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Kindle Sicherheitspatches: Amazon ändert Update-Bedingungen still und leise


Kindle Sicherheitspatches: Amazon ändert Update-Bedingungen still und leise

Amazon treibt weitere Änderungen rund um seine Kindle-Reader voran. Der Online-Händler hat die Versorgung der E-Book-Reader mit Updates nun stillschweigend angepasst, was für Kunden erhebliche Nachteile mit sich bringen könnte.

Alleine in den letzten 15 Monaten zahlreiche Einschränkungen

Die Liste an Änderungen, die Amazon allein seit Anfang des vergangenen Jahres an seinem Kindle-Ökosystem vorgenommen hat, wird immer länger. Nachdem der Online-Händler im Februar des letzten Jahres die Download-Möglichkeiten für bei ihm gekaufte digitale Bücher im Kindle-Format endgültig gestrichen hatte folgten ebenso Einschränkungen bei Send-to-Kindle, über das Inhalte per E-Mail auf den Reader übertragen werden konnten. Im September 2025 soll Amazon zudem ohne weitere Informationen ein neues DRM-Verfahren eingeführt haben, das auf jedes heruntergeladene Buch angewendet werden soll – völlig unabhängig vom Kauf- oder Veröffentlichungsdatum. Anfang April dieses Jahres entfiel darüber hinaus der Software-Support für Kindle-Geräte der ersten bis fünften Generation, ehe am 30. Juni schließlich auch noch die Kindle-App für den PC abgeschaltet werden soll.

Updates sind nicht mehr garantiert

Dazu passen auch die Änderungen an den Bedingungen für Sicherheitsupdates der Kindle-Reader. Darüber berichtet das im Bereich E-Book-Reader und digitale Bücher üblicherweise gut informierte Portal The eBook-Reader. Dieses war bei Recherchen eher zufällig auf Anpassungen gestoßen, die Amazon ohne größere Erklärungen an den Update-Richtlinien vorgenommen hatte.

In der bisherigen Version war noch davon die Rede, dass Sicherheitsupdates für Kindle-Geräte innerhalb eines bestimmten Zeitraums „garantiert“ seien. Diese Garantie wurde inzwischen jedoch still und leise entfernt, darüber hinaus änderte Amazon auch den Beginn und damit die Laufzeit der Vereinbarung. Bislang hieß es, dass Updates vier Jahre lang ab dem Zeitpunkt garantiert würden, zu dem der jeweilige Reader letztmals im eigenen Shop angeboten wurde. Die neuen Bedingungen lesen sich hingegen deutlich anders: Dort gelten die Zusagen nun mindestens „vier Jahre nach dem Kauf als Neugerät bei Amazon als Verkäufer auf Amazon.com (oder bis zu dem unten angegebenen Datum, falls dieses später liegt)“. Mit letzterem Teil ist eine darunter aufgeführte Tabelle gemeint, die zahlreiche ältere Reader samt Datum auflistet, an dem diese ebenfalls aus dem Support fallen.

Auch auf der deutschen Support-Seite* findet sich der geänderte Wortlaut inzwischen. Die dort aufgeführte Liste zeigt, dass allein zum Ende dieses Jahres vier Kindle-Geräte keine weiteren Updates mehr erhalten sollen, darunter der Kindle Paperwhite aus dem Jahr 2018 (Test) oder der Kindle Oasis von 2019 (Test), wobei Amazon die Oasis-Serie bereits Anfang 2024 eingestellt hatte.

Zeitraum für Sicherheitspatches könnte sich massiv verkürzen

Für Käufer eines Kindle-Readers kann die Umstellung gravierende Folgen haben und den Zeitraum weiterer Updates deutlich verkürzen. Beim Kindle Paperwhite lagen beispielsweise meist rund drei Jahre zwischen den einzelnen Generationen. Der Zeitpunkt des Kaufs und das spätere Ende des Verkaufs können daher erheblich voneinander abweichen – im Extremfall eben um die genannten drei Jahre. Selbst dann ist allerdings nicht gesichert, dass Amazon tatsächlich noch Updates ausliefert, da diese inzwischen nicht mehr garantiert werden. So soll auch der kleine Kindle von 2019 (Test) noch bis Ende dieses Jahres Updates erhalten, den letzten Sicherheitspatch bekam das Gerät allerdings bereits im März des vergangenen Jahres*. Entsprechend sollte nicht davon ausgegangen werden, dass Amazon in den verbleibenden Monaten noch ein weiteres Update veröffentlichen wird.

Meinung von Michael Schäfer

Michael Schäfer

Das Kindle-Ökosystem war schon immer ein goldener Käfig mit zahlreichen Einschränkungen. Dennoch bot dieses System für Kunden lange Zeit viele Vorteile, insbesondere bei der einfachen Bedienung der Geräte und der unkomplizierten Versorgung mit neuem Lesestoff. Auch technisch gehörten die Reader über Jahre hinweg zum Besten, was Käufer bekommen konnten. Dazu trug nicht zuletzt bei, dass Amazon zahlreiche Neuerungen des Branchenprimus E-Ink teilweise exklusiv und deutlich vor der Konkurrenz erhielt.

Diesen Vorsprung verspielt Amazon jedoch zunehmend, indem das Unternehmen die Daumenschrauben immer weiter anzieht und zusätzliche Einschränkungen einführt. Sinnvolle Funktionen verschwinden, während gängige Formate wie E-Pub weiterhin nicht nativ unterstützt werden. Andere Geräte wie der Kindle Scribe erhalten essenzielle Funktionen, die bei der Konkurrenz längst Standard sind, erst nach deutlicher Kritik und zudem mit erheblicher Verzögerung – als Beispiel sei hier die Möglichkeit genannt, selbst auf den E-Note geladene PDF-Dateien mit handschriftlichen Notizen versehen zu können.

Amazon scheint dabei zu übersehen, dass andere Hersteller wie PocketBook längst aufgeholt haben und inzwischen gleichwertige, zugleich aber deutlich offenere Geräte anbieten. Offenbar hat der Online-Händler aus der vergleichbaren Entwicklung bei seinen Fire-Tablets nichts gelernt, wodurch Kaufempfehlungen auch bei Kindle-Readern zunehmend schwieriger werden.

(*) Bei den mit Sternchen markierten Links handelt es sich um Affiliate-Links. Im Fall einer Bestellung über einen solchen Link wird ComputerBase am Verkaufserlös beteiligt, ohne dass der Preis für den Kunden steigt.



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Songs of the Past: The Witcher 3 erhält nach über 10 Jahren dritte Erweiterung


Songs of the Past: The Witcher 3 erhält nach über 10 Jahren dritte Erweiterung

Bild: CD Projekt Red

Rund zehn Jahre nach der letzten Erweiterung „Blood and Wine“ hat CD Projekt Red einen weiteren DLC für The Witcher 3: Wild Hunt angekündigt. Dieser trägt den Namen „Songs of the Past“, soll allerdings erst 2027 erscheinen. Für die neuen Inhalte steigen die Systemanforderungen.

Die Ankündigung kommt nicht ganz unerwartet, denn schon Ende 2025 gab es erste Gerüchte in die Richtung einer dritten Erweiterung. Mit Details hält sich CD Projekt Red allerdings noch bedeckt. „Macht euch bereit, um in The Witcher 3: Wild Hunt – Songs of the Past auf den Pfad mit Geralt von Riva zurückzukehren, heißt es nur. Erst im Spätsommer soll es weitere Informationen geben. Dem Titel zufolge dürfte sich die neue Geschichte um etwas aus der Vergangenheit von Geralt drehen.

Entwickelt wird der dritte DLC für das aus dem Jahr 2015 stammende Open-World-Rollenspiel in Kooperation mit Fool’s Theory – das Studio arbeitet derzeit am Remake vom ersten Teil der Witcher-Reihe. Die Veröffentlichung des neuen DLC für The Witcher 3 ist für 2027 geplant. Bedient werden die Plattformen PC, PlayStation 5 und Xbox Series X|S. Die Nintendo Switch bleibt also Stand jetzt außen vor.

Systemanforderungen steigen

Dass ältere Konsolen wie PlayStation 4 und Xbox One sowie die leistungsschwache Nintendo Switch nicht bedient werden, dürfte auch am Leistungshunger des neuen DLC liegen. Bereits jetzt wurden nämlich neue Mindestanforderungen veröffentlicht, die ab dem nächsten Update gelten sollen. Mit dem Support-Ende von Windows 10 gibt es für das Spiel dann nur noch Unterstützung für Windows 11, da SSDs viel schnellere Ladezeiten bieten, werden auch HDDs nicht mehr offiziell unterstützt. Zudem werden modernere Prozessoren und Grafikkarten verlangt. Die Mindestmenge an Arbeitsspeicher wurde sogar glatt von 6 GB auf 12 GB verdoppelt, auch sind zukünftig 6 GB VRAM Minimum.

Systemanforderungen für The Witcher 3: Wild Hunt (ab Mai 2026)

Die Redaktion dankt zahlreichen Lesern für die Hinweise zu dieser News.

Billboard März 2026



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Intel Wildcat Lake im Mini-PC: Beelink enthüllt gleich drei Produkte mit Intel Core 3 304


Intel Wildcat Lake im Mini-PC: Beelink enthüllt gleich drei Produkte mit Intel Core 3 304

Bild: Beelink

Beelink enthüllt gleich drei Produkte, die Intel Wildcat Lake auch in das Mini-PC-Segment bringen. Dabei nutzt man LPDDR + UFS als Speicher, bei den kleinsten Lösungen ist zudem das Netzteil stets integriert. Das größere, NAS-orientierte System, bietet zudem Unterstützung auch für HDDs.

Ein neuer EQ mini wird in die namensgebende EQ-Serie eingeführt. Diese hat laut Herstellerseite aktuell bereits acht verschiedene Varianten, die ein breites Feld abdecken, von Twin Lake bis hin zu vollwertigen Intel Core, dazu auch noch einige AMD-Ableger.

Wildcat Lake ist viel schneller als ein N305

Beelink wiederum vergleicht den im EQ mini neu verbauten Prozessor Intel Core 3 304 mit einem Intel Core i3-305 aus der Serie Alder Lake-N, der trotz seiner acht Kerne von den fünf neueren Cores von Wildcat Lake deutlich in die Schranken gewiesen wird. Beelink spricht dabei von 120 Prozent mehr Single-Core-Leistung und 60 Prozent gesteigerter Multi-Core-Performance.

In Zeiten knapper Speicherkassen setzt Beelink auf LPDDR5 und mal DDR5, bietet dazu UFS-3.1-Storage-Unterstützung. An klassischen M.2-SSDs geht aber auch Beelink nicht völlig vorbei, es wird in jedem Modell mindestens ein M.2-Slot angeboten. In allen drei Produkten ist zudem stets 10-GBit/s-Ethernet mit dabei, beim neuen EQi gibt es ebenso wie beim ME Pro-2 in doppelter Funktion als Mini-PC und Dual-Bay-NAS auch einen zweiten LAN-Anschluss mit 2,5 Gbit/s. USB-C mit 40 GBit gehören in doppelter Form zum guten Ton

Drei Mini-PCs von Beelink mit Intel Wildcat Lake
Drei Mini-PCs von Beelink mit Intel Wildcat Lake (Bild: Beelink)

Beelink hat heute noch keine Angaben zum Preis und der Verfügbarkeit gemacht. Da die kleinsten EQ-Systeme bei Beelink aktuell zu Preisen ab 419 Euro beginnen, ist hierzulande wohl mit mindestens 500 Euro zu rechnen. In dem Umfeld werden sich bekanntlich auch die ersten Wildcat-Lake-Notebooks ansiedelt, Preisbrecher hier ist bisher Chuwi mit 449 US-Dollar – das Unternehmen hat nach dem CPU-Schummel-Debakel zuletzt aber keinen guten Ruf. Zur Computex 2026 in der kommenden Woche dürfte es weitere Lösungen zu sehen geben.



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Optionales Mai-Update: Windows 11 lässt Apps mit CPU-Boost schneller starten


Optionales Mai-Update: Windows 11 lässt Apps mit CPU-Boost schneller starten

Bild: Microsoft

Microsoft verteilt das optionale Mai-Update für Windows 11 25H2 und 24H2 (KB5089573), das neue Funktionen enthält. Mit dabei ist der als „Low Latency Profile“ bekannte CPU-Boost, um Apps unter Windows 11 schneller starten zu lassen.

In der Release Preview des Windows Insider Programs war dieser bereits enthalten. Nun erklärt Microsoft in der Ankündigung des Mai-Updates unter dem Stichwort allgemeine Performance: „This update accelerates app launch and core shell experiences such as Start menu, Search, and Action Center.

Laut Windows Central handelt es sich dabei um die Low Latency Profile. Bei diesen wird die CPU für 1 bis 3 Sekunden hochgetaktet, um die Startzeit von Apps zu beschleunigen. Laut internen Tests von Microsoft, von denen Windows Central berichtete, verzeichnen Microsoft-Apps wie Outlook und Edge ein Plus von bis zu 40 Prozent. Windows-Elemente wie das Startmenü starten demnach sogar 70 Prozent schneller. Praxisanalysen mit den Windows-Testversionen bestätigten die Vorteile. Der Einfluss auf Akkulaufzeit und Energieverbrauch soll indes nur minimal sein.

Zu den weiteren Neuerungen in dem Update zählen:

  • Nutzer können nun während des Setup-Prozesses selbst den Namen für den Benutzerordner festlegen.
  • Shared Audio: Ein Windows-11-System kann Bluetooth-Signale an zwei Ausgabegeräte streamen – also etwa zwei Kopfhörer oder ein Kopfhörer und ein Lautsprecher.
  • Multi-App Camera: Mehr als eine App kann nun gleichzeitig auf die Kamera zugreifen. So ist also etwa möglich, ein Videokonferenz-Tool und eine KI-App parallel zu betreiben.
  • Der Taskmanager kann besser darstellen, wie die NPU ausgelastet wird.
  • Die Windows-Suche findet nun zuverlässiger Inhalte, wenn der Suchbegriff nur zwei Zeichen hat.

Darüber hinaus behebt Microsoft noch diverse Fehler und arbeitet an der Zuverlässigkeit. Das gilt etwa für den Datei-Explorer und Windows Hello.

Die Funktionen sind Teil eines graduellen Rollouts. Sie werden also erst nach und nach für die Nutzer freigeschaltet. Weil das Feature-Update optional ist, müssen Nutzer die Installation selbst anstoßen.

Installationsfehler weiterhin möglich

Ein bekanntes Problem bleibt derweil der Installationsfehler, der bei Geräten auftreten kann, auf denen die EFI System Partition (ESP) nur noch 10 MB oder weniger freien Speicherplatz hat. Zunächst läuft alles wie gewohnt an. Wenn aber der Fortschritt beim Update bei 35 oder 36 Prozent liegt, kommt der Hinweis „Something didn’t go as planned. Undoing changes.“ und die Installation bricht mit dem Fehlercode 0x800f0922 ab.

Per Known Issue Rollback (KIR) hat Microsoft den fehlerhaften Code im Update bereits deaktiviert. Zusätzlich ist es möglich, die Installation mit einem Registry-Eintrag zu ermöglichen. Wie das funktioniert, erklärt Microsoft in einer Dokumentation. Registry-Änderungen sind aber grundsätzlich mit Risiken behaftet. Für Administratoren, die Windows-11-Systeme in Unternehmen zentral verwalten, gibt es angepasste Gruppenrichtlinien.

Microsoft erklärt, das Problem weiterhin zu untersuchen. Eine finale Lösung will man mit einem der nächsten Windows-Updates verteilen.



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