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Beyerdynamic Amiron 200 im Test: So gut können Open-Ear-Kopfhörer klingen


Die Open-Ear-Kopfhörer Beyerdynamic Amiron 200 bieten einen hervorragenden Klang, hohen Komfort und eine starke Akkulaufzeit von 11 Stunden.

Open-Ear-Kopfhörer boomen – und Beyerdynamic mischt kräftig mit. Neben den Beyerdynamic Amiron Zero Sport im Clip-on-Design bringt der Heilbronner Audioprofi mit den Amiron 200 nun ein Modell mit klassischen Ohrbügeln. Der Fokus liegt klar auf Klang – und das merkt man. Keine aktive Geräuschunterdrückung, dafür ein offenes Design, das Umgebungsgeräusche bewusst durchlässt. Ob sich die Amiron 200 gegen starke Konkurrenten wie die Shokz Openfit Pro (Testbericht) oder eben die hauseigenen Beyerdynamic Amiron Zero Sport behaupten, klärt unser Test.

Design

Sportlich und dezent: Die Beyerdynamic Amiron 200 setzen auf ergonomische Ohrbügel aus leichtem, verstärktem Kunststoff. Der Lautsprecher sitzt vor dem Gehörgang, ohne in den Kanal einzudringen – typisch für Open-Ear-Kopfhörer mit Luftschallübertragung. Erhältlich sind die Kopfhörer in Schwarz und Weiß, jeweils mit mattem Finish. Auffällige Logos sucht man vergeblich. Das Erscheinungsbild wirkt modern, kompakt und zurückhaltend. Wer es etwas auffälliger will, greift zu den Amiron 200 Sport, die ähnlich den Amiron Zero Sport in einer präsenten Kombination aus Schwarz und Orange daherkommen.

Mit 10,7 g pro Earbud sind die Amiron 200 schwerer als die meisten anderen Open-Ear-Kopfhörer. Das Ladecase wiegt rund 76 g und fällt relativ groß aus. Es passt trotzdem in die meisten Hosentaschen, trägt dort aber sichtbar auf. Der USB-C-Anschluss sitzt an der Rückseite.

Verarbeitung

Verarbeitet sind die Amiron 200 hochwertig, die Ohrbügel bestehen aus robustem Kunststoff. Dank IP54-Zertifizierung sind sie vor Staubpartikeln und Wasserspritzern aus allen Richtungen geschützt – für heftigen Regen oder ein Bad reicht das allerdings nicht.

Das Case besteht überwiegend aus Kunststoff. Es wirkt solide, erreicht aber nicht das haptische Niveau der Nothing Ear (Open) mit ihrem transparenten Plexiglasdeckel und dem satten Schließmechanismus.

Tragekomfort

Die Amiron 200 sitzen bequem und erzeugen keinen Druck auf den Ohren. Tatsächlich lassen sich die Kopfhörer problemlos den ganzen Tag tragen, ohne dass Druckstellen schmerzen.

Die ergonomischen Bügel passen sich den meisten Ohrformen an. Bei kleineren Ohren kann der Sitz allerdings etwas zu locker ausfallen. Bei unseren Tests bleiben die Earbuds beim Joggen und Radfahren stabil am Ohr. Die Shokz Openfit Pro sitzen im direkten Vergleich noch etwas sicherer, da ihre Bügel straffer anliegen. Wer heftig den Kopf schüttelt, sollte den Sitz vorher prüfen.

Beyerdynamic Amiron 200

Bedienung am Gerät

Die Beyerdynamic Amiron 200 setzen auf Touch-Bedienung an den Earbuds. Per Tippen steuert man Play/Pause, Lautstärke, Track-Wechsel und Anrufannahme. Wischgesten gibt es nicht. Auch eine One-Touch-Geste ist an Bord, die allerdings zu Fehleingaben führen kann – insbesondere, weil die Amiron 200 keine Trageerkennung besitzen. Die Musik läuft also weiter, auch wenn man die Kopfhörer abnimmt.

Die gute Nachricht: In der App lässt sich die Touch-Steuerung genau anpassen. Unter anderem kann man die One-Touch-Geste deaktivieren, was Fehlbedienungen minimiert. Klar erfühlbar ist auch die Sensorfläche, und die Berührungsempfindlichkeit überzeugt. Wir bevorzugen zwar physische Knöpfe, wie sie die Shokz Openfit Pro bieten. Für eine Touch-Steuerung ist die Umsetzung aber gelungen.

Die Beyerdynamic-App

Die Beyerdynamic-App gibt es für iOS und Android. Ihre Oberfläche ist schlicht gehalten und auf Anhieb verständlich. Ein 5-Band-Equalizer erlaubt individuelle Klanganpassung. Dazu kommen Genre-Presets wie Rock oder Klassik für personalisierten Sound. Benutzerdefinierte EQ-Profile lassen sich speichern.

Zu den weiteren Funktionen gehören Firmware-Updates, Batterieüberwachung und Anpassung der Touch-Steuerung. Erweiterte Features wie Spatial Audio, Health-Tracking oder eine „Kopfhörer finden“-Funktion fehlen. Auch das Anpassen des Klangs an das eigene Hörvermögen – wie es etwa die Earfun Openjump mit ihrer „Mein Soundprofil“-Funktion bieten – gibt es hier nicht.

Insgesamt eine aufgeräumte App ohne Schnickschnack. Für Tastenbelegung und EQ reicht sie völlig. Wer mehr erwartet, sollte woanders suchen.

Klangqualität der Beyerdynamic Amiron 200

Die Amiron 200 verbinden sich per Bluetooth 5.3 mit dem Zuspieler und unterstützen die Profile HFP, A2DP und AVRCP. Bei den Codecs stehen SBC und AAC zur Verfügung. Hi-Res-Codecs wie aptX oder LDAC fehlen – das ist bei Open-Ear-Kopfhörern zu verschmerzen. Trotzdem: Die Earfun Openjump bieten zum günstigeren Preis LDAC, die Bose Ultra Open Earbuds setzen auf aptX Adaptive. Multipoint-Konnektivität für zwei Geräte gleichzeitig ist an Bord.

In jedem Earbud steckt ein dynamischer Treiber mit den Maßen 18 × 11 mm und einem Frequenzbereich von 20 Hz bis 20 kHz. Vier Mikrofone (zwei pro Earbud) kümmern sich um Telefonie und Geräuschunterdrückung. ANC gibt es nicht – bei einem offenen Design wäre das auch widersinnig.

Beim Thema Sound wird es richtig gut. Die Amiron 200 gehören klanglich zu den besten Open-Ear-Kopfhörern, die wir bisher getestet haben. Der Sound ist dynamisch, detailliert und energiegeladen. Die Klangbühne wirkt weit und offen, die Instrumententrennung ist hervorragend, Vocals kommen klar und präsent durch.

Beyerdynamic Amiron 200

Die Bässe sind für ein offenes Design überraschend kräftig und punchig – perfekt für Sportmusik. In lauten Umgebungen verliert sich die Tiefe allerdings bauartbedingt. Die Mitten klingen ausgewogen, die Höhen klar und detailliert. Im Vergleich zu den Amiron Zero Sport mit ihrer V-Shape-Signatur und den etwas dünnen Mitten wirken die Amiron 200 insgesamt ausgeglichener und voller.

In Tests fällt der Sound als „sauberer“ auf als bei den meisten Konkurrenzmodellen. Die maximale Lautstärke reicht für laute Umgebungen aus, auch wenn das offene Design die Bassintensität bei hohem Umgebungslärm naturgemäß reduziert. Die Amiron 200 zeigen, dass auch ohne Hi-Res-Codec richtig guter Sound möglich ist. Hier spürt man die Audioexpertise von Beyerdynamic.

Per EQ in der App lässt sich der Klang weiter verfeinern. Die Genre-Presets helfen, den Sound an verschiedene Hörsituationen anzupassen. Bauartbedingt bekommt die Umgebung bei hoher Lautstärke einiges vom Inhalt mit.

Telefonieren

Die insgesamt vier Mikrofone reduzieren Wind- und Hintergrundgeräusche. In ruhigen Räumen klingen Anrufe klar. In lauten Umgebungen wie dem Straßenverkehr lässt die Qualität nach. Umgebungslärm erzeugt dann einen echoartigen Effekt. Für Indoor-Telefonate und den Alltag reicht die Qualität aus. Wer viel draußen telefoniert, greift besser zu den Huawei Freearc – diese liefern die beste Gesprächsqualität unter allen von uns getesteten Open-Ear-Modellen und sind zudem bezahlbar.

Akku

Die Beyerdynamic Amiron 200 halten mit einer Ladung bis zu 11 Stunden durch. Das ist ein starker Wert und übertrifft viele Konkurrenten deutlich. Die Amiron Zero Sport schaffen nur 6 Stunden, die Nothing Ear (Open) kommen auf 8 Stunden, die Bose Ultra Open Earbuds auf 7 Stunden. Nur die Earfun Openjump liegen mit ebenfalls 11 Stunden gleichauf.

Bei hoher Lautstärke sinkt die Laufzeit auf 8 bis 9 Stunden – immer noch ein solider Wert. Das Ladecase liefert zwei weitere volle Ladungen, was eine Gesamtlaufzeit von bis zu 36 Stunden ergibt. Die Akkukapazität pro Earbud beträgt 70 mAh.

Die Ladezeit der Earbuds liegt bei etwa 1,5 Stunden. Eine Quick-Charge-Funktion liefert nach 10 Minuten am Kabel rund 2 Stunden Wiedergabezeit. Geladen wird per USB-C. Kabelloses Qi-Laden unterstützt das Case nicht.

Für den Alltag, Sport und lange Arbeitstage reicht die Akkulaufzeit locker aus. Hier müssen die Amiron 200 keinen Vergleich scheuen.

Preis: Was kosten die Beyerdynamic Amiron 200?

Die Beyerdynamic Amiron 200 kosten aktuell 179 Euro bei Amazon, was auch der UVP entspricht.

Fazit

Die Beyerdynamic Amiron 200 gehören klanglich zur Spitze der Open-Ear-Kopfhörer. Der Sound ist dynamisch, detailliert und überraschend bassstark – hier merkt man, dass ein Audioprofi am Werk war. Dazu kommen eine hervorragende Akkulaufzeit von bis zu 11 Stunden, ein bequemer Sitz und eine solide Verarbeitung.

Schwächen zeigen sich bei der Telefonie in lauten Umgebungen, dem fehlenden Qi-Laden und dem etwas großen Ladecase. Hi-Res-Codecs fehlen, das fällt klanglich aber nicht ins Gewicht. Wer Open-Ear-Kopfhörer mit Ohrbügel-Design sucht und Wert auf erstklassigen Klang und lange Laufzeiten legt, bekommt mit den Amiron 200 eines der besten Pakete am Markt.



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Neues Audible-Feature: Gleichzeitig lesen und hören


Amazon verbessert die Integration von Hörbüchern und E-Books in seinem Dienst Audible. Künftig können Nutzer live mitlesen, wenn sie neben dem Hörbuch auch das E-Book eines Werks besitzen. Die gerade vorgelesenen Stellen werden dabei in der App angezeigt und hervorgehoben.

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Das bezeichnet Amazon als „Immersion Reading“. Es handelt sich um eine Weiterentwicklung von „Read & Listen“, das Amazon früher als „Whispersync“ bezeichnete. Damit werden Hörbücher und E-Books auf einem Kindle-Reader abgeglichen, wenn beide von Amazon erworben wurden und kompatibel sind. Neu ist, dass E-Books künftig live synchronisiert werden und direkt in der Audible-App gelesen werden können.

Laut Amazons Ankündigung könnte diese Funktion etwa nützlich sein, um neue Sprachen besser zu verstehen und zu lernen. Demnach sind die bisherigen Brücken-Features zwischen Hören und Lesen vor allem bei besonders aktiven Nutzern beliebt.

Nach wie vor muss man E-Book und Hörbuch separat erwerben, um „Immersion Reading“ nutzen zu können. Laut Amazon werden zum Start „hunderttausende“ Titel mit „Immersion Reading“-Support angeboten, darunter auch Werke auf Deutsch. Allerdings ist das Feature hierzulande noch nicht verfügbar: Derzeit verteilt Amazon „Immersion Reading“ ausschließlich in den Audible-Apps in den USA. Deutschland soll in den kommenden Monaten folgen.

Amazons „Immersion Reading“-Feature funktioniert ausschließlich mit E-Books. Konkurrent Spotify hat kürzlich eine Funktion vorgestellt, mit der man ein Audiobook sogar mit einem gedruckten Buch synchronisieren kann. Mit „Page Match“ können Nutzer ein Foto der zuletzt gelesenen Stelle in ihrem Buch machen. Spotify setzt dann das passende Hörbuch an der richtigen Stelle fort. Das funktioniert sowohl mit gedruckten Büchern als auch mit E-Books. Vorerst funktioniert Page Match aber nur bei englischsprachigen Titeln.

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Zuckerberg verteidigt Meta im Prozess um Suchtpotenzial


Facebook-Gründer Mark Zuckerberg hat in einem potenziell folgenschweren US-Prozess um das Suchtpotenzial sozialer Medien die Vorgehensweise seines Unternehmens verteidigt. So sagte Zuckerberg, dass der Facebook-Konzern Meta keine Ziele für Nutzungszeiten seiner Apps mehr setze, wie das Wall Street Journal aus dem Gerichtssaal in Los Angeles berichtete.

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Der Meta-Chef räumte auch ein, dass auf Dienste des Konzerns wie Instagram zum Teil Nutzer unter 13 Jahren zugreifen, obwohl das gegen die Nutzungsbedingungen verstößt. Ihre Accounts würden entfernt, wenn dies auffalle, sagte er dem Fernsehsender CNBC zufolge.

In dem Prozess wirft die 20-jährige Klägerin, die nur unter den Initialen KGM auftritt, Online-Plattformen vor, sie hätten ihre Dienste absichtlich so gestaltet, dass Nutzer danach süchtig werden. Dabei geht es zum Beispiel um die Funktion, bei der man immer weiter zum nächsten Beitrag weiterscrollen kann. Die Frau fing ihren Angaben zufolge bereits als Kind an, die Plattformen zu nutzen – und führt ihre Depressionen und Angstzustände darauf zurück.

Die Klage richtet sich aktuell gegen Googles Videoplattform YouTube und den Foto- und Videodienst Instagram, der zum von Zuckerberg geführten Konzern Meta gehört. Die Unternehmen hinter den ursprünglich ebenfalls verklagten Konkurrenten Snapchat und TikTok waren durch einen Vergleich dem Prozess entgangen.

Der Ausgang des Verfahrens könnte wegweisende Wirkung für Hunderte weitere Klagen ähnlicher Art haben.

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Meta wies bereits zu Beginn des Verfahrens jegliche Verantwortung zurück. Die Geschworenen stünden in Los Angeles vor der Frage, ob Instagram ein wesentlicher Faktor für die psychischen Probleme der Klägerin gewesen sei, hieß es in einer Stellungnahme des Konzerns. „Das Beweismaterial wird demonstrieren, dass sie schon lange, bevor sie überhaupt soziale Medien nutzte, vor vielen erheblichen und schwierigen Herausforderungen stand.“ Zu Prozessbeginn hatten die Meta-Anwälte argumentiert, die psychischen Probleme der Klägerin gingen auf Misshandlungen und instabile Verhältnisse in der Familie zurück.

Lesen Sie auch

Meta verweist auch auf über die Jahre eingeführte Maßnahmen zum Schutz junger Nutzer wie spezielle Accounts für Teenager und Aufsichtsfunktionen für Eltern.

Zum Prozessauftakt wies auch ein Anwalt der Google-Videoplattform YouTube die Vorwürfe zurück. Die Klägerin sei nicht süchtig nach YouTube – und die Plattform gehöre auch nicht zur Kategorie soziale Medien, sondern sei eher ein Streaming-Dienst wie Disney+ oder Netflix, sagte er Medienberichten zufolge. Auch gebe es keine Hinweise auf exzessiven Konsum von YouTube-Videos durch die Klägerin. Von 2020 bis 2024 habe sie im Schnitt 29 Minuten pro Tag die Plattform genutzt, sagte er der Website Courthouse News Service zufolge.


(afl)



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Donnerstag: Perplexity-KI ohne Anzeigen, Google-KI für 30-sekündige Musikstücke


Die KI-Branche sucht derzeit nach Einnahmequellen. Doch während der Konkurrent OpenAI in ChatGPT Werbung testet, schafft Perplexity in seinem Chatbot Anzeigen wieder ab. Diese untergrüben das Vertrauen der Nutzer. Statt Gratis-Nutzern Werbung zu präsentieren, soll Perplexity diese mit überzeugenden Antworten zu Abo-Abschlüssen bewegen. Ähnlich geht auch Google bei Gemini vor. Der KI-Assistent erlaubt selbst Gratis-Nutzern nun, KI-Musik zu kreieren. Die 30-sekündigen Tracks entstehen auf Basis von Textanweisungen, Bildern oder Videos, wobei Google Urheberrechte beachten will. Die Musikstücke werden zudem mit unhörbaren Wasserzeichen gekennzeichnet, die aber per KI erkannt werden können. Derweil warnt Microsoft vor einer sich vergrößernden digitalen Kluft und will bis 2030 fünfzig Milliarden US-Dollar in den Ausbau von KI im Globalen Süden investieren. Dabei geht es nicht nur um Infrastruktur in Form neuer Rechenzentren, sondern auch um Ausbildung der Menschen und Förderung von Innovationen – die wichtigsten Meldungen im kurzen Überblick.

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Aus Angst vor einem Vertrauensverlust der Nutzer hat das KI-Start-up Perplexity auf Werbung verzichtet, während Konkurrenten wie OpenAI mit seinem KI-Chatbot ChatGPT den umgekehrten Weg einschlagen und Werbung testen. Perplexity war der Financial Times zufolge eines der ersten Unternehmen auf dem Gebiet der generativen künstlichen Intelligenz (KI), das 2024 Werbung einführte und testweise gesponserte Antworten unter den Antworten seines Chatbots anzeigte. Die Werbeanzeigen waren gekennzeichnet, und Perplexity erklärte, dass sie keinen Einfluss auf die Antworten des Chatbots hätten. Ende 2025 wurde jedoch begonnen, die Werbung schrittweise wieder abzuschaffen. Jetzt erklärt Perplexity, den Einsatz von Werbung nicht weiterzuverfolgen – aus Angst vor Vertrauensverlust: Perplexity verzichtet auf Werbung.

KI ohne Werbung verspricht auch Google für Gemini, das Nutzern ab sofort auch die Erstellung von Musik per generativer Künstlicher Intelligenz erlaubt. Die 30 Sekunden langen Tracks werden anhand textlicher Vorgaben des Anwenders generiert, die KI kann aber auch Musik auf Basis von Bildern oder Videos komponieren, inklusive Gesang. Sie steht allen volljährigen Nutzern Geminis in den Sprachen Englisch, Deutsch, Spanisch, Französisch, Hindi, Japanisch, Koreanisch und Portugiesisch zur Verfügung. Die produzierten Musikstücke sind mit einem unhörbaren Wasserzeichen versehen, um sie als KI-generiert zu kennzeichnen. Google verspricht, Urheberrechte einzuhalten. Gratis-Nutzer Geminis dürfen bis zu 10 Tracks pro Tag erstellen lassen: Google Gemini kann jetzt KI-Musik generieren – in 30-Sekunden-Happen.

KI ist auch Microsoft wichtig. Deshalb hat der US-Technologiekonzern angekündigt, bis zum Ende dieses Jahrzehnts 50 Milliarden US-Dollar in den Ausbau der Infrastruktur für künstliche Intelligenz, die Qualifizierung von Fachkräften und Innovationen in Ländern des globalen Südens zu investieren. Leitende Mitarbeiter Microsofts zeigten sich besorgt über die wachsende Kluft im Bereich KI zwischen sogenannten Industrie- und Entwicklungsländern. „Künstliche Intelligenz verbreitet sich mit beeindruckender Geschwindigkeit, doch ihre Akzeptanz ist weltweit nach wie vor sehr ungleichmäßig“, schreiben sie. „Wir müssen dringend handeln, um die wachsende KI-Kluft zu überwinden.“ Es geht aber wohl auch gegen Chinas Dominanz in Schwellenländern: Microsofts 50 Milliarden US-Dollar für den KI-Ausbau im globalen Süden.

Ein anderer Datenkonzern begrüßt mit Virtuix einen weiteren offiziellen Partner für Quest-Zubehör, denn der US-Hersteller ist dem „Made for Meta“-Programm beigetreten. Dessen Produkt Omni One ist somit das erste VR-Laufband, das von Meta zertifiziert ist. Die Partnerschaft sieht vor, dass Virtuix Omni One mit den Headsets und Inhalten des Quest-Ökosystems kompatibel macht. Damit erhält Virtuix Zugang zur mit Abstand größten VR-Plattform, während Quest-Nutzer die Möglichkeit bekommen, VR-Spiele auf eine neue Art zu erleben. Omni One soll die Illusion körperlicher Fortbewegung in virtuellen Welten erzeugen und zugleich Motion Sickness eindämmen. Nutzer sollen damit gehen, rennen, knien und springen können: VR-Laufband Omni One wird offizielles Meta-Quest-Zubehör.

In der heutigen Ausgabe der #heiseshow besprechen wir unter anderem über das nun auch in Deutschland diskutierte Social-Media-Verbot für Minderjährige. Sogar Regeln für Erwachsene werden ins Spiel gebracht. Wie realistisch ist ein solches Verbot hierzulande? Derweil erklärt Spotifys Co-CEO, dass die besten Entwickler des Unternehmens dank KI-Tools kaum noch selbst Code schreiben. Was bedeutet das für die Rolle von Softwareentwicklern in der Praxis? Welche Risiken birgt KI-generierter Code? In Deutschland fordert der Energiekonzern Eon, Smart Meter in allen Haushalten zur Pflicht zu machen. Was verspricht sich Eon von einer Pflicht, wer würde die Kosten tragen? Ist eine flächendeckende Messpflicht sinnvoll für die Energiewende, oder wiegen Datenschutzbedenken zu schwer? Das sind die Themen heute um 17 Uhr live in der #heiseshow: Social-Media-Verbot, Spotifys KI-Entwicklung, Smart-Meter-Pflicht.

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Auch noch wichtig:

  • Briefkastenfirmen, gefälschte Dokumente, gestohlene Identitäten. Recherchen von c’t zeigen, dass es Kriminelle leicht haben, Ressourcen im Internet zu erhalten. c’t deckt auf: Das Firmengeflecht der Bulletproof-Hoster enthüllt.
  • Viele haben sich an ChatGPT und andere nette KI-Helfer gewöhnt: Reiseplanung, Alltagsfragen, Assistenz im Job. Die rasante Entwicklung wirft aber Fragen auf und entfacht eine Debatte über Super-KI: „Wenn das jemand baut, sterben alle“.
  • Das größte Elektroschiff, die China Zorrilla, ist mit einem Evakuierungssystem ausgestattet worden. Die Fähre soll noch 2026 in Dienst gestellt werden: Weltgrößtes Elektroschiff steht kurz vor der Auslieferung und Inbetriebnahme.
  • Ein Großteil aller Solarzellen kommt aus China. Doch in Deutschland wird weiter geforscht und auch produziert. Geht vielleicht doch noch etwas? Ein Fraunhofer-Institut erzielt einen praxisnäheren Rekord: Effizientestes Solarmodul der Welt.
  • Im Windows Admin Center können Angreifer ihre Rechte ausweiten. Microsoft stuft das als kritisch ein und rät Admins zum Aktualisieren: Microsofts Warnung vor kritischer Sicherheitslücke in Windows Admin Center.
  • Nachdem Tesla im wichtigsten US-Markt ein einmonatiger Verkaufsstopp angedroht worden war, hat der Konzern eingelenkt und wirbt nicht mehr für den „Autopilot“: Tesla verzichtet nach Drohung auf Werbung für „Autopilot“ in Kalifornien.
  • Eine DDoS-Attacke auf die IT-Systeme der Deutschen Bahn hat das Buchungssystem gestört. Bahn.de und DB Navigator waren betroffen: Website und App der Deutschen Bahn nach DDoS-Attacke zeitweise gestört.
  • KI-Tools verändern die Softwareentwicklung grundlegend. Wer in Grundlagenwissen und tiefe Expertise investiert, sichert seine Karriere langfristig: Warum T-förmiges Wissen in Zeiten von KI wichtiger wird denn je.
  • Mit einem Kontextfenster von einer Million Token kommt Claude Sonnet in Version 4.6 heraus. Der kostenlose Chatbot nutzt 4.6 standardmäßig: Anthropic veröffentlicht Claude Sonnet 4.6 – das kann alles besser.
  • Nach mehrmonatiger Pause hat Samsung die Verteilung von Play-Dienste-Updates für seine Galaxy-Smartphones und -Tablets wieder aufgenommen: Samsung verteilt wieder Play-Dienste-Updates für Galaxy S25 und weitere.
  • Nach MySQL-Community-Gipfeln fordert ein offener Brief Oracle zu Dialog über die Zukunft der Datenbank auf. Genügen Oracles jüngste Ankündigungen den Kritikern? Das zeigt der offene Brief an Oracle: Ist MySQL noch zu retten?


(fds)



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