Connect with us

UX/UI & Webdesign

Geheimhaltung der Schönheit Österreichs › PAGE online


Eine Kampagne von Serviceplan aus Wien Nord, die so augenzwinkernd wie verlockend ist: Damit es in Österreich so schön bleibt wie bei dem eigenen Besuch, müssen Tourist:innen jetzt eine Geheimhaltungserklärung unterschreiben.

Geheimhaltung der Schönheit Österreichs › PAGE online

Jeder von uns kennt mittlerweile die Touristenströme, die überall anwachsen.

Selbst als Tourist:in unterwegs, und hört um sich herum, Sprachen aus aller Welt – und steht in internationalen Warteschlangen.

Reisen ist so einfach geworden. Jeder fährt dank digitaler Maps, mit denen man jedes Ziel schon mal ausspionieren kann, in die Welt hinaus, dokumentiert jeden Schritt, teilt Selfies und unzählige Erlebnisse.

Das alles stellt Serviceplan aus Wien Nord jetzt auf den Kopf und strickt daraus ein eigenes touristisches Angebot.

Pssst!

In dessen Zentrum steht eine NDA, eine Geheimhaltungsvereinbarung, die den Overtourism scheinbar in den Griff bekommen möchte.

Und dafür verpflichtet es Tourist:innen bei ihrem Besuch nichts über die Schönheit Österreichs zu verraten – und macht, als besonderen Twist, so maximal neugierig darauf.

Die FOMO wird angeheizt und das zusätzlich mit spannenden, verpixelten Visuals und Spots und mit Social-Media-Geheimtipps »echter Österreicher:innen«, deren entscheidende Informationen allerdings überpiept sind.

Ausgelassene Spots

Gleichzeitig ist der einzige Weg, die mehr als 120 Empfehlungen freizuschalten, das Unterzeichnen eines Non-Disclosure-Agreements (NDA), einer klassischen Geheimhaltungsvereinbarung.

Natürlich ist sie rechtlich nicht bindend, aber dafür im schönsten leuchtenden Rot gestaltet – und ein weiterer Baustein in dieser Reihe der Mockumentarys.

Die Kampagne wird in Deutschland, den Niederlanden und Dänemark gestartet und das mit großformatigen Billboards, mit Spots und von Influencern begleitet.

Das könnte dich auch interessieren



Source link

UX/UI & Webdesign

Illustrierter Weltfrauentag › PAGE online


Am Stuttgarter Platz in Berlin wird auf besondere Weise an den Weltfrauentag am 8. März erinnert. Und das mit einer Illustration von Kimiya Justus – und mit einem speziellen Aufruf.

Illustrierter Weltfrauentag › PAGE online

Wir haben bereits über die Plakatwand am Stuttgarter Platz in Berlin berichtet, die seit Jahren von dem Fotografen Darius Ramazani bespielt wird.

Immer wieder stellt er sie anderen Kreativen zur Verfügung oder lädt sie ein, sich darauf zu präsentieren – mit Illustration, Kunst und Literatur. Und vor allem auch mischt er sich von Zeit zu Zeit politisch ein.

Er feierte 2024 75 Jahre Grundgesetz mit einem typografischen Motiv – und zeigte zum Wahljahr 2026 gerade ein Motiv, das die Artdirektoren Nico Höfer und Alf Frommer entwickelten, um auf die Organisation Exit Deutschland aufmerksam zu machen, die seit 25 Jahren Wege aus dem Rechtsextremismus bietet.

Leuchtend statt leise

Zum Internationalen Frauentag am 8. März ist dort jetzt eine energiegeladene, kraftvolle Illustration von Kimiya Justus zu sehen, die an den Kampf der Frauen für Gleichberechtigung erinnert.

Und das in starken Farben und Formen für die Kimiya Justus bekannt ist, eine Illustratorin mit iranischen, kolumbianischen und deutschen Wurzeln aus Hamburg, die seit einigen Jahren in Berlin lebt.

Kimiya heiße Chemie sagt sie über sich selbst – und wie verschiedene Stoffe, reagieren in ihren Arbeiten Farbe, Form und Gefühl aufeinander. Und das in den Bereichen Porträt, Editorial und Food und in eigenen, freien Arbeiten.

Popkultur und Politik

Feministische Themen ziehen sich dabei durch das Portfolio von Kimiya Justus, besonders setzt sie sich auch für die iranische Bewegung »Women Life Freedom« ein.

Aber auch popkulturelle Motive durchziehen ihr Portfolio und reichen von »The White Lotus« zu Porträts von Bad Bunny zu Zohran Mandami, dem neuen Bürgermeister von New York City.

Mittlerweile allerdings wurde jetzt am Stuttgarter Platz nachgelegt. Und das mit einem Aufruf zum Internationalen Frauengeneralstreik Enough! am 9. März – und mit einem Plakat der Berliner Werbeagentur Ballhaus West.

Entstanden aus einer Idee Berliner Frauen zu denen Adrienne Goehler gehört, ist die Kampagne von dem historischen Frauenstreik in Island 1975 inspiriert.

Sie wird unter anderem von Bibiana Beglau und der Kulturtheoretikerin Christina von Braun unterstützt und von zahlreichen Organisationen zu denen Terre Des Femmes, Der Akademikerinnenverband oder UN Women Deutschland e.V. gehören – und setzt sich für das Recht von Frauen auf Sicherheit, Würde, Autonomie und Gerechtigkeit ein.

 

 

Das könnte dich auch interessieren



Source link

Weiterlesen

UX/UI & Webdesign

Aller guten Dinge sind drei – TypeMates veröffentlicht Gregory Text › PAGE online


Bodenständig und herzlich, markant im Detail, mit charmanten Eigenheiten und pragmatisch im Ganzen: Die Buchschrift Gregory Text ist ein toller Buddy, nicht nur für Lesetexte.

Aller guten Dinge sind drei – TypeMates veröffentlicht Gregory Text › PAGE online

Verbunden im Herzen, aber unabhängig im Detail. Die Schriftfamilie Gregory vereint Fonts, die sich im Ausdruck ähneln, in ihrer Gestaltung aber unabhängig sind. Gregory Poster, Gregory Grotesk und die jetzt erschienene Gregory Text verbinden eine warme Ausstrahlung mit Lebendigkeit und setzen auf Individualität und Eigenwilligkeit.

Mit moderatem Strichkontrast und ungewöhnlichen Formen interpretiert Gregory Text die Ästhetik historischer Slab-Serifs aus dem Bleisatz neu und passt sie an heutige Proportionen an. Das Ergebnis ist eine zeitgenössische Schrift, die warme Akzente, handgemachte Details und auffällige Ink-Traps einer nüchternen Geometrie vorzieht.

Klobige, minimal gekehlte Serifen und eckig-ovale Punzen betonen ihren liebenswürdigen Charakter. Filigrane, leichte Schriftgewichte gleichen das robuste Genre der Familie aus.

Damit ihre Formen im Micro-Text klar erkennbar sind, nutzt Gregory Text die M-Formula von US-Designer W. A. Dwiggins mit betonten Kanten, verstärkten Details und überzeichneten Binnenformen. 

M steht für Marionette und ist ein von W.A. Dwiggins entwickeltes Designprinzip, bei dem Schriftzeichen durch bewusste eckige Brüche in Kurven so gestaltet werden, dass sie in kleinen Größen aus der Ferne weich und rund erscheinen. Die M-Formula optimiert die Lesbarkeit, indem sie Illusionen von Rundungen erzeugt.

Daraus ergibt sich die besondere Optik und ausgezeichnete Lesbarkeit der Gregory Text. Für kleine Schriftgrößen entwickelt, entfaltet sie ihre Wirkung auch in großen Größen, in denen ihre kräftigen Details wirksam hervor stechen.

Die passende Kursive ist geprägt von beherzt kantig geschwungenen Formen, die ein lebendiges Schriftbild erzeugen. Gregorys solide Konstruktion, ihre großzügige x-Höhe und markanten Kursiven kreieren eine funktionale Schrift mit einladendem Charakter – eine gute Wahl sowohl für seriöse, als auch für informelle Typografie. Anders ausgedrückt: Egal was man schreibt, Gregory verleiht den Worten Charme.

Designt hat Gregory Text TypeMates-Gründer Jakob Runge, die kyrillische Variante stammt von Seryozha Rasskazov, die griechische von George Triantafyllakos. Sie liegt in sieben Strichstärken von Thin bis xBold vor, zwei Variable Fonts sind ebenfalls erhältlich.

Insgesamt unterstützt Gregory Text mehr als 270 Sprachen, einschließlich Vietnamesisch. Sie ist sorgfältig produziert und mit einer Reihe von OpenType-Features für anspruchsvolle Typografie ausgestattet – einschließlich einer Auswahl an Ziffernsätzen, zurückhaltend rhythmischen Mediävalziffern, sprachspezifischen Varianten und feinen Symbolen und Emojis.

Einzelschnitte kosten etwa 50 Euro, die ganze Familie mit 14 Schnitten rund 380 Euro. Lizensieren kann man sie über TypeMates.

           

Das könnte dich auch interessieren



Source link

Weiterlesen

UX/UI & Webdesign

Aral – alles super, alles flat – Design Tagebuch


Vor 20 Jahren wurde bei Aral, bis 2002 eine zur Veba Oel AG gehörende Marke, im Zuge der Umstellung auf einen neuen Markenauftritt ein mit Farbverläufen und Licht- und Glanzeffekten ausgestattetes Logo eingeführt. Nach zwei Jahrzehnten verabschiedet sich die Marke von Pseudo-Dreidimensionalität und Pseudo-Materialität – obschon die damit einhergehende Ästhetik seit geraumer Zeit eine Renaissance feiert.

Im Hinblick auf die aktuellen Designsprachen von Microsoft (Fluent Design), Google (Material Design) und Apple (Liquid Glass) kann man leicht den Eindruck gewinnen, puristisches Design habe ausgedient. In den Designabteilungen einflussreicher Tech-Konzerne wird seit einiger Zeit offenbar nach dem Motto „flat is dead“ verfahren. Zumindest lässt sich im Kontext UI/UX ein Trend hin zu einer üppigeren, (wieder) verspielten Bildsprache und detailreichen Oberflächengestaltung beobachten, siehe dt-Beitrag The Return of Glossy Look.

Pseudo-Dreidimensionalität, Glossy-Look und skeuomorphe Designelemente prägten Anfang der 2000er-Jahre das Internet und die digitalen Medien. Das dreidimensionale Aussehen von Bedienelementen und Schaltflächen half uns dabei das damals noch neue Medium zu entdecken. Zudem entsprach die Ästhetik dem damaligen Zeitgeschmack. Da sich …

Achim Schaffrinna

Achim Schaffrinna

Achim Schaffrinna ist Designer und Autor. Hier im Design Tagebuch, 2006 von mir gegründet, schreibe ich über die Themen Corporate Identity und Markendesign. Ich konzipiere und entwerfe Kommunikationsdesign-Lösungen und unterstütze Unternehmen innerhalb von Designprozessen. Designanalyse ist Teil meiner Arbeit. Kontakt aufnehmen.



Source link

Weiterlesen

Beliebt