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Künstliche Intelligenz

Intel-Prozessor mit zwölf Performance-Kernen startet als „Core 2 with P-Cores“


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Intel bringt einen nagelneuen Prozessor für die mehr als vier Jahre alte Fassung LGA1700: den „Core 2 Series 200 with P-Cores“ alias Bartlett Lake. Die Besonderheit dieser CPU-Baureihe ist, dass sie acht, zehn oder zwölf Performance-Kerne (P-Cores) hat, aber keine Effizienzkerne. Es gibt zwar längst schon LGA1700-Prozessoren mit viel mehr CPU-Kernen, davon waren bisher aber maximal acht P-Kerne.

Die Baureihe Core 2 200PE ist nicht für gängige Desktop-PCs gedacht, sondern vor allem für Industriecomputer und Embedded Systems – daher auch der Buchstabe „E“ in den Typenbezeichungen. Auf den meisten LGA1700-Mainboards funktioniert ein Core 2 200PE erst gar nicht. Doch es gibt bereits eine große Auswahl an kompatiblen LGA1700-Boards mit den Chipsätzen R680E, Q670E oder H610E. Mehrere Hersteller stellen schon die nötigen BIOS-Updates für Bartlett Lake bereit.

Die Fassung LGA1700 debütierte Ende 2021 gemeinsam mit dem Core i-12000 Alder Lake, also dem Core i der 12. Generation aus der Fertigungstechnik „Intel 7“, die Intel davor noch 10-Nanometer-Technik nannte. Der entstammen auch die nachfolgenden (und letzten), bis heute gefertigten Core-i-Generationen 13 (Raptor Lake) und 14 (Raptor Lake Refresh).

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Schon seit Anfang 2025 liefert Intel Embedded-Versionen der Raptor-Lake-CPUs für LGA1700-Boards wie Core 3 201E, Core 5 211E und Core 7 251E, die den Codenamen Bartlett Lake tragen. Einige enthalten aber auch E-Cores, zusätzlich zu P-Cores. Diese hybride Mischung eignet sich für manche Anwendungen schlecht, wenn es dabei auf vorhersagbare Latenzen ankommt. In Serverprozessoren (Xeons) kommen daher stets nur Kerne gleicher Bauart zum Einsatz, übrigens auch bei AMD (Epyc) und bei ARM-Serverprozessoren.

Auf Mainboards mit dem Chipsatz R680E steuern die neuen Bartlett-Lake-Prozessoren auch ungepufferte DDR5-Speichermodule mit zusätzlichen DRAM-Chips für Error Correction Code (ECC) an.

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Viele Embedded Systems mit x86-Technik nutzen Embedded-Versionen von sparsameren und kompakteren Mobilprozessoren. Dafür bieten sowohl AMD als auch Intel jeweils mehrere Serien von lange lieferbaren Chips an.

Die gesockelten Embedded-Prozessoren bieten höhere Rechenleistungen und mehr PCIe-5.0-Lanes für Erweiterungskarten. Sie kommen beispielsweise in Industrierobotern, bildgebenden Medizingeräten, Netzwerkkomponenten wie Firewalls und auch in manchen kompakten (Storage-)Servern zum Einsatz.

AMD verkauft schon länger Ryzen-Embedded-Versionen mit deutlich mehr starken Kernen als Intel, etwa den Ryzen Embedded 7000 mit bis zu 12 Zen-4-Kernen und den Ryzen Embedded 9000 mit bis zu 16 Zen-5-Kernen. Eng verwandt sind die Serverversionen Epyc 4004 (Zen 4/AM4/DDR4-RAM) und Epyc 4005 (Zen 5/AM5/DDR5-RAM) mit jeweils bis zu 16 CPU-Kernen.

Intel kann nun immerhin bei der Anzahl der P-Kerne dichter an die AMD-Konkurrenz für diese Geräte- und Preisklassen mit zwei DDR5-RAM-Kanälen heranrücken. Als Vorteile im Vergleich zum AMD Ryzen Embedded 9700X verspricht Intel für den Core 9 273PE eine niedrigere PCIe-Latenz. Außerdem erwähnt Intel Time Coordinated Computing (TCC) und Ethernet-Adapter mit Time-Sensitive Networking (TSN). Die Bartlett-Lake-Chips will Intel zehn Jahre lang liefern.

Auf der Fachmesse Embedded World in Nürnberg will Intel auch Embedded-Versionen der zu Jahresbeginn vorgestellten Mobilprozessorfamilie Core Ultra 300 (Panther Lake) zeigen. Sie findet vom 10. bis 12. März statt.


Congatec conga-HPC/cPTL: Rechenmodul in der Bauform COM-HPC mit Intel Core Ultra 300 und LPCAMM2-Speichermodul.

Congatec conga-HPC/cPTL: Rechenmodul in der Bauform COM-HPC mit Intel Core Ultra 300 und LPCAMM2-Speichermodul.

Congatec conga-HPC/cPTL: Rechenmodul in der Bauform COM-HPC mit Intel Core Ultra 300 und LPCAMM2-Speichermodul.

(Bild: Congatec)

Unter anderem Congatec hat bereits ein Modul in der Bauform COM-HPC Client Size A angekündigt, das conga-HPC/cPTL. Es bietet eine LPCAMM2-Fassung für ein LPDDR5X-Speichermodul mit bis zu 32 GByte Kapazität.

Embedded-Prozessoren Intel Core 2 with P-Cores
(Bartlett Lake, Intel 7, LGA1700)
Prozessor P-Kerne Takt
(Basis / Turbo)
Cache TDP
Core 9 273PQE 12 3,4 / 5,9 GHz 36 MByte 125 W
Core 9 273PE 12 2,3 / 5,7 GHz 36 MByte 65 W
Core 9 273PTE 12 1,4 / 5,5 GHz 36 MByte 45 W
Core 7 253PQE 10 3,5 / 5,7 GHz 33 MByte 125 W
Core 7 253PE 10 2,5 / 5,5 GHz 33 MByte 65 W
Core 7 253PTE 10 1,8 / 5,4 GHz 33 MByte 45 W
Core 5 223PQE 8 4,0 / 5,5 GHz 24 MByte 125 W
Core 5 223PE 8 2,9 / 5,4 GHz 24 MByte 65 W
Core 5 223PTE 8 2,3 / 5,4 GHz 24 MByte 45 W
Core 5 213PE 8 2,7 / 5,2 GHz 24 MByte 65 W
Core 5 213PTE 8 2,1 / 5,2 GHz 24 MByte 45 W
ebenfalls verfügbar
Core 3 201E 4 3,6 / 4,8 GHz 12 MByte 60 W
Core 3 201TE 4 2,9 / 4,6 GHz 12 MByte 45 W


(ciw)



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Künstliche Intelligenz

iOS 27: Mehr Tempo, besserer Schutz, neue Siri


Apple hat am Montag iOS 27 auf der Entwicklerkonferenz WWDC vorgestellt. Während der Konzern im letzten Jahr mit Liquid Glass vor allem einen neuen Look präsentierte, wird nun in mehreren Bereichen nachgebessert: Im Fokus stehen Performance, Sicherheit und KI.

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Apple will die Lesbarkeit von Liquid Glass verbessern. Nutzer können die Intensität des Milchglaseffekts über einen Schieberegler an ihre Vorlieben anpassen. App-Icons wurden angepasst, damit sie schärfer erscheinen.

Außerdem will Apple die Geschwindigkeit erhöhen. Das neue Betriebssystem soll sich durch die Bank schneller anfühlen. So starten Apps bis zu 30 Prozent schneller. Das gilt nicht nur für eigene Apps, sondern auch für die von Drittanbietern. Wie die anderen Betriebssysteme bekommt iOS eine neue interne Suche samt Index. Das soll das Suchen über Spotlight deutlich beschleunigen.

In Zusammenarbeit mit verschiedenen Erziehungsexperten und Kinderärzten will Apple den Kinderschutz seiner Geräte deutlich verbessern. Dazu hat Apple die bisherige Schutzfunktion „Bildschirmzeit“ deutlich überarbeitet.

Bestehende Accounts lassen sich in Kinderaccounts umwandeln, die verschiedene Inhaltsfilter mitbringen. Eltern können darüber etwa prüfen, welche Apps installiert oder welche Webseiten angesehen werden dürfen. Kinder können dabei gezielt Anfragen an die Eltern schicken, um den Besuch bestimmter Webseiten freizuschalten.

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Über „Communication Safety“ will Apple sicheres Nachrichtenschreiben ermöglichen. Neue Personen, die sich nicht im Adressbuch des Kindes befinden, müssen von den Eltern erst bestätigt werden, bevor Kinder mit ihnen chatten können. Das soll Grooming vorbeugen. Auch die Inhaltsfilter der Nachrichten-App arbeiten strenger: Während diese bisher nur sexuelle Inhalte und Nacktheit ausgeblendet haben, greift der Filter nun auch bei Gewaltdarstellungen ein.

Eltern können künftig feste Zeiten vergeben, die die Kinder und Jugendlichen vor dem Gerät verbringen. Im „Screen Time Schedule“ lassen sich etwa Zeiten für Social Media, das Web oder Spiele festlegen. Obendrein können Eltern festlegen, welche Apps zu bestimmten Zeiten erlaubt sind und welche nicht.

Apples Fotos-App kann nun Fotoalben anzeigen, die man mit Windows- oder Android-Nutzern teilt. Die Health-App wird um Funktionen ergänzt, mit denen Nutzerinnen ihre Menopause tracken können. Die AirPods erhalten ein neues Einstellungsmenü, in dem sich der Klang per Equalizer anpassen lässt.

iOS 27 soll sich auch auf älteren Geräten performant anfühlen. Das neue System wird auf allen iPhones laufen, die bereits iOS 26 unterstützen. Mindestvoraussetzung ist demnach ein iPhone 11.

Die Meldung wird im Laufe des Abends aktualisiert. Zeitnahe Informationen zur WWDC 2026 finden Sie in unserem Live-Ticker.


(hze)



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Analyst zu Gemini auf dem iPhone: Rettet Google Apples KI-Ambitionen?


Trotz der Tatsache, dass Apple in Sachen Künstliche Intelligenz im Vergleich zur Konkurrenz zurückliegt, gibt es an der Börse positive Stimmung für den iPhone-Hersteller: Allein am Montag legten die Anteilsscheine bislang um knapp 1,7 Prozent zu, die Marktkapitalisierung nähert sich 4,6 Billionen US-Dollar.

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Dabei hat Apple den Hype um milliardenschwere Hyperscaler-Rechenzentren ebenso wenig mitgemacht wie um die Anwerbung (sehr) teurer KI-Experten. Den Begriff „agentisch“ findet man auf Apples Website höchstens an wenigen Stellen der Entwickler-Website oder im App Store, wo Anwendungen von OpenAI und Co. angeboten werden.

Stattdessen setzt Apple voll auf die Kombination eigener Modelle mit Googles Gemini, also auf Zukauf. Der Preis soll mit einer Milliarde Dollar im Jahr geradezu ein Schnäppchen sein. Der bekannte Analyst Ming-Chi Kuo hat nun verschiedene Szenarien durchgerechnet, wie es mit Apples KI-Strategie weitergehen könnte, deren Details zumindest teilweise bereits heute bei der Entwicklerkonferenz WWDC 2026 verraten werden sollen.

Das Szenario der Börsen-„Bullen“ ist laut Kuo, dass Apple nur temporär im Hinblick auf KI Schwächen hat. Die Idee: Der Konzern kann aufholen und dennoch zum Schluss führend sein. Kuos Kontakte in Apples Lieferkette sprechen davon, dass das Geschäft zumindest bis Ende des Jahres stark bleibt. Das Narrativ gehe ungefähr so: „Wenn es Apple jetzt schon ohne KI so gut geht, stellen Sie sich vor, was mit KI passiert.“ Es sei dabei relativ egal, was Apple auf der WWDC zeige, die Bullen-Story könne erhalten bleiben.

Es gibt allerdings einige Schwächen bei dieser Vorstellung: Apple müsste auf der WWDC zunächst zeigen, dass es dem Unternehmen gelingt, mit Googles Gemini die bessere Nutzererfahrung zu liefern als Google selbst. Das gilt laut Kuo für KI-Anwendungen – also die geplante Siri-App samt Sprachbedienung –, agentische Workflows und die KI-Nutzung lokal auf dem Gerät (bei fehlendem Netzempfang oder aus Datenschutzgründen) und hybrid in der Cloud.

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Sollte es Apple gelingen, „mehr“ mit Gemini zu erreichen als Google mit seinen eigenen Apps, wäre dies ein Signal an die Bullen, dass ihre Einschätzung stimmt. Geschieht dies nicht, würde sich Apple an Google ketten: Gemini wäre dann der Horizont dessen, was Apple im KI-Bereich auf seinen Plattformen leisten kann.

Entsprechend genau muss man heute hinschauen. Apple hatte sich mit seiner verschobenen kontextsensitiven Siri bereits einen massiven Schnitzer geleistet, der zuletzt sogar sehr teuer wurde, weil Nutzer deshalb klagten.


(bsc)



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Liveticker zur WWDC: Ab 19 Uhr alles zu iOS 27, macOS 27, Siri und Apple-KI


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Jetzt ist es so weit: Ab 19 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit steigt Apples diesjährige Keynote zur Entwicklerkonferenz World Wide Developers Conference (WWDC) 2026. Wie immer dürfte es vor allem um Software gehen: iOS 27, macOS 27, iPadOS 27, watchOS 27, tvOS 27 und visionOS 27 werden erwartet. Besonderer Fokus in diesem Jahr ist das Thema Künstliche Intelligenz, wo Apple bekanntermaßen viel Nachholbedarf hat.

So sollen Siri und Apple Intelligence auch dank Google-Gemini-Unterstützung endlich smarter und kontextsensitiver werden – unter anderem erstmals in Form eines echten Chatbots. Ob es auch neue Hardware geben wird, ist unklar. Denkbar wären unter anderem neue Mac-Studio- und Mac-mini-Modelle sowie Zubehör wie HomePod mini und Apple TV, allerdings gab es hier in jüngster Zeit keine konkreten Gerüchte, dass das Erscheinen an die WWDC geknüpft wäre. Alle Infos im Minutenprotokoll.

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(bsc)



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