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Anta Pro: Klar, modern und geometrisch › PAGE online


Vor rund zwei Jahren erschien der Google Font Anta. Jetzt entwickelte der Designer Sergej Lebedev die eigenständige Schriftfamilie Anta Pro.

Anta Pro: Klar, modern und geometrisch › PAGE online

Mit der Performance seiner Anta ist Sergej Lebedev sehr zufrieden: Die Schrift wurde inzwischen über 165 Millionen Mal heruntergeladen. Die Erklärung für diesen Erfolg sieht Sergej Lebedev in den modernen, konstruierten Buchstabenformen, die sich gut für Logos und Brandings in technischen Bereichen wie Automobil, IT oder auch Architektur eignen (mehr zur Anta und Google Fonts könnt ihr in PAGE 01/2024 lesen).

Jetzt erschien die kommerzielle Weiterentwicklung – Anta Pro. Sergej Lebedev betont, dass Anta Pro kein Update von Anta, sondern eine eigenständige Schriftfamilie ist, die er in FontLab 8 komplett neu gestaltet hat. Unterschiede im Typedesign kann man zum Beispiel in den Ziffern 6 und 9 erkennen.
Die auffälligste Differenz ist der Ausbau: Während es Anta nur in einem Schnitt gibt, liegt Anta Pro in 12 Schnitten sowie zwei Variable Fonts vor. Die 12 statischen Gewichte sind Thin, ExtraLight, Light, Regular, Medium und Bold, jeweils mit den passenden Italics. Mit den beiden Variable Fonts lassen sich Gewicht und Neigung der Glyphen stufenlos verändern.

»Die Anta Regular hat ein deutlich stärkeres Gewicht als die Regular in Anta Pro – diese wirkt entsprechend spürbar feiner«, so Sergej Lebedev. »Während Anta als Einzelschnitt eher der Stärke Medium entspricht, ist Anta Pro als umfassende Schriftfamilie konzipiert. Entsprechend ist die Regular (400) sorgfältig ausbalanciert und fügt sich harmonisch in das abgestufte Gewichtssystem der Anta-Pro-Schriftfamilie ein.«

Anta Pro verfügt außerdem über einen erweiterten internationalen Zeichensatz mit 679 Glyphen, während Anta nur 403 Glyphen beinhaltet. Darüber hinaus finden sich in Anta Pro zusätzliche Ligaturen, etwa st, ffl, ffi, ft und tf, sowie verfeinerte typografische Details und erweiterte OpenType-Funktionen für präzise typografische Steuerung. Insgesamt bietet Anta Pro mit ihrer klaren Geometrie und ihrem systematischen Ansatz eine unverwechselbare und zuverlässige typografische Grundlage für moderne Designsysteme. Die Anwendung der Schriftfamilie sieht Sergej Lebedev vor allem in Branding, Editorial Design und digitalen Interfaces.

Während die ursprüngliche Anta weiterhin als kostenlose Open-Source-Schriftart auf Google Fonts verfügbar ist, lassen sich die kommerziellen Desktop-, Variable-Font- und Web-Lizenzen der Anta Pro direkt über die Website von Sergej Lebedev erwerben. Die Desktop-Lizenz oder die Variable-Font-Lizenz für einen User kostet beispielsweise etwa 250 Euro, eine Web-Lizenz für 10.000 Pageviews rund 370 Euro.

      

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Neues Packaging Design: auch Mirinda nun im Retro-Look – Design Tagebuch


Lange währte das im Mai 2023 lancierte Markengesicht von Mirinda nicht. Nach gerade einmal drei Jahren bekommt die zum US-amerikanischen Getränke- und Lebensmittelkonzern PepsiCo, Inc. gehörende Limonaden-Marke abermals ein neues Markendesign. Das neue Design einschließlich Markenlogo im Siebzigerjahre-Look soll gezielt die Gen-Z ansprechen.

Vor genau drei Jahren hatte Mirinda (dt berichtete) zuletzt ein Rebranding vollzogen. Auch mit dem nun von PepsiCo angekündigten globalen Marken-Relaunch will das Unternehmen insbesondere die sogenannte „Generation Z“ adressieren. Besonders präsent/aktiv ist Mirinda in den Märkten von Asien (insbesondere Indien, China und Südostasien), dem Nahen Osten sowie in Teilen von Afrika (wie Ägypten und Uganda) und Lateinamerika (z. B. Mexiko) präsent.

Parallel zum bevorstehenden Relaunch lanciert PepsiCo für Mirinda eine Kampagne, die unter dem Motto „Smile Please“ steht. Die Kampagne solle den Alltag verschönern, Freude schenken und auf Anhieb ein Lächeln hervorrufen. Dass Mirinda nach vergleichsweise kurzer Zeit erneut ein neues Markendesign erhält, dürfte nicht zuletzt mit personellen Veränderungen im Konzern zu tun haben.

Seit Januar 2025 leitet Eugene Willemsen als CEO das internationale Getränkegeschäft von PepsiCo und verantwortet damit die strategische Ausrichtung außerhalb Nordamerikas. In der kreativen Umsetzung wird Willemsen maßgeblich von Renan Vizzotto unterstützt, der als Senior Global Design Lead für ein einheitliches und modernes Erscheinungsbild globaler Marken wie Mirinda, 7UP oder Gatorade sorgt.

Diese personelle Konstellation folgt auf die Ära von Mauro Porcini, der PepsiCo im April 2025 nach 13 Jahren verließ, um als President & Chief Design Officer zu Samsung Electronics zu wechseln. Unter seiner Leitung ist das Inhouse-Design-Team bei PepsiCo auf rund 400 Mitarbeiter angewachsen. Wie Porcini auf seiner Website erklärt, konnte so im Konzern eine „Design-Thinking-Kultur“ verankert werden.

Auszug der Pressemeldung

Life today feels busy and stressful, and people often forget to enjoy the small, happy moments around them. But a smile is a superpower — it can instantly lift the mood and inspire others to smile too. That’s where Mirinda comes in. With its tangy, refreshing flavor, Mirinda invites you to see the brighter side of life and smile. Bursting with retro-modern energy and designed with Gen Z in mind, the refreshed look reflects an expressive, contemporary, and emotionally driven way for consumers to connect with the brand.

Mirinda Orange Dose – vorher und nachher, Bildquelle: PepsiCo, Bildmontage: dt
Mirinda Orange Dose – vorher und nachher, Bildquelle: PepsiCo, Bildmontage: dt

Das Design der Dose wurde grundlegend überarbeitet. Die Designsprache ist eine ganz andere. Alle Brand Assets wurden neu definiert und gestaltet, einschließlich des Logos. Das bislang grün gehaltene, schräg gestellte Markenlogo wird auf der Dose nun in weiß in waagerechter Form abgebildet. Der Mirinda-Markenschriftzug wurde neu interpretiert. Der markante typografische Stil mit blockhaften, in ihrer Form vereinfachten Buchstaben sei von der Markengeschichte inspiriert, so PepsiCo.

Neben der Typo wurde auch die Farbpalette überarbeitet. Sorten wie Orange, Green Apple, Pineappel u.a. werden fortan nicht allein anhand ihrer Farbgebung kenntlich gemacht, zusätzlich zieren groß abgebildete illustrative Darstellungen von Fruchtformen jede Dose und jedes Etikett. Die aus Halbkreisen bestehenden Formen sollen „die Freude eines Lächelns symbolisieren“ und für eine unverwechselbare Bildsprache für alle Varianten sorgen, so das Unternehmen.

Mirinda Brand Design Visual, Quelle: PepsiCo
Mirinda Brand Design Visual, Quelle: PepsiCo

Entstanden ist das Markendesign auch in diesem Fall durch die Inhouse-Abteilung „PepsiCo Design and Innovation“ (Instagram-Profil). Für den Corporate Font namens Mirinda Burst zeichnet Naipe Foundry verantwortlich. Im Bereich Motion Design hat PepsiCo zudem mit Mat Voyce zusammengearbeitet.

Die „Smile Please“-Kampagne wird seit Ende April in den internationalen Märkten von Mirinda eingeführt. Den Anfang machen Indien, Pakistan, China und Uganda, gefolgt von Vietnam sowie Märkten in Europa und dem Nahen Osten, wo entsprechende Aktionen und Promotionen gefahren werden.

Kommentar

Mirinda hat in ihrer Markengeschichte vergleichsweise sehr oft das Logo gewechselt. Viele der Logos unterscheiden sich signifikant. Mirinda ist ein regelrechtes Bäumchen-wechsle-dich. Was besagt dies über eine Marke? Einiges: Dynamik in Märkten, auch Bewegungen personeller Natur werden auf diese Weise sichtbar. Logos sind stets ein Spiegel der Gesellschaft.

Die Mirinda-Logoevolution (Facebook Post) zeichnet ein Bild einer Marke, die es anderen recht machen möchte. Wie die Marke aussieht, hängt vor allem von äußeren Faktoren ab, etwa von Konsumverhalten und einem jeweils geltenden Zeitgeschmack. Marken, die Teil der Popkultur sind, sind stärker der damit verbundenen Dynamik(en) ausgesetzt. Was erklärt, weshalb hier im dt so oft Redesigns von Getränkemarken zu sehen sind.

Wenn Marken zu früheren Logos zurückkehren (wie Burger King, Pizza Hut, VW, Reebok u.v.a.) beziehungsweise wie Miranda an Formensprachen früherer Dekaden andocken, dann lässt sich daran zweierlei ablesen: 1. Viele Menschen (und Markenmacher sind mitgemeint) scheinen kein Bild von der Zukunft zu haben. Und wenn Utopien und Zukunftsbilder fehlen, sind in der Vergangenheit liegende Bezugspunkte, die als Anker und Stabilisator dienen und Bedeutung stiften sollen. 2. Woraus eine fast kollektive Nostalgie-Sehnsucht resultiert. Da Marken von Menschen erschaffene Konzept sind, lässt sich auch anhand der Markendesigns diese Sehnsucht ablesen. An Marken wie Becell, Rama und eben auch an Pepsi und Mirinda.

Das neu entstandene Markengesicht ist kein billiger Abklatsch – es wird nicht bloß Althergebrachtes frisch aufgebacken. Gekonnt wurden alle Brand Assets im Sinne der gewünschten strategischen Ausrichtung neu- und umgestaltet. Die blockhafte Burst-Schrift wie auch das Typologo passen dahingehend ausgesprochen gut. Die neue Illustration dient nicht nur der besseren Sortendifferenzierung, sie trägt auch entscheidend zu einem klareren, prägnanteren visuellen Markenprofil bei.

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Neues Erscheinungsbild für das Bauhaus-Archiv › PAGE online


Wie rebranded man eine Ikone wie das Bauhaus-Archiv / Museum für Gestaltung? Das Designstudio Neue Gestaltung zeigt, wie das geht: Die Kreativen holen es ins Hier und Jetzt und öffnen es für unendliche Möglichkeiten.

Neues Erscheinungsbild für das Bauhaus-Archiv › PAGE online
PROJEKT Neues Erscheinungsbild für das Bauhaus-Archiv / Museum für Gestaltung || Bild: Marcus Ebener

Seit sieben Jahren ist nicht mehr viel vom Bauhaus-Archiv / Museum für Gestaltung zu sehen. Das Wahrzeichen mit seinen ikonischen Shed-Dächern, die Walter Gropius dem Archiv einst aufsetzte, steht seit 1979 leuchtend weiß und vom Verkehr umtost am Berliner Landwehrkanal. Doch es war in die Jahre gekommen, musste dringend saniert und erweitert werden. 2027 wird es nun endlich wieder öffnen. Und das mit einem Neubau von Staab Architekten – und einem Erscheinungsbild von Neue Gestaltung.

PROJEKT: Neues Erscheinungsbild für das Bauhaus-Archiv / Museum für Gestaltung
KUNDE: Bauhaus-Archiv / Museum für Gestaltung
AGENTUR: Neue Gestaltung
TOOLS: Adobe Cloud, Indesign, Photoshop, Illustrator, After Effects, Figma
ZEITRAUM: Seit Oktober 2023

Ende 2023 hatte das Berliner Designstudio die öffentliche Ausschreibung, zu der europäische, britische und amerikanische Agenturen eingeladen waren, für sich entschieden. Und war überrascht. Nicht nur, weil man sich sicher war, dass ein solcher Auftrag im internationalen Kontext vergeben würde, sondern auch, weil der Entwurf des Studios das Bauhaus-Archiv neu ausrichten sollte und dafür plädiert, es nicht länger als etwas Rückwärtsgewandtes, Historisches und Angeschlossenes zu präsentieren, sondern in die Zukunft zu schauen.

Natürlich sei der Begriff Archiv richtig, sagt Pit Stenkhoff, Mitgründer und Kreativdirektor von Neue Gestaltung. Schließlich beherbergt das Haus die weltweit größte Sammlung zum Bauhaus. Gleichzeitig höre sich Archiv aber sehr nach »Treppe runter und ab in den Keller« an. So gar nicht zeitgemäß. Das gilt auch für das Museale, das im Namen mitweht und gegen das Walter Gropius sich zeitlebens verwehrt hatte. Gleich doppelt hätte das Bauhaus so Staub angesetzt, müsse weitergedacht werden – und sich neu erfinden.



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Jetzt abstimmen: Wer wird »Creative of the Year«? › PAGE online


Sechs nominierte Branding-Pioniere, sechs Wochen Voting – und ein:e Gewinnerin: PAGE und der German Brand Award 2026 verleihen den Ehrenpreis »Creative of the Year«. Jetzt abstimmen und Tickets für die Award Show in Berlin gewinnen!

Jetzt abstimmen: Wer wird »Creative of the Year«? › PAGE online
Ariane Spanier, Independent Designer & Creative Director; Andreas Schimmelpfennig, Elastique; Claudia Fischer-Appelt, Karl Anders; Henning Klimczak, Sherpa Design; Shirin Frangoul-Brückner, Atelier Brückner; Roman Hilmer, Fort Unstable Media

Es war eine lebhafte Diskussion bei der Jurysitzung des German Brand Award 2026. Jetzt stehen die Finalist:innen für den Ehrenpreis »Creative of the Year«, den der German Brand Award und PAGE gemeinsam vergeben, fest. Sechs Wochen lang hat die PAGE-Community nun Zeit, für ihre Favoritin oder ihren Favoriten abzustimmen und den Gewinner oder die Gewinnerin zu küren.

Was wir suchen: eine Persönlichkeit, die es schafft, die strategische DNA von Marken in überzeugende Auftritte zu übersetzen – mit klarer Differenzierung und nachhaltiger Wirkung. Was zählt, ist das Gesamtpaket aus Kreativität, Haltung und der Fähigkeit, über einzelne Kampagnen hinaus Verantwortung für die Marke zu übernehmen. Also ein echtes Multitalent, das Brands wirklich starkmacht!

Das sind die Kriterien für den Ehrenpreis »Creative of the Year«

1. Markenstrategie: Die Persönlichkeit zeichnet sich durch eine konsequente Übersetzung von Markenpositionierung(en) in Kreativkonzepten aus.

2. Differenzierung: Die Persönlichkeit weist eine sich klar abzeichnende Handschrift in der Markenarbeit und/oder in der eigenen Kreation auf und sticht daraus im Branchenumfeld heraus.

3. Implementierung: Die gestalterische, konzeptionelle und technisch herausragende Umsetzung der Persönlichkeit erzielt messbare Wirkung und/oder sichtbaren Einfluss auf die Branche.

And the Winner is: Der Kandidat oder die Kandidatin mit den meisten Stimmen wird bei der Award Show am 25. Juni 2026 in der Uber Eats Music Hall in Berlin als »Creative of the Year« ausgezeichnet und auf der großen Bühne gebührend gefeiert – gemeinsam mit den drei weiteren Ehrenpreisträgern des German Brand Award, den PAGE als Medienpartner in seiner Jubiläumsausgabe begleitet.

Wer wird »Creative of the Year«? Das sind die Finalist:innen

Jetzt seid Ihr gefragt!

Die PAGE-Community bestimmt, wer den Ehrenpreis »Creative of the Year« verdient hat. Dafür stellen wir alle Kandidat:innen einzeln auf PAGE-online.de vor, zeigen, was sie einzigartig macht, werfen einen Blick auf ausgewählte Arbeiten – und geben Einblicke in ihre ganz persönliche Sicht auf Kreativität, Impact und das Motto des German Brand Award: »Brand Forward«.

Vote for Creativity

Stimmt jetzt bis 15.06.2026 ab und macht Kreativität gemeinsam mit PAGE sichtbar! Unter allen Teilnehmenden verlosen wir 3 x 2 Tickets für die Award Show am 25. Juni 2026 in der Uber Eats Music Hall in Berlin. (Teilnahmebedingungen). Euch erwartet ein exklusives Netzwerkevent mit Gala-Abend unter Kolleg:innen und 750 Markenverantwortlichen aus Industrie, Mittelstand und Kreativwirtschaft.

Viel Glück!

Hier geht’s zum Voting!

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