Künstliche Intelligenz
Musikindustrie beschließt abgestufte Kennzeichnung von KI-Inhalten
Zahlreiche Dachverbände und einzelne Interessenvertretungen der internationalen Musikindustrie haben sich auf eine Kennzeichnung von Stücken geeinigt, die mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz erstellt wurden. Dafür soll es künftig zwei Labels geben: „KI-generiert“ und „KI-unterstützt“.
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Wie unter anderem der Bundesverband Musikindustrie (BVMI) beschreibt, gilt ein Stück schon als KI-generiert, wenn etwa der Leadgesang oder „zentrale Instrumentalparts“ per Prompt erzeugt wurden. Für diese Kennzeichnung ist es nicht erforderlich, dass ein kompletter Song per Prompt generiert wurde.
Um ein Stück, das „KI-unterstützt“ wurde, handelt es sich laut der Mitteilung des BMVI, wenn „die Aufnahme im Wesentlichen von Menschen erstellt wurde und Ausdruck menschlicher Kreativität ist.“ Als Eckpunkte nennt der Verband, dass Gesang und Hauptinstrumente von Menschen eingespielt wurden.
Text und Komposition bisher nicht erfasst
Die beiden Labels erfassen ausdrücklich nicht Songtexte, Plattencover oder Musikvideos – für diese Branchen gibt es eigene Verbände, die in den Veröffentlichungen der Musikindustrie nicht erwähnt werden. Insbesondere bei den Texten klafft hier also eine Lücke, nach den aktuellen Regeln kann ein Text komplett aus der KI stammen, ohne dass das gekennzeichnet werden müsste. Singt ihn ein Mensch ein, müsste nicht einmal das Label „KI-generiert“ verwendet werden, denn laut BMVI werden Songtexte „vom System derzeit nicht abgedeckt“.
Gleiches gilt überraschenderweise für Kompositionen. Ein Musikstück kann also vollständig von einem KI-Modell erfunden worden sein, und muss nicht gekennzeichnet werden, solange Menschen singen und die Instrumente spielen. Das Kennzeichnungskonzept soll sich aber laut des deutschen Branchenverbandes „entsprechend den Veränderungen der Technologie und der Anforderungen weiterentwickeln.“ Die beiden Labels sollen analog den unter anderem in den USA üblichen Warnaufklebern („Explicit Lyrics“) auch in die Cover eingebaut werden.
Zuerst hatte am Freitag das Wall Street Journal über das Vorhaben der Musikindustrie berichtet. Inzwischen haben die Verbände das mit eigenen Mitteilungen auf ihren Webseiten und per Social Media bestätigt. Unterstützt wird die Initiative unter anderem von der mächtigen „Recording Industry Association of America“ (RIAA) und der „International Federation of the Phonographic Industry“ (IFPI). In letzterem globalem Verband ist auch der deutsche BMVI vertreten.
Auch Indies und Gewerkschaften beteiligt
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Nicht nur diese Schwergewichte des Musikgeschäfts beteiligen sich an der KI-Kennzeichnung. In ihrer Ankündigung des Vorhabens zitiert die RIAA auch das „Worldwide Independent Network“ (WIN), die „American Association of Independent Music“ (A2IM) und IMPALA, den Zusammenschluss von europäischen Independent-Labels und -Vertrieben. Beteiligt ist ebenfalls SAG-AFTRA, die Gewerkschaft der Schauspieler, in der auch TV- und Radio-Macher in den USA, sowie Moderatoren und DJs vertreten sind. Unterstützt werden die KI-Labels auch von der Grammy-Organisation und der KI-kritischen „Human Artistry Campaign.“
Bei all diesen großen Namen fehlen vor allem die Streaming-Marktführer Spotify, Apple Music, YouTube und Amazon. Auch für diese gibt es natürlich einen Verband, die „Digital Media Association“ (DMA). Das Wall Street Journal zitiert den DMA damit, man würde das Vorhaben „beobachten“ und freue sich vor allem auf zuverlässigere Metadaten in den Musikstücken. Diese müssten auf gesamtem Weg „vom Creator bis zum Fan“ integer sein, wünscht sich der Streaming-Verband.
Streamer sind interessiert
Für die Streamer ist eine Flut von KI-Veröffentlichungen schon seit Jahren ein Problem. Spotify hatte dagegen bereits Maßnahmen ergriffen, unter anderem mit eigenen Kennzeichnungen. Die sollen nun offenbar vor allem die etablierten Musikfirmen vornehmen. Wie hoch der Anteil an KI-Stücken ist, hatte kürzlich Deezer für seinen Katalog veröffentlicht: 44 Prozent der neuen Uploads im April 2026 waren dort KI-generiert, fast viermal so viele wie ein Jahr zuvor. Zudem hatten 43 Prozent der Benutzer, die von einem anderen Dienst kamen, schon KI-Songs in ihren Playlists. Die künstliche Musik ist also offenbar für einen großen Anteil der Streaming-Kunden längst alltäglich.
Die RIAA und andere Organisationen sprechen sich in ihren Veröffentlichungen jedoch ausdrücklich nicht gegen den Einsatz von KI in der Musik aus. Man wolle Künstlern den Einsatz solcher Technik weiterhin ermöglichen, schreiben die Verbände. Tenor ist aber, dass die Art der Verwendung transparent erfolgen müsste. Von daher scheint es besonders unverständlich, dass Text und Komposition bisher nicht berücksichtigt werden. Gängige KI-Tools können auch Noten erzeugen, sodass nach den aktuellen Regeln ein Stück trotz menschlicher Musiker vollständig aus der Retorte entstehen kann – und nicht entsprechend gekennzeichnet werden muss.
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(nie)
Künstliche Intelligenz
Flugtaxis: Erste Testflüge für US-Zertifizierung
Der Traum vom elektrischen Kleinflieger, der massenhaft Personen oder auch Fracht befördert, ist ein Stück näher gerückt – so sieht das Beta Technologies, einer der führenden Hersteller im Bereich der eVTOLs (electric vertical take-off and landing). Bei einem wichtigen Testflug im Rahmen eines Programms der US-Luftfahrtbehörde transportierte das Unternehmen erfolgreich Prototypen künstlicher Organe – doch bis zu einer Zertifizierung und damit einer echten Massentauglichkeit dauert es noch Jahre.
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Doch der Reihe nach. Beta Technologies hat sich der Entwicklung kleiner, rein elektrisch betriebener Luftfahrzeuge verschrieben. Ziel ist es, die Luftfahrt nachhaltiger und massentauglicher zu machen. Konkret arbeitet das 2017 gegründete Unternehmen aktuell an zwei Modelltypen. Dem Senkrechtstarter ALIA VTOL (Vertical Takeoff and Landing) und dem Starrflügler ALIA CTOL (Conventional Takeoff and Landing), der eine Landebahn benötigt. Zu den Kunden gehören Air New Zealand, United Therapeutics, die US Army und diverse andere. Beim Gang an die US-Börse sammelte das Unternehmen eine Milliarde US-Dollar an Kapital ein. Manche fühlen sich beim Beta-Fluggerät vielleicht an den deutschen Flugtaxenhersteller Lilium erinnert, der nach einer zunächst von Bayern mit abgewendeten Insolvenz im vorigen Jahr endgültig bankrott ging. Die Patente wanderten an einen US-Investor.
USA wollen Flugtaxis ermöglichen
In Washington ist man von der Idee solcher „Flugtaxen“ und allgemein einem günstigen, massenhaft einsetzbaren Luftfahrzeug äußerst angetan und spricht von Advanced Air Mobility (AAM). Die US-Verkehrsbehörde versteht darunter keine konkrete Form von Luftfahrzeug, aber solche, die „flexible, erschwingliche und leicht zugängliche Flüge für alle Amerikaner“ liefern können. Das Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) befand bereits in einer Studie, dass eVTOLs für den Personentransport kaum Nachhaltigkeitseffekte liefern. Aber in den USA ist eher die Zertifizierung für den Luftverkehr das Hindernis. Aus Betas Ankündigung, ein CTOL schon 2025 von der Federal Aviation Administration (FAA) zertifiziert zu bekommen, wurde nichts. Doch das Unternehmen verfolgt sein Ziel weiter.
Die FAA startet diesen Sommer ein Pilotprogramm für unterschiedliche Anwendungszwecke, das in 26 US-Bundesstaaten stattfinden soll, auch Beta ist hier stark vertreten. Beim eVTOL Integration Pilot Program (eIPP) sollen entsprechende Hersteller Anwendungszwecke wie Flugtaxen, Langstreckenflüge, Fracht- und Versorgungsflüge testen. Zudem sollen Automatisierungspotentiale erprobt werden.
Noch weit entfernt von FAA-Zertifizierung
Jetzt fand der erste Testflug des Programms erfolgreich statt, absolviert von einem Beta CTOL-Luftfahrzeug. Der Test lief in Zusammenarbeit mit United Therapeutics (Unither), einem Hersteller für Biotechnologie, der auch an der künstlichen Herstellung menschlicher Organe arbeitet. Würden ebendiese in Serie gehen, bräuchte Unither auch ein Transportmittel, das die Patienten entsprechend schnell beliefern kann. Diese Funktion will Beta übernehmen. Testweise transportierten die Beta-Piloten dafür Prototypen künstlicher Organe von Virginia nach Maryland, etwa 510 Kilometer weit.
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Zwar ist das ein wichtiger Meilenstein bei der Entwicklung von AAM. Und in Notfalleinsätzen und um entlegene Regionen einzubinden, könnte urbane Luftmobilität laut ZEW tatsächlich nützlich sein. Allerdings sind Beta und auch alle seine Mitbewerber noch weit von einer allgemeinen FAA-Zertifizierung entfernt. Das verrät eine Unterlage der Behörde: Das eIPP, welches in einer ersten solchen Zertifizierung oder zumindest einem konkreten Anforderungskatalog dafür münden könnte, ist für drei Jahre angesetzt – der Zeitraum läuft aber erst, sobald ein erstes Projekt betriebsfähig wird. Das bedeutet: Wenn Unither und Beta einen Pilotbetrieb aufnehmen können, würde es mindestens ein paar Jahre bis zu einer Zertifizierung dauern – und damit bis ins nächste Jahrzehnt.
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(nen)
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Meta schaltet KI-Generierung aus Instagram-Stilen ab
Nach Protesten hat Meta eine Funktion seiner KI „Meta Muse“ abgeschaltet. Das seit Dienstag dieser Woche verfügbare Modell konnte bisher Bilder auf Basis von beliebigen Instagram-Profilen erstellen. Der Stil eines Accounts ließ sich so kopieren und auf eigene Ideen in einem Prompt übertragen. Zwar konnte man das per Opt-Out für den eigenen Account unterbinden, voreingestellt waren Bilder in Instagram aber erst einmal für die KI verfügbar.
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Wie ein Sprecher von Meta dem Hollywood-Branchenmedium Variety aber nun sagte, habe „diese Funktion ihr Ziel verfehlt und ist daher nicht mehr verfügbar.“ Auf der Produktseite von Meta Muse findet sich als „Update“ ein gleichlautender Text.
Auch die große Künstleragentur Creative Artists Agency (CAA) wies darauf hin, dass das Erscheinungsbild einer Person, in der Branche „Likeness“ genannt, nie ohne ausdrückliche Zustimmung kopiert werden dürfe. Ihr Erscheinungsbild hatten sich auch schon vor dem KI-Boom der letzten Jahre unter anderem US-Schauspieler schützen lassen – und es gegen Lizenzzahlungen etwa für KI-generierte Werbespots zu Geld gemacht.
Druck aus Hollywood
Auch die einflussreiche Schauspieler-Gewerkschaft SAG-AFTRA wandte sich gegen das „Opt-Out“ sowie das Kopieren von bestimmten Stilen an sich. Neben den professionellen Darstellern leben auch viele Creator, nicht nur auf Instagram, vorwiegend von einem eigenen Stil, der sie für ihre Fans authentisch aussehen lässt. Für diese stellen derartige Kopierfunktionen, nicht nur durch Meta, ein anhaltendes Problem dar.
Rechtlich bewegen sich solche Features oft in einer Grauzone, weil die KI-Modelle keine direkten Kopien eines bestimmten Werkes darstellen, sondern nur dessen Eigenschaften synthetisieren. Bereits vor über einem Jahr war diese Fähigkeit am Beispiel von ChatGPT aufgefallen, das Bilder im Stile des Animations-Studios Ghibli erstellen konnte. Inzwischen klappt das mit neueren Modellen auch mit realistisch aussehenden Bildern, die wie echte Fotos wirken.
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Kompressor-Kühlbox Zcamp GE40 im Test: stabil, groß & bis minus 20 Grad
Die Kompressor-Kühlbox Zcamp GE40 bietet 37 Liter Volumen, kühlt bis -20 °C und lässt sich per App steuern. Im Test überzeugt sie mit Tempo und leisem Betrieb.
Wer für Campingurlaub, Roadtrip oder Gartenparty eine leistungsfähige Kühlbox sucht, findet mit der GE40 ein interessantes Modell. Sie kombiniert kräftigen Kompressor, App-Steuerung und wechselbaren Türanschlag mit einem Preis, der deutlich unter dem etablierten Markenhersteller liegt.
Auffällig: Das Gerät gibt es baugleich auch unter Namen wie Alpicool oder Standheiz zu kaufen – es handelt sich also um ein OEM-Produkt, bei dem sich lediglich Aufkleber, Farbe und Preis unterscheiden. Im Test zeigt sich, wie sich die Box ab 192 Euro im Alltag schlägt und ob sie den Kampf gegen die etablierte Konkurrenz aufnehmen kann.
Design & Verarbeitung
Die Zcamp GE40 misst 61,4 × 36,5 × 44,4 cm und gehört damit zu den mittelgroßen Kompressor-Kühlboxen. Der Hersteller wirbt mit 40 Litern Fassungsvermögen, im Kleingedruckten steht dann jedoch, dass die tatsächliche Nutzkapazität bei 37,1 Litern liegt – die 40 sind schlicht gerundet. Für die meisten Camper und Wochenendausflügler reicht das Volumen locker aus, um Getränke und Lebensmittel für mehrere Tage unterzubringen. Auf Partys eignet sie sich prima als kleiner Getränkekühlschrank.
Das Gehäuse macht einen soliden Eindruck, wenn es auch nicht ganz so hochwertig wirkt wie bei Anker oder Ecoflow. Auffällig ist der einfach aufgeklebte Firmenschriftzug – ein deutliches Zeichen für die OEM-Herkunft. Praktisch: Der Türanschlag lässt sich nach links oder rechts wechseln, was die Aufstellung im Van oder Wohnmobil deutlich flexibler macht. Stabile Griffe an den Seiten, ein integrierter Flaschenöffner und sogar ein Maßband auf dem Deckel gehören zur Ausstattung. Für eine zuverlässige Transportsicherung stehen vier Ösen zum Verzurren zur Verfügung. Rollen oder ein Teleskopgriff fehlen, das Tragen erledigt man klassisch zu zweit.
Ein Pluspunkt für die Praxis ist der Wasserablass im Boden. Damit lässt sich der Innenraum nach dem Auftauen oder Reinigen bequem entleeren – ein Detail, das viele günstigere Boxen vermissen lassen. Die Innenkammer ist glatt gearbeitet und besitzt abgerundete Ecken, was die Reinigung erleichtert.
Bilderstrecke Zcamp GE40
Bedienung & Ausstattung
Die Steuerung erfolgt über ein gut ablesbares LED-Display an der Front oder per Smartphone-App. Die App ermöglicht es, die Zieltemperatur bequem vom Sofa oder Campingstuhl aus einzustellen und den Betriebsmodus zu wechseln. Das Temperaturspektrum reicht von +20 °C bis -20 °C, sodass die Box sowohl als Kühlschrank für Getränke als auch als vollwertiger Gefrierschrank für Fleisch, Fisch oder Speiseeis dient.
Bei der Stromversorgung zeigt sich die Zcamp GE40 flexibel: 12 V und 24 V DC decken den Betrieb im PKW, LKW oder Wohnmobil ab, per 100–240 V AC läuft sie zu Hause an der Steckdose. Einen integrierten Akku wie bei Anker oder Ecoflow gibt es nicht – wer autark unterwegs sein will, muss also eine Powerstation (Bestenliste) einpacken. Die monatlichen Stromkosten liegen laut Hersteller bei etwa ein bis zwei Euro. Der tatsächliche Verbrauch ist natürlich auch von der eingestellten Solltemperatur, der Außentemperatur und der Menge an zu kühlenden Getränken abhängig.
Praktische Details wie die Innenbeleuchtung erleichtern das Suchen im Dunkeln, der eingebaute Flaschenöffner spart den Griff zum Werkzeug. Ein Eco-Modus reduziert den Verbrauch laut Hersteller auf 45 Watt und schont so die Fahrzeugbatterie oder Powerstation.
Kühlleistung
Im Praxistest überzeugt die Zcamp GE40 mit ordentlichem Tempo beim Herunterkühlen. Von 23 °C Zimmertemperatur auf 1 °C benötigt sie exakt 30 Minuten – ein guter Wert für eine Box dieser Größenklasse. Nach einer Stunde zeigt das Display bereits -13 °C an, nach einer Stunde und zwanzig Minuten erreicht das Gerät die Minimaltemperatur von -20 °C. Damit spielt sie beim reinen Kühltempo auf Augenhöhe mit deutlich teureren Modellen.
Auch bei sommerlichen Außentemperaturen hält die Box die eingestellte Temperatur stabil. Der Kompressor arbeitet nicht durchgehend, sondern taktet sich nach Bedarf ein – das schont Strom und Ohren. Mit unter 45 dB im Betrieb ist die Box ausreichend leise und lässt sich auch in Zeltnähe platzieren, ohne die Nachtruhe zu sehr zu stören.
Da ein Akku fehlt, muss für autarken Betrieb eine externe Stromquelle her. In Kombination mit einer Powerstation eignet sich die GE40 dennoch gut für längere Outdoor-Einsätze. Kühlzonen mit getrennt regelbaren Bereichen bietet das Modell allerdings nicht – wer Grillfleisch und Eis strikt trennen will, muss zu größeren Modellen greifen.
Preis
Die Zcamp GE40 ist bei Amazon ab rund 175 Euro erhältlich, allerdings aktuell nur aus UK lieferbar. Bei Ebay kostet unser Testmodell rund 192 Euro. Das baugleiche Modell kostet unter dem Namen Standheiz 234 Euro – unter dem Namen Alpicool sind rund 220 Euro fällig.
Die aktuellen Preise sind in Ordnung – die GE40 gibt es allerdings regelmäßig schon ab 140 Euro, dann ist sie ein echtes Schnäppchen und man sollte zuschlagen.
Fazit
Die Zcamp GE40 ist eine solide und schnelle Kompressor-Kühlbox zum fairen Preis ab 192 Euro. Sie kühlt zügig von Raumtemperatur auf -20 °C, arbeitet mit 45 dB angenehm leise und bietet mit 37 Litern genug Platz für Wochenendtrips oder Familienausflüge. App-Steuerung, wechselbarer Türanschlag, Wasserablass und der integrierte Flaschenöffner sind praktische Extras, die den Alltag erleichtern.
Abstriche gibt es beim fehlenden Akku – wer wirklich autark kühlen will, muss selbst für eine Stromquelle sorgen. Auch die etwas geschönte Volumenangabe (40 statt tatsächlich 37,1 Liter) und der schlicht aufgeklebte Markenname trüben den Gesamteindruck leicht. Wer damit leben kann und keinen Marken-Aufpreis zahlen möchte, bekommt hier eine leistungsstarke Kühlbox, die im Test überzeugt.
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