von der EU-Kommission eine Klärung, wie bestehende Regeln wie DSGVO und AI Act auf KI-fähige Smart Glasses und andere tragbare Aufnahmegeräte anzuwenden sind. Anlass sind unter anderem Berichte, wonach Frauen mit solchen Brillen heimlich gefilmt und die Aufnahmen online verbreitet werden.

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Schon im März hatte sich eine fraktionsübergreifende Gruppe von EU-Abgeordneten an die Kommission gewandt, um mögliche DSGVO-Verstöße im Zusammenhang mit Metas Smart Glasses und KI-Training prüfen zu lassen. Hintergrund waren Berichte, wonach externe Dienstleister in Kenia private Aufnahmen aus Smart Glasses gesichtet haben sollen.

EU-Justizkommissar Michael McGrath verwies damals auf die Zuständigkeit nationaler Datenschutzbehörden und Gerichte für die Durchsetzung der DSGVO. Doch gerade dort zeigen sich praktische Schutzlücken: Heimliche Aufnahmen mit Smart Glasses im öffentlichen Raum können für Betroffene massive Folgen haben, sind in Deutschland strafrechtlich aber oft schwer zu verfolgen.

Der Europäische Datenschutzausschuss (EDPB) befasst sich inzwischen ebenfalls mit Smart Glasses. Laut einem Bericht von Politico hat das Gremium der nationalen Datenschutzaufsichtsbehörden einen Bericht zur „gesellschaftlichen Akzeptanz“ der Geräte in Auftrag gegeben, der im Sommer vorliegen soll. Auf dieser Grundlage werde der Ausschuss mögliche weitere Schritte prüfen. Smart Glasses würden das Filmen und Sammeln von Informationen im Vergleich zu Smartphones auf eine neue Stufe heben, sagte EDPB-Chefin Anu Talus.

Auch in den USA wächst die Sorge: Ein Bündnis von Bürgerrechtsorganisationen warnte in einem offenen Brief an Mark Zuckerberg vor der Einführung von Gesichtserkennung für Metas Smart Glasses. Zugleich sieht sich Meta dort bereits mit einer Sammelklage wegen seiner Smart Glasses konfrontiert. Sie wirft dem Konzern vor, die Geräte mit irreführenden Datenschutzversprechen beworben zu haben. Politico zufolge prüft die verantwortliche Kanzlei, EU-Käufer einzubeziehen, und steht bereits mit europäischen Anwälten in Kontakt.

Meta verweist bei Datenschutzbedenken stets auf das LED-Licht an der Vorderseite der Kamerabrillen, das Anwesende auf laufende Aufnahmen hinweisen soll. Ein Manipulationsschutz verhindert zwar, dass Nutzer das Licht einfach verdecken. Der Mechanismus lässt sich aber offenbar mit anderen Mitteln umgehen: Einem aktuellen Bericht zufolge bieten in den USA zweifelhafte Dienstleister an, die Aufnahme-LED gegen Geld professionell zu deaktivieren.

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Das US-Techmagazin Wired hatte in der vergangenen Woche berichtet, dass in der Smartphone-App „Meta AI“ für die Meta-Brillen vorbereiteter Code für Gesichtserkennung gefunden wurde. Nun heißt es, Meta habe mit einem Firmware-Update nahezu alle Spuren des Codes wieder aus der App entfernt. Eine unabhängige Analyse des verschwundenen Codes ist weiterhin im Netz zugänglich.

Metas Kommunikationschef Andy Stone betonte gegenüber Wired, die Funktion sei „rein explorativ“. Es sei noch keine Entscheidung darüber gefallen, ob und wie Gesichtserkennung in den Smart Glasses zum Einsatz kommen werde. Bereits vor dem Wired-Bericht hatten The Information und die New York Times berichtet, dass Meta die Einführung einer solchen Funktion zumindest erwäge.

Neben Marktführer Meta drängen weitere Anbieter in den Markt für Kamerabrillen. Google arbeitet mit Samsung an Smart Glasses, die im Herbst erscheinen sollen. Auch Apple entwickelt Medienberichten zufolge eigene Smart Glasses, die im kommenden Jahr auf den Markt kommen könnten.


(tobe)



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Frust bei E-Auto-Fahrern: Schnittstelle für Drittanbieter weg – VW arbeitet dran


Vor einigen Tagen entbrannte eine Welle des Frusts gegen Volkswagen: Der Konzern hat aus Nutzersicht von heute auf morgen eine Programmierschnittstelle gekappt, die unter anderem die Fremdanbieter-Dienste „Home Assistant Volkswagen Carnet“ und die Steuerungssoftware EVCC verwenden. Damit ermöglichen sie etwa das Abfragen des Ladezustands des Akkus oder die optimierte Steuerung der Ladevorgänge der Wallbox in ihren Apps. Selbst netzdienliches Laden bei Solarstrom-Überschuss in den Mittagsstunden lasse sich über die Fremdanbieter-Apps steuern. Diese Anwendungen wurden von Elektroautobesitzern der Marken VW, Audi, Cupra, Skoda und weiteren genutzt.

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Kurzum: Die Anwendungen der Drittanbieter waren nach der erfolgten Abstellung der Schnittstelle nutzlos und Anwenderinnen und Anwender hilflos. Volkswagen hatte die Abschaltung der Schnittstelle bereits am 2. April angekündigt. In einer Stellungnahme von Volkswagen heißt es, zehn Anbieter hätten die neue Schnittstelle integriert.

Auf Nachfrage von heise online für den Grund der Abschaltung erklärte man uns, dass die bisherige API ursprünglich nur für die eigene Fahrzeug-App-Infrastruktur genutzt werden sollte. Durch Reverse Engineering verschafften sich Drittanbieter wie die beiden genannten auch Zugriff. Das war Volkswagen bekannt und wurde geduldet.

Das Problem war jedoch, dass die Schnittstelle nicht für den dadurch erfolgten hohen Datenabruf konzipiert sei und daher zu Fehlern führte. „Vor dem Hintergrund steigender technischer Anforderungen und einer hohen Auslastung der bisherigen Architektur haben wir den Übergang auf dokumentierte und standardisierte Schnittstellen vollzogen“, erklärt VW.

Der Autokonzern habe bereits vor der Schließung der API „mit zahlreichen Unternehmen Kontakt aufgenommen, über die geplanten Änderungen informiert und die Migration auf die offiziellen APIs begleitet“. Einige dieser Vertragspartner agieren Volkswagen zufolge „ihrerseits als Datenprovider für weitere Dritte, sodass auch kleinere Unternehmen sowohl technisch auf die Umstellung vorbereitet als auch frühzeitig über die Schließung der Schnittstelle informiert wurden“, heißt es weiter.

Laut Volkswagen gehört unter anderem Tibber zu den Partnern, die die neue Schnittstelle nicht kostenlos nutzen. Zu weiteren Partnern, die schon auf die neue API setzen, gehören Volkswagen zufolge Enode, Kraken, Ohme, Tronity und EEVEE. Tibber setzt dabei auf Enode als Partner.

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Die für die Schnittstelle anfallenden Kosten gibt der Anbieter dynamischer Stromtarife Tibber einer uns vorliegenden Stellungnahme zufolge nicht an seine Kundinnen und Kunden weiter. Das Unternehmen sagt, dass Angebote wie Smart Charging ein elementarer Teil der Energiewende seien, da sie „gleichzeitig das E-Auto-Fahren deutlich günstiger machen und zur Stabilisierung unserer Stromnetze beitragen“. Tibber plädiert daher für eine dauerhafte Lösung ohne Bezahlschranke. Diese wäre „nicht nur für die betroffenen Fahrerinnen und Fahrer wichtig, sondern auch für die Energiewende“.

Weiter sagt das Unternehmen: „Setzen Hersteller dennoch eine Bezahlschranke ein, muss sie durch hochwertige, verlässliche Integrationen, eine gute Nutzererfahrung und wirtschaftlich vertretbare Preise gerechtfertigt sein – während der reine Lesezugriff auf die eigenen Fahrzeugdaten einfach und frei von Extrakosten bleiben sollte.“ Daniel Mata Renteria, Head of Virtual Power Plants (VPP), ist zudem überzeugt, dass die Entscheidung von Volkswagen nur der Beginn eines größeren Trends sei, „der die Elektrifizierung der Mobilität in Deutschland in der Breite beeinflussen könnte“.

Hinsichtlich der Nutzung der Schnittstelle für Anwendungen aus der Open-Source-Community, wie die bereits erwähnten, stehe Volkswagen seit Herbst 2025 im Austausch. Man arbeite daran, eine gemeinsame Lösung zu entwickeln.

Zudem bekenne Volkswagen sich „ausdrücklich zu den Zielen des EU Data Act: Fahrzeugnutzerinnen und -nutzer sollen einen verlässlichen, sicheren und regulatorisch konformen Zugang zu ihren Daten erhalten“. Die Informationsseite von VW zum EU-Data-Act stellt die Möglichkeiten für Nutzer und Drittanbieter dar, mit denen Autobesitzer ihre Daten teilen können. Dies beschreiben letztlich nur Leserechte, nicht aber Steuerungsmöglichkeiten. Volkswagen arbeitet „mit Nachdruck weiter daran und prüft ergänzend zusätzliche Zugangswege, um auch künftig unterschiedliche Anwendungsfälle angemessen zu unterstützen“, konkrete Lösungen für die Open-Source-Lösungen nennt der Autohersteller noch nicht.


(afl)



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