Künstliche Intelligenz
Finanzierungsrunde: Chip-Start-up Rebellions sammelt 400 Millionen US-Dollar ein
Der südkoreanische KI-Chip-Hersteller Rebellions hat in seiner jüngsten Finanzierungsrunde 400 Millionen US-Dollar eingesammelt. Das gab das Unternehmen am Montag bekannt. Die Finanzierungsrunde wurde von dem südkoreanischen Finanzdienstleister Mirae Asset Financial Group und dem südkoreanischen Staatsfonds Korea National Growth Fund angeführt.
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Laut der Nachrichtenagentur Reuters hat allein der Korea National Growth Fund rund 165 Millionen US-Dollar zur Verfügung gestellt. Es sei die erste Direktinvestition der Regierung in Seoul im Rahmen ihrer „K-Nvidia“-Initiative. Diese zielt darauf ab, global wettbewerbsfähige Chip-Unternehmen zu fördern, da sich angesichts des KI-Booms der Wettbewerb in diesem vom US-Chipkonzern Nvidia dominierten Sektor verschärft.
Die Finanzierungsrunde von Rebellions unterstreiche das wachsende Interesse von Investoren an Unternehmen, die Alternativen zu den marktdominierenden KI-Chipherstellern entwickeln, so Reuters. Zumal die Nachfrage nach kosteneffizienten KI-Systemen weltweit steigt. Nach der jüngsten Finanzierungsrunde wird Rebellions mit 2,34 Milliarden US-Dollar bewertet.
Rebellions mit Expansionsplänen
Erst kürzlich kündigte das südkoreanische Start-up Pläne an, seine Präsenz nicht nur in Asien, sondern auch im Nahen Osten und in den Vereinigten Staaten auszubauen. Das Hauptaugenmerk von Rebellions liegt dabei auf dem Ausbau seiner Rebel100-Plattform und auf der Vorbereitung des für dieses Jahr geplanten Börsengangs.
Rebellions wurde im Jahr 2020 gegründet. Das Unternehmen entwickelt und designt KI-Chips, deren Fertigung jedoch ausgelagert wird. Die Chips von Rebellions sind für KI-Inferenz ausgelegt, d. h. für die Rechenleistung, die KI-Modelle benötigen, um auf Nutzeranfragen zu reagieren. Das KI-Chip-Start-up erklärte gegenüber Reuters, die Nachfrage nach effizienter KI-Infrastruktur steige rapide bei Cloud-Anbietern, Telekommunikationsbetreibern und staatlich geförderten Initiativen, insbesondere in den USA. Die in der jüngsten Finanzierungsrunde eingenommenen Millionen will das Unternehmen zur Beschleunigung seiner Chip-Entwicklung und zur Produktion neuer Chips verwenden. Wie das Tech-Portal TechCrunch berichtet, kündigte Rebellions die Vorstellung zweier neuer Produkte an: der KI-Infrastrukturplattformen RebelRack und RebelPOD.
Ziel des Unternehmens sei es, „den Erfolg in Korea auf die globalen Märkte zu übertragen, um KI-Souveränität und großangelegte Inferenz aufzubauen“, sagte Marshall Choy, Chief Business Officer von Rebellions, am Montag in einem Interview mit Reuters. „Bei den Chips von Rebellions steht im Mittelpunkt, die beste Leistung bei möglichst geringem Energieverbrauch zu erzielen.“ Choy erklärte das damit, dass sich in der KI-Entwicklung der Schwerpunkt von den großen Sprachmodellen (LLMs) wie OpenAIs ChatGPT hin zu der dahinterstehenden Infrastruktur verlagert habe.
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(akn)
Künstliche Intelligenz
Bau am weltweit größten Windrad in Deutschland geht nach Problemen weiter
In Deutschland, genauer im brandenburgischen Schipkau in der Lausitz, entsteht die größte Windkraftanlage der Welt. Mit einer Gesamthöhe von 365 m und einer Nabenhöhe von 300 m soll der Höhenwindturm nach Fertigstellung pro Jahr zwischen 30 und 33 GWh Strom erzeugen können. Die im Winter ruhenden Hochbauarbeiten hat das bauausführende Unternehmen GICON nach einer Qualitätskontrolle der Bauteile und teilweisem Austausch bereits wieder aufgenommen.
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Ende 2025 hatte GICON festgestellt, dass ein Subunternehmen Stahlbauteile für das Windrad geliefert hat, die nicht der erforderlichen Qualität entsprochen haben, wie GICON Anfang März mitteilte. Die Wintermonate hatte GICON genutzt, um auch bereits eingebaute Teile zu überprüfen. Mittlerweile seien nahezu alle Ersatzbauteile eingetroffen und der Austausch der Teile sei bis Ende März abgeschlossen. Der Weiterbau des Windrades werde dann mit neuen Teilen fortgesetzt. Ebenfalls habe GICON im Februar den Großkran für die folgenden Bautätigkeiten in Betrieb genommen.
Kostengünstige Stromproduktion erwartet
Das GICOM-Höhenwindrad soll Windenergie in großen Höhen nutzen. Dort können je nach Standort optimale Bedingungen für die Nutzung von Windenergie herrschen. Winde wehen dort in der Regel stärker und gleichmäßiger, sodass jährlich ein höherer Stromertrag möglich ist. GICOM schätzt, dass mit solchen Windrädern pro Jahr zwischen 30 und 33 GWh gewonnen werden können. Das entspricht in etwa dem Jahresbedarf von 7500 Vier-Personen-Haushalten.
Der stetig nutzbare Wind soll sich neben der verlässlichen und ergiebigeren Stromversorgung auch auf die Kosten auswirken. Die Stromgestehungskosten sollen bei weniger als 5 Cent pro Kilowattstunde liegen.
Um die Turbinengondel auf eine Höhe von 300 m zu bringen, haben sich die Ingenieure etwas Besonderes einfallen lassen: Die Konstruktion ist teleskopartig ausgelegt. Die Turbine wird zunächst auf einer Höhe von 150 m montiert. Danach soll sie von dort auf ihre Endposition in noch luftigerer Höhe hochgefahren werden. Für die Montage in größeren Höhen sind spezielle „höhenfeste“ Montagearbeiter nötig. In Deutschland gibt es die aber nicht, sodass Monteure aus der Türkei diese Arbeiten übernehmen.
Nach derzeitigem Stand ist noch unklar, wann die Bauarbeiten an dem Windrad, die im Juli 2025 begonnen haben, abgeschlossen sein werden. Das hängt von den Baufortschritten ab, die in den nächsten Monaten erzielt werden. 2025 hieß es noch, dass der Bau im Sommer 2026 abgeschlossen sein wird. Weiter festhalten will die GICOM aber daran, dass das Höhenwindrad noch bis Ende 2026 ans Netz geht.
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(olb)
Künstliche Intelligenz
Analyse: Was ein Boykott von ChatGPT bewirken kann
„Es ist Zeit aufzuhören“, schreibt QuitGPT in großen roten Buchstaben auf ihrer Webseite. Die Boykott-Kampagne ruft dazu auf, ChatGPT zu deinstallieren und auf andere Chatbots umzusteigen. Ihr zentraler Kritikpunkt: Die OpenAI-Führung finanziert mit Spenden die Regierung von Donald Trump. Dazu kommt Sorge um einen Deal mit dem Pentagon. QuitGPT befürchtet, dass Massenüberwachung und automatisierte Kriegsführung damit Tür und Tor offen stehen.
Die kleine Initiative hat sich einen großen Gegner ausgesucht: ChatGPT hat schätzungsweise 900 Millionen Nutzer. Der Chatbot löste den anhaltenden Hype um KI-Sprachmodelle aus und führte das Unternehmen fast über Nacht zu Milliardenbewertungen. OpenAIs anstehender Börsengang könnte über die Zukunft der ganzen Branche entscheiden – und das Unternehmen „too big to fail“ sein.
- Kritiker von OpenAI befürchten, dass die Technik hinter ChatGPT beim US-Kriegsministerium für Massenüberwachung und autonome Waffen eingesetzt wird. Wir haben mit den Organisatoren des Protests gesprochen.
- Auch wenn der Boykottaufruf wie der Kampf von David gegen Goliath wirkt, waren vergleichbare Kampagnen in der Vergangenheit bei anderen Tech-Konzernen erfolgreich. Dieser Artikel stellt konkrete Fallbeispiele vor.
- Für OpenAI kommt der Angriff zu einem kritischen Zeitpunkt: Das Unternehmen muss seine finanzielle Schieflage richten, bevor es an die Börse geht. Gerade deshalb sind die Vorwürfe ein Problem.
Dieser Artikel zeigt, wie eng ChatGPT-Entwickler OpenAI tatsächlich mit der amtierenden US-Regierung von Donald Trump zusammenarbeitet. Dafür haben wir mit den Organisatoren hinter QuitGPT gesprochen und OpenAI mit den Vorwürfen konfrontiert. Wir schlüsseln die zentralen Kritikpunkte im Detail auf und erklären, ob und wie sich der Boykott tatsächlich auf das KI-Unternehmen auswirkt.
Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Analyse: Was ein Boykott von ChatGPT bewirken kann“.
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Künstliche Intelligenz
Last Call: KI in der Cybersecurity trotz Coding-Agenten, LLMs und Deepfakes
Künstliche Intelligenz verändert die Spielregeln der IT-Sicherheit fundamental. Angreifende nutzen KI, um effizienter und zielgerichteter zuzuschlagen. Gleichzeitig stehen den Verteidigenden ebenfalls neue Optionen zur Verfügung, um Angriffe abzuwehren und potenzielle Schwachstellen schnell zu identifizieren. Unser Classroom KI in der Cybersecurity – Angriff und Verteidigung im Zeitalter von LLMs und Deepfakes führt von den technischen Grundlagen über KI-Assistenten bis zu autonomen Agenten, zeigt aber auch die derzeitigen Grenzen der Technologie auf.
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Unser Security-Experte Frank Ully stellt den gesamten Lebenszyklus vertrauenswürdiger KI vor und erläutert die sichere Modellauswahl. Admins und IT-Sicherheitsverantwortliche verstehen, wie sie mit RAG (Retrieval Augmented Generation) und MCP (Model Context Protocol) eine Infrastruktur aufbauen, die den Datenschutz achtet. Statt blind auf Vollautomatisierung zu setzen, erfahren Teilnehmende, wie KI-Assistenten ihre Arbeit unterstützen (Augmentierung). Sie lernen, mit Coding-Agenten bestehende Tools zu verbinden und eigene Sicherheitswerkzeuge zu bauen sowie die eigene Angriffsfläche per OSINT zu verringern und das Patch-Management zu beschleunigen.
KI als weiteres Werkzeug
In weiteren Sessions lernen Teilnehmende LLM-Systeme gegen Prompt Injections zu härten und wirksame Leitplanken zu ihrem Schutz (Guardrails) zu errichten. Um deren Wirksamkeit zu testen, kommen Red-Teaming-Werkzeuge zum Einsatz, um die Systeme einem Stresstest zu unterziehen. Frameworks zur Risikobewertung runden diesen Abschnitt schließlich ab.
Das oberste Ziel unseres Classroom stellt die Augmentierung der Verteidigenden dar: KI soll zukünftig die Fleißarbeit übernehmen, damit sich Admins und IT-Sicherheitsverantwortliche auf die komplexen Bedrohungen konzentrieren können. Die Verantwortung für die Security liegt somit weiterhin beim Menschen, KI-Systeme stellen lediglich ein weiteres Werkzeug dar, mit dem sie ihre IT-Systeme absichern. Die Termine sind:
- 16.04.26: KI-Security Grundlagen – Large Language Models und Transformer-Architektur verstehen
- 21.04.26: OWASP Top 10 für LLM – Sprachmodelle und KI-Agenten sicher implementieren
- 28.04.26: LLM-Ökosystem sicher aufbauen – mehr Produktivität und vertrauenswürdige Infrastruktur
- 05.05.26: Generative KI im Cybercrime – Wie Hacker künstliche Intelligenz für Malware und Social Engineering nutzen
- 12.05.26: Generative künstliche Intelligenz für Verteidiger und das Purple Team

Bereits ab dem zweiten Classroom oder einem Classroom und drei Videokursen rechnet sich unser Professional Pass mit Zugriff auf den gesamten heise academy Campus!
Praxis- und Expertenwissen – live und für später
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Die Sessions haben eine Laufzeit von jeweils vier Stunden und finden von 9 bis 13 Uhr statt. Alle Teilnehmenden können sich nicht nur auf viel Praxis und Interaktion freuen, sondern haben auch die Möglichkeit, das Gelernte mit allen Aufzeichnungen und Materialien im Nachgang zu wiederholen und zu vertiefen. Fragen werden direkt im Live-Chat beantwortet und Teilnehmer können sich ebenfalls untereinander zum Thema austauschen. Der nachträgliche Zugang zu den Videos und Übungsmaterialien ist inklusive.
Weitere Informationen und Tickets finden Interessierte auf der Website des Classrooms.
E-Mail-Adresse
Ausführliche Informationen zum Versandverfahren und zu Ihren Widerrufsmöglichkeiten erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.
(cbo)
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