Online Marketing & SEO
Hier schlägt BeReal Instagram und TikTok bei Werbewirkung
Unerwartet stark: BeReal kombiniert weniger Nutzung mit mehr Authentizität und erzielt damit eine signifikant bessere Werbe-Performance als Instagram und TikTok in einem Bereich. Denn Nutzer:innen sind auf der Social-Alternative wirklich präsent und nicht im Scroll-Modus.
Als Gegenentwurf zu Instagram groß geworden, setzte BeReal schon lange vor dem vom Instagram CEO Adam Mosseri ausgerufenen „Ende des Hochglanz-Feeds“ auf das Gegenteil von perfektioniertem Content. Ein zufälliger Push holt Nutzer:innen einmal täglich in die App und gibt ihnen zwei Minuten Zeit für ein Foto mit Front- und Rückkamera gleichzeitig. So entsteht ein unmittelbarer, ungefilterter Einblick in den Moment, der zeigt, was sie tun und wo sie sind. Die Inhalte gehen direkt an Kontakte und können auch später gepostet werden, verlieren dann aber ihren Echtzeit-Charakter.
Die 2020 gestartete App trifft damit genau den Nerv von Gen Z und Millennials und gilt als besonders authentisch im Vergleich zu anderen Plattformen. 2022 wurde die App sogar zu Apples iPhone App des Jahres gekürt. 2024 folgte der Verkauf für rund 500 Millionen Euro an den Games Publisher Voodoo. Kurz darauf begann die Monetarisierung mit ersten Ads, die direkt zwischen den Beiträgen von Freund:innen erscheinen.
Nur ein Post pro Tag – eigentlich kein Setup, das nach Werbe-Performance schreit. Doch genau hier entsteht ein neues Performance-Prinzip. Authentizität trifft auf Aufmerksamkeit und aktive Nutzung statt Scroll-Autopilot, wodurch die ablenkungsfreie Feel-Good-Social-Alternative stärker performt als die überladenen Feeds von Instagram und TikTok. Eine aktuelle Studie von Nielsen, durchgeführt zwischen Ende Dezember 2025 und Mitte Januar 2026 in Deutschland, Frankreich und Großbritannien, zeigt, dass BeReal andere Social-Media-Plattformen bei Werbeerinnerung (Ad Recall), Kaufabsicht (Brand Consideration) und Markenbefürwortung (Brand Advocacy) übertrifft – getragen von einem Nutzungskontext, in dem sich Nutzer:innen einmal täglich bewusst einbringen und im Moment präsent sind. In Deutschland belegt BeReal dabei den ersten Platz bei Ad Recall und Brand Consideration und steigert beide Werte um 60 Prozent gegenüber dem Wettbewerbsdurchschnitt.
BeReal für 500 Millionen Euro verkauft:
Jetzt ist Werbung da

Attention statt Reichweite: Warum der BeReal-Moment für Marken so wertvoll ist
Wenn die „Time to BeReal“-Notification kommt, entsteht ein Szenario, das im Social Web selten geworden ist. Viele Nutzer:innen sind gleichzeitig aktiv und schauen bewusst hin. Laut Nielsen öffnen 59 Prozent der Nutzer:innen in Deutschland die App direkt nach der Benachrichtigung und nehmen nicht passiv Inhalte auf, sondern beteiligen sich aktiv – ohne eigenes Zutun ist die App auch kaum praktisch zu nutzen. Wer hier wirbt, erreicht kein nebenbei scrollendes Publikum, sondern Menschen, die gerade aufmerksam im Moment sind. Genau das erhöht die Chance, dass Anzeigen gesehen, erinnert und umgesetzt werden.
Das zeigt sich auch in der Wirkung. 56 Prozent der Nutzer:innen geben an, dass das Dual-Kamera-Werbeformat ihre Interaktionsbereitschaft steigert, weil es sich nicht wie klassische Werbung anfühlt. Ein Produkt wird nicht inszeniert, sondern im echten Alltag gezeigt, ein Use Case nicht behauptet, sondern sichtbar gemacht. Dadurch wirkt Werbung weniger wie Unterbrechung und stärker wie Teil des Moments. In einer Umgebung, in der viele Social Ads als austauschbar wahrgenommen werden, wird genau diese Glaubwürdigkeit zum entscheidenden Differenzierungsfaktor.
Die Performance-Zahlen bestätigen das. BeReal liegt bei Ad Recall und Kaufabsicht rund 60 Prozent über dem Wettbewerb und lässt Plattformen wie Instagram, TikTok oder Snapchat hinter sich. Rund jede zweite Person zeigt nach Werbekontakt eine konkrete Handlung wie Suche oder Website-Besuch und 46 Prozent würden ein Produkt aktiv weiterempfehlen.
Der eigentliche Hebel liegt aber im Mindset. 70 Prozent der Nutzer:innen beschreiben BeReal als „Feel-Good-Space“. Kein Vergleichsdruck, kein Content Overload, kein algorithmischer Stress. In Deutschland gilt die Plattform im Kontext der Nielsen-Befragung als die authentischste und wird gleichzeitig als besonders glaubwürdig und wenig manipulativ wahrgenommen. Genau dieses Umfeld sorgt dafür, dass Werbung nicht als störend empfunden wird, sondern als Teil eines Moments, in dem Nutzer:innen ohnehin präsent sind. Während andere Plattformen um Aufmerksamkeit kämpfen, entsteht sie hier freiwillig.
Was Marken aus dem BeReal-Effekt lernen können
Wer weiterhin primär auf immer mehr Content setzt, wird es zunehmend schwer haben, echte Wirkung zu erzielen. Entscheidend sind Formate, die sich glaubwürdig in reale Nutzungssituationen einfügen und genau dann sichtbar werden, wenn Nutzer:innen aufmerksam sind. BeReal zeigt damit, wohin sich Social Advertising entwickelt, weg vom Dauer-Feed und hin zu weniger, aber deutlich wirksameren Kontaktpunkten. Also:
- Aufmerksamkeit schlägt Reichweite
- Kontext wird zum entscheidenden Hebel für Wirkung
- Weniger Content kann mehr Performance bringen
- Glaubwürdigkeit entscheidet über Interaktion und Conversion
- Vertrauen wirkt stärker als reine Ausspielungslogik
Der Trend zeigt sich auch bei anderen Formaten. Im Podcast-Bereich etwa gelten Host Reads als besonders wirksam, weil sie aus einer vertrauten Stimme heraus kommen und nicht wie klassische Werbung wirken. Genau diese Glaubwürdigkeit wird in einer Welt, in der KI Inhalte kuratiert, Algorithmen Sichtbarkeit steuern und Aufmerksamkeit zur knappsten Ressource wird, zum entscheidenden Faktor. Mehr dazu erfährst du auch in unserer aktuellen Folge von TAP INTO MARKETING mit Saruul Krause-Jentsch, Head of Podcast Europa bei Spotify, in der es um Discoverability, Monetarisierung und die Rolle von Vertrauen im Podcast-Ökosystem geht. Jetzt reinhören!
So stark die Werbewirkung auch ist, bei der Reichweite bleibt BeReal deutlich hinter den großen Plattformen zurück. Während Instagram und TikTok jeweils Milliarden Nutzer:innen erreichen, kommt BeReal laut TechCrunch und nach eigenen Angaben im Jahr 2025 auf rund 40 Millionen monatlich aktive User. Gleichzeitig nutzen bereits über 400 Advertiser die Plattform. Für Marken bedeutet das: hohe Aufmerksamkeit und Wirkung im Moment, aber (noch) begrenzte Skalierbarkeit und vergleichsweise kleine Zielgruppen. Als Nischenoption mit starkem Engagement ist BeReal dennoch besonders spannend.
Online Marketing & SEO
Schluss mit gut! Bessere Kampagnen mit Decision AI
Erfahre mit dem kostenlosen Paper von DYMATRIX, wie du dank Decision AI und GROW Framework verschiedene Kampagnen zählbar optimierst. [Anzeige]
Wird sie immer länger, die Liste der Dinge, die man im Marketing „auch noch machen müsste“? Wahrscheinlich machst du schon so vieles längst richtig: Du sammelst Daten, bespielst mehrere Kanäle, kennst deine Zielgruppen. Die entscheidende Frage ist aber nicht immer, was du zusätzlich tun musst – sondern wie du das, was du bereits tust, messbar besser machen kannst. Dabei hilft dir das neue kostenfreie Whitepaper von DYMATRIX mit dem Titel „Schluss mit gut!“. Darin findest du praxisorientierte Hinweise zur Kampagnenoptimierung mit der sogenannten Decision AI. Wie du sie einsetzt, dabei Budget sparst und die Performance verbesserst, liest du im Paper anhand konkreter Beispiele.
Direkt zum kostenfreien Whitepaper
Kampagnen-Insights: Mit dem GROW Framework zu zielführender Automatisierung
Das aktuelle DYMATRIX Whitepaper beinhaltet das GROW Framework des Unternehmens. Dieses haben die Expert:innen konzipiert, um das Unternehmenswachstum auf Basis zeitgemäß optimierter Kampagnen voranzutreiben. Deshalb kannst du im Paper nachvollziehen, wie du mit der DYMATRIX Automated Decision AI Prozessoptimierungen bei bestimmten Kampagnentypen vornehmen kannst. Denn diese können, gestützt auf die Fähigkeiten der sich rasant fortentwickelnden KI-Modelle, zu mehr Relevanz, Conversions und Umsatz führen.
Im Paper zeigt DYMATRIX das eigene GROW Framework im Einsatz bei der Optimierung anhand von vier Kampagnenklassikern:
- Newsletter: Warum es reine Verschwendung ist, wenn alle das gleiche Mailing bekommen – und wie sich das automatisch lösen lässt
- Vertragsverlängerung: Warum pauschale Treue-Boni bares Geld verbrennen – und wie du teure Incentives nur noch dort einsetzt, wo echte Abwanderungsgefahr besteht
- Warenkorbabbruch: Warum drei standardisierte Reminder Mails gleichzeitig zu viel und zu wenig sind – je nachdem, wen du damit erreichen willst.
- Lookalike Audiences: Wie ein schärferes KI-Modell dein Media-Budget effizienter macht, ohne die Kampagne selbst zu verändern
Lade dir das Whitepaper direkt herunter, um die Beispiel-Cases zu studieren und zu ermitteln, wie auch du mit Decision AI nachhaltig bessere Kampagnen kreierst. Marketing und Sales Teams werden es dir danken.

Lade jetzt kostenlos das Whitepaper herunter!
Stelle OnlineMarketing.de als bevorzugte Quelle auf Google ein
Wenn du OnlineMarketing.de auf Google als bevorzugte Quelle einstellen möchtest, um auch in den Schlagzeilen auf Google immer aktuelle News und Tipps aus der Welt des Marketing und der Tech-Entwicklungen zu finden, kannst du einfach die Google-Quelleneinstellungen aufrufen und die Seite anwählen. Über das Stern-Icon neben den Top Stories kannst du ebenfalls bevorzugte Quellen für die spätere Suche speichern.

Online Marketing & SEO
Sportevents, Creators, Cases: Wie kulturelle Relevanz bei den Cannes Lions zum Eckpfeiler wird
Zum vierten Mal lud Stagwell an den Sport Beach – eines der meistbesuchten Side Events der Cannes Lions mit ganztägigem Programm
Ob große Side Events wie Lions Creators, große Sportmarketing-Bühnen an der Croisette oder die erfolgreichsten Arbeiten im Entertainment Track der Cannes Lions: Beim weltgrößten Kreativfestival wird die Verschiebung des Marketings hin zu kultureller Relevanz immer deutlicher. Ein Rückblick.
Wer während der Cannes-Lions-Woche über die Croisette spaziert, bekommt immer mehr das Gefühl, nicht bei einem Kreativfestival, sondern
Jetzt Angebot wählen und weiterlesen!
HORIZONT Digital
- Vollzugriff auf HORIZONT Online mit allen Artikeln
- E-Paper der Zeitung und Magazine
- Online-Printarchiv
HORIZONT Digital-Mehrplatzlizenz für Ihr Team
Online Marketing & SEO
KI-Studie warnt vor Deutschlands Rückstand
Die Einführung von KI gelingt: 83 Prozent der Unternehmen berichten bereits von Produktivitätsgewinnen. Doch die wirtschaftliche Transformation bleibt aus. Warum Deutschland die eigenen KI-Stärken wirtschaftlich nicht ausspielen kann, zeigt eine neue Studie.
KI sorgt in deutschen Unternehmen bereits für mehr Produktivität, stärkeres Wachstum und kürzere Innovationszyklen. Doch eine neue Studie warnt davor, dass viele Unternehmen den entscheidenden Schritt zur nächsten Generation von KI-Anwendungen verpassen könnten. Zwar setzen inzwischen 63 Prozent der Unternehmen künstliche Intelligenz ein, doch nur wenige schaffen den Sprung von Chatbots und Copilots hin zu neuen Produkten und Geschäftsmodellen.
Die Studie „Erschließung des KI-Potenzials in Deutschland 2026“ von Strand Partners im Auftrag von AWS zeigt, warum Deutschland bei der Einführung von KI europaweit eine führende Rolle einnimmt, bei der eigentlichen Transformation jedoch ins Hintertreffen gerät.
4 Milliarden US-Dollar Consumer App Spend:
KI ist jetzt ein Milliardenmarkt
Deutschland nutzt KI, schöpft das Potenzial aber kaum aus
Die Einführung von KI schreitet in Deutschland zwar schnell voran, doch der wirtschaftlich entscheidende Schritt gelingt bislang nur wenigen Unternehmen. Nur 15 Prozent setzen KI heute so umfassend ein, dass daraus neue Produkte, Geschäftsmodelle oder Arbeitsabläufe entstehen. Gegenüber dem Vorjahr ist dieser Anteil sogar von 21 auf 15 Prozent gesunken. Deutschland liegt damit nicht nur unter dem europäischen Durchschnitt von 22 Prozent, sondern viele Unternehmen drohen den Anschluss an die nächste Entwicklungsstufe der KI zu verlieren.
Ein Blick auf die Reifegrade der KI-Nutzung verdeutlicht das Problem. 57 Prozent nutzen KI bislang vor allem für grundlegende Anwendungen wie Chatbots oder Standardlösungen. Weitere 28 Prozent haben KI bereits in mehrere Geschäftsbereiche integriert. Wirklich transformative Anwendungen, bei denen neue Produkte, Dienstleistungen, Geschäftsmodelle oder sogar neue Wege zum Markt entstehen, werden bislang nur von 15 Prozent der Unternehmen erreicht.

Dabei entwickelt sich KI längst weiter. Während Chatbots und Copilots vielerorts zum Arbeitsalltag gehören, rücken inzwischen agentische KI, physische KI, Robotik und intelligente Automatisierung in den Mittelpunkt. Agentische KI kann komplexe Aufgaben eigenständig planen, Entscheidungen vorbereiten und verschiedene Tools oder Datenquellen miteinander kombinieren. Physische KI überträgt diese Fähigkeiten auf Maschinen und Robotik und gilt insbesondere für Deutschlands Industrie, den Maschinenbau und die Fertigung als große Chance.
Doch genau hier zeigt sich die nächste Lücke. Nur 22 Prozent der Unternehmen kennen agentische KI überhaupt. Nachdem das Konzept erklärt wurde, können sich allerdings bereits 57 Prozent vorstellen, entsprechende Systeme künftig einzusetzen oder zumindest zu prüfen. Physische KI kennen bislang sogar nur 16 Prozent der Unternehmen.
Agentische KI zahlt sich bereits aus
Noch setzen nur wenige Unternehmen agentische KI produktiv ein. Diejenigen, die den Schritt bereits gegangen sind, berichten jedoch deutlich häufiger von positiven Geschäftsergebnissen als der Durchschnitt aller KI-Nutzer:innen. Die Studienergebnisse zeigen, welches wirtschaftliche Potenzial in der nächsten Generation von KI-Systemen steckt.
92 Prozent der Unternehmen mit agentischer KI berichten von Produktivitätsgewinnen, 96 Prozent erwarten zusätzliches Wachstum und 48 Prozent verzeichnen höhere Umsätze. Besonders häufig nennen sie schnellere Entscheidungen und eine zügigere Umsetzung von Aufgaben (45 Prozent), eine höhere operative Effizienz (35 Prozent) sowie besser skalierbare Geschäftsprozesse (24 Prozent).
Zum Vergleich fallen die Ergebnisse unter allen Unternehmen, die KI einsetzen – unabhängig davon, wie fortgeschritten der KI-Einsatz ist – geringer aus. 83 Prozent berichten von Produktivitätsgewinnen, 91 Prozent erwarten zusätzliches Wachstum und 34 Prozent berichten von höheren Umsätzen.

Dennoch steckt die Technologie in Deutschland noch in den Anfängen. Nur 21 Prozent der Unternehmen fühlen sich ausreichend auf die nächste Generation von KI-Systemen vorbereitet. Bei KI-Startups liegt dieser Wert dagegen bereits bei 81 Prozent. Die Studie wertet das als Hinweis darauf, dass junge Technologieunternehmen den etablierten Unternehmen bei fortgeschrittenen KI-Anwendungen zunehmend voraus sind.
Fachkräftemangel, Kapital und Regulierung bremsen die Transformation
Die Studie zeigt auch, warum viele Unternehmen den Schritt von ersten KI-Anwendungen hin zu einer umfassenden KI-Transformation bislang nicht schaffen. Neben Kompetenzdefiziten fehlen vielerorts Investitionen und geeignete Rahmenbedingungen.
Als größtes Hindernis nennen 49 Prozent der Unternehmen fehlende KI- und Digitalkompetenzen. Gleichzeitig verfügt knapp jedes fünfte Unternehmen nach eigener Einschätzung bereits über starke KI-Kompetenzen – die große Mehrheit sieht dagegen erheblichen Weiterbildungsbedarf. 39 Prozent verfügen bislang über kein eigenes KI-Budget, obwohl bereits 84 Prozent davon ausgehen, dass KI-Kompetenzen innerhalb der kommenden fünf Jahre zu den wichtigsten Fähigkeiten ihrer Branche gehören werden.
Auch regulatorische Anforderungen erschweren vielen Unternehmen den nächsten Entwicklungsschritt. Nach eigenen Angaben fließen inzwischen rund 44 Prozent der Technologieausgaben in Compliance. 82 Prozent berichten zudem, dass diese Kosten in den vergangenen drei Jahren gestiegen sind. Viele sehen darin einen zusätzlichen Bremsfaktor für die Einführung und Skalierung neuer KI-Anwendungen.
Deutschland droht, innovative KI-Unternehmen zu verlieren
Deutschland gilt zwar als innovationsstarker Gründungsstandort, doch viele KI-Startups sehen bessere Wachstumschancen zunehmend außerhalb Europas. Die Studienautor:innen warnen deshalb davor, dass Deutschland zwar innovative Unternehmen hervorbringt, Wachstum, Investitionen und Wertschöpfung künftig jedoch zunehmend in anderen Regionen entstehen könnten.
Der Grund dafür liegt weniger in fehlenden Ideen als in den Rahmenbedingungen. Wer aus KI neue Produkte, Geschäftsmodelle oder global erfolgreiche Unternehmen entwickeln will, braucht Kapital, qualifizierte Fachkräfte, internationale Märkte und verlässliche Regulierung. Genau hier sehen viele Gründer:innen laut Studie im Ausland bessere Voraussetzungen.
42 Prozent der deutschen KI-Startups können sich vorstellen, Europa zu verlassen, um schneller zu skalieren. Als wichtigste Gründe nennen sie einen besseren Zugang zu Finanzierung (59 Prozent), schnellere internationale Skalierung (52 Prozent), den Zugang zu globalen Märkten (48 Prozent), niedrigere Betriebskosten (43 Prozent) sowie besser planbare Regulierung (41 Prozent).

Die Studie zeigt allerdings auch, welche Faktoren Startups in Europa halten könnten. Besonders wichtig sind ein guter Zugang zu europäischen Kund:innen und Märkten (62 Prozent), starke Netzwerke aus Unternehmen, Universitäten und Acceleratoren (55 Prozent) sowie ausreichend Risiko- und Wachstumsfinanzierung (53 Prozent).
Der Standortwettbewerb gewinnt damit weiter an Bedeutung. Angesichts der wachsenden Abhängigkeit von großen US-Technologieunternehmen und politischen Entscheidungen in den USA versucht Europa, attraktiver für KI-Unternehmen zu werden. Dazu gehört nicht nur, heimischen Startups bessere Wachstumsbedingungen zu bieten, sondern auch international führende KI-Unternehmen für den Standort zu gewinnen. Österreichs aktueller Vorstoß, Anthropic nach Europa zu holen, ist ein Beispiel dafür. Wie realistisch dieses Vorhaben ist, erfährst du in unserem ausführlichen Artikel.
OpenAI bringt erste Codex Hardware
– Europa sieht Chance auf Anthropic
Deutschland hat die Basis – jetzt entscheidet sich die nächste KI-Welle
Die Studie zeichnet insgesamt ein differenziertes Bild. Deutschland gehört inzwischen zu den führenden KI-Standorten Europas, wenn es um die Einführung von KI geht. Doch jetzt entscheidet sich, wie viel wirtschaftlichen Nutzen Deutschland aus KI ziehen kann.

Ob Deutschland die nächste KI-Welle aktiv mitgestaltet oder den Anschluss verliert, hängt laut den Studienautor:innen daran, dass Unternehmen KI künftig nicht nur als Werkzeug nutzen, sondern daraus neue Produkte, Geschäftsmodelle und Wertschöpfung entwickeln. Dafür braucht es Fachkräfte, Kapital und politische Rahmenbedingungen, die Innovationen nicht nur hervorbringen, sondern Unternehmen, Investitionen und Wertschöpfung langfristig in Deutschland und Europa halten und gewinnen.
Stelle OnlineMarketing.de als bevorzugte Quelle auf Google ein
Wenn du OnlineMarketing.de auf Google als bevorzugte Quelle einstellen möchtest, um auch in den Schlagzeilen auf Google immer aktuelle News und Tipps aus der Welt des Marketing und der Tech-Entwicklungen zu finden, kannst du einfach die Google-Quelleneinstellungen aufrufen und die Seite anwählen. Über das Stern-Icon neben den Top Stories kannst du ebenfalls bevorzugte Quellen für die spätere Suche speichern.

-
Künstliche Intelligenzvor 3 MonateniX-Workshop Angriffsziel lokales AD − Schwachstellen finden und beheben
-
Künstliche Intelligenzvor 3 Monaten„Don’t Starve Elsewhere“: Survival‑Hit kehrt nach zehn Jahren zurück
-
Künstliche Intelligenzvor 3 MonatenKine‑Exakta: Die erste Spiegelreflexkamera fürs Kleinbild
-
Künstliche Intelligenzvor 2 MonatenWeitere Entlassungswelle bei Disney: Bis zu 1000 Mitarbeiter betroffen
-
Künstliche Intelligenzvor 3 Monaten
xTool P3 im Test: CO₂-Laser mit 80 Watt schneidet und graviert auch Acryl
-
Social Mediavor 2 MonatenMetas neuer Creative Setup Workflow: Was sich wirklich ändert – und warum das nicht nur eine UI-Frage ist!
-
Apps & Mobile Entwicklungvor 2 MonatenMega-GPUs für Nvidia, AMD & Co: TSMC zeigt CoWoS-Package mit >11.600 mm² & 24 × HBM5E
-
Künstliche Intelligenzvor 2 MonatenApple‑Geräte mit Microsoft Intune verwalten – zweiteiliges Live-Webinar
